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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-23 · Heft 1042 (23.12.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1042 (23.12.1921)
Date
1921-12-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1042 WlÖNfiR MORGEN2EITUNQ 23. Dezember 1927 INtim noch einige Worte über den. wunder- «dhönen »Blauen Kinderkalender für das Jahr 1922«. Dieses Jahrbuch für die Jugend ist ein unerschöpfliches Füllhorn des Genusses. »Liebe Leser! Wollt Ihr träumen? Seht euch bloß den Deckel an! , .. Auf den goldnen Wojkensäumen Sitzt der blaue Zaubermann, — Streut euch leise und gewandt I« die Augen seinen Sand. Halt den Schirm dann auf gespannt Und — Ihrreist ins Wunderland.« . In bunter Folge reihen. sich Märchen, Erzählungen, Anekdoten, , Reisebeschreibungen und Stadtebilder, Gedichfchen .und Beschäftigungsspiele. Es ist an alles gedacht. Beachtenswert ist die' dichterisch wertvolle Legende »Das unsichtbare .Pferd« von Kauders und Gelbers Erzählung vom »Rätselhaften Herrn Nil-Seritse«, sehr hübsch ist das, Schattentheater von Yella Liebei. Für die langen Wititer- ©bende sind drei Spielbeilagen angefügt: Ein Bilderlbogen zum Schattentheater, ein Puppenkleiderbogen und ein Reisespiel, welches die plastische Darstellung Schweizer . Landschaften ermöglicht. Der Kinderkalender dürfte bald das Lieblingsbuch der Jugend, werden. Guter geistiger Nahrung bedürfen unsere Kinder ebensosehr, wie leiblicher. Filtern und Pädagogen seien hiemit auf die obigen iBüchlein nachdrücklich hinge wiesen. —-n—. Än alle Kommissäre und Freunde des Keren Kajemeth. > Auf das Jahreskontiugent des Keren Kajemeth für Oesterreich fehlen noch K 890.000. Zur Aufbringung dieses Geldes stehen nur mehr zehn Tage zur Verfügung. Die Österreichische Sammelsteile des Keren Kajemeth hat sich den Ruf erworben, unter allen Umständen die Weisungen des Hauptbureaus durchführen zu können, und sie war auch im Vorjahre eine der wenigen Sammelstellen, die ihr Kontingent erreicht und überschritten haben. Es ist nunmehr Ehrensache des österreichischen Judentums, diesen verhältnismäßig kleinen Betrag dem jüdischen Natiotialfonds bis Freitag den 30. d. M, zur Verfügung zu stellen und zu erreichen, daß Oesterreich auch heuer wieder das vorgeschriebene Kontingent von K 7,500.000 dem Keren Kajemeth fjisrael für Landkäufe ln Palästina zur Verfügung stellt Wir bitten Oie unsere Freunde und Mitarbeiter, die Chamika-Tage Mt aller Intensität für de Chanuka-Sanimlting des Keren Kajemeth auizunützen und alle, auch die allerkleinsten Beträge unverzüglich an den Keren Kajemeth, Wien, U., Taborstraße 59, abzuführen. Auf jeden Heller kommt es an, .we n n O e s t e r r e i c h s e i n J a h r e s lc o n t i ngen t erreichen soll! Die Landessammeisfene des Keren Kajemeth für Oesterreich. Vom Keren Hajessod. Die bereits angekündigte Massenversammlung bei R a d r m a n n, II., Ausstellungsstraße, findet am Dienstag den 27. d. M. um Vg8 Uhr abends bei freiem Eintritt statt und werden bei derselben Mitglieder der Exekutive und des Aktionskomitees sprechen. » Kereti-Hajessod-Arbeit eines orthodoxen Tempelvereins. . . t Der orthodoxe Tempelverein S c h 0 m r e H a d ath, Wien, XX,, Hat auf Veranlassung, seines Vorstandsmitgliedes Herrn B. Schönberg beschlossen, sich aktiv au der Arbeit für den Keren Hajessod zu beteiligen, und hat selbst seinen Beitrag geleistet; ein Beweis, daß .sich die Idee des Keren Hajessod auch in nichtzionistischen Kreisen durchzusetzen beginnt Für die abessytiisehen Juden. Vor einigen Tagen ist der bekannte Fellachenforscher Dr. F e i 11 0 w i c z von Palästina nach Amerika abgereist, um dort größere Gel beträge für eine Hilfsaktion zugunsten der abessynischen Jycjen zu sammeln. _ Jüdische Hilfsarbeit im fernen Osten. Als Beispiel für das Interesse N'n-d das wanne M-ütgefühl für diie jüdische Not, ka-nm der Widerhall dienen, den die Aufforderungen der Exekutive der jüdbehön Welthitlifskionferenz iin den entlegensten Wmketm *er Welt gefunden haben, vor allemdie Hilfebewegung, die dairantfihin in letzter Zeit unter der jüdischen Bewölke rivmg im fernen Osten entstanden ist So fand datpik dör Initiative der lokalen Gerneintiever wa.1tumtg iin GHarb i m eine Beratung starit, . am der Vertreter von 25 jüdischen politischen, kulturellen und humanitärem Organisationen teiiigenommea haben, die beschlossen hat, sofort ein gesellschaftliches Hilfskomitee für die Kriegswation %\\ bilden, ah dem aMe Elemente dien* jüdischen Bevöl'kernmg teil nahm en, vom' den Orthodoxen bis zit den extrem linken Gruppen, Dieses Hilfskomitee hat eine GeTd'samml-ung organisiert #md wendet sich an alle, jüdischen Gemeinden im formen Osten mit einem Aufruf, ähnliche. Hföfs'ko.irateefc ' zu gründen. "Wie die letzten Nachrichten "besagen, wurde ein solch es Hilfskomitee auch bereits in Sharlghai gebildet. (J.1 P. Z.) Neue Banknoten. Zu 5000 und 50.000 Kronen. Der engere Generalrat für die österreichische Üteßchäftsführung der Oesterrei chjsch-unsarischen Bank Mitteilungen aus dem Publikum. Echte Jäserwäsche Ä Albert Matxner, Wien, I., Kohlmessergasse 8 hat in seiner gestern unter dem Vorsitze des Gouverneurs Dr. Spitzmüller abgehaltenen Sitzung unter Zustimmung der Regierung die Emission von Banknoten zu K 5000 und K 50.000 beschlossen. Die neuen Noten werden voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Monats Jänner zur Ausgabe gelangen. Diese neuen Noten sollen den Bedürfnissen des Verkehrs entgegenkommen. Betrügereien bei der amerikanischen Kinderhilfsaktion. Am!. d. M. wurden im Magazin der aimeriikaulschen Ki« d'erhilfsa'ktion 700 Paar Schuhe und 700 Paar Strümpfe mit einem ordii*-"' -m-'ß duisgefertigten A csfoligeschein aingetbOrch für die Bumtiesleh-ranistad'ten in Mödling, Traisktichem' umd Wiener-Neustadit .behoben. Nacihträglich stellte sich heraiu-s, daß die Lehranstalten die Kliekhttngsrtücke ndeihtt erhalten haben. Es stieg der . Y'ercfoe.'bt auf, d'aß iwir ein mit der Manipulation umd A U'sferti'giwug der Ausfolgescheime vertramter Beamter den Betrug verübt und. Schuhe und Strümpfe für sich behoben habe. I-n Betracht kam der zyjahti'ge Ingenieur Otto Wondrak, XIX., Hofzeile 27, Pesnsiom Döbling, wohmhuift. Der Verdacht würde dadurch bestärkt, daß die Gemeimden E b r e i c h? d o r f, Z i e r sd o r f, T a 11 e n d 0 r f umd W e i g eis d o r f, ' die vom Womdrak in dien Verteihiing-splan z.u.r Befieikitmg aufgesnommen worden waren, amch ke.'ine Schuhe und Strümpfe zugewiesen erhalten haben. Am 18. d. M. wurde Wondirak verhaftet, und bei’ seiner Einvernahme gestand er, die 700 Paar Schuhe umd die 700 Paar Strumpfe mit dem von ihm geschriebenem Ausfolgeschein der Bumdeslehramirtavhen durch eine Mittelsperson für sich behoben zu halben. Womdrrk ha'ite drei Hantdefeagemten, Franz Winkler, . VII., Kirchengasse 36, Albert Cabek, VII., Kirchen gaos.e 32 und Saliomon Eckst e i n, VIII'., Albeytgasse 4, eingeredet.. daß die amerikanische KinderhKfsa'ktionmit Ende -dieses Jahres awfgelöst werde umd unzählige Schuhe und Strümpfe abaugeben habe. Er. hatte, ihnen die Waren an geboten und Catpek hat Schuhe und Strümpfe belieben. Die Schuhe wurden dem Schuhfabrikantea Hugo W e i ß, Gesellschafter der Firma Bervey, G. m. b. H., XII., LimzeTOtraße 299, um K. 2,800.000 und 300 Paar Strümpfe "dem Kaufmann Johann Okonn, X., Favoriten Straße 49, um K 127.300 verkauft. Winkler, Caoek und Eckstein behaupten, nicht gewußt zu haben, daß die Klekttrmrsstücke auf unredi'iche Weise der amerikanischen Kinderhilfeafction entfremdet' werden sind, haben aber die Tatsache geahnt.. 600 Paar Schuhe und 650 Paar Strümpfe -sowie eine Milliicm Kronen wurden bei den Beteitigten zustandegebraoht. ’ Won/drak wurde, heute dem Landesgericht eingeliefert, Winkler, , Cap-ek.^ Eckstein »ad Weiß der Stmtsainw-titsohaift a-ngezeigt. Der räuberische Ueberfall in einer Krakauer Bark. Uefeer den räuberischen Ueberf. U, der a«m 24. November um 10 Uhr abends in der Koc<poiration®baaik der Firma Hermes in Krakatu, Dietln-wsJk'aig’a.sse, ausgeführt worden ist, ist der hiesigen Polizeidirektion ein armsführlicher Bericht der Krrfkruer Behörde znigeöcctfnmen, dem wir folgende Einzelheiten amtnel" men: In den Räumen der Brink weilten zur Zeit des Heber felis der Eigentümer der Bank, der 38jährige Jaköb Ster «n=, seine Galitin, die 34jährige Anna Stenn, der Kaufmiariin Moses Vor schirmer aus Tcirr.iow und der 30jährige PIam-besorg er Siegmund Stach ow! c z, den Herr Stern m das Comptoir geholt hatte, um die elektrische Beleuchtung zu reparieren. Plötzlich drangen zwei Bamdate-n ein, von denen einer drei Schüsse in das Comptoir abgab, deren einer den Bankier Stern tot nied erstreckte, während durch den zweiten’ Schuß der Kaufmann Yorscihimmer rin Bauche getroffen und schwer verletzt wurde. Die Täter erbeuteten ain 2200 Dollar und Schecks atuf 100.000 tschechische Kronen, igoo Francs, 1,292.262 politische Mark und eine goldene Uhr mit Keitte, ohne Karabiner, der durch das starke Anreißen znirüdkgeblieben ist. Sie wendeten sich dann zur Fkirt’ it und würden auf der Strrße verfolgt tund bis im.eine Anlage beobachtet. Dort streckten sie den 54jährigen' Gewerbetreibenden Heinrich E z a y e r aus Knailcaiu durch einen Schuß tot nieder- und verletzten den 27jährigen Kaufmann Julius Stoff aus Wi e in, Prait erst r aß e 55, dureih einem Schuß in den Br.nich umd an der Flrmd schwer. In dem’Bartkgebäuide ließen sie die N-Uimmer vom 20. Novemlbe'r der russischen Zeitung ^Swoboöa« (Freiheit) und ein Programm eines Krakauer Kinotlieaite-rs zurück. Mit diesem hatten sie das Guckfenster am der Tür des Einganges verhängt. Auf der Straße verlor einer der Banditen einen schwarzen, weichen Haüt der Firma PI e ß in Wien mit dem Firmenzeichen eines Tarnopoler Huthärdlers. Der Hamsmeister Statchowioz schildert die Täter wie folgt: Der eine 21 Jahre alt, blond, groß, ovales, volles, gesundes, glatt rasiertes Gesicht mit schwarzem, «kurzem Ueberrock, duir.lkelgestrei fter Hose, schwarzen Schuhen-, schwarzem, weichem Hut, der zweite etwa 28 Jahre alt, klein, brünett, mit kuirzgeslmLztem Schurnrhaat, rundem, veilem, abgelebtem Gesicht, mit kurzem, drapfärbigem Paletot mit Pelzkragen, dunkler Hoßc, schwarzen Sdhnhen und schwarzer . J-orbeiho'pe, Er hart eine kleine .Warze im Gesicht Seite 5 —-—^4 wie nach einer geheikteo Wiundc. Fraiu Storni schildert die Täter ähnlich, hobt an dem Ersten datz breite Kinn und die aufgestülpte Nase harmr, dop Zweite sprach nach ihrer Angabe Jüdisch mit dorrt in Kongreßpolen üblichen Akzent. Eisenbahnkatastrophe bei Venedig. Venedig, 22. Dezember. (Stefani.) Auf def Brücke bei San Dona di Piave sind gegen 21 Uhr 45 Minuten der aus Paris kommende Zug und der Expreßzug Triest—-Rom zusammengestoßen. Von .Mestre und Venedig sind Hilfszlige abgegangen. Wie die Blätter melden, sind 5 Personen ge* tötet, 30 verletzt worden. * Keren-Hajessod-Arbett in Südamerika. Von Dr. L. Wilensky, dem Sonderdelegierten des Direktoriums des Keren Hajessod, sind aus Südamerika die ersten schriftlichen Berichte eingetroffen. Seine Ankunft wurde von der jüdischen Bevölkerung, die zum erste” Male durch einen Delegierten der Zentrale in direkte Verbindung mit der gesamtjüdischen Bewegung kam, als ein außerordentliches Ereignis empfunden und behandelt. Als das Schiff, mit dem Dr. Wilensky aus England kam, an der Küste des Staates Pernambuco erschien und sich dem Hafen der Hauptstadt" Recife näherte, fuhr dem Delegierten zur Begrüßung ein mit einer 3ögliedrigen Deputation besetztes Boot unter der weiß-blauen Fahne entgegen, während iin Hafen selbst eine große. Anzahl von Booten das Schiff unter den Klängen der „Hatikwah* empfing. Der Rest der jüdischen Gemeinde harrte an der Landungsbrücke und folgte, nachdem feierliche Reden gehalten worden waren, in einem langen Zuge von Autos und Wagen durch die Stadt ins Hotel. Die gesamte Presse verkündete der Bevölkerung, daß die Juden Südamerikas einen Boten ihres Volkes empfangen, der sie zur Mitarbeit am Neuaufbau von Erez Israel aufruft. Nicht nur die Juden Pemambucos empfingen den Gast. Aus R i 0» dejaneiro, der Hauptstadt Brasiliens, war der Präsident der zionistischen Organisation, Schneider, in einer fünftägigen Reise nach Pernambuco zum Empfang gekommen, um Dr. Wilensky im Namen des brasilianischen. Judentums zu begrüßen und nach Bahia und Rio de Janeiro zu geleiten. Das zum Empfang Dr. Wileiiskys gegründete Komitee hat sich provisorisch als ein Keren-Hajesod- Komitee zur Einleitung der Keren-Hajesod-Aktion konstituiert * Corpus inscriptionum palestinensiam. Die jüdisch« Gesellschaft für die Erforschung Palästinas hat jüngst mit dem ersten Hefte der von ihr herausgegebenen wissenschaftlichen Zeitschrift debütiert, deren wesentlichsten Inhalt die Ergebnisse der bisher durchgeführten Ausgrabungen bilden. Die auf solche Weise erlangte Inschriftensammlung wird demnächst unter dem Titel „Corpus inscriptionum palestinensium“ herausgegeben werden. Die Redaktion wurde Professor Nahüm Slou sch, der auch dem Redaktionsstab des von der französischen Akademie herausgegebenen „Corpus inscriptionum semiitcarum“ angehört, übertragen. Zit den bedeutendsten Erfolgen der Gesellschaft gehören die Ausgrabungen in Tib e r i a s, die nicht nur von den jüdischen, sondern von allen Archäologen der Welt als historisch wertvolle Funde geschätzt werden. Im Rahmen dieser Ausgrabungen dürfte woftl die aufgedeckte alte Synagoge, die dem Rabbi M e i" r (etwa im II. Jahrhundert) zugeschrieben wird, "die wichtigste Entdeckung sein, sowie die daselbst gefundene siebenarmige Lampe und andere Terapelgeräte, die über den Stand der jüdischen Kunst und des jüdischen Kunstgewerbes zur Zeit des Tempels und während der ersten Jahrhunderte der christlichen Aera Aufschluß geben. * Von der Universität. Verflossene Woche fanden an der Wiener Unniversität die letzten Vorlesungen in diesem Jahre statt. Gestern fanden die letzten Promotionen von Doktoren der gesamten Heilkunde, der Philosophie und der Rechte statt. Untes^ den Doktoren der Medizin und Philosophie Befanden sich "auch einige Damen. Die Zahl der Doktoren der Rechte war bedeutend größer als die der Philosophen und Mediziner. Gestern traten die Weihnachtsferien in Kraft, welche bis Mitte des Monates Jänner währen. ' - Alterstrostwoctie. Für die am 25. d. Mr beginnende Älterstrostwoche laufen beim Zentralausschuß der Wiener Jugend für Greisenhilfe, I., Wallnerstraße 9, Fernruf 61-369, unausgesetzt zahlreiche Spenden ein. Auch das. Ausland unterstützt die Liebesaktion. Der Verband der Österreichischen Banken und Bankiers hat sich bereit erklärt, an allen Zahlstellen seiner Unternehmungen Sammelbogen aufzulegen und Spenden entgegenzunehmen. Der Direktorenverband der Wiener Theater und Varietes hat die Durchführung von Sammlungen während der Pausen der Vorstellungen gestattet Die gleiche Zusage. dürfte auch von zahlreichen anderen Veranstaltungen, Ball- und Unterhaltungskomitees gegeben werden. Sämtliche Sammlungen werden von besonders legitimierten Mitgliedern des fugendausschusses mit offenen Sammelbögen, durchgeführt; Direkte Spenden sollen an den Zentralausschuß I., Wallnerstraße 9, gerichtet werden, wo auch Auskünfte erteilt werden. * Ungarische Ehrenaffalren. In der am Dienstag stattgefundenen Sitzung der ungarischen Nationalversammlung wurde der gewesene Kultusminister Jankovich von einem der Redner als einer der vornehmsten Rechtsgelehrten Ungarns bezeichnet. Da machte der Abgeordnete Stephan Somogyi den Zwischenruf: „Ein Hühneraugeuoperateur ist er, und kein Rechtsgelehxter!“ Jankovich fühlte sich durch diese Bemerkung be eidigt und ließ durch Baron Emmerich Fejervary und Graf Georg Karolyi von dem Abgeordneten Somogyi Genugtuung fordern. Letzterer machte die Abgeordneten Kallay und Reischl als seine Sekundanten namhaft. * Eine amerikanische Aktion für die Kriegswaisert in Galizien. Wie aus New York gemeldet wird, hat dort vor einigen Tagen eilte Konferenz des Gali;ianerverbandes stattgefunden. Der Vorsitzende Philipp Wattenberg berichtete über seine Reise in Galizien, insbesondere über Idie einzuleitende Hilfsakt'on zugunsten der dortigen Kriegswaisen. Auf Grund dieses Referats wurde die EinkituiiÄ einer Waiseiihilfsakf *• beschlösse«-

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