Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1042 (23.12.1921)
- Date
- 1921-12-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Wien, rreitag WIENER MORGßNZEmWCJ 23. Dezember!92! allerdings bei konservativ denkenden Beurteilern. viel Anfechtung begegneten. Das Buch, das mit M u 1 lall: u i i s „Max Havelaar0 in eine Reihe gestellt wurde, hat »n Deutschland nicht weniger als fünfzehn Auflagen erlebt. Ebenso erregte sein großes Werk über Voltaire Aufsehen und Bewunderung von der einen und leidenschaftliche Anfeindung von der anderen Seite. Daß die „Phantasien eines Realisten“ in Oesterreich nach einer erregten Parlamentsdebatte verboten * wurden, ist bekannt, nicht minder, daß die Stadt Wien dem hervorragenden Denker ein lebenslängliches Ehren-? geh alt zuerkannt hat. Dem Judentum war Popper lebenslang ein treuer Sohn. Mit heißem Interesse verfolgte er die Entwicklung der jungjüdischen Idee und die politische Entfaltung des Zionismus. Unser Blatt verliert in dem. Heimgegangenen einen warmen Freund. Auf dem Karlsbader Zionistenkongreß gedachte Professor Heinrich Löwe in ehrenden Worten der; großen Widmung Poppers an die Jüdische Nationalbibliothek, die auf die Anregung. der „Wiener Morgenzeitung“ hin erfolgte. Der Kongreß nahm die Worte Löwes mit einer spontanen herzlichen Ovation für den greisen Forscher auf. Der Todestag dieses Mannes, dessen Leben erfüllt war von Arbeit im Dienste aller Menschen, ist ein Tag der Trauer für die Kulturwelt. Josef Popper-Lynkeus, der Jude. Von Dr. Bernhard Wachstein, Bibliothekar der jüdischen Kultusgemeinde. Ich stehe augenblicklich unter dem Eindrfick der traurigen Nachricht vom Ableben'des großen, edlen Menschen, die ich erst vor wenigen Stunden erhielt, und kann in meiner Erregung nicht alles Vorbringen, was ich über Popper-Lynkeus, den Juden, zu sagen hätte. Er .war Voltairianer, ein Gegner der Religionen und Konfessionen, aber nichtsdestoweniger hat er die intimsten Geheimnisse, die in einem Volke schlummern und sich in seinen Mythen äußern, wunderbar verstanden. Dies hat ihn zum Kenner des Orients gemacht,'zum Bewunderer Chinas, Japans und vor allem des Judentums. Um nur ein Beispiel anzuführen: 3hm waren die . Führer der griechischen Ethik lachende Kinder im Verhältnisse zu den geistigen J u d e n der Ghettozeit, was. die Auffassung vom Leben betrifft. Dieser vorbildliche Dialektiker, Mathematiker, Naturforscher, vereinigte bezwingende, unerbittliche Logik mit herrlicher Naivität. Um zu charakterisieren,, in welchem Sinne Popper-Lynkeus Volljude war, genügt der Hinweis darauf, daß er zu den größten Lebensbejahern zählte. Er hat niemals einen Friedhof besucht. Diese Bejahung des Lebens führte ihn zu der Erkenntnis von der Wichtigkeit des Lebens der Mitmenschen und zu seiner großen Sehnsucht, dieses Leben der anderen glücklich zu gestalten. So kann.man aus seinem Judentum sein ganzes System erklären. Diese Poppersche Lebensbejahung ist keineswegs ein bloß negatives Hängen am Leben, sondern das inbrünstige Verlangen, die Keime der menschlichen Fortentwicklung gedeihen4 zu sehen und selbst am-Wachstum dieser Saat nach Kräften mitzuwirken. •; . . . . Er war — man nehme dieses Wort in seiner ganzen schweren Bedeutung — ohne Harm. In den 18 Jahren, die ich mit ihm in engster Freundschafts Verbindung stehen durfte, habe ich niemals auch nur. ein scharfes.'Wort, gegen Irgendjemand gehört, obzwar bekanntlich.- dieser Mann oft bösartig und sehr .verletzend ,angegriffen.wurde. Dabei hatte er aber doch eine scharfe-Erkenntnis .für tief sittliche Menschen. . ... Josef. Popp.er-Lynkeus vereinigte in . sich das Streben der jüdischen Propheten nach Beglückung.und.Vollendung der Menschheit , mit modernem, insbesondere mathematisch und naturwissenschaftlich geschultem Geiste, der ihn befähigte, die Dinge nach der rein realistischen Seite zu behandeln. So war er im edelsten Sinne ein Phantast und Realist zugleich. Philosoph, Ethiker und Techniker. Die überragende Bedeutung des großen Weisen wird äus der folgenden .Würdigung von Walter Marcus klar : Josef Popper hat für die allgemeine Ethik oder soziale Moral in seinem Werke „Das Individuum“ eine neue Grundforderung gefunden und dargestelit, die in ihrer Natürlichkeit, Einfachheit und-Tiefe an. Brauchbarkeit alle früheren Lehren, alle Religionssysteme eingeschlossen, übertrifft. Er hat die soziale Frage (als Wirtschaftsproblem) durch sein Werk „Die allgemeine Nährpflicht“ gelöst Das Kriegs- und Friedensproblem hat er in seinem Kerne klar herausgeschält und eine mögliche Lösung dafür m seinem soeben erschienenen Werke „Krieg, Wehrpflicht und Staatsverfassung“ gegeben; Das bisher ungelöste Problem eines politischen Staatsrechts, das das Wohl aller „Klassen* in gleichem Maße begünstigt, hat er in seinem „Fundament eines heuen Staatsrechts“ gelöst: . ■ Die religiöse Frage hat er als Frage nach den mefa? physischen Bedürfnissen in präziser Weise beantwortet und ihr Verhältnis zur Wissenschaft klargestellt. („Voltaire.“) . . .. , ‘.. I Das Problem des Verbrechens und seiner Bestrafung hat er erklärt und praktische Vorschläge für die Verhütung derselben gegeben, die den Begriff „Strafe“ verschwinden lassen würden. („Das Recht zu leben und die Pflicht zu sterben“) Das Maithusproblem hat er als Scheinproblem entlarvt und für den Fall einer Uebervölkerung eine Methode vorgeschlagen, die das eigentliche Problem vollständig lösen würde. („Nährpflicht.“) ' - ■ < " Das philosophische Erkennfhisproblem hat er durch Vervollständigung der von Ernst Mach gegebenen Lösung bereichert. („Selbstbiographie“.) Das Problem der Willensfreiheit hat er aufklärend analysiert. Auf dem Gebiete der Aesthetik hat er unwiderleg- Sche Grundsätze ausgestellt; Die Dichtkunst hat er durch seine Phantasien eines »Realisten* um ein .einv.igaritees Kunstwerk Ix'nichcrt An die Leser der „Wiener Morgenzeitung“. Gleich allen anderen Wiener Blättern ist auch die „Wiener Morgenzeitung“ gezwungen, eine Erhöhung des Abonnements vorzunehmen, um wenigstens zum .Teile, dem Tempo der allgemeinen Preissteigerungen folgen zu können. Der Papierpreis hat sich auf das Vierfache erhöht und die Löhne sind seit dem Monat November Rieses Jahres bereits um Doppelte gestiegen, ohne daß ein Ende dieser Aufwärtsbewegung abzusehen wäre. Wir haben trotzdem die Verteuerung unseres Blattes nicht in dem , Maße vorgenommen, welches diesen' Verhältnissen . entsprechen würde, da vir denjenigen . Teil unserer Leser, der dem Mittelstand angehört, nicht von der Lektüre dieses für sie notwendigen Organs ausschließen, können. Wir haben bereits Anlaß genommen, von der Gefahr zu sprechen, die alle Österreichischen .Tageszeitungen bedroht. Für die „Wiener Morgenzeitung“ ist die Lage besonders ernst. Wir verfügen über keine anderen Einkünfte, als der Verkauf des Blattes einbringt. Es ist daher die größte Energie aller unserer Freunde, aller, die es ehrlich mit dem Judentum meinen, notwendig/das Weitererscheinen der Wiener Morgenzeitung“ zu ermöglichen. Bezugsbedingungen ab 1. Jänner 1922: Abonnement für Wien (zum Abhoien im Expedit oder in der Verschleißstellen) monatlich . . . ... . . . . K 1000.— Oesterreich monatlich ..... . K 1000.— Tschecho-Slowakei monatlich . tschech K 20.— Polen monatlich , . . . poln. Mark 600.— Jugoslawien monatlich .... Dinar 18.— Deutschland monatlich .... .Mark 25.— Rumänien monatlich ...... Lei 35.— Bulgarien monatlich ..Leva 35.— Holland ryonatlich . . . . . . holl. fl. 1.50 Italien monatlich ... . . . . Lire 6.— Schweiz monatlich ... Schweiz. Fr cs. 3.— Frankreich monatlich ...... Frcs. 6.— Belgien monatlich . . . . belg. Frcs. 6.— England monatlich. . . . . . . 8h. . 3.— Amerika monatlich...... Dollar 0,50 Einzelnummer für Wien K 40.— Montagsmim mer . . . K 30.— , . Die Verwaltung der \ „Wiener Morgenzeitung<c Wien, II., Taborstraße 1—3 ’ ' Telephon 44.038, 43,319. .... : c,Als ..Physiker ,; entdeckteei: die ^elektrische Kraftübertragung-.',^.,. : ... ..... , '•; Für die. Flugtechnik-fand er wichtige Grandformeln; noch in jüngster. Zeit, als; Achtzigjähriger, ersann er den automatischen Höhenregulator iür Luftschiffe. Im Bereiche der Maschinentechnik und des Maschinenbaues befriedigten seine Erfindungen wichtige industrielle , Bedürfnisse, - ‘ : In der Mathematik bearbeitete er erfolgreich das Problem des allgemeinen Konvergenzkriteriums unendlicher Reihen. Parteiprogramm und — Silvesterprogramm. Vor einiger Zeit halt. eia chri'Silld'cFlsofzaailes Blatt der 'Besorgnis Am druck gegeben, daß sich gewisse Kreise durch das ailigemeine Elend in Wien nicht schalten lassen werden, heuer einen. Uebe rf a s c Ih i n g zu feiern. Non liegt uns, gleichsam af!s Rechtfertigung dieser . Befürchttanig,'. d-as Sih-esferpr-ngramm , der' — DeuitscfaöstenreicFiischen Schrittstellergenpssanfschaft — das ist dis Orgrrnisaidon der chrrstiich-sozi'alen Mid deutsjchnattiomalen Journal]iste-ii —yfcir..■ Für diese Verarnistaütung ■wird mm ersten Mia>le der -Festsaal der meinem Ho fb u r g demPujblikium . zugänglich gemacht. Main erinnere sich, des Lärms, den die christli-dh-germams«?hem Kreise i»m 'Vorjahr machten, als .zuan ensten Maile in det: jOeffenitilkbikeit,, die Ensdidießuing der >akeh'rwü;bddg'eini« Bnunikräume in der Hofibuirg für allgemeine Feste erwogen- ' wurde. Sofort wurden zahllose . kfkä-l .gefärbte Varianten des Schoipenhatu'ei;-\Vto»r.tes .vom dem - spezifisch jlü drisch en Manige-l am vereounidia laut, demn .nur dien Juden, trauite. man eine solche; Profainäeiiung historisch geweihterStätiten./zu. Umso pikanter wirkte es daimails, als sichplötzlich rein arische Vereinigungen als dfie a'lieinigen Nutznießerder Demokratisierung des Zeremonien saalcs entpuippteni. , Es waren dies der Deutsche. Bu>rsdb»en»bund uind die Deuitechösterreichische Schriftsteiiergoirossanschaft. Aus der.Reihe der letzterem wurde damals immerhin Widerspruch., laut. Besonders der Herausgeber der ^Rcjchsp-o-st« hat seinen Berufs- und Gesintnunngsgenossen noch nachträglich gehörig die Leviten gelesen... Seither scheint aber auch Herr Funrl.er' zu der Erkenntnis gelangt zu sein, daß eine weitere Reservierung .der -Hofburg für ihre frühere© Bewohner zwecklos und unökonomisch wäre, und so erleben wir jetizt eine. Wiedterholuug de« Schau* Spiels, daß <jihe exklusiv arische Vereinigung s-ioh etwas erlaubt, was ursprünglich» nuir a!« ein ipincMvokatorischer Exzeß j ii di s c h-ma t er in 1 ist i sc h er Geistigkeit erklärt worden war. Arier noch viel pikanter mls diese Tatsche, mit .der men sich, i-nnc rh alb-eines roMen Jahres schon ab gefunden hui, v-‘; das V cri/richr'vv der Kiwd'k'f, m 1042 die das Silvestenpnogramm der Deutsdhöstonreichi»; schien Sehri ftste llerge:ntossens.ch-aft bcisitreiteai soüüoni Hier folgen ihre Namen: Gisela Marien,. Gabriels Modi, Hansi Niese, Framzi Ressel, Anmie Rosa-r^ Hilde Schoilz, Chaulioitte Waldow, G i <s e W eribe ziirilc, Max Brod, Heinrich Eise mb a c h, Eugen Günither, Walter- Huber, Josef König, Eduard Ko ruan, Robert Nästllbergerj Emmorich Reimens, Armin S ,p r i n.g e r, Robert Stolz, Richard Waödemair «und Theodcn* Weiser. Wie man sieht, haßen die Hemren, die davor» leben, ihre Mitbürger vor der geistigem mm<d gfe-j sd'.'äfblichem Berülhmumig mit Juden jahraus, jahreimj in» eindringlichen» Worten —r in. Vers und Plncusa —- 2ju w-arnesi, eine game edklekliche Anzahl. vto»n Md!- scheai Künstlem würdig fbefu-nden»,. - su. ihrer lusiti^-uihg-beizmitragen . . " Wir sind dsrüher nicht soydcMoh übsrraschL Wir wi-ssen' jiaschon fetnge, daß es efhtne Juden nmh eiinmaj macht geht, umd daß speziell! beim Emt4 wurf umd 'bei deir Dumdhfübrung vom Programmen — gleid;gültig, ob cs sich u»m das, Fi-niainzpnograinrra eines amitiisemiitisohem Ministers oder um das Unterhalbum:gts!prog)i‘aanim.einer .. antisemitischen Berufe- -koailbUon handelt — .der. Jude den,Herrschaftem. den Wurste 1 ahgebe-n darf .(im jedem Sinne des Wortes!). Wir ' Rollern alb er. der Hoffmung-Ausdruck geben-, daß die. jüdi'scliem Komiker wemigstems bei dieser Gelegenheit .davon» ahsehem., auch das Judentum seifet zu-“dieser Wurstelrol-jie zu. degradieren. 1 Wir erwärtem von den jüdiis*dbem Küneiblem sp viel Würde, daß: sie-die ihnen leider echom zur Gewohnheit geword-emc Prostitution ihres eigenen Volkstum-s nicht, soweit treiben, dieses mit den Mitteln ihrer Kiumst dem Hohmgelächster Snes 'extrem antiseniifech oirientienten Auditoriums preiszugebem. Speziell Herr E i s enb ac h, der ja die yeirsdhiedem-s/ten Typeai ~ auch uirwiemeriis-clhc — zu verkörpern vermag, möge diesmal seine »rituellen« Spezialitätem zu. H-antse lassen. Auch am Frau W erb e z i r.k .mochten wir denselben Appell» richten. Es ist möglich, daiß dann die Herren von der Deruitechösterrefchischen Schriflbstellemgeiiiossemi- .'scliaft nicht gap® auf ihre. Rechnung» koramenv Wir gl'atuben aber, daß diese. Rcö’nnung mit der menschlichem Würde jüdischer Künstler mioht beglichen werden darf; . Ju§enü8e^n?ten. Obwohl wir angeblich im Jahrhundert des Kindes leben, zeigen selbst einsichtsvolle Eltern wenig Verständnis und noch weniger Interesse für die erwachende Seele ihres Kindes. Wennes., um ,däs eigene Lesebedürfnis geüit, wird .der oder jener Autors.hiesex,.oder.Jener ye'rlagx üQiltue'f aber, dem Kinde das erste Buch ia die, Handzu geben, damn überläßt m»ain,die Wahl dem Buchhändler, dessen ' pädagogischer. Gesichtspunkt zumeist von-der Höhe des Verdienstes, den ihm das betreffende: Buch ei-iibringt, bestimmt wird. Die JugendschrifteniiteratuT bewegt ■ sich' auch seit Jahren in recht ausgefahren eh ’ Geleisen; es werden .immer wieder dieselben 'Bilder- und Märchenbücher neu aufgelegt, deren,Inhalt' u-nd .illustrative Ausstattung längst revisionsbedürftig sin d. Es ist rein,, als ob der Grundsatz gelte: Für. Kinder ist .da® Mittelmäßige gut genug. Das kommt daher, weil die Jugendliteratur bisher, das Monopol einiger reichsdeutscher Verleger war, die dabei auf ihre Rechnung kämen; . Umsomehr ist es ‘zu’ begrüßen,' daß sich i« Oeste'rreich seit einigen "Jahren Bestrebungen zur Reförjn des Jugendbuches, geltend' machen.- Einige Wiener Verleger ' haben Kinderbücher *' herausgegeb<m,"die inhaltlich gaitz'ausgezeichnet'sind,, die aber .daran leiden, daß nicht die Bilderfreudigkeit des. Kindes berücksichtigt wurde. Sie sind1 lediglich' auf den billigen Preis zuge-schnitten, lassen der kindlichen Phantasie zu wenig Spielraum und konnten daher die reich-sdeutschen Bücher nicht ersetzen; . In-diesem Ja»hrc hat sich der Rikola-Verlag mit einer: Serie Jugendschriften eingestellt, die man freudigst begrüßen muß. Sie sind ein rechter Leckerbissen für das Kind: Bunt, lustig, phantastisch und erstklassig ausgestattet. Hier waltet aber auch die sanfte Hand eines wahren Märchenonkels. Der Malerpoete Walter KaudexSj der diese Büche? zusammen gestellt, verfaßt , und illustriert hat, ist tief in-die. Träume -des .Kindes,, in »seine Sehnsucht nach,.Wunder.baremjund.,seinem Hang nach Drolligkeit:eingedrungen., Für die gamz; Kleinen hat er die »Tausend' Bunten Büchlein« in der hübschen Art der alten1 Münchner Bilderbogen gezeichnet, von denendie »Erste Reihe« bereits erschienen ist. Man kannvon ihnen nur sagen, daß sie wirklich ent* »zückend sind und nichts zu wünschen übrig lassen. HetT jKauders hat sidh aber such eines .sehenswerten Redaktions-Stabes versichert: Es sind dies ein Dutk »zenef Sachverständige im Alter von 6 bis 12 Jahren», ohne deren Gutachten-kein Buch’entsteht. Das bezcichnciidste Novum dieser Bilderbücher ist; daß sie förmlich mit den unbeholfenen Mitteln des Kirndes gestaltet, daß sie sQzfeägen aus dem kindlichen -Bew;iißtfeei*nslcteis;'geschöpft sind. '; Prachtvoll ist ,die Serie von Märchenbüchem, die »Indianermärchen«, »Negermärchen«, »K>Ak müo.kischen Märchen« und »Dichtermärchen«. Sie sind in breitem Großoktavformat gehalten und künstlerisch illustriert. Hervorzuheben ist. die große, deutliVhc Drucktype, die der Gefahr d^r Brille edlr g<:g<‘n?irbeitet, . .