Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1041 (22.12.1921)
- Date
- 1921-12-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Donnerstag WrEira? MxmxjENzmrrirmr , zz; Dezember T92T -..--------- - - .- -I Nr. TOT 4. d. M. hat sich das Orgaalsationskomitee der Zionisten aus dem Osten konstituiert, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, die aus dem Osten kommenden Zionisten, soweit sie nicht im Merkas der russisch-ukrainischen Zionisten zusammengefaßt sind, in dieser Sondergruppe innerhalb der Berliner zionistischen Vereinigung zu organisiere« und der zionistischen Arbeit zuzuführen. Als Vorsitzender wurde Herr Direktor Benzion Fett, bisheriges Mitglied des ostgalizischen Zentralstes, als zweiter Vorsitzender Herr Ascher S t r o m, als Schriftführer Herr Moscheli K a n i u k gewählt. Zuschriften sind mit dem Vermerk „Organisationskomitee, der Zionisten aus dem Osten“ an die Berliner .zionistische Vereinigung, Seydelstraße 3, zu richten. Zionistisches landeskomitee für Oestercich. Sämtliche Karten für die offizielle Makkabäer-Feier sind bereits ausgegeben, daher jede weitere Nachfrage zwecklos. Chanuka h - Gottesdienst im Stadtt c m p e!. Oberrabbiner Dr. Chajes wird am ersten Chanuka-Abend (Sonntag) im Rahmen des Gottesdienstes die Festpredigt halten. Makkabäer-Feier in Baden. Bei der am Sonntag den 25. d. M. in> Festsaal des Hotel Stadt Wien in Baden um 6 Uhr nachmittags stattfiudenden Makkabäer-Feier wirken außer den Festrednern, den Herren Oberrabhiner Reich und Dr. Otto Abeies, die Damen Frau Miriam Schnabel-Hoeflich, Frau Mirra Sokolskaja, Frau H. Dulitzkv und Fräulein Trude Szmetana, Herr Otto Schick, das fiigenfeid-Quartett des Wiener Hakoah- Orchesters und Herr Zlnivy Sternberg mit. In allen Gesellschaftskreisen zeigt sich für diese Veranstaltung, deren Reinerträgnis wohltätigen jüdischenZwecken zufäüt, das lebhafteste Interesse. „DieKunst dcrNade 1“. Diese Verkaufsausstellung der Sozialen Hilfsgenieinschaft Anitta Müller erfreut sich eines sehr regen Zuspruchs. Die Veranstalter sehen sich daher veranlaßt, die Austeilung bis zum 24. d. M„ z u v e r i ä n g e r n. Urania. Heute, Donnerstag, 5 Uhr (Großer Saal) : Der Kampf mit den Berge, I. ln Sturn und Fis?— '^6 Uhr (Kleiner Saal) Sektionschef Dr. Haus Schiitter: Geheimbilnde im XIX. Jahrhundert, VI. — lj.ß Uhr (Kurssaal) Professor Dr. Robert M ö c k e 1: Begabung, Schule und Beruf, 111. — 1/.,6 Uhr (Klubsaal) Dr, Susanns Schmida: Das Problem des Tragischen, V. — */,8 Uhr (Großer Saal) Sondervorstellung: „Der G’wissenswurm“. (Wanderbühne). — l/S Uhr (Kleiner Saal) Universitätsprofessor Dr. Artur . Haas (Leipzig): Atom und Weltall. — 1/„8 Uhr (Kurssaai) Hochschulprofessor Dr. Alfred Lechner: Grundlagen der Mechanik, I. — 3 28 Uhr (Kiubsaal): Dichter der Neuzeit, Vli. Vortragsmeisteriir Hilda W e g n e r und Professor Pr. Edwin Zoll werker: Fritz von Unruh. uw SlsinmübEl Antike und künstlerische itJ ss I HAIASI ft Co.' * Wien, I., Seilerstätte Nr. 3 (Calais Coburg) Ernährung. Der Marktbericht. leichter Preisrückgang der minderen Rindfleischsorten. Das starke Angebot an Rindfleisch, das dem Markt Augenblicklich zur Verfügung steht, bewirkte gestern einen leichten Preisdruck des Rindfleisches auch im Kleinhandel, nachdem gestern die Preise im Großmarkthandel um K 80 ermäßigt worden waren. Im Großhandel wurde gestern vorderes minderes Rindfleisch um weitere K 40 im Preise heruntergesetrt, während sich im Kleinverkauf die minderen Sorten um K 50, die mittleren Sorten um K tOO per Kilogramm billiger stellten. Die Preise .aller übrigen Fleischgattungen blieben unverändert. An Kälbern herrscht augenblicklich Mangel, Schweine sind, trotzdem gestern wegen Fehlens jedes Angebotes kein tzorstenviehmarkt in St. Marx abgehalten werden konnte, in genügender Menge vorrätig, so daß man erwarten darf, daß sich die Preise nicht weiter erhöhen werden. Gestern war in der Großmarkthalle bereits lebhafteres Weihnachtsgeschäft zu beobachten, doch richtete sich das Hauptinteresse auf die „billigeren“ Artikel, soweit man diese Bezeichnung überhaupt gebrauchen kann. Auf dem Fisch-und Geflügelmarkt war noch kein lebhafter Andrang zu beobachten. In der Großmarkthalle galten gestern folgende Preise im Detailhandel per Kilogramm: Vorderes Rindfleisch kostete K 800 bis 1100, hinteres Rindfleisch K 900 bis 122 J, Bratenfleisch K 1050 bis 1250, Kalbfleisch K 1050 bis 1200, Schweinefleisch K 1603 bis 1800, Schmalz K 1860 bis 1900. Die Grünwarenmärkte waren ausreichend beschickt. Der Verkehr hielt sich in bescheidenen Grenzen. Von einem lebhafteren Weihnachtsgeschäft war auch gestern « nichts z« bemerken. Auf einzelnen Märkten gelangten polnische Eier zur Abgabe. Der Stückpreis betrugt 66. ÖMidier Verkauf Gemäß Artikel 343 H. G, B, gelangen am Freitag dem 23. d, M., halb 1 Unr mittags, in den Räumen der Wiener Warenbörse, l.„ Börsegasse 11 10.000 Quadratfuß RINDSBOX transito ab Wien zum öffentlichen Verkauf, Die Ware lagert im Transito-Eilgutmagazin Nordbahnhof (bei Magazin Hl) und ist dortsei bat am Freitag den 23. d. M. in der Zeit von halb 9 bis halb 11 Uhr vormittags zur Besichtigung freigestellt. Fintrittsscheine zur Versteigerung an der Warenbörse. — Vadium: PoTn. Mark 400.000., Wilhelm Kraus beeideter Börseoensal IX., U/ähringerstr. 6, Tel. 13043 Sittlichkeit«. Er will am die Steile des geknechteten Liebes!eberns der bürgerlichen Gesellschaft den »freien Liebesmahkt« setz ein. ..Damm erhält ctos Wort > Freudenmädchen eitn-en 'herrHah ldbeus frischen Klang, »Im clcv Gesdh'iöhte des Paradieses stetfit, daß der Himmel dem Weibe die Macht der Verfübruug verlieh. Das Weib Verführt, wen es wild. Das Wei'b verführt, wamm es will. Es wartet nacht auf Liebe. Diese höllische Gefahr für unsere heilige Kulfeuir beikännpft .die 'bürgeuMdi.e Geselliscstoaift damit, diaß sie dias Weib in künstlicher GeiS’tesmuninachtuhg eirzielhit . . . Was wußte d>ie Welt von der ganzem Sittlichkeit,, wemn der Marun die Liebe komimaai'dieren könrnte, wie er die Politik 'kommandiert!« Deir einzige LisihtstrcüM im dieser• elendesten aller Welten, die durch die bürgerliche Moral nur noch tiefer 'erniedrigt wurde, ist ihm der Sinmesgemiß, der den Menschen für alle Qualen des Daseins entschädigt. ' Mit tragischer Ironie stellt W edekiand dem » M a d chenh ä n di er « eine F rauemreehtjer in gegenüber. El friede verhält sich zu Casti Piani, wie. desr aufgeblasene beschränkte.- Wagner . zumi ringenden paust. Sie erstirbt in Bewunderung «Hnsr Lehre, aber sie versteht ihn kehren Augenblick. Mam hört -den Teufel lachen, wenn -die Dame im Verzückung also flüstert: »Glauiben Sie nicht, daß ich. bei meinem eisernen Fleiß, bei meiner u'ntiberwtmdHohen Begeisterung für alles Schone, das Zartgefühl, von dem Sie sprechen, noch lernen ' köufntte?« , Das Mißverständnis zwischen den beiden Menschemtypen wird schließlich, gleichsam im Ho'hlslpiegel, veirgreßeri,. M iBifemoiisciher Verzerrung •irßrgefühirt; Casti Piani 'und Elfriede haben, hinter spanischen Wänden d©r Begegnung eines 'käuflichen Mädchens mit'.einem jungen Manne* beigewohnt. Elfriede sah: Selbstaufopferung, glühendes Märtihyrertum, irnd verlangt vo-n Casti Piani fl eh entlieh, iihr daau zu verhelfen, daß sie häuigehe umd desgleichen tue. Casti Piani ruber hat das Zwiegespräch zwischen der unglücklichen Dirne und ihrem Besucher zerschmettert, Jetzt weiß er, daß auch der Sinmengenuß nichts als höllische Manschenscklächterek ist. Und da ihm die verzückte Frauenrechtlerin ihre erste Liebesimacht schenken vif], schießt er sich eine Kugel.durch den ICapf. — Haus Brahm hat das Stück eigeavattig, wenm auch •sellbstherrlich, iimszenieirt und die Söhßnvapieler' gut beraten. Er wahrte den Charakter.dieser muir zufällig in Dramenform gepreßten Tendenzidee, und ließ im geeigneten Moment die Akteure zum Pu'bli'kium als »Voliksversammlurngi sprechen. Herr Wern et Kahle machte eine ausgezeichnete Figinrf brachte aber dieses Bündel scharf geschliffener Wedekiind&üher Sentenzen mit untauglicher Fistelstimme, so daß das meiste verloren ging. Seine Gegenisptelerin, Frau J a n o \v e r, stand nicht über ihrer Rolle, was bei Wedeklnd notig ist. Sp kam die grandiose Ironie, mit der Wedehind diese Figur ausgejtattet hiait, nur wenig zur Geltung. Noch stärker fühlbar war der Mangel des erforderlichen 'Stils umd Vcrstänidnässes hei Frau Hochwald und Herrn Jordan. Sie bedienten sich der »Vergiß in elinuicht- Weise«, dile für dop Vorsdhilog, clar ihnen anvertraut war, beileibe nicht taugt. »Tod und Teufek ging Wedcki-nds »Kamme rsängcrc in vortrefflicher Aufführung voran. Gamiz hervorragend Herr Forest. Er hat erkamvt, daß die aüch für Spaßmacher sehr dankbare Figur des altem, ■niemals auf geführtem Tondichters ergreifend, tief tragisch, •n/i'cht erheiternd ist. Wie der Spielleiter (Haus Brahm) mit gutem Grunde den »Kammersängern nicht als Faschingsstuck zur Auslösung von Lachsalven Jierausbringt. O, A, Bühne und Kunst. Wedekinds „Tod und Teufel". (IC ammens ,p i e 1 e.) Dap Stück ist ein dialogisierter Brand- und ICam-pffrukel Wedcki'nd’s. Der sittlich entrüstete fanatische Kampfer für das Weih (daß Wcdetkind doch emdilich erkannt würde!) hat es m-A Herzblut ga*ch rieben. Vver diesen revokttionärcii Moralisten verstehen will, •muß diese drei Szenen lesen — oder sie deutlicher sprechen hören, als elfes gestern geschah. Nirgends sa^t. Wcflekind so klar und so stark, um was cs ihm .pciit, nirgends hat er so verzweifelt, so furchtbar Abrechnung mit sich selbst gehalten.. Casti' Piani, der MädcheiihämUer, irrt Wedekinds Streiter für die »neue \ Tanzabend Elsie Altmann, (Großer Konzerthaussaal.) Ist Elsie Ahmamm Tänzerin oder Miniikonm oder gair ai'nü sehr bedeutende Schauspielerin? Ernas ist gewiß: Ihr A-nöitz sprächt bei diesen erquicklichen Vorführungen, die sie Tänze nennt. Spricht so eindtringlioh, daß die Toren sehr zu kurz kommen, die sich bloß von dem Farbcn-s-piel ihrer Kleidung (jedes Kostüm oitn Kjpn-stwerlc) gefangen •nehmen fassen, oder sich der lässigen, süßen Grazie ihrer Bewegt! igern bingeben — und dahei am Ende entdecken, diaß diese flcrschlgon Beine nicht gerade ideale Tanzbeimc sind. An diesem Antlitz muß man hangen! Man kommt nicht mehr los, wenn man die Augen entdeckt hat, die hurtigen Dienen des heiteren Geistes der merkwürdigen Frau, man kommt .mcht mehr los, wenm man nur eine Sekunde dem unvergleichlichen, mit mierschöpfliehen Nuancen, bc« ga'bten Mlmenßpie! begegnet ist. Das An gedeiht den' Ellsie Altmann erfkhit ihre großen Siege. Die Tanzschritte, clie Gesten der Hänide und des Rumpfes sim;dl Beiwerk. Sehr eigenartiges, sehr anmutiges Beiwerk natürlich. Eltsie Altmauin erzählt, trägt rhythmische Verse vor, singt abte Weisen mit zartester Heimlicihkeit, bringt köstliche, übermütige Couplets ■ —• alles ohne Zunge und Kehle zu homühem Nur so erklärt es sich, daß die sonst unerträgliche Aufeinanderfolge von zehn Ta-'iiizuummern 'höchste Freude verursacht, uind daß man leibhaft wünscht, die bunte Reihe amüsanter Vorträge ebner geistvollen charmanten KümstCerm' wära noch nicht albgesohlossen. Die Haupt stärke von Elsie Aütmatuii ist die Pairodle, Bezeichnend, daß an diesem Abend der. Walzer fehlte, Sie zieht die polternde Polka und den gemütlich pluM" pen Lämdile.t vog, in denen, sich ihr Humor aus-lehes* kann. Auch ihre beirühmt gewordene Illustration - zum Radctzkynuarsch ist eine liiebeuswürdige Parodie. Zum Schluß des Abends gaib es eine Zwerchfellersdhütterung. Ein Shimmy-shakc, mit hundert witzigen Eiinfällen getanzt, brachiie das Puhkikum außer Rand und Band. Ein WHindere!exiet für verbitterte Zeitgenosisen, — Ot'to Sc-hu'lhof begleitet ausgezeichmet und wählt' dlie ZwisoheuiiSfpiele mit Göschmadc. O. A. Freie fttclische VoSksbühne Gastspiel Im (.usispSeltheafer t28o ' Zum 26. Maie 7 Ohr fLSralfov*9>t<8?5SD|tim<8,iak Schatisoid ln 4 Aktes abends W®» ron Jakob Gofdin. HT Das Theater Bst geheizt! *$DQ Freitag den 23. Dezember, 7 Uhr abends: Prentfere! GA8MWM Premi^pel (DIEBE) Schauspiel in 3 Akten von F. Brink o Der Vorverkauf so beiden Theaterkassen hat bereits begonnetf Aus den Theatern. Im Burgtheater geht morgen, Freitag, net! einstudiert, „H a h e 1 e", hierauf „Von.ihm alle Tugenden“ in Szene. Im Opern thea.ter wird morgen, Freitag, „D! e tote Stadt“ mil Fräulein Vera Schwarz von der Berliner Staatsoper als Marietta gegeben. In der V o 1 k s o p e r wird heute, Donnerstag, „D! e Boheme“ mit Herrn S 1 e z ä k als Gast und morgen, Freitag, „To9ka“ aufgeführt. Im Deutschen Volkstlreater findet Freitag den 23. d. M. die Erstaufführung des fünfaktigen dramatischen Gedichtes „Br an d“ von Henryk Ibsen mit der Musik von Edvard Grieg statt. Spielleiter Direktor Bernau. Die Vorstellung beginnt um Vs6 Uhr. . In den Kammer spi eien de sD e u t sehen V o 1 ksth eater s wird an den beiden Weihnachtsfelertagen das Notturno „Morphium“ von Ludwig Herzer, sowohl um 7 Uhr wie um 10 Uhr aufgefülirt. Für die beiden Nachmittagsvorstellungen „Die fünf Frankfurter“ und „Liebelei“ gelten Sonntags-Abendpreise ohne Vormerkgebühr. In den Kammerspielen wird morgen/Freitag, um 7 Uhr, „Am 4Te e t i s c h“ irnd um 10 .Uhr „Morphium“ gespielt. Im Raimund-Theater wird heute, Donnerstag, zum ersten Male „K ö n i g R i c h a r d III.“ mit Fritz Kortner vom Staatstheater in Berlin ip der Titelrolle und Rosa B e r 1 e n s als Herzogin von York gegeben und morgen, Freitag, wiederholt. Im Lustdpl.eltheater (Gastspiel der Freien jüdischen Volksbühne) beginnt die morgen, Freitag, stattfindende Erstaufführung von F. B i m kos dreiaktigem Schauspiel „G a n u w i m“ (Diebe) präzise 7 Uhr abends. Die an beiden Feiertagen folgenden Reprisen beginnen l/28 Uhr abends. Im Carl-Theate r wird morgen, Freitag, „D i e Bajadere" zum ersteh Maie gegeben. Anfang yt7 Uhr. Im jo h a n n-8 trauff-Theat.e r findet morgen, Freitag, die Erstaufführung Von „Eine Sommernacht“ statt. Im L u s t s p i e 1 - T h e a t e r bringt morgen, Freitag, die Freie jüdische Volksbühne das Schauspiel „G anuwi m“ zur Erstaufführung. In der Renaissance-Bühne eröffnet Gisela Werbest am Weihnachtsfeiertag. ihr Gastspiel in „Li l i G r ü n“, Die Künstlerin spielt die von ihr selnerzerzeit kreierte Rolle der Mutter. Die Titelrolle spielt Nora Herbert, den Bölcskei Fritz Schönhof, den Szabp Robert Valberg. Beginn der Vorstellung präzise 6 Uhr. Hacisi Niese wird Sonntag deu 25. und Montag den 26. d. M-, nachmittags/ V?3 Uhr, am WieqerStadt* t h e a t e r ihre Glanzrolle, den Schuster Knieriem, in der Gesangsposse „Lu mpäcivagabun du s“ von Johann Nestroy spielen. An den beiden Abenden der Weihnachtsfelertage gastiert Leopoldine Konstantin in, de; Komödie „B l a u f u c h s“ von Franz Herczeg. Gerichtssaal. Jagow zu fünf Jahren Festung ver- . urteilt. Leipzig/ 21. Dezember. (Wolff.) Im Jagow-Prozeß wurde heute nachmlt'ags das Urteil verkündet Der Angeklagte von J a g o w wird wegen Beihilfe zum Hochverrat unter Zubilligung mildernder, Umstände zu fünf Jahren Festung verurteilt. Das Verfahren gegen die beiden Angeklagten Dr. S‘chi e 1 e und von Wangen heim wird eingestellt, da sie picht als Führer anzusehen sind. Die durch das gesetzliche Verfahren entstandenen besonderen Kosten werden der Staatskasse auferlegt. Die übrigen Kosten fallen dem Angeklagten von Jagow zur Last. WH- W lim! lim Fernrut 41-6-34 Große SperBgaSbise L^r. 2B Fernruf 4fj-(i-21 BiiHsa GZO<rk4S8'2WLIL§'S ülf. 2^ «so» Eigene Werkstätten f^t* 137 Kleider und Pelze