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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-21 · Heft 1040 (21.12.1921) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1040 (21.12.1921)
Date
1921-12-21
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. i ctto Wen, Mittwoch WDSSnGff 3gf(^RCTETNZTglTöI7G 21. Dezember 1921 'Seite 7' Sowjetregierung Verlangt eine Gewinnbeteiligung' ivoji 50 Prozent und fordert'außerdem, daß die Gesellschaft die Verpflichtung rur Ernährung der Arbeiter und Beamten übernehmen soll. Ein Kapitalgewinnsteuer-Gesetz. Das gestern von der Regierung im Nationalrat eingebrachte Gesetz über die Besteuerung der bei der Veräußerung von Valuten, Devisen und Effekten erzielten Gewinne (Kapitalgewinnsteuer-Gesetz enthältim wesentlichen folgende Bestimmungen: Gegenstand der Steuer sind alle Gewinne, die durch die entgeltliche Veräußerung von Valuten, Devisen oder Effekten (Wertpapieren) erzielt werden, ohne Unterschied, ob das Veräußerungsgeschäft an der Börse oder außerhalb der Börse abgeschlossen wird. Die Gewinne unterliegen der Steuer insoweit, als beim Veräußerungsgeschäfte ein Valutenhändler oder ein Effektenhändler, der im .Inlande seinen ständigen Aufenthalt hat, mitwirkt. Hiebei macht es keinen Unterschied, ob der Valuten- oder Effektenhändler zum Valuten-, Devisen- oder Effektenhandel befugt ist oder nicht. Wenn zwischen dem Erwerbe und der Veräußerung der. im Absätze 1 angeführten Vermögensobjekte mehr als ein Jahr verstrichen ist, unterliegt der durch die Veräußerung erzielte Gewinn, n i c h t der Steuer. Der Betrag, um den der Veräußerungspreis den Anschaffungspreis übersteigt, bildet die Ermittlungsgrundlage der Steuer. Die Kapitalgewinnsteuer beträgt yon je K 100 der Ermittlungsgrundlage: 1. Wenn der Gewinn durch Veräußerung von V a I ute n oder Devisen erzielt wird K 10. 2. Wenn der Gewinn durch Veräußerung von Effekten erzielt wird K 5. Die im Absatz 1 angeführten Steuersätze erhöhen .sich ora je 100%, wenn der zwischen dem Erwerbe und der Veräußerung liegende Zeitraum nicht mehr als einen Monat beträgt. Die Steuer ist vom Veräußerer zu entrichten. Der Valuten- oder Effektenhändler, unter dessen Mitwirkung die Veräußerung erfolgt, hat die Steuer einzuheben. Die Valuten- und Effektenhändler haben an Stelle der Steuer yon den ihnen aus den einzelnen Veräußerungsgeschäften zufließenden Gewinnen eine jährliche Pauschalsteuer im Ausmaß von 10% der Summe der von ihnen erzielten steuerpflichtigen Gewinne zu entrichten. Veräußerer, die ihren ausschließlichen Wohnsitz (Sitz) oder ständigen Aufenthalt im Auslände haben, sind unter den durch Verordnung' fesfzusetzenden Voraussetzungen von der Steuer befreit. .Käufleute, zu deren ordentlichem Geschäftsbetriebe die Waren e infuhr aus dem Aus- I a n d e oder die Warenausfuhr in das Ausland gehört, Können unter den durch Verordnung festzusetzenden Voraussetzungen von der Steuer befreit werden, Übertretungen des Gesetzes werden durch Verhängung einer neben der ordentlichen Steuer zu leistenden Steuererhöhung im Ausmaße des neunfachen Betrages der verkürzten oder der Verkürzung ausgesetzen Steuer geahndet Die Ordnungsstrafen betragen K 5 00 bis 1,0 00.000, im Wiederholungsfälle bis K 5,000.000. Die Gefällsstrafen nach § 15 sind K 10.000 bis 5,000.000 oder Arrest von acht Tagen bis zu drei Monaten, im Wiederholungsfälle bis zu sechs Monaten. Mit der Freiheitsstrafe kann eine Geldstrafe bis zum halben Betragendes genannten Höchstausmaßes verbunden werden. Die Finanzverhandlungen mit der Tschecho-Slowakei. Aus Prag wird gemeldet: Die Regierung hat den Gesetzentwurf, betreffend die Zulassung von östeN reichischer Kriegsanleihe 1z u r Subv e n t i 0 n auf die vierte tschecho-slowakische Staatsanleihe, zuriiekgez ogen. Dem „Prager Tagblatt“ zufolge bedeutet die Zurückziehung der Regierungsvorlage offenbar, daß eine Umarbeitung des Gesetzentwurfes im Sinne der Aeußerungen des Präsidenten der Republik und des Finanzministers sowie der angenommenen Entschließung des Senats, betreffend die Verbesserung der Einlösungsbedingungen, geplant ist. Amtlich .wird dort verlautbart: Auf Grund der Entscheidung der Reparationskommission werden die B esitzer von österreichischen Vorkriegsrenten aufgefordert, durch Vermittlung der Depotstelle der bisher in Oesterreich erliegenden Titres persönlich Protest gegen die Bezeichnung ihrer Titres mit der amtlichen österreichischen Marke zu erheben. Für die Inhaber österreichischer Renten reicht das Postsparkassenamt selbst einen Kollektivprotest ein. Solche Personen, die bis zum 30. November 1. J. um die Übertragung der Depositen . nicht eingeschritten sind, müssen selbst einen schriftlichen Protest gegen die österreichische Abstempelung einbringen. Jenen Renteninhabern, die nicht gleich bei ErhebUüg des Protests alle in der österreichischen Verordnung vom 27. November v. J, vorgeschriebenen Belege verlegen können, insbesondere den Beleg, daß sie die Renten vor dem 16. Juli 1920 erworben haben, bewilligt die österreichische Regierung eine kurze Frist zur nachträglichen Vorlage dieser Belege. Jenen Personen, die die bereits mit der österreichischen Marke (Oe.) versehenen Titres auf Grund der hiesigen Verordnung vom 7. April 1921 in amtliche Depots abgelicfert haben, wird auf ein Ansuchen, das nähere Angaben der Titres, Gattung, Nominale, Nummern und der Depotsstelle enthält, durch die Staatsschuldendirektion in Prag (III. Bezirk, Kleinseitener Platz 2) eine Bescheinigung ausgestellt, daß sich die Renten im tschechoslowakischen amtlichen Depot befinden. bleibendem Werte sind die Jährlich 2 Haupttreffer von je K 5,000.000*— g Jedes Los gewinnt j Sämtliche Gewinste vollkommen abzugs- und g einkommensteuerfrei! % Preis: K 1220’— für ein ganzes Los und § K 305'— für ein Viertellos. § Isar Erhältlich beim Postsparkassen-Amte sowie bei allen Banken, Bankiers, Wechselstuben u. dergl. tm s »GS Die tschecho-slowakische Handelsbilanz aktiv, Prag, 20. Dezember., (Tel.-Komp.) Die tschechoslowakische Handelsbilanz, ist nach der-in letzter Zeit vollendeten Statistik mit mehr als d r e i M i 11 i a r d e n tschechischen Kronen aktiv. An der Spitze der zur Ausfuhr gelangten Waren steht Glas mit zirka vier Milliarden, an zweiter Stelle Zucker mit 2% Milliarden..' - Viehmärkte in St.. Mar*. (Originalbericht der „Wiener Morgenzeitung*.) Schweinemarkt. Gestern fand, da die angemeldeten Schweine nicht eingelangt waren, kein Markt statt. Für Donnerstag, sind .einige.Sendungen avisiert, die, falls sie rechtzeitig eintreffen, zum Verkaufe gelangen, werden.— P f e r d e markt. Zum gestrigen Markte . wurden 115 Schlächter- und 578 Gebrauchspferde gebracht. Bei lebhaftem' Verkehr zahlte man : Zugpferde leichte K 70.000 bis 100.000, - schwere K 220.000 bis 400.000, Kutschpferde K 120.000 bis 180.000, Pferde für Schlachtzwecke K 280 bis 440 per Kilogramm Lebendgewicht. . Vondeckung' der amerikanischen Banknoten. Der letzte Ausweis der amerikanischen vereinigten Banken zeigt, daß die Golddeckung mit 2,823.000 Millionen Dollar bereits 98*5% des Banknotenumlaufes erreicht; in diesen Tagen dürfte sie bereits 100% erreicht oder überschritten haben. Gleichzeitig ist der Dollar in seiner Beziehung.zu fast allen übrigen Währungen gewichen. Dieses anscheinend paradoxale Zusammentreffen dürfte teilweise sich mit bedeutenden amerikanischen Devisenk ä u f e n, besonders von Mark, erklären lassen; Fachleute versichern, daß in den Vereidigten Staaten, für annähernd 40 Milliarden Mark gekauft worden seien. Pardubitz er Sprengstöffabrife. In Pardubitz wird eine Sprengstoffabrik errichtet, zu deren Direktor der ehemalige Minister für Nationalverteidigung Hu sak ernannt werden soll. Der Staat partizipiert an . der in Form einer Aktiengesellschaft zu gründenden Unternehmung mit 50%. Die ‘Börsebesuchsabgabe, Die Wiener Börsekammer verlautbart, daß die „Goldparität" für die Zeit vom 19. bis 25. d. M. 1 Goldkrone — K 1350 beträgt. Einfuhrverbote in der tschechoslowakischen Republik. Die Handelskammer teilt mit, daß mit 15. d. M. eine Aender.ung der tsch echo-slowakischen Postverbotsliste in Kraft getreten ist. Federnpelzwerk wurde von der Verbotsliste gestrichen, während-Arzneimittel und Arzneistoffe neu aufgenommen wurden, sowie einige Textilwaren, wie Vorhänge, Stickereien auf Wolle, bestickte Halb- und Ganzseidenbänder, Bänder aus. Seidentüll, Gaze und dergleichen bestickte Halbseidenwären, Tülle, Gaze, Spitzen und .Spitzentücher aus Halbseide. Der jeweilige Stand der vollständigen Einfuhrverbotsliste ist'stets' in der Zoilabteilung der Kammer ersichtlich. - Kapitalserhöhung der Allgemeinen Deutschen Kreditanstalt. Aus Leipzig wird gemeldet'’: Die Allgemeine Deutsche Kreditanstalt erhöht ihr Aktienkapital von 220 auf 400 Millionen Mark. Von den neuen Aktien werden 80 Millionen teilweise den alten Aktionären zum Bezug angeboten, die restlichen 100 Millionen werden mit 25% eingezahlt und als dauernder Besitz einer dem Unternehmen nahestehenden Stelle überlassen. ■ ZoHerhöhtingen in. Portugal. In Portugal sind mit Wirksamkeit vorn 25. November neue Zollbestimnmngen in Kraft getreten, die infolge der Vorschrift, wonach die Zölle für die meisten Waren in Gold zu bezahlen sind, auch für Vertragsländer zum Teile wesentliche Zollerhöhungen mit sich bringen. Für Nichtvertragsstaatea wurden Maximal- Sätze in doppelter Höhe der Minimalsätze eingeführt. Da zwischen Oesterreich und Portugal kein Handelsvertrag in Kraft steht, werden Waren aus Oesterreich von den Maximalsä tz en betroffen, die für die nicht ausdrücklich ausgenommenen Waren in Gold zu entrichten sind. Firmen, welche am Handelsverkehr mit Portugal interessiert sind, werden ersucht dies unter Nennung der in Betracht kommenden Artikel der Wiener.Handelskammer (Zoflbureau) mitzuteilen. Bilanz der Krupp-A.-O. Aus E s s e na. d. Ruhr wird berichtet: Die Friedrich Krupp-A-G. verteilt nach drei dividendenlosen Jahren für das Geschäftsjahr 1920/21 wieder eine Dividende, und zwar 4% auf 25 Millionen Mark Aktien, 6% auf 225 Millionen Mark auf B und C-Aktien. Die Gesamteinnahmen betrugen 268 Millionen Mark gegen 174 Millionen Mark im Vorjahre. Die Gesamtausgaben für Steuern, Angestelltenlind Arbeiter- Versicherung sowie Wohlfahrtszwecke erreichten 174 Millionen Marl? gegen :94 Millionen im Vorjahre. Eine große Oelfabrik in Haifa, Die Schemen- Kompagnie, welche entschlossen ist» ansehnliches Kapital für Handels- und Inclustriezwecke in Palästina zu investieren, trifft bereits die erforderlichen Vorkehrungen für die Errichtung einer großen Oelfabrik in II a i f a. In Verbindung damit sind Pflanzungen von Rizinusbäunien und die Einführung von Sesainpflanzen sowie die Einfuhr der entsprechenden modernen Maschinen in Aussicht genommen. Die Gesellschaft läJt schon ihre Lagerhäuser errichten und im Anschlüsse daran den Bad einer Schmalspurbahnvon der Fabrik zup Ladungsstelle der Zentralstation In Haifa durchführen. Wieaer Warenbörse. . (Öriginalbericht der „Wiener Morgenzeitufig".). An der gestrigen . Warenbörse war das Au: ziemlich umfangreich und zu Beginn des Verkehrs staltete sich die Kauflust träge. Im weiteren Verlaufe! jedoch'wurde die Stimmung angenehmer und im Einklang damit hob sich auch die Kauflust. Folgende Abschlüsse! wurden bekanntSalpetersäure zu K 360, Aetznatrod •128/30 zu' Ungar. K 86 verzollt Wien, Karbolsäure flüssig 35/40 zu K<133, Salmiak in Stücken zu K 1450, Sodabikarbonat M. B. B. zu K 142, Glaubersalz kalziniert zu K 65 Wien, Salzsäure technisch rein zu K 135, Forinaldehyd zu K 45 transit Wien, benzosaures Natrium zu K 820 Wien, Kristallsoda zu ungar. K 8 transit Budapest (exekutiv)! Eine Post J’ichtenterpentinöl konnte exekutiv nicht gedeckt werden, da keine Ware vorhanden war. Au s geboten wurde n: Milchsäure technisch 50% zu 36 Mark Wien verzollt, Miichsäure für pharmazeutische Zwecken zu 45 Mark Wien; Aetzkali 88/92 zu tschech. K 13.25, Alaun in Stücken zu 14 Mark, transit Wien, Antichlor zu 11 Mark transit Wien, Blei weiß chemisch rein zu K 1600 Wien, Ceresin weiß zu K 820 bis 830 Wien, Chromalaun zu 36 Mark transit Wien, .Chromkali zu 68 Mark transit Wien, Dextrinweiß zu K 1150 transit Wien, Flammruß zu K 380 Wien,. Glyzerin chemisch rein zu K 3000 transit Wien, Gummi Kord, zu K 2100 transit Wien, Minium zu K 4700 Wien, Paraffin 56/58 weiß zu K 510 transit Wien, Pottasche 80/85 zu 22 Mark transit Wien, Schellack T. N. rubin zu 230 Mark und T.N; or. zu K 10.500 transit Wien, Schwefel in Stangen zu K 340 Wien, Schwefelnatrium 60/62 zu- 32 Mark transit Wien, Schwefelsäure 60° zu K 110 Wien und 66° zu KG35j Ammoniaksoda 96/98 zu K 95 Wien und zu 76 polnische« Mark transit Oderberg, Terpentinöl Wiener-Neustadt zui K 2200 Wien, Carnaubä-Wachs zu K 2520 bis 2720 transiij Wien, Weinsteinsäure spießig kristallisiert zu K 3000 bia 3200, Peterswalder-Kronen-Zinkweiß zu tschech. K 1Ä transit Wien, Paraffinkerzen zu tschech. K 6.40. - ] Oeie und Fette waren erhält!! e Iis Holländisches Leinöl zu K 1150 Wien, Rizinusöl I. Pressung zu 69 Mark transit Wien, Rüböl raffiniert zu K 12503 Schweinefett zu 26.25 Dollar, Rindertalg zu, holl. fl. 0.44 alp Hamburg. " - j S p i r 11 u o s e it verzeichneten einiges Geschäft in Kognak (Marke Graf Keglevich Päl) auch waren mehrere! Gattungen gesucht. Nähr-, L‘ebe'nsmittel-und Koloniaw ■waren waren besser gefragt und in Obst- sowie Ge4 müsekonserven (Kecskemeter Ware) sowie in . Tomaten* extrakt achtfach verdickt kamen einige Umsätze zustande^ Ausgeboten wurden: Kaffee Santos superios zta K-2150 Wien, Rio IV Wile 'zu holl. fl. 0.37 transit Wied Tee Pecco orange zu holl. fl. 0.47 transit Wien, Kakao pulver holländisch I. Marke zu K 1600, Pfeffer Singaporj zu K 1660, Reis Burma II zu K 500, italienischer Voll« reis Ia zu K 525, Siebenbürger Wallnüsse zu K 82H bosnischer Lekwar zu IC 560 Wien. 1 Baumwollgarne und Zwirne sind uni K 50 bis 100 billiger, notieren K 3550 bis 7400, respektive K 3800 bis 7000, rohe Baumwollgewebe sind bis- K 23 höher, notieren K 725 bis 800. Prager Börse. . 20. Dezember. Die gestrige ausgiebige Befesfw bei Prag, _ gung übertrug sich nur auf den Anfang der Börse, wob einige Papiere weiter anzogen. Die Realisationsneigungj die sich im Verlaufe einstellte, verursachte aber eine all« mähliche Abbröckelung der Kurse, hauptsächlich in dem bevorzugten Werten. In Anljagewerten war die Stimmung nur für Staatspapiere fest. Von Bank-Aktien hatten sich einige gebessert, während Wiener Bankwerte mäßig ab-! geschwächt waren. Die anfänglichen Besserungen auf dem! Iiidustrieaktienmarkte erstreckten sich nur auf einige Pa* piere. In Exoten war von Anfang an gleichfalls eine festd Tendenz vorherrschend, die hauptsächlich in Zuckerwertea zum Ausdruck kam. Die Schlußtendenz war kaum be-j bauptet. Die westlichen Devisen waren durchwegs abge* schwächt. Im freien Valutenhandel waren Berlin und Budad pest fester,, während sich die übrigen abschwächten.; Btidapester Börse. Budapest, 20. Dezember. Die schon seit einigesi Tagen vorherrschende drückende Stimmung an der Börse fand auch heilte ihre Fortsetzung und infolge der allgemeinen Zurückhaltung verkehrte die Börse nahezu ge«j schäftslos. Die herrschende Unlust wurde' mit der allge-j meinen Geldknappheit und mit dem Standpunkte des Noten«/ Instituts hinsichtlich der Lombardkredite in Zusammen«! hang gebracht. Da sich auch im weiteren Verlaufe wedeij Käufer noch Verkäufer zeigten, hielt die lustlose Haltung bis zum Schlüsse an. Auch der Valuteiimarkt verkehrte! geschäftslos, da die Käufer Zurückhaltung beobachtete!^ Nur in, Dollar , und Mark fanden einige Umsätze statt Iia.y allgemeinen überwog das Angebot die Nachfrage. Erst!! gegen Schluß konnten sämtliche Valuten einen Teil ihrefll anfänglichen Verlustes wieder einholen. Die .Devisenkurse.' %■ Prag, 20. Dezember. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschectio-slowakischen Finanzministeriums.) Berlin 42.60 (41.60), Zürich 1497.50 (1572.50), .Belgrad! 116.25 (120.75), Bukarest —(—.—), Wibn 0.96% (0.95), Warschau 2.35 (231), Agram 29.10 (29.97%), "Budapest' (11.60 (11.35), Jugoslawische Noten 113.25 (117.75). Berlin, 20. Dezember. (Kurse der. Devisenzentrale.) r Noten: Dollar 172.40 (176.30), Pfund 731.75, (745.25); Italienische 794.— (812.—), Polnische 6.20 . (6.40), Tschecho-slowakische 223.— (228.75), Alte österreichische: —(—.—), Oesterr. gestempelte 3.15 (3.40). Berlin, 20. Dezember. (Devisenkurse.) :i Wien altes —(—.—),' Wien abgestempeit 6.93! (6.68), Prag 225.25 (232,75), Budapest 26.72 (27.97); -! Zürich, 20. Dezember. (Devisenkurse. — Mitgeteiltl. von der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 2.87 (2.70), Holland 188.25 (187.-), New York! 514.- (515.-), London 21.62 (21.50), Paris 41.70 (40.70),! Mailand 23.60 (23.30), Brüssel 40.10 (39.—), Kopenhagen 108.- (101.-), Stockholm 128.- (126.—), Cliristäsia 80.-1 (79.-), Madrid 76.50 (75.-), Buenos-Aires. 170.—"(172.— Prag 6.60 (6.35), Budapest -.77 (—.72), Agram 2.- (1.90)1 Bukarest —- (—.—), Warschau —.17 (—.16), Wien Geldfl —,19 (—.18), Wien Ware —- (—.—), Oesterr. gesti Kronen Geld —.10 (—.10), Oesterr. gest Kronen Ware! (---). Amsterdam, 20. Dezember. (Devisenm’ London 11.47 (11.50), Berlin 1.58 (1.52%), Paris 22.1^ (22.10), Schweiz 53.32% (53.50), Wien-.10V8 (—.11); Kopenhagen 54.25 (53.75), Stockholm 68.— (67.75), Christianiaj 42.75 (41.75), New York 271.50 (273.-), Brüssel 21.25 (21.12%), Madrid 40.55 (40.12%), Italien 11.50 (12.15), Budapest —.41 % (—.—).

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