Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-12-20 · Heft 1039 (20.12.1921) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1039 (20.12.1921)
Date
1921-12-20
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2980118--09708-2995986
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 1039 Wien, Dienstag WIBNBR MORGENZEITUNG 20. Dezember 1921 MmmerGelegeMshäiife feinster Herrenu. Damenstoffreste sehr preiswert bei Karl Schwarz & Co. VI., WhttfmUhlgasse 2 ' 4 2 schaft. Morgen, Mittwoch, um 6 Uhr abends, Besprechung, IL, Taborstraße 20a. — Zionistische Bezirkssektion XU/XV. Heute, 7 Uhr abends, Plenarversammlung im Sektionsheim: Delegiertenwahlen zum Parteirat. — Hebräischer Klub, II., Tabor- Straße 1/3. Heute und jeden Dienstag von 7 bis 8 Uhr abends Literatur des Mittelalters (Halevy). Leiter Doktor A. K amink a. Von 8 bis 9 Uhr abends Neue hebräische Literatur (M e n d e 1 e). Leiter Salomon Auerbach. Einschreibungen dortselbs! Die Ctiaouka - Akademie zugunsten der inneren Ausgestaltung des großen Leopoldstädter Tempels findet Dienstag den 27. d. M. in den Sophiensälen, Wien, HL, Marxergasse 17, um V>8 Uhr abends statt. Es wirken mit: Sämtliche Wiener Kantoren (Leitung: Chordirigent J. L ö w i t), die Damen Felicie Michacek (Staatsoper), josma S e 1 i m, die Herren Dr. Ralph Ben a t z k y, Ernst Fischer (Staatsoper), Prof. Alfred G r ii n f e 1 d, Prof. Josef S u 1 z e r. Am Flügel Prof. F r ü h 11 n g. Orchester unter persönlicher Leitung des Musikdirekurs- Max Geiger. Anschließend Tanzkränzclien. Resktors Karten bei Inspektor Max Schwager, Wien, II., Zitliche gasse 50 (Telephon 42-8-87). ) B e s t e 111 e B i 11 e 11 e für die große Makkabäerfeker wollen ehestens behoben werden, da sonst anderweitig verfügt werden müßte. Urania. Heute, Dienstag, 5 Uhr (Großer Saal): Der Kampf mit dem Berge, I. In Sturm und Eis. — V,6 Uhr (Kleiner Saal) Prof. Dr. H. L T o in a s e t h : Formen des menschlichen Körpers in Kunst und Natur, III. — */§6 Uhr (ÜCurssaal) Privatdozent Dr. Karl Brunner: Großbritannien, seine -gesellschaftlichen und staatlichen Einrichtungen, VI. — Va6 Uhr (Klubsäal) Dr. Josef 2 u t h : Instrumentalkurs für Gitarre- und Lautenspiel, Ii. — V38 Uhr (Großer Saal): Lautenliederabend Lona und Edmund Foltermayer. — 1ftS Uhr (Kleiner Saal) Baurat Ing. Karl T i n d 1 : Der moderne Luftverkehr. — *48 Uhr (Kurssaal) Prof. Dr. Heinrich G a ß n e r : Herder und der Klassizismus, II. ~ */«,8 Uhr (Klubsaal) Dr. Josef Z u t h : Instrumentaikurs für Gitarre- und Lautenspiel, II. — 7 Uhr (Mikroskopiersaal) Univ.-Assistent Dr. Alfred Limberger: Anatomie der Pflanze,- VI. ‘ ' Wiener Gemeinderat. Sitzung am 19. Dezember. Die Budgetdebatte. 31*4 Milliarden Ausgaben. 7'4 Milliarden Defizit. Gestern nachmittags begann der Gemeinderat die auf vier Tage (in Vor-, Nachmittags- und Abendsitzungen) anberaumte* Beratung des Voranschlages der Bunde sh auptstidt W i e n für das Jahr 1922. Sie wurde eingeleitet durch ein Referat des Finanzreferenten Stadtrat B r e i t n e r, welcher in erschöpfender Weise ein wenig trostreiches Bild von der finanziellen Lage der Stadt Wien gab. Der Referent besprach in eingehender Weise die hervorstechendsten Ausgaben- und Einnahmengruppen des Voranschlages, die großen produktiven Investitionen bei den Unternehmungen, die drückenden Lasten aus den Valutaschulden der Vorkriegszeit, die bevorstehende Trenj'nungWiensvonNiederÖsterrei c h und bemerkt zum Schlüsse, daß weder zum rosenroten Optimismus noch zur Verzweiflung Anlaß sei. Alle bisherigen Krisen sind überwunden worden, der Verwaltungsapparat der Gemeinde ist intakt, der in den großen städtischen Monopolen verkörperte Produktionsapparat funktioniertvollkommen, die zur Aufrechthaltung der Humanitätsanstaiten erforderlichen Milliarden konnten noch immer beschafft werden. Der Ausbau der Wasserkraft e ist iu die Wege geleitet, die Konstituierung der „Wag“ wird in den nächsten Tagen erfolgen. Die Vergebung der drei Baulose der Ybbstalwerke ist bereits vollzogen, die Bohrmaschinen sind im Anrollen und noch Im Dezember dürfte der erste Sprengschuß zum Hauptstollen abgegeben werden. All dies rechtfertige ein Stück Zuversicht Die Generaldebatte. An das Referat knüpfte sich eine große politische Generaldebatte, an der Redner aller Parteien teilnahmen und, im Gegensatz zur vorjährigen Debatte, sich ohne Ausnahme einer ruhigen, sachlichen Kritik befleißigten. Die Christlichsozialen sind natürlich mit der sozialdemokratischen Verwaltung nicht zufrieden und geben in Ihrer Kritik diesem Standpunkt unverhohlen Ausdruck, indem ihr Wortführer Kunschak erklärte, daß seine Partei im Interesse Wiens wohl für das Budget, aber gegen die Funktionsgeböhren des Bürgermeisters und der amtsführenden Stadträte stimmen werde. Von großem Interesse waren die Ausführungen Doktor Bruno P o 11 a k s, welcher die Stellungnahme der,Großindustrie zur städischen Finanz- und Steuergebarung kennzeichnete'. Er führte unter großer Aufmerksamkeit des Hauses folgendes aus: Es ist bei uns die Sache so, daß traurigerweise im allgemeinen die zwei Parteien, die Oesterreich beherrschen, immer Parteipolitik betreiben und weniger auf den Staat selbst schauen. Die österrei bische Industrie war stets im Frieden nicht leistungsfähig gegenüber dem Ausland. Wenn sie sich trotzdem entwickeln konnte, so war es deshalb möglich, weil wir ein Wirtschaftsgebiet von 50 Millionen hatten. Der Zerfall hat es mit sich gebracht, daß wir auf die Ausfuhr angewiesen sind. Sie war aber nur möglich, als wir durch die fallende Valuta eine Infektion bekommen hatten sobald aber eine Stabiliesirung der Krone auch nur auf kurze Zelt eingetreten ist, hat es sich ereignet, daß unsere Industrie nicht in der Ln war, zu florieren. Es mußten . Arbeiterentlassungen vorgenommen werden. Es ist richtig, daß der Produktionsapparat in den letzten zwei Jahren besser ausgenlitzt wurde. Die Rohstoffversorgung wurde leichter und da wir mehr Kohle hereinbekamen, war es mögl’ch, die Industrie im Gang zu halten. Nun muß man sich fragen, ob die Aktion, die heute unternommen wird, um unsere Valutakrise zu beseitigen, die richtige ist Das Schlagwort führt in den Wirtschaftsfragen die Hauptrolle, sowohl bei Sozialdemokraten wie bei den Christlichsozialen: Wir stehen vor einer neuen Idee. Dr. Gürtler, der christlichsoziale Finanzminister, geht mit großer Energie vor und es entsteht die Frage, ob der plötzliche Lebensmittelabbau wirklich uns aus der Valutakrise herauszuführen. Der 1. Dezember hat uns eine große Erregung der Bevölkerung gezeigt. Es ist nicht zu leugnen, daß große Massen der Bevölkerung einen Lohn oder Gehalt beziehen, der weit unter den Lebensbedürfnissen steht, wenn auch große Massen bereits auf den Friedensstandard gekommen sind. Der Redner bespricht weiter die Einstellung der Lebensmittelzuschüsse und meint, daß sie zu einem Kampf zwischen Industrie und Arbeiterschaft führen dürfte. Die Folge der Einstellung wird weiter das Ende der Exportmöglichkeit der österreichischen Industrie bedeuten. Nach Dr. Pollak sprach der Christlichsoziale Kunschak, worauf Dr. Plasch kes das Wort ergriff, welcher unter großer Aufmerksamkeit des Hauses in schärfster Weise die zahllosen Ungerechtigkeiten auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens gegen die Juden geißelte und Zwischenrufer in schlagfertiger Weise unter allgemeiner Heiterkeit abfertigte. Hierauf wurde nach dem Schlußwort des Referenten die Generaldebatte geschlossen. — Die Spezialdebatte nimmt heute vormittags ihren Anfang und wird nachmittags und abends fortgesetzt Ernährung. Der Marktbericht. Der gestrige Verkehr hält sich in der Großmarkthalle in sehr bescheidenen Grenzen. Die Preise blieben gegen den letzten Markt am Samstag unverändert. Von der angekündigten Freigabe der Viehausfuhr aus Ungarn erwartet man eine bessere Beschickung des Marktes mit Lebendvieh und damit im Zusammenhang auch eine möglicherweise eintretende Herabsetzung der horrenden Preise, zumindest aber keine weiteren Steigerungen. Gestern waren die Zufuhren an Fleisch etwas besser ausgefallen als in den letzten Tagen, da man mit einem stärkeren Konsum zu den Feiertagen rechnen muß. Es waren im ganzen 12 Waggons mit Rindfleisch, Schweinen und Pferdefleisch aus Oberösterreich, Ungarn und Jugoslawien eingelangt. Auf den Grünwarenmärkten herrscht Mangel an guten Kartoffeln. Minderwertige gefrorene Wäre, namentlich aus Polen, ist in genügender Menge vorrätig. Die Preise für Gärtnerzwiebel haben im Detailverkauf auf dem Naschmarkt bereits die Höhe von K 490 bis 520 per Kilogramm erreicht. Die Aepfeizufuhren sind gering, doch ist die Nachfrage wegen der hohen Preise schwach. Auf dem Naschmarkt waren heute auch Zitronen zu haben, die sich im Preise um ungefähr K 10 per Stück, billiger stellten. Der Durchschnittspreis betrug K 30 bis 35 per Stück. Stafa. Die Anweisungen auf die Weihnachtsaktion werden nur zu den auf den Anweisungen angeführten Stunden eingelöst, für Nachzügler nur am Samstag den 24. d. M., von 8 bis 12 Uhr. FREIE JÜDISCHE VOMCSByMME Gastspiel Im LUSTSPIELTHEATER Znm 25. Wal« 7 Uhr ab,nds: DER LANDSMANN DAS THEATER IST GEHEIZT I TM Freitag den 23. Dezember, 7 Uhr abends: P.emlfere! GANUW8M Premiere I (DIEBE) Schauspiel in 3 Akten von F.Brinko Der Vorverkauf au beiden Theaterkassen bat bereits begonnen Bühne und Kunst. Georg-Kaiser-Matinee. Im Rahmen einer Matinee des Raimund-Theaters erschien Georg Kaiser, mit starkem Beifall begrüßt, vor dem Wiener Publikum. Er las sehr sachlich, sehr feierlich, aber nicht ohne Wirkung, ein dramatisches Gespräch „Friedrich und Anna“, das einen bei diesem außerordentlichen Theatraliker sonst vermißten Vorzug hat: Es ist schön, cs ist sogar schlicht Am Morgen nach der Brautnacht erfährt der Ehegatte, der im höchstem Glück die Dialoge Platos genießt, daß seine Geliebte vor ihm einem anderen angehörte. Er verzeiht ihr, weil sie in der bloß körperlichen Vereinigung mit jenem Vorgänger sehr glücklich war. Hierauf wurde das im Stil ähnliche einaktige Schauspiel Kaisers „Juana“ gegeben, das allerdings trotz der einfachen Vorgänge und der prätenziösen Sprache nichts als gerissenes, prasselndes „Theater“ ist Der Freund hat die Gattin dem Schutze des Freundes anvertraut und ist auf Reisen gegangen. Da er jahrelang nicht zurückkehrte und als tot gilt vereinigen sich die beiden Zurückgebliebenen. Für Juana ist das Freundespaar eine einzige geliebte Männlichkeit. So setzt sich ihr das Eheglück mit dem ersten Gatten im zweiten Gatten fort. „Wir leben zu dritt, weil einer im Freunde sfein Leben hat.“ Aber der Totgeglaubte erscheint (das abgebrauchte Enoch-Arden- Motiv ist jetzt schon unerträglich) und die Freunde werden haßwtitige Todfeinde. Der Dichter will es so. Juana tötet sich, um das Höchste, die Männeifreundschaft, die jetzt zerstört ist, wiederherzustellen. Das Stück war mit einer Nachlässigkeit inzeniert, die man an dieser Bühne nicht gewöhnt ist Die Innenwand eines Gemaches (am Fenster sah man den blauen Himmel und die weißen Wolken gemalt) war nach außen gekehrt und der Garten, in welchen das Stück zu spielen hat, durch zwei angeldebte Baumstämme gekennzeichnet. Ausgezeichnet Karl F o r e s t als alter Diener. Anne Röttgen vom Burgthealer sowie die Herren Andersen und Weil mühten sich nach Kräften um “den allzu beschwingten, allzu her&usgeputztenDialog. Seite 5 « 9» 0 « ft ft ft ft ft ft ft 0 ft ft ft ft ft ft ft ft ft 0 ft ft ft ft ft ft ft ft ft ft ft ft MM- M' '' lllUil!liiiiiIiill!illiillllIl!llllli{illlll!l!ll2llliri!l8irsil|IHItiilH!ltiiliIllli||l!lili;ii)ii von bleibendem Werfe illilllllllllilllSiinillllSIIIIIIEillKlilllillllllilüllllilllll sind die OsMcbisciien Baa-lose Jährlich 2 Haupttreffer von je K 5,000.000*— Jedes Los gewinnt. Sämtliche Gewinste vollkommen abzugs- und einkommensfeuerfrei! Preis: K 1220*— für ein ganzes Los und K 305*— für ein Viertellos. emr Erhältlich beim Postsparkassen-Amte sowie bei allen Banken, Bankiers, Wechselstuben u. dergl. ft ft ft ft ft ft ft ft 8 ft » ft ft ft ft ft ft ft » ft ft ft ft ft ft ft ft ft ft ft ft 8 Wiener Komödienhaus. Eine literarische Unterbrechung der hausüblichen Operettenserien gab den zahlreichen Verehrern des ausgezeichneten Schauspielers B e r e g i Gelegenheit, ihren Liebling in seiner Glanzrolle als Uriel Acosta stürmisch feiern zu können. Neben den Genanntem taten sich die Damen Maria Guttmannals Judith und Erna G r u m a als Acostas Mutter sowie die Herren Alexander Duschnitz (Rabbi Ben Akiba), Alfred Schreiber (de Silva), Artur Ranzenhofer (Manasse Vanderstraaten), Frank-Med e 1 s k i (Ben Jochai) und Franz Kammauf (de Santos) hervor. Wenn trotzdem beim Aufgehen des Vorhangs jedesmal eia eisiger Hauch von der Bühne herab auf den Zuschauer eindrang, war also nicht Mangel an künstlerischem Feuer, sondern nur Mangel der Beheizungsanlagen schuld daran... __ . H. Sp. Kammermuslkahend. Die Mitglieder des Wiener Volksopernorchesters Max Weißgärber (Violine), Wilhelm Winkler (Cello), Fritz Weidlich (Klavier) geoen morgen, Mittwoch, den 21. d. M., *48 Uhr, im Kleinen Saale der Urania einen Kammermusikabend (Brahms, Beethoven, Tschaikowsky). Schattspielerjubiläum. Anläßlich des 45jährige» Bühnenjubiläums des Direktors der Jüdischen Bühne, des ausgezeichneten Komikers Herrn 8. Podzamcze, wird morgen, Mittwoch, den 21. d. M., die Operette „J a n k a 1 e“ mit Mali P i c o n und Direkter J. K a 1 i c h, an dieser Bühne aufgeführt. Das Programm dieses Abends wird durch Solovorträge von Mali P i c o n, J. Kali eh und S. Podzamcze eine ' angenehme Bereicherung erfahren. Aus den Theatern. Im Burgtheater gelangt morgen, Mittwoch, „Die versunkene Glocke“ zur Aufführung. Im Operntheater wird morgen, Mittwoch, „D o n J u a n“ gegeben. Es findet kein Kartenverkauf statt ln der heutigen Vorstellung im Operntheater „Boheme“ singt Frau Kurz die Farbe der Mimi, Herr Slezak den Rudolf und Herr Grönen den Marcell. Die Vorstellung beginnt aus technischen Gründen um */.8 Uhr abends. In der V o I k s o p e r gelangt heute, Dienstag; Puccinis „MadameButter fl y* mit Frau de Debicka in der Titelrolle zur Wiederholung. Den Linkerton singt Herr Richard Kubla als Gast, die ^Suzuki zum ersten Male Fräulein Zanten. Ferner wirken mit die Damen Hoffmann und Linke sowie die Herren Brand, Beer, Eckner, Kaplan und Lazer. Dirigent Herr Kraus. — Morgen, Mittwoch, wird „Tristan und Isolde“ gespielt. — Am Silvesterabend (31. d. M.) gellt Johann Strauß* „Die F 1 e derma u s“ in Szene. Herr Kammersänger Leo Slezak wird in dieser Aufführung als Alfred auftreten und in der Konzerteinlage gastieren. Balletteinlage: Das Ballettkorps der Volksoper. — Herr Oberregisseur M arkowskyist von seinem erfolgreichen Gastspiel atis der Bukarester Staatsoper eingetroffen und hat seine Regietätigkeit an der Volksoper wieder aufgenommen. Komödien haus. Heute, Dienstag, findet eM Ensemblegastspiel des Josef Städter Theaters mit „Mary“, ein Gesellschaftsspiel in vier Akten von Siegfried Geyer, mit Magda Garden in der Titelrolle, statt Im Deutschen Volkstheater wird morgen, Mittwoch, „Flamme* gespielt — Freitag den 23. d. M. gelangt Henrik Ibsens dramatisches Gedicht „Brand* zur Erstaufführung. Die Titelrolle spielt Herr Klitsch, in den übrigen Hauptrollen sind beschäftigt die Damen Werner, Janower, Danegger, Markus, Föryunddie Herren: Nowotny, Kammauf, Kutschera, Schreiber, Sima, Ranzenhofer, Krön es, Strahl, Danegger, Wolf und Burian. Spielleiter Direktor Bernau. In den Kammerspielen des Deutschen Volkstheaters beginnt die heutige Erstaufführung von Wedekinds „Kammersänger“ und" „Tod und Teufel“ pünktlich um 7 Uhr. Die nächste Wiederholung ist für Donnerstag den 22. d. M. angesetzt. Im Raimund-Theater gastiert heute, Dienstag, Jakob T i e d t k e zum letzten Male in der Titelrolle von Hauptmanns Komödie „PeterBrauer“. — Morgen, Mittwoch, wird in Anwesenheit des Autors Kaiser „D arid u n d G o 1 i a t li“ gegeben. Im Komödienhaus gastiert heute, Dienstag den 20. d. M., das Ensemble des J o sef.Städter Theaters. Es findet eine einmalige Aufführung der Komödie „D i e M a r y“ von Siegfried Geyer statt Die Hauptrolle spielt Magda Garden, in anderen Hauptrollen sind beschäftigt Magda Karmen und die Herren Berstl, Strobl, Sima, Kainz, S t a u d - Hofbau e r. Beginn 7 Uhr. —, Morgen, Mittwoch, 7 Uhr abends, findet zugunsten der Rettungsgesellschaft eine öffentliche Generalprobe der Operettenneuheit „D io fromme Helene“ von Edmund Eysler statt. Im Lustspieltheater (Gastspiel der Freien j ü d i s c h e n V o 1 k s b ü h n e) findet Freitag den 23. d. M., 7 Uhr abends, die Erstaufführung des dreiakt’gen f:hauspiels„G anuwi m* (Dieb e) von F.Brinko, unter Mitwirkung der Damen Deutsch, Weintraub-Graf und der Herren Baratow (Ben Zwi), Deutsch, Herschkowitz, Natan und Tariowski statt. Spielleitung Isaak Deutsch.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.