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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-20 · Heft 1039 (20.12.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1039 (20.12.1921)
Date
1921-12-20
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Dienstag* , WIENER MORGENZEITtTNG Uüaavcte mit dem :> Kauf marin» Feiwel Fer an kl gear- Yrei-let. der am 4. & M. beim Juwelier He-rzl in der Spiegel 301.95« cinfbrecihe-n woMte, -der aber dtaibei vet> haftet wiskäv Es wurde auch eiai ZuscunmeRi'hastg',nut der Bande David Brodsky, Ch<aim Simko Ruv:esn o w - F r e i d en'b e r g nind Konstantin' P a>p u loo-nstatiert, die eiine Rcrhe von Einbrüchen m Jtfwelertr läd«n ausge.iü-hirt hat. Verhärtet wurden Isakom> i t $ c h und F r e i d e n b e r g, als sie den Laden .<!es Juweliers Honig unter den Tuchlaubeti erbrochen und Juwelen w. rwei Millionen gestohlen hatten. Ihnen wurde auch nac'hgewi'eseu. daß sie das Geschäft der ufcjfchihandhwiig Frick a>m Graben erbrochL'i haben, und von dort anrs durch die Wand1 «n den juweleniadeu Vago gelangen wölken. Auch ein .Einbruch beim Juwelier Immenfäd aui dar Aü’serstraße wurde ihnen nach ge wiesen. Eine romantische Erbschaftsgeschichte in Jerusalem. Atn-eri'ka'nische Blätter verö-f fen.fcMöfoteri jümigst??nc Meldung aiuis Jerusalem, wonach -der Karmellborg .und der Besi'tz Armageddon im Heiligen Lande! einer New Yorkerin als Erbschaft zugerallen sei. Als dann auidh bekannt w-u'nd’e, daß diese Daune die bekannte SöhaiU'Spid-erin Margarete Da ade Owen sei, forschte mart noch dem Zusammeninängen. zwisdhen der volkstümlichen TSheaterdSaatie uwd dem Berge Karmel in der Heiligen Stadt und da ergab sich die folgende recht romantisdhe Geschichte: Margarete Daale Owen ist eine Großnichte' des ttu-s einer früheren Geschdchte bekannten. Laiurence öl'iphant, der im Jahre 1829 Ms der SoiHki 'eines Staatsanwalts am Karp geboren wurde. Von Hau« aus gut situiert, führte er bis zu seinem z6. Lebensjahr ein unruhiges Abenteurerleben. OBpihant nahm a-n dtean Aufstand in Italien im Jahre 1866 teil, -tam-ohitc später als Prjvsitsökretär -des Gencralgourvenneurs von Kanada E Igin auf und wirkte während des Krimforieges als :>Times€-Korre&pondeirt't bei den tünkteohen Truipfp-eu in Kleinasien. S-päter kam er 'nach Indien, das er 'bei dem Aufstand verließ, bereiste China und Jaipan und kam damn nach Europa zurück, wo er in die Garibaikii- Kämpfe gegen Nalpof-eom III. verwickelt wurde. Im Jahre -i86z ist Oliohamit in Polen, gerade als die amti- ‘i-ussischc Revolution ansbrach. Er kehrt nach Polen .zurück, und zwar gerade über Schleswig-Holstein, wo gleiohfalfe der- Kriegszustand war, ttr.d wurde schließlich 1865 ins Parlament gewählt. Um diese Zeit ■bemächtigte sich OChphants . ein Teligiös-mvätis-chcs Gefühl, welches ihn schließlich unter dem Einfluß des Proipheten und' Religicos- •gründers Thomas Lake Harris in Brockten oder, auch Salem oN Eric in Penusyh'a'ri'ien genannt, trieb. Oliphant war von der kommumstiischen Kolonie;md ihren Einiriohtuaigen . so .gelangangenommen, daß er auf sein Mandat :‘m: Üntershsiuse verzichtete, sein, ganzes ‘ Vermögen diesem Religtonsgrüncler .Harris verschrieb, an den er wie an eine Inkarnation der Gottheit glaubte. Dieser neue Messias schien jeden tnSs i-iuch sonst Einfhiß zu haben, d-enm es gelang ihm, Oliphaut als Knegskorrespoudenteu der 3> Timest im deutsch-französischen Kriege tmtenrufermgen. Nach Beendigung des Krieges kehrte Oiipivamt nach Amerika zurück und vensäh -dort verschiedene Dienste in der Salem-om-Erie-Kalorsie. Im Jaib.re 1879 trat Oliphant plötzlich mit einem .Plan einer jüdischen Kolonisation in Pa last i n a hervor. Sein Zwe-ck war dabei, wie er selbst sagte, die Prophezeiungen <fer ErfüMiumig zuzuführeti -7- Ende der Welt — das Millenium herbeizufühiren. rr zu welcher Zeit der Erlöser zur Erde curückkehren werde. Um sein Ziel zu beschleunigen, begab er sich nach Konstantinopel, wo er alles versuchte, um von der türkischen Regierung Konzessionen f -n Palästina zu enlangen. Abdul IT a m i <£/ unter dem Eindrücke der Grawamkeiton in Bulgarien und. der armenischen Massakers stehend, schenkte Oliphänt schließlich Gehör und verkaufte ihm für große Summen verschiedene Besitzungen einschließlich des BergesKa r m et und -den größeren Teil der. aimschließen den A m a r g e d d o .-n - G e b i e le»s. Im Jahre ’i880 erschien unter dem Titel >Das Land Gilead mit A u s f! ii g e n in den Libanon« eine Beschreibung seiner Pdiästina-Reise. Aaiis seinem großen jüdischen •Kö'Ionijsationsprojc'kt ist sdbstverstänidl ich nichts geworden. Bald darauf starb Oliphants Mutter. Der Tod seiner Mutter erschütterte ki ihm den Glauben an die göttliche Inspiration seines Abgottes Thomas Lake Harris. Es ensiand ein Kämipf zwischen ihm und dom Propheten wegen Rückstellung des Vermögens, und rih OHiphamt dies schließlich gelang, übersieddte er im Jahre 7882 nach Haifa, wo in. der Umgebung bereits einige jüdische Kolonien bestanden. Er erbaute sich :t. Da rieh ein eigenes Haus, vom wo er den Versuch machte, seine religiösen Amschouiungcn zu verbreiten and in die Tot umzusetzen. Anfangs gelang es ih>m auch, einige Anhänger zu fiuidcm, doch' verfiel er bald der;.ilemeinen Lächerlichkeit. Oiiphaivt, der verheiratet war, verlor im Jahre 1887 .während einer Fährt nach Ti.bvrias *< ine Jüan, die dem iri-ebor zum Opfer fiel. Eb Jahr später besuchte er. sci-nc Bekannten im Amerika, wo er Rosamond Daalc Owen kennen lernte und Im August 1888 heiratete. Diese zweite Ehe war nicht von langer Dauer, dort-n im Dezember dcssellbon Jahres starb Lawrence ODphant, wodurch ein durch religiösen Wahnsinn verdüstertes Abenteurerleben seinen Abschluß fand. Miß Margaret Da als Owen, die nun den Anspruch auf die Erbschaft nach- Lawrence Ol im haut erhebt, ist die Nichte der Witwe OiiphaiU*' die uooh immer am Leben ist. Es wird min behauptet, dtaß sie von Öberkommissär Samuel die Zusicherung erihclIen habe, ihre Ansprüche ernstlich zu brüten und in der kürzesten Zeit zu entscheiden. Die Witwe und ihre Nichte hegalben sich bereits nach Palästina, uin ihre öoikumenite, dturch welche ihre Erbschaftsain&prüche belegt werden sollen, persönlich Sk Herbert Samuel an unterbreiten. um*d -beide .sind, voll Zuversicht, drß bald die Henrifn.cn av. f dem KnrmelPcrg Werden. Mitteilungen aus dem Publikum, Zur Verlobung unserer Cousine Frl. Betty Launer mit Herrn David Scltickler gratulieren wir herzlichst Ing. Leo Launer und Frau Sicgnmncl Launer 5739 Zur Verlobung meiner Schv;ester Frl. Betty Launer mit Herrn David Schickler entbiete ich die herzlichsten Glückwünsche : Salmati Launer_■■ 5740 Dem Neuvermählten Paare Frau Karla und Herrn Alexander Mondschein gratuliert herzlichst David Goldfeld 5753 Erstklassige Preise, größter Käufer vou •> «WIW» WIIHV1 falsche ZShne kauft ton Händlern, Juwelieren, Zahnärzten und Private« fiSgT Weitfirma Juwelier RABBMOWITSCH IM ii.r Hoilandstraße Nr. 3 I., MahSerslraße Nr. 5 Cfrfvhere Stcphauiestraße Telephon 3541 Teleohon -Nr. 45146) Haltestelle Opernrinj: Man beachte die große Straftenulir Zugang Kärntnerstraßc im eigenen Hause Nr. 3 Samstag geschlossen 5677 Woll- und Seidenjacken „Strumpfwelt“ ViL, Kirchengasse Nr, 12 (Ecke Linclengasse) 830 —— Fernruf 35-2-38 -™ MasseHyersammlufi^. . Dienstag den 27. d. M. findet um xf28 abends in KadrnFaniis Saal „zum goldenen Kreuz“,: Prater, Ausstellungsstraße, eine frei zugängliche Versammlung statt, bei welcher M itg li e d e r des Aktionsk o m i t.e e s; über aktuelle jüdische Fragen sprechen werden. Karten im Bureau des Keren Hajessod, Hy Zirkusgasser33. , . . . ... Sälv^saß^rfölge im Orient. / . .Fna-mib.Lisie 'ist.;eiine 'bösartige -Halütkräinkheit; die Ä!uL.Ne, beiße ,-Zo^-HeseHArM J i*»t üttitd mit besteliitin schwaammig^n Auswücüiseai, welche die Größe, Faiübe -mid Fonm voiri'Hjtuibearen halben umd im Gesicht, .Ln.dein..A'üh«!?elhöhkm.sowie dem. GesclhleclibsteZ«.ir .. mtsi-khm. Schonvor -Jabretn.; erfuhr nian ülber die •Wu-nderwirikun-g'/ die mit Salvarsan gegen dieses tück-isoh-e Uebel in Holl ä t» d i s c h -W esti n d i en. erziclft w-u-rde.' Ninn beridbtet Dr. Ch. W. W in. ck e 1 CBa.i?avra). i<n. ,-dteiT »'NedeTlandsch Tydsdhrift, voor. Ge-nep^lcunde«. ■ über, den Erfolg des Salvainsa-ns in der nti edeir länd i-sichen Tnstitficrde. Schein im Jahre 1954 .wundie mit der BehändInng begocwiia», D.ann .'unterforaclb sie . der Krieg, wäbneirnd dessen D*aiueav Saßviansan aus Deutschland nicht zm besihadfe.nwatr. ' Erst im' Jahre 1919 verfügte mam in Nie der 1 än d iiSKr-h-Indie n 'wieder über genügende Mengen Salvarsams, bin den , Kampf gegen die fwnclTftibare S’eacthe anaifnehmen m köniaen,. Zunächst wurden rein z-u Propagandaizwecken etwa 50 Palkniten «kostenlos in das Krankenhaus yon Batavia aufgeno-nimen und verpflegt. Die Gehegten verKvndeteh enthusiastisch' das L J, des neuen Zaubers und 1)is zu Ende des Jahres 1920 waren bereits. 4000 Javaner herbeigeeilt und von dementsetzlichen - Leiden 'befreit worden. Nun ist es recht schwierig, tertiäre Fram'bösie von tertiärer Lues -zu unterscheiden. .Und da in einer Hafenstadt, wie Batavia, Syphilis immer eiire mehr oder weniger starke Verbreitung findet, so wurde bes-cbte'S.en, das .Opera’ticinisfeld der Heilungen nach den fast unzugänglichen und spärlioh bewohnten Wäldern von, Süd-Bantam, nach Pandeglang, zu verlegen. Auch hier ließen die AeVz-te zunächst einmal bekauntmachen, daß die Verseuchten kostenlos verpflegt und behandelt würden. Der Erfolg' war “verblüffend. Nicht weniger als 2100 Kranke stellten sich ein, von denen viele 90 und mehr. Wegestunden, andere seihst lange Boolfahrten über Fluß und See hinter sich hatten. Alle erhielten nach sorgfältiger Untersuchung ihre.Salvarsan-Injektion. Drei Aerzte waren an der Arbeit und man kam zu der Annahme, daß zahlireiche, früher als tembiäre Lues ang-es-ehene Fälle in Wirklichkeit Frambös-ie sind. Im 'August 1921 traf, als offizieller-Vertreter der japanischen Regierung Dr. Hata, der einstige Mitarbeiter Ehrliohs, iir Pandeglang (110 Kilometer von Batavia) in Gemeinschaft mit einigen anderen japanischen Acrzten ein, und man nahm die Gelegenheit wahr, dem berühmten Gaste etwa 100 Heilungsfälle i-n den verschiedenen Stadien der Besserung vorzuführen. Hota' dhrte -sich selbst, indem er ausdrücklich bat,-den größten Teil der Ehrung in Gedanken auf Dr. Ehrlich übertragen zu wollen, dem das größere Verdienst zukomme. Austritte asss dem Judentum. Strakosch Leopold, geboren 3. Mai 1896, II.,Sperlgasse 14. - Schulz Anna, geboren 12. Juni 1889, Küchengehiinn, V., Schön bnmnersträße 102. — F rankenstein Else, geboren 2. Dezember 1802, IX., ’Wassgasse 6. — F a b J a r Ladislaus, geboren 19. Juli 1902 in Kapuvar 20. Dezember 192] Nr. 1039 (Oedenburg), VIII, . Bennoplatz 6. — Brand Rudolf, geboren 5. Februar 1$89 in Wien, VIII.,Wickenburggasse 7. — F l e i sch mann Franz, geboren 14. Mai 1896 in Zizkow, Bankbeamter, XIII., Leyserstraße 5. — Singer Wilhelm, geboren in Wien, III., Hohlweggasse 32. — Schubert Anna, geboren 29. Juli 1899 in Wien, XVIIL, Lacknergasse 104. — öorwitz. geb. Redlich Gisela, geboren 29. Mai 1898,in Leipertitz, III., Posthorngasse 9.— Schwarz Charlotte, geboren 14. Oktober 1902 in Wien, XIX.; Weinberggasse 28. — Alten Rosi, geboren 25. Mai 1874 in Wien, II., Zirknsgasse 47. — Singer Richard, geboren 20. Jänner 1887 in Wien, II., Josefinengasse 4. — Koritschoner Otto, geboren 26. Februar 1896 in Wien, II., Kleine Mohrengasse 5. — Dr. S c h ö n Leopold Bernhard, geboren 3. Juni 1869, Arzt, XII., Hauptstraße 32. — H 0 f f mann Leopold; geboren 12. November 1889 in Sziombathely, 1L, Vereinsgasse 28. — H a j e k Irma, geboren 14. November 1902 in Jaroschan, Privat, XVIII.,. Plenergasse .9. — lucker Julie, geboren 12. April 1901 in Wien, XX.. Wintergasse 22. — Hirsch Heinrich, geboren 14. Juli 1897 in Wien, XX. , Leipzigerstraße 60. — Pasternak Friedrich, feboren 20. Juni 1891 in Moskau, HL," Arenbergring. —! 0 h n ' geb. Greplinger Rosalia, geboren 24. Oktober .1881 in Oberhollabrunn, IL, Sterneckplatz 6. — L u s 11 g Franziska, geboren 21. Juli 1903 in Pavoras, II., Ybbsstraße 4. — G u t m a n n Elsa,, .geboren in Wien, IL, Boecklinstraße 46. - 8 fei n Charlotte, geboren 19. Juli 1873 in Wien, Zeitungsherausgeberin, XiX., Billrothstraße 13. 1 * Del-Ka, das beliebteste Weihnachtsgeschenk. * Jahrhundertfeier der Armenanstalt .der israeliti« seben Kulfusgemeinde. Im Sitzungssaale der Kultusgemeinde fand Samstag eine Festsitzung anläßlich des hundertjährigen Jubiläums des Bestandes der Artnenanstalt statt Zu dieser schönen Feier - haften sich der Gesamtvorstand der Kültusgemelnde mit seinem Präsidenten Dr. A.Pi c k, die.Vertreter,sämtlicher humanitären Vereine und. Anstalten, Vertreter der B'nei-B rith-Vereinigungen. . und viele andere eingefunden. Oberrabbiner Dr. H. P. C h a j e s hielt die Festrede, die mit großem Beifall ausgenommenwurde; er schilderte das Armehwesen. in der Vergangenheit und die Aufgaben der Armenanstult in der jetzigen Zeit. Der Präsident Kommerzialrat S. Rosenzweig entwarf ein Bild der Geschichte der letzten hundert Jahre und der bisherigen Leistungen; er schilderte aber gleichzeitig di e sch were /Not, in welcher "sich die Anstalt durch die' derzeitigen Verhältnisse befindet, und daß mir e r h.ö hte Gebefreudigkeit ermöglichen könne, die den Umständen entsprechend erhöhten Unterstützungen durchzuführen. Mit dem Danke des Präsidenten Professor Pick an den Gesamtvorstand der Armenanstalt schloß die schöne Feier. * „Haiwri“ eingestellt.. Das hebräische Organ des amerikanischen Misrachi mußte vor einigen Wochen, finanziellen Schwierigkeiten zufolge, eingestellt werden. * Begräbnisse am heutigen Tage. A 11 e r F r i e dh of: 9 Uhr Schieier Sofie, 10 Uhr Wechsberg Paula, 10 Uhr 30 Min., Schneid Viktor, 11, Uhr Grünwald Cäcilie. — N euc r F r i e d h o f: 8 Uhr 45»Min. Liquor.nik Jakob, 9 Uhr- Singer Moritz, 9 Uhr 15Min; Weinitige'r Sdfie, 9. Uhr •30 Min. Kraus Julie,’; 10 Uhr - 30 Min. Kojzehr CHäriotte, 11. Uhr Galombos Elisabeth, 11 Uhr 3Q Min; Kohn Anna Ernestine. *■ Wetterbericht., Das Wetter ist nördlich der Zentral« alpen warm, «iederschlagreich und windig, südlich’ jnäßig bewölkt. Klagenfurt hatte noch Frost. — Vorherhage-: Vorübergehend leichte Besserung, später neuerlich schlechtes Wetter. . Kälterückschläge noch nicht in Aussicht. ■ ■■ .{.; ... * Aktionen des Kriegswucheramtes. Organe des Kriegswticheramtes haben gestern im Restaurant des Hotel N e w Y 0 r lc, Kleine Sperlgasse 5, und im Cald M e i) dl in der Rotenturmstraße .Razzien abgehälten. Es wurden 200 Personen perlustriert 120/. die sich nicht genügend ausweisen konnten oder sonst verdächtig erschienen, wurden . dem Kriegswucheramt zur weiteren Behandlung „überstellt“ und dort von den eigenen Organen und den Organen der Steuer- und Finanzbehörde „behandelt“. Man fand bei ihnen 20 Millionen österreichische Kro-nen, 100.000 Lei, 25.000 tschechische Kronen, 150.000 polnische Mark» 10.000 deutsche Mark, 15.000 Dinars, 1000 französische Francs und kleinere Beträge in anderen, ausländischen Valuten. * Die verschwundene Tausendlirenote. Einen» hresigCn Bankbeantfen ist heute eine italienische Tausendlirenote auf unerklärliche Weise abhanden gekommen. Der Geschädigte hat eine Belohnung von 50.000 Kronen ausgesetzt und ersucht, die Note im Sicherheitsbureau, DC, Roß aüerlände 7, 1. Stock, Zimmer 98, abzugpben. 9 Im Hafen von New York stießen der Dampfer „Panama“ und das amerikanische Kriegsschiff „Graham“ zusammen. Sieben Mann vom „Graham“ wurden verletzt. * Eine Flutwelle überschwemmte auf den Philippinen mehrere Eingeborenendörfer. Ueber 250' Personen sind ertrunken. _ ♦ 'WollWickler K 1250, Kinderstrümpfe K 68, Herren* sweater K 1450/ Knäbenv/esten K 650/ Wollschals K 1800, gestrickte Handschuhe K 98, Herfenstutzen K 550, Strümpfe K 450, Socken K 350. Billigste und größte Auswahl in Wollgarnituren, Wolljacken, Schaf Wolljacken, Schafwollschals, 5eidenschals> Ruderleibchen, Sockerl, Trilrotwäsche für Damen, Herren und Kinder, Strümpfe, Socken; Handschuhe in jeder Art, und Preislage bei Ho 1 z e r <S 8 a 1 z hau e r, VL Mariahilferstraße 101, im II. Hof, rechts. ~ ♦ Große. Akademie für das Polizeispital. Bundeskanzler Schöbe r bat das Protektorat über die am Montag den 26. d. M. (Feiertag). um .5 Uhr nachmittags stättfindende große Akademie im Sofiensaal zugunsten des Poti z;ei s p"i t als für' verunglückte und erkrankte Mitglieder der Sicherheit s.w-a ch e in Wien übernommen. Das Programm ist sehr reichhaltig: unter anderem werden Rosetta Andäy (Staatsoper), Meister, Grünfel d, Burgschauspleier Hermann R 0 m b‘ e r g, Walter Schn-eiderha n, Georg M a i k 1 (Staatso^er), Luise Schwarz (Klavier),. Wey ring -W a w r a (Burgtheater) und das Waldhornquartett Stieg!er -der Staaisoper Mitwirken. Am Klavier ist Kapellmeister Paul Redl (Staatsoper). An die Vorträge 'schließt sich eine -Tanzuntefhaltung an. Karten' sind am Comptoirschalter der „Symphonia“ (Kassenlokal), Gutmann, L, Kärnterring 3 und an der Tageskasse der Sofiensäle, III., Marxergasse 17, zu haben» Vereine, Vorträge und Versammlungen, jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Nächste Zusammenkunft Donnerstag, 8 Uhr abends, im Gälte Gartenbau, Souterrainlokal. Vortrag Architekt Sobelsohn, „Ueber sparsame Bauweise im allgemeinen und mit besonderer Berücksichtigung Palästinas“. Nachher gemütliche Unterhaltung. Gäste herzlich willkommen, — Zionistische Arbeit scemcln-

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