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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-19 · Heft 1038 (19.12.1921) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1038 (19.12.1921)
Date
1921-12-19
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite"'2' . ,__a==.Wien,ifeag .. -in nnnr,-.. Friedens aus dem burgenländischen Dilemma einen Au s w e g durch die Abmachung von .Venedig gefunden. Durch deren Annahme brachte Oesterreich ein Opfer, um den Plan des italienischen Staatsmannes' nicht zu stören, nahm aber als selbstverständlich an, daß dieser Vertrag dem Worte wie dem Geiste nach verwirklicht werden wird- Das Wichtigste hiebei war Oesterreich «in unparteiisches Plebiszit in Oedenburg. Das erkannte die Pariser Botschafterkonferenz auch an. Sie bestimmte zwar nicht den 18. d. M. als Abstimmungstag, ermächtigte jedoch hiezu die Oedenburger Generalskommission, die sich aber aus noch nicht erklärten Gründen nicht daran hielt So kam es zu der Komödie, die Oesterreich nicht anerkennen kann. Warum die Ungarn an dem Versagen des Planes Torrettas schuld sind, ist augenfällig. Nach verläßlichen Privatnachrichten waren sie überzeugt, daß eine gerechte Abstimmung für Oesterreich günstig ausfallen werde. Tschecho-Slowakei. Ausländsanleihen. WIENER MORGEftZEltUftCT. Mitteilungen aus dem Publikum. Echte Jägerwäsche -SA Albert Matzner, Wien, I., Kohlmessergasse 8 juiriisti-sdher Einwendimigen. Die jikfedhie Bevölikonuinig verkargt, stürmisch die A a n u 11 i e*r u n g des Urteils. Sie_ erklärt sich mit den 'Vorurteilten solidiariisc'li. Sie rsieht , in dem Selbstschutz der Miimoirität * gegen die Majorität ei-ne ’ Notwendigkeit uin'd Pflicht, solange die gegenwärtigen rechtsunsicheren Zu'stämdie in Palästinaan dauern. In der ersten Verzweirkiiitig über die Fäliuitig’ des Urteils fanden in -allen Synagogen improvisierte Vergammluti'gen statt, man beantragte Schließuing der Läden, Proteststreiks iiiswv Mit Mühe gelang es noch zur Stunde den verantwortlichen jüdischen Behörden — der Zionisti-scihon. Exekutive und dem Waaid Letuirui — die Massen zu beruhigen, die nach einiem Jaibregrenzenlosen Verträuews zum High Commissioner, durah •die Ereignisse des Mai, durch den Bericht der Untersuch'Uingslcommission über diese Ereignisse, durch die •blutigen Vorfälle vom 2. Dezember und durch das •letzte Urteil, grenzenlos erregt und beunruhigt sind'. 19. Dezfenibcr 1925 M103N ---—- Josefs-Bahnhof. Dort stiegen die beiden Männer aus untS hatten beide harmlos aussehenden Koffer schon Gepäck-j trägem übergeben, als die Kriminalbeamten elnschrittem und die Männer mit den Koffern für verhaftet erklärten^ Eine Untersuchung der Koffer ergab, daß ein großer] Ban knotenschmuggel geplant war. Unterl der Tapetenwand des Koffers war ein Brett angebracht] unter dem sich Tausender in z a h 11 o s e n E x e m-j p 1 a r e n befanden. In dem einen Koffer waren 23253 in dem anderen 3242 Banknoten zu je K 1000J zusammen also K 5,670.000 in österreichischem Gelder Die Angehaltenen waren der 40jährige angebliche Kaufmann Bruno Hirsch, zu Kiew geborenJ preußischer Staatsbürger, sonst in Berlin, zurzeit] im Hotel Continental wohnhaft, der Zweite] der 22 jährige Kaufmann Natan Spira, derj eigentlich nur als Träger mitgefahren war. Beidej wurdenins Sicherheitsbureau gebracht, wo Polizei-! kommissär Dr. Klauser die Amtshandlung leitete. Esl wurde festgestellt,. daß der Schmugglerbande auch] Hirsch' Bruder, der 48jährige Harry Hirsch, zu Kiew] geboren, der nach“ Sonderbürg in Dänemark zuständig] ist, David Leibs Vetter, der 36jährige Kaufmann Leo! Baron, zu Mano in Polen geboren, und der! 40jährige Kaufmann Hirsch Leib Reich, zu DomoG stovhi geboren, angehört haben. Harry Hirsch konnte, noch in seinem Absteigquartier Hotel Continental verhaftet werden; den Leib Baron, Reich und den David: Baron verhafteten die Kriminalbeamten Theimer und" Kollegen heute früh. Eine zweite Schmuggelangelegenheit wurde Sonn*- tag früh im Franz-Josefs-Bahnhof yon Organen der Finanzbehörde aufgedeckt. Sie nahmen den 21jährigen Reisenden Gustav R ei-f e r, III., Marokkanergasse 3 wohnhaft, fest, als er vier M i l 1 i o n e n in gestempelten Banknoten zu K 1000 ins Ausland schmuggeln wollte. Er wurde der Finanzbezirksdirektion übergeben. _____ Der großdeutsche Fehdehandschuh. In unserer Nummer 873 vom 2. JM 1921 habed wir im- Rahmen ‘einer Beupreahunig’ -des großdeutschen. Parteip-ro-grairnris, dimröh f a^sche Inforrnationiön irre-, geführt, •' die -Bebäuiptmiig autf-gestellt: s>General Kraue-' hefhierbergt nämlich inseinen ausgeddhniten Wohn-; .räuim-en... lauter : Afterparteien ostjüdisdher HeokusifE Und, sind, ihm diese Leute nicht etwa dluirch die Bosheit!. einer Woihmirtgsa'nford'erLtiigi'kommiS'sio'n auf dem Hais gehetzt wofd'en, sondern er ist im Gegenteil durch deren gastliche Aufnahme in sein streng arisches Heim dem -befürchteten Emsohireiton besagter Kommmrioir zirvodgekomimen und hat es auf diese Weise verhindert, daßlpr ,«statt zalil-uingskräftigen >Frein<ilain<gein-«:: etwa mitteilosein Volksgenossen' hätte Untenstaaid 'ge'beii'. müssen, deren materiell umergiebige Beherbergitiig n'OChi obendrein die «antisemitischen Demagogen um <A>s zug- .-Kräftige Lohlagwort von der dentsch - a.risc'he'n.-: ■Wofnwtogsno't gebracht hätte!« Nachdem, “ .wir,ums überzeugt haben, daß diese Behämipttingeh, m keiitier XVeise -den Tatsachen entsprechen rmÄ auf unmehtigeu Informationen beruhen^ geben wir unserem Bedauern! darüber -Ausdruck, daß^diese in unserem Blatte Atifnuhime gefunden haben., mn-d bitten Hen-h> GeneraÜ.-'Krausi hiefü-r. um Entschuldigung. ' . Wieviele Juden fanden den Heldentod? Diese Frage .bildet den Gegenstand eines Preß-. Prozesses, der gegenwärtig beim Budäipester Gericht -anhängig ist. Am 6. Jänner 1921 behauptete der antisemitische Abgeordnete A vn rf fy in eineitii Zeitungsartikel «auf. Grund von in österreichischen] Zeitungen und Broschüren erschienenen Statistiken* daß von ungarischen Juden im Weltkrieg nicht mehn als fünfhundert den Heldentod gefunden th-abeLv; Auf diese Behauptung antwortete»E g y e >n I ö s c mit einem Leitartikel, in welchem Avaiffy der bewußten Lüge und Verleumdung geziehen und schließlich noch, festgestellt-wurde, jdaß der Hyiperniagyare Avarffy, der jetzt, magyarisohnationafen Chauvinist.ist,ursprünglich »-H uz e i« hieß, Avarffy klagte,, .worauf Chefredakteur Dr. Ludwig S z a-, b 0 1 c s.i die Verantwortung für. den ihlcriminierteiti Artikel übernahir}. Der -Prozeß versprach eine wichtige politische Auseinandersetzung zu werden, wird doch, die ganze an fei jüd-isohe -Propaganda und gana besonders der Numerus clausus damit begründet, daß die/ ungarischen Juden auch kn Kriege ihre staatsbürgerliche Pflicht nicht erfüllt hatten. Aibge? ordnetex>Paul Sä n d.pr wollte schon 'anl.23. April iciao den Verleumdungen dadurch ein Ende machen, daß. er in der Nationalversammlung den Antrag stellt e, daß d er Lan des Ver teidigungsminister X den Auftrag erhalte, die amtliche Statistik der jüdischen Soldaten a'nzulegen und zu veröffentlichen. Der] Antrag wurde damals abgelehnt, dafür aber ein Antrag des Abgeordneten P r ö h 1 c angenommen, daß neben der allgemeinen Militärstatistik auch eine Statistik über die Kriegslieferungen verfaßt werde, Im Sinne dieses Antrages unterbreitete der- Justizminister im Februar dieses Jahres der Nationalver-t Sammlung jene Statistik der Verurteilungen im Zusammenhang mit den Kriegslieferungen, die einbekanntermaßen nichtvollständig war, dafür .aber] sich hauptsächlich -nur mit den Juden als Kriegsiieferanten beschäftigte. Man begreift also, daß diö Juden' Ungarns von diesem Proizeß eine KlarstcL lang dieser für die politische Lage der ungarischen] Juden wichtigen Frage erwarteten. Sie haben aber, wie schon so oft, die Rechnung ohne die dem ohristliehen Kurs ergebenen Staatsanwälte und Richter] gemacht. Als der Verteidiger Dr. Szabolcsis in der Verhandlung vor dem Anklagesenat dieZuliassung des Beweises dafür, daß nach den bisher als authentisch festgestelhen Daten 3000 ungarische Juden im Kriege den Heldentod fanden, beau» tragte «und dias diesbezügliche. Aktenmaterial dem Prag, 18. Dezember. Dem „Prager Tagblatt“ Zufolge verlautet in finanziellen Kreisen, daß über zwei ausländische Anleihen, nämlich in England und in Frankreich und Amerika, im Gesamtbeträge von sechs Milliarden t s c h e c h 0 - s 1 0 w a k i s c h e n Kronen verhandelt werde, Rumänien. Das rumänische Kabinett Take Jonescu. Bukarest, 17. Dezember. (Orient-Radio.) Take Jonescu hat die Kabinettsbildung zum Abschluß gebracht. Im neuen Kabinett hat Take Jonescu den Vorsitz und das Portefeuille des Aeußem. Abends werden die neuen Minister den Eid ablegen. Die Sessionsdauer der Kammern wurde tim einen Monat verlängert. Die Verurteilung der Juden in Jerusalem. ' Jerusalem, anfangs Dezember.'., Grenzenlose Ve.rbittcrinng erfüllt die soiwt ' so •fuhigein un-d schläfrigen Massen von Jerusalem; und sie geht diesmal nicht von den jungen, national getiir.viton u-nd national erzogenem Menschen eiuis, son!dern yon dera Kreisen des-alten Jisohub umd der. sepha-rdi- 'sch-en Juden, welche sonst den nationalem Bestreb ungern -nit einer gewissen Distanz gegenüber st an den. Drei tenhsairdäsche. Juden, iwvter iihine-n ein Pofcilst, wurden -zu Kerkerst-rafen von sechis, zehn un-d elf jaihiren •Zwaaigsatfbei-t venirteiit, weil der amts zwei engliscihen Richtern, bestehende Gerichtshof, entgegen ihren eigenen Angnfhert, aan-ahtn, daß sie sveh’unter einer Gruppe von Juden befanden, aus deren Mitte drei Handgranaten -gegen die ei-nd ringen den Araiber geschleudert wurde»; In dem vor einigen Tagen gegen die Araber geführten Prozeß wurden zwei 'Araber zu 15 Jahvem (-Zwangsarbeit verurteilt. Das Urteil-erregte heftige Entrüstung, im arabischen Kreisen. Die Regierung ver-; r.ffenjtlichie, um ' die Stiöuimn-g zu hefukigen,,. xiin Gommumiquee, wo sie erklärte, d-aß. nicht nur Araber,' sondern auch .Juden verhaftet wivrden u-nd daß;-diam-' nächst drei Juden wegen Mordesvumter Anklage gestellt .werden. Schon von da a'b bemächtigte sich der Juden die Befürchtung, daß;d'as Urteil gegen die, amgcklagteii' ‘Juden so artsfallen werde, wie es den Arabern genehm Art. Ob die Befürchtung der Juden, daß der Gerichtshof säch durch politische Wünsche d<er Regierung beeinflussen lassen wird, berechtigt war oder nicht — .jedenfhüfis bestand sie umd besteht umd zeigt, daß .jedes Vertrauen auf objektive Gerechtigkeit geschwunden ist, ur/d daß der Ji'schu'b seine Rettung gegenüber den Angreifern nur mehr 11:1 der Leibs th il f e sieht. Zweifellos ist das eine Folge der Haltung; welche die Regierung nach den Unruhen im Mai angeniömmen hat. Diese milde Haltung hat die Angreifer ermutigt und das Vertrauen der Juden zur Gerechtigkeit der Regierung und zu ihrem Willen, Gör-cchhigkea-t' .walten zu lassen, aufs tiefste erschüttert. Atöf diese •Umstande hat der Verteidiger dar Angeklagten, Mister •Hanry Sacher, die Aufmerksamkeit (der Richter gelenkt. Der Staatsanwalt, derselbe, der die Anklage -gegen j ah o t i n s k y. geführt 'hat, wies. wohl in seiner An»- 'klagerede^ darauf hin, daß Haiidgratnafen 'nicht a-uf vBäumen wachsen, sondern vo-rbereitet sein müssen, aber er zog rwebt in Betracht, daß kvxgc vor dem 2>Novem- -ber Exzesse gegen die Juden amgekündigt waren und daß es Pflicht der Juden war, sioh fürden Selbstschutz yorz über eite»,- da sie auf anderen Schutz nicht zu h-offen hatten. Kein vernünftiger Manisch, der den i jisch-ub. und die Psychologie der Juden übefhtatupt •iremnt, wird bezweifeln können, daß Juden' nur im äußersten Notfall, in einem Moment schwerer Bedräng- . u:5, B-omfbcn werfen. Der Gerichtshof hat diesen Umständen keine Rechnung getragen. Er hat i»n Erwägung gezogen, daß sich arabische Polizisten im Mai nuchgewiesenerinaßen am Pogrom 'beteiligt 'halben; er ging davon aus, daß die Jerusalemer Polizisten allein imstande waren, die Juden zu schützen und daß deswegen die "Juden, :ndcm sie sich selbst 'schützte-.n, etwas, geiad;haben, was sie nicht hatten tun dürren. Das ist ein ■Stzoidipunikt, der ganz berechtigt wäre im einem Lande, ,wo die Regierung wirklich <fte Gewallt in der Hand 'hat und entschlossen iist, ohne Rücksicht auf 'politische i Erwägungen, Leib, Leben und Gut der Bürger zu .sohüitizen, aber er ist ganz unangebracht in PaJästiiua; -waren doch nach einer offiziellem Erklär-uiug der Ren;:era-ng am 2. November sämtliche Polizisten ohne Waffen. Was ist der Grund, daß die Regierung an einem kritischen Tuge den Hütern der Ordnung keine Waffen in d-i-e Hand gab, wenn nicht das Mißtrauen der Regierung zu eben diesen Menschern? Der Gerichthof hat keine Möglichkeit der Revision &s :Fro®5ö3es gelasssen, es sei denn atif Grund formal Tagesbericht. Die Regelung der ärztlichen Honorartarife in Wien. . Wie die. „Medizinische Klinik“ berichtet, beabsichtigt der Ausschuß der Wirtschaftsorganisation der Äerzte, den- Tarif für die Privatpraxis der praktischen’ Aerzte generell zu regeln, . ohne aber den Sektionen die Möglichkeit zu benehmen, den Qrtsyerhältnissen Rechnung zu tragen. Es wurde der Beschluß, gefaßt, als Bernessungsgwndtaxc den , im Einzelfalle in Geltung gewesenen Friedenstarif festzusetzen und die Errechnung des Jeweils angemessenen Honorars durch Multiplikation mit einer aus der Indexziffer vom Vorstand allmonatlich zu . berechnenden Zahl zu bewerkstelligen. Die für Dezember 1921 errechnete Zahl ist 150. Zluh Beispiel : Ein praktischer'Arzt des ersten Bezirkes Wiens, dessen Friedenshonorär für eine Tagesvisite K 5 bis, 10 befragen hat, wird daher im Dezember I. J. für einen solchen Besuch K 150 X 5'oder 150 X 10 ä 750 I< bis 1500 berechnen. Der Verband der Wiener Fachärzte' hat in seiner Vollversammlung im Interesse der Vereinheitlichung und zeitgemäßen Abstufung der fachärztlichen Honorare beschlossen: 1. Die Grundtaxe für die Bemessung der Honorare bilden die usuellen Honorare der V 0 rkr i egszei t, wobei die F r i e d en s kr o,n e derzeit dem. Schwei? e r Franken gleichgestellt wird. Dieser Honorarsatz ist überall dort anzüwenden, wo keine Gr ü n d e zue i n erErmäß igun g vorliegen. Als M i n d e s t fr6 n 0 r a r ist zu bemessen:’ 1.. Für Patienten aus den Ländern mit voliwertiger oder gegenüber der Goldkrone (Eriedenskrone) nur wenig entwerteter Währung (Amerika, Belgien, England, Frankreich, - Griechenland, Holland, Italien, Schweiz, Skandinavien, Spanien) 50% des Vorkriegshonorars. Der Ausschuß des Fachärzteverbandes empfiehlt gegenüber den Ausländern — konform den Beschlüssen der .niederösterreichischen Rechtsanwaltskammer — das Honorar in d e r V a 1 u t a des bet r e f f e n d e n S t a a t e s e r i e ge n zu lassen. Für Parteien aus allen anderen Ländern 30% des. Vorkriegshonorars und für I n 1 ä n der — mit Aus- nähme der Wohlhabenden — ’ 10% des Vorkriegshonorars. Ein Chirurg zum Beispiel wird daher für eine Ordination einem Amerikaner, Holländer, Franzosen usw. 10 bis 20 Goldkronen (derzeit zirka' 11.000 bis 20.000 österreichischen Kronen), Mindestens aber, die Hälfte, dieses Beträges, einem Jugoslawen, Rumänen, Tschechow Slowaken, Ungarn usw. 3. bis 5 Goldkronen (3000 bis 5000 österreichische Kronen), einem Wiener Mittelständler 1 bis 3 Goldkronen (K 1000 bis 3000) liquidieren. Besuche und Konsilien werden diese'Beträge, verdoppeln, respektive vervierfachen. Der Tarif für. Operationen entspricht — je nach der Bedeutung und Schwierigkeit des Eingriffes — .dem 5- bis ■ 2100fachen des Ordinationstarifs. Verhaftete Bankfioterischmuggler. Millionen im Koffer., Wiener Kriminalbeamte haben am 17. d. M. einen g r 0 ß a n g e l e g t e n. Schmuggel ö s t e r— reichischer Bankiroten zu K 1000 vereitelt. Wir erfahren darüber; Den.Kriminalbeamten- Inspektoren Theimer, Herbich, -Franz Weiß, (I) und Bunds, Spezialisten in der Bekämpfung des'Schmuggels Jeder Art, war es aufgefallen, daß im den letzten Wochen in Wien eine rege Nachfrage nach österreichischen 1000-Kronen-Noten herrsche. Wo immer es anging, wurden Banknoten zu K 30.000 gewechselt, und das in einem Maße, daß selbst in Banken schwer eine Note zu f< 10.000 gewechselt werden könnte. Schließlich gelang es,, festzustellen, wohin das gewechselte Geld,, die Noten zu I< 1000, gebracht wurden. Das Lokal war ein kleiner Taschnerladen des 33jährigen David Baron, eines Taschnermeisters, in Tarnopol geboren. Dorthin kamen alle möglichen jungen und älteren Leute und lieferten gegen Bezahlung ihre Tausender ab. Die Banknoten wurden im- Taschnerladen in einen Koffer mit doppelten Seitenwänden gepackt, um nach dem Ausland verschoben zu werden. Samstag abends sahen Kriminalbeamte, daß Männer aus dem Hause zwei Koffer trugen; der eine würde vor das Haus Große Schiffgasse 5, der zweite vor das Haus Große Schiffgasse 3 gestellt Bald danach fuhren zwei Einspänner vor. Die Koffer wurden in die Wagen gebracht und ins Coupö setzte sich je ein Mann. D.ann fuhren die Wagen nach' dem Franz-

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