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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-18 · Heft 1037 (18.12.1921) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1037 (18.12.1921)
Date
1921-12-18
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Nr. i 037 Wien, Sonntag WIENER .MÖRGENZEltU^Ö 18. Dezember 193! 'Seite 13\ ————-Üjtcassen und Raifeisenkassen ausgenommen sein .sollen. Per iE rt r.a g, den aus dieser Steuer, sich ergibt, ist ein großer und 'die" begreifliche Notlage, in' der .sich d|e Länder : befinden, 'brachte es init sich", daß die Vertreter de| '-einzelnen ■Laade§regiehingeti vom ßuhdesnunisteriutn für ^Finanzen eine ausgiebige Dotierung daraUs«veriangtem $ei der Behandlung des § 6-ergab sich nun im Unterausschuß eine zweite.’ stri^tigQ Frage, nämlich, inwieweit ■< auqh/.die- Gemeinden an den Steuergrtj-agsaiiteileij partizipieren sollen, piese Frage ist jedoch, in diesem bereits paktierten Gesetz schwer zu lösen und* der Berichterstatter -wer^e, . um eine einheitliche Annahme des^Gesbtzes J zu, eMöZMhen,. eine Formulierung verschlagen, wonach- 'die endgültige Aufteilung , der Steuerertragsanteile im Bundesfinanzgesetze Erfolgen solle. Im § 6 beantragt der Berichterstatter namens des Subkomitees eine Bestimmung, wonach der Steuerertrag aus dem Sehe c k ertrag der Postsparkasse zur Gänze dem Bunde zufällt. Polnisch-französischer Handelsvertrag. Parts, 14. Dezember. (Privat.) Seit zehn Tagen 'Werden hier zwischen Vertretern Frankreichs und'Polens Verhandlungen zwecks Abschlusses eines Handelsvertrages geführt. Man' hoffte daß die Verhandlungen in den nächsten .Tagen zum Abschluß gelangen werden, wonach sogleich .die Unterzeichnung äes Vertrages erfolgen soll-,- ' .*■ Neuerliche Erhöhung des Bmiknotenunilaufes. Der Banknotenuinlauf ist ln der. letzten Woche abermals um *11*8 Milliarden auf, 132,5 Milliarden gestiegen.;; /; Allgemeine Depositen-Bank. Auf Grund der, in der außerordentlichen Generalversammlung der Aktionäre dfer Allgemeinen'Depositen-Bank vom 9. Dezember 1921' erteilten Ermächtigung bietet der Vorstand’ der Allgemeinen Depositen-Banknunmehr 312.500 Stück bar und voll eingezahlte, auf den Inhaber lautende, ab 1. Jänner 1922 dividendenberechtigte Aktjeii zum Kurse von K 2000 tel quel in der Zeit vom 197 bis einschließlich 31. Dezember 1921, den alten Aktionären in der Weise zum Bezüge an, daß auf 4 alte Aktien eine neue bezogen werden kann. Weitere 312.500 Aktien werden .vom Syndikate, .daß die Emission garantiert, fix übernommen. Hiedurch wird das Aktienkapital der Allgemeinen Depositen-Bank auf 750 Millionen erhöht. < 6oo Millionen Devisenengagements der * Pfälzischen Bank bei einer einzigen Bank. Zu dem Zusammenbruch der Pfälzischen Bank schreiben die „Münchner N. Nachr.“: Manistzwar heute. an . enorme Zahlen gewöhnt, dennoch . aber bleibt der Verlust von 340 Millionen Mark, den die Pfälzische Bank aus Devisenspekulationen erlitten hat, ein Riesenbetrag. Wenn f man bedenkt, daß diese Ziffern lediglich den Verlust :• aus den JPeviseueiigagements dar&tellen,. -so kann man sich kaum eine Vöfstelluug machen; .bis’ zji welchem Betrag d^r Devisenhändler der Filiale München Engagements .eingegangen sein muß. 'Dann aber erhebt sich eine ‘ weitere, sehr, bedeutsame -Frage: Wer1 war der Hauptgegenkoytrahejit. dieses Filialsubdirektors? :Man spricht von Engagements bis zur Höhe von 600 Millionen Mark bei einem ..einzigen Bank; Wie es ist nun mit einem ordnungsgemäßen Bankbetrieb vereinbar, daß die Zentrale der Pfälzischen Bank jecjeiftahs nicht rechtzeitig von dieser Bank über die Verpflichtungen.unterrichtet-, wurden : Ge -von.. dem Devisenhändler .einer Filiale eingegangen-wurden?- Die Beantwortung dieser Frage muß von der Zentrale der Pfälzischen Bank sowohl im eigenen' wie im Interesse der Allgemeinheit gefordert werden.? ■ Theater von heilte-. .. . . , . Anfang Burgtheater: Rosenmontag - - 7 Staatsoper : Götterdämmerung ' - y{6 Volksoper: Loheugrin?;. q Deutsches Volkstheater: Die Räuber 2 — Lebendige Stunden -7 Wiener Kammerspiele: Der gute Ruf 7a3 —r Der Dieb y„7 —7 Morphium 10 Josefstädter Theater: Der gestiefelte Kater 3 ~ Fernand’s Ehekontrakt 7 Neue Wiener Bühne : Die kleinen , Verwandten — Die Lokalbahn - 3 #— Beverley 7 Wiener Stadttheater: Ein Gassenmädel \yn3 — Potascli und Perlmutter "7 Renaissance-Bühne: Rache 7 Raimund-Theater: Juana vorm. 11 — Peter Brauer 3 — Der eingebild. Kranke - 7 Carl-Theater: Ein Walzertraum *.'<3 — Der Rastelbinder 7 Theater an der Wien: Der letzte Walzer 3 — Der letzte Walzer 7 Johann Strauß-Theater: Die Csärdasfürsttti 3 — Die Tanzgräfin 7 Wiener Bürgertheater: Drei Paar Schuhe 3 — Die schöne Mama 7 Wr. Komödienhaus: Der Tanz ins Glück V-3 — Uriel Acosta ■ . ,yj Lustspielfcheater . (Gastspiel der Freien jüdischen Volksbühne): Der Dorfsjing 3 — Meilensteine 7 Roland-Bühne Gücl. Bühne): Cipke Feuer 7.8 BSrsen-KommlssionsgeschSft und Wechselstube MAG SD & Co. Wien, 1., Kettenstaufengasse 11 4027 Maschinen- und Waggoitbau-Fabriks-A.-G. in Simmering, vormals H. D. Schmid. In der gestern abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung wurde beschlossen, das gegenwärtige Aktienkapital von 75 Millionen Kronen durch Ausgabe von 250.000 Stück neuen Aktien, ä IC 200 sukzessive auf 125 Millionen Kronen zu? erhöhe n. Es gelangen vorerst 125.000 Stück Aktien mit Dividendenberechtigung ab 1. April 1921 .zur Aus-j gäbe und werden hievon 62.500 Stück den alten Aktionären; im Verhältnis von fünf alten zu einer neuen Aktie zum. Bezüge angeboten, die restlichen 62.500 Aktien freihändig, begeben. ... ■ Die Börseversammlupgen iu der WeihnacMswoche finden Dienstag den 27., Mittwoch den 28. und Freitag den 30. d. M. statt. Am Samstag den 24. d„ M. bleiben dje Börseräumlichkeiten und die Amtsräume der Wiener Börseieitung sowie der beiden Schiedsgerichte geschlossen, nur der frühere Warenbörsesaal (Parterre) ist in der Zeit von 9 bis 11 Uhr vormittags ausschließlich für; die Zwecke des Schlußzetteltausches geöffnet. , Die Arrangementeinteilung an der Wiener Börse für die Monate Jänner und Februar 1922'wird in folgender; Weise festgesetzt: Jänner: 3. Effekteneiureichung, 9._ Kassa; und Aufgabe, TI. Meldungen, 12. Effekten-Einreichung, 16. Kassa und Aufgabe, 18. Meldungen, 19. Effekteu-Einreichung, - 23. Kassa und Aufgabe; 25. Meldungen, 26. Effekten-Einreichung, 30. Kassa - und Aufgabe. r- Febril ar: 1.Meldungen,3.Effekten-Einreichung,8.Kassa und Aufgabe; 11. Meldungen, 13; Effekten-Einreichung, •17. Kassa- und Aufgabe, 2t. Meldungen, 22. Effekten-Einreichung, 27. Kassa und Aufgabe, t- M.ä r z; 1.Meldungen, 2. Effekten-Einreichung, 6. Kassa und Aufgabe. Die Industrieunternehmungen * in Jaffa. Die Gründung neuer Industrien-in Jaffa macht, wie , uns von dort berichtet wird, täglich Fortschritte. Vor kurzem besuchte Gouverneur' Sterling mit seiner Gattin die 8 i 1 i-k a t f a b r i k, die bekanntlich 1 im Bäu begriffen ist, und gab seiner Bewunderung der Anlage Ausdruck. Trotz der zahllosen Schwierigkeiten und-Hindernisse, 'die zu beseitigen waren, wird, die- Fabrik ihre-Arbeit im Jänner beginnen können. Das- Maschinenbaus" und die ganze maschinelle Einrichtung sind bereits fertig; und auch das Fabriksgebäude -geht seiner - Vollendung entgegen. Diese Fabrik ist die erste Industrieanlage in dieser Größe und würde auch in Europa heutezu den großen Industrieimternehmungeh zählen: Außer dieser Fabrik wirdv demnächst die Fabrik für Fensterrahmen und H o I' z 1 e i ,s t e n ■ der Firma Krinicky und Goratsky in Jaffa in Betrieb gesetzt werden, ln Petach-Tfkwafr hat die American Packing Society anläßlich .de.s Beginnes der Orangensaison ihre Tätigkeit in Angriff genommen: . . ' Umtausch polnischer Banknoten!. Emission besorgt die Kommerz- und Diskontobank, Wien, I., Wippliugerstraße 24, und ihre Wechselstuben, I., Kärntnerring 15, und II., Liliqnbrunngasse’T (bei der Marienbriicke, vis-a-vis Dianabad), täglich bis TO. Jänner 1922. Eine russische Batikgründung in Wien. Gestern fand .in der Alserstraße 23 die Eröffnung des neugegründeteu Kredjtbundes für Gewerbe und Handel statt. Das Unternehmen, das die Form, einer Genossenschaft hat, wurde] von den Industrie- und Handelskreisen der W i e n era russischen Emigranten mit Unterstützung! einiger .Wiener Großbanken ins Leben gerufen und be-j zweckt, in erster Linie die . finanzielle Kräftigung der russH] sehen KauflLeute' in. Oesterreich,, ist aber berufen, bei den Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen mit Rußland, did wohl nicht mehr lange auf.sich wird warten lassen, als Brückd zwischen Oesterreich .und Rußland, dem österreichischen! Handel gute Dienste zu leisten. 'An der "Spitze des Unter--1 nehmens. steht'nebefi biner ganzen Reihe •hervotragedden russischer Kaufleute undTndustriellen* Herr J a s n i j, den gewesene Vorsitzende des Verbandes der russischen? chemischen Industrie* in Charkow und. der Tüvenliofer Glas-i industrie-A.-G. ' ” \ . , Schutzzoll auf Eisenwaren in Jugoslawien in Form* einer Erhöhung des Zuschlages. JDas „Handelsmuseumn teilt mit, daß in Jugoslawien der -'Goldagiozuschlag auf! Eisenwaren auf 600% erhöht worden.ist, so daß bei Bed Zahlung in Banknoten bei Eisenwaren das: Siebenfache, be^ allen anderen Waren das Sechsfache des Einfuhrzolles ztd entrichten ist. Der' Goldagiozuschläg' auf die Luxussteiteri und die Monopol gebühren ist dagegen unverändert 100%j (doppelte Gebühr). Alle Nachrichten über die Erhöhung^ dieses .Zuschlages haben sich bisher nicht bewahrheitet. ' _ : Börse für landwirtschaftliche Produkte* (Originalbericht der-„Wiener Morgerizeitung“.); Der gestrige Markt verkehrte in ruhiger Tendenz hi-/ •folge der durchwegs fehlenden Frage für eine Reihe vom Artikeln. - In Gerste, Weizen und Roggem .'heimischer Herkunft zeigte sich vermehrtes Angebot, das indes wegen der ziemlich unveränderten Preisforderungen! keine Aufnahme fand. Serbischer Weizen, 76 kg, mit 4°/J Besatz, erzielte 380 Dinar franko Graz. Die Forderungen! für Hafer sind etwas höher, da aus dem einzigen Zu-1 schußgebiet, das wir besitzen, aüs Öberös'terreich, nur ger1 ringe Zuschübe zu verzeichnen sind. Inländischer Hafer ist mit K 240 bis 250 zu bewerten, Tränsithiafer mit tschechlj K 3.10 bis 3.15 Wien. Bohnen aller Art liegen matt. In: R e i 8. und Mehl ist das Geschäft der hohen Forde-! rungen wegen schwerfällig- Die R a u h f u 11 e r p r e i s e haben sich etwas verteuert. Erwähnt sei, daß aus den? B ti r g e n 1 a n d bereits kleine Zufuhren anlangen. Di4 Preise sind billiger als für Rauhfutter oberösterneichischeil Herkunft. . . Die Devisenkurse. .\'i Berlin, 17-Dezember. (Devisenkurse.) Wien altes —(—.—), Wien abgestempelt 8Ä (7.08), Prag'238.50 (244.75), Budapest 28^7 0&7). Zürich, 17. Dezember. (Devisenkurse. — MitgeteMi von der Schweizerischen Kreditanstalt.) j Berlin 2.60 (2.85), Holland 187.— (187.-),. New York: 516.- (516.-), London 21.48 (21.47), Paris 40.40 (40.4(U Mailand 23;35 (23.50), Brüssel 38.75 (38.75), Kopenhagen! 1OO.- (98.50), Stockholm 126.— (127.—), Christlania 79.—j (80.—), Madrid 76.— (76.50), Buenos-Aires 170.— (170.-$ Prag 6.30 (6.10), Budapest —.72 (—.70), Agram 1.95 (1.90j@ Bukarest —(—.—), Warschau —.16 (—.16), Wien Ge!Ä —.20 (—.19), Wien Ware —(—.—), Oesterr. . gesfcj Kronen Geld —.10 (—.10), Oesterr. gesi Krioneu War© Amsterdam, 17. Dezember. (Deviseniatrse^ London 11.45% (11.46), Berlin 1.41 (1.40), Paris 21.69' (21.37%), Schweiz 53.55 (53.60), Wien —.11 (—.11), Kop—- ha gen 53.40 (53.40), Stockholm 67.50 (67.75), (Christi 42.25 (43.10), New York 275.— (275.—), Brüssel 20.' (20.47%), Madrid —(40.65), Italien —.— (12.52* Budapest —(—.—). I 5754 Oberbuchhalter per sofort gesucht! Offerten unter Chifirc „Sclmhlabrik 575-t“ an die Adm. HpnnankfPlHan Ersatz fiir Maßarbeit nüi'rglinluluar Staunend billig nur bei S. J.HALPERN 844 Klefderhau» „Gumpenefori", Wien, VI., Gnmpen- En gros dorferntraße 139 En detail Bef Berufung auf das Inserat 5 Prozent Nachlaß . I.; Graben—Trattnerhof 2 Infolge vorgerückter Saisön größer vom 17. bis 24. Dezember HERREH- IHI mmmimn - original englisch, en detail zu Engros-Preisen . ’ Sa 1. 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