Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1037 (18.12.1921)
- Date
- 1921-12-18
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 1Q37 /Wien, Sonntag WIOTER MÜRGEK ZK ITTflTCT ' '/lU~D€zem15er~'l,^l'!' DM"?? Scher oder wemgsiem im Jüdischen Sdld stdhfen/der (RitiuiaJlraÖTde-r, dämm hätte die g-amze alldeuitsdhe (Presse, weit .daivipin entkeimt, gegen eine schch-e Geimieiiiiheit im Name®, d)eis gestünden Metischenveirstapdas zlu protestieren, im. jiube-ltn-dein- Chor i>n . die ediönie Melodie cingestimmt. Ürad daimuni kamln man die gelegentliche ^uteiltantg. einer Rolle, die eigemtäti-dh-ums Jiudian -anf dem Leib geschrieben ist, am die Petmtsdiiem, so umgemacht. die lädhcdidie BeschuMig-ung im Fiailüe Landim, aibsolut genommen, auch ist, relativ doch nur als einem. Akt der anisgleichenderi .Gerechtigkeit werten. Vas Interesse für die jüdischen Blinden. Man schreibt uns: Die von dem Hilfs-verein -der jüdischen Blinden Veranstaltete Bestakademie im Mittleren Kohiz.ert- Ihau-ssaal. h'at mit einem gera-deziu erschreckenden Defizit abgeschlossen. * ~ Keineswegs mit einem künstlerischen. Noch selten haben wir einer so wohlabgerun- Nfetep und -dennoch abwechslungsreichen Akademie gleich hohen Nivean's beigewoht. Sie wurde, aufs •wirkungsvollste durch:.einen Orgelvortrag des - b eka-anten Organisten Professor Storch eingeleket, der Variationen über »Eli -Zion« bot. Pen Höhepunkt des Abends bildete der durch eine von Siegfried Abel e s gehaltene kurze Conference .eingeleitete (Vortrag von Dichtungen Blinder, und solcher Dichter, die sich in das Seelenleben der Blinden eingefühlt haben., Frau Mirjam Schnabel-HbeflicE .„riß die Zuhörer ebensowohl zu tiefstem Mitempfi-n- - Iden wie .zu den Gefühlen seelischer Befreiung fort. C ^orher. hatte Herr T a u b e.rj-Mitglied -der V-olks-;/fjper, seinen herrlichen Bariton erschallen lassen, -'Jach der Pause verstand es Oberkantor Margu- Ff'ieß, das 'Publikum durch seihen vollendeten Vortrag5 jüdischer Lieder -zu begeistern. Das trefflich jaingespielte'Quartett Eigenfeld (Hak-oah) schloß mit Wiedergabe des Schubertachen Streichquartetts den, Abend aufs wirkungsvollste ab, . ( Umd denivQch da*s leere Haus! . o/ : Vielleicht trug'Schuld daran, daß am selben ÜUend andere da-s jüdische Publikum interessierende [Vcran-staltungen.. stattfanden, vielleicht spielten noch' andere Gründe . mit, keineswegs können wir aber-, glauben, daß der blinde Obmann des '»Hilfs- VyereinS^, der schon -manche Enttäuschung . eflebt haben mta-g, das Richtige getroffen habe, ajs er sagte, ■es handle sich'um .ein Defizit an Mitgefühl ‘für-die jüdischen Blinden. / ,... Die Blinden, hatten von dieser Akademie eine wesentliche Förderung ihrer Zwecke, ja die endliche Ermöglichung, der Erreichung ihrer nächsten Ziele verwartet und nun müssen sie ihr aruTseliges Vereinsvermögen, das der Unterstützung der Aehnsten gewidmet sein soll, zwecks Deckung des Defizits nahezu völlig verausgaben, ‘ Es' erscheint uns als eine Ehrenpflicht der •iWiener Juden, hier helfend einzugreifen.. .. Unser Blatt ist. bereit, Lp enden zu diesem Zwecke entgegen zun ehmen und awsizuw eisen. Jüdische Vereine, die Feste veranstalten, sollten einen kleinen Prozentsatz ihres'Reingewinnes dem »'Hilfsverein der jüdischen Blinden« zuwenden. Es muß endlich -der beschämende Zustand aufhören, daß sich nahezu niepißtid um unsere armen Lichtbera-ubten bekümmert. Zur Deckung des Defizits der jüdischen Blinden)' sind bereits eingelaufen :j ' Hadassa K 1000, Therese K 500, Dr. H. 3 Silberkrouen, W. Rott K 200, Mannsohn IC. 100, Berta Lewin IC 100, E. T. 200, Betty Schreiber K 250. Die Alterstrostwoche. Die Zeit vom 25. Dezember bis zum 2. .Jänner soll heuer in Wien eine »Alterstrostwoche« sein. Das Wort klingt seltsam, fremdartig und bezeichnet doteh eigentlich die selbstverständlichste Sache der (Welt: Die Hilfe für alte, arbeitsunfähige und arme (Menschen. Man muß das Greisen elend in Wien in dfer Nähe gesehen haben, uni zu wissen, um zu 'glauben, welchen Umfang es angenommen hat, man muß Menschen kennen, alte, arbeistmüde, sieche Menschen, die von einem Stückchen' Brot und einem •Teller dünner Suppe einen Tag lang leben, man muß das Alterseiend des Mittelstades gesehen haben, den ■Jammer der -Kleinrentner und Kleinpensionisten, um zu wissen, wie dringend diese Hilfe ist. Da gibt es alte Leute, die einen langen, schweiren Arbeitstag freudig ertragen haben, in der Hoffnung, auf einen ruhigen, behaglichen Lebensabend, und die nun nicht wissen, wie sie das trockene Brot, ein-klein wen-ig Wärme bezahlen sollen, es gibt Greise, die mit ansehen müssen, - wie ihre alten 'Frauen .die schwerstem Hausarbeiten machen müssen, •und die es nicht hindern können in der Hilflosigkeit des Alters, d.a gibt es Privatbeamte, Angestellte, Ingenieure, die falsche Altersahgaben machen, nur um noch irgendeine Beschäftigung zu bekommen, eine Arbeit, die man ihnen »aus Mitleid« .oder »um Gotteslohn« gibt und die entsprechend schlecht'beizählt wird. . Am all diesem Jammer gehen wir täglich vorübetr, achten seiner nicht oder sagen höchstens acbselizufckemd: Mein Gott, wir haben’s jetzt alle macht mehr so gut wie früher. Wie man durch vier lange, bange Jahre sagte: Das ist eben cler Krieg! Mflfei gewöhnt sich in Wien so leicht an ■aideis, wais miclhft gerade in der allernächsten. Um- [getang in Außwirlaunig tritt, an den Krieg, asi die internationale! Bettelei, am eitve. neue Moral, die; keime mehr ist, und au das Elend der. anderen-, ' Solange maim es übersehen kämm, wN man mcht ' gerne gestört sein. Wir. haben auch' «© viel Not und'Jammer miteflebt in den letzten'Jahren, daß : wir s dumpf geworden sind. Wer mi-clht brüllt, den; hören wir mich!, Verzweifillung, die nicht ln die Welt hinaus schreit, ubergctr.ien wir, vielleicht mit; d'em stillen Gedanken«; es wird nicht so arg seih.; Aber es ist arg, ärger, als sich in Kürze sagen läßt, Wien ist für die meisten «dinier. Einwohner, : für' alle, die sich vom redlicher Arbeit nähren-, jetzt : kein sonderlich erfreulicher Aufenthalt. Für die* Alten ist es eine Hölle. Sie daraus' zu erlösen, wird wohl auch der >Alterstr-ostwo-che« (dem Ge- : daink-eti einer klugen und mutigen Frau) mldlut gelingen. Aber eine kleine Atempiousä kann doch ' den .Märtyrern unserer Zeit'beschert - -sein, eine; kleine Freude, ein bißchen Erleichterung, ein Gruß aus fernen, besseren Zeiten. Die Jugend hat dieses ‘ Sühnewerk übernommen, und '.wer da Jung ist, an Jahren oder doch an Hilfswillen3 ■ und Menschengüte, der melde sich beim jutgen-datesichiuß dar Al ter-st ro-sit woche (I., Wallwerstiraße 9,; Schule, Dr. Sdhiwarzwald1)^ Msn muH'liwbdyr Geld l besitzen noch Talente niodh -Einfluß :— miuir den;i redlichen Willen, mitziuianbeiten. Es jsit. leeiine' politische. Aktioin, die hier geplant wird,/,wedw N-ätio- : nalität noch Konfession kommt m’/Betracht. Es gibt miuir ein Ziel; denen >zu luelfön, die Altar und j Krankheit zur Selhßthiife unfähig, „lmcht. Und’ weil das so ist, ibait nlam-and das Recht, -sich der; Mitarbeit,' der Förderung dieser Sache zu entziehen. Wien ist s-.-alkitionisrftüde« mög sein, daß; dieser Uebedru-ß nicht ohne Grund, ' daß: er nicht unbegreiflich ist. Alber die ' Altensitiroisitvsuicihe ist keine >Aktion!« wie jede andere. Hier ruft eine Pflicht, eine unweigerliche, unbezweifdbare Pflicht. K. M. Kardinal und Präsident. Der Kardinal von Lissabon, Mendez B e 1 l o, liat an den Präsidenten der portugiesischen Republik Almeid a ein offenes Schreiben gerichtet, worin er erklärt, daß die : letzten blutigen Ausschreitungen in Portugal auf das ■ Schwinden der Achtung der religiösen Grundsätze zurück- ' zuführen sind. Er mahnt die Regierung, für das Y/ieder- / erwachen des religiösen Gefühls zu sorgen. Almeida; seinerseits erwidert in einem offenen Schreiben, daß er j die Gründe des Kardinals nicht als stichhältig betrachten; könne. Er erinnert daran, daß unt erden frömmsten: Reg! e r u n g e n überall und auch in P 0 r t u g a 1 die: gräßlichsten Metzeleien sich abgespielt! haben. Unter Hinweis auf die royalistische Haltung desportugiesischen Klerus ersucht er diesen, im Geist der Brüderlichkeit und Anhänglichkeit an die Republik zu wirken. Nur in diesem Geiste sind Wiederholungen der - Exzesse zu verhindern. Ein Student. Der. 18jährige Studeht Albert W eißma n n, ein; Czernowitzer, war hier vor mehreren Monaten wegen Betruges verhaftet worden und befand sich in landesgerichtlicher Untersuchungshaft. Anfangs November gelang; es den Bemühungen seines Oheims, des Kaufmannes Isaak W c i ß m a n a, Taborstraße 50, den Neffen gegen den Erlag von 20.000 Kronen bis zur Verhandlung frei- 1 zubekommen. In der Hoffnung, daß er sich bessere, nahm er ihn in seiner Familie auf. Der junge Student lohnte aber die Tat mit schnödem Undank. Am 18. v. M. war er : plötzlich aus der Wohnung verschwunden und mit ihm eine seiner Tante gehörige Pelzgarnitur im Werte von einer Million Kronen. Seither ließ Albert nichts von sich hören. Die Anzeige wurde j erstattet und die Pelzgarnituren bei einem Leopoldstädter Kaufmann zustande gebracht. Weißmann hat für die Pelzgarnttur K. 150.000 erhalten. Mit dem Gelde hat er an' der Börse spekuliert und dabei große Verluste gehabt. Ueberdies hat er auch regelmäßig an Hasardpartien teilgenommen und so das ganze Geld durchgebracht. Als er vollkommen blank war, stellte er sich gestern selbst dem Polizeikommissariat Leopoldstadt. Er wurde dem Landesgericht eingeliefert. Eine Kundgebung der Bundesangestellten. Freitag fand in Weigls’ Katharinenhalle eine vom „Bund der öffentlichen Angestellten'* einberufene Versammlung der Bundesangestellten statt. Der erste Sekretär der Kammer für Arbeiter und Angestellte, Dr. Palla, berichtete über den Abbau der staatlichen Lebensmittelzuschüsse. Objektiv wäre der sofortige vollständige Abbau anzustreben; praktisch, vor allem aber aus sozialpolitischen Gründen, müsse dem stuf enweisen Ab bau der Vorzug gegeben werden. Für die öffentlichen Angestellten sei es wichtig, daß sie nach den gleichen Gesichtspunkten behandelt werden wie .die Angestellten und Arbeiter im P r i v a tdien st. Die Zuschüsse der Unternehmer und der öffentlichen Dienstgeber werden abef nichtausreichen, um die Teuerung, die auch aufv anderen Gebieten zu erwarten/ sei, in der Lebenshaltung der arbeitenden Schichten auszugleichen. Dieser Ausgleich werde durch neue Lohnbewegungen gesucht werden müssen. . . , . Bundesobniann J a n i c k i sprach, über die Frage des Personalvertretungsgesetzes. An Stelle gesetzlicher Vertretungskörper sei eine Ersatzeinrichtung, - der Ständige Arbeitsausschuß, geschaffen worden, die in keiner Hinsicht den Interessen der Angeste Uten-genüge.. Verbandssekretär Dorer sprach übe'r Teuerung und Lohnpolitik. Er hob hervor, daß die Bundesangestellten frob aller Gehaltsaufbesserungen mit d e r-Te u e r u n g nicht Schritt halten können. Die Lebenshaltung sei bereits so weit gesunken, daß eine weitere Verschlechte1*] rung nicht mehr getragen werden könne. Es wurde folgende' Resolution angenommen: Die Versammlung: erklärt sich in: der Frage des Abbaues der staatlichen Lebensmittel-’ zurehüsse mit allen übrigen organisierten . Angestellten, und. Arbeitern, solidarisch. . Insbesondere,., fordert Sie, daß die öffentlichen Angestellten in den grundsätzlichen Bestimmungen des Gesetzes über den Abbau dev staatlichen Lebensmittelzuschilsse den Angestellten 111 privaten . Diensten g 1 e i c h g e h.a,l t e n werden.- Schließlich fordert die Versammlung, daß-die Löhne und Gehalte den Schwankungen der Warenpreise im Wege gleitender Zuschläge (Index) voll a, n g e p a ß t. werdep; Die Versammlung besteht darauf, daß das Gesetz über d(er .Schaffung von Personalv e r t r ein n g e. n unverzüglich der Erledigung zugeführt werde. Die .Vsfs&mnjiuing beauftragt ihre Vertreter, zur Durchführung dieser Forde* rung alle zweckdienlichen gewerkschaftli ch © 11 M i 11 e I im geeigneten Augenblick .anzuw^ndetu -■ ' Ein unbekannter Brief Theodor Herzig >. In der „Hazefirah" wird ein Schreiben Dr. H e rz 1 3 aus dem Jahre 1909 verpffent icht, das an den'XÜLe r e,f Rabbi gerichtet war. Der Brief, der unbeantwortet blieb, hat folgenden Wortlaut: »Ich setze voraus, daß der Rabbi von meinem Name« Kenntnis hat, bezweifle aber, ob er mein inneres Wesen kennt, darum sei mir gestattet, zu betonen, daß ich von Liebe zu meinem Volke durchdrungen bin und daß dessen-. Wehen; und Schmerzen meine Seele mehr bedrücken als meine-eigene Leiden. Und da es doch einmal Tatsache iyi, daß jeder unserer Volksgenossen,.. unbeschadet seines .tiefen Glaubens an die göttliche Vorsehung, es nicht unterläßt, selbst zur Besserung seiner Lage beizutrageh .und-im Notfall sich zu diesem Zwecke sogar mit solchen Helfern zu verbinden, die in Leben und Gesinnung andere Wege gehen, so bleibt es mir unverständlich, warum es uns Freigesinnten verwehrt bleiben sollte, zur Besserung und Hebung der Volkslage beizutragen, umsomehr als die Lage des einzelnen von der Besserung der Gesamtlage abhängt, und in Anbetracht, des Umstandes, «laß der Kampf. der Völker gegen uns nicht privater Natur, ist, sondern, ein Kampf gegen uns alle in unserer Eigenschaft als Juden. . Diese meine Auffassung, die meines Erachtens nicht im Gegensatz zu den Ideen der Thora stehen kann, veranlagte mich, die jüdische Welt in Bewegung zu setzen, Kongresse einzuberufen in Basel und den Zionismuszu gründen,; dessen Ziele , bekannt sind und die darauf hinausgehen, mit Hilfe der Regierungen für unser Volk etwas zu erreichen. Wohl stehen in unseren Reihen verschiedene Arten von Juden, für die wir ■"nicht Immer die Verantwortung übernehmen können, es gibt deren welche, die den Chassidim nicht genehm sind, aber auch Rabbiner, die in Amt und Stelle wirken, Orthodoxe und Chassidim. Unser Ziel ist einheitlich! Wir wollen wie ein Mann zum Besten-' unseres Volkes arbeiten und Gott möge uns dazu helfen-.! Allein zu unserem großen Bedauern ist die Zahl; unserer Gegner sehr groß. Und auch unter ihnen unterscheiden sich verschiedene Arten, solche, die ihrem Volke vollkommen fremd gegenüberstehen und ani liebsten den Namen Israel ausgerottet sehen möchten, aber auch solche, die treu zur Thora halten, die aber glauben oder glauben - machen, daß die Sorge, um das Volk eine schwere Sünde und Auflehnung gegen Gott! bedeute. Und zu unserem Schmerze ' machen es die Gegner den Feinden von au&en därin nach, daß sie uns herabwürdigen in den Augen des Volkes, dessen Wohl wir aus ganzem Herzen zu fördern suchen* Mit diesen wollen wir nicht rechten, da > wir nicht wissen, ob sic in Wahrheit das Wohl des Volkes von Augen haben. Zuletzt aber wurde das Gerücht verbreitet^ daß auch Euer Ehrwürden, auf dessen Ausspruch Tausende bauen, uns angeblich als Abgekehrte, als feinen Bund von Abtrünnigen bezeichnet hätten. Im Namen der Zehntausende von Israel, deren Lage unter dem Haß der Umwelt immer haltlose^ wird, im Namen der Massen, die verhungern und! daher ihre Hand nach allerhand Geschäften ausstrecken, um ihren Hunger zu stillen, im Namen - der Zehntausende der Auswanderer, die aus Rußland, Rumänien,» Galizien, nach Amerika, Afrika und Australien geflüchtet sind, um.dort unter den Völkern unterzugehen* im Namen der Thoragesetze, denen bei . der schwierige« Lage der Boden entzogen wird und im Interesse des Gottesnamens, der unter diesen j Umständenentweih# wird, flehe ich Euer Ehrwürden an, uns unsere Verbrechen, die wir mit dem Zionismus begangen haben .sollten, - offqu und klar vorzuhalten. Vielleicht finden wir die Anschuldw gungen berechtigt und geben unsere bisherige Arbeit auf, oder es gelingt uns, uns zu rechtfertigen,.: daß, un& .Gerechtigkeit widerfährt und Israel der Friede wird......... .. Ich bin der Hoffnung, daß diese kurzen Worte. Ihre Beachtung finden und mich Euer Ehrwürden mit *, einer klaren Antwort beehren, zu welchem Zweck ich hier einen adressierten Umschlag beilege. Damit verbleibe ich in höchster* Verehrung und Hochschätzung . . *. Leo Pinskers 100. Geb’uftstäg. A-m i. Teweitih wer dein es hmnidemt. Jaihrq, seit; der Gclhun-t Le-o Pi-ruskcms, des Miainoeis, dessen: Herz umd Seele .von . brennendem ■ Du-rs't. aiavh „Edcbuini^ erfüllt war. Von Ju-gemid am Ikaninte er k-eLno Riilie^, •deiiin er trug das Weh seines Volkes ini Innern -um.dar \yiac einer der Erstem, der für die gaimze rassische Diaspora das Wort ergriff, um für sie' Geir-ödhttig- Ikeit -von den Gewalthabeoin ziu fordern, 'Ea*-'ächrieib! seine »-A-ufoemanz i-p a>1 iout* und rief"' dem Vfötlke zu: Wollt ihr laben, dain>n-befreit oinchl’Helft ernoh selbst, und Gott wird euch helfe®! »W«% wir, verlängern,« so sägt - in seiner >Autoiemiainrziipäifci'O® «. die zuerst die Lehre das politischen Zionismus -v©r-(