Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1037 (18.12.1921)
- Date
- 1921-12-18
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nf. 1037 Wien, Sonntag wiener wo^ammrrmG t&Dezenäör kW Seite 3 leeren Banken. Immerhin war 4er J-esimtenpater kru'g genug, die JudenTerfolgußgea in Ungarn, wegen welcher er zur Rede gestellt wurde, nicht ganz wegzuleugiien. Er gab zu, daß es »izu Hause« tatsächlich so eine kleine Juden,verfo%ung gebe, mit -weither sich jedoch nicht die wa;B-r.e:n' Christen, ■sond-ern'höchstens die Rassediristen - identifizieren. EWas, Pater Bangha unter Rassechsristen- -versteht, i*stv nicht ganz klar, da ja auch'er1 während der ganzen Zeit den Kamipf der christlichen- R-astze gegen’ die1: jüdische gepredigt -hat, . ■ v* - y - ' Ganz'anders benimmt •sich der jüdische Kultus- . Präsident Hof rat S:z e'k;ely, 'der „sich -.für seine •.amerikanische Bettelreise auch so' einen' jüdischen Pater; den'Rabb-iner Dr. .Elias Ad her, ibeigehogen hat.' ‘Auch idiese Delegation wurde ins Kreuzverhör gezogen‘ wegen der 'Judenverfolgungen,' wegen der /von christlich'iiationaler Seite den Juden ’u-üter- :schlageiien. amerikanischen Millionen und wegen der merkwürdigen' Haltu-ng der jüdischen Führet gegenüber der Hortihy-Regierung. Und Iiofrat Szekely, der bei seinem Abschiedsbesuch in Budapest 'vom Ministerpräsidenten Betb 1 en direkt ' auifgcfordert wurde, in Amerika die Wahrheit '.zu sagen, hat trotz dieses Freibriefes für die. Wahrheit die amerikanischen Juden, i.ni Gegensatz zum Pater Ban'gha mit Unwahrheiten traktiert. Kultusipräsklent SzekeLy hätte die Dreistigkeit, einem Vertreter des »Morning Journal« gegenüber zu; versichern, daß die Lage der Juden in Ungarn sich g e b esse r t habe und die öffentliche Sicherheit .der Juden gesichert sei. Das Privateigenturn der /Juden, wagt Hofrat Sizckely zu 'behaupten,'werde ...gesphütz't'und wenngleich es in Ungarn wohl noch •«»viele Antisemiten gebe, so sei es sicher; daß keine •;,.offi;ziell-anti-semitischc Partei existiere. - Von .' den '»Erwachenden Magyaren-«, die; wie jeder halbwegs Eingeweihte weiß, seit mehr als iz.wei Jahren : die ausschl’aggebenden .politischen Faktoren Ungarns isind,'wagte es Hofrat Szekelv, den Amerikanern -Lu-'erzählen, daß diese keine Politiker, sondern bloß . Verantwortungslose Elemente seien, ohne. irgendiwelche politische Ansicht. •: i Sind das nicht dieselben Worte, die alle ungarischen Pogromregierungen bisher gebrauchten/- . (wenn; es .galt, in der 'Nationalversammlung die An- ^griffe'- "nichtjüdischer" op'positiö'neller ' '/Parlamentarier. wegen der Duldung und Förderung der; Verbrechen der »Erwachenden Ungarn« und wegen der iZuSicherung der Straflosigkeit für alle ihre Gesetzwidrigkeiten abzuwebren? Ist unter solchen Umständen, nicht auch die Behauptung Szekeiys, daß er weder, von . H o r t h y geschickt, noch in seinem Interesse tätig, sei, eine freche Lüge? .... Die österreichische Polizei und die Alliance Israelite Universelle. Eine historische Studie. Von Dr. N. M. Gelber, I'. . I. In den fünfziger Jahren des XIX. Jahrhunderts wurden unter-den Juden Frankreichs Stimmen laut, die darauf hin- “wiesen, daß man für die eigenen Stammesbrüder, die im Osten noch in Unterdrückung und unter schlechten politischen Verhältnissen ihr .Dasein fristen,, unbedingt eintreten und ihnen ihr Recht erkämpfen müsse. Besonders stark, wurde von ihnen die Idee der Solidarität aller Juden der V/elt betont. Im Jahre 1853 plädierte sogar Julius. C arvallo für die Idee der Einberufung eines jüdischen Kongresses (Congres Israelite*). Isidor Ca hem und der Rabbiner Astruc traten ebenfalls fürdie Idee der Solidarität aller Juden in Wort und'Schrift* ein.- Im Februar 1860 erließ M. S. B l o' c h die ersten Aufrufe zur* Begründung einer Gesellschaft, die dieser Idee dienen sollte. Siebzehn.Pariser Juden, darunter bekannte Persönlichkeiten/ nahmen, diese Anregung auf, traten irrt Mai 1860/zusammen und wählten aus ihrer Mitte eine sechsgliedrige provisorische Organisattoiiskommission, bestehend aus dem Pariser Rabbiner Aristide A s t r u c, dem Semiharpröfessor Isidor Cahe n, Ifigdineür Julius Car v a 11 o, Advokat Narcisse U ve n, Universitätsprofessor Eugen M a n u e I und dem Kaitfmärm Charles N’e 1\e r, die mitallen Vorarbeiten. zur Begründung einer Gesellschaft, wie Verfassung eiitesAAufrufes und der Statuten, betraut wurde. ln ihrem Aufrufe verlangen sie die Begründung einer »U tii on“ .derjuden der Welt, da sic infolge'ihrer Zerstreuung' voneinander nichts mehr wissen, ln kurzeii, aber prägnanten Sätzen formulierten sie fin ersten Artikel der Statuten den Zweck der von ihnen ins Leben gerufenen Alliance Israelite Universelle: 1. UeberaU an der Durchführung der Emanzipation und dem moralischen Fortschritt der Juden zu arbeiten; 2. denen, die in ihrer Eigenschaft als. Juden leiden, wirksamen Beistand zu leisten; 3. jede zu diesem Zwecke dienliche Publikation zu unterstützen.**) „K o 1 J i's v ö e I a r o w i in ' s e b a s e“ (alle Juden bürgen für einander), dieser Ausspruch wurde, als Inbegriff der Solidarität, der Wahlspnich der' neubegründeten Gesellschaft. Mit Eifer trat nun die -provisorische Organlsationskömmission an die Propaganda hferan. Der- Aufruf - und die Statuten wurden ins Deutsche, Arabische und Hebräische übersetzt und überall, wo nur jüdische Gemeinwesen existierten, verschickt. r‘ 1 'Während In Frankreich, Algier, Italien die Begründung mit Enthusiasmus begrüsst wurde, nahm sie die deutsche *) Alliance Israelite Universelle, Paris 1860. Seite 7. *)!) I. c., Seite 22. Herroaklelderhaiis SSn-geirsfircße ® ,45 SSpesSaBEtSts I impiimN'Wasser-| dichte, r Actum » | engl. Provenienz in zwei Aus- 8 | führungen, stark für Winter, leicht H l fiir Sommer. öST Weeate den m 1 18. Dez. v.fU-i2u.v. 2—5 gcöffnet 8 IW. II MM ra’L Judenheit kühl auf.*) In Oesterreich dagegen stieß die Propaganda auf grosse Schwierigkeiten bei den Staatsbehörden.**) n. In Oesterreich trafen die ersten Broschüren und Aufrufe der Alliance in, Juli 1860 ein und wurden, wie alle. Druckschriften dieser Zeit, von den Behörden in Beschlag genommen und dem Po 1 i z e i min i s t e r i u m zur Ueberprlifung ■— ob sie keine staatsfeindlichen Tendenzen verfolgen — übergeben. Die Broschüren wurden auch sofort dem Departement C zur Begutachtung und Aeußerung vorgelegt, worauf auch Hofrat Weber am 25. August 1860 eine; ausführliche Aeußerung, in der er die Tätigkeit , der Alliance als staatsgefährlich bezeichnete, abgab. Die Sache wäre sicherlich dem Hofrat Weber keineswegs als so staatsgefährlich erschienen, wenn da nicht auch andere Kreise an der Nichtzulassungder Begründung „der, Alliance in Oesterreich interessiert gewesen wären. Insbesondere hatte ein hervorragender Vertreter der o r 1h odoxen Judenheit. in Wien seine Hand im Spiele und stellte dem Polizeiministerium die Alliance in den allerschwärzesten Farben dar. Es war dies kein .anderer als der Hofwechsler lg n a z Den tsc h. Deutsch hatte an dem Kampfe der Wiener orthodoxen! Beibausvereitie in den Jahren 1857 bis 1.859 einen hervorj ragenden,Anteil genommen. Er verstand es, die Vorsteher; des Bethauses in der Leopoldstadt für) sich, derart zu gewinnen, daß sie das Kultusministerium in einer-speziellen Eingabe ersuchten, Deutsch zur Ausgleichung und Versöhnung aller Parteien wie auch einer Organisierung einer neuzubegründenden Synagoge für die Orthodoxen zu ermächtigen. Er wurde auch vom Kultusministerium mittels einer speziellen Zuschrift vom 13. März 1858 beauftragt, die Vereinigung aller Fraktionen der Orthodoxen einzuleiten.***) Deutsch bezweckte mit diesem ganzen Manöver nichts anderes, als die Gründung, einer gemeinsamen orthodoxen Kultusgemeinde und die Errichtung einer Orthodoxensynagoge. Aber selbst die Orthodoxen schlossen sich ihm nur in geringer Zahl an, trotzdem aber blieb er auch weiterhin »Persona gratissima“ beim Kultusministerium, solange dessen Leitung in den Händen des,Grafen Th u n ruhte, der in ihm den einzigen gebildeten und energischen Vertreter der orthodoxen Judenheit nicht . nur in Wien, sondern in ganz Oesterreich zu sehen glaubte. Mit Thuns Rücktritt im Jahre 1859 schwand auch Deutsch’ Einfluß. Deutsch betrieb aber dennoch .bei der Regierung - weiterhin die Sache der Orthodoxie. Als nun in Oesterreich die Kunde von der Begründung der Alliance eintraf, ruhte Deutsch/ der in der Alliance eine Stärkung des aufgeklärten Judentums zu sehen glaubte, nicht und benützte nun die Gelegenheit eines Besuches beim Hofrat Weber, um ihm atizuvertrauen, daß der „Zweck der Alliance Israelite in nichts anderem (bestehe), als die Sache derjudenemanzipation aller Länder demnächst dem Kaiser Napoleon in die Hände zu legen“.§) Deutsch verstand es, eben durch diese Denunziation,, den Regierungskreisen — in diesem Sinne' 'informierte - er auch den 'damaligen Minister des' Auswärtigen Grafen Rechberg — die Alliance als eihb stäatsgbfährliche Institution zu schildern, die quasi die-Vertretung der Judenschaft allen Staaten, somit aüch^Oesterreichs, in die Hände des Gegners der .österreichischen Monarchie zu legen beabsichtige. Deutsch begnügte sich7 aber bei weitem nicht; mit der Informierung' selbst, er ging auch weiter. Er 'bot ' sich selbst der Rbgieruiig an> mehre^ Judehgemeihden zu '. bereisen, uiid ba,t auch um ' die Bewilligung,„bei die'ser Reise die vertrauten Rabbiner." vor‘deip‘'Beitritte zu der - Alliance Israelite Universelle zu warnen“. ■ ' Kein Wunder also, daß Hofrat’-We b e runter dem; Eindruck dieser von einem Juden selbst gemachten Mit- ■ teilung in seiner „Aeußerung" - die -Alliance in keinem allzu; freundlichen Lichte darsteilte. Nach•'■ ihm verfolge die Pariser Allianceden Zweck, „Le ceiitre de!a redemption Israelite" zu werden, „in; politischer Hinsicht höchst bedenklich, ja, unzweifelhaft .. gefährlich“/ weil sie die Verwirklichung der Prinzipien des Jahres 1789 mit Bezug auf die Gleichberechtigung der Juden | aller Länder als ihre Hauptaufgabe betrachte/ Ferner bestehe die Staatsgefähriichkeii darin; daß die.; Alliance das Bei streben zeige, der Mittelpunkt aller Informationen zu werden, welche die Steilung der-Juden, die Ausnahnisgesetze, unter- *) Ihn Jahre 1865 gab es hier im ganzen 19 Mitglieder (N. Leven:- „Cinquante aus de PAHiänce Israelite.“ (Paris 1911. I. Band, Seite 72). **) Die nachstehende Darstellung basiert zum größten Teil auf dem Material des. Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Informationsbureäu Nr. G13-B. M. TS6Ö bis 1865/ (Alliance Israelite.) (Ich zitiere in der Abkürzung Wr. St. H. H. A., Ink-Bur.)' ***) Näheres darüber in G. Wolfs : „Josef Wertheimer“, Seite 259 bis 276. §) Meldung des Hofrates Weber vom 26. August 1860. Wr. St. H. H. A., Inf.-ßur. welchen die schmachten, die Unterdrückungsakte, die gegen sie geübt werden, zum Gegenstande haben. In der Tatsache, daß die Alliance von Paris aus ihre Aktiöheii zugunsten der Emanzipation der Juden führe und für deren Schutz eintrete, sieht Weber ein Eingreifen „indie Hoheitsrechte des Monarchen“. Schon aus diesem Grurtdö allein wäre die Teilnahme an der Alliance in Oesterreich gar» unzulässig und von Staats wegen zu verbieten. Aber nicht allein die Tätigkeit der Alliance wäre zu verhindern, sondern auch „dieUnterdrü-ckungder vorliegendenBroschüre; i -welche den Aufruf zur Teilnahme enthält“, sei im toteresse - des Staates unbedingt notwendig. rA; Webers Votum vom 25. August 1860 hatte auch Erfolg; ■ - ■ - in.' .• ■ /, ' ' Schon am 15. September 1860, also kaum ein halbes Jahr nach der Begründung der Alliance, erlässt der Polizeimiriister Baron von Thi e r r y an sämtliche Laiidesciiefs — mit Ausnahme jener von Tirol und Steiermark — und an die befreundeten deutschen Polizeichefs ein Rundschreiben, in dem die betreffenden. Stellen aufmerksam! gemacht werden, daß „ein in Paris aus den Israeliten Astruc, . Gahen, . Carvallo, Leven und Netter gebildetes- Komitee kürzlich unter dem Titel Alliance Israelite UniyersöUe eine Broschüre veröffentlicht (habe)“.*) In Anbetracht der darin ausgesprochenen revolutionären und iat'holienrGräde staats-! gefährlichen Ideen sei nun diese Broschüre für den ganzen! Umfang des österreichischen Kaiserstaates v e r. b oten; worden. Da aber anzunehmen sei, daß .die Alliance trotz dieses Verbotes versuchen werde, die österreichischen i Juden für ihre staatsgefährlichen Tendenzen zu gewinnen! :! und „insbesondere - durch Bildung geheimer Vereine Pro-; selyten zu werben, erscheint es geboten, die hierauf abr zielenden Umtriebe auf das schärfste zu überwacheil und /zu. diesem Ende den einzelnen israelitischen Gemeinden,, I vorzüglich aber den in politischer Hinsicht bedenklichen :i Elementen derselben eine besondere Aufmerksamkeit zui zuwenden". - - r , Sollten aber seitens der Aufsichtsorgane irgendwelche diesbezügliche Wahrnehmungen gemacht werden, so - sind sie sofort dem Polizeiministerium bekanntzugeben.. .In dem,; Rundschreiben an die befreundeten deutschen Polizeichefs werden letztere um Bekanntgabe der Verfügungen, die die - dortseitige deutsche Regierung in Angelegenheit der ÄHiance veranlaßt habe, ersucht. Abgesehen von diesem Rundschreiben wurde auch in den „Verfügungen über Druckschriften“ über die Broschüre ' Alliance Israelite Universelle im Sinne des § 16 der In-; struktion zur Durchführung der Presseordnung das Verbot verhängt. Aber das wachende Auge des Polizeiministeriums begnügte sich keineswegs damit allein. In den „Archives Israelites“**) wurde ein Venediger /Jude namens Vittorio B e 11 e M als Verbreiter der erwähnten periodischen Druckschrift genannt/ Da aber Isidor Cahen, einer der Begründer der Alliance, als -Heraus--' / geber der ^Archives isradiites“ zeichnete, glaubte nun das” i Poüzeiniimsteriurn, einer geheimen Propagandaorganisatiort : zugunsten der 'Alliance'-Ideen in den Österreichischen/ Ländern, insbesondere aber in den venetisch-lombardischen Provinzen, auf die Spur gekommen zu sein. Kurz darauf / veranlaßt«: daher das Ministerium den Polizeidirektor in ■ r Venedig, sofort über „die Persönlichkeit, allseitige Haltung J und Verbindungen BelleLis, als aucli über die Verbreitung-' / der „Archives Israelites“ im Iombardisch-venetischen König- reich“***) genauere Untersuchungen anzustellen. ••-■■■■ / .. Hierauf erhielt das Ministerium am 9. Juni 1861 vom Venediger Polizeidirektor Straub einen längeren-Be- / rieht, in dem festgesteüt wird, daß die Alliance-„allerdings;1 wie aus den eingeleiteten Erhebungen hervorgeht, :der Ver- '■ breitung politischer. Tendenzen nicht ganz fremd sein (dürfte),* / nachdem (sie) die Emanzipation und den moralischen Fort- , schritt der Israeliten in jenen Ländern, wo dieselben noch*; unter ein|r ausnahmsweisen Gesetzgebui?g.ieben, mit all r seinem Einfluß zu befördern sucht“. Der Venediger Polizeidirektor sah aber in der Tätig-, keilder Alliance keinesfalls einen staatsgefährliehen Akt; . Im - Gegenteil, ihm . schien der Hauptzweck, der-Alliance'- „ipehr philanthropischer Art“ zu sein, da sie durch. Subsidieii; die materielle Lage der hilfsbedürftigen Glaubensbrüder in - / fremden Ländern zu mildern sucht, wie dies ja erst vor kurzem durch große Geldünterstüizungen an die/ .märqk-! - konischen und syrischen, Juden geschehen ist. Hinsichtlich der Anfrage des Polizeiministeriums-.wegen -i der- „Archives Israelites“ teilt er mit, daß sie nur in wenigen Exemplaren nach Venedig und Padua gelangen und <jeder7; zeit vorder Postausgabe der amtlichen Revision .unter- : zogen werden.; . , . ,/ ' •/ < Ueber- Vittorio Belletim dem das Wiener. Polizei-;; ministerium den Verbreiter der- „staatsgefährbchen“ Ideen; ' der Alliance zu - sehen glaubte, berichtet er . folgendes ■ Dieses Individuum, eigentlich Mo-ise Vita. Belieb genannt» \ das* aber Vittorio heißt, ist von den jonischen Inseln-ge-, ibürtlg und seit einigen Jahren mit seiner.: Mutter Chiara/:; Luzzatto liier in Venedig domiziliert. Derselbe ist ein ganz;j jünger Mann und beim Geldwechsler Vita Cutti,'"seinem-; f Glaubensgenossen, im Manlpülatiorisfache beschäftigt.' Sein ' : moralisches sowie politisches Verhalten war bisher stets lobenswert,' in letzter Zeit jedoch wurde derselbe" ,wegen' 1 Bezug, des wegen seiner politischen Tendenzen schon' öfter?- j-mäl sequestrierten griechischen Journals „Operatiritisf / bereits einer strengen Beaufsichtigung unterzog'en'.^) J Die Sätze rufen unwillkürlich den Eindruck hefVoir, als wollte Straub das Wiener Polizeiministeriüm, das in ßelleli I einen. Verbreiter der Alliance-Ideen sah, ironisieren, indem :> er'feststellte, daß B'elieli zwar unter strenger Beaufsichtigung l stehe, .jedoch wegen Bezuges .einer politisch! nicht-'ganz.' /einwandfreien griechischen Zeitung! (Schluß folgt.) < ' *) Thierrys Rundschreiben vom 15. September 1860 im > Wr/St, H.H, A., Inf.-Bur. Nr. 5421-B. M. 1860, **) Ein Pariser;t3disch-frauzösisches Zeitungsorgan. ***) Instruktion vom 2. Mai 1861. Zit. Fasz> Nr. 2991-8. M, §) Straubs Bericht vom 9. Juni 1861. Regenmänte MorrecTisaisti vNMSmvMrrr.vi«, Vssrl!??!- ozrvffiü sSlG« epst^Uassigi ustdl b»2 ESIy zt \m Warenhaus Ute .Schiff mann En gros m« En detail