Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1037 (18.12.1921)
- Date
- 1921-12-18
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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4» Serte 2 Wtett, Sonntag WIENER MORGBNZEltPNa _ _ 18. Dezember 192t fe »037 Die nationalen Forderungen der ostgalizischen Judenheit. Europa ohne Frieden. ^¥on unserem italienischen Korrespondenten.) Rom, Anfang Dezember« 'Fraocesoo Ni tfti ist eine der markantesten, tner elgentümüchstön Figuren des politischen Its- Hans Vollständiger Mangel sentimental er Phrasen-« logie, ruhige und müdkrbe'nme Rode., ständiges Oper «riercrj mir. trockenen Zahlen (er ist seit dreißig i (jalhlreiiir Professor der NtetionalÖkonomie ulüfd nicht. Jurist wie alle anderen Parlamentarier), ernstes- Streben mach Sparsamkeit >umd Arbeit, amorschütterlisdi-er Glauben an die pvodiu!ktü-en Kräfte des Landes, des Bürgertums und 4er Anheiifcerisidiiaift» Kampf gegen, Regieriiitnigs'vonn'umfdiäeha^!t j eder Art, Kampf gegen den Nariana-lisniius, dais alles unter- »dieidet ihn schärf . von dem Bmrcatukratismnifs Giolittis, der leeren Sentimentalität Grlatmdos und der,progranimliQseii Ehrlichkeit Baqiomis. Eff-war vor, dem Kriege Haimdelsmimster, am Kriege imnter Otritando Finanizmiimster, hat aber im Jänner-1919, dem Beispiel Bisisotetis folgend, demiissicuiiert, weil; die Umrisse des Friedens von Ve-nsaiHtes schon damals sichtbar waren. Als MiniStealpräsidemt, naidh dem Zusammenbruch der Politik von (Mamdio und Scßmimo, hatte er eine schwere Erbschaft iibermommen. Die adriatische Frage war noch immer wicht gelöst amd wurde bald durch Fiumes Okkupant an dfundb d-Annuineio bedeutend kompliziert Die. Ivomnnmistischen1 Illusionen hatten die Arbeiter-; uvchaft «und das Bauerntum vollständig erfaßt. Der :Versuch von Nitti, dais Fiume-Ühtennitli-mcn -zu liquidieren und mit Jugoslawien in unmittelbare Verhandlungen eiimzut-reitein, hatte die nationalistischen. Kreise gegen ihm in solchem Maße aufgeireizt,' daß er seinen* Pusten verlassen mußte. ' Den -Vorwand gab sek» Dekret über die BnotpreiiserhÖ^tumg. Sein Nachfolger, Giolitfti, war aiber schließlich doch gezwiungear, das Fiume-Untern eh men zu liquidieren, mit Jugoslawien den Traktat von Raipafc zti scMießem und den Bim,tipreis zu erhöhen.' Noch jetzt ist Nitti Gegenstand dies ufnstilljßareir Hasses der Nationaii®ten und Faszistcn. Br Irait aber, allem An&chein nach, die .Absicht, zur iMacnit zu gelangen, nicht auf ge gebend Vielleicht , bestärkt ihn das Beispiel Giolittis während des [Krieges. Einige Zeitungen, vor allem äPaese« und :>E<pocaa in Rom (zu denen sich bald die neue Zeitung »Monden gesellen wird) -und >Seaok>« in Mailand, treten energisch . für ihn ein. Bein neues [Buch »Europa ohne Frieden?« lEn als sein Programm betrachtet werden. Nitti vertritt dem Standpunkt, daß der Zweck, des Krieges nicht lediglich der; Sieg über den deutschen; Ximperiahsonius, sondern —j*.vp$ das vor allein —- die Sicherung eines dauernden. Friedens!; war. Umsomehr, äfe pKHPtöchiariid,. richtiger gesagt, die deutsche Regierung wohl die Hauptschuld fa-m .Ausbruch des Krieges trägt, aber nicht -aHei Schuld. .Rußland und Frankreich .sind Mitschuldig^..; Die Möglichkeiten, die. der Sieg den Verbündeten; gegeben hatte, wurdanj ni-cht. auBgenüiizt. /Die., Aufgabe blieb unerfüllt. Die Friedeinstiraiktate,. hauptsächlich. der von Versaalilies, haben. 1 eine Dage; geschaffen, die als eine Fortsetzung des Krieges ariizuschen ist. Als Ursache sieht Nitti deai Umstand' au, daß die Verträge ki einer. Atmosphäre, von■ Feindschaft tmd Haß ' amsgeairbeitet wurden. Die .Verantwortung trägt Frankreich. Italien .war: durch das adriatisdie Problem und durch die: «11 aing-d hafte Vorbereitung^seiner Delegierten gelähmt. England vermiichte tastend! .eine versöhn-." üche Politik (Nitti veröffentlicht das in diesem. Sianre bezeichnende ■ Memufanidaam des -Ministers Lloyd George .vom März 1919). Aber das anfänglich homschende Interesse ander Pariser Konferenz; ging angesichts der Unversöhulichkeit Glcmomeeaus und der diplomatischen Naivität Wilsons schnell verloren. Leiter der Konferenz waren in 'Wirklichkeit die Flrainfzoisen^ die cs verstanden bähen., ihrem Standpunkt in allen Fragen.'zum Siege esu verhelfen. So kamen Vertrage zustande, in 'welchen nicht berücksichtigt wird, daß Elutlopa in injdu&trieller,, finaniziclfer, k-ommerzieller und Äitch kultureller Hinsicht eine Einheit ‘bildet, deren .Spaltung Besiegte und Sieger ruinieren muß. Die Vortnagsbedinguingeini hätten nickst von Baris her aus den frische» Birinneriungen an Kriegsgreuel und iTsjrjegssdhfijdein diktiert werden dürfen, sondern vom. dem Bemühen, die europäische Wir tsc halft so bald <ai1s möglich wiederaiufzubaiuurT, van der Idee der eurppäiedhen Sdüdairität. Zufolge des Krieges uincl der Verträge ist 'Europa, der Gläubiger aller anderen Kantimenitc, Schuldner geworden. , Seine . produktivem; Kräfte, haben schwor girtizuma;chenden Schaden onlitten. lindem die Vertrage dien Besiegten die Kolonien., die Flotte, den Kredit geraiufbt, ihnen cme ptentastigcihic iKrtitfbril>ution auf erlegt und wertvolle Laindesteile genommen halbem, ist den Besiegten der Wiederaufbau im-möglicfhi gemacht wanden. Femner wurde eine Rrihe von neuen Staaten gescnaffcai, derert maiticTtale Stinuktnr urj'd militärisch^ Grundlage (■Nirßti meint Griechenland und insbesondere Polm, welches er beständig in schärfster Weise kritisiert) . aiiis ihrren Herde beständiger soztaier Uniardtniumgen. und! nmljonÄlen Irredentiismws machein. Obwohl die »Besiegten fäst vollständig entwaffnet sind, halten die Sieger mdhir Soldaten auf den Beinen Ms ganz .Europa vor dem Kriege. Alles ist uuizjufriedcn, '.Me wollen stärker konsumieren und weniger arbeiten« Die fimamzielle Situation Eunopais ist fast hoffnungslos. Die Etats der besiegten sind t^pioeem Uktskneo, «nsd «oq den Siesrerr^ wetta AVre wir ißiercits gemcMet haben, soll im Jammer 1922 die cstgailizische Frage, deren internationaler Gharaktor in - der letzten Zeit von .verschiedenem, EttitenstetveTfaretein des öfteren bietomt wurde, auf die Tagesordnung des Ob,ersten Rates' kommen. Angesichts dos Um Standes,-daß -im Polen noch immer vorn einer polnischen'Uind einer ukraindscli^h B^ivölkenumtg g e s pr o c ix e n, die drifte Nation im .Lande -- die Juden— dagegen fabgeschwiegeni' wird orbnent der tFührer; chein. osfigalizipehem Zioiaisten Dir. Leon R ej cili m einem größeiraa Artikel in der yC h w i 1 a« vom 12. ,d. M. danain-, daß die Vertreter des . jüdischen y<c%®S-vm gegenwärtigen Mbpifeiiit gezwungen sind, die Forderungen der Juden» maich einer ana.tiomal-kui'tiuircllen Autonomie au Aviederholeu umd deren VerwirklichiuiiTg, die in,folge ihrer Einzwängung zwischen einer ukrainischem Majorität <u»nd der polnischen Minlarität /uiniuangänglich niotwendig ist, mit vollem Nachdrtuick zu, verlangen. Ein Baiuiptpcistulat ist die ZuenkenjjUumg der Rechtspersönliohkeit der j ü d i s c li,e.n N a t i qaiaF g e m e i n s c h a f t, welcher alle a«uf dem Gebiete dies Landes wicihmiemdem, in die jüdischen Maitrikcn eingeöra.gön’eti' und mach., den gegenwärtigen - GesetLen den jüdischen Kiultusgeineinden angehöremden Staatsbürger ohne Uniterscliied des Geigiohlechts aingehören. sollen, ■ Der Austritt aui$ der Nationalgemeinischafit icainüi — ähnlich wie es sidi bei der Kuitußgemeimide verhält -— nadi beendigtem vierzehntem LefDetnsja-lir zulässig sein. Um nicht für den Fall der Bildung von Natiomaklvaitastena oder Kurien in fremdimaticinale Kataster zwangsweise einfbezogeh' .zai* Ave-ndem, niehmon die Juden die Bildung eines j' ü dis c h e n N a t i o n a l ik a i ■as s t e r;s für sich in Amsipnutch, der d’on Inlbegriff der bisher den jüdischen K w 1 it u s g e m e i n d e u angehörenden Personen umfassen soll; ■ An Stelle der gegenwärtigen Kuiltusgemeindc hat die jüdische G cmein.de zu freiten, Avelrihe als niedrigisite Organi- :-nur England m-eliir oder weniger geordnete Fiimanizcn auf. Es lohnt sieh nicht, von-der finanziellen Lage ' Polens zusprechen, auch, um Griechenland und;• Rumänien ist es nicht besser bestellt. Die Btauik-; ihcfenzifkuilafion irt Franka*eiclr hat 38 - Milliarden,! in Italien- 18 MiHia(rden erreicht; Die'' Söhulden j Friwikreichs-böträgfrh 265 Malliäirdm, die Schulden -Itäliehs '.mehrals -xoo -Milliarden. Den besten . Wä-Uein'^ vorausgesetzt, sind dieise Staaten nicht im- , Stande, pa iahlem-, timsoinehir,- als die Hoffniuingen!. auf Kriegssdh&desnetrisatz Illusion sied.: Deutschland steint unter Bankrottgefahr und-kann, höchstens jzwei bis drei Milliarden pro Jahr zählen, Wähnend Oesterreich, Ungaim, die Türkei und' Bulgarien 'selbsit der Hilfe bedürfen. Der Ruin der Besiegten. »wird den- Zu>sammentonuidli der Sieger zur Folge ihalben. Um einen' Ausweg zu finden, muß Europa vor ‘ allem Vpai derö geistigen Erbschaft des. Krieges, •vom Haß,vom Radhedurst, von dem Jagen niaich ’ neuen territorialen Eroberungen -befreit woi'den, i Diese geistige Erneuerung ist Voraussetzung der ' Verfcrägerovisioiij, die nur langsam und allmählich vdr sich gehen kann. Die Revision soll mit Hilfe /des Völkerbundes durchgefülhirt werden, früher aber muß dter Völkerbund reorgaiiitsiert werden. Alle Völker müssen in ihm vertreten seim Ihm, und ’ nicht den vcrsöhiedenien Repamations- und Oikku- 'paticusJlcotmniissionen, muß die Sorge für die Erfüllung der Verträge änwertraut werdeini. Unter solchen. Bedingungen kann der Völkeiributnd zum wirklichem, umd mächtigen Friedentswerkizeug werdien und die Vertragsrevision übernehmen. Die Revision selbst soll auf folgenden Grundsätzen basieren: Dem Deutschen Reiche sind Bedingungen; zu sjehetnn1, die seinen Avirtsdhaftikchen Aufbau ernipgihchem. Emgland und Italien müssen Frankreich für die Dauer von zwanzig Jalhtren militärische G-aranibien gegen jeden Angriff geben,. , Die Schulden deine alliierlem Mäd’Ite sind m annullieren. Alle Vorteile dieser letzten Maßnahmen kommen Framkreidh; und Italien zugulte, die . in ..höherem Grade Schuldner als Gläubiger sind. England hat fais-t so viel Schuldem als Forderungen. Don größten Nabh'teil tragen die Vereinigtem. Staaten. Sie -köminiton afber teilweise durch . die deutsche Kcmtributiom, die auf etw-a 60 Milliarden Frames zu red-uizierem wäre, onteohädigt wer dein. Andererseits ätoltlit das wirtschaftliche Aufblühen- Europas für Amerika ci-njon größerem Vorteil dar ailr. das hartnäckige Verlaingen. nach . Bezahlung vom Schuldem, dne nicht ekibringlidh sind. W-as Nittis Vorhaiiter» den einzelnen Stäiaiten gegenüber betrifft, so haben wir seine tiefe Ab-' aioigung gegen PöVe-n oedr m erwähnt: Frankreich, iot für ihm der Haupt sc huldige am der »Veriiimge- : ntrng des Krieges durch die Friedcnsverträge«, hingegen hat er Ve-nständnis umd tiefe Sympathie für Emgatid, speziell für Lloyd George. ' Er steht der deutschem Kriegspartei umversöhinilich gegenüber, drückt aiber wiederholt seimie Achtung für efers deutsche Volk aus. F,r nemnt cs das geibildctiste umd das tüchtigste Volk der Erde. Kein Wort des Hasses Oder der Fcimdischaft findet sich im Seinem Buche gegenüber Oestenreich, für welches er das der. natiomalipersomellan nun-d kul'üureilen* Aultomamid zu er ledigem hätte«. . -; : I14 den Kreis dieser Aufgaiben .fallen rnebst der- Kujtiuisangeiegcmhei'ten auch IvuItiuirangdleigetniheitjen; wie Unterricht, Kuinist, Lite-raturj Volks-, Mitteluitvd Fachsehulwcsem, Lehrerumd Ra'bbineitisemiimiaa^on^ mit. der Eiiiechränkulng, daß dieses SdMwesen deO allgeitnei-nein, vom .Staate für das Schulwesen ben stimmten N-cumon unterliegen smilil. Außerdem ge-i ,hötam hieheff Fragein der. Emigraitl 0n, inishesopuere. derjenigen ,nacli P a 1 ä s t i n a und der) •sozialen .Fürsorge. '; Hzrr. -,iXeck-img der Bcdürfdiässe der jüdischen Gemein,schäfte muß die jüdische. Gemeinde mit' dleq. Macht ausges'tiattett. wer dem, ihrem MitgUcdemni S teü.crm in eimiem durch ein Somdergesetz zu1 bes'timmenideni Ausmaß aufzucriegen, umd einiatH h-ebem-. Außerdem hat zur Durchführung der sr-, währten Auitgslbem,’. insorfermsie allgemeine Fuinlk'- ticirien dos Landes, wie Schulwesen oder Sipiitälerl u'sw., betreffen, in ’ entspmecliendor Weise der L an d e s s c h atz, hczichuinigs weise der G e-, raei rv'.d efo-n d s,.man den allgemeinen! Stieuiem beizuträgen, imislofonn in diesen Fonds gleichmäßig enrikh-tete Leistungen, jüdischer, Steiuienträgen enthiaiten sind. . Die jüdische Gemeinde halt aus Wahlert aiiiß weitester denrpkiratisidher Basis heryiorzugehen. Diö, oberste. Könpcrschäft auf dem Gebiete der' niatiorialeni Autonomie,.....die zugleich aiuioh die umteireri Organe beaufsichtigt, ist der Jüdische Nati o-, ffi a 1 -r a t, der vom, einer Tagung der Delegieptciil sämtlicher jüdischen#. '.Gcnieiaidieui gewählt, wird. Endlich halt der. jüdische Natioinak-at zwecks oimer'' entsprechendon Waihirnung der jüdischen Angelegen-*! he.lten in der Regierung durch einen,’ S t aat s->! sekretär für jüdische, Auge 1 e g 0 m>.^ h e i t c n, der über Antrag dos jüddisichea National-, tat es vom höchsten Staiaitsorgain ernammit wird, vertretoii zu sein, bedeuten für i v folglich tritt er «oharf gcgein alle' Re st auiratiotwe rsuicho auf und fällt ein bitteres Urteil über das Verhalten der •hinten, \ "" -als 'gefallenen» Freund, sonldenn als den besiegten Feind Ibehandeilti "hat. Er ist gegen jede militärisehe-Bekämpfung 1 des Kommiuinisinue, .. aber auch gegen die Auer-! keunung der öolscHewikischcn Regierung, welchd - seiner , ^nsicht riafeh; .wü mmen, -besoindenä. dutrdnl da-s russische . Baui^r-rttom, zu Fall gebracht werden!; wild. Beim WieBeräü}fbaiu Rußlands wind Doutechlamd die größte Rolle spielen — »der Weg miaicH-! Moskau führt über .Berlim^. j Vieles von deni, was Nitti in seinem Buche sagL > kami strittgerscheinen, vieles baimal, ' besCindersi ’ naich dom, was über die Friedebsivertrage vom -' Keyines und Lamsiing gesägt wurde; eis ist aiber be-, zeichnend, daß dieses m'Uitigc%itid starke Ruiclb voit ■ einieni gewesenen, vielll'cidhlt auch komm enden! Ministcmp'räsiden'töa' eines Eote/nftostaiaities gc-i schrieben wurde. Pater Bangha und Kultuspräsident Szekely. Beide befinden sich in Amerika, beide komm eil aus Horth-y-Ungarn und -beide müssen, alte sie dis ersehnten Dollar aus. den Amerikanern herausholen, wegen der Scheußlichkeiten des Horthy- Regirn-es Rede und Antwort stehen. Pater Bangha hat noch während des Krieges, und in erhöhtem.. Maße nach dem Zusammenbruch des Kommum-is-* ums,. durch Kanzel- und. ,VersammloingSTeden .sowie dm Wege der von ihm gegründeten christlich ein Preßzentrale und ihrer Organe •unausgesetzt izu Po* gromen gehetzt und die vollbrachten Juden* m e t,z e.-l eien glorifiziert. Erst in. den letztem- W-ochen, als die Legi.tim-isten' in Ungarn in den .Hoffnung, eines karijstis-chcn Umschwungs die Po*, gromagi-tation milderten,uud sich auf eine »legale Verfolgung der Juden festlegten, hat Pater Bangha;f auch seinen Ton um einige Wärmegrade gemildert), und glaubte nunmehr» vor den Amerikanern ciV scheinen, zu dürfen, um ihre Unterstützung für .ein1 »christliches. Ungarn -der Rechtsordnung«, auzu-. rufen. Wie alle seine Vorgänger, so hatte auclil, Pater Bangha in Amerika unendliches Pech. Nahes zu neunzig ungarische Vereine und Verbände wand,7. teil sich an den Präsidenten Ii a r d i 11 g mit einer, Denkschrift über die Greuel taten Horthys und den: ,- A n t e j 1 B a n g h a s -daran. Sie schilderten die .Ge-» Ifährlichlkeit dieses. jcsuitis-die,n .Paters, der duTcii •spine , außen, . einschmeichelnden Worte aucih jrine, Gefahr für-den Frieden in Amerika bilden könnte» Sie forderten gemeinsam die sofortige Deportierung Bang-h-as als schädliches Element, und ihnen; schlossen sich auch an-die hunxlerttausend Einzelpersonen mit der gleichen Forderung an. Allein voran stand in diesem Kampfe gegen den Pogrompater der Verband ungarischer Juden in Amerika, welcher in einer eigenen Monsterversamnilung die Sünden des weißen Terrors und ihres geistlichen Urhebers P-ater Bangha behandelte. -; ■ Auch in der Küche versuchte Pater Bangha für sich Stimmung zu machen, doch sprach er vor isatiorrseinheit im 'erster Instanz die Angelegenheit man vom dem Vereinigten Staaten albsieht, weist Mitleidder Welt ainruft. Ein zaristische« Rußland! 1 i