Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1027 (8.12.1921)
- Date
- 1921-12-08
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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M. fö'27 Wien, Donnerstag WIENER MURGENZEITpN^ Kräfte konnten damals die Hakoahner mit 4:2 Toren siegreich bleiben. Die beiden Mannschaften haben seither an Spielkraft angenommen, doch dürfte das Kräfteverhältnis das gleiche geblieben sein. Verteidigung und Deckung sollten einander die Wage halten. Der Angriff der Hakoah ist hingegen über den der Brigittenauer zu stellen, dabei darf aber nicht vergessen werden, daß die Hakoahner keine Scharfschützen vom Schlage der Brüder Hofbauer in ihren Reihen haben. Die Hakoah trifft also heute auf einen ernst zu nehmenden Gegner, Hoffentlich sind sich die Spieler der Größe ihrer .Aufgabe bewußt und machen nicht durch leichtsinnige Kampfesfiihrung alle Aussichten auf den Meistertitel zunichte. — Schiedsrichter Hojos. Reserven : Schiedsrichter Linzmayer. , Auf der Hohen Warte stehen einander Rapid und Amateure gegenüber. Der 8. C, Rapid ist nur dann von der, Spitzenstellung zu verdrängen, wenn er heute verliert, in welchem Falle die Hakoah in die Führung gelangte. Beide Mannschaften sind von ihrer Höchstform weit entfernt, doch erscheinen die Aussichten der Amateure günstiger als die des S. C. Rapid, Schiedsrichter Schmiegen Der. W i e n e r 5 p o r.1 k l u b, der heuer ganz ausgezeichnet im Rennen liegt, tritt auf eigenem Platze dem 8. C. Wacke r gegenüber. Die Meidlinger haben das Zeug in sich, den Siegeszugder Dorn bac her zu unterbrechen. Schiedsrichter Retscliury. Der Reservemannschaft der Hakoah wurden vom Beglaubigungsausschuß beide Punkte aus den Spielen gegen Amateure (zu spät abgetreten) und W. A. F. (Spiel abgebrochen) aberkannt . ' ' . Cheruth. Anmeldungen und Anzahlungen jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von 7 bis 9 Uhr abends im Klubheim, II., Ilgplatz 5. Herr Joel Meilen wurde als Revisor in den Ausschuß gewählt Sportklub Bar Kolchba. Heute, 10 Uhr, Training am Athen-Platz. Die heupge Sitzung und Versammlung entfällt. Samstag Zusammenkunftim Klubheim wie gewöhnlich. Hechawer. Alle Mitglieder werden ersucht, sich am Freitag um i(ß Uhr abends ihr Klubheini bestimmt einzufinden. Wichtige Tagesordnung,; 1 Cheruth. Heute, Donnerstag,*7 Uhr, Spielerversammhing und Mannschaftsaufstellung,-? Erscheinen sämtlicher Fußballer Pflicht V-8 Uhr Schachsektion. 8 Uhr Theatersektion. Vorbereitung für den' samstägigen Heimabend. Erscheinen Pflicht! Samstag, 7Uhr, Heimabend. Mitgliederaufnahme und Einzahlungen jeden Dienstag und Samstag von 9 bis 7 Uhr im Sekretariat des . Klubheims, II., Iglplatz 5. Mitglieder, die mit ihren Beiträgen im Rückstände sind, werden bei den Wettspielen und sonstigen Veranstaltungen des Klubs nicht berücksichtigt, beziehungsweise können als Mitglieder nicht weiter geführt werden? Samstag, 5,Uhir,‘. Ausschuß 1 . An alle Vereine. Zuschriften können nur dann zur Veröffentlichung gelangen, wenn sie einseitig beschrieben sind. Wfienf Sesäik, Msrls Vheresleisstrass« 1© Telephon 20-3-63 v 424 Telephon 20-3-63 Durchführung sämtlicher Bank - Transaktionen. An- und Verkauf sämtlicher Devisen und Valuten. Volkswirt Gestempelte Krone — .09 Centimes. Auszahlung Wien -- —.15 Centimes. Besserung der Mark, In Zürich notierte: die österreichische Krone —.15 (—.15 am 6. Dezember) die österr. gest. Krone . . -.09 am 6. Dezember) die tschechische Krone. . 5.75 ( 5.70 am 6. Dezember) die Mark . .' . . . . 2.45 ( 2.25 am ’6.* Dezember) Agram ....... . 1.90 ( 1.90 am 6. Dezember) Bukarest ...... . — am 6.- Dezember) Budapest ...... (—.70 am 6. Dezember) Warschau.. . -.15 am 6. Dezember) Zum Abbau der Lebensmittelzuschilsse. Wie wir erfahren, wird die Vorlage über den Abbau der Lebensmittelzuschüsse bereits-morgen dem Nationalrat zugeben. Samstag wfcrden sich wahrscheinlich die Parteien damit befassen. Man hofft auf eine rasche Erledigung, denn die Vorlage soll vor Weihnachten erledigt sein. Wenn auch einerseits aberkannt werden muß,.daß der gänzliche Abbau unvermeidlich ist, kann man sich andererseits katjm verhehlen, daß eine Ueberg ä n g s z e i t zur Schonung der wirtschaftlieh schwachen Elemente und damit verbundene staatliche Hilfsaktionen unbedingt nötig sein werden. Wir haben' mit neuen, rapiden Preissteigerungen zu rechnen, da der Produzent die. neuen, durch den Abbau verursachten Lasten auf den Verbraucher abwälzen wird, was wieder neue Lohnforderungen her vorrufen muß. Die Regierung müßte vor allem bemüht sein, den Brot- und Mehlpreis zu stabili si er en, was eine Stabilisierung der meisten übrigen Preise zur Folge fcätte. . Die österreichische Staatschuld. Der Berichterstatter des Finanz- und Budgetöusschusses, Abgeordneter Kraft, gab gestern über den Stand der Gesamtschulden Oesterreichs die folgende znsammenfassende Darstellung: Der Bundesvoransclilag beziffert die Gesamtschulden der Republik Oesterreich, mit 235.953*7 Millionen Kronen. Hievon entfallen auf den Anteil an den altösterreichischen Staatsschulden 54.728*3 Millionen Kronen, auf die Bundesschulden der Republik Oesterreich 181.225*4 Millionen Kronen. Unter Zugrundelegung der Durchschnittskurse vom 1. bis 20. Oktober I. J. ergibt sich eine Gesa mt schuld von 667.745 Millionen Kronen. Es müsse betont werden, daß die dadurch hervorgerufene Erhöhung des Schuldenstandes uni 465°/. nicht zur Gänze Mksn, So, gtgarc AuiraBstpasse W«. 5 Tel. Nr. 20485, 20501, 20046, 22576/ Teiegr.-Adr.: Contlnentaitiaafc Wecfesetetutoe, Wiera, $8.» TaSsorstrassra 4©b Telephon Nr. 49428 Kulanteste Durchführung sämtlicher; B ä n k> und % Börsetransaktionen 133 den Schulden dienst belastet..;Bei der altösterreichisclien Schuld sind die Verhältnisse auch heuer noch, ebenso ungeklärt, wie sie im Vorjahre 1 waren. Mangels einer bestimmteren anderen Grundlage/wurde bei den nicht sichergestellten Vörkriegsschulden /'nach dem Bevölkerungsschlüssel.der A n t ei 1 Oe st e rreichs mit 24%, bei den Kriegsanleihen mit .50% des Gesamterfordernisses angenommen, Die Auslandskr edite erscheinen im Voranschläge mit dem Betrag .von K 563,857.000 für bereits gewährte sowie in Aussicht stehende Kredite, für Lebensmittel und. Rohstoffe mit K 246,750.000, für die im Jahre 1922 zit gewärtigenden Raten des Völkerbundkredit.s v.on 50 Millionen Dollar veranschlagt. Bei. diesen beiden Posten sind Kursverluste von K 67.013,543.000, beziehungsweise K 31.946,250.000 zu veranschlagen. Das G e s a m Le r f or der n i s für die Staatsschuld stellt sich einschließlich der präliminierten neuen Anleihe auf 9901*5 Millionen, und zwar 3327*1 für die altösterreichischen und 6574f4 Millionen, für die Bundesschulden. Zu erhöhen ist diese Summe noch um den Betrag der Verzinsung jener Darlehen,?die .zur Defizitdeckung im Jahre 1922 voraussichtlich aufgenommen werden mußten. Das ungarische Finatizprogramm. In der Nationalversammlung erklärte der Minister^ Präsident Graf B e t h 1 e n: Das Finanzprogramm werde auf Grundlage der weitestgehenden Sparsamkeit beruhen. Die Einbringung der Steuern erfordere eine entsprechende V e rmehrung des Personals der Finanzverwaltung. Die Durchführung der Vermögensabgabe sei ebenfalls dringendst geboten. Die Regierung müsse ferner für die Erschließung neuer Einnahmsqueüen sorgen,.7 Der Finanzminister bereite eine Gesetzesvorlage betreffend die Vermögensabgabe von den Häusern und den großen Kriegskermögeii,; vor,- ferner die Erhöhung der Verkehrs- und Ef.fekteuumsatzsteaer. Die Erhöhung der Zollsätze sei auch unvermeidlich. Die Bilanz .des Außenhandels sei erschreckend p a s s i v. Mail müsse daher die; Produktion und die Ausfuhr heben. Zoll- und.Handelsverträge müssen mit dem Auslande abgeschlossen werden, wobei die Ergebnisse der Konter e n z v 0 n P o r i o r o s e zu den besten Hoffnungen berechtigen. Hauptsächlich müsse der Transithandel gehoberi ufid die Bedeutung; der Stadt Budapest als internationaler.Umschlagplatz erhöht’ werden. Geld Valufcenkiirse. Maßnahme«, betreffend die Einschränkung des Valutenhandels, führten im gestrigen Verkehr zu empfindlichen R ü ckg ä. n g e'ri der fremden Zahlungsmittel, „wobei sich die .Umsätze’lttid das. ganze Geschäft in engen Grenzen hielten. Nachstehend die“ offiziellen Stlilußkurse; Veröffentlichung der Devisenzentrale vom 7. Dezember 1921. -; ’ ' Devisen (Schecks Und Aus- Zahlungen) fuß ” Amsterdam f. 100 holl. Gulden . 4Vs 260.950 Agram 100 jug. Kronen . . , , ’5 2723.— Belgrad 100,Dinar , 6 10.890 Berlin. 100 deutsche Reichsmark , 5 3497.— Brüssel 100 belgische F’rartcs . , '5 51.980 Budapest 100 ungarische Kronen. 6 890’50 Bukarest 100 .Lei.6 — Christiania 100 nonvfcg. Kronor . 65/s 101.975 Kopenhagen 100 dänische Kronor 6 133.975 London 1 Pfund Sterling . . . 5 29.690 Madrid 100 Pesetas6 100.560 Mailand 100 Lire . ..... ,5 31.590 New York 1 Dollar. . » , . .6 7273.— Paris 100 Francs . . ... . , 5V3 54.780 Prag lOO tschecho-slow. Kronen . 51/» 8072.— Sofia 100 Lewa ...... 6’/., 4795.— Stockholm 100schwedische Kronoi 5Va 169.970 Warschau 100 polnische Mark. . 6 208.— Lilrieh 100 schweiirerisehc Francs 4 139.475 Noten Amerlkan. Noten v. 5 Dollar aulv. _.. .» . . f kleinere ... Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . i» » » 100 » . » N kleinere. . . Dänische Noten lOO Kroner; t Deutsche Noten zu 1000 Mark. . ■ » » » 100 ... ,, » . kleinere.... Engl. Noten von 5 Liverst. aufw. „ ' „ kleinere Französische Noten 100 Francs , Holländische.Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, » « kleinere ... Jugosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar » » u » 100 „ nt » kleinere-. . Norwegische Noten 100 Kroner .. polnische Noten v. 500 Mark aufw.' ,, » kleinere. . . . Rumänische Noten zu 1000 u.500Lei 9 9 kleinere . . . Kuss. Noten (Roman.) zu 500 Rubel 9 9 » N 100 9 „ „ „ kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor » Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas . . 1 schccho-slow. Nbt. v. 1000 aufw. kleinere » Vngar.l5oten (netieEm.) zu 1000 Kr. 9 9 zu 10.000 Kr, . , . t . kleinere ..... 7198.- 5L2S0 4795.- 131.475 Kurs v. 5. DCZn Ware Geld Ware 261.050 269.950 270.050 2727.— 2798.— 2802.— 10.010 11.190 11.210 3503.— 3422.— 3428.— 52.020 ' 53.480 53.520 893,50 ' 988.50 991,50 1027025 109.975 iiöTöü 134.025 142.975 143.025 29.710 30.790 30.810 100.640 31.610 31.865 31.885 7277.— 7623.- 7627.— 54.W0 55.480 55.520 8078,— 8397.— 8403.— 4805.— 5295.— 5305.- 170.030 179.970 180.030 210,— 22t.— 223.— 139,525 145.975 146.025 7202.— 7543.- 7547.- 5132Ö 52/730 ‘ 52.770 4605.- 5095.- 5105.— 131.525 141.225 . 141.275 3497.— 3503.— 29.390 29^410 30.490 30.510 54.380 258.200 30.790 54T42O 258.300 30.810 54880. 268.450 31.340 54.920 268.550 31.360 10.830 10.800 ' 10.850 10.820 11.140 11.110 11.160 11.130 99/775' 195.— 997825 197,— 211.- 1QSL275 213.- 5195.— . 520l:= 52Ü!- 5m- I64L70 138.475 1657030 138.525 17 T.m!-144.975 1777530. 145.025- 804?!— '805*3*- 837a- 83781- ‘ 888*50 •' 89l7iÖ 10W*50 10ni50 v — Der Weltzuckermarkt. In dem Erntejahr-1921/22 wurden in den europäischen Ländern insgesamt 77*04 Millionen Meterzentner Rübe nzuclter geerntet, gegen 73.94 Millionen Meterzentner in 1920/21 und 52*33 Millionen Meterzentner in 1919/20. Man darf also für das neue Betriebs] ahr gegenüber den beiden Vorjähren in Europa auf eine Mehrerzeuguag von Rübenzucker in Höhe von rund 3*10, bezw. 24*71 Millionen Meterzentner ziemlich sicher rechnen. Gegenüber dem 8. Dezemb‘ei"l 9’2:f SeiteT^ ,; , ..-m»-'»»«". ....wJiaMi letzten Betriebsjahr fällt die gesamte Mehrerzeugung fast ausschließlich auf Deutschland. In der Schweiz ist die Ernte ungefähr gleichgeblieben: in- .diesem Jahre 210.003 Meterzentner und im Vorjahre 200.000 Meterzentner/ Die Schweiz wird ausländischen Zucker einfiiliren müssen] ebenso Frankreich, da die eigene Erzeugung kaum die Hälfte des Bedarfes deckt. Deutschland kann vielleicht einen Bruchteil exportieren, die Tschecho-Slowakei wird sech^- Millionen Meterzentner ausfühj*en, es'wurden bereits Ab-* Schlüsse nach England, Frankreich und der Schweis getätigt. Holland, Belgien und- Polen werden einen Teil ihrer Produktion ausfüliren können. In Amerika und Kanada betrug die Erzeugung an Rübenzucker 18*46 Millionen Meterzentner gegen 2008 Millionen Meterzentner in 1920/21. . R o h z u c k e r wurden in Europa (Spanien) 100.000 Meterzentner erzeugt gegen 140,000;iin. Vorjahre, lir Amerika wurden insgesamt 110*69 Millionen Meterzentner erzeugt gegen 131*53 Millionen Meterzentner im Vorjahre,' in Asien 88*50 Millionen Meterzentner gegen. 90*93 Millionen Met^zentner, in Afrika 10*00 Millionen Meterzentner gegen 10*80 Millionen, in Australien 6'40 Millionen Meterzentner gegen 4*70 Millionen. . , Der Prager „Tribuna“ zufolge Ist die Konjunktur für. den Zuckerexport in der Tschecho-Slowakeü derart günstig, daß im März nächsten Jahres der Zucker in der Tscheche-Slowakei ausverkauft sein wird. Augenblicklich werden täglich 160 Waggons Zucker ins Ausland geführt und der Export dürfte sich bis zu 200 Waggons täglich steigern.. Der Hauptkäüfer ist E n g* land und auch die Türkei hat in der Tschechoslowakei viel Zucker gekauft. Die Durchschnittsdifferenz zwischen dem heimischen Zuckerprete find dem Exportpreis, an dem der Staat, die Rübenbauern und die Zucker* fabrikanten partizipieren, beträgt bei einem Meterzpntper Zucker ungefähr tschech. K 139. Die Napfithaterrains in OstgaHzien. > „Ul. Kurjer Codzienny“ in Krakau meldet: Der eng* fische Gesandte in Warschau, Mac Miller, hat anläßlich des polnisch-französischen Naphthaabkommens bei der polnischen Regierung entsprechende Schritte unternommen und dabei den Standpunkt vertreten, daß Polen über Naphthaterrains in Ostgalizien kein Verfügungsrecht zustehe, da dessen Staatszugehörig-: keit noch nicht entschieden sei. Die Korrespondenzstelle des Handelstmiseums in Beirut. Das österreichische Handelsmuseum teilt mit, daß seine Korrespondenzstelle in Beirut für alle wirtschafte liehen und kaufmännischen Auskünfte, das Gebietvon Syrien und Palästina betreffend) zur Verfügung stehtj Zuschriften und Anfragen wären durch das Handelsmuseuni in Wien, IX., Berggasse 16, zu leiten. 700 Gesuche um Befreiung von der Börsen- . abgabe. Wie „Die Börse“ erfährt, wurden 700 Gesuche um Befreiung von der Börsenkopfsteuer bei der Börsenkammer eingereicht* Erhöhung der gesetzliches Zinsen und der Verzugszinsen. Das Gremium der Wiener * Kaufmannschaft! hat an. das Justizministerium eine Eingabe .gerichtet, in welcher darauf hingewiesen wird, daß die Höhe der gesetzlichen Zinsen und der Verzugszinsen; die für. Handelsgeschäfte mit 6%, Nr äße andere« Geschäfte mit 5°/» festgesetzt Md, . den heutigen Verhältnissen in keiner Weise entspricht. Da dA tatsächliche Zinsfuß infolge des Kapitalmangels und der; fortschreitenden Geldentwertung weit höher ist, erhält der* säumige Schuldner dadurch, daß er nur 5 oder 6% Zinsen bezahlen muß, geradezu eine Prämie, während 'der G'lä u b i g e t hiedurch s chvrer gescliäd i"g$ wird.. Das Gremium regte daher bei« Justizministerium däi Einberufung einer Enquete an, in welcher' allen an dieser Frage interessierten Kreisen die Möglichkeit zu geben wäre, ihren Standpunkt geltend zu machen. 7/ Anmeldung autonomer SchuWverscfireibtingeir fn den 8. H. S.-Staaten. Wie das Abrechnungsamt mitten^ wurde die Frist zür Anmeldung von Landesänleiheobligationen der Länder Kroatien und Slawonien, Bosnien und Herzegowina, Slowenien sowie Krain und Dalmatien bis 31. d. M.;v;e ri.l a.Ug e r t Die Anmeldungen können .entweder unmittelbar ibei der Generaldirektion der* Staats-' •schulden tri Belgrad oder beim Generalkonsulat der S. H. S.- Staaten in Wien, I., Seilerstätte 30, erstattet werden. j: Die Ausfuhr von Textilien in Deutschland veci boten. « Auf Drängen des Reichswirtschaftsrates wird die Reichsregieruug, wie die „Textil-Woche* erfährt^ bereits. in allernächster Zeit ein allgemeinem Ausfuhrverbot fürsämtliche. TextH 1 i e n erlassen. Von diesem. Verbot bleiben lediglich die Textilrohstoffe, Spitzen, Stickereien, Posamentier^ waren und alle Papiergarnerzeugnisse unberührt. Dieses Ausfuhrverbot soll bereits mit Wirkung vom 15. d. AK! in Kraft treten. Begründet wird es mit der Ausdehnung der Ausfuhrabgabe auch auf diejenigen Textilwaren, die! bisher auf der Freiliste standen und für die daher Aus-1 fuhräbgaben nicht entrichtet zu weiden brauchten,. Zuckerfabriken Schneller & -Co. A.-Gr In der am 7. d. M. in Prag abgehaltenen Generalversammlung wurdd der Rechnungsabschluß für das Geschäftsjahr 1*920/21} genehmigt und der Beschluß gefaßt, eine Dividende1 von tscliesh. K 84 per Aktie zur. Verteilung zu bringen; Der Dividendencoupon Nr. 11 gelangt ab 9. d. M. bei der Allgemeinen österreichischen Boden-Credlt-Anstalt in Wien und? bei der Zivnostenska banka in Prag zur Einlösung* Weiters wurde beschlossen, das Aktienkapital der Gesellschaft von tschech. K 32,000.000 auf tschech. K 48,000.000 zu e rh ö h e n, und der Verwaltungsrat ermächtigt, die Modalitäten dieser Neuemission festzusetzen und die Kapitalserhöhung nach Erwirkung der staatlichen Genehmigung in dem ihm geeignet erscheinenden Zeitpunkt zur Durch-, führung zu bringen. Die ausscheidenden VerwaltungsratsH Mitglieder, die Herren Dr. Ferdinand H e i d l e r, Doktor} Jaroslav P r e i ß und Philipp Alois S c h o e i l e r, wurden' wiedergevvählt. Unterschleife bei einer polnischen Schlffahrts«: gesellschaft. „Gazeta Wieczorna“ weist darauf hin, daß; die in' der polnischen Seetransportgesellschaft „Pofishj Navigation Company“ vorgekommenen betrügerischem Malversationen in der amerikanischen Presse sehr lebhaft besprochen werden. Durch diese Unterschiede seien zahlreiche amerikanische Kaufleute und Handelsfirmen, be-} sonders aber die Besitzer der Aktien, arg zu Schadet gekommen, der sich auf viele Millionen beläuft! Die Dampfer „New York“ und „Josef Pil&udski“ wurden, da die Zahlungen für Ihre Reparaturen nicht geleistet wurden; arretiert und sollen demnächst öffentlich versteigert werden*