Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1026 (7.12.1921)
- Date
- 1921-12-07
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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‘Seite 4 Wien/Mittwochj AWmHER'-lTORüETOEITUm »i-— —------ droht hätte. Die Regiernng ließ in einer Versammlung der Technischen Union erklären, daß sie die schärfsten Maßnahmen gegen den Streik ergreifen und mit Entfcissmigen vorgehen werde. Die Angestellten der Telegfaphenzentraie wandten sich in schärfster Weise gegen die Streikenden, denen sie vorhielten, daß ihre Forderung unberechtigt sei. Im Laufe des Nachmittags wurde der Streik beendet. __ Der Streik der Krankenkassenärzte. Einigimgs Verhandlungen beijnBtmdestriiflisferDr.Pauer. Amtlich wird laitgötci'k: Uiiter dein Vorsitz des!Be.i*d^«müiiäters für ' soziale Venvaii-tifiig- Dr. Ptmcr »und im Beisein der Seletiotttöehefs Dr. H c 113r utud LOr. Kretschmer sowie .von. Vertretern der Wiener Aemte'kätnmer. der WirtsdisiUöorg'anisastioh der Aerzte {Wierts, der 'Wiener ' Afbeitedcasnmer und der R-eicHs- ' Kommission der Kr?nkejn'kais'sa:i, faiii-ck,n gesträmr mah-rr istündige Einigtmgsverhaudvu-ngen zwischen dem Verv>r.:vl der Krarjken&sssen und den im Streik 'befiffd'- Fc-be-n Aerzten.- statt. Die Vethandh’-ngen gestrltete-n ■sieh zeitweilig schwierig; schließlich einigte man sich •auf gewisse Prinzipien, auf deren Gru-nd'aigc dicr ge- •nein?nrc Verband 'konkrete Vorschläge fcinSichdten Regelung der Bezüge derAarate dis Lisr näebsteintj am. 12, 'd. M, «tntirin;<enden Beratung ausarÜeStaa wird. Private Mitteilungen. /47rDezeihbef"l92l fai. 1026 wV Salvia KüppeFmann Heinrich SüS§er jelesitia Narol f: Verlobte November 1921 RS0 Erstklassige Preise, größter Käufer von IfüEailos. Perion. |sii Jiill II Jita f&lscke zahne . kauft von Händlern, Juwelieren, Zahnärzten und Privaten ,jM7 weitfBrnte Irr r°SskB«PSS5Sk« Kr. L BI., S-isHiSnÄSfraKs Nr« I Telephon 3341 (frühere StephaniestraBe Hfiltcotelle Opernrinu Telephon Kr. 4514«) Zugani; lUrotnerstraße Man beachte die große Straßeiuthr ■ Samstag geschlossen int eigenen Hause Kr. 3 W9 i nnwiinwwii II »IIII» •Streng rituell! W3 Hotel Restaurant Barschak Vorzügliche polnisch-ungarische Küche Wein- und Bierspezialitäten 121 Ad morgen neue Straßenbahnfahrpreise, i Die neuen Fahrpreise treten für die Einzelfahrscheine morgen, Donnerstag, und für die Zeitkarten am 2. Jänner 1922 in Kraft. Von morgen an sind vorgekaufte Fahrscheine des alten Tarifs nicht mehr gültig und. .werden- bis zum 35. Jänner 1922 um den dafür gezahlten Betrag zürückgeuommea oder gegen Ausgleich. des Getdunterschiedcs gegen neue Fahrscheine umgetauscht. Die Netzkarten mit halbjähriger Gültigkeit vom 2. Oktober bis zum 1. April 1922 werden einmonatig zum 2. Jänner 1922 gekündigt und .sind nach dem 1. Jänner 2622 nicht mehr gültig. Den Karteninhabern, die sie. bis zum 15. Jänner 1922 bei der Kartenausgabekasse der städtischen Straßenbahnen, VI., Rahlgasse 3, abliefern, wird der Betrag von K 4500 zuriiekerstattet. Durch Zusatz? jweriniarken für drei Monate kounen die Netzkarten mit halbjähriger Gültigkeit auch für die restlichen drei Monate gültig gemacht werden. Der Verschleiß dieser Zusatzwertmarken und die Behandlung der Netzkarten findet vom 27. d. AL an an allen Ausgabestellen statt. Die Fahrpreisbesiitnmungen sind bei allen Fahrscheinverschleißstellen um K 10 erhältlich und liegen bei der Direktion der städtischen Straßenbahnen, IV., Favoriten» Straße 9/11, zur allgemeinen Einsicht auf. Morgen, Donnerstag (Feiertag), gilt auf der Straßenbahn der Werktagsfahrpreis. Es haben sowohl die .Frühfahrscheinc wie auch die Hin- und Rückfahrscheiuc an diesem Tage Gültigkeit; letztere schon für die Rückfahrt ab %12 Uhr.__ Neuerliche Erhöhung der Telephongebühren. v Wie die „Korrespondenz Herzog“ meldet, werden ab 4. Jänner 1922 die Abonnementsgespräche, welche von 9 Uhr abends bis 8 Uhr früh zulässig sind und bisher als einfache Gespräche behandelt wurden, nunmehr; dringende Gespräche behandelt. Die Abonnementsgespräche genießen eine 5E/Cige Ermäßigung, doch wurde der Grundtarif mit 1. d; AL ebenfalls auf das Dreifache ' erhöht, wozu nunmehr eine neuerliche Erhöhung um das Dreifache 'kommt. Vertrieb falscher Leinölen* Die 'KorreßT^tKleirüz 'WlkhieDra meldest: . Vor kurzer iZel* gelangte. die Polizei z-u>r :K*fnSn»t9iis, WZ der syäfcrige Hwnddsangeatie-ll'i-e Arosi T/b-ale/r, in., Sclhön-ng’asse 19 wdhnfhaif-t. m Swayifiowce . GaBizieni gebaren, ni.s-cb Tb-in acz zuständig-, sidi iirnü dem Vertriebe gefälschter ntmättisdher Banlkaveften zu.500 ’Lci befasse; Ttballter b^b.e, ®o hteß-'es, E.rn 27. ■2v-ovoni'ber ein Päcbclien t'ccldhiec Fais'-ifiiktate er-bakt-en. Am 30. November wurde bei TlfoaJeii, 'dessen Frau -Kj«ra sich im RiudoHirrör-haiis i<n Pri'ege befendjefc, esne Han;:sdiirdh!S'tL-dming voB^emarnjiTie».' öni 'Wäs'chie&afstc'a fand mam. itsösactolidb ein Päakr (fo&r mit 203 Stikb gefälschter rumäm.^iei* BäuScrreteai zu 500 Lei mit ver schied euer Serien-, .uhcl. Numaiicairibezeialiriunig. Nmn wurde Tihader vo& ba'fftsöt. gCieidhizeirig mit ihm auob sein Sdhhvager» tkr üöiäbrigie Handelsagent‘ Graskel K rarmer; ßi Hoiiodenilca in Galizien geboren, dairum zuständig, H., \\ 8 wotofeaft. Die LVstnalhwe Kramers erfolgte, weil man feiihm eine failiscibe ^■x&iedho-skwakisc'Te 500 Krctnen-Banknote fand. Bcr Keiner Einvernahme gab Tha-Icr an, seine Frau Klara Thal er habe das Päcikeihen, dessen Inhalt er selfbst 11 ich t getennt haben, will, von ihr ein Onk el E.fr ahn Kupfer-sc h m i c d1 au/r Auf bciVbemomsaneü'. Am 30. November wurde dieser Onkel, der 08jährige .Kaufmann.' Efra-ihi fepfär©c4ittii©d esig«.b n-ich't s Beiasteoaks. AuM , i^creai, 31 .j Schreigasse 6 wv>hßhaft, verhaftet'. Bei <se:nem Verhör leugnete er, das Päckchen mit den tahsdhen Banknoten, von deren Existenz er angeblich gar Peine Ahnung hatte, der Klara Thaler in ^tttbewahniDg gegdben m. habe;:. Die Frau wurde «‘./nvernomtnen :uad s^cH'tc die Angaben ihres eigenen Gatten in Abrede. Die ITa-usdurrhsuchuiig'bei Efraihi Ku-pferschmied erga-b 11 i c.;h <t s belastendes.- Auch!.-?:n Bruder, der iqiährige Hstndelsangestdlte Lieipdcl 'Kiupfersrhrrucd, zu Wa<sfkoul'Z in der fVubwiiUß gabesren o:rd dahin aiMäudig. wurde unter 4?«ö3 Verdacht vc.1^1 örl der Verv nbrun.g des |?“äßicchajs dcc KqNe T-A cn *7 'baixtn. Wien, II., Große Schsffgasse Nr. 3 Echte ISgerwäsche ä KMerL NatxRQ^WienjI.^KohlstiessergasseS | Tüchtige Beamtin nf in Stenographie und Maschin sehr eiben perfekt, mit mehrjähriger Praxis, sticht pi ihre Siehe zu verändern. Zuschriften yl unter „Bank oder größeres Industrieunternehmen bevorzugt Nr. 816“ an die Administration des Blattes. m 'Efrahu .jCupfeKolmued' ist Afitdgeiitüuier zweier Kinos und erner ICaiiditcnfäbri'k. .Ueber die HerikiU'hft der bedeutenden, bei rb'csen Unite'Tneilwnungcii . investierte^', .KapftLlieu -- .v-e.nmQ.chtc Efrafm ‘Ktipfersdimied ikei'ne ge'nü'gen'd.e Audcunft zu geben, Efraim Kutpferschmfed' wird von' Aron Tlia-lor .aiudi 'bestctiuldigt, i!m . vSonfiner l..- j. Berlin 700 Stück -gefälschteIBanknö'teji'Zii'TGOO. «polnischen Madk am VerwertiurJg n'acib AVieu gebfädhf :Ä> bäbeü.- Es ist ■diese fälsdien Noten in .-ihmaber mpht -ügclust?gep,- d- 'Venkebrbi'Fngen. Die die dieLbszüglidh e-.f Erftebun - Ein fätibenscher Uebeffall. Der 24jährjge 'Hilfsarbeiter Otto.Alois Reichel hat gestern an der Kandltehverschleißerin Emilie G r 0 firn a n n; XV., Kräozgasse 2^, einen Räubüberfall versucht. Er betrat als Käufer den Laden, .sperrte nach seinem Eintritt die GesGhältstüre von iunen ab, verlöschte die Gasflamme und lief sofort hinter den Verkaufstischj hinter'dem die Frau stand. Er w-ä r t sie zu Boden und wü r gte s.i e. Frau' droßmann begann um Hilfe zu schreien und um sie daran zu hindern, stieß er ihr die Faust in den Miradi ■ Die' Ueberfallene biß ihn in den Finger und stieß ihn zurück; das Geschrei war aber auf die Straße gedrungen. Passanten wurden aufmerksam und sammelten sieh vor der Türe an,' da hielt es Reichel für geraten, das Feld zu räumen. Er öffnete .die versperrte Türe und versuchte zu flüchten. Leute liefen ihm aber nach und konnten ihnJn der. Friesgasse f e s t n e h m e n. Augenzeligen behaupten, daß Reichel eilten Genossen-gehabt habe, der, .auf der Straße Aufpasserdienste geleistet hat Das stellt Reichel in Abrede. Er will die Tat allein verübt haben. Er wurde dem Landesgericht eingeliefert. der Rechenschaftsbericht Kajemeth für Laiide5sammelstene" des Keren Oesterreich; Anläßlich, der bevorstehenden vierten Reichskonf erejiz der Nationalfondskommissäre in.Oesterreich erachtet. es die Leitung der obigen Sammelstelle für notwendig, einen 'detaillierten'Bericht über Ihre,Tätigkeit im ßbgeläufenen Jahre zu veröffentlichen. ® 1. Ei im ahmen. Laut Ausweis des Hauptbureaus vom 30. September T92L wurden in der Zeit vom 1. Jänner bis 1. Oktober 1921 ‘ 182 9 Pfund Ster li ng aus Oesterreich nach Haag überwiesen, gegenüber 1329 Pfund Sterling in der gleichen Zeit des Vorjahres. Oesterreich ist damit unter etwa oO.Sarhmelstellen von der 17. auf die 11. Stell.e vorgerückt Es ist das einzige Land mit schwacher Valuta .(ausser Litauen und Rumänien), das einen Fortschritt seiner Einnahmen aufzuweisen hat, und zwar besteht dieser Fortschritt auch bei der Umrechnung in Pfund Sterling, obwohl - seit September des Vorjahres der Pfund von 700 auf 20.000 gestiegen ist Oesterreich hat in der Berichtszeit nicht nur vakitasrärlcere Länder mit, geringerer jüdischer Einwohnerzahl, sondern zürn Beispiel auch die, ,T s c h c c b 0 - S10 w a.k e i mit ihren 400.000 Juden üb ertrof f eu. 2. Bureau. Zur Leitung, Propaganda und Verwaltung stehen dem Bureau derzeit fünf Beamte zur Verfügung; außerdem werden ein Diener. und zwei Inkassanten beschäftigt. Die Verwaltungsspesen, die an anderer Stelle spezifiziert werden, halten sich durchaus im Rahmen des vom Haager ilauptburcaii bewilligten Budgets. 3. Propaganda, a) Aufrufe. Fis warden i'wef B-'mujf kt/i&c&vlwk-i Mr- -dsutv-'l «a»r- A «ud öiner anläßiich Chanuka 1921 in einer Gesamt-] auifage von 50.000 Exemplaren hergestellt Der Aufruf für! die Bausteine für das Dritte jüdische Reich wurde in einer! Neuauflage von 20.000 Exemplaren dem Haager Haupt-*1 bujau für Anslandspropaganda zur Verfügung gestellt! Außerdem wurde ein Pessach-Aufruf, an die Kultus-^ Wähler der westlichen Bezirke und ein K 011 g r e s s - Aufruf an die Schekelzahler der Leopol ästadt verschickt, b) Plakate. Vor dem Herzl-Grabgang wurden in der Leopoldstadl und im ersten. Bezirk Aufrufe für den Jaar Austria in fast allen jüdischen Geschäften angeschlagen.-' Ueberdies verteilten Chainjeira etwa 5000 solcher Plakate in den Straßen, c) Broschürenpropaganda. Au Stelle von Propagändabroschtiren fanden ein Auszug aus .dein. B e r i c li t d e s H a u p t b u r e a.u $ 1920. sowie die' K q n g r e-ß a u mm e r .und H e r z 1 - F e s t n u m m e r des Jüdischen Volksschatzes Verwendung. Die Spesen für, diese’ Art der Propaganda wurden zum größten Teil durch den! beim Verkauf erzielten Erlös gedeckt 1200 Exemplare der! Herzt-Nunimer und 500 Exemplare der Kongreßnumraerj wurden im Ausland abgesetzt Speziell mit unserer Kon* grefinumriier -wurde unseren Kommissären zum ersten Male ein'reich illustriertes, billiges Propagandahefi in die Hand gegeben, d) Pro s s e p r .0 p ä g a n d a. In den „W i e n e r Bildern" und im »interessanten Blatt“ erschienen ' wiederholt Artikel über die Arbeit des Kerett Kajemeth mit Bildbeigaben. Ferner veröffentlichten wir eine große Anzahl von Notizen in verschiedenen Wiener Blättern. Dass unsere Pressepropaganda in erster Linie durch die »Wiener Morgenzeitung* gefördert wurde, ist wohl selbstverständlich, e) Münd 1 iche Propaganda und Information. Es wurden halbjährig Reichskonferenzen mit umfassender Tagesordnung einberufen. Ferner fanden in der Berichtszeit vier Sitzungen der Bezirkskqmmissäre und vier Vollversammlungen sämtlicher Nationalfondskommissäre Wiens statt. Das Jugend-] referat veranstaltete achtmal Zusammenkünfte der jugendlichen Nationalfond^kommissäre. Außerdem sprachen in zwei Nationalfondssitzungen die Sekretäre Pollak und Fronmann vom Haager Hauptbureau, je einmal .in öffentlicher Versammlung der Leiter des Hauptbureaus Nathan Groß’ und Herr Sekretär Pollak. Zur weiteren Ausbildung unserer Kommissäre in der Nationaifondspropaganda wurden sechs mehrstündige Seminare .veranstaltet; Außerdem wurden an die Kommissäre der grösseren Bezirke und , def Provinzorte über Beschluß der Dritten Reicbskonfere nz vier ausführliche Zirkulare über die jeweilige Lage des Nationalfonds versendet. f) P r 0 t i n z a ri) ei t: ©ie Provinzarbeit wurde erst vor einem Jahre neu begönnern Um deren Ausgestaltung.' erwarb, sich Herr Dr. Karl Schwager aus Linz, der vor seiner Abreise nach Palästina ein halbes Jahr lang als! Sekretär -<M' Bureaus tätigwar, besondere;-VerdtePSte.: Ehrenamtlich. -hatte vor-ihm» schöhder-'LandesIcommissär für Oberösief röich Paul 8 -f e i n - ganz - -Vörzügliches gtf leistet In , der Berichtszeit besuchtenwir Linz (viermal)*1 Mödling und Baden (je dreimal), Klosterneuburg (zweimal)^ Auistetten . (zweimal), Innsbruck, Tulln/ St Pölten,' IClagenfurt, Korneuburg, Wiener-Neustadt, ■ Vöslau und Bad Kreuzeri' (je >einmal). Durch die besondere Berücksichtjgttng . der Provinz, gelang es, deren Spendensumme, auf mehr als 15% der Gesamteingänge zu bringen.. g) L i'c h t b i 1 d p r o p a g a n d a: Die Lichtbjjdstclle würde weiter ausgebaut und zirka 100 neue Palästina-Photographien erworben. Der Jüdische Nationalfoads war in der.Berichtszeit (von-einem einzigen Vortrag, .'dsr won anderer! Stelle gehalten wurde, abgesehen) die einzige Institution in 'Oesterreich, die regelmäßig P ,a 1 a slt 1 n a - L i c li t b i 1 d e r v o r f ü h r u n g e rt in Wien und in der Provinz veranstaltete. Unserem Bureau wurde auch die Herstellung von Bildermaterial für das Hauptbureau und andere Sammelstellen des Jüdischen Naiiqnalfonds übertragen. 4. Arb eit für denNatiotialfonds Int a 1 Kg c m.e i n e n. Unsere Sammelstellev suchte innerhalb der ihr gezogenen Grenzen die Tätigkeit des Haager Hauptbureaus zu unterstützen und sandte diesem zu diesem •Zwecke s drei Memoranden ein: „Neue Wege d er,»B odenpo.litik in P a 1 ä s t i n.a*, „D i e Ka n d s manschaftliche Kolonisation* und- ^Praktische Durchführung der Sammlung für landsmannsch aft- 1 i.eh e, K.o 1 0 n i e n“. Insbesondere unsere Vorschläge für die landsmannschaftliche Kolonisation fanden auch außerhalb Oesterreichs weitgehende Beachtung,, so daß es unserer Vertretung auf der Karlsbader W c J t k 0 n f er e n z des Keren Kajemeth gelang, unsere ■diesbezüglichen “Pläne zur Annahme zu bringen und sich auch, die' Unterstützung , der Palästina-Kommission des Kongresses in dieser Sache zu sichern. '*■ v5.'. Ko nt r 0 1! e de r Gel dge barnng. Diese wurde außer vom- Hauptbureau auch durch die Reichöleitiiflg und. deren .erwählten Revisor, Herrn Rech» n i t z e r, Prokuristen der Änglobank, sowie durch einen zweiten, amtlich bestellten Revisor, der allwöchentlich’ die! Bücher überprüfte, vorgenommen. Derzeit erfolgt w ö .c lfe n 11 i c h die Rechnungslegung an das; Haupt-, büreau. Die öffentliche Kontrolle wird einerseits durch den 4u-3-.wei s , der!Spendeneinnahtnen in Kroned irt der .^Wiener Morgenzeitung“, . andererseits durch die V e r Ü f f e n 11! c h u 11 gen des H a u p t b u r e a.ü s über die an Haag . überwiesenen Gelder in englischeu Pfujodermöglicht.. -; ß, D i e G eld ü b e r w e 1 s u n g erfolgt zum Tefl in österreicliiscbea .Krönen mit Bewilligung der Devisen-; zentrale, 'zutri Teil dadurch, daßwir einen Großteil des vom Haager Hauptburcaim für die Nationalfoads-Pröpaganda in aller .Welt! benötigten Materials hier in, Oesterreich anschaffen. Zusammenfassung. Die österreichische Sammelstclle war bemüht, die Natioualfonds-Arbeit iu Oesterreich vom Grund auf neu zu gesielten, um sic ttea gestoigerten Bedürfnissen der neuen Patästtha-Koloalsatiod anztipasyen. Wenn auch nicht zu verkennen ist, daß 1)<$ 4