Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1025 (6.12.1921)
- Date
- 1921-12-06
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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- I; \\\[W h V ifätizse nur ian Wege der freien Kankuffirenlz, itmdöm alle B-eschirikiflcuingen. aufgehofcieiv werden!, .eiere Ver- 5>M§rMg des Elerädhies firn die Le^WqsMitz ergartet werdeak -;'-v; ■;■'• ■' :;r / Die Tiroler Bauern gegen die VieHsper»e« \ l Innsbruck, 5 Deiziemiber. ^GcsSeain ffia® Ülier e&ic vom Ba-umybim'd elnbenutf-enie Vies^mimtaiigvvm iMwdwir'i.W des Bezirkes Im,Tifsteuck stalöigeftüindemv :tW»c diajs aAßpenff'asrKi« melde!, ibesdh'ltoß döe Vörsamirrl'itng, die Regierung alütfzniardeatn-, rNs AiuisFtjfiiir 'des übetrzähSgeer Vidbs tiärih Iniffierö^terrekah tumd j^egm Kompensationen in Lefoensarnffctein aiuldb nadi dem Ausland zu gestalten. StÄe .dies nfidblt mög- -Hcib seiift, so airäge die Ausfuhr aller 5m Läinidje er- Lcugiven Indnstoieati-! nk?el ebeniso wie die Vitdhiamstfuüitf gespe<itnt%tmfd‘ nur gegen Komp ensattioaem in Liebe'nföxmi Fuitstenmiitte'ltL, Zemervt und Semseni esfSamfoft iWärdeSL. Für die Viebausfuhir 5ns Iwlalnd ssollleai in /üuÜcDmcht fceme Taseirr mehr eitngeHtofoemi -werden. 'iScihließlidr sollten die Zwaaigsmtrfedhaif-t afbgesclrafft uirrd die Beamten, der .Wirtedfralfesänri-’e-r sofqrib albgebäute .wepdenv _ \ Das Witwenhans- * - NNuri rdh heißt mit seinem o-Effa&llfeäi .N&bäen . Da wird cs ^Israelitigdhes- ArmerihatfiK ge- '/»aimt. In Wiitklfcihkeit aber ist es ein WitwemsyL; Der ganze rückwärtige Trakt des zweästöokagejnt Hau^ßs ■ist armen jüdischen Witwen, mit ihren Kindern gewidmet, die hier wenigstens gegen ein sdhiihnmes Uebel geschützt sind, gegen die Obdachü-osigikcit. Witwen mit Z Kindern« .— vor 22 Jaihiren* als das Ha«is seiner Bestimmung übergeben wurde, da waren sie alle noch klein. Inzwischen sind sie lteraugewechsein, haben zum .Teil geheiratet -und müssen seihst für Kinder sorgen. 'Aber manche sind in dem Hehn gdbiiefeen, das ihre : Kindheit gesehen, und da der Krieg jede U-dbersfadlnjngsn-otweiidigkeit za einer Katastrophe macht, so ritaafeen sic weiter mit der Mutter irr dem afeten. Nest. Diese Mütter sind mßwäsdben ganz stiÄ «rcd leise alte Weibletn geworden. Es ist «fco kein sonstiges üWitwrfhaws«, dhs Haus in der Stoiugasse, und die Romiafrce, sofern' sie nicht vom jungen Nachwuchs erlebt fweiden, sind* seiten gewordteai ,unter (sedarem Dach, Das ■heißt, insofern man twrter Roman .Lie^besxaräehrds- und -Konflikt versteht. Sonst gibt es an* seltsamen Geschdh- •rtisseai, an' wtmderHehesx Mmsehenseliiölesaisn genug, -tmd übergenug. Da ist ein. Sohn, der alle (seine Jugerrd- IhcfEmmgen, afi sein Streben und Wollen der Mutter geopfert hat. Ais er vor der Matäura stamd — er hat, 'das. Gymnasium besucht r— fand seine Mratber plötzlich, <ic brauche seine Hitfe. im Hause. Er - mußte 'das iStudanra auf geben, -sich dem Haraswesert auweraden. Niemals ikomrite er wieder auf den Weg aurüdkfinde^i ebr zitm richtigen! Ewerfb, zumi naftüTljdhsn’ Leben i&for-t. Aikesserrschreibcn war »Ke einzige Aafceit, däe Äte MOtter billigte. ' Ais der gehorsame Sofern eich ''int .Kriegszeiten dadurch ein wenig Gekl L» lyeidieinsn Pachtete, daß er -sich für die Frauen. La Hause »sums fRayowerter, wie man in. Wrm 'sarA, - ansteÄe, auch Srie tmd da Holz spaltete oder Kohlen trug, da bebfurm Eifersüchtige ztt murren, bis auchdas tmnibeü*- mtzcÄ. Bis vor kurzem sorgte ein (zweiter Sohn für die i-Fa-oälk, <fcr 'Verkäufer war. Er iso'll genau so unter rdem miVfcterlidieni Paaiftoffel gestanden Iraben wie sein iBcoldier. Sendern er gestonbeir ist, Msan die befden?^on dfer whrzigerr b’ntenstiiizmig eines Vereines und saoia Vetkaaif Ühror Halbe. Was geschehen; wind, weiuit brachte tne&r zu vericauferi ist, ist ntcävt -recht afbziutjeheo. Wohl medwt der •Mann, er sehe ekr, daß sein ^Lebcni Tferfehlt sei und er eine Beschäffcigmig sutch^ai! i^Rüssc, aber er sagt es so zögernd! mtd leise, daß leioh't Mar vArd, wie sehr ihm alle Kraft sdlrosi feWt, sich fccstesT Alyskht der Welt. Ab er -in das WitwcihhaJus Jban*, war er ein jvrnger Bursche, dem der erste Flaum 'a«€ der Liplpe sproßte, heute ist er ein Mann anfangs Her Vierzig; Die Zwrschenizeifc hat der Unglüoldiöhe jäszu verwendet, asü kochen, LU fegekv, »ui «rä'UMW, hat itSe (besten.- ja;hue seiner Jiugend auf AiLeit verwendet, iNe ühm nacht ziemt. Es ist rührend, wie der Mann isehje M«tter betreut Br reifet dein Beiden rfind wäscht VBe Wäsche, er -pflegt die Ake und beeougt den Einjikasu-f und fhiideb urdbenibel noch Zeit, seine 'Msitter tfhurCh kkSae frauliche Aufmeiiksamikelt'en. ztc verfvehiKO. Da schlingt sich ein Efeu itmlä Fenster, lÖleirae Ziergegenätändc sind aiafgestd.lt, auf dem Trsch liegt ein -uraltes Album mit Schweizer Amoichten. fDie Alte '(sie ist /8) liegt hn Bett und forscht -mit scharfem, -mißtrauischem Blick im Gesicht der Fremrhn, vfe sie den Sohn nicht atüfrütteln will aus seiner Lethargie. Hätte Sttwnd-berg solche Gestalten, geifrhaffm un-d von solchen B-eizidhmtgeni erzählt; .man «hätte dfer DaustcBurrg ohne weiters die J^Cbenswaibrihert iabgegp-rochefru Hier sind Sie wiagir ifaud! greifbar* lebendig, füavd wenige, nur -werden das * peisaiHdte Gefühl des Dagestmdfen ahweh-mi kormen. Demi -so rüfersrio -— es sei -nodn&sfte gesagt — es auoH ist, wie srdh der Mann um seine Mutter mübifc, (tcamm! man dbdi den Ilindrodc nicht bekämpfen; daß es sich (hier um. edne krankhafte Uebettreibung dar Kindlespflicht hartdeÜ!.: Viel erfreulicher sind die Verhältnisse in der NakSifearwohinRraig. Zwar, herrscht auch -da nachts wennger Ueherfluß. Der erste Blick ins Zimmer »-■errät es, denn auf den Betten fehlt die Wäsche. Wa« ffaraflz noch mebt in Fetzen (zerfallen war, hat die Frau 7« dem letzten Jahren verkaufen müssen. Es ist nicht feidhit, iri diesen Zeiten vom Gehalt einer juirgert -Masdhmscbreiberin. zu leben. Daß Mädchen ni-uß ktfrleastfiche Kleid-cr halben, sonst ftn-diet sic kcj&rc Stelbmg, sie muß mit festen. Schuhen ausgestaittet sein,. ■am täglich den weiten Weg zurücklegen eu könireen. Das kostet jetzt aiuf alle Fälle sehr, sehr viel Geld; t&tfd wentn man es auf A-bzaJhkmg nimmt, noch weitaus nadw. Die größere Hälfte des Gehaltes wird von den 'Abzahkmgen verschlungen. >B-övor man’s atusgezahlt hstc» jammert die Frau, es im-met schon Ih.ih.C Sie ist dats Sparen, Sicfofretten md Hu ngemr waihrhaftsg gewöhnt, ist sie doch afts Frau eines jüdischon HandwerkergchiM&n durchs Lehen gegangen, und die hatten, wie sic., selbst MAwt,. <>iric zu jVoir wiener LiORGENZErn;;;o ihren drei Töchtern sSnicß zwei verheiratet und leben in kärglichsten Verhä^taiissa«. Sie -brinigenmitimnter kleine Geschenke,' die sie sich iseKbst vom Munde absparren — -mit Stolz -mgit die Mutter eftte SchlaJo Gänfeefeit imd cm 'VicrtdUkSlogranim Kaffee, <Ke sie zum letzten Geburtstag bdkpmimm — aiber wirklidi helfen können, «sie nicht. Sie müssen mitansehen; wie -die -Mutter danbt, und halben nur den einen (bitteren! Trost! daß sie sich, selbst;C{ben®o schwer durchkämpfen. Noch eine andere BewohnieriÄ' des Hatte es M jüi -der Hauptsache auf den Verdienst eiin er, überdies noch blutjungen- Tochter angewiesen, ws tnnso schwerer durdizuführen ist, als die Mutter -schwer leidend isät. Sie liregt im Bett und windet tskh in heftigen Gallenc-teiinterämlpfen, ihrem hageren., friiligeailitei'ten, Gesicht sieht man den Kummer uiydl. die Enftibeh-ruiiigen.• der letzten. Mhre an. Ihr Marm. ist während! des Kr-feges gestorben — auch er war H-an-dweiksgehdife — tmd der einzige Schm die ganze Kriegszeit am der Front gewesen. Auch einer vom den »Ijüdfco'bejn. Drüdkebergemc. Er hat für Frau und ICind! zu sorgen umd hilft nach Kräften auch noch der M-ufter. Aber dar D Hau»pternührerc ist doch -elfte Acshtizehirijäth-rige. umd die bekommt in. einem' größerdn Hamdeteusnitemehmcn als Gomptoiristin dreitausend Kronen. Nicht in der Woche, sondern im Moritat, Wcntn dieses junge Mädchen asttf Abwege geriete — sie wird, es isicherliiioh nicht «tun, ist .sie doch zu ern-st und b$u -Mitg geartet— dteunm würde ihr Chef seine Hände in Unschnsidl wasdhen «und sich von jeder Schuld - freisp'redh'en. Wie afee-r die beiden Frauen ihr Auslangen Ä-ndcn,''istrecht «inziuisehm. Ein. Fraueffivtcrein spendet monoitOidh ein paar Kronen — wollte man -doch mit -diesem System oles Almosengebens endlich brechen-.*. Was sind heute 40 Kronen im Monat? Weniger als ebenso viele Heller vor dem gesegneten Kriege, der u-nte alle zu Bettlern gemacht hat. Durch die große Zahl der Beteiligten er- •reioh-ant dieBu (fge'ts-d'elrWo.hlifaihrrfttsverefne-ci'n.e ungeheure Höhe. Und man glaubt, etwas geta&D au halben, weil man viel Geld ausgHt.' Da wäre ebi ^A'bfecmK rund Konzentrierung dingende Notwöndigkcit. Fragt mäp die Fra«, wovon sie lebe, so zuckt sie die Adh(se!in: »Ldben wir dbnrn?< fragt sie zurück, imd' matin; weiß nichts z-u Mtwortcn. Im Zitnnrer cler Kranken ist noch eins zweite y Partei« einge-mietet, die Toclrter der u-r&primglichen Bewohneräi-. Als diese starb, Stfahmte man ihr Kind, atach . wenn es inzwischen enva-chs-eti war, nicht auf die Straße setzen.- Also ließmiau sie itti'niig weite«: ra eitn'em. Winkel d'er Stube, und -d-ie drei. Fratte-n. (hausefn einträchtig nebeneinander. .Vor dem Bett.der Nebeln>, mieted-n steht. eisi stattlicher 'Röllsbuihil. Aber obwohl der Sessel jetzt fern'Meines Verroögmreprä-sentient «und seine Besi-Iizerm, eine ICranlkempflegeri«, si-öhetiK-ah nicht auf Rosen gebettet istj kaitm-;siesich ntübt entschließen; eich von dem. teuren An'denkbn mit tremran1. Noch k einer anderen Wohnung hat "man h’zitisahirdenrücken'c müssen» Eine der Mieterinn-en ist die des'Hausesj-'.. äjb^r^tt’otzdtn ist äs “’"In Her C. DatCinbi Nr. K123 Wirtschaft.; und es. ist. \yaihnhaftig «Böstergüttig sauber in deni Zimmereien.- „Die -nngewöfoiriiteh.-. rüstige und frise-h'e Alte klagt -zwar. Aforsdhffiftsmäßig, aiber- -dto munteren Writz der J-ü<b]i' a/ivsg'eistattel:, gern bereit, auf Scherze efrmigehen. Aber d'er wohltuende Eindruck. der beiden a-lMt Damen" in -dCr letzten Wohnung -kanti d4c .fTüharciit •nicht verwischen; Man nullt auis ibei den.beiden, die einen wohlverdienten, wenigstens leidlichen 'Altersfriedengenießen."Aber gerade -ifiesefs bißchen Behaglichkeit, -diese, wenn, aiuch feetedh-eidiene Zufriedenihcit, läßt doppelt stark empfmdern-, wieviel Blenidi sich im (Witvfönhaus zrusa-rnmongefm-itdleinj' hat, -dials stillte, verborgene, von uieniiaindem (beachtete Eä-ernd -dier Vergessenen. - . ■ Klara Mj-au tm(c i\ * Das Neiieete ist:- Das Neueste ist ttiämlBdr, daß der Dezember 31 Tage tet. Alle Weit zeigt sich beleidigt darüber. - Denn cz ist ein 'Bog mehr, an dem -man, mit -dem MonatsgelMt, L'U-skommen soll u>nd das ist schon kr snormalen« Monaiteln: Ikeme eiaifaehe Sache. Einer fralgt den ahde-m-, wohin, datz fülwen soll, und keinjeir gibteinei Antwort;' Ooiniz Wien tebt gewissermaßen iio| FragefoTm. 'Scrt’d’em^ dais Fleisch die Täiöisender- (ba-rri-ere erreicht hat, habein ^dfte--Beamten, . a-ujfgehört, auisziurechinen, ntm wie viel der ungelernte Blilfäatribeiter mehr verdient als der Hofrat, und wanden sioli d'er ungleich nützlicheren Beschäftigung .zu; ihre Streikaussieihten zu erwägen. Natürlich smick wir valifcomnieni einig (darüber, daß der Streik die wnfvernüinifilngste Taktik ist, und man auf diese Weise ntur idiic, Preiise der Bedarfsartikel gegenseitig hinaüftirei'bt. Aber da« gilt selbstverständlich inlmer -nur voin dem Streik:der anderen. Daß der Schaus-preierstreikrasch-er betgolcgt wu-ridle 'ail»s -die meisten anderen-, .-beweiat, dlaß hde-r die Lelbensinteressen der' Zahlungsfähigen! b-erühnt wurden. Die Bankbeamten haben das Streiken näüht notwOudig, sie findsh auch so Zeit und Gelegeinfheit, an der Börse zu. spielen. Ohne das geht eis. hatürlicih nicht. 20jährige lidh jedes Paprer ein 2>Tnp< ist. Wird?<Sen Eingeweihten ■die Parole a-irsgegeben, be^üinumte Werte zu kaufen, so sind immer so viele cintgeweiht, daß das Papier einfach durch die Nachfrage steigt. Weshalb die Banik- -beaanten - mit Gott und dar- Welt nicht ganz so unizufriaden sind wie ihre Zeitgenossen. In den Redaktionen, Aemtem u-sw. werden Reahortlrün^tler »ngetstellt, die -die Fähigkeit haben müs-sein, die Teueir-imgyprozentsnbze zu berechnen, che -die Artikel weiter eltcigen. Und da beklagen sich die geistigen, Ar1>eiter nodi, daß es ihnen .fetzt an .Gelegenheit fehlt, ihre Talente zu’betätigen! * Renaturalißierung von in Eüjgfand geborenen Witwen österreichischer Staatsangehöriger. Wie das Abrechnungsämt mitteilt, werden nach der Praxis der britischen Behörden Qesuche um Wiederaufnahme von gebürtigen Engländerinnen, die durch ihre Verheiratung mit einem Oesterreicher ihre britische Staatsangehörigkeit verloren haben und-seither shid, in . den epg- . Ifechen Staatsverband nur dann bewilligt, wenn diese hl England ansäs s i g sind und dort dauernd zd verbleiben beabsichtigen. Gesuche um Wiederaufnahme hj den englischen Staatsverband sind an das Home Office London, Whitehall SW. 1. ztt richten. . * Der Direktor der Bank von England, Jacksort Ist gestern, wie aus London gemeldet wird, gestorben] * Wetterbelicht. In Oesterreich hat sich das Frosft weiter gemildert, in Norddeütschland verschärft Voraus*! sage; Nachlassen des Frostes, mäßige südöstliche Winde] *> Falsche Gerüchte. Gestern nachmittags waren Ge-j rächte über einen Generalstreik in Umlauf, die die Ge§ schäftsleute' in der ganzen Stadt zu einem panikartige Schließen ihrer GescIiäftsJäden veranlaß«! Wie wir an zuständiger Stelle erfahren konnten, ent? sprechen diese Gerüchte nicht den Tatsachen und es hex zu Besorgnissen keinerlei Anlaß vor. Ehe Gerüchte dC wohl dadurch entstanden sein, daß heute eine größere Atd zahl von Wehrmännern in Angelegenheit ihrer AbferfM gütigen vor das Heeresminlsterium zog. * Die Plünderungen vom t Dezember. Der Kauft mann Jovau Grutscharewitsch aus Belgrad, de* im Hotel Bristol, Altes Haus, wohnte, zeigte an, daß anj 1. d. M. während der Plünderungen eine Rotte von 10 bis 11 Personen, nachdem sie die Türe eingedrückt, in sefri Zimmer gelangt sei. Sie haben zwei Koffer aufgescfamttei^ den Kasten erbrochen und Sachen im Werte "von mehr als 72.000 Dinars gestohlen. Den Koffer seines Schwagers Zivoje K r s t i c nahmen die Plünderer mit dem ganzen Inhalt mit, was er enthielt,, ist unbekannt, da det chwager krank im Sanatorium darniederliegt. * Starke Zunahme de» Sterblichkeit. Der statistische Bericht des Wiener Magistrats über die Woche vom; 13. bis 19. November zeigt das gleiche erschütternde Bildj wie in den schlechtesten Zeiten des Krieges.: Die Zah l der Lebendgeborenen ist ntit 455 ausgewiesen, während die Gesamtzahl der Todesfälle 514 beträgt Es ist also wieder, das absolute Ueberwlegen der Sterbefälie gegen* über den Geburten zu verzeichnen. Diese grauenhaft» Tatsache ist die Erklärung für manches Ereignis fei der letzten Zelt. . * Der Hungerstreik im Landesgericht. Die Staate^ Anwaltschaft hat verfügt, daß die verhafteten jugoslawischen kunimunistiscfien Abgeordneten gegen Sicherstellung eines Betrages von je 2lJ9 Millionen Kronen auf freien Faß be^ lassen -werden. * Eine Abteilung für kranke Frauen im Wilhelminen« Spital. Dienstag den 6. d. M. beginnt die im Wilhelnirnen- SpitaJ änf Verfügung des Volksgesundheitsamtes neu' eiligem richtete gynäkologische Abteilung ihre Tätigkeit. Von diesem Tage an erfolgt die Krankenaufnahme. Die Abteilung ver^ fügt über 120 Betten und steht unter der Leitung des Gynäkologen Professos Dr. Ludwig Adler. * Streik der Linzer Kiiiomusiker. Wie die Linzer »Tagespost" meldet, sind die Musiker der Lichtspiele theater wegen Lohnforderungen in den Streik getreten^ * Selbstmord. Die 32jährige Sprachlehrer^ Margarete Hec ht hat sich in ihrer Wohnung, Hietzingef Kai 195, mit VeronaJ vergiftet Sie hat die Tat im Zustande geistiger Störung begangen. Verein«, Vorträge und Versswnmhmgen. Z e frei Mi srac h i,IL. Praterstraße 43/11. Heu^ej a/.S Uhr abends, Kursbegiön „Jesaja4 {H. Wundermati).Fort>; Setzung Samstag, C Uhr abends. — Z i o n i s t i s c li e Bezirk s s e k t.i o n 'XH/XV. Heute, 7 Uhr abends, irrt ScktionsheinrAüschußsitzang. — Hebräischer Klubt Heute und jeden Dienstag von 7 bis 8 Uhr abends^ Literatur des Mittelalters. Leiter Dr. A. Kaminka. Von 8 bis 9 Uhr abends: Neue hebräische Literatur (Haskala-i Periode). Leiter Salomon Au erbach. Dortselbst Ein« Schreibungen.; — Zionistische Sekt I o n Dt kring-Hernals. Heute, 8 Uhr abends, Cafe Alt-« Wien, Ottakringerstraße 45, Vorstands- und Vertrauens^ mänjiersitzung. Tagesordaung: Makkabäerfeier* Keren Hajessod, Hebräische Schule, Besprechung für die Wahl in den Parteirät., — Verein E r e z I s r a e lj If., Taborstraße.20a., Morgen, 7 Uhr abends, Besprechung der registrierten Englisch-Kursteilnehmer. — jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Nächste Zusammenkunft Donnerstag den 8. d. M. um 8 Uhrabends im Cafe Gartenbau, Souterrainlokal. Programm: 1. Wochern schau. 2. Dr. N. M. Gelber: Die Geschichte de* ludenfrage in Polen. Gäste herzlich willkommen. •— Keren Hajessod. Sprechstunden des Referenten im Landeskomitee für Keren Hajessod des Herrn Dr. Jakob W eine r, Donnerstag von 5 bis 6 Uhr und Sonntag von IX bis 12 Uhr'im Bureau des Keren Hajessod. Verein för.anentgelt 1 i cheti Arb eff s* nachweis, Wien, II., Taborstraße 59. Gesucht werden: 16 Herrenschneider, 2 Datneni Schneider, 2 Schuhmacher, 1 Elektromonteur, 2 Monteure (Gas- und Wasser), 3 Buchbinder, 4 Tapezierer, 5 Spengler* 4 -Bautischler, 2 Bürstenbinder, 2 Buchhalter, 2 Verkäufer (Textil), 1 Webmeistcr, 1 Verkäufer (Delikatessen), 1 Hausdiener, 2 Hauslehrer. — WcibiieheAbteiluugj: 2 Modistinnen, 12 Schneiderinnen, 5 Handnäheriimenj 5 Maschinnäherinnen, . 2. Handstickerinnen, 1 Wäschemahipulantin (auswärts). 3 Buchhalterinnen, 18 Kontoristinnen mit Maschiöschreiben imd Stenographie, 2 Strazristimieu, 10 Verkäuferinnen, 2 Lagerisfinnen, 2 Kassierinnen,- 22 Mädchen für alles, 6 Köchinnen; 12 Kindermädchen. — Lehrlinge und Lehrni ä d e h e 11: 5 Schlosser, 5 Tapezierer, 2 Goldarbeiter,1 1 Friseur, 1 Kautschukstempelerzeuger, 3 Kunstbuchbinderj 3 Tischler, 4 Spengler, 2 Schneider, 2 Kappenmacher; 2 Schneiderinnen, 3 Blusennäherinnen, l Miedernäherin, 32 Handelspraktikanien und 10 Burcaupraktikanten.. Zit melden im unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, 11.» Taborstraße 59, täglich von 8 bis 12 Uhr. Urania. Heute, Dienstag, 5 -Uhr (Großer Saal) Der Kampf mit dem Berge.!. In Sturm und Eis. — ilß Uhr (Großer »Saal) Univ.-Dozent Dr. Paul Karamerer,: Tod find Unsterblichkeit. — 1/s6 Uhr (Kleiner Saal) Professor Pr. H. J. Tomaseth:.Formen des menschlichen Körpers, in Kunst und Natur, I. — V.8 Uhr. (Kleiner Saal) Ing. Fritz W i 11 f o r t: Eine Wanderung durch Aegypten.’ —> VaO Uhr (Kcrssaal) Privatdozent Dr. Karl Brunner; Großbritanien, seine gesellschaftlichen und staatlichen Einrichtungen, IV. — vs8 Uhr (Kurssaal) Univ.-Professor Dr. Eduard Castle: Das Eheproblem bei Goethe, VL 1L6 Uhr (Klubsaal) Dr. Josef Z u t h: Instrumentalkurs für Gitarren- und Lautenspiel, XIL — ll&. Uhr (Klubsaal) Dr. Josef Z u t h: Das deutsche Volkslied zur Gitarre, Xli. — 7 Uhr (MikroskopiersaaJ) Umversitätsassistent Dr. Alfred L i n b e r g e t: Anatomie der Pflanze, IV. Die Makkabäerfeier des ZI o n i s trisehen L a n d e. s k o m i t e e s. Die diesjährige offizielle Makkabäerfeier des Zionistischen Landeskomiteesi findet am 28. d. M. um 7 Uhr abends im Sophiensaal statt. Die Feier wird diesmal durch die Teilnahme der Mitglieder der Londoner zionistischen Exekutive und des Aktionskomitees, welche am 27. d. M. in Wien zu seinen Beratungen zusammentreten und deren Vertreter da« Wort ergreifen werden, ihre besondere Note erhalten* Irre Mitwirkung haben,bisherunter -anderen