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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-30 · Heft 1019 (30.11.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1019 (30.11.1921)
Date
1921-11-30
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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'MK VOI9 mcitr MMMkky ■*——mmmmmrnmtmirnt'i u ~ ■" ■ '■ I— ., ,■■■ in, ,,,, «ii-m ■■ ■■ n i nm fcüi*» BfttttCniü, dies Tvemoliereu und Ouinqncbcen zu Ohren bcfommt Ms Weilt feine erste vsrtrug, verkroch! sich' der Pudel Min?» unter dein Sofa und Eocotte, den Papagei, wollte sich' zwischen dem Kasiggitter erhängen^ „Monsieur Werll! Monsieur Weilt!" rief Mathilde ängstlich. „treiben Sie doch nicht allenml den Spaß zu weit!" WE fuhr fort. Die Gute aber wendet sich an mich und fragte -ringend: „Henri, sage mir, was sind das für Lieder?" — „Es sind unsere deutschen Volksgesänge," erwiderte ich; „ich, bin bei dieser Aussage hartnäckig, verblieben." — Die Schkutzergebrtisse -er archerorderrt- Uchen Dolkszählnng in Oesterreich. Im Verlage der Staatsdruckever ist soeben das 7. Heft -er Beiträge zur Statistik der Republik Oesterreich erschüfest, welches die von dem Bundesamt für Statistik (der früheren Statistischen Zentralkommission) zusammengestellten Ergebnisse -er im Dezember 1920 und Jänner 1921 vorgenommenen Nachtragszählungen in den zur Zeit der außerordentlichen Volkszählung Don Südslawen besetzten Teilen Sterer'inarks und Kärntens enthält, dazu die durch diese Nachträge ergänzten Tabellen der beiden Länder und des; gesamten Bundesstaates. Danach stellt sich nnn für Oesterreich ohne das Burgenlauö die Gesamtzahl der Häuser auf '651.986, der Wohnparteien auf 1,459.326 und der Einwohner auf '6,131.445, davon männlich 2,935.730 und wÄblich 3,195.715. Gegenüber -er Volkszählung von Ende 1.910 bedeutet dies eine Verminderung um 203.591 männliche und 19.750 werbliche Personen, die sich hauptsächlich als Folge des Geburtenaus falls während der Krleg'szeiÜ erklärt. Die Zahl der Kinder unter 10 Jahren hat nämlich um 314.782 abgettommen, davon 156.408 Knaben und 158.374 Mädchen. Die weibliche Devölkeruitg aller anderen stlltersstufen hat sich vermehrt, die männliche nur in den von Kriegsverlusten unberührten Altersstufen. Ein Anhang des Heftes behandelt die Ergebnisse der Zähluttgsfragen nach dem Berufe und der Arbeitslosigkeit. Danach verteilt sich die Bevölkerung Oesterreichs auf 594.483 selbständig und 3,529.686-rmsclüständig, im ganzen 3,124.369 Berufstätige, 1,059’.578 Hausfrauen im eigenen Haushalte und 1,947.498 Berufslose. Nur die Zahlen über Hausfrauen werden noch in weiteren Ulebersichtstabelloit bärge stellt; im übrigen eigneten sich die Zählungsergebnisse infolge des einfachen ErhebungSverfahrens und der von früheren Berufszählungen abweichenden Grundauffaffung,weder für weikrgehende Schlüffe noch für Vergleiche mit öen Ergebniffcu früherer Berufszählungen. In einer Tabellenübersicht find die außer Stellung befindlichen unselbständig Berufstätigen, deren Zahl mit insgesamt 129.835 ermittelt worden war, nach- Ländern und «ach dem Geschlecht, dann nach der Ursache der S tolle n- * Ivfigksit aufgeteilt, in einer weiteren Tabelle ist die Zahl der männlichen und weiblichen Arbeitslosen nach Bezirken angegeben, nebst der Anteilziffer der Arbeitslosen an den unselbständig Berufstätigen jedes Bezirkes. Rußlands schwere Rot. Der Hunger wütet grauenhaft. AuS Moskau wird gemeldet: Eine von Nansen nrvffentlrchte Mrttülimg besagt: Die mir aus Saratow. Samcrri, bimblrsk, Kasan, Ufa, Orenhurg und der Kirgiscnrepublik vorliegenden neue» Berichte zeigen ein g r a u e n h a f t e S B i l d »er entsetzlichen Wirkungen der Hungersnot. Die talsachlichen sterhältirrffe sind viel schlimmer, alS unsere fchltmmsten Vermutungen dies erwarte« ließe«. Für alle, die den humamtäreu Gedanke u in Europa aufrechterhalten wollen, ist eS u » a b w e i S. hrt Pflicht, M helfen, um in kürzester krist so viel LebenSmittel oufzutreibrn, daß die Zahl der ur>- vrigerlich de« Hungnlode Verfallenen durch dir HilfSvrgarrckatonen nach Möglichkeit verring-rt werde. -Di« Hilfe muß in den neisten Fällen in von de» Bahnstationen mit entfernte Ott« chaften gebracht werden, da dke Brwohn-r einer Marscharrstrenl»ng nicht mehr fähig sind. Der TranSvort maß hauptsächlich furch Pferde erfolgen, die nur in sehr gennzer Zahl zur Beringung stehe«. Deshalb maß auch aus diesen Gründen schnell Hilfe geleistet werden. Aus Moskau wird ferner gemeldet : Bon der Natural, teuer, deren Einireibung am 1b. Dezember beendet fein sollte, find d i S h e r 4Ö% ««geflossen. Die Lage der Hungernde« i« Gouvernement Z a r i z i n verschlechtert sich von Tag zir Tag. In eine« Kinderheim bekommen die Kinder »ft fünf Tage lang nichts » esse«. Im gesamten Gouvernement hungern 88.000 Menschen, ite StadtbevLtkerung nicht «eit eingerechnet. Im Gouvernement Dr e n 6 nr g hungern 25.000Mensche«, die Zahl der To d eS, fälle infolge Hungers »st i« Zunehme» begriffe«. Die Talchlenter Eifendadu ist mit FILchtlmgen über Mt. In der Statiost Lurkesta« haben sich über 2000 Hungernde angesammelt, »o» denen täglich ungefähr 70 sterbe». Es wurde» Maßregeln zu Isolierung der Kranke« getroffen. Sand, Pfeffer ««d Paprika. Eine schwär,-gelde rerrorgarde. Dem Dienstag-Abe«dLlatt der „Arbeiter-Zeitung" ^itnehmen wir folgende Pläne der öslärceichischm Monjrrchisten: Es handelt sich um einen provisorischen Entwurf der 'schwarz-gelben Legitimisten für die Aufstellung von Terrorgarden. Ms deren .Hauptzweck wird pegegebenr. Einerseits rücksichtslos durchgesührte Aktionen zum Schutze aller Legitinnstenveranstaltungen, andererseits die Berpcügelang aller gegnerischen Organisationen, speziell deren Führer und Presseleiter. Jeder Sprengel organisiert so viele torot«* fxupps, düß deren EinzelMke hie Kopfzahl: ein UnMrec «ns«er Br»rge«zettu«s ..— ........-;--- .... >i und zwei Gardisten nicht überschreitet. Es besteht Grußpflicht mit „Gott erhalte!". Für das gesamte Gemeindegebiet von Wien führt ein ernannter Stadtkommandant mit entsprechendem Stabe die Oberleitung. Provisorische Bewaffnung und Ausrüstung: Hmwspeitschen, Ochsenziemer, Gummi sch läuche, Riemen, Säckchen mit Sand, Pfeffer und Paprika. Angestrebt werden: Gummiknüttel, Schlagringe usw. Die taktische Ausbildung der Terrortruppen erfolgt ln hiezu erlangbaren Turnsälen und Sportplätzen. Außer Leibesübungen, Turne», Fechten — Freiwatschnen. Besonderes Augenmerk soll auf die Durchführung aller im praktischen Leben täglich auftauchenden Fragen zu richten sein, zum Beispiel: Rasches Eindrin gendurchTüren und Fenster, Sprengen feindlicher Umzüge und Versammlungen, Besitzergreifung von „feindlichen" Fahrzeugen, Drhntelegraphen-und Telephonlinieu, Verhinderung des Erscheinens feindlicher Blätter und Plakate, Inszenierung absichtlicher Anrempelungen. und Provokationen alter Art,- Züchtigung feindlicher Füllr^r und, im Falle des'Sturzes der Republik, Au sh.e.büng und Verschleppung von Geiseln für die persönliche Sicherheit Sr. Majestät, die bei Attentatsversuchen aufgehentt. werden. Dann folgen noch genauere Bestimmungen über Verraterbehandlung sowie das Treuegelöbnis. dasjeher Aufzunehinen.de vor zwei' Zeugen leisten muß. _ Der Tarrz der Krsnerr. . Mit dem heutigen Tage beginnt eine neue Mra, der Teuerung. Nach der Erhöhung der Rauch Materialien, die am 23. November in Kraft getreten ist, kommt heule die.Verteuerung der E i f c n b ä h n tari se und T.ram w a y fahr t. In den K a f fe e h äu s e r n würden die Preise verdoppelt, morgen verteuert sich das Po stporto: der Brief 10 Kronen, die 5Lorrespvndenz- . karte 5 Kronen; ferner der Telegramm- und Telephontarif. Der Brotpreis wird m dieser Wpcha auf 60 Kronen, das P l n § me h l auf 450 Kronen, der Zucker auf über 400 Kronen steigen. Gas wird 60 Kronen per Kubikmeter, Kohle, außerhalb der Karte 40 Kronen, bve Schachtel Z.ündHölzchen 4 Kronen tasten. Ferner haben die Raseure ein« weitere Annäherung zur Weltparität vollzogen, - .das Karten-, Schach-, Billard- und Dominospiel ist uui das Doppelte teurer geworden, Holz notiert 13 Kronen per Kilogramm, Rindfleisch 440 bis 620 Kronen, eine D--se Kondensmil ch 1050 Kronen. * D'e ^srtschrttte in Mlland. Die Wiedttin^andseirnng der L»ng-'n!!nlstäne^ in All tn'',: die vor zirka drei Mon-iten m Angriff genommen wwde/gebt flott vorwärts und du Anstalt wirv ..pßrünsstchrlich in iLriesjer- Zeü wieder eröffnet werden. Entsprechend dem San->rrungsi'rag -a«m. m welchem die Ver« brlli'gung des Bew'ebeS und die deff-:re Ve> Wartung der vorbandener Emricktungrn einen Hanptvnnkt bilde«, wnrde ein Svn'esaal mit einem Fafsirngsraum für J8o Vat’.cvttn aub rne Anzahl von Mansardensinimnn h-h grbant, bezickmngswnse iüt Personal wohnlich hngnichlrt. Dannch wurden Z-mttter für K anke gewonnen; die Küll»e wurde dirrch Herstellung paffcnd-r iliebenränme unberufenen Elementen unzugänglich genmchi. dir Lebensmittel werden in dev neuen, ganz in der Rade der Wirtschafls' äume gelegenen Magaz>ncn v»r dem Verderben und vor Berfchlevpnna geschützt srm; sämtliche -laume der Anstalt werden desinfiziert und ne« gemalt; die Dächer wurden grüneli p repanert, die Kanalifferuna durchgeiührt, die offenen Fenster mit Scheiden versehen, die therapeutischen HlliSmitrel, cheiondrrs auf. dem Gebrete der Lichuherapl?, wu>den wesentlich ansgestalttt- Die Krndtthkitsiätte mrt Waldlchnle, m der 100 iubersulosevtrdächnge Kindrr regelrechien Volks- und Bürgerschullmterrickt erkalten sollen, geht der Bollenduna entgegen. Viele Eltern scheuten sich früher. auS rfurcht vor einem verlor nen Schuljahr, solche Kinder in eine Heilstätte z» schicken. Die Waldschiile in Alland beseitigt diese Bedenleir. Die Koüen der Umbanten und Nruanschaffungen sind ireüich «ngeh'uer und «8 wird der tatkräftigsten Uuteritützurig aller an Alland in eresffrrten Kreise bedürfe», damit las hrgonnene Werk z» geoeihlicbem Sndk geführt wwd. Zumal es sich . mir um (tn? einmalrge Unterstützung handelt,. denn die Anstalt wird sich infolge der Verbilligung dkS Betriwes ohne Inanspruchnahme der öftentlicheu Wohltätigkeit dwch dir eigene Kraft erhalten. Aber es muß ohne Sch u'l d e n begonnen w e r d e v. d'e Gr ellschaft hatte von Haus aus mit einem Betrag von dreißig Millionen gerechnet, davvn ffnd schon zwanzig vorhanden. Der restliche Betrag soll durch SamEungen aufgebracht werden. * Die VerhauVIungen Aber de» neue» Broiprrio. Gestern nachmittags wurden im Rathaus unter dem Vorsitz des Landeshaupimannes Re um min *te am Samstag abgebrochenen Verhandlungen über die F e st s e tz u » fi btt neuen Brotpreise fortgesetzt. Die Verhandlungen verliefen resullatloS. Der Landeshauptmann bemerkte, daß bei volle» Erfüllung der Forderungen sich ein B r o t v r e i S von & 8177 ergeben würde, eS fei ganz auSgefchloffc«, dar er einen solch hohen Prers flstsktzm könne. Darauf wurde die Beratung auf Wunsch der Un-ernehmerverrreter unter krochen. Nach Wiederausnabme der Verhandlungen erklärten die Broterzeuaer, daß ste bereit seren, eine» Brotpreis von & 79 per Laib ,]tt akzeptieren. Der L>rtrr>eshauptinarin bemerkte, daß er auch dieien Preis ngcht bewilligen könne und brach die Verhandlungen ad. Dre Fortsetzung ist für morgen Mltwvch S Uhr nachmittags anbrraumk. * Snriprvtivn jmrich MxKo n«G KawaÄa. Das Zeniralburea» für jüdische AusniMderurigsavgelegcnheiden des HrlfsvereünS der deutsche»! Juden teitt mit: Nach einem Rundschreiben der mexikanischen Negiemng an ihre Konsulate und Vertreter im Auslande wird — solange der AchsitLnrangel in fast allen Ländern der Welt «mhält, dessen Wirlungen auch in Mexiko empsuriden werden — durch Verfügung deS träsrdenten der Republik die Einwanderung aller derjenigen uslcisrder.verbo ten, die mit mexikanischen Arbeitern in WettbewerL treten körmten. Demzufolge soll allen e'-nw ander irden Arbeitern, insbesondere den sogeirannten Braoeros (Taglöhrtern) und Km allgemeinen allen denjenigen Elements», dre nicht Nachweisen können, daß sie genügend Mittet zum Lebensunterhalt haben, Entweder in barem Gelds, i,r Hab und Gut oder durch.einen Bertra g, der ihnen den Lebesrsunterhalt sicherstellt, daS P a ß v i f u w verweigert werdm. Ausgenommen von der vorftthenden E:nrvanderu,:gs'. beschräulung sind Eintvouderer, welche von dem Landwirt- MftsuMstsrium die Erlaubnis erhalten haben, sich als, 30. November 1)21 Seite § Aßt f t fi b 1er in Mexiko niederzulassen. Die A r b e itslostg k«ir iU 'Äoataba ist so groß, daß sich-, Be-, tätiguugsmöglichleiten für Arbeitskräftt kaum bieten. Auf dem kürzlich in Winnipeg abgehaltenen Kongreß der kauadischerr Gerverkschaften wurde die Zahl der: Arbeitslosen auf! 175.00Y, «ine für kanabifche Verhältrrifsäußerst hohe Zahl,! geschätzt. Eine weitere, nicht unerhebliche Berschleckiterung dev' Arbeitslag« im Winter wird allgemein befürchtet. A u schlini-m-! steu sollen die Verhältnisse gegenwärtig in de» Stadtew M o n tr t öl, Toron t>o, Hamilton und Van co u v e tliegen. ' . ■ ■ * Tod deS AkesttvrS Prsfeffor Hoffman«, Der langjährige Rektor des Nabbineisemrnnis m Berlin, Rabbiner Doktor Soff m a n n, ist gestorben. Dr. Hoffinann zählte zu den bedeutendsten jüdischen Gelehrte.» der Gegenrvatt. (I. C. B.). , * Zioniften i« deeMa'.'Nheimer f«di?ch;n Gemeluve. Der den Wäbbn der rüdi'"cheir Gemeinde von Mannheim tsuidcu wr^der s « ch S Z r. o n i st e n in den Borffamv gewählt. Van früher fmä zwei Zionisten in der Gemcindev?ttreiung. (I C. B.) * Kreivorträas deS Haruarh. Heute. 7 Uhr ab'-irbs. spricht im Lokck der Lese- und Nedelialle,!X, Türkenstraffe 9. Prozessor Dr- S. K r a ü s über G e s ch i ch t e d c r I u d e n n O e st e r r e r ch i n d tn ältest c rt Z e i t e n (lr Tul). ^Eintritt für jedermann^ lRcgiebcitrag Ri 10.) < * RegreruttgSrak Ls. Iosek Hinterftortzer aeAorLe».' Geste n >st in Salzburg tee bekannte Ger>chis»chchiaierRegiermgsrat Dr. Joses H i n t e r st o i ß e r im 78. Lebensjahre gestorben. * N«?1edrrng de« -Konstskation Ser HabSbuegr»!- Guter r»r Polen. «Goniec Kralowckl" nieldet aus Warschau, dir polnische Relr^ernng beabsichsige. die Beschlaanahme de^ Guter der Habsburger, die Polen durch den Vertrag von St. G^wain '»rbefallen feien, auß.ubebnr. Dies geschleht üb-r Druck van engln'cki-r und span-lcher Seii^. Besonders die Ministör Michalfkr und Skirmunt seien für die Aufhebung der Beschlagnahme. * Dev Krastttellwagenverlrehr. Der Krastüellwagenvnkehr über die Stephaniebrillle—Malzgaffe wird vom 1. Dewmlur -rvkgen niangelbaster Frequenz e ngestellt. Bon diesem, Tage an verkehre« die Autobusse wie früher vom Schonen'vr üter die . Ltephariirbr-ückr, Roieuiuirnstiane und Asvernbrücke zum Prater. * ®5n Gespräch mit tzer Schwerz 1384- Krone«. W'e die Telegraphendirektron nntteilsi wwd ab heule ein GcßprjfK - m t der Schwei» von K 5S0 auf K 1360 verteuert. Ein Gespräch .Wien-Triest kostet ab heute K 3800 ä drei Minuten- - Drr!i«ev Streiks, ^lns Berlin rvird gemeldet: Die Nngestelitrn der städlsichsn Betriebe haben heute vormittcigö de-! schloffen, sich den kaufmänmschen Ängcstclllen anzuschlreßcn und' mn 2 li&r nachmittags d e Arbeit nieüerrulcgen. Jnfoigedtlsem l egen seit düser Zeit dre» Elektrrzr'ätSwrrke first, der Straßenbahn- Verkehr und d'e Siromnersoroung der privaten und Ge'chästsliäuser sind eingestellt. Die Straßenbahnwagen blieben am hen G-leisen stehen. Um 5 Uhr nachmUthnZ. wurpeu die unbeleuchleten Wagen in die Bahnhöle geschoben. Infolge des Elektrizitätsstr-eiks ist auch «ines her Wafferwerke äußer Betrieb. * SellrLtasfteSe zrr vergebrn. Die Sammelstelle deS i ü d i s ch'e u N a t i o. u a l s o n d s f ik r O e ft c r r t i cf); schreibt jitr Besetzung -deS Postens ihres leitenden S e-^! r e t L r s einen öffentlichen Konkurs ans., Bewerber, welche neben einer gründliche Kenntnis der zionistischen Theorien, im ^allgemerurn und der Palästina^ und Nationalfondssragen im besondercri Erfahrungen rn der Leitung crurs Bureaus sowr: qc=*: dilg ne organ!sator!sche, stlistilche und rhewnsche Fähigkeiten bf ützcn miissrn. Wölls« rhre Ge-nche mit auS'irh-.lrchem Lurrlrrulum vrtas an obiige SrrmmelsteÜe. Wien,!l., Taborstraße 59, richten.^ * Kmerikanifche Hilfe für die «rrgarrfche« Juden.' Ans Nrw-Nork wird bn -chtet: Die Kampagne, durch welche erne halbe M'llivu Dollar für die K r i e q §- und P o g r » mwaise« in Ungar» vom Verband der ungarjscheai Juden in Amerika aufgebracht werden soll, hat mit einem' Maffenirreeting eingesetzt, bei welchem Hauptredner der Rew-?)orker Bürgermeister W e y l o n war. Der erste Tag der! Kampagne ergab dre Sammlung von 4Y0CO Dollar. * Vom arabischen PaiLstrrra-KorNitee in Kairo. Wie a»S Kairo berichtet wird, hat das arablsche Palästara- Komiter iu Kairo ei« großes Protestmeetwst gegen die Balfour- Drklarrrtipn embrrulen, zu welchem über ßt 0 Einladungen er-- gingl«. Doch lamen von den Geladenen bloß 20 Periouen. Die Verrammlung wurde abgchaltrn und ein pcriästiner.ffscher Ärabec hielt eure lauge Rede, in welcher er gegea dre engli'che Politik und die Balsorir-Dellaration Front machte. Die Rede übte kemerlei Wirkung aus die Zuhörer' und dr« Ver'ammlung wurde rasch geschloffen. * Bereinigte h<-ralsche Schule«, chme hebräisch^ Kurse für Erwach'ene, und zwar rt II., Glvße Mohrengass? 16/22, für Vprge'chrcktene mrt 4brs 6mvn»tlrchem Vorstudium, b) XX., Othmargasse 46, für Anfänger werden in den nächsten Tagen eröffnet. Anmeldungen werden in den obigen Schulen an Wochento-en von 4 bis 7, an Sonntagen 'von 9 bis 12 Uhr entgegengenommen. In selber Zeit findet auch die Emschrobung für Teilnehmer an sonstigen Erwachsenen- «nd K'mderkursen statt. * Bortrag Lber Psychoanalyse. Freitag dcnd.Dezem» b« d. I.. 7 Uhr abends, spricht Do-ent Schilder yon der v'ychiatrischen Umverfirälstlinik WaKner-Jauregg im großen Hörsaale des Phpffdlogrschrn Jnstitws, lX., Sckwarffvan'ersiraße, über Pspchoanalys e- Der Vortrag wird vom Aiademischeu Verein jüdischer Mediziner verinstaltel. * Der Berei« für Post-, Televhcr«- nnb Verkehrs« iatereffe« hält seine XX. ordentliche Geireralversammlung a m 12. D t g c nt b c r, 6 Uhr abends, im Festsaale.der Wiener Kaufmannschaft. I, Schwarzenberaplatz Nr. 16. ab. Zu dies« B-'rsammlnug werden der Bundesimnister Dr. Rodler und Sektronschef. Stachel rinaeladcu und werden über die Tarrferhöhrrrigen und dir lirsbezügl ch zugesagtrn Erleichterungen, ferner über den Stand des Tclcphonausbaues und deS Termins seiner Vollendung-und über die endlich« Behebung ,der unerträglich gewordenen Trlephonwrderwärtrgkelten ruterpellstrt werden. * GchÜlerstreikr an der Neue» Handelsakademie. Die Schüler der N um Handelsakademie am Hamerlingplay find gestern morgtus in den Skt cik getreten. Der St>eik ist zum Ausbruch gekommen, weil der Wiener kairfmännische Verein, dcm die Neue Handelsakademie gehört, eure Na5uragZmhlung!ür das Schulgeld rm ersten Semester verlangte-, DaS Schulgeld betrug vom September bis Februav X 3000; infolge der gesteigerten Auslagen fab sich aber der Kau'mannische Verein genötigt, eine Nachtrggszahiung in der Höhe von 1-10°/» des Schulgeldes, also inSg'samt X 7500. zu fordern. Drese Sumrire soll zwrschrn 1. und 3. Dezember bezahlt werden. . - * Ci« EdelmetallVorkonimer, i» Obevöfterreich. Wie die Koircfpoudcnz Herwet berrchiet, »vurde m Windhag der Pcrg m Odkröstrrreich eine Versuchöschür ung vorgenommen, de« von ouicitt Erso'.fl begleitet war. ^Daverarbeitete Gtstem ergab per Tonne 83 g Gol.?, 75 g Srlber und 8 g Piatm^ Zur Ausbeute dieses Ereimetallvor.'ommens rvird dort eine Goldwäscherei mit den daiuaehnngkn Gebiiriden und Maschinen errichtet. .Das vorläufige Betriebskapital K 80,000.000 und #»«* dakirlbe, von e riem Wicue-.- Großn'nstri-rllcn vorg streckt. . . .

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