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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-29 · Heft 1018 (29.11.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1018 (29.11.1921)
Date
1921-11-29
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Mensiüg SßUwr M»rAe»teki««s 29. November 1921 »r. «W Trotz Preissteigerung ^.i”r:.5«Äh.*ltekäafe f<sinsler Karl schwarz & coi Hßfr80-0.Gamß0-SteW!lSel,r preiswert bei VI. Windmühlgasse 2. lKrregsb «schädigte« vvrlag. so ka«n ein« derartig verspätete An' »eldu«s »ach dem Si. Dezember 1S21 nicht mehr berücksichtigt w erd en. \ * SefteetLrftrLe. In der Zionistische« S e 11 i o n für die westlichen Bezirke W i e n S . ist der Posten eines EhrensekretärS z» besetzen. Amlsstunderr täglich (ausgenommen Samstag uod Sonntag) 8 Stunden. Nette Hundschrift, Fähigkeit z« selbständigem kleinen Konzept erforderlich. N«r schnfttiche Offerten «it Gehaltsangabe an den Obmann Herrn Dr. Max Bernhardt. Rechtsanwalt in Wien- VI* Estelhaztzgaffe 34.! * Jüdischer Frauenbnnd HX.. Liechtrnsteinstraßr li/13) Sonntag de« 25. Dezember, V-7 Uhr abend», im Fcstsaal des Hotel Tontmrntal, H., Tabvrstraße 8, große Chanuka-Feier' zuärmsten der Jnlandaklion titr kranke wie schwer unterernährte Kmdrr. Mrtwrrkend: Dberfeldrabdiuer Pros. Dr. Josef Mrcses. Oberkantor Gerson Maraulirs, Konzertmeister Zimdsir, der Jüdische Gelangverein lDirigent Prof. Brallamiti), ein Streich« qnartett des Hakoah-Orchesters. Kartenverkauf: Jüdischer Frauenb»»b, Indische K-nderftrunde, II., Obere D'onaustraße 91, Kassa der »Weener Morgenzerlung-, kl . Tabo.straße 1, Buchhandlung R. Lowrt, Rvlentnrmfiraße 22, Konzerlburra» .Aida", It., Tadorslreße 7. * Ansuahme deS GiscubahuverkehrS mit Oeden. t«rg. Laut Verständigung der.Südbahndireknon .wird der Personenvnd Güterverkehr, zwischen Oedenburg und Wiener' Neustadt am 3t). d. M. wieder ausgenommen. Von diesem Tage «gefangen verkehre» auch die Balatoir-Züge zwischen Budapest «ud Wie» über Wieuer-Neufladt, und zwar bis auf werteres täglich. * Wetterbericht. In den nördlichen Alpen ist das Wetter «eist heiter bei Frost. Zn Wien und G?az fälle Schnee. Voraussage: Herrschender Wettcrcharakter anhaltend. * Streik der Typograph«» i» der Slomadei AuS Preßt»urg w,rd gemeldet : Gestern teiken Vertreter de^ Organe atro» der Typsgrapheu dem Polizettnrelror von Prcß, bürg mit, daß alle Typographen der Slowakei m>t Aus nähme der m den staatlichen Betrüben Angestellten rv den Streek treteu. Sie erktänen gieichzerug, daß überall Ruhe uu Ordnung werden au-rechrerhalten werden. Rach einer Mir teilung des Pol-zeidwektors hat der Streik m Kascha» bereit? begönne». Der Slrerk hat ferne Ursache in Lohndifferrnzcn. * Achtung vor gestohlene« Thea^rrkartr«. Die Direktiva des Joiefstädter Theaters teilt mit, da3 aus dem Sekretanat des ^heat<rs erne Maffette mit grünen Theaterkarten für Donnerstag den 1. Dezember gestohlen wurde. D.e Karten der Maffette gelangen m Ären nnbcsugterweise durch emen iitwßiti Mann zum Verkauf. Es wird davor gewarnt, die'e K -rtcn anzukaufen. da die Dircklron dafür kemerler Ersatz ke.stit. Diese Karren sind ungülktg. * Gestohlene Dalutes. Am 26. d. M. gegen ll,l Uhr abends winde dem Disponenten Otto Reiner in dem Pawiergcschäst der Mane Reiner. IV., Favorttenstraße 8u ein Ppk« gestohlen, das 17.000 richervisede Kronen, »02 Dollar, 160 belgisch: Franien, 19'/, holländnche Gulden. 400o Lire, 2(00 Leva und 10-000 un;an!che Kronm uu G/samtwerr von X 3.30( 000 ent« hielt. Der Tat dringend verdächtig erscheint rm etwa 40jähriger blarternalbkger Mann, vermutlich Zt-rlrener, der mit zwei Frauen i« Geschäfte weilte und Eimaure besortzte. * .Ne»dra»dtr,vd seine jüdische Ammert". Ueber die ZulaWmeilhäugc des gioßen hollündrschen Meisters mit dt« Jutenlnrn und seiner jüorscden llmgebuna wird der bekannte Kunsth'sto!iker Umversilarsp-ofeffor Dr. Mar Eisler am der. Hand von ttdjtb 16*« tim SamStag fern 3. Derember im Festsaale de» G e v e r b c v e r e i n e S. t„ Eichendachaaffe 11. einen erngehenden Vortrag halten, der im Aufträge des Vereines für jüdi che Geschichte und Kultur vom Konrertbureau Haruach veranstaltet wird. RDüiche Karten rm Gewerbevere-n. der R. Löwlt. 1., Rolrnturwstraßr 82, an der Kaffe der »Wiener Mor.-enieitung", U., Taborstraße 1, unv im Karlenbnr:au Aida, II., Taborstraße 7. * Araui«. Heute, Dirmtap, S Uhr (Großer Saal): Der Kimpi mrt dem Brrge. I. In Sturm und Eis. — l/,S Uhr «Großer Saal) Deutscher Boltsliedervbevd. — 7*6 Udr (Kleiner Saal) Umv.-Pivfeffor Dr. Robert F. Arnold: Engtnche Eim> drücke, HI. — lJtH Uht (Kleiner Saal) Dr. Helene Deuttch: Pchchoonalhse und die Fran'n. — 7*6 Uhr (KurLsaal) Pnvatdozrnt Dr. Karl Brunner : G«oßbritan«im. lerne pesellschasiliche« und staatlichen Ernrichtunam. 1k. — */,8 Uhb (KurSfaal) U« v.- Prof.ffor Dr. Eduard Castle: Das Eheprvblem der Goethe, V. — V,6 l hr (Klubsaal) Dr. Josef Zuch:. Jnlirumentalkurs 'i.r Gna-ltn- und Vaut.nspiil, I. — '/,8 Uhr (Klubsaal Dr. Joirf Zutr: Das deu'sche Voüslied zur Gitarre, Xt. — 7 Uhr (Mrkroskop,er>aal Univ.-Assistei,t Dr. Alfred Lmbergei: Anatomre der Pslanze, 1U. __ Kommunales. Wiener Gemeinderat. . Sitzmig am 28. November. Die Erhöhnng »es StratzenbahntarifS a«f SO Flr«»-e« a»ße«v»me«. Gültig vo« S. Dezember a«. Auf der gestrkg«» Tagesordnung standen nicht weniger als 64 Geschäftsstücke zur Beratung und Beschlußfassung. Sehr wichiige und mivder wichtige, die zum größten Teile in der Qrffentlichkeit durch Bekanntgabe der Beratungen und Beschlüsse in de« Ausschüssen schon bekannt sind. Manche Anträge wurden debatbelos QNgenommen, manche erst nach einer Debatte. So wnrde der Antrag, dem Magistrat: hie Ermächtigung zu erteilen, von der Niederösterreichischen Escomptv-Gesrllschast -und Oesterreichischen Länderbank unter den angebotenen Bedingungen 37.500 Stück Aktien der Hofherr - Schrantz - Llahton - Shuttleworch, landwirtschaftliche Maschinenfabrik A.-G., neue Emission, zu bept amtlich festgesetzten EmissionskurS von 2300 Krone» per neue Aktie zu übemehmen, angenommen. Der Gmossenschaft der Lildenden Künstler Wienwurde anläßlich der 80-Jayr-Feier ihres Bestandes für die stattfindende JubiläumSkunstausstellung ein Ehrenpreis von 30.000 Kronen bewilligt, ebenso für die Angestellten der Kentralsparkasse eine einmalige ÄushilsS im Belage von 2,076.500 Krönen. WeiterS wurbm Zuschuß-,' Nachtrags- und Baukredite für Änkchassungen, Adaptierungen und sonstige Zuwendungen an städtische Anstalten und Betriebe im Gesamtbeträge voN vielen Miklionen Kronen bewilligt. Das Hauptmteresse aber konzentrierte, sich aus die Rese>raw. des VrzebürgerMisterS Cumerling und d«S. SZadt- .rates Speifer über dt« Erhö hnn g de S St ra ßenv aHntari fs einerseits und über die Erhöhungder Teuenmgszulagcn und WeihnächtSremunexationeu der Bediensteten ,rnd Arbeiter der städtischen Straßenbahnen und der Kraftstellwagenunternehmung. Die erwähnten Referate lösten eine uferlose^ Debatte'aus, in welcher die oppositionellen Redner sich's nicht nehmen ließen,. an der städtischen Verwaltung rmmer wieder und itwebfir, die schärfste Kritik zu üben, ohne auch ante den geringsten Eindruck bei der Majorität zu erweckerr.-^ \ . Hier das Wesentl lchste aus der Sitzung: ' Siadtrat S p ei s er sagte, r-aß am Gaund dir Verhandlungen das reine Einkommen der Bedienstettn von ktwa ll 4200 cm! X 7200 wöchentlub steigen werbe. Demgegenüber wurden der Gemeinde einige Begünstigungen eingeraamt. die vom Stmadpnnkt einer guten Betriebsfühcnng von Bedeutung sind. Die gesamte Mehtbelastung durch die Erhöhung der Tcnernngszulaeen wird 1730 Millionen Kronen betragen. In dieser Ziffer sei die Weihnachtßrrmnneralion vo« 81 Millionen inbegriffen. Duebargerme'ster Emmerling begründcte die Hrböhnng LeS Straßenbahnlarifs von X 16 auf 30 mit den üngeheanmPeasonal- und. Materiallasten und erklärt, taß die Gesamtlastcn beim 16-Aronen-Tarif 6*/» Milliarden, die Gesamteinnahmen. ebenfalls fi1/» Milliarden betragen. Deshalb müffcn d-.e MehrauScaben durch V e r d o p v l n n a d e r Fahrpreise hereingebracht wrrdrn. Eine Siaffelung der Preise, wie sie im Frnanzansschuß von der Oppofft'on beantragt wurde, konnte nach reiflicher PrÄung nicht in Vorschlag gebracht werde«, da ein Streckt»- und Zonentarif das gewünschre Resultat nicht herbeisähre,' krnnte. Daher mußte zum ErnheitStarif gegriffen' werden. In der Dcbalte sprachen sich sowohl die christlichsozialen Redner als auch der Wortführer der Tschechen. Machat, und jener der DtUtschnationalm. Einlner. gegen die Eihohung aus K SO und für die Einführung de§. Zonentarifs ans. Der Svsialdemokrat Weigl, welcher in scha-fer Weise auf die Anwürfe der Geaner erwiderte, machie die gewiß mtereffante Mitte lung, daß unter de« Schaffnern tthe große Strömung gegen den Zonentarif herrsche, weil sie den Verkehr untrr rhm nicht bewältigen könnt'». Nack, dem Schlußworte der Referenten, die sich einerseits mit der Wid'rltanng der oppositionellen Argumente gegen die Vo lagen, andererseits wieder' mit ihrer B:sür»ortung befaßten, wu.de die Erhöhung d'r Teuerungsrulagen mit einigen Aende« n(-en m,t allen Stmmcn, drr Erhöhung de§ tra ßenbahntarafS von K 16 o u f K 30 gegen d i e S t i m m e» d e r O p v 0 s i t i o'n astg'.uommen. Vereinsnachrichien. H .r 5 r ä i s ch e r^K l u b, kl., Tabocstraße 1—-3, Mezzanin. Heute rmd jeden DirnStag hon 7 bi? 8 Uhr abends Dr. K a-. minker: Literatur des MtttelalterS: von 8 bis 0 Uhr Salomo« Auerbach: Neue hebräische Literatur (Gordon). Bücher, Mitbrmgen. Eiwckre'bung donseldst. . Jugendverein Neß - Zi 0 nah. U.. Prater (Laffalleiiroße) 17a (5er-Lm'r). Gasthaus „zum Klceblati". Samstag dcn 3. Dezember um 4 llhr nackimi tags außerordentliche Generalvttsammlung. Tagesordnung: -i. Wahl einer neuen Leitung. 2. Zukunffsvrogramm. 3. Eventuelles. Zutritt nur sür Milglud r. — I ü d r s-ch e T i s ch g e s e l l s ch a ft. P 0 r z e l 1 a n g a s s e. Heute k eine Zusammenkunst. Ort «>°d Zet der nächsten Sitzungen werden 'verlaurbart w.lden. — N a t i 0 n a l f.o n d sf 0 m nt t H i 0 n b e S SrniorenverbandrS der Z. M. V. Konstituierung Freilag den 8. Dezember. FL, Taborstratze 59, 7 Uhr abends. Die Rationalfondskommiffäre und die Leiter mögen sich emfinve«. Die ErriLhrÜKg. Die Lebensmittelmarke. I« der GroßmarkiHalle h-rrlchte nur aanz germg^marr Verkehr. Die Vorräte reichten wert über den Bedarf, da infolge des Monatsendes du N a ch i r a g e g e r i n g ist. Die Preise blieben ,m Engros- und Detailverkem gegen den letzltlt Markt "am SamStag ander ändert. Auf dm GrÜttwa-e,'m8lkken war die Beschickung zwar schwach ouSg-fallen, doch konnte mck den Vorräten das Auslangen gefunden werde». Jnfolpe des kalten Wetters waren d:e Märkte im allgemeinen schwach besucht. Kartoffeln sind in genügenden Mengen ani den Märkten, dagegen herrscht an E-»-e r n «ach wie vor Überaus empfindl.cher Mangel. Die Preise blöden >m großen und ganze» unvei ändert. Die Preise sür Arpirl ziehen werter an. 4V. Js W. Beim LedenSmittrlonkanf, der bis zum Donnerktaa täglach von S bill Uhr vormittags erfvlgr, gelangt auch P r r « a S ch w t.\ n «fett zur Abgabe. -- Gleichzeitig m t dem WeihnnchtS-Stoffver auf werden auch Jngendschrifje« und Kinderbücher »ach freier AaSwahl mm Berk'U-e gelangen. Tätliche Abgabe von Freitag H»S inklusive Dienstag von 9 biS 11 Uhr vormittags. .. Bühne und Kunst. vperntheater. Pfttzinrrs ^Perlest ring", in dem sich« der Hiinmel öffnet und man die Engel singen hört, scheint im Osrerntheater kein Glücksstern zu leuchten. Wiederholt mußte die Wiederaufnahme des Werkes wegen Indisposition des Herrn Schmedes hünausgeschoven werden und.nun hat Herr Hofer sein Erb« als Palestrina angetreten. Im 'Stimmümbre feinem Vorgänger recht ähnlich, erfreut der junge Sänger durch feinen schlichten Ernst und durch einige prunkvolle, hohe Töne, die ep im.Monolog» bem Andenken Lukretiaweiht. Im Übrigen mangelt ihm noch Schmedes' großartige schauspielerische Lharakteristik und seinem Gesänge der sinnliche Glanz, den diese in Mystik getauchte lauwarme. Musik dringend nötig hat. Herr Kammersänger Fritz Fein hals sang und spielte den Carlo Borromeo mit aller Erfahrung des routinierten Bühnenkünstlers, aber ohne die wuchtige Kraft, die Herrn Schipper in dieser Rolle erfüllte. Herr Tie me r als Grovannt Moräne ist noch nicht überzeugend' und nur ein schwacher Ersatz für die überragende Meisterleistung veS Herrn Duhan. In be« zahlrcicheu größeren und kleineren PMim, wirkten die Namen Bauer .Kile efa, Kiite.l, Mihac ,ek, Jovanovie nüd Rajdl, die Herren. Markl, GalloS, Zee, Betet'tv, Stehmann. Mädiu aurd Mark ho ff spiel- und fangesfreudig mit. Herr Schalk dirigierte mit aller Liebe für den bedeutedMen Komponisten und brachte in bas Vorspiel des zweiten Aktes prachtvollvir Schwung. < . .? .Pfitzner bezeichnet sein Werk als musikalische Legende und hat für diese durch Verschmelzung von mnsikalischen Vokabeln der alten Niederländer und der Moderne einen herben asketischen Stil geschaffen, der neuartige Klänge birgt und in der Erscheinung der alten Meister, wohl echten Legendenton, aber nicht drarnatisches Leben erreicht. Man atmet erleichtert auf, wenn in der Erscheinung dev Engel endlich Frauenstimmen zu Worte Lammen und die Miffik des» alten Palestrina in ihrer unirdischen Reinheit erstrahlt. Allzu schreiend wirkt der Kontrast des zweiten Aktes: Nicht nur die Kirchenfürsten, auch die Mnsik hat das bunteste Gewand mrgezogrn. Mai, sicht und hört grelle Farben, die blenden, aber nicht wärmen, es meistersingert aus jedem Munde und Sing schule und Festwiese haben sich ein Stelldichein gegcien. Der dritte Akt findet' Momente von wunderbarer Jnnigtcit, aber eiaien erschöpften Zuhörer, dem in diese,» «ach höchster künstlerischer Weihe strebenden Werke zu viel Legende und zu wenig Opeü geboten, wurde. üb. Der Streik der Schauspieler. In diesrm Streik »uß die ganze einsichtige Orsfentl,chkeit auf Seite der streikende« Schauspieler Üehen. Selbst wenn die Forderungen der Theaterangesiellten seitens der Direktoren nicht so leicht erfüllbar waren, wie der Sekretär des Bühneraveremes in der jüngsten Schausvieleaversammluvg darlegte — seine Berechnungen über die Bruttoeinnahmen der einzelnen Bühnen können ja irrig sein — .so steht doch fest, daß d i e G a g e u der Bühne-nkünstler im Verhältnis zur gegenwärtigen Tenernng einfach beschämend gering s i n d und daß ihre Forderungen, die durchaus billig erichemm. unbedingt erfüllt werden muffen, weil die Bühnenangestellten «it derartigen Eivküuf t e n einfach nicht leben könne«. Jener Teil des Publikums, der die Absage der Vorstellung sm Apollo-Theater und im Theater au der Wien mit Unmut aufnahm, ja sogar lärmte, zeigt ein kraffes Unverständnis für die wirkliche Situation. Die von den Direktoren zugrstandene Mindestgage von kl 30.000 ist ja völlig unzulänglich. Das Publikum, zumal jenes, das sich biSuun.Tdraiersitzr kaufe» koprt«. wird sich andie Erhöhung der EintriltSpreise gewöhnen müssen, sonst würde ihm für absehbare Zeit der gänzliche Verzicht aus Theatergenüsse winken. Die Schauspieler «erden von den Brnderorganisatronen «m valutalrästigen Ausland reichlich gefördcrt und könncn durchhallen. Die Srreiklcttung zahlt an die nichtspirlenden Schauspieler die vollen Septembergageu bis zu einem Taglohn von K 12(0 aus und der Bühnenverbrnd verfügt über eine gut gefüllte Slreilkaffe. Freie jüdische Volksbühne Gastspiel im l^ustspieltheater Sonaervevatulltmg 7Bu®YbT„fc Der. OoHFsjing MT X> a b T H o a t r i «T g SohauBpl«l in 4 Akt«^ von L. Kobrtn balzt! Aus de« Theater». Im B u r g t b t ö .t t x geht morgen, Mittwoch, 7 Uh, alieuds (b.schravkier Kar»enve,kauf z« erhöhten Preist«), »Und P r p v a t a n z l* in Szene. In der S t a a t S ö p e r gelangt morgen, Mittwoch, 7 Uhr abends, »M a n 0 n* zpr Ausführung. . BolkSoper. Heuie, Dienstag, -«elavtzt PncciniS „B 0 M m t* zpr Erstaufführung. Beginn 7 Uvr. An der N e u e n W i e n e r B ü h n e gelangt Donnerstag den 1. Dezember, 7 Ubr abends. ,D i e f r e m d t F r a u" komme X-) von Alexander Biffon mit den Damen Eis». Lvovsky, Karna «nd Biera und deu Hcrren Aicher, Dirßl, Egerer, Farkas. Hendrichs. Lovrrc, Rudolph, Schrecker» Raube, Trubler und Wurms« zur Ausführung. Im L u st s v i el t h e a t e r (Gastspiel der Freien jüdischen Volk'» bühne) bleibt da» Kobrmsche SchanspiA .D e r-D » rfS j in g", daS große« Interesse begegnet.' diese n«d die »äDte Woche alltäglich am Sp elplan. Nur M't'woch den 30. d. M geht' »Gott der R a ch t*, mit Herrn Paul B a r a t 0 s f, (Ben Z»i in der Hauptrolle, nt Szene. . U rania-Frane« ch 0 r. Die nächste öffentliche Mitwirkung des Urania-Frauenchors findet bei der EcsiauffÜhrung von D e b u s s y S .NoctmneS" am 21. Dezember im Grotten KonzerthauSsaale unter Leitung von Dr. Hans Plrß statt. Im Jänner w,rd in der Uran a ein V 0 l k s l i r d e r,a v e n d folgen. Die Uebunge» finden jeden Montag von V,? bis 9 Ubr abeilds im Gtrauß-Lann«-Saale des Konzeuhanses statt; M-.d>. gliederausnahme jedesmal vorher. Tvieurr Komädienha««. Diese gastliche Bühne bvt Soianlag abends de» Nahmen für das Svjährige BerufSjubilüüm des Schauspielers Alexander D u s ch n i tz. Der Jubilar hatte sich für seinen Ehrenabend die Rolle He8 FabriziuS in W i lbrandts Schauspiel .Die Tochter^ des Herrn FabriziuS* gewählt, und wurde sehr gefriert. Obwohl sich da» übrige Ensemble aus Mitglieder» bet verschiedenste» ®icnec| Bühue» zusammensetzte, gab cS unter der Leitnng des Herrn! L e h n e r vom Deutsche« VolkSthraler eme ziemlich abgerundete, Vorstellung. Die Damtn jRefe Pauli. Emmy F d r st e r und Elfe Förch sowie die Herr« Direktor Gnstav Müller, Hans Kurth, Artur R a « z e n h 0 f c r und die klerne <Krntaj Still mark gaben ,hr Bestes. ES gab reichlichen Beifall und kür de« Jubilar anch Blume», A. 8v.! i 1

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