Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1016 (27.11.1921)
- Date
- 1921-11-27
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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~,>Svv w .«Ammmrnu PPI^Srlw'r' Jtr. 1016 Wien, Samstag Wie«se MorgerezriLANK 27 November 1921 Rrtchsko«serenz -es Kerr« Kajrmeth. Arber Beschluß der Reichsleitung Jüdischen National, fonds wird die Abkaliung drr vierten Konferenz de.r österreichischen NationalfondSkommi f f 8 r e endgültig für den 8. D e z e m b e r d. I. festgesetzt. Der Ort der Tagung, sowie die detaillierte Tagesordnung werden rechtzeitig an dieser Stelle bekanntgegebea werden. z- * . In den letzten Tagen sind dem Keren Kaj'meth wieder einige - größere Spenden zugeflossen. Unter diesen ist insbesondere die Sammlung der septzarbischen Judengememde zu erwähnen, die zirka 89.000 Kronen als erste Rate--der von, den Mitgliedern ihrer Gemeinde anläßlich der Feiertage gewidmeten Nedarim und Festspenden abffchrle. Fr.mer erlegte der Unterstützungsverein „Esra", der sich bekmistlich .L neben seinen Humanitären Zielen auch die Vertiefung hes nationalen Gedanwns unter seinen Mitgliedern angelegensein läßt, über 21.000 Kronen als Summe der ThorrstzMden, die bei dem von ihm veranstalteten Minjan zugunsten des Jüdischen Nationalsonds gemacht wurden. ,Em hervorragendes Beispiel von OPferwtlligkeii bretet kiyls Beschluß des akademischen Vereines „Esperanza", wonach von'allen für den Verein einfließenden Betragen in HinfüZ.s Prozent dem Ke rem Kajemeth zugesührt werdm sollen. Außerdem verpflichtet sich eine große Anzahl von Mitgliedern dieses Vereines, sich auster dem bereits - geleisteten Maasser für den Keren Hajessod noch )- .? eine besondere Selbstbesteuerung für den Keren Kajeineih 'i;.-' ' -e airfzuerlcgen. Es ist zu hoffen, daß das Beispiel des akademi- ''' v schm Vereines „Esperänza" in weitesten jüdischen Kreisen Nachahmung finden wird, da der Keren KajemeLH nur durch die äußerste Anstrengung seiner. Freunde in die Sage versetzt kwerden kam:, die ihm in neuester Zeit angebotenm großen iTrr'rarus in Erez-Jsrael als ewiges Gigerltum des jüdischen Volkes zu erwerben. Ko»ti«eAtales B«rea« drr ziy»istische« Exekutive. Die Exekutive der z>on stischen Organisation gibt besannt, baß sie 'em BnreaninB erlin errichtet hat. Das Bureau wird alle diejenigen Arbeiten anssühren, die ihm' von der Exekutive generell oder im eimelven Falle überlragen werden. Insbesondere wird es im Austral! der Exekutive, den Zusammenhang der rionistischen Organisationen auf dem Kontinent zu festigen suchen und der Londoner Zentrale als. 55 c r m 111lungSstelle in zionistischen »nd allgeinern-jüdlschen Angelegenheiten zur Verfügung stehen. Das Bureau, besteht ans den Herren Dr. Viktor Iakobsohn, Dr. Artur Hantke, I «li» S B e r g e r und K « r t B l u me n f e l d. . Dieselben Herren bilden auch die Abteilung für Zentralenropa deS K r r eri H aj e s s v d. DaS Berliner Bureau der Exekutive der zionistischen Organisation und daS Bureau deS Keren Haftssod, Abteilung für Zentraleuropa. befinde»'sich Heide in Berlin W. iS, Sächsische Straße S. _. ®tn Komitee Zugunsten der Palästina- Einwanderer. Zn Jerusalem hat sich unter dem Vorsitz von Sir Hyndham D e o d e s, Zivilsekretär von Palästina, ein Komitee für Unterstützung der Palästina-Emigranten (?Ll68tlnv Immlstravt IVeNfars Oommittov) gebildet, welches bereits seit einigen Monaten eine segensreiche Tätigkeit entfaltet. In dem Komitee ist die jüdische Arbeiterorganisation vertreten und die Arbeiten des Komitees geschehen im Einverständnis mit dieser. Das Komitee besteht aas folgenden Mitgliedern: Sir Wyndham D e o d e §, Vorsitzender; Herr K e s s e l m a n n, Kassier; Frau SKotntattn Bentwich, Sekretär; Frau Herold S a l o m o n, Finanzen; Major Morris. Sport; Frau Doktor E d e r, Küchen; Frau Sophie Berger, Fürsorge für Frauen und Kinder; Dr. Hugo Bergmann, Kultur; Herr Tolkowski, Empfang der Einwanderer. Außerdem gehören dem Komitee an; Frau Ben Z wi, Herr Ben Z w i, Herr Albert H y a m s o n und Dr. de Sola Pool. Das Komitee hat bisher größere Summen für Verbreilung von Büchern zur Förderung des Sports und zur Fürsorge für Frauen bewilligen, können. Es besteht die Absicht, Zweigstellen dieses Komitees in allen Landern zu gründen; namhafte Persönlichkeiten aus allen Ländern haben bereits ihre Mitwirkung zugesagt. (I. C. B.) KEurhunZer in PaLLstina. .V Jed-er, der auch nur einmal die Wohltat eines Buches ft»; sich erlebt, unter denr köstlichen Zauber eines Kunstwerkes gestände»: oder die nervenlösende Wirkung der Musik an seiner Seele erfahren hat, wird die Not derjenigen Mitempfinden können, die jeder Möglichkeit beraubt finb, zu dieser lebensteigöÄdsu Genüssen des Geistes zu gelangen. f' Irr dieser schmerzlichen Lage befinden sich heute Hunderte vpn-kjuügen, kulturersehnenden, kulturempsäirglichen Genrübern in^> P a 1 ä stina. Gewesene Mittel- »md Hochschüler und -schülerinnen, absolvierte Akademiker und Akademikerinwon aller Berufe, Töchter und Söhne ans den bücherverehrenden Familien des Ostens, aus den vulturpslegendeu Städten deS mittleren Europa sind heute vielfach die Schwerarbeiter im unbewohnten und mkirltivierten Innern des verwahrlosten Palästina. In harter, einförmiger, Tag für Tag sich wiederholender Tätigkeit schaufeln sie während vieler Wochen und Monate, ja. hauchende Sümpfe zu, häufen sie Steine und Schotter zu. Dämmen, beackern sie seit Jahrzehnten brachliegenden Bodrn und bepflanzen sie öde» Dünensand in heißer Sonne. Ihre Begeisterung für die Schaffung einer jüdischen Heimat, ihre Liebe zu. ihrem Volk, ihr Glaube an seine Zukunft, bas gibt dieser idealdenvenden Jugend die Kraft, die entbehrungsreiche, knappentlohnte und mühevolle Pionierarbeit zu verrichten, für deren Selbstverleugnung es kein anderes Entgelt gibt als bas Bewußtsein, dem Zukunftswohl ihrer Volksgemeinschaft zu bienen. Darin mochte der greise Faust das höchste Glück der Menschenkinder erblicken, nachdem er mehrere Menschenalter dem Drange seines Geistes Genüge getan. Aber wie soll ihn diese Jugend befriedig-eu, in deren Blut er als ein vieltausendjähriges Erbe gewaltig lebt? Es ist vielleicht der schwerste Teil der Entsagung, die sie auf sich genommen hat, daß sie in ihren Freistunden, an Ruhetagen und am Feierabend auf all die Anregung, all die Erhebung, Belehrung und Bereicherung verzichten soll, die ihr aus einem Buch, einem Vortrag, einer musikalischen Darbietung fließvir kamt. Diese Entsagung fällt umso schwerer, als ihr ja sv leicht ab geholfen werden könnte! Dächten nur die kulturllebenden Brüder irr der übrigen Welt mehr an diese geistige Not in Palästina, wie rasch könnte ihr gesteuert sein! Leihbibliotheken und Lesezimmer könnten in ftdrr kleineren Siedlungsgemeinschaft errichtet werden, Wanderausstellungen, Wandervorträge, Wanderkonzerte in häufiger Folge veranstaltet werden, und das kahle, täglich opferheischende Leber: der Pidniere bekäme gleich mehr Glanz und Fülle und gewänne dadurch täglich neu seinen Sinn. In der Erwartung, daß die kulturgeuießende Menschheit nicht gleichgültig bleiben werde, wenn sie den Ruf des kulturhungrigen Palästina hört, hat die dortige Arbeiterschaft einen Kull-nrausschuß (Waadat Hatarbüth) damit betraut, Verbindungen nach allen Ländern zu suchen und überall ein Kulturhilfswerk für Erez Israel zu organisieren. Unter dem Eindruck der Schilderungen seiner Abgesandten hat sich im Juni des laufenden Jahres in Wien solch eine erste Zweigstelle iw/ Jaffaer Zentrale des Waadat Hatarbüth gegründet und durch Ausrufe und Versammlungen auch Spende:: von etwa 1000 Büchern erlangt, von denen die Hälfte bereits nach Palästina abgesaudt und von dort bestätigt worben ist. Der Sommer hatte die eifrig begonnene Sammeltätigkeit unterbrochen. Mer nun geht die Waadat Hatarbnth daran, sie intensiver und umfassender zu gestalten. Bücher und Kunstreproduktionen in erster Linie, aber auch Musikinstrumente und Lehrmittel, Noten, wissenschaftliche Instrumente. und Apparate sollen nach Tunlichkeit beschafft und huruntergeschickt werden. Dankbar wird alles entgegengenommen, was man geben kann und will^was in jahrelangem , Liegen verstaubt oder auch verdorben ist. Alles ist willkommen. Natürlich nicht, um als Kulturmist tu Palästina abgelagert zu werden, sondern um als Tauschobjekt zu dienen. Heute «präsentiert alles einen Wert und jüdische Buchhändler rechnen auch das Unbrauchbarste in entgegenkommendster Weise an bei Anschafftmg jener Werke, die tatsächlich für unten von Bedeutung sind: landwirtschaftliche und technische, naturwissenschaftliche und Nation alöwnomische, hauswirtschaftliche und hygienische, pädagogische und schöngeistige Literatur. Die jungen Akademiker, die die Leitung des Wiener Waadat Hatarbüth bilden und selber in modernster Weise geschult und gerichtet sind, sorgen dafür, daß nur das Beste vom Besten hinuntergeht, die bewährtesten und letzten Ausgaben wissenschaftlicher Werke, eine Auswahl der gediegensten und bis über die jüngsten Bestrebungen orientierenden Erscheinungen aus all«: Knlturgebieten. Jeder, dem einmal ein Buch eine tote Stunde zu einer lichtbeflügelten gemacht hat, dem ein Buch aus einer trüben, schalen Stimmung zum Aufstieg in vergessene oder in neue Welten verholfen hat, jeder von diesen muß sich dem Kulturhilfswerk des Waadat Hatarbüth zugesellen. Nichts gilt hier Klage über eigenes geistiges Darben in unseren teuren Tagen. Au dem, was trotz allem auf Schritt und Tritt auch weiterhin uns recht zu erfreuen und zu beglücken vermag, können wir erst ganz ermessen, wie groß der uns umgebende Kulturreichtum ist im Vergleich zu der Kulturwüstenei des palästinensischen Siedlers und Wegbereiters von heute, und wir können uns gar nicht eilends genug daran machen, ihn daraus zu befreien. Jede Mitteilung an die Waadat Hatarbüth in Wien, 19. Bezirk, Kreindlgasse ‘10, daß man bereit ist, für seine Saminelaktion etwas zu spenden, und Angabe der Stunde und des Ortes, da es ab geholt werden kann, bedeutet einen Schritt zu dieser Befteiung. Dr. Nadja Orinstein-B rod sky. Die Arbeit im Tale Iesreel. Wie aus Jerus alem gemeldet wird, beginnen bereits die Arbeiten auf dem vor einiger Zeit vom Jüdischen Nationalfondr erworbenen großen Terrikorinm im TaleJesreel. Eine Gruppe von hundert Chaluzim hat sich u n w e i t v o u G i l b o » niedergelassen, Leutr. die in ihrer Mehrheit schon mehrere Jahre als landwirtschaitllche Arbeiter tätig waren. DaS KolonisatiouSdepartement der Zionistischen Kommission hat einen detaillierten Arbeitsplan laut de» Kongrebbeschlüsie» auSgrarbevet. Zunächst sollen die Grenzen deS Gebietes mit Daumen brpstanü, die Knltiviernng deS an Arbeiter vernnetetev Bodens begonnen und das augenblicklich nicht anbaufähige Land Weidezwecken dienstbar gemacht werden. Großarnge Weideftachen bieten gute Möglichkerlen für die Viehzucht. Ingenieur Ruthenberg ist beanftragl worden, die Pläne für die notwendige Bewäfferung, Kanalisation Md Straßenbauten curszuarbe-ten Md 30 A: beiter find ihm zu diesem Zwecke beigegedep. Nach Vollendung dieser Arbeiten soll mit der intensiven Bodenkultur begonnen werden. Außerdem soll eine Straße angelegt werde«, welche bitfc Ländereien mit der nächste» Mjeubstz«- Seite 7 ' Die Nanserr-Hilfe in Rrrtzlarrd. Die Moskauer „I s z w e st i a^ berichtet über die Tätigkert drr Nansen-Hüse. Vom 1b. Oktober bis. zum 20. November sind i» S a r a t o w 52.000 Pud weiße- Mthl und ungefähr dis . gleiche Menge anderer Lebensmittel eingetroffen; die gleiche Menge Lebensmittel dürste sich noch auf de« Wege befinden. Außerdem find bedeutende Vorräte an Kinderbekleidung ond e n g l i f ch e "M u st e r k ü ch e n sowie melirere Lastkraftwagen emgetioffcn. Die Küchen wurtzeu »ür den Kreis Sa-atow und du Wol; a-Kolonun bestimmt. Bis zum 20. d. hat dre Nansen-Hille 169 Küchen eröffnet, davon 86 ttt SaratoÄ selbst und 27 in de» i> entschen Wolga - Kolo «ien. Dorthin weiden in de» nächsten Tagen Leben-mittel für 20.000 Kinder abgelicn. Große LedenSmittelmengen wurden auch für die Kinder anderer Gebiete abgefertigt. Die Nansen-Hilfe glaubt, Ende Dezcniber §00 000 Kinder im Gouvememeut Saratow und 50.000 Kinder aus den dmischen Wolgakolvnicn verpflegen zu können und wlll hrezu 60o neue Kmderküchc« eröffne». In K a s a n ist die Deutsche Roie-Kreuz-Missisn angexvmmen. S:e bringt 40 Waggons Arzneien mit. i In der Provinz Zarizrn beträgt die Zahl der hungerude» Kinder 160.090. Die Hilsskommnfion ist nur imstande, etwaübeT^ 12.000 zu verpflege». / J Helft den «Meidenden jüdischen Studenten! Wir erhalten der folgenden Aufruf: DiejüdPh«! Studentenschaft Wiens führt seit Jahren eine» schwere^ Kamps gegen die wirtschaftliche Not und sie scheut keine. Opftr, um die meist vor dem Kriege begonnenen Stu< dien zu vollenden. Hunderte boit diesen stillen Duldern! und Kämpfern sind dem Hunger und der Kälte aus gesetzt^ Hunderte erreichen geschwächt ihr Ziel, Hunderte leides ihr Leben lang an den Folgen der Entbehrungen ihvep Jugend. :1 Es ist die heiligste Pflicht der breitzesten Mischer Oesfentlichkeit, diesen ärmsten jüdischen Studenten tatkräftig beizustehen und nicht gleichgültig zuzuschauen^ wie die Besten der jüdischen akademischen Jugend leidend Der in Wien seit 15 Jahren bestehende Verein! für unentgeltliche Arbeitsvermittlu ng an, jüdische Hvchschül-er, 9. Bez., Zimmermannplatz 8, hat sich zur Aufgabe gestellt, mittellosen jüdischen Stu->. deuten zu Helsen, ihnen Erwerbsmöglichkeit und bamiti auch die nötigen Existenzmittel zu verschaffen. j Mehr als je ist in der jetzigen schweren Zeit deri Bestand dieses Vereins eine bringende Notwendigkeit./ Indem wir von der Wiedereröfftmng unserep^ Tätigkeit im laufender: Schuljahr Nachricht geben, wenden wir uns an alle, die StMen zu vergeben haben mit der Bitte: ■ { Bedienet euch bei Besetzung der für Studenten p-rssendenStellen unserer Veri mittlung, dieselbe erfolgt kostenlos. - Hunderte arbeitsuchender jüdischer Studierender aller Hochschulen Wiens und aller Fächer sind bei uns, angemeldet, sie -eignen sich vorzüglich! als Hofmeister,, Erzieher, Hauslehrer, Gesellschafter, Kanzlei- und technische Hilfskräfte, als Dolmetscher und Ueherfetzer. i Juden Wiens! Ermöglicht durch Propaganda den Fortbestand unseres Vereins, unterstützt sein Wirkens Ihr helfet dadurch der jüdisch-akademischen Jugend irr ihrem harten Kampfe und lindert deren drückende Not! Für den Verein für unentgeltliche Arbeitsvermittlung an jüdische Hochschüler: Oesfentlicher Notars Dr. I. Vermann, Rabbiner Dr. D. Feuchtwang, Professor Dr. M. Güttmann, Schulrat Dr. H. Pollak, Leiter des Wirtschafts- und FürsvrgeamteS des Jüdischen Hochschulausschusses E. Süßkinb, med. Hirschhorn für die Rede- und Lesehalle jüdischer Hochschstler I. Wachtel. Der nUeberf»schi»gsS«gt fcho« a». In Wien tagt gegenwärtig em österreichischer Baurrntag. Wo den« sonst? Die Herren vom Lande find zwar auf den ^jüdischen'WaffelkopI^ deS kleine« Staatskörpers gewöhnlich nicht gut »u spreche«, aber wen« rS ein paar Tage gemütlicher Unterhaltung z« verbringen gilt, dann finde« sie halt doch in die verlästerte Bundeshauptstadt. Wer aber bezweifelt haben sollte, daß hinter der protzenhafte« Anfwachuug etwas anderes steckt als der Drang nach „a bißerl o Hetz und Gaudr". der wird sofort einer besseren belehrt, wenn ans de« Forum der Agraner die Versichrung laut wird, daß der Banrr nicht mit seinem Eigentum schallen «nd walten kann, wie er will. DaS wäre rein Materialistisch gedachtaber nicht christlich und nicht menschlich. Der Btsitz gibt nicht nur ''echte, erbringt auch Pflichten mit sich und der::: oberste ist die, den Besitz nicht bloß z» erhalten «nd, z« verwerten für dre eigene Person «nd die eigene Familie, sondern ihn auch z« verwerten für «e Gesellschaft, für d e u Staat, für die leidenden Mit- « e n s ch e n. Das ist christlich und in diesem Smve fassen w i r die Nnverletzlichkeit de- Privateigrninms auf." Da wir nicht glauben können, daß die Herren ihrer selbst spotten wosten, müssen wir eben annehmen. daß sie sich Über die „notigen Stadtirack" lustig machen. UebrigenS wnrdrn die zitierten Worte natürlich von keinem Oesterreicher und keine« Bauern, sondern von dem bayrischen Delegierte« Dr. Schlittenb aner gesprochen» so daß «an dem Redner immerhin den Mlderung-grnnd ,«billige« kann, er habe wenigstenselber -aS, was er sagte, auch geglaubt. Da aber der Bericht nicht meldet, daß der gute Mann nach solcher Rede hinanSgeworfen oder mißhandelt worden sei, so haben ferne Zuhörer die Sache wohl für _ ttat) fick ützu.de,MM Sta««SLttWÜ»Za» währxmd JMm Srt>c imä jKR Wfett* schütte» fr frtett* Hauon _6Klwi)ra JoIL