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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-26 · Heft 1015 (26.11.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1015 (26.11.1921)
Date
1921-11-26
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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DMe 4 9®ien, Samstag i*T' -—-—----- Wfckche Möglichkeiten besaßen, als die Zeiten der tDeirrrlichkeit. Je mehr oin Naturakt versteckt und sogar "verachtet wird, desto mehr idealistische Gelegenheit hat ^das sittliche Bewußtsein. An diesen« Zustand des sittlichen Prinzips will niemand rütteln. Es bedeutet ciitv.’ M>rali>che Erhöhung der Menschlichkeit und eine«« Maßstab zur Verwertung moralischer Entwicklung. Die Frage ist nur, was unsittlich ist, das. heißt, was dieses Meal zu zerstören droht. Alle Kunst ist mit Erotik durchsetzt. Nicht nur. iöaß' sie einen großen Deil ihres Stoffes .abgibt, sondern Nerv-rn schwingen erotisch, wenn sie schöpferisch ^rud. Es ist deutlich zu etfounen, ob ein Werk geschaffen trrird, n««r um nackte Erotik srilzubieten oder ^eil die ItnrstandL und Mbenumstnude der Erotik eine ilkünstlerffchL Ervegnng Hervorrufen., Das ist der einzige ^Unterschied. Der „Reigen" ist geschrisb-Nl worden, 'um Nfe R'chLig-eit und Melancholie des geschlechtlichen zv zeigen, div ju etitcm künstlerisch reizvollen Riderspruch steht zu seiner scheinbar unermüdlichen. Intensität. Er ist nicht geschrieben «uorbcn, um den ^Geschlechtsakt zu zeigen oder zu verherrlichen. Die Kühnheä lag darin, diesen Vorgang selbst einmal dran- -Zunehmen. Vielleicht ist das gesünder und sittlicher vktz seine Reflexe und Ausstrahlungen, die bis zu den krankhaftesten Dämoniett den Inhalt anderer Stücke bilden.-Die Begründung des gerichtlichen Freispruchs Erteilt in diesem Punkte sehr gut. Die Richter haben erkannt, daß nicht eine gewollte Unsittlichkeit, sondern ganz im Gegenteil ött ethisches Prinzip hier waltet. Es bLibt nichts andevts übrig, als die Leute, die das Kkcht begreifen, eines Besseren zu belehren. Wer die Dinge der Kunst versteht, wird in jebein einzelnen Falle sofort entscheiden können. Er wird auch Herr Einfluß solcher Dinge auf das Gemüt der Menschen niemals überschätzen. Er wird Imi allen Dingen für die Kunst auf diesem Gebiete rücksichtslose Freiheit verlangen, weil man ihr Blut sonst unterbindet. Es gibt schließlich nichts Unsittlicheres als dieses Muckertum. Man hat bei der Anklag: auch die SOcnfif verdächtigt. Ich war als Sachverständiger geladen, konnte aber wegen e-n«er Mise nicht selbst erscheinen. Ich hätte gesagt: bi» Musik soll einen unanständigen Rhythmus haben? Als mich der Direktor der Hochschule entrüstet anrivf, ob ich es nicht auch aufs tiefste beschämend finde, baß zu dem betreffenden Vorgang Musik gemalt wurde, ro.T'i o;td* ich- Nein, das finde ich eigentlich ganz nett. Es ist unerhört, von der Musik eine unsittliche Wirkung zu fürchten. Was geschieht «am ersten Aktschluß der „Walküre."'? Was geschieht in der Einleitung des ,Lrosenkavalier"? Habt ihr schon gemerkt, daß ein Mensch dadurch schlechter geworden ist? Die Behauptung, daß die Musik einen erotischen Rhythmus aufreizend nach ahmt, ist entweder eine wunderbare Eickdeckung oder eine große Lächerlichkeit. Welcher Tiefstand, daß man über diese Dinge überhaupt erst reden muß. Vielleicht sind wir uns endlich einmal klar geworden. Das war das Gute bei der Sache. Nein, die wahre Unsittlichkeit liegt heute ganz wo anders. Seht hin, wie sie in den Händen aller Arten Schieber sich versteckt. Durchstreift die Zimmer Und die Klubs, die Lokale und die nächtlichen Straßen. Da werdet ihr sie finden. Und da könnt ihr euch pin Verdienst erwerben. Aber laßt endlich die arme Kunst in Ruhe. Bekämpfung der Preistreiberei in Berlin. Aal Berlin wirb gemeldet: Der preußische Minister bes Innern hat an den Negienmgspräsidrntev and den Polizei- Präsidenten von Berlin einen Erlaß gerichtet, in dein er es als die,Pflicht der Polizei berechnete, bei Ermittlungen in Ladurgeschäftm mißlichst anauffällig einprschreitm. In rwrifklhasten Fällen soll eine gründliche Geschäftsrevision unter Hivzuzirhrmg vr« Vertrauensleute» anS den K r e i s e n des Handelt «folgen. Falls die Einlaulsvrelle der kleinen Händler in ihrer Höhe zn Bedenken Anlaß gebe, sind die Enlllttlanrm nicht nur gegen diese, sondern auch gegen die V o r b e s i tz «r der Ware» bis zum Erzeuger oder Importeur pr erstrecke«. Bei düsen Ermittlungen ist auch ans den Gesichts» Punkt derZ«rÜckhaltunflderWarenmder Absicht der Erzielung eines übermäßigen Gewinnes zu achten. In solchen Fülle« sind die etwa «och am Lager befindlichen Vorräte rücksichtslos t» b e s ch l a g it n % m e «. Dir Wucherbekärnpfuug soll auch «den Kleinstädte» sowie auf dem Lau d e tzmchgrfjchrt «erde«. * CH«» fteeimiftottcstfpcttbe für bi« Auiverfitäl. Di» Aktl»« zur Erhaltung der Wiener Universität hat ein« «ahmhafte Förderung rrfahreir, indem der Chet des Bankhauses R o t f ch i I d, Loms (vormals Baron- Rotschild, drer Millionen Kro«e« spendete und gleichzeitig dem FinanzkomürL der Aktion «ls Mitglied beitrat. * Beresnigte hebräische Vchnle». Neu« hebräische ^kurse für Erwachsene, und zwar: a) II., Große Mohrenigaffe 1S/2L. für Vorgeschrittene mit vierbrs sechsmonatig«« Vorstudium, t>) XX., Othmargaffe t6. für A «f ü n g e r werden m de« »Schste» Tagen e, öffnet. Avmelduugea werden in de« 'obigen Schulen an Wochentagen »wischen s vnd 7 Uhr, an Sonntagen zwischen 9 und 12 Uhr entgraengenomme«. 8«r selben!Zeit fiudet auch die Einschreibung für Tesinchwer der sonstigen Erwachsene«. Md Kiuderknrse statt. * Zi«»1stisch« Be^irkSsettig« Leupgldstabt. Die Delegierte» deS letzten zeonistlsche« Parteitages behüben ihre Mandate auch für den außerordentlichen, am 27. d. Mstatt- Wiener MsrAsuzertsrng 26. Slooember 192! Nr. 1015 .iiir.cubcu Paiteitag und erhalten si: ihre .Legitimatioiun. a.« d ei.'M Lage im Lo.'al drL Parteitages. . .. * Max Berworrr gestorben. Der berühmte Phhsiolog Professor Dr. Max Verwarnest im 58. Lebensjahre ü« Bonn gestorbene Zionisten iu der jüdischen Gemeinde gvn Tripolis. Bei den jüngst staitgeflindmrn Nachwahlen m bc*' jüdische Gemeinde von Tripolis wurdm von 15 Kandidaten 9 Zionisten gewählt. , . ■ ' 1v •:; * Erklärung. Ich c?klärc hi'mik, daß 'ich mit Unrecht meinen Kameraden Clcawr Stein vor der Oeffentlichkeit verleumd kt habe, und leiste d icscmöffentlich Äbitte. Mendel H a ck e r * Hebräischer Klub. II., Taborstratze 1 Mezzani» Heute um Uhr abends freie Aussprache über Liteiatursragen bei Anwesenheit d-'S Arbeilerführers?s. D. G o r d o n. Hebiäi'chspiechcnde Gäste willkommen! ' * Vpm Zionistischeu Lanbeökomitee. D^r bisherige Sekretär des Zionistischen LandcskorniteeZ, Herr Dr. Jakob Weiner, ist mit heutigem Tage ans d,m Amte, welches er über 2'/z Jahre geleitet hqt, getchieden. "Jüdische Künstlerredsnte. Zu dieser van der Künstlersrktipn des BereiueS jüdischer Forscher, Schriftsteller und Künstler Harnacki in Wien am 12. Jänner 1913 im Krusalon mranüa'tctm. R doute wende mau sich um Einladung an das Kvnze'.'tbnr-an des Haruach, lf. Tabvrstrnßr 1/3. * Bon der tschecho-slowakifchen GesLirdtschast. Um Mißverständnissen vorznüeugen, macht, das Preßbur-eau der tschccho-slowalischcn Gesandtschaft in Wien nochmals ansmertsam, daß tm Labkvivi^Palais, 1. Bezirk, Lubkowitzplav ‘J. (Telephone 1107.4, 1583, 5335, 292), sich lediglich die Gesandtschaft (Legation) mit dem Amte d-rs Militärattachees und dem Preßbuveau befindet. Sämtliche Konsularaaenden verbleiben auch weitorhin im Cmnberland-Palais, 13. Bezirk, Penzingerftraße 11-13 (Telephon 80552—VI). Alle OPUons-, Wohnungs-, Vermögens^-, handelspolitischen, Aus- und Einfuhr-, Repatriations-, Unterstützunqs-, Invaliden-, Pruswns-- angelegenheiten, soziale Fürsorge, Auszählungen usw. werden folglich auch «veiteryiu iin Cuuiberland-Palais erledigt, tvo auch die Paßzentrale'amtiert; was die Paßfilialen in einzelnen Bezirken betrifft,' ist keine Veränderung eingetreten. ' * Wetterbeeicht. Die Alpen bat en klares., kaltes Wettcr Uebec Wim lag den gamen Taa eme Hvchrebeldecke, die nur zeitweise araaen Himmel, durchscheinen lieh. Die Tcmperatnren waren niedriger als acstern f-wftckien - 5 nnd —1V°). Auch tagsüber batten die meisten Or e Frost. Wien hatte Mittags —4°. BorauZsage: Hcrrichevder Wcttercharakter noch ein'ge Taae andauernd, Neigung zn Nebelbildung, zeitweises vollständiges Ausklären nicht ausgeschloffeir. * Aro«ia. Heute. Srmltag. Nbr iGroßer Saal) Schülervortrag: Eine Märchenvorlesung für jung und alt. — Kinomatogramme. — 5 Uhr (Großrr Sail): Shackletöns Südpol- Expedition. — V28 Uhr (Gioß-r Saal): Der Kampf mit dem Berge, 1. In Sturm und Eis. — V,6 Uhr (Kleiner Saal) Univ.-Dozent Dr. Oswald Schwarz und Univ.-Dozent Doktor Bernhard Asäiner: Der Sexiralappaiat des Menschen, VH. — V.8 Nhr (Klemer Saal) Amen Amou: Rudolf Baumback. — V,6 Uhr (Krirssarl) ^rofeitor Dr.'Rudolf Standenath: Volkstum und Sage im Spiegel der deutschen Sprache. IV. — V-8 Uhr (Knrssaal) Hofrat Prosesssr Dr. Enge« Srtrwiedland : .Geld und Wahrung. Ul. — V26 Uhr ^Klubsaal) Uurv.-Letlor.'Dozmt Marüs Faber: Rednerschule. Xll. — V-8' Uhr (Klubsaal) Prosesior Dr. Oswald Rosst: Srxnalpädagogig, i. * Athen ohne Licht und Stroßenbabn. ' Aus Ath en wird gemeldet: Die Angkstellten der Elektrizitätswerke und der Straüinbahnrn sind in den Ausstand getreten. Man^ besmchtet. daß sich .der Ausstand auch auf andere Ärbeilerkategorltn auSdekjnen werbei * Erhithte Stratzend ah nfahryreife ob 8. Dezember. Der Stadtierat hat die von uns mi'aetnlten erhöhten Fahrpreise am der Straßenbahn nnd auf den Kraft stell wagen, erstere mit Gültiaküt vom 8. Dez eraß cv, letztere mit Gültigkeit vom 1. Dezember, genehmigt. * Preiserhöhung dsu Nauchwaren. Die von u«8 beieits gemeldete Preiswhöhung der Rauchwaren tritt am 28. d. M. m Kraft. * Die na«e» Beiträge für die HauSselillfottkrauke«- kaffe«. Drr,Stadtsenat har gestern aui Antrag des Stadtrates Giüuwald die Beiträge zur Hansgch'.stensiankeiitasse für das Jahr '.923 mit K 500 tür jcbe vcrsicherungspflichtigr Person festgesetzt. Die Beträge können auch in zwei Raten bezahü werden. - * Die.ßko«rtze«Smrlch 1« Kleiderkafte«. Anläßlich eme^ Rcvision in der Wohnung des Kaüfmanues Jsack Kurz, U-, Pazmanllengasse 2S, wurden in einem Kleiderkasten z w 11 K i st e u K 0 n d e n S m i 1 ch uoigefttnbi’n. Er verantwortete sich dabin, daß ihm die Leute ras Gefchätt stürmen würden, wenn er die Milch rm Geschäfte ausbewahren wollte. Da im Gelchäftslokal keme Milch lagernd ivar, wurden c>ie zwei Kisten. be« schlagnahmt. Im Zuge der Amishandluug hat das Knegswucheramt festg,stellt, daß eine der beschlagnahmten Kisten verschleppt wurde. Das Kriegswucheramt hat die Anzeige wegen Verdachtes, der Preistreiberei, der Exekuiionsvercitelung uns der Verleitung zum Mißbrauch der Amtsgewalt emgelrilct. * Eine Krakauer Bank von Banditen überfallen. AuS Krakau wird gemeldet: Gestern nachts überfielen Banditen die Bank HermeS. Der Bankinhaber und zwei Angestellte wurden getötet, zwei weitere Personen, die zufällig anwesend war««, schwer verwundet. De» Bauditen fielen einige tausend Dollar nnd größere Beträge sonstiger ausländischer Valuten in die Hände. Dir Raubmörder konnten bisher nicht eruiert wrrdrn. * Falsche holländische Banknoten. Seit einiger Zeit sind ans dem Kontinent Nachahmungen holländischer Banknoten aufge'aucht. Die Noten sind en mehreren Ländern fest-- gestellt worden und «an befürchtet, daß die Fäl'chrr auch in Wien ihre Erzeugniste absetzen könn'en. Es wird sogar ange° nommen, daß sich die Fälschrrwerkstätte für eine Kategorie der Noten in Oesterreich befinden könnte. Die Polizeidirektion bat zur Warnung de- Publikums eine Kundmachung erlaßen, dir dre Merkmale der falschen Noten enthalt. Auskünfte über zweifelhafte holländische Banknoten erteilt die Pslizeidirektion. Die Kreditbank in Amsterdam hat für Angaben, welche zur Ermittlung der Fälscher dienen, eme Belohnung bis rum Höchstbetrage vß» 500 holländischen Gulden ausgesetzt. * Der Randmord 0« dem ^«melier Maximilian Adler. G-stern früh wurde der Juwelier Maximilian Adler in seinem Ladm. Sckönbrönnerstraße 190, von mei West* Ungar«, dem Landwirt Jo'ef M i l e t i t s ch und dem Kellner Jakob Neubauer, mit einem Messer und eutec Uhrmacher* spmdrl ermordet und dann beraubt. Die beiden Täter wurden beim Derlasteu des Ladens bemerkt, verfolgt und festgenommen. Ww erfahren über die Tat: Adler war selbst e>n gebürtiger Westungar und deshalb in den Krei'en der Westungarn ziemlich bekannt. Oftmals kamen Leirt-' aus seiner Gegend nach Wien und suchten ihn, wenn sie mu Z - lelen Ge'chäsie hatten, aus. Es scheint auch, daß die beiden Mörder ihn. durch den Bekanntenkreis empfohlen, aufge'ücht haben, um an ihm das Verbrechen zu begehen. Um etwa 9 Uhr abends trat der eine der beiden Mordgesellen in dm Laden und verhandelte wegen Verkanfes von Silber. Dann trat der andere ein und sie hielten dem - 2tdler c-» Tuch vor den Mund und gingen gleich mit dem Taschcnmrffer auf ihn loS. Sie brachten ihm einige schwere StichutiB- Schnittwunden bei und benützten zur Vollendimg ihrer Bluttat eine Nhrmacher'pindel. ein Werkzeug von etwa einem halben. Meter Länge, mit dem sie ihm auf den Kopf schlugen, so daß er besinnunASlös und blüt'äberströntt zufammcvstürüe. Adler fiel im Laden zu 33 ob nt Die Tater schleiften den Körper des' Mannes/, aus dem noch nicht alle- Leben geschwunden war, in den Hintcrraum des Ladens und zogen dann den Vorhang an der Wanr zn, so daß die Beine 11t dm Laden ragten. Dann raubten sie fc:c Anslage ans und wollten verschwiud>.'u. Eine Nachbarin des Ermordeten bemerkte aber, was vorgefallen war, und ließ d:c Mördec verhaften. * Falsche ermerikauische Banknoten in Berlin. AuS Berlin wird «nS t.legraphiert: Falsche amerikanische Geldnöten sind bei emer Berliner Großbank eingelausen. Benützt wurden echte Abschnitte zu einem Dollar, die durch chewische Rasur in' Fünf- und Zehudollarsiücke verfälscht wurden. * Die SASrver Les Klavierfabristanten RsiSma«.u. Wie die Budapestcr Blätter ntelde», hat die Poliiei nunnrrdr auch Theodor K s v a.c S, den Bruder der bereits verhafteten Korurl und Arpad K 0 v a c S, unter dem Verdacht d r E:- mvrdung des veischwundencn K l a v t c x f n & t i! a 111 c » N e i s m a n n in Halt genommen. Kornel hat den Alibibem-.iS erbracht, daß er an dem Morde nicht beteiligt ist. 2lrpa^vnd Theodor Kavacs bebauvten, zur kritischen Zeit dicirsil'ch brichäst-gk gewesen zu sein, verweigern jedoch den Alibibewets nut der Begründung, daß sie Dienstgeheimnisse nicht verratrw t önvcn. Di: Poluei hat sesiaesiellt, daß die beiden keinerlei Beschäftig^!?, haben und ein G n t k a u f e n wollten, slir da) sie t ine Angabe von K 60.000 erlegten. Auf die Frage, woher sie sich diese Summe verschafft hätten, antworteten sie, daß sie sich das Geld i » W e st n n g a r n v e r d i e n t hätten. * Dia zerstückelte Franerzleiche in der Donau. Nach einer gestern be^w Sichrrhe'.tsbureau eingelanaten Meldung der Gendarmecie in Abbsty ist es gelungen, den flüchtigen Möidr Engelbert H a s e l st e i n e r, der die G'üuwcrrenhändleiiü Franziska Wagner in ihrem Geschäfte, XV!., Stöbervlatz 8, ermordet. die Leiche dann zeistückelt und den Rump! bei Greüenstein in die Donau geworfen hat. zu v e r h as t e n. Dbbsitz isi der Geburtsort des Hatelsteiner un) die GendaiMerie m Nbvsitz wurde daher ebenfalls telephonisch von der Flucht des Mvrdm'8 iu Kenntnis gesetzt. Diese Ataßnahme war von Erfolg begleitet gewesen, denn Haselsieiner ist tatsächlich in M'bsitz nach der Beschreibung erkannt vnd rn Haft genommen worden. Er wird unter Gendarmerieeskocke nach Wien gebracht und dem Sicherheitsbureau übergeben werden. * Die schönsten Damen-Pelzmäntel und , Füchse kaufen Sie noch zu alten Preisen, solange vorrätig. Anfertigung elcgaq'.n Damrngardervben jeder Stitmt eventuell in ^8 Stunden. G i e b n e r, V!., Mariahilserstraße 37,1. Stock. . Bereinsnschrichte«. I ü bischer Frauenbund, , IX. L.iech'.easte'n* steinstraße 11/13. Heute. V,7 Uhr. Esther R,«p apart« Mieses, Bibelvortraa (Kohelerh). Gaste willkommen./ — I u g e n d v e r e r n - A h a w a t!i Zion. U,, Kleine Z u f a h r t st r a ü e 160. Heute, 3 Uhr nachmittags, .Versammlung der Mätchmgrnpve. ^7, Uhr abends Mügliederv-isammlung. Tageöoidnuug: 1. Parteitag, 2. Zutunstsprogramm. 3.Eventuelles.-S e ph a r d i s ch - Aka d emrscker Verein E s v e r a n; 0. Heule, 8 Uhr abends, im Lokal des BerciueZ. II., Novaragasse 27, Vortrag dis Kollegen Isidor Baruch, „Die Sepbardim im Laufe der Geschichte". — I u g e r> d v e r e i n N e ß 31 0 tt n f), II.. Prater 179 (5tt Linie). Heute. 3 Uhr, dringende AuSschußsihnng. 5 Uhr Heimabend. — Zeirei Nt i s r a ch i. Prate,straße El. Heute. 3 vhr. Bortrag über „R. Bachja" (Chaskel Klaphvlz), 3 Uhr „Chowvty Halwawoth" (H. Wundermaunl. — Verein E r e z- Israel, Wien, Ü.» Taborstroße 20 a. Hcu:e, 6 Uhr abends» ltl. Vvitrag Dr. Gelder »Die Juden im XlX. Jahrhund'.rt". Gäste willkommen. --Jüdisch-akademisch rrKultuiverband Jab ne. Morgen um 11 Uhr vormittags wichtige Mstgliederve'.sammlung im Exporlakademikerhei«, U., Taborstraße 1. — Hitachduth-Vorbesprechung. Dre Delegierten der Hikachduth versammeln stch morgen um l/«9 Uhr vormittags im Saale deS Parteitages. — L e s e« u n d R e d e h a l l e j ü d i s ch e r H 0 ch s ch ü l e r. Heute abends präzise 7 Uhr Vortrag Profeffor Dr. W.lhelm S 111 n „Der Anteil der Juden am Aufdan des Kapitalismus". Gäste willkonim-:n. — Verein Theodor Herzl- Heute, IX, Liechiensteinstlaße 11, um "/«7 Uhr Seminar. Um 8 Uhr Plenarversammlung. Vortrag Dr. Leo G 0 l d- Hammer ^Die arabische Bewegung in Erez Israel". Eingeführte Gäste willkommtn! — H e b r ä i s ch e r, K l u b. II., Taborstraße 1. Heute, V,8 Uhr abends, unter Leitung des Herrn I. Kästenbaum hebräische Konversatisn über das Thema „Kann uns die bebräischr Literatur ausschließlich befriedigen?* —Jüdische BolkSbibiotliek Z i 0 n. Heute, 4 Uhr nachmittags, Ausschußsitzuna. — Wien« r Schriftstellerverein Die Scholle, II., L>lienbrunngaffe la, D>a«adad-Geb8udt Eröffnungsabend der literarischvinsikalischen Akademien (Antorenabende) un'er Mitwirkung von iuo'ef Zimbler (Violine), Hofovernsäuger Max K'.ämer, Dollar Eiwin Stranl aus eigenen Werken. Professor Latiner (Ecllv) nsw. Gäste willkommen. Beginn 7 Uhr. Die ErniihruW. Der Marktbericht. oLUrrcs Dtvige» der Preise siir Fleisch «nd Fett. In der Großmarlthalle hat sich wohl im Großhandel daS Rindfleisch, von dem große Mengen wegen des übermäßig bähen PreüeS unverkäuflich geblieben waren, um X 10 per Kilogramm im Preise ermäßigt, doch übte dies auf die Detailpreise leinen Einfluß aus. Sie blieben für Rindfleisch «nd alle Sbrigeu Sorten »«verändert hoch. Heute haben sich Schweinefleisch weiter um K15 verteuert. Schafe wurden um X 10, Kälber um X 30 ver Kilogramm tm Precke in die Höhe qefttzt. Geradezu phantastisch entwickeln fich die Preise für Speck, Wz und Fett überhaupt. Sowohl im EngroSals auch im Detailhandel wurden die Preise sin Speck und Filz «m X 100 per Kilogramm neuerlich erhöhst Speck und kosteten in der Großmarkiballe X 1300 bis 1500, Bauchfilz X1600 per Kilogramm. Amerikaullches Primaschmau RMa«Iahma UlinlonffiiniiA beste Qualität am l£ai*l Schwarz & £2: muuerno WJXll USi al.uilw LÜnstlL81er/dei N»..

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