Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-11-25 · Heft 1014 (25.11.1921) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1014 (25.11.1921)
Date
1921-11-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2980093--09469-2995722
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Wiener Morgenzettnug 25, November 1921 'M. M4 Me». Freitag jheEKttich die Abschlüße. ' Dr. Wallisch sendete dem Keuedh neues Material, zirka 23 Bücher «ah ei» Manuskript. Vereinbarungsgemäß übermittele Doktor Wallisch de« Keuedy auch ei«« erweitert« Vollmacht. Nachher! erfuhr Dr. Wallisch, daß Kenrdy in Bcrlin mehr als das ausbedungene Minimum an Ta »tiömen erhalten habe. Er tbefürchteie, daß sich Keuedy eußer seiner Provision auch den -Teil der Tautismen, der daS Minimum übersteigt, behalten -haben könnte und schrieb daher dem Keuedy am 27. Mai d. I. an die neue Adresse. Der Bnef kam an Dr. Wall,sch als un- > bestellbar zurück. Aus Berlin ist der Agent verschwunden. Da lÄenedh seit Monaten kein Nachricht von sich gegeben hat, bel Häuptel Dr. Wallisch, daß ihm Keuedy seine Tantiemen für -Berlin, Düsseldorf, Hamburg. Frankfurt a. M. vor enthalte» habe, den Betrag für das ihm von Dr. Wallisch überlassene j Material sich angeeignet habe. Er verdächtigt Keuedy, daß er -auch in zahlreichen andere» deutschen Städte» seine Bühnenwerke verkauft und ihm dadurch einen großen Schaden zugesügt habe. D,e Nachforschungen »ach Keuedy sind bisher erfolglos j geblieben. ___ Dt« Erhöhung der Strntzenbahnlarif«! s Die Direktion der Straßenbahnen legte heute dem GemrindeauSschuß für di: städtischen Unternehmungen ihre Boischläge wegen der Erhöhung der Fahrpreise vor, die beinhalten: 1 Tarifgebiet t. Tagesfahrschcin beim Schaffner gelöst K 30 lbrsber fi 16), Fahrschein im Vorverkauf K 28 (15), Abendsahrichem K 40 (20), Frühfahrschrin K 18 (9.40), Lin-- und Rückfahrschein K 42 <22), Kinderfahrschein K 6 (3), Fahrpreis «ür die Eondertanfstrecke zur Freudenau oder zum Lusthaus an Renntage« K 100 (60), Nachlmhrschem K 80 (40), Netzkarten uitt einmonatiger Gültigkeit K 3400 (1800), Nc tzkarten mit einhalbjähriger Gültigkeit ll 17.000 (9000), Strecken kargen für 2 Teilstrecken K 1230 <720), Streckeukarten bis zu 5 Teilstrecken k 1730 (920), Streckmkarten für mehr als 5 Teilstrecken K 2110 (1120). Tarifgebiet II. Für eine Fahrt auf 1 Teilstrecke K lo \5), auf (2 Teilstrecken K 20 (K ll'. auf 3 Teilstrecken ll 30 (ll 16), auf 4 Teilstrecken 10 40 ll 21), Kind erfabi preis am ^.oder^S^Trilstrecken L 10 (ll 6^, auf 3 oder 4 Teilstrecken «. AusnahmZtarif: Fahrprvs im TageZverkehr kl 50 (K 15), tm Abmdverkrhr K 40 (K 20). . Das Mmdestausmaß der Mehr gebühr, die von Fahrgastkn, die ohne grilligen Fahrschein getroffen werden» zn ent- '-'chten ist, beträgt K 60 (K 32). ... . Ans den Damvfstraßmbahnen soll die Gebühr für die Beförderung eines Hundes von K 25 auf ll 40 erhöht werden, ebenso die Gebühr für Reisegepäck und das Lauere e)d. Die neuen Tarife sollen für Eunelfahrschcine am 8. Dezember, für Zeitkarten am 2. Jauner 1922 in Kraft treten. to* Linien dcr Kraststellwagerr schlug die Direktion ^sorgende Erhöhungen vor: Fahrvreis >m Tagesverkehr von Betnebsbeginn bis 7*11 Uhr abends für Erwachsene 1 Teilstrecke K K 50, 3 'Teilstrecken K 75 und 4 oder vrehr Teilstrecken ll 100; für Kinder für 1 oder 2 Teilstrecken ll 2b, 3 oder mehr T e lstrecken ll) 50. .Fahrpreise im Nach'.vrrkehr von 7sU. U&c bis Betriebälchlnß für Er- Wachsens und Kinder für 1 Teilstrecke ll 80, ' 2 Terlstrecken ll 160, 3 Teilstrecken ll 240, 4 oder mehr Teilstrecken ll 320. Borverkaufsiahrscheine nur im TageZverkehr 10 Stück für 1 Teilstrecke ll 200, für 2 Te-lst, icken ll 4O0. iür 3 ^ellstrecken ll 6( 0 und für 4 und mehr Teilstrecken ll 800. Auch für die Kraststellivagrnioiiderfahrten wird eure E>Höhung »er Taufe vorgeschlage». Die Preiserhöhung soll am 1. Dezember nt Krast treten. Anschließend an de» Bericht der Dtreklio» rrstaltete das zum StudmiN-derStraßenbahntarisfragen eiugesetzteDreier-Komitee einen Beucht, in dem dem Einhutstarif verschiedene Arien vonTeilstrecken. tarifen gegenüb craestellt werden, und zwar zunächst ein Staffeltarn mit einem Grundpreis siir die erste Teilstrecke uud eine« gleichblcibendem kleineren Zuschlag für jede weitere Teilstrecke, lowie einen Staffeltarif, bei dem dieser Zuschlag alerch dem Giundpreis »st; in letzterem Falle könnte die Fahrkarieoausaabe aus direkte Fahrten beschränkt bleiben, ohne dadurch den Fahrgast zu schädige«, wert die Lösung einer zweiten Karle nach dem Umstcigen keine Verteuerung mit sich brächte. Weiter wird ein Zweireilstreckrntaüs nach dem Muster d-s Tarifes, der bis zum 1. August 19j7 iv Wien bestand, in Erwägmm gezogen. Der Bericht des DreieckomüreS wurde zur Kenntnis genommen »ud beschloffcn, dem Stadtsenat l ie' Anträge der Streßenbahndirektion mit den Abändcrung-am'ägen des Gemcindcrales Srmon, den Preis des Kmdersadrschunes auf ll 5 herabzusetzen und am Samsiag and an nicht arbeitsfreie« Feiertagen d i Hm- und RÜckicihischeuie , statt wie bisher von 12 Uhr mittags schon von 7*1* Uhr mittags an gelten zu kaffen, zur Annahme zu empsthim. Einigung zwischen Kinobefitzern «nd . Filmverleiher«. OrhShung der KinoeitttrittSpretse trat 30 Prozent. Einer heute stattgefundenen Versammlung des Bundes österreichischer Lichtspieltheater wurde der von den Filmindustriellen auf Grund des Staffelsystems ausgearbeitete neue Vertrag zur Genehmigung unterbreitet. Mit einigen Aenderungen wurde der Vertrag, der auch den berechtigten Interessen der Kinobesitzer Rechnung trägt, angenommen. Der Vorsitzende begrüßte das Zustandekommen des friedlichen Ausgleiches im beiderseitigen Interesse. In der hierauf folgenden'Debatte wurde angesichts der von Tag zu Tag enorm anwachsenden, immer unerträglicher werdenden Betriebskosten der einstimmige Beschluß gefaßt, die Eintrittspreise vom Freitag den 25. d. M. zu erhöhen. Auf Grund der vorn Ausschüsse vorgelegten Berechnungen wurde der Mindest-Eintrittspreis für die Kinos m den Stadtbezirken sowie für die größeren Kinos mit sechzig Kronen, für die übrigen Betriebe mit fünfzig Kronen festgestellt. Diese unabwendbare ungefähr dreißigprozentige Erhöhung wurde als keineswegs ausreichend bezeichnet, um die auf achtzig Prozent gestiegenen Betriebskosten zu decken. Sollte eine weitere Steigerung eintreten, müßte eine neuerliche Erhöhung der Eintrittspreise vorgenommen werden. In der Versammlung wurh^ darauf hingemiesen, das; für die Kinos in Wien gegenüber dem Auslände die billigsten Eintrittspreise Geltung haben. In Polen be- Dögt der Mindestpreis. 250 polnische Mark. Seite 5 Vom jüdischen Humor. Das Gebiet des jüdischen Humors, welcher ein ganz eigenartiges Gepräge hat dadurch von dem Humor und Witz anderer' Völker sich deutlich obhebt, ist unerschöpflich reich. Er lebt sich in Wort und Lied, im Volkswitz und in der Volksweise, im religiösen und im weltlichen Leben des Jude» auS. Es wurde bisher noch wenig versucht, eiueir Querschnitt durch die verschiedenen Arten des jüdische« Humors zu gewmnen. Umso interessanter ist der Versuch, welchen das Konzertbureau „Harnach" mit einer am 30. d. M. um 7 Uhr abends lm Mittleren Konzerthaussaal stattfindenden Veranstaltung macht, welche den jüdrscheu Humor in verschiedenen seiner Ausbrucksformen zur Darstellung bringe«. Vom Volkshumor in Wort und Lied werden Mali Picon und Lea Werntra „ b - Gr-af, zwei ausgezeichnete Interpretinnen des jüdischen Liedes uird trefflich^ Gestälterinnen jüdischen Wesens, charakteristische Beispiele bringen. Der Humor in jüdischer Volks- und Kuustdichtuug lvsrd von Direktor Jakob Kal t'd) (Boston) durch Vorträge, aus diesem Gebiets iltilstriert. Für die Darstellung des jüdischen Humors auf dem Theater, wo er wertvolle jüdische Typen geschaffen hat, in denen neben ,aller Komik doch tiefweirschlicher Ernst liegt, wurde Herr Jona Retßmann (Freie jüdische Volksbühne) .gewonnen, welcher im Verein mit dem trefflichen' Charakterkomiker dieser Bühne Herrn Simon Nathan eine.!-zur berühmten iüdischeu Type gewordene Figur-aus Goldfadens „Meschtachs Zeiten", den Jon'tel S 'ch n o r r c r, in einer Szene vor den Hörern bildhaft darstellen wird. Es muß bemerkt werden, daß'Goldfaden diese Figur eigens für Reißniann geschaffen hat, dessen Darstellmig zu' ihrer Popularisierung wesentlich beitrug. Dem Wiener jüdischen Publikum steht also diesmal ein eigenartiger, aus detü üblichen Veranstaltungsrahmen schon durch Originalität httvorstechMder Abend bevor. .Karten sind zu haben: Au den Konzerthauskassetr, 3. Bezirk, Lothringerstraße, an der Kasse der „Wiener Morgeuzekürng", 2. Bezirk, Taborstraße 1, in der Buchhandlung ’Hi. Löwit, 1. Bezirk, Rotentrwmstraße 22, und im Karlenbureau. „Aida", 2. Bezirk, Taborsttaße 7. 1 gebühr für jkdrs Telegramm ll 200. Im Verkehr mit Italien» Liechtenstein und der Schweiz ist dre Gebühr für jedes Wort eines gcwStmlichex TelearimmS mit ll So, eines PreffetelegrammS. mit ll 15 und die Mindestgebühr mit ll 200 festgesetzt. M * De» gewesene Ackerbauminister Baron Julius T a H i a n, der auch wiederholt Präsident der Delegationens gewesen ist und wählend deS Kriegs als Regierungskomnuffärj des besetzten serbi chen Gebietes lunßiert hat, ist im 79. Lebens^ fahre in Budapest gestorben- ' "j * Rembraredt «nt» feine jüdische Amwelt. Samstag de» 3, Dezember um 7 Uhr sprickt Universitätsprofessor Doktor Atar E l s l e r im Nahmen eines vom Vereine für jüdische Geschichte und Literatur orranstaltetenVortlagsadends über „Rembrändt und seine jüdische Umwelt". * Begräbniffe am heutigen Tage. Alter F x t c b=^r hof: 9 Uhr Reinmann Rosa, lÜ Mr Glück Marie, 10 Uhr 40 Mm. S'öllöss« Berta, 11 Uhr Snle-Tenneubaum Emilre.! 11 Uhr 20 Min. Rosenblait David, 11 Uhr 40 Mm. Doktor/! Wittlin Maxim, 12 Uhr Rausch Markus. — Neuer Fri ed-> ho s: 9 Uhr Preis Nellh, 9 Uhr 30 Mm. Sax Jakobme,^ 10 Uhr Grünsseld Olga, 11 Uhr Kaiser Paaline. . * Wetterbericht. Ganz Oesterreich hatte klares, kaltes! Wetter mit stellenweisem Bodennebel. In Wien fiel nachmittags! bei südöstlichen Winden Hochnrbel ein. Morgens: sank die j Temperatur m Wien aus minus 3'6 Grad. I« höheren Lagen/ wie zum Beispiel in Tamsweg. auf minus 13 Grad. Auch lags-i über blieb es meist um Null Grad, nur Innsbruck hatte plus! 7 Grad). Voraussage: Schönwclter anhaltend, kalt, verstärkte Neigung zur lokalen Nebetbeldung. * Brand im LeopoldstLdter Bethaus. Gestern vormittags gegen 10 Uhr enstand mt jüdischen Bethaus. II., Grotzri Schissgasse 3, ein Brand, bei dem 12 m* res Dachstuhles den Flarmnen zum Opfer sielen. Die sofort herbeigcrufene Zentrale', und die Ftlrale Leopoldstadt der Bernfsfeuerwehr löschten den! Brand in eurer Breltclstunde. Der Brand dürfte durch einen! schadhairen Kamin verursacht worden sein. Der Schade ist noch! unbekannt. * Verlängerung der Frist zur Ucberre.chung de» K«nde«lifr«>n. Gemäß 1 der Dnrchfiih''umsvewrdnung vom 21. September 1921, B.-G.-Bl. Nr. 523, zu. deir §§ 269 ft mrd 280 o. des Personalsteuergesetzes (Sicherungsmaßnahmen, betreffend das K-aPitalseinkommen), sind Kreditinstitute, ferner Personen, die im Inland geiverbsmäßig Bankgeschäfte bet«iben, Wertsache für andere verwahren oder ihnen Schließfächer und ähnliche Behältnisse überlassen, endlich Versicherungsunternehmungen verpflichtet, der Steuerbehörde ein Verzeichnis ihrer Kunden mitzuteilen. Die erstmaligen, nach den Stichtagen 30. Juni und 31. Dezember 1921 aufzuftcMcubcn Kundeirlisten wären bis 30 November 1921 cinzutiefem. Von den betroffenen Unternehmungen wurde nun der dringende Wunsch nach Verlängerung der vorbezeichneten Frist gestellt, da die Arbeiten zur Aufstellung der Listen bis zum .30. d. M. nicht 'fertiggestellt werden könnten, zunral die Unternehmungen in der letzten Zeit vielfach durch anderweitige?lnforderrlngen der S teuer der tu attui tg, so insbesondere durch dis Zahlungen auf Grund des St-euervoreiuzahlungsgesetzes, stark ig Anspruch genommen waren. Das Finailzministerium hat in Würdigung der geltend gemachten Gründe unter Anwendung des § 10, dritter Absatz, allgeniein die Frist zur Ueberreichung der Knndentistew bis 31. Dezember 1921 erstreckt. * ©tue I«feratentteuer der Beweinde Wir«. An die Mitgluder deS Gcmemderates gckanat nunmehr der Entwurf eines Gcs-tzes über die E'nfährunir einer Jnseratenüeuer zur Versendung. Nach dem Entwwfe werden als abgabepflichtig alle Ankündiaungen in Zeitungen. Zeitschriften und Druckwerken jeder Art erklärt, die in Wien erscheinen. Es ist Huber ohne Belang. ob eS sich nm Inserate in der gewöhnlichen Form nnd mit ausdrücklicher K-mnzeichnnng als solche handelt oder ob die Form eines Artikels, einer Notiz und dergleichen gewählt ist. Auch die mit Druckmerken versendeten Beilagen unterliegen der Steuer. Der Abgabesatz ist einheitlich mit zehn Prozent festgeseye, wobei zum Entgelt, das dre Bemeffrmasgrundlage bildet, auch an Vermittler und Vermitllungsinstinrte oezahlttn Provisionen oder gewährten Rabatte zuzurechren sind. Ankiindlgungcn. die Stellengesuche betreffen, sollen bloß die Hälfte der Steuer zu entrichten haben. Diese Begünfligimg ist ^edoch an die Voraussetzung gcknüpst, daß biefe Differenz auch tatsächlich den Jnserente-a nigute komm'. Es kann dies entweder geschehen durch einen nüdngeren Tarif, sofern die Steuer in Form der Angleichung zur E>nhe'oung g-langt, oderdurch verminderte Aniechnustg, sofern sie als Sonderzuschlag eiagrhoben wird. * Di» Erhöhung der Telegramnrgebkhreu. Vom 1. Dezember 1921 an treten rachstehende neu', Telearammgebüliren w Krall: Im Jnlanvonkehr teträgt die Gebübr für jedes Wort eines gewöhulichcn Telegramms ll 10, eines Piessetelegramms K 6 und die Mindtftaebüdr für jeiuS Telegramm ll 100. Für alle an Sonntag'« zur Aufgabe gebrachten Telegramme nach dem Jnlande weckm d>e Wortgebühren emichließiich der Miudestgebühr ,m dreifachen Ausmaße berechnet. Im Verkehr nach Deutschland, dem Königre'che der-Serben, Kroaten und Slowenen, nach der Tschecho-Slowalei und nach Ungasin beträgt d>e Gebühr für jedes Wort eines gewöhnlichen Telegramms ll 20, enrs Pressetelegramms ll 10 und bit Mindest- Mitteilungen ans dem Publikum. 81ren§ rituell! HOTEL RESTAURANT BMI™ Vorzügliche polnisch-ungarische Küche Wein- und Bierspezialitäten m Wien» IIM Grosse Sehaflgasse 3 Feinste Herrengarderoben nach Mass Heforn vir prompte«* in prlmo Qualit&t und Ausführung zn konknrren »losen Preisen. 0151 Golbard & Fftrst, Wien, II., Hollaadstrasse 16, Echte Jägerwäsche AKbe^t Matzner, Wien, I,, Kohlmeseergasse 8 * Die Bücher werden tearer. Der Arbeltgebervrcbcmd^ des Wiener Buch-, Kunsl- und MusikalienHandels teilt mit, daß die kolleltivmäßigeu G c h a l t e und Löhne der Angestellten düses Gewerbes für de» Monat November um 100% erhöht worden sind. Jmolge dieser neuen Lallen und der wieder vorge-1 schriedenen Ausfuhrabgabe auf reichsdeutt'che Waren nach Oesterf reich (4 bis 6%), die viellach erhöhten Fracht- und Poitospesen,! die auf 4#/o gestiegene Fürsorgrabgabe, die wesemliche Erhbhung^ der Mietzmse usw., wurde der Teuernngszuschlag hct den von, auswärts bezogenen Waren wieder ans 3Sl/s% für ganz Oesterreich festgesetzt, wahrend er beim Wiener Verlag für.den: Ortsverkehr unverändert mit 25"/, berechnet wird. / * Eine städtische Brikettfabrik. Wie wir erfahren., plant die Stadtgemeinde Wien die Errechlung einer Briktttfabrik^ in Ebenfurt. Nach dem Vorschläge der städtischen Elektrizriälswerie soll die Anlage nächst dem Ücberländkraftwelk in Ebenfurt geschasf n werden. Für die Herstellungskosten wird ein vorläusiger Kredit von 200 Millionen Kronen beansprucht. ü * Dis Erhöhung der Plalratabgabe. Der Finanz-' ausschliß hat heute nach einem Antrag des Stadtrates Breitner eine Isiovelliernng des Gesetzes über die Plakatsteuer beschlollen.' Bisher wurde eine Abgabe von IO*/, des Entgelts eingehobeu, währe») das geänderte Gesetz .eine Abgabe von 30*/» vorsieht.^ j * Beendeter Lohnkampf bei den Schuhmachern.! Nachdem sowohl seitens der Schuhtabrikanten als der Schühwaren-! erzeu.'er die Fordrruugeu. der Geqilsen bewilligt wurden, -kam es! gestern nach langwierigen, oft unterbrochenen Verhandlung zwischen^ den Vertreiern der Schuhittctchermeister uud den Gehilfen z'um^ Abschluß eines neuen Lohnvert, ages, ans Grund dessen den Gehilfen auf die lctztbezahlten Löhne ein Aufschlag von 7Q%i bis 80% bewilligt wurde. * Die Lohnbewegung i« Gast- und Gchankgewetebebeendet. Die Lohnverhanvlnngen im Gaü- und Schankgewerbe! wurde» gestern abends za Ende geführt. Die Genossemchast der> Gastwirte hat e>ne Lohnerhöhung bis z» 70°/«, die der Kaffee-! sieder bis zu 90% zugestanden. Diese neuerliche Regulierung derj Angesielltenbezüae. wie die Steigerung der Betriebskosten Und - die unerschwingliche Verteuerung der Warenpreise werden eine! namhafte Erhöhung der Tarife im Gast- und Schankgewerbe! zur Folge haben. '■ * Die Mörder deS Fabrikanten Reismau» verhaftet. Aus Budapest wird gemeldet: Im vorigen Jahre! war der Klaviersabrikant R e i s m a n n aus seiner Wohnungi verschwunden und cs war festaestellt worden, daß er einem Morde mm Opfer gefalle» war. Die Täter, die aus der Haupts stabt geflüchtet waren, konnten nicht festgenommen werden. Nun wurde» sie, als sie rn der Hauptstadt wieder erntrafen, von der Polizei ikstgenommen. Es bandelt sich um zwei Männer ncirnens, Körnel K o v a c s und Arpad Kovars. Ihr Verhör hsti heute begonnen. .. * Arania. Heute, Freitag, 5 Uhr lGroßer Saal): Der Kampf mit dem Berge, I. In Sturm und Eis. — %8 Uhr Großer Saal) Sondervorstellung: „Das grobe Hemd". (Wanderbühne ) — V-6 Uhr (Kleiner Saal) Landesschulinspektor ^r.of.^ Ludwig B a t t i st a: Die Seele des Schulkindes. I. — %8 Uhr (Kleiner Saal) Dr. Ftirorrch Kronseder: Das Urchnsten-- tum und seine Literatur, I. — V-6 Udr (Kmssaal) KulloSadjunkt Dr. Iran; M a r d l: Die Ledensgewohuheiten der Insekten bis zum Erwachen der soziale» Instinkte, V. — %8 Uhr (Kurssaal) Taubstummcnlehrrr Josef F r i e d l; Denken und Sprechen (für Schwerhörige). — */,6 Uhr (Klubsaal) weck, st phil. Dr. Fritz Schnlhoi: Probleme der Psychologie, I. — %8 Uhr (Klnbsaal) Prof. Richard Wickenhauser: Musik- und Hatmonielehre, l. _ Verei«s«achrichten. Cheruth. Morgen. %6 Uhr abends, m A. MischkaS Gasthaus »Zum Kamels Jlgplntz 5, II. oidentliche Generalversammlung, Die Mitglieder der Th<atersektion werden höflichst ersucht, ebenfalls bestimmt und pünktlich zu erschenen. Die Vereine Moriah und Achim werden gebeten, Vertreter m entsenden. — Seni orenverband d e r Z. M. V. - Samstag, 8 Uhr. IX., Servitengasie 8. Souterrain. — Zionistische Arbertsgemeinschaft. Samstag, 4 Uhr, Beratung der Delegierten der Aibcitsgelminschast.^l./ Taborsiraße 20 a. — Sozialpädagogische G cs e l l s ch a f t. Freitag den 25. d. M., 7 Ubr, Amlsaebaude, IX., Währingerstraße 43 (Festiaal), Proi-ssor Rudolf B » e i Boik8rrzl> düng in England. Gäste willkommen! — Verein Erez Israel, II, Tahorstraßr 20a. Heute, %8 Uhr abtnds Sicka. Zum Hebcaisch-Anfänger- und Borgeschritienenkurs werden tägllch von 8 dis 9 Uhr abends lm Vereinslokal Anmeldiulgeu.enkaegcngenommen. __i DÄWIENSTOFKEM für Kostüme, Mäntel und Kleider von K1440 aufwärts,i M ÖSr&IIMkMiBrflr»KlBSESO^<B hochprima Webe K 840.—, Bettücher und sonstige Textilwaren. — Fertige; Sm . mm»m ■ Herreu* und Damenwäsche äusserst billig. — Besuch führt zu dauernder M Kundschaft. »ss LA. KL«»lS«SS»A»»*»»»- VLLL»- ZöLö / Tel, 5783/IV, /

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.