Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-11-23 · Heft 1012 (23.11.1921) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1012 (23.11.1921)
Date
1921-11-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2980091--09449-2995700
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

;Hg. 1012 Wien, Mittwoch rf lunb’ erträglicher Weise cfolgt. Die Anwesenden nehmen Kur Kenntnis, daß die von der Börse sreigewählten Vertreter ihrer Interessen diesen Standpunkt bei den Verhandlungen mit dem Finanzausschuß,' der Nationalversammlung, dem Finanzministerium und den polischttt Parteien mit aller Energie zertreten werden. Nur unter dieser-Voraussetzung wird es möglich sein, einen geordneten, normalen Börseverlehr wieder aufzunehmen. Ob dessen Aufrechterhaltung auf die Dauer möglich sein wirb, hängt lediglich von dem Entgegenkommen ab, baS die Regierung und die Nationalversammlung bei den kommenden Verhandlungen der Börse entgegen-, dringen wird. Freitag wieder Börse. Wie. uns abends gemeldet wird, hat die Börse-- Saimttet beschlossen, Freitag offiziell den Börsenverkehr wieder aufzunehmen. Man hofft, daß inzwischen die Verhandlungen mit der Regierung beendet und ein Rprvp.wmiß Ln der .Streitfrage gefunden werden wird. Das Echo. r Die ganze Presse stimmt in der Auffassung überein, daß der Streik der Börsianer eines der groteskesten Zeitereignisse ist. Den humoristischen Gehalt dieser Groteske mit ungetrübtem Genuß auszuschöpfen, scheint aber doch nur ibent sozialdemokratischen Organ geglückt zu sein, das seine satirische Laune in der Ausmalung „stretkpostsn"stehender Baakdirektoren und Bäckerladen stürmender Börsensensale einmal, gründlich ausleben konnte. Doch trifft es mit seiner Bemerkung, daß der Hieb der sonst ziemlich börsefreuudlichen Regierung gegen die Börsebesucher nnr der Kun s ch ak- und Spalovsky-Demagogie zuliebe geführt worden sei, weil „er wenigstens so aussieht,, als wäre er der Börse gefährlich'/, so ziemlich! ins Schwarze. Umso grotesker ist die Reserve, die sich das Parteiorgan der genannten- Herren bei der .Besprechung des „Sieges" auferlegt. Im Morgenblatt der .„Reichspoft" muß man ziemlich weit nach rückwärts blättern :— bis zur Romanbeilage mit der Erzählung „Das Glück den Unklugen" — um jenes Ereignis besprochen zn finden, das die Redner des Antisemitenbundes als größtas .Glück für Oesterreich, gefordert hatten: Die Schließung der Börse. Das christlichsoziale Organ will nicht leugnen, daß der so arg bekämpfte Gesetzesvorschiag an Mängeln leidet, die unbedingt behoben werden müssen, und fordert mehr Rücksichr auf . hie Zusammensetzung der Wiener Börse. Von so zarter Rücksicht verrieten die Reden der AutisemitenLündter, die seinerzeit die „Frontkämpfer" vor' die' Börse geführt IhaLteir, nichts. Deshalb ist es noch nachträglich' sehr lehrreich, wenn die „Reichspost" heute gesteht, daß man auf dem * Schottenring „volle Auswirkung der Lungenkraft" und . ,stvüinide Gebärden" niemals allzu. tragisch nehmen dürfe. Denselben MaUtab muß inan nach dem Gesagten wohl auch an den Triumph anlegen, den das christlichsoziale Organ mit reichlicher Verspätung endlich im -Abendblatt markiert. Zu diesem Zwecke werden die Sänger mobilisiert, deren Sterne »mmer erst strahlen dürfest, wenn es Nacht wird, und es pegnet Verse auf den mutigem Dr, Gürtler, der jetzt ansauge, den Juden unangenehm zu rverden. Im Gegensatz zu dieser poetischen Anstrudelwrg des Finanz Ministers macht bas großdeutsche Organ für die Ereignisse den Doktor Rosenber gverantwvrtlich imd schiebt ihm die Absicht unter, das Börsegeschäft zu einem Monopol der Großbanken zu machen. Sehr erbaut ist also auch das Organ der zweiten . antisemitischen Regierungspartei. über den Börsesweik nicht, wenn eS auch ohne billige Ausfälle auf die Börseaner natürlich nicht ab geht. Das Blatt Erzählt, daß es die Herrschaften bisher bereits reichlich als Lumpen kennen zu lernen Gele g e n h e rt (ei! ei!) hatte. Leider verschweigt cs die gewiß. pikanten näheren Umstände dieser Gelegenheitm. Die Oeffentlichkeit hätte sich für die Geschäfte deutschnrtionaler Politiker mit den Börseanern gewiß lebhaft interessiert. Im übrigen versichert das Blatt, daß der Streik der Börse nicht so etwas fürchterliches ist, und zwar aus dein Grunde, weil es den Sturm der Entrüstung, der durch die Börsensäle wogte, nicht ernst nimmt. Bon ein-em Triumph über die Erfüllung eines „völkischen Belanges" ist aber auch dieser Optimismus sehr weit entfernt. Umso ehrlicher ist der Pessimismus der „Neuen Freien Presse, „weil der Streik eines Marktes auf die Dauer niemals gelingen karrn". Ihr Leitartikel schließt melancholisch mit dem Hebbel-Zitat: „Ich verstehe die Welt nicht mehr." Dagegen glaubt das „Neue Wiener Tagblatt", den psychologischen Schlüssel für den Börsianerstveik gefunden zu haben: „Weil die fiskalische Tendenz allein nicht maßgebend gewesen sei, glaubt die Börse sich berechtigt, den Gesetzentwurf als einen, wenn auch nicht gewollten moralischen Schlag zu empfinden." Zu einer ähnlichen Folgerung gelangt das „Neue Wiener Journal", das den Plan einer. Besteuerung der Börse gutheißt, aber mit Schonung der menschlichen Empfindungen ihrer Besucher. Die Teuerungswelle. Der neue Brotpreis. Gestern erschienen die Vertreter der Brotfabriken Und Bäcker beim Bürgenueister, um die Verhandlungen über den nisuen Brotpreis zu beginnen. Der Bürger^ . Meister erklärte jedoch, nicht in nähere Verhandlungen! eingeh'M zu können, weil er dazu genaue Aufftelkungeni über die erhöhten Saich- und Personalausgaben benötige. Da aber diese Grundlagen noch nicht vorhanden seien, köme er noch nicht in did Verhandlungen eingehen. — Aus dem Rathaus verlautet, daß, um den Wünschen der Bäcker gereicht zu werden, eine Erhöhung des Broüpr^ijes um 100 Prozent eintrepen müßte, so. daß sichj -der Brotpreis..von 34 KrvMn M. 68 KwMn erhöhen, -Ml«* . t- Wieuet M»rze»zeit»»s 23. November 1921 Seite 5 .■■■ ' ■' ... ..— —... >-,.>«>*«!,»» ».» . -.. .. ... »,«>».»> - ,n; rr.».,,,-, .. 4 Erhöhung der Schrrhpreise. ' Gestern zeigte sich auf den Preistafeln in denx Schnhlüden eine wesentliche- Verteuerung für alle Gattungen und Qualitäten, die zwischen 60. und 100 Prozent schwankt. Begründet wird sie mit der beträchtlichen Erhöhung der Arbeiterlöhne in den jüngsten« Tagen. Auch die Schuhrepara tu r e n sind wieder bedeutend teurer geword-en. >! . > » $ . Die Erhöhung der Gas- und Strompreise. Der Stadtsenat trat gestaru nach längerer Deb atte den Beschlüsen de?, g'-meinde rötlichen Ausschusses für die Unternehmungen bei, wonach für -bie letzte Ver-, rechnungsperiode dieses Jahres der Preis für einen Kubikmeter Gas' jnit 60 Kronrsn, für eine Hektv'wättfstunde Lichtstrom »nit 11 5kroneu, für eine Hektowattslunde Kraftstrom mit 7 Kronen .70 Heller festgesetzt wird. : V : i ., Wie verlautet, wird der Plan erwogen, bei der. Straßenbahn zu einem Staffeltarif, wie er vor dem- Kriege in Geltung war, zürückzukehren. Gegenwärtig finden darüber Beratungen statt. Ein Komitee, dem Gemeinderate und Fachreserenten -angehören, wird sich für eines , der verschiedenen Stafse'lsysteme zu entscheiden haben. Eine Teilstreckenkombination'wird ebenso erwogen werden, wie die Einführung von Fahrscheinen,! die nur dem direkten Verkehrdienen. , Die Aushebung der Lebensmittelzuschüffe. Die Beratung über die Aufhebung der Lehensmittelzuschüsse lassen es bereits als sicher erscheinen, daß Ae vollständige Aufhebung der Staatszuschüsse. bereits am 1. Jänner 1922 erfolgt, daß man also nicht, zu dem inzwischen vorgeschlagenen Ausweg einer fkfjtefo förmigen Aushebung greisen wird.! Gleichzeitig mit den Staats zu sch üssen siir' B r o t und Meh l - werden auchaller Wahrschemlichkeit nachdie für Fett und Milch nusgiehoben werden, so.daß vom Neuen Iahe angefangen alle Staatszuschüsse für die Allgemeinheit beseitigt wären. Makkabäer-Feier des Zionistische» Laadeskomitees. Das Zionistische Landeskomitee für.Oesterreich teilt mit, daß seine diesjährige offizielle Makkabäer-Feier am 28. Dezember in den Sofiensalen fiattfindet. Die zionistischen Organisationen werden gebeten, für diesen Tag von allen Veranstaltungen abzusehen. _, Wieder ein Pogrom In Jerusalem. Durch einige Mittagsülättsr geht eine Nachricht des Südslawischen Korrespondenzbureaus, nach welcher dem „Messag-ero" aus KÄnstantinopel gemeldet wird, fanatische Eingeborene hätten in Jerusalem einen Sturm auf das Judenviertel unternommen. Während des Tumultes sei eine Bombe geplatzt, die mehrere Personen getötet habe: Uns liegt keine Nachricht über neuerliche Ausschreitungen in Palästina vor. Es scheint sich um eine > verspätete und ungenaue Meldung über die Ereignisse in Jerusalem vom 2. d. M. zu handeln. Die Plünderungen in Berlin. Berlin, 22. November. Die Plünderungen, die gestern abends verübt worden find, haben den preußischen Minister des Innern und den Polizeipräsidenten vfranlaßt, die Alarmbereitschaft der Schutzpolizei zu verstärken. Sämtliche Beamte sind stets in Bereitschaft, um auf telephonische Weisung sogleich bei Plünderungen eingreifen zu können. Neben dieser Bereitschaft ist ein verstärkter Straßenpatrouillendienst angeordnet worden, der von mit Karabinern ausgerüsteten Beamten ausgeübt wird. Berlin, 22. November. (Wolff.) Gestern abends schlug ein Haufen von ungefähr 50 Personen, die aus einer kommunistischen Versammlung kamen, in Neu- Köln die Schaufenster eines Schuhgeschäftes und einer Kolomalwarenhandlung ein und raubte die dort ausgestellten Waren. Die alarmierte Schutzpolizei konnte die Täter nicht mehr ermitteln und mußte sich darauf' beschränken, die Menge zu zerstreuen. Neue Ansammlungen wurden im Entstehen verhindert, worauf Ruhe eintrat. Berlin, 22. November. Wie die »Deutsche Allgemeine Zeitung* berichtet, ist es heute in Berlin- Weißensee zu Plünderungen gekommen. Eine Großschlächterei wurde gänzlich ausgeraubt. Vierzig Plünderer wurden von der Polizei verhaftet. Berlin, 22. November. (Wolff.) Ein Erlaß des Polizeipräsidenten verbietet aus Anlaß der Plünderungen in den letzten Tagen bis auf weiteres alle Versammlungen unter freiem Himmel sowie Straßendemonftrationen. _ Jüdischer Humor. Den Wische» Humor m Wort «ud Lied hat etite künstlerische Darbietung zum Inhalt, die dar Konzertburea» Haruach Mittwoch den 80. d. M. im Mittleren KonzerthauSsaal veranstaltet. Der Abend toll den Humor im jüdischen Volksleben und Volkslied sowie in dcr jüdischen Dichtung durch charakteristische Beispiele zur Darstellung bringen. Die Mitwirkung hervorragender Juterprrtmnen des jüdischen Lndes, wie Mali Prcon und Les Weintraub-Graf (Freie jüdische Volksbühne) läßt für den musikalischen Teil des Abends Interessanteerhoffen. Direktor Kalich wird durch Vorlesung humoristischer Skizzen und Volksgeschichten W jüdischen Humor des Wortes zum Ausdruck bringen. Von besonderem Inter effe ist dir Wredergabe einer im jüdischen Leben wie in der Literatur gleicherweise bekannten jüdischen Volkstype durch Herrn Jona R e i ß m a n n, den trefflichen Charakterdarsteller der Freien jüdischen Volksbühne. Er wird zusammen mit seinem ausgezeichneten Fachkollegen Simon Nathan (Freie < jüdr che Volksbühne) eine Duoszene aus Abraham G o I dfadens, «Mlschwch'S Zeiten" zur Darstellung bringen. Herr Nathan gibt den Bankier, Herr Reißmann stellt die berühmte Figur des J-ntel Schnorrer dar. Diese Figur.hat Goldfaden, der Schöpfer d^s jüdischen Theaters, eigens für ihren Darslellrr geschaffen, der sie auch bei der im Jahre 1889 erfolgten ersten Auffiihiung des Singspieles „Kreiert" und durch seine außerordentliche Kunst in der ganzen jüdischen Theaterwelt popri^r gemacht hat. Schou dieser Teil des reichhaltigen Programms sichert dem Abend die Aufmerksamkeit aller Freunde wahren jüdischen Humors. Der KartenverkÄuf an den Konzerthauskassm, in der'„Wiener Morgenzeitung". ll., Taborstraße 1, der Buchhandlung Limit, sowie im Kartenbureau »Aida", II., Taborstraße 1, hat bereits begonnen. *Nationalf»udskorrserenz. Zwecks Einleitung der Arbeiten für die vom Haager Hauptbmean initiierte große Ch an uka h- Aktion d s Jüdischen Nationalsvnds beruft die österreichische, Zentrale für D o n n e r s t a g den 24. d. M., V-7 Uhr abends, in ihr Bureau, H., Taborftraße 59, e ne Konferenz ihrer Vcrtrauenslmte ein. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung wird um zuverlässiges und pünktliches Erscheinen gebeten. * Jüdisches Abe«Äheim für arbeitende Jugendliche. Das vom Bund für jüdisches Lehllrugswescn >n der Toynbee-Halle, XX., Deni-gsffc 33, errichtete Abcndhcim ist vorläufig jeden Freitag, Samstag und Sonntag von ^?7 bes 9 Uhr ocöffnet. Kurse in jüdischer Geschichte, Bnchbmden, Turnrn. ferner Lesesaal mit Blblidthek. Aufnahme a» den Heimabenden für jeden möglich. * Lhoraspeaden zugustea des Jüdischen NationalfondS. Um unliebsamen Mißverständnsifen' vorzubeuren, gibt die Sammelstelle des Keren Kajemeth bekannt, daß ihre unter dem gleichen Tnel in diesem Blatte veröffentlichte Aufforderung an die Spender von Nedarün im Betbause Obel Abraham, ihre Spenden der Zentrale deS Jüdischen Nationalsoudes abznsührcn, uur zwecks einer beschleunigten Ueberwersung dieser Beträge au das^ Haager Hauptbureau erfolgt ist, welches die Tempelspenden dieses Jahres zum Ankauf eines eigenen Landsinckes verwende« will. * Die Ausgabe der srsueu Raucherkarte. Wie wir erfahren, sind die tür das Jahr 1922 bestimmte« Rnncherkarten den Fivanzbehördeu bereüs Lbernrrttclt worrm. Im Monat ^Dezember wird der Umtausch, bezrehungsweie die Ausgabe dcr neuen R.mcherlegrtimation seitens der Trafikanten vorgenommcn. Für d>e Herstellung und Ausfertigung der Raucherkarte wird von den Rauchern eine Gebühr eingehoben werden. * ^SegrLbirifse ow heutige« Tage. Alter Friedhof: 9 Uhr Berenyi Pauline. 11 Uhr Popper Therese. — Neuer Frredbof: 9 Uhr Roues Leo, w Uhr Lanzer Samuel, 10 Uhr 20 Min. Gerstl Hsns, 12 Uhr Hochmann Adolphe. * Schweizer Berw ögen iu Amerika. Die schweizerische Gesandtschaft teilt mit: Schweizer, welche m den Bereinigten Staaten von Nordamerika scguestrierle Vermögenswerte besitzen, werden^ darauf aufmerksam gemacht, daß die Freigabe im Wege der gerichtlichen Klage nur innerhalb einer Frist von sechs Monaten noch Beendigung des Krieges verlangt werden kann. Falls die Gerichte in den Vereinigten Staaten aunebmen, dah die Frist mit der Fr^rdensresolution des Kongresses vom 2. Juli 1921 zu laufen beginnt, kann die Klage nur noch bis zum 2. Jänner 1922 anhängig gemacht werden. * Keine neuen Banknoten. I« letzter Zeit find wiederholt Nachrichten aufgetaucht, daß von der Oestrrreichisch-uugarischrn Bank ucue Banknoten zu iünstausend »nd bunderttauiend Kronen emititert werden. Diese Nachrichten entsprechen aber nichr den Tatsachen. Eine Bansnotenemission kommt nur dann in Betracht, »enn üe die Folge erner neuen Währung für Oester,eiÄ^ wäre. Hiefür liegen allerdings, wie wir sckon einmal berichtet haben, Banknotenformulare in der Oesterreichisch-nngalischen Bank bereit, die aber vorläufig nichts anderes sink, als einseitig vorgedruckte Blanlette. Der eigentliche Währungsaufdruck wird erst knapp vor der Austage crfolgen. * Gin «eueS radioaktives Element. Daniel Berthelot teilte gestern der Akademie dcr Wiffcnschaften unt. daß er ein neues radwaklives Element gefunden habe, dem er ren Namen „Emilmm" gegeben habe. * Wetterbericht. Die nördlichen Nlpmlander haben vorwiegend heiteres Wetter. In Wien war es windig, in Käiriten noch trüb. Allgemein ist es etwas wärmer geworden- Voraussage: Sonnig bei wechselnd leichter Bewölkung, morgen- Frost, tagsüber allgemein Mild, Rachlaffen des Windes Schönwetter anhaltend. * Uuter dem Verdachte des Brillautettschmuggels. Mit Beiug auf den im »Morgen* vom 31. d. M. unter dem Titel ,Es ist der Polizei gelungen ...." enthaltenen Artitel, in dem geschildert wird, wie eine Dame unter dem Verdachte, daß, sie lose Vrillanien im Werte von' 160 Millionen Kronen i'rber^ die Grenze zu schaffen bcabficht'gte, in rücksichtsloser Weise durchsucht worden sei, wird richtiggcftcllt, daß an dicker Amishandlung Polizeiorgane nicht beteiligt waren. * Sperrung des Küffeerestaurauts Wesimiuster Die Polizei hat infolge wiederholter Ucberschreiiung der Potzzei'^ Vorschriften das Caf6 Westminster auf der Mar ahilscistraße an unbestimmte Zeit gesperrt. Ueber den verantworilichen Geichästsführer Destder L ö w Y wurde eine Arreststrafe in der Dauer von einer Woche und eilte Geldstrafe von K 20 000 verhängt. * Der Fabrrbauteusohn als Cinbrecher. Au8 Semmering wird uns beuchtet: In der letzten Zeit wurden wiederholt die leerstehenden Villen in den angrenzenden Gemeinden der Semmeringerbrochen und ansgeraubt. Dieser Tage gelang es. die Täter zu verhaften, als sie in eine Billa e'nbrachm. Beim Gendarmerirposten wurden sie als der Fabrikartensohn Othmar E i s e l e und der Hilfsarbeiter Alfred H r u b v, beide aus Wien, erkannt Bei E'sele wurde ei» scharf geladener Revolver gefunden, während Hruby, mit Einbruchsmerkzeugen ausgestaltet war. Die beiden Einbrecher wurden dem Bezalsgericht Gloggnitz einge- ^efert. * Sturmkatastrophe in Arkausas. Aus London wird gemeldet: Zwei Zyllone ttcTiteien irn Staate Arkansas beträchtlichen Schaden an. Zwölf Personen kämm ums Leben, die Zahl der Verletzten überschleitet 30. * Abaestürzto Flieger. Aus London wird gemc-d:l: Zwei frünwsische Fllegerosftziere sind in Bnssy bei der B«werbunz um dm Cup Michelm tödlich abgestürrt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.