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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-23 · Heft 1012 (23.11.1921) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1012 (23.11.1921)
Date
1921-11-23
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 1013 Wien. Mittwoch Wreyer MsrgerrZeitmiA Bankinstituten und italienischen Schulen in Anatolien, Anerkennung der italienischen Hoheit über Rhvbns und C-astellvrizo, Konzessionen in Eregli und an anderenj Stellen. Ein Streit mn Grönland. Zwischen Norwegen und Dänemark ist ein Konflikt Um Grönland aus gebrochen, der in ziemlich aufgeregter Weise geführt wird. Die dänische Regierung hatte es für gut befunden, ihre Oberhoheit über Grönland durch' einen Besuch des Königs Christian äußerlich zu bekunden. Daraufhin hat das norwegische Minisieriunr des Aeußern in den Z-eitnngen eine Erklärung veröffentlicht, daß Norwegen eine. Ausdehnung der dänischen Oberhoheit auf Grönland nicht anerffinitt hat noch anerkennen kann, denn solche Oberhoheit veerde eine Erweiterung des Monopols auf Fischfang und Jagd bedeuten, welch beide bisher von den ■ Norwegern in den fraglichen Gebiete»! und Geivässern Grönlands unbestritten betrieben worden seien. In d ä n t*' j che a Reg i e r ungskreisen hat das Vorgehen -Norwegens die größte Befremdnng hervorgerufen. Nach den ^Regeln des internationalen Verkehrs erfolgt die V.K'urfentlichnng eines derartigen Staatsaktes erst, wenn die ^Negierung, an die er sich richtet, die Dokumente in Händen hat. „Politiken" meint: „Nacht einmal zwischen kriegführenden Staaten ist' je eine Note veröffentlicht worden, ehe sie der Empfänger erhalten hatte" Der Streit wirs w-.ryrlcheinlich durch . einen Schiedsspruch geschlichtet werden. IKlAlL. Vor der Volksabstimmung in Oedruburg. An die AbstimmungsbeVschLigten. Alte jene Personen ohne Unterschied des Geschlechtes, welche am 1. Jänner 1921 das 20. Lebensjahr vollendet ' hatten und die in den ALstimmungsgemeüiden Oedenbnrg mit Brennberg, Agendorf, Groß-Zinkendorf, Hcrkan, Holling, . .Kölnhof, Kroisbach, Wandorf und Wolfs geboren oder dort- . hin zuständig sind oder vor dem 1. Jänner 1919 ihren ständigen Wohnsitz in diesen Gemeinden hatten, die ferner auch am 1. Jänner 1921 noch ihren ständigen Wohnsitz im Abstimmungsgebiet hatten, sich aber jetzt außerhalb desselben aufhalten, werden hiemit aufgesordert, sich als Abstimmungsberechtigte unverzüglich beim Oedenburger Heimatdienst persönlich oder.schriftlich rnit Eilbrief zu melden. Die Meldung geschieht in Wien, 3. Bezirk, Marxergasse 2, 3. Stock, Zimmer 143, für Wiener-Mustadt und Umgeb,mg in Wiener-Neustadt, Frauengässe 14 (Gymnasium) Und in G'raz an einer in den Grazer Blättern noch! zu verlautbarenden Stelle. Dokumente, als Geburts- und Heimatscheine, TrauuNgsscheine usw./sind mitzubringen, beziehungsweise einzusenden. Flucht infolge politischer Verfolgung und Drangsalierung berufliche Abivesenheit, Militärdienst usw. Mterbrechcn dorr ständigen Wohnsitz nicht. , Die interakMerLen Truppen. ' ' ' In der Frage der Entsendung interalliierter Truppen U^lch dein Oedenburger Abstimmungsgebiet ist, wie uns an kompetenter Stelle mitgeteilt wird, bisher noch keine Entscheidung getroffen worden. Die Verhandlungen über diesen Gegenstand dauerin noch fort. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet ans Paris, daß auf der letzten Sitzung der Botschafterkonfererr; der britische Botschafter nachdrücklich die Auffassung vertreten habe, daß im Sinne des Abkommens »>on Venedig Oesterreich berechtigt sei, die Zurückziehung der ungarischen Truppen aus Oedenburg und deren Ersetzung durch alliierte Truppen oder Gendarmerie zu fordern. Die zugendlichen Banditen kehren zur Schulbank zurück Die ungarischen Banden im Bürgen! and rekrutieren sich, »vie bekannt, aus den aus verschiedenen Gefängnissen freigelassenan Verbrechern und aus Hörern der ungarischen Hochschulen. Nach der Konferenz von Venedig hat die ungarische Regierung sämtliche Banditen, »velche den Schulbänken entlaufen »varen, aufgesordert, innerhalb einer bestimmten Frist . wieder in die Schulen ein zurücken, da sie sonst von der Universität ausgeschlossen würden. Wie nun in einem halbamtlichen Comnmniquee festgestellt »vird, hat der größte Teil, dieser Studentenbanditen der Aufforderung entsprochen. Nur bei der Hochschule für Volkswirtschaft haben bisher " 170 Hörer ihre Meldung unterlassen, weshalb sie straftveise ans der Hochschule ausgeschlossen wurden. An den übrigen Hochschulen ist die Kontrolle noch nicht abgeschlossen. Die Geheimdokumente des Osztenburg- Detachements. Oedcnbnrg, 22. November. Der Sekretär Osztenburgtz und ehemalige Oberleutnant Dr. S zenkovits ist mit dem gesamten Archiv des Osztenburger Detachements in die Schweiz geflüchtet. Er , ließ von dort die Budapefter Regi rrntg wissen, daß er für den Fall, daß OsztenLurg auch nur ein Haar gekrümmt werde, keinen Llnstand nehmen werde, alle geheimen Befehle und Orders zu verössentlichen, die Osztvnburg von der Budapester Regierung seit Ende August zur Irreführung der Entente, zur Düpierung d:r Gfneralsnüssion sowie zur Förderung ttitö Leitung der. Bande,llbeweguug erhaltieK' hah«^ An die geehrten Aborrnenten mth Leftr der Wiener TagesZeLLungen! Neuerliche in der letzten Zeit eingetrelcne enorme Verteuerungen aller zur Herstellung der Tageszeitungen notwendigen Rohmaterialien, inZbesondcre die horrende Ehröhung der Papierpreije »'»»vie die fortgesetzte Steigerung der Gehalte und Löhne, zwingen d e Wiener Tageszeitungen, die Abonnement- und Verschleiß-reise abermals zu erhöhen. Die gefertigte Dcreinignng hofjt, daß die geehrtrn Leser der Wiener Tageszeitungen die nur durch zwingende Grunde notwendig gewordene Erhöhung der Abonnement- und Verschleiß- Preise entsprechend würdigen »verden. und gibt der angenehmen Erwartung Ausdruck, daß die P. T. Abonnenten und Leser ihrer getvohnlen Tageslektüce trotz der geänderten Verhältnisse Treue bewahren »verden. , ' D i e B c r c r n i g u n g d e r ö st e r r e i ch i s ch e n Tageszeitungen. * Dunzufolae sehen auch »vir uns genötigt, die Bezugspreise der „Wiener Morgerizciiung" sür Wien und die österreichische Provinz —für d a S Äu § la n d b l e i b c n f t c u uv e r ä n d e r t — zn erhöhen. Die Erhöhung erfolgt nur in dem unbedingt no!»vrndigen Ausmaß. Bezugsbedingungen ab 1. Dezember W2l Abonnement für Wien (zum Abholen im Expedit oder in den Bcrschleißsielleu) monatlich. Kr. »60. — Hefterreich monatlich. 560. — Tschechv-Slowakei monatlich.. . Kö. 18.— Polen monatlich.pol«. Mark 500. — Jugoslawien monatlich.Dinar 15.— Deutschland V .. Mark 20.— Rumänien ft 30.- Bulgarien r* 30.- Holland tt ......... holl. fl. 1.50 Schweiz tt 3- England ff 3.- Italien ff .. Lire 6.- Amerika ft -.50 Frankreich, Belgien monatlich. Fres. 0 — E in zelver schleiß pro is ab 28. November in Wien Kr. 20.—. Zahlstellen: Oesterreichisches Postf-parLasserrlronto (Wien) 150.693. Tschecho-slow. PostsparkasserrkvNto (Prag) 59.351. Polnisches PostsparkassenkonLo (Warschau) 1SV.227. Deutsches Postscheckkonto (Berlin) 108.722. Rumänien (Tzeruowitz): Allgemeine Depositenbank, Filiale Ezernowitz. Jugoslawien: PostsparkassenkonLo (Agram) 40.085. Italien: Soeleti Italien» di Crsdito commerclale, Triest Via Mazzlni 30. Die DerwaltUAg der „Wiener MorgeuzeiLung" Wien, II., Taborstraße 1—3. Telephone 43-3-18, 44-0-38. P arlamentLrisches. Sie Abgabe für Börsenbefrrcher. — Die Haltung der Parteien. — Für die schleunige Erledigung der Balntenumsatzstene». — Das Echulauffichtsgesetz. Für heute erwartet «an Besprechungen des von der Börsenkammer eingesetzten Komitces .mit dem Bundesfinanzminister Dr. Gürtler und den Vertretern drr Parteien in Angelegenheit der Vorlage über die Abgabe für Börsenbesucher. Der Plan, an Stelle der Abgabe eine Erhöhung der Börsensteuer vorzunehmen, findet sympathische Aufnahme und wird als geeignet betrachte», den Konflikt zu bereinigen, allein die radikalen Elemente unter den Volksvertretern »vollen von einem solchen Kompromiß nichts wißen und versichern, daß auch Bundesfmanzrmnister Tr. Gürtler an drr Abgabe festhaltrn wrrde und daß ihm für die Vorlage die Mehrheit des HauscS gesichert sei. Jedenfalls dürfte der morgige Tag einigermaßen eine Klär»mg in der Streitfrage herbeisühren Im Parlament wurde heute auch der Wunsch laut, daß der Aatrag des grvßdeutschen Abgeordneten Paulo »ach Novellierung der Vnlut'.rmmsatzsterrer ehestens seiner Erledigung zugeführt werde. Wegen dem Schnlaussichtsgesetz für Niedcrösterreich, das als erster Punkt auf der Tagesordnung der Plenarsitzung des BrmdeSraüs am Freitag ftcht, finden zwischen den Christlichsozialen und den Großdcutschen Verhandlungen statt. Die Christlichsozialen wollen nämllch die Großdeulschen dazu bewegen, daß sie nicht für den Einspruch stimmen, wodurch eine Mehrheit für das Gesetz zustande käme, und die Vorlage, so wie sie vom Nationalrate beschlossen wurde, auch den.^Bundesrat passieren, würde. Allein die Christlichsozialen werden mit ihren Wunsch nicht durchdringen, da bereits von seiten der Großdeulschen cm Beschluß für den Einspruch vorliegt, so daß das SchulaufstchtSgesetz nach der Freitagsitzung des Bundesrates abermals an den Nationalrat zurückverwieseu werden wird. Das Patzwefen in Oesterreich. Im Finanzausschuß besprach gestern der Innenminister Waber die Frage der Pässe. Er erklärte: „Bezüglich des Reise- und Paßwesens licgrn die Schwieriglttten z u « ä ch st nicht ans österreichischer Seite. Mit 1. Jänner 1922 werden neue Paß Vorschriften in Wirksamkeit trete«. I» dieser Zeit werden die Beschlüße der Pariser BerkehrSkonferenz zur Durchführung gelangen, was wesentliche Erleichterungen im Reiseverkehr znr Folge haben wird, » nter anderem die Ausstellung von langst stigm Familienpässen und lang- Sichtvermerk» rn»d dre AnfheWg de^Hu^'eMlsWs.". 23. November 1921 Seite S Die der Nachfolgestaaten; Wie wir erfahren, »vird die Konfirenz der Rarßfolgestaates!üc den Jänner 1922 wiöder nach Rom eivberufen »verden. Dej Zweck' dieser Konferenz ist die Behandlung der finanzielle! Fragen, die sich auS den Friedcnsverlrägen ergeben und in be] vorjährigen Besprechung iu Rom sowie in Portorose nichi geklärt »verdm konnten. __ Znm antzetordenlttchen ziynW? schen Partettag. Das Zionit'liiche ^andeskomitee wird dem außerordentlich^ Parteitag auf Grund der gepflogenen Beratungen dir nachs folgenden A bände r un gsanträgezumOrganv s a t i o n s st a t u 1 unterbreiten. I. . * § S. Son^ervereinigun-cn sind zugelasscn und können mH Geu.hungimg des Landeökomitees gegründet werden. Gegen dii Entscheidung des LandeZko»n>tees kann an de» Parte-t; r q t appelliert werten. - 8 4. Oraane des Verbandes sind: 1. Der österreichisch» Parteitag. 2. d e r P a r t e i r a t, 3. das Ziomstifche Landes« lountee für Oesterreich. . . “ § 7. Jede Ortsgruppe (Bezirkssektiorr) und Sorrdervereini- ^gMg wählt auf je 80 Mitglieder einen Delegier! en. O r t sgrnppen(Bezrrksfektionen) und Sonder» Vereinigungen rn i t mindestens 50 M i v 9 l r e d e r >: h a b e n auch schon das Recht ans einen Delegierten, Ortsgruppen m i i »venigeralsbOMitgliedernkönnenzwecks Wahl zum Parteitag zu s ammeng el»e-g^ werden. ' Die Wahlprotokolle sind mindestens eine Woche vor dem Parteitag dem Landeskomitee vorzulegen, welches sie mit einem Bericht d em Parteigrricht zuweist, durch welches die Berifiziernng der Mandate erfolgt. 8 9b. Hier entfallen die Worte: „und die Obmänner der Arbeitskreise". 6 kl. De« Parteirat. § 12 Der Parteirat hat nebst der Uebertvachung der Zausenden Geschäfte die im 8 11 dem Parteitag vorbehaltcneu Befugnisse mit Ausnahme der in den Punkten d) bis b) festgclegteu und der Erteilung des AbsolutoriumS. (Punkt a.) \ § 12a. Der Parteirat wird auf die Dauer eines Jahres (das ist von einem ordentlichen Parteitag bis zum nächstens gemäß den Bestimmungen für die Wahl zum Parteirag gewählt mit d^r Modifikation, daß jede Ortsgruppe (Bezickssektrsn) und Sondervereiniaung auf je 200 Mitglieder ein Mtglied des Parteirates wählt. Ortsgruppen (Bezirksseltionen) und Sondrrvereinigungm mit mmdest 100 Mitglieder haben nach schon daS Recht auf «in Mitglied im Parteirat. Ortsgruppen mit weniger üls 100 Mitgliedern können zwecks Wahl zu« Parteirat zusammengelegt werden. )■ Für den Fall des Ausscheidens eines. Mitgliedes tritt der nächste in de? Liste an seine Stelle. Eine zeitwrilrge Vertretung ist unzulässig; Die Mitglieder des Landeskomiiees, die dem Verbände angehorigen Mitglieder des Aktionskomitees, drr Obmann des Parteigerichtes und der Parteianwalt habe« i» Parteirat Sitz und Stimme. .;; § 121. Die Wahlen zum Parteirat werde» vom Landeskomitee spätestens drei Woche» nach der Wahl des letzteren ausgeschriebe». Der Parteirat ist längstens binnen drei Wochen nach: seiner Wahl vom Landeskomitee einzuberufm. Die Verifizierung der Mandate zum PLiteirat erfolgt durch das Parteigericht. 8 12 c. Der Präsident (Vizepräsident) des LandcZkormtees führt den Vorsitz im Parteirat. 8 12 d. Der Parteirat faßt seine Beschlüsse mit absoluter^ Majorität. 8 12 e. Der Parteirat tritt mindestens einmal in zwe^ Monaten zusammen. Auf schriftliches Verlangen von 15 Mit! gliedern des Parteirates ist derselbe zu einer außerordentlichen. Sitzung »ach Wien cinzubcrufen. 8 12 k. Der Parteirat beschließt seine Geschäftsordnung autonom. IN. 8 14 (bisher § 13). Die Anzahl der Mitglieder des LandeZ- ‘ komrtees wird vom Parteitag (auf Vorschlag drr Pcrmancn;-^ kommission) vor der Wahl festgesetzt. Der Parteitag wählt a) den Präsidenten, b) die Mitglieder des Landeskomiters mit A n-' gäbe des Ressorts, soferne einem MiV gtieb ein solches übertragen wird, in z»ve'»i gesorwerten Wahlgängen. i § 15 (bisher § 14). Seine Geschäftsordnung bestimmt das Landeskomitee autonom. Bei Ausscheiden! von Mitgliedern deS LandeSkomiteeZ^ hat.der Parteirat daS Recht der Erfa tzw a h l. Der bisherige 8 15 entfällt. IV. § 19a.. Der Vorstand des Arbeiiskreises Wim führt den Namen „Wiener zionistisches Lokalkomitee* und besteht aus den Obmänner» der Wiener Bezirkssektronen «nd den Vertretern der Wiener Sondervercinigungen. Das Landeskomitee entsendet eines seiner Mitglieder in das Lokallomitee mit Sitz, Stimme und Vetorecht. Im Falle eines Vetos ist die Ausführung des betreffenden Beschlusses bis z»»r Entscheidung des Landeskomitres aufzüschieben. Der Vorfitzmde des Lokalkomitees hat m Landeskomitee Sitz. .; (Anmerkung: Die in den Absätzen H »nd IV vntgee teilten Bestimmungen find u e u; in den Absätzen 1 «nd lll sinddie Amdmurge» dtttch arsperrte» Druck resutüch

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