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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-20 · Heft 1009 (20.11.1921) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1009 (20.11.1921)
Date
1921-11-20
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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SM 8 _ Wien, Sonmügi Wo blel-t -er Arierparagraph? Auf Einladung des Rektors der Wiener Universität jHöftates Dr. Riehl fand Freitag in dessen Kanzlei eine Versammlung statt, in der beschloss köürtze, einttc MEin zur Erhaltung der Wiener Universität zu gründen. So notwendig nun ein solcher Verein angesichts der katastrophalen Notlage der österreichischen Hochschulen auch ist, bütffK die Hötet- - schüft doch seine Gründung nür mit gemischten Gefühlen aufnehmen und es sölM üNs bei rhrtt WaNÜ^n Stellung zur Rafsensrage gar nicht tvundern, wenn sie Me Zusüntnrensetzung als eine Beleidigung r^Är heiligsten Gefühle empfinden ünfe sich tztzM kMsi stzRHtzrir Zerstoß, gegen den bisher stets so heißblütig verteidigten deutschen Charakter der Älma ntäKt,l irtifc S^rtt ganzest ihrer Jugend inneivohnenden Temperament zu« Wehre setztzn wird. Schön Saß dis Gtündüfttz dieses VeMUSs von einem Inden, dkin MgiernügsÄlt Kleb i n d e r, ausgegangen ist, muß jedem treilbeütschen JÜIiglinK die Schamröte ins Antlitz jagen. Mo bleiben denn die wackeren deutschen Männer und Frauen, die bei jeder SonuMndfeM für ihr Bolkstüm ftenbig mit Gut und Blut ernzustehen geloben? Wie werden sie bti SchmLch, daß ihntzn ein Jude di« AfüllilNg einer Ehrenpflicht gegenüber tzst tzeütschen Mssenschüft übriehmen will, ertragen? D'tt deutsche Michel hat eben, wie die deutschrüdikale Presse so oft schon ftststellen mußte, geschlafen. Hösfentlich weckt ihn der Bloktor Riehl, dtt sich schon durch die Entjudung so manchen Vereins, mit dessen Gründüng dis öörMüßlichen Se-- initetl UlNem eminent dttltfchvölkisch^ft AütStssse Rechnung getragen Hütten, unsterblich machte, auch diesmal rechtzeitig aNs. Es ist die höchste Zeit! Denk schau hat ein zweiter Semit, Herr Kola, durch seine Beitrittserklärung Mit eilism Jühresbeitrag von einer Viertülmillion Krvlren die völlige Vkrjudnng des neuen Vereins unheilverkündend in die Wege geleitet. Selbst-' vttstküblich fehlt die Jüdettpresje, repräsentiert durch den Präsidenten der Cvncordia, Dr. Wen graf, und Dr. Sternberg von der „Muün Freien Presse" nickt, wo es gilt, Bresche in den arischsri ChataMr der österl-eichischeu. Hschsch'EU zü schMM. Höffenttich besinnt sich das rassetttüiue Deutschtum rechtzeitig M Mine völkische Pflicht Und willigt auch diesen wichtigen - Verein, Htzvor es zu spät ist! Gerade itft richtiW Momente, an den» Tage, du die Mieuer IlUiversität einem schnödön Attgrisf durch Mische MilliönMspenditit audgesetzt wurde, ruft das. christlichsaziale Zlbündblütt: den Wienern illarrMd düs ZMt aüs Wilhslni Rüübess „Huugerpaftor^ iUs Gedächtnis: „Wtz Jndütt stH -doch! die wahren Kosntopvliten» die Weltbürger Port Göttis Gnaden, odet, wenn hü willst, Von Gottes Ungnaden!" Hoffentlich bleibt die gr-oßdeütsche Presse nnt dür Mfrüttelung des atischön PflichMWüßtftiUs hinter ihrer klerikalen Kollegin'nicht zurück. Es wäre wirklich eine Schmach für düs östetköichischö Tüntviietttum, wönn die „Alma nräter", die „Nährmutter" der deutschen Milsensöhne, nur mit Nährvätern üUs dötn StüinMe Davids votlieb nehmen müßte... Die Notlage Set Wiener MristlerschafL. Ucber Einberufung der Wirtschaftlichen Brreinigüng österreichischer bildender Küllstler fand gestern iw Fesisaül der BezirkßvtrlkriM NtÄSü M» zätzlriiS, besuchte VttsaMMlSftg akadeinischet Wsler m BilfehMt stülp {ft WelAk feie trMkitze Lahe der Känsilerschakt croriert unfe Maßnahmen zsilt Äbhilft beschlossen wmdrn. Der Völsttzrude akademischer Mäftr Kli « gSbögl fchilfettte did itsstlöst SMätiöft feer Küftstlttschösll Für bi«ßp rverbSnnfähigleit der Künstler sei iu Oesterreich in keiner Weise vortztsörgi wörfeen. Der SsiKülästö« Mit KötistWirkM fcfift»' Schäden btt schSffkftden Küiistler felB&ti eift radikale- Ende bereitet werden. Die Künstler datbcn mb fett Exporteure schaffen sich Millionen. Mftltr tz i b k 8 ft h VKMirS äüf Re AeiWlMftftfthM an der Kunstakademie. Biele dieser ..Preise" find mit der R o m- R i [ f t verbunden. Er möchtö ferft Wftstler kennen, der heute ans Grond dieseznnkannte« Preisenach Rom fahren könne- In welchen Etwrrbsvertzältniffrn sich die Künstler Wiens befiftdeft, beweise hii tzäÜ, dSS rlri^ fett feMlittbSsten Malet Wi«lS sich vortzester« eiftüft ÄdÜehtr etfeRih mächit, eifteft BilditeftMftkf um K 600 g» litfern, Dir ÄMtttSrtSlMftS diele- Mststtektief ftSAsllige Bewrgsng im Saale hervor. Maler Maherhofer betonte, daß ein großer Teil feer KSnstlerfchaft SüMch-M sti, ihre Werke der OihftMielt fühtt», eS fehle an «ine» Heim fSr künstlerische Zwecke in Wien. Stadtrat S ch H i t dtfttist, däß dkk Kttftstlerbund ans deck Pal««h«S im Kaisergarten wieder avSgemietet werden soll. Die Künstler habe« i» diese« Heim Millionen ««gesetzt. Das HandelÄMinifierM« wist dbrr statt per künstlet wieder «e Palmen i« PslÄttihüfts häSt«, de«« DtköraiiöUßstKckr für bi( Schiebttftstr w btt Höfbnrg stufe natürlich weit wichtiger alö ein Hei« für schaffende Mnstltt.?)ie!e MW fetß HM?kßs mm stnwmS müsse von der gesamte» Künstlcrschast abgcwehrt werfet«. Äe KÜftstlerschäff «ölst fem Bilderverka»! nn Anslande im Wege von fe«et pr Silchleftfeen VerkaufsanSWüNgshalle« selbst betreiben. StadiriU Richter tzttMeS die Könstlmchüft «uj das Beispiel eines ZimmerwalerS, der frme TÜtiiMl fett Land- LevöiftrNNtz widme Mkfe RstUalhanorare Rziche» 8k betonte schließlich feit RotwMM ckkkr all« KWktt MfUfftstfek« OktzänisStiön. In einer R e s ö l »t i o » sMttst feit OWktt vom Nat«mkat. di» Mchrffm ««* GchtzeS,. «ÄlEfeyt.KüMtr» SBUntt MorsgenZsttttn-, die Wohltat einer K anken-, Altcrs- und Erwerbsunfähigkcilsllntcrsti'tzung-kasü, zu deren Stärkung die Händler vor! tt5ht Perkänfen von oUcit und tantichicnficicn Werkcir versiorbcUer Künstler 20^/a der Äerlausssnmmcn an diese adzuführen haben, zugänglich mache. Außerdem wird die Schaffung csrtLr gröhen P et k a u f s h a l l e, Re allcft . Küaslscrtt und deren Veri> eimgunxen jm VersüguNg zu steh n habe, dem Staate verlangt. Eine Spende don einer Mivtön. Vou einer jungverwitweten Dame der Gesellschaft, die urrgenannt bleiben will, wurde bei Obrrrabbiner Dr. Chairs der Betrag von einer Äistiöft Ktünrn etlegt mit folgender Bestimmung : Für dös fttitgegrüftdete Heim für jüdische blinde M ä fe ch e ft Maftdm Prof. A l t m a n ft s 360.Ü0Y, für K £ t e'g s b 11 ft d t zuhanden Hofrat B reffe l s kt loöWo, sük die S i e ch e ü in der See gösse zur Anschasfuftg vdft W ä s ch i zuhMen fett Ftau Dr. Landes st für a u b st ft M Nt e n e r z i e h u n g zuhandtn Zräil Erftä P ä i als st 1Ö0.060, für rasche H i l f e Mhanfettl Rkgierüftpstkit T a « s s i tz s L 100.V0V, Hr Bereift Jüdische K i n d r r f r e u ft d e st M.L00. Wik wir erführen, hat die Sptudcrin, ergriffen von dcm ihr nnfkistlichen Elend, welches infolge der hrutigen für die ftötigflkü LibcpZbcdütfniffe ins Ustrlsse steigenden vnd auch weilekhift ünfeMchenbareft Preise über ftnzählige Nötleidende heretngebköchkft ist, kürz efttschlöffM, citrm Silberfuchs aus ihrem Besitz, rin.teures Ändeftkeft an ihren verstotbeneu Gatten, au eise ÄuslMrrift vnküftsü Die wackere junge Dame, welche für yqMte Clegaftz nicht wenitzer empfänglich seift soll als andere Evüktochtee und sich veftnoch von diesem ihr Mgrwördenen Strick treftüie, läßt.an uns die Bitte ergehen, auch an jene Kreise tletzertiür Ftäncn einen Aufruf zu erlassen, welche in der blendenden Ueppigkeit ihres satte« Reichtumfeie leise Warnerstimme in ihrem Herzen noch nicht kberhört havm und zur richte« Stunde das Gesühl für fremdes Leid noch aufzubriutzen fiih^g sind; diesen will sie ans Herz gelegt habe», aus ihtcr M'tte ein K o m i t r e zu bilden, welches Vnufeu wäre, züm Zweck einer Auktion hochherzige Spenden kostbarer Ileberflüssigkriteri mondäner Frauen entgegenzunehmen, wogegen Geldspenden bei dieser Aktion auszuschalten wären. Die betreffende Dame verpflichtet sich, für den Fall der erfolgreichen Durchführung ihrer Anregung ein zweites wertvoÜe- Stück zur Perfügung zu stelle». Gefällige Spenden von Sachwerten von st 10.000 auswärts sowie allfällige Zuschriften nimmt unsere Redaktion gern entgegen u«d.werden Spenden unter dem Titel ^Freiwillige Lnxussteuer für Davbende^ veröffentlicht. Es wäre schön, wenn dieser Akt eines warme» Impulses schnell und reichD Nachahmung, fäsdr bei allen Frauen, die das Herz am kechlüt FM habe«. Eine zerstückelte Frauenleiche im Donaustrom. Ein entsetzlicher Leichenfund, der auf einen grauenhaften Frauenmord hiuzudentcn scheint, wurde gestern in der Umgebung von Wien gemacht. Oberhalb der Bahnstation Greifcnfiein im Gefeicte der Gemeinde Altenberg wurde eine Franenleiche aus der Dona« gezogen, welcher der Kopf und fast ganz die Urltcrscheftkr! fehle». Die Leiche ist die einer etwa östjährigen Frau, die vermutlich deft arbeitenden Klaffm angehört hat. Die Unterschenkel sind öffönban mit einem scharfen Werkzeug abgrschnitten worden. Die Tote war mit einer roten Bluse, einem grauen Srelenwärmer, einer blauen Schürzemit fdjtftftfeie* grauen Barchenttmterkleidern und Pulswärmern bekleidet. Eise Nähere Besichtigung ergab, daß die Tot« an der linke« Brustseite eire gräßliche Schnittwunde hatte, auder feie Eingeweide hervorgüollten. Räch diLsetn Fuftd scheint ti sich itm einen Mordzu Handel«. Die Erhebungen find eing«leitet. Die Folgen eines Schreibfehlers. Dtr Zusammenbruch der Banka Äatinftei in Vukareft. Diö MSapttstev WiLtschaftsKbB „O nr H" m» öfftANcht ciw» DarsteMüZ über feie BotgeschtchK dks vkpiötztt Kürsst-ttpzesdietrLes. Bärmch' hat die ALftzschö EftktrizitLtsMttieüAesTrlschäfk lÄNAew Zeit hindurch iü ÄügtzftgöüMt btt FtftMMruüg der Siebe nbürgrr ElektriDcii-üttlügM Bsvhandl-rmgen mit siftek vumänischen Gruppe W führt, an deren Spitze bis B«ük« RsLsUftei stüftb. fetefem MYUstr ibeite «liiet btt DiiEoreft btt GtzfeÜschaft tzttnirmv Zsit in Bukarests ivo iit mit bev runtäftifch'en Bank bethanbeltr^ DafttalH beMntt bi« Zwbift Wßrpsft in Zürich von 7 Centimes yrMtttößzirtzljeijrü. Äls sfe 6.30 ftüiierte, h-rctschte ist MlSüÄest bereits fiehtzvhafte Rfer freg ltrt g« Im SitzMgssaal der Banka Rütiuuri wlirde uuMkerbrochrn Wer die Finanzierung btt siebentzüttzifchstt WkittzitMEft verhandelt. Man sah llefpaksti ötzü KüftsniiSlbüügiKn aüs Zürich Öftft« ßegen.. Düs Batik, dttdn MtienkapM 100 MMörtckt betrug stüb dMü Nef«rven sich äüf ^2 MillÄtM ttsiefen, 'HSilfeL fstzwiMn, istfolgE dtzs KursrÜckgaftgtzs der Lei, bhi ihkütt Spekulatiöftttr in französischen Francs« hererts 6ÜÜ Millionen verloren. Da mußten die siebenbürgischtztt Verhandlungen Unter ästen Untstänben tu b4e Äuge gezogön iverbän. Mtzwütz ttütt W GitzüUM Mtbe «in teilet der Bänfea Ratkunsi stn Telegramm zugestellt. Als er es bütchstög, ttblttchte tt, sprang aufgetegt Ms Md dttM Mtzst bttt mäh 8W ÄttWM» den wußien M den HmM nicht zu ttKLrsn. erfuhr MR Msch» tag W gkkitstrvph« mm die Bänk hereingeb rochen fei. Es Wat irgendwie die Rachticht m bfittt 6Ü0-Ml!iöN!tzN*MLMst Ut Bäük Mmt -etbvkfeen. EinMrrefpisMttt tzüttti sie nach Zürich! 20. November 192L £\x, 1009 telegraphiert. Dabei war jedoch ein verhängnisvoller Fehler' nttterlaiisen, der däs ganze Wirtschastsleben schwer schädigte.. In dem nach Zürich gesandten Telegramm wurde nämlich die Banka Nationale stüft ktt Büttka Ratiünör als jenes Finanzinstitut l 'Zeichnet, das die 600 Millionen verloren hatte, ruck da die Banka Nationale das staatliche No teni.»ft ttut Rumäniens .ist, erlitt die rumänische Balnta tu Zürich einen rLpiden Kürs-- st u r z. Der Verlust ber Banka Nätirlnei stieg infolgä des rapiden Rückganges des LEurses in kurM Kitz von 600 Millionen auf das.Doppelte. r > Von der Finanzierung der Sieheübutgisch-en E l e k t r i z i t ä t s a n l >a g e rr ko lints , natürlich lei ne Rede mehr sein. Die Baftka Ratiuner brach KUfaünnen und brachte dreißig aichere rumänische Deldillstttuft ins ÄZan^en. Ker Präsident ber Banka Mitümrj, Fürst Ghika, beging Selbstmord,ch-rr geschüftssührttide Direktor wurde verhäftet. All das ivar die Folge des verhängnisvollen Fehlers, der in das Züricher De'legraninr Eingang gesunden hatte. Ob sich der Irrtum zufällig in bas Telegramm «ringeschlicherc hat ober vb man es mit einem wohlbürchdächtrn BorsenmaNöver Zu tnft hätte, konnte bisher nicht erniittelt werden. Mschlvtz einer AtzlMvlscheN Lvngödie. In der sranzosis^eft KamiMr würde vor Möftatm eie Affäre der ReierveleulftäNts H e r d u i n u«d M i l l a n t, welche aftt 11. Juni 1016 vor Berdlin ohne Urteil auf Befehl ihreS'Regimestsköm«äNfeüftten femgenchtet würden, zur Sprache gebracht. Erst nach wiederhölten Interpellationen ließ sich die Regierung zur Zinleitung -einer Untersuchung hirbei. Sie hät feie völlige Schultzkosigkeit feer beides Opfer erwiesen. Beide hatten tagelang einen bedrohten Posten gehalten, dt« sie, nachdem drei Viettel ihttt Manftschäst gefallen war, ordnungsgemäß geraümt haben. Der Oberst, welcher von aeficherter Stelle aus den Vorgang beobachtet hatte, nannte dir btibfn Offiziere Fciglmge und gab Befehl zu ihrer Erschießung. Er verständigte lediglich fein Brigadegeneral, wrlchtr, ohne den Tatbestand zu prüfe«, seine Einwilligung zur sofortigen Hift« Achtung ohne gerichtliches Urteil gafe. Trotz des Drängens fert Liberales und Sozialisten weigerte sich der Kriegsminister, die Mörder zu müßregel«. Sie sind »öch hest« in Rang und Würde. Cr begründet seine Haltung »it der RotwtAdl'gkeil, „die militärische Disziplin zn wahren". Er hat lediglich a« die mit drei unversorgten Kindern zmäckgebl.cbeuc Witwe H e r d n i n ein Schreibe« gerichtet, welches mit dem Satze schließt: ^Jhr Gemahl» der im Kriege wiefeerhblt äutge;eich»et wurde, war ein tapferer Offizier, desieit NaliiLn Sie unfe Ähre Kinder mit Stolz trage« köftnin.- Er>k!lft einer irrigenAuSlegungdesRegleme nt s znmOpfergrf allen. Das Gesetz erlaftbt keine Rebisidn seines ProzeffeS, über die Regierusg hat über meine« Antrag. csrschieden, Ihnen Unter dem Titel feeS Schadenersatzes lÖO.oöo Francs zukommen zu laffe«. In tiefer Verehrung Lolli? Äarthoü, Kriegsminister/ Der alte, tMerbsunfahigr Viür'r des ermürdeteft Millaut hat elften iihnlichift Biief M 5D.ÖÖ0 KravcS beksftmen. Sanitäre Matzregel« in Palästina. In alle« Siadteft Palästinas wurde folgrnfee Kuftfemachtttig veröffentlicht: 1. Rach Palästina findet keinen Einlaß, wer geisteskrank ist, an Epilepsie, Kratze- Syphilis, Tuberkulose, Uv fsktiöse« oder entstellenden Hautkrankheiten leidet, wer a« anderen Krankheiten ober körperlichen Echwachezustanden leidet, welche «ach der Ansicht feeS revidierenden Arztes ihren Träger unfähig machen sich zn erhalte». AnSgevomme« sind i« diesem ^alle Personen, welche den Rachweis genügender Mittel zuw LrbenSünierhalt erbringen oder für welche in dieser Beziehung G a r a n t i e einer »erantwortliche» Person oder Organisation geleistet wird. s. Wer an einer vorÜSergehenfeen fritfellumS* oder GeschlechtSkraskheit, abgesehen von den obenangesührten, leidet, wufe zwangsweise in einem Spllal isoliert (wobei die Kosten aus eigenem über aus feen Mitteln einer veravtwortlichca Person ofecr Organisation zn tragen sind), bis er völlig geheilt ist lind die Gerühruftg mit ihm keifte Gefahr der Änstechung mehr mit sich bringt. 5. Das GesündhiitSamt hat fe»S Recht, von allen Reiscn'dcn üftd ToUristift ohfte Ausnahme de« Nachweis z« sordern, daß sie innerhalb der letzteft sieben Jahre vor ihrer Anwksöüheit im Lande wirksam gegen Pocken g e i M p f t wurden« RötigensullS ist büß Ämt berechtigt, den Reisenfee» S i t« «t gegen Cholera öfeer Meningitis einzüimpfen. 4. Jrdrr Eiftwanderer, der nach Palststiftä kümmt^Mß sich dtr Pocktnimpsung unterziehvft; vow ÄMtSgrp hffutzt es ab, sb aüch die aftdettft obeftttwähntkn Jmpfuftgcn voctztftvmmeft werde«. 6. Ällk Ei'ftwäftdrrer Ullfe Tömnsttn wtife?« berhälleft, »ftttk feer Äüfflcht von A k r z t ö n ober in Medijisttischtt Behcmfelmig so^ läNtzei zü bMiü, alS iS das Ami für Nötig trachtet Rfetigeftfalls sind sie zu bisbeii. Zu temigeii sind ihnen die Havre' z« schcre«. Klüder und Gepäck sind zu fetZiftsizittK. , GeldverLrhr mit Sr«tzla«»> AftS ÄkoSlan wird aemeldrt: Die- Verwvlitmg M StüaiSfeaftl grfetftst mit auslöndstchm Banken Beziehangtu zwicks Eeidäfeerweisungen SNs fe t m ÄftNa ft fe r slleft StLdreft Rußlands M ßölirfeftee Valuta aussünehmeft Diefe Gekfeet solle« an feie Ubreffüte« lft GoivWoteft ausgezahlt wetfeeü. Ä«k Hebung fees HeldvbMrS in Rußlüftfe Wst sind Bvrkehruftgen gelkoffen worden. Jede Ätldfebtzrw.eifang ltzird sdftkt fear auSbezahlt.

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