Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1007 (18.11.1921)
- Date
- 1921-11-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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1007 a&tnt, Freitatz spricht es schon recht gut, und anch Herbert Fannie £ nimmt eifrig Unterricht in der Sprache seines Bolkes. Wenn, man am Strande steht iiuÄ plötzlich auf di« Stadt znrtlckschaut, . sieht nmn, daß .Del-Awiw gar nicht mehr weit vor: dem blauen Wasser entfernt ist. Wer weiß,' welche Aenderungerr . ich nach meiner Rückkehn wieder auf meine:!l Stadtplan werde vornehmen muffen! Heute will ich noch schnell die neue Ziegelfabrik mit ihren hydraulischen Preßvorrichtungen, die sehe wichtigen Zement- und Holzbearüeitungsfabriken, die Webexei und beinahe h ätt' ich's vergessen — die Schokoladenfabrik einzeichnen. 1 Und nun nehme ich Abschied von Tel-Atviw, der Stätte jüdischer Arbeit. Aber ich bin sicher: wenn ich! sie wiedersehe, werden ihre schönen Straßen ele ki ti s ch. beleuchtet - sein. Eiit Dampfer gesAKken. 50 Persone« ertrunken. Washington, 17. November. (Funlrspruch.) .Der Dampfer „M aria Louise" ist bei der Hafeneinfahrt von Manila gefunken. Fünfzig Personen sind ertrunken. , * Isidor kaufmiilrru. Gestern mittags fand artt Ze'ntralfriedhvf das Leichenbegängnis des bekannten akademische»: Malers Isidor Kaufmann unter außerordentliche großer Teilnahme aller Kreise Wiens statt. Die Zeremonienhalle des Friedhofes faßte kaum die zahllosen Trauergäste, die bein« großen Künstler das Letzte Geleite gaben. Anr Sarze des Toteir versah Oberkantor Mathias die zeremonieller: Fuirktionein, worauf' Oberrabbmer Dr. Ch a je s das Wirken des Verstorbenen, ü: einen: tiefempfundmen Nachruf würdigte. Xlutcr den Trauergäsben sah man außer den Angehörigen des Verblichenen: In Vertretung des Bürgermeisters Direktor Probst, für.die Kultusgemeinde Generalstabsarzt Professor Dr. Pick, für die Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens Professor Köpf, semer die Professoren Temple, Zewy, Juingwirth, David Ko.hu-Karlinsky, Prinz, Epstein, Krauß, Her Mb, 8krest:n, Bildhauer Han, die Architekten. Schön und Katz, Maler , v. Dregen für das Jüdische. Museum, Uuiversitätsdirektor Hvfrat.Lranksurter und Dr, Bhottner, aus der Bankrott Hofrat Matheusche>> Konsul Janowitzer, .die Direktoren Kux,. Brosch, Singer, Partos, Epstein, Dr. Nasch, Maschl-er, Waltuch!, Generaldirektor Löwenberg und Friedmann, die Großindustriellen Ignaz Gartenberg, Steiner, Dr. M. Landau, 5kral, Goldschmidt, die Schriftsteller Dr. Ph. Menczel, Doktor .Gelber, Lötyh,. Mehizinalrat Dr. Laub, Chefarzt Doktor Berliner, Dr. E. Popper, Notar Dr. Bermann, Kommerzialrat N. Politzer, Börseuraf Gewitsch, Dr. Stiaßny, Oberkaiitor Äauer, die Anwälte Dr. H. und L, Fialla, Dr.^MMelinachcr, Dr. Walben und viele aridere. * A«glo-Palästina-Kl«b. In der Vorwoche hat m London eine Versammlung staltgefunden, in welcher die Gründung eines Klubs beschlossen wurde, der als Sammelpunkt tftr alle tue au dem Awbau Palästinas und der Entwicklung der hebräischen Kultur Interesse haben, dienen soll. Dieser Klub will eme Verbindung zwischen den in London lebenden Palästinensern und desjenigen, die. sich über Palästina nnd allgemeine jüdische Fragen unterrichten lassen wollen. Herstellen. Das provisorische Komitee wurde gewählt, welcheschon m nächster Zeit an die Errichtung eines solche» Klubs schreiten wird. * Requisits»« von SchulsebLudr« in Polen. Aus Warschau wild Ms geschrieben: In der letzten Parlamentsützung brachte» die jüdischen Abgeordneten N a s n e r und Konsorten eine I n t e r p r l l a 1 i o n an de» Untcrrichtsmmister ein, in welcher darauf hingewlesen w rd, daß die polnischen Verwaltungsbehörden in Wolhynien vielfach die j ü d i s ch e» und u k r a ru i.s.ch e n Schulgebäude requirieren. Diese Fälle komme» bezüglich ukraiuischer Schule« zumeist in den Dörfern vor; unter ankeren: wird er» Fall Mitgeteilt, daß tm Dorse T r o stynietz. wo es 5 schulpflichtige polnische und 150 ukrainische Kinder gibt, das an- Geldern der ukrainischen Bevölkerung errichtete Schulgebäude requiriert wurde. I» den Städten triffi dagleiche Schicksal die jüdischen Schulgebäude, so die Talmnd-Thora-Schule in L « c k und andere. . * De» Da«L der AnLisemtte«. Das ^DotinerAtag- Abendblatt der „Reichspost" reproduziert eine sinnige Schönpflug» Zeichnung: Der christliche Steuerträger rennt hinter einem Juden (Dr. Rosenberg) her, mit dem Rufe.: „Aufhalten! Aushalten! Er hat ma'S Brieftgschrl zog'n!" Finanzminister Doktor Gürtler beruhigt seinen vor dem Antisemiten flüchtenden Adlatiis mit einer Entschuldigung uud der beruhigenden Auffordei ung: „Rennen S' nur weiter, i hau eahm darveil 's Kreuz o!" — . DaS ist der Dank der „Sittlich-Religiöse»:" au den Hausiudeu. dem gnädigst gestaltet worden war, die unpopuläre Steuerpolitik der christlichsozial-deutschnglionalen Regierung mit seinem Namen z» decke» ... * Gorkis Koffrr. Die Basler „Rationalzeitung" berichtet: Der in Finnland schwer erkrankte und daun doch wieder nicht schwer erkrankte, nach Berlin abgereiste russische Dichter Maxim Gorki rst am letzten Donnerstag in Stockholm eingetroffe». Eine kleine Schar rmiistnp den leicht gebeugten Dichter, der mit dem Aussehen eines nordläudischen Gruberlardeiters ans Land ging. Bon dem, was lein müder, leidender Gesichtsausdruck verriet,? sagte er den wißbegierigen Journalisten nichts. Jenes Rußland, das in seinem Tiefsten immer noch ein Geheimnis bleibt, blieb auch in ihm stumm. Kaum daß em Wort, eine kurze Bernrrkung zu de» jüngsten Geschehnissen über seine Lippen kam. Er fahre nach Nauheim, um sich zu erholen, um Genesung zu finden und um sich dichterischer Arbeit zu widmen, erzählteer. Keine polilische Mission führe ihn her. Etwas ander es sei es, das ihm am Herren liege, das feine heilige Aufgabe bedeute. In einem Koffer fübre tv das Wertvollste mit sich, was in den letzten Jahren von der russischen Intelligenz, den Männern der Wiffenschaft und der Technik erdacht, erfunden und geschaffen worden se-. Mit diesem Schatz fahre er geradewegs nach Leipzig, um die Schllften dem Druck zu übergeben. Das sei seine he.ligste Mission. Der unansehnlichste Koffer in der Ecke des Hotelzimmers w,rd zu einem Zauberki»ffer. »Da drinnen ist ei« Manuikript von welthistorischer Bedeutung von Professor Feodorow, dem srühereu Leibarzt des Zaren", erzählt Gorki. ..Ja, er lebt noch. Aber :m Gefängnis. Und das ist auch das Beste .für ihn", sagt Gorki ernst, ohne seine Vtttvr zu üsdkrn. .Storni Steuer Morzm»zett«rrg 4.8. November 1921 Seite 5 Mitteilungen ans dem Pnbliknm. in seiner Wohnung, 9'. Bezirk, Porzellangasse 36, eine tzrößerv! Menge Veronal geuommei:/ - Er wurde von fernen' Ange-! Streng rituell! HOTEL RESTAURANT BARSCHE Vorziigliclie polnisch-ungarische Küche Wein- und Bierspezialitäten 121 Wüeai, IS., Cn-rosse I Feinste Herrengarderoben nach lass liefen wir promptest in prima Qualität und Atttfuimmg zu konkurrenzlosen Freisen. 0151 *“ ’jWien,II.,“ ' '' KUNDMACHUNG des cJüdiacb-eaa 2r3Coela.sclru.1 au6scluxsBes Der ftic den 12. und 13. d. M. anberaumte Delegiertentag findet mit der bereits allgekündigten Tagesordnung Samstag den 19. und Sonntag den 20. d. Ml im Saale des Wissenschaftlichen Klubs, VI., Getreidemarkt Nr. 7, statt. Beginn der Beratungen 2 Uhr naohmittags Für den Jüdischen Hochschulausschuss: Zwl Zuckerberg ra. p. 9350 Srul Osterer m. p. ist eine mathematische Arbeit von Proseffor Steklow da. die sicherlich bei ihrer Veröffentlichung ungeheures Aufsehen erregen wird. Auch viele wertvolle Erfindungen ru fischet Ingenieure. Und eine Arbeit von Peoieffsr Manochm, das Wertvollste vonallem. Er hat das Problem der Tuberkulose gelöst. Jawohl. Es »st kein Zweifel möglich. Mit seinen Meihoden kann jede Form dieser schrecklichen Krankheit geheilt werden." * Dollarpakete nach Rutzlaud. Die American Nelief Administraiio», hat mit den Soivierbehörden die Ein'übruns der „American siielief Administration Waiehouses" im Nahmen der amerikanischen Hilfsaktion für Rußland vereinbart. Eme Lebensmittelaktivn, ähnlich d«r Dollarvaketaktion. wild nun in Rußland eingeführt werden. Es wird wahrscheinlich möglich sem, daß schon innerhalb zweier Wochen Bestellungen iür.Licftrungm an bestimmte Pelsonen in Rußland in Wien, im Bureau der American Relief Administration eutgegengendmmen werden können. * JLdische Beranstaltunge» z« Ehren Ses litauische« Gesandte« in Amerika. In vielen Städten der Vereinigten Staalerl veranstalteten die Juden feierliche Empfiiuge zu Ehren des neuen litauischen Gesandten in Washington N. Wladimir C h e r m e tz k i- Bei fernem Besuche in Philadelphia wurde er von der Föderation der baltisch-liiLiiischen Juden feierlich empfangen. (I. S. B.) * Erhöh««g der valüstmenftsHert Postgebshrerr. Mit Bewilligung der PostverHiiiltMg in London habnr die palästinensischen Posibehörden die Au slandsgebühreu um durchschniülich 30°/. erhöht, um das Defizit der Poßverwal-- Umg z» decken. * Ei« Betera« der Polarforschung. Dr. W. S. Speirs Bru c e, der neulich in Edinburgh nach langer Krankheit verstorbene schottische Forscher, wurde nur 54 Jahre alt. Er bat nicht weniger als 30 Jahre seines verhältnismäßig lurzen Lebens m den Kslarrcgioneu zugebracht und auch gelegentlich bei den ozeanographischen Forschungen des Prinzen von Monaco nntgewirkt, der ihn »ehr hoch schätzte. Vom Jahre 1892 bis 1920 hat der Verstorbene nicht weniger als elf antarktische Forschungsreisen mitaemacht. Die in diesen unwirtlichen Gegenden erlittenen Strapazen aller Art batten zweifelsohne seine Gesundheit a»g mitgenommen. Oe'ters hielt man ihn für verschwunden. Die Entdeckung von Coaies°Land — östlich des Weddellmeeres — machte den Namen Bruces bekannt und sicherte ihm seinen Platz unter den erfolgreichen Polarsorscherm Dieser bisher völlig unbekannten Küste folgte er während einiger Tage und zeichnete Umrisse auf einer Strecke von 350 km auf. Er war damals. Kommandant der c 0 t r a" - Expeditw», die beMmt geworden ist. Nebenbei gesagt, war es Coates-Larrd, das Sdackleton als Ausgangspunkt für seine mißglückte „Irans- antarktische" Expedition (1914 bis 1916) gewählt hatte. Die Sc 0 t i a - Expedition wurde reich an Abenteuern aller Art. Emige'Monate galt da§ Schiff sogar als verloren. Dann tauchte es aber eines schöben Tages in Kapüadt wieder auf, von ' Bruce in aller Stille hingeleitet. 1909 versuchte dann auch Dr. Bruce, den Südpol zu erreichen. 'Dabei ging er von dem von ihm entdeckten Coat^-Land aus. Es gelang ihm ab« nicht, die Nltsenruscabe, die Amundsen zwei Jahre später mit Erfolg ausfühlen sollte zu erfüllen. Er wäre fast vrr Hunger gestorben und konnte nur unter unsäglichen AnjirenMUge» feine Basis wieder erreichen. * Der Anteshslt des ExkSnigS Karl. Aus Par i S wird gemeldet: Die Botschaflerkonferer,z hat nicht, wie irrtümlich gemeldet, die Modalitäten der Apanage deS Exkönigs Karl und der Aufteilung der Kosten unter die Nschfolgesiaatm fest-- gesetzt. sondern bloß die Bedmgnugen, unter denen der Nnlerhalt des Exkönigs und seiner Familie gesichert werden körmte. in Erwägung gezogen. Die Koufereuz hat Bersügungen getroffen, um zu diesem Zwecke einer rasche Entjcheiduus der beteiligten Regierungen zu veranlassen. * Gottesdienst. Freitag den 18. b. M., V-6 Uhr abends, findet im neueröffurtcn Gcmeindetempel, tt., Tempckgasse 3, Gottesdienst mit P r e d i g t statt. * Begräbnisse am heutigen Tage. A k t e r F r! edh 0 f: 1V lll»r Schächter Israel. — Neuer Friedhof: 9 Uhr 20 Min. Greif Josef. 9 Uhr 40 Min. Billig Nathan. 10- Uhr Kümmelberg Johanna. 10 Uhr 20 Min. Jellinek Gabriel. 10 Uhr 40 Min. Hahn Leopold. 11 Uhr Neurath Max. * Behufs Besetzung einer Horuisteuftelle bei dev Bühnenmustb dev StaatSoper wird ein Kouknrrenzfpiel abgehalten, zu welchem sich nur nachweislich bestqualisizierte Bewerber bis längstens 25. d. M. in der DirektlonSkanflei der Staatsoper schriftlich anmelden wollen. Nach erfolgter Anmeldung werden die zum Probespiel zngclasienen Bewerber die näheren Mitleilungen bestighch Tag und Stunde deS Probespieles direkt zugestellt erhalten. * Wetterbericht. In Oesterreich und Deutschland hält das trübe Getier an. Die Temperatur hält sich in d n Niederungen meist wenige Grade über Null. BoiauZsage: Trüb, Temperatur wellig verimdert, später abu-hniende Bewölkung. * Selbstmord eines ArztcS. Der Löjührigc Arzt Doktor jHugo m AaKvd. Leb«/ jhä m 11* L. W. hörigen bewußtlos aufgefuuden ,md vvn der. Rettungsgesell- <haft ins Mgemciue 'Kratzkenhüus gebracht, wo er bm 15. fr. M., vhne das Bewußtsern ivrebererlaingt zu--haben, 'torbeii ist. Dr. Bayer^ war der Begründer uind Leiter des der Bekänlpfmlg der Tuberkulose dienenden Instituts für ' VibroinhalakioN, bas früher seit Begrün fmfc» Sitz im Hause Peregrriigasse 2 und seit Begiim des heurigen Jahresin freu Wohnung Porze'Ü'aingasse 36 hatte. Dort hat Dr. Bayer auch selbst die Praxis ausgeübk. Wie aus mehreren Ab- 'chiedsbrrefen hervorgeht, litt Dr.' Bayer an eÄrertiefen;. 'eelischen Depression. Sie war hariptsächlich durch' Unstimmigkeiten uiri seinem früheren Hauptgesellschafter rrnd ehenraligen Geschäftsführer im Institut und durch Mißhellrgkeiten -mit 'einem frlihereu girtM Freunde hervorg-eruferr wordene Dieser Freund war nach dein AusscheifrMdes früheren^ GöschäfiZ'- 'führers an seine Stelle getreten mid Dr. , Bai>er Hab irr Briefen seiner Enttäuschung darüber Ausdruck gelielM, daßt dieser' Fr-erinb sich aus die Serbe des tnit ihw in ^rvifb lebenden früheren Geschäftsführers geschlagen hat. Die materiellen Verhältnisse Dr. Bayers wareiu in voAsty: Ordnung Mdsem FaMienlchen war As zum Tode ungetrübt. DeffeuMche hebräische Vovlesvugen' irr Berlin. In der Hochschule für die Wrffenschäst des Judentums, Berlin N 24/ Aitilleriesiraße 14. werden in dm nächsten Wochen namhaft^ hebräische Schriftsteller aus ihren Werken oder ^ibrr Probleme des- Judentunis lesen. Diensrag den ^9. b. M. liest Dr. H. E z e x*\ n 0 10 i c 3, DnenZtag dm 6. Dezeinber Ch. N. B i a l r k, Dienstag den 13. Dezember Dr. <2fc Bernfeld und Dienstag den 20. Dezember D. F r ist ch m am «.. - * LeopoldftäÄtev Bolkshei«, (II., ZirkuZgssie 48). 7 bis 8 Uhr Hosrat Dr. Artur Wechselt Einführung in die.Volkswirts 'chaftslehre. 7 big 9 Uhr Magda Hartrughera: Besvrechurig von flämischen und modernen Opern ^mit Musikbeispiclen). 8 bis 9 Uhr Dr. Ernst Serdler : Geld' und Geldwirtschast. * Lanfr unlv Leute, Sitte« u«tz Gebräuche in Türke^a» (Zentrslasien) wird Ingenieur Fritz W r l l f s r t, Sekretär des Oesterreichlschen Jnaen'uur- und Architekteuvereins, am Montag den 21. d. M., ^28 Uhr. im Großen Saale dev Urania schildern. Der Vortrag wird nicht nur von zahlreichen Lichtbildern begleitet sein, sondern auch im Rahmen einer Teeharrsszene O r i g i n a l k 0 st ü m e, die der Vortragende ans der Kriegs-'^ gefangenschast nritb» achte, vor Augen führen. . -i * BvlksbildLng im Technischen Museum. Samstag den 19. b. M., 3 Uhr nachmittazs, Führung N. Bororvic-: „Verbrermungskraftmaschinen".. Sonntag den 20. b. M., 10 Uhr vormitlaLs, im großen Hörsaal Lichtbildervortras: .Arbeiter-. Hygiene und Unfallverhütung", Oöerbemrat Jngrme», H. Mekifla. - . j '* AS gestürzt. Wie das „Neue Grazer Tagblatt^ meldet/ ist der Beamte der Länderbank P o l l a k. der in Gesellschaft cini's Kaweraben während der Feiertage im Mürzzuschlager ßt? biet eine Skisahrt aus die Schneecilpe unternahm, im Nebel abgestürzt. Die Leiche wurde Dienstag von einer Reltungsezpeditiorl aufgefunden uud zn Tal befördert. - ' »- * Falsche tschechische L0st-Kvoneit-Äste»« Der ^PragerSreff^ wird aus'P-v'r ß b u-r g telegraphiert, daß dort ein aewiffer F e i n t u ch i verhaftet wurde, als tv falsch< b0O-5krvnen-Noten in Umlauf setzte. Er gab beim Verhör yw daß die Banknoten in ‘ Wien hergestellt Mrbeu «Ud üt Karpathorußlanb'vertrieben werden sollten. . * BevhafLurrs Betrügers. Wegen mehrfaches Verfehlungen, die er an BuchhandlMflen ausgeführt hat,ist vorgesterrl der gewesene Sekretär eines gemeinnützigen Unternehmens, Ludwig Schmidt, am 30. April 1898 zu Wien geboren, Ill., Hru^ markt 3 wohnhaft, verhaftet worden. Schmidt bestellte wertvolle Böcker im Betrage von K 350.000 und verkaufte sie sofort de»! Buchharidluna Halm & Goldmann um K 190.000 weiter. Ins Laufe der Untersuchung kam zutage, daß Schmidt m ganz gleicher Weise eine zweite Buchhändlerstrma hmeingelegt habe, der et Bücher \tm L lOs.OOO entlockte. Auch sie ließ er durch eme« Dieuslmanu gleich abholen und zur Firma Halm & Goldman»! bringen, wo er dafür diesmal & 80.000 und 1600 Mark erhielt! Bei dem gemeinnützige» Unternehmen hatte Schmidt schon, seii Monaten seine Rolle ausgespielt. Er war dort von-' März v. I. an anzestellt gewesen. Im J»lr l. I. wat man ihm auf allerlei Ungehörigkeiten gekommen, dereff Umfang «ran wohl nicht kannte, die aber dazu führten, daß er seines Amtes entsetzt würde, während Verhandlungen noch fortgefährt wurden, da Schmidt davon sprach, - daß er den Schaden, dessen Höhe mau noch nicht kannte, gutmachm wolles Nun trat aber, zutage, daß sewe Verfehlungen großen Umfang angenommen hatten. An seinem Dienstorte hatte er einen Betrag von KgcSO'tO unterschlage». Er war nämlich auch..damit betraut gewesen, die Karten zn Theater- und Konzertveraustaltnugen und anderen Unternehmungen zu verteilen und den Preis dafür einzu« heben- Die Karten übernahm und verteilte er, das Geld behob er auch, ohne es aber abzuführen. Bon der Summe von & 808.000 hätte er zum Beispiel an die Verwaltung der Staatstheattt K 605.000 abführen sollen, e§ abervnterlaffen. Dan» hat^ Schmidt auch erne Wirtschastsorganisation um K 862.000 geschädigt. Auch hier hat er die Gelder für anSsegebene Theater-, und Konzert-- karten nicht abgeführt. ^> - * Eins Perle um 4*/. Millionen Krsrre« gostvhlerr. Gestern zeigte die Firma Hugo und Alfred Spitzer, Kärntnerstraße 39, dem Sicherheitsburesu an, daß ihr ans dem Laden eine Perle U« Werte von 4Vs Millionen Kronen gestohlen worden se». Die Perle ist oval und weiß und hat e« Gewicht von L2'68 Zrains. ' >. Kartoffeln um eine Biertelmiklion Krone« ent-- lockt. Ein etwa Sbjähriger Manu kam gestern zum Kaufmann Freitag in Schwechat und stellte sich als rin Einkäufer der Geschirrsabrik Roth A.-G., M., Rennweg. vor. Er erklärte, für die Firma Kartoffel» kaufen zu müssen und bezog auch ettva Lt 00 Kartoffeln «Säcken, die rr mit einem Marktwagen, der mit einem Braunen und einem Rappen bespannt war, weg-- führen ließ. Hinterher stellte sich heraus, daß der Mann ein Gauner war. Der Schaden beträgt K 250.000. * Urania. Heute, Freitilg. '5 Uhr (Großer Saal): Der Kampf mit dem Berge, I. In Stmm und Eis. — Vs6 Uhr (Kleiner Saals Laudesschulinspektor Professor Ludwig B attista: Die Seele des Schulkindes, II. — V26 Uhr (Kurssaal) Kustos Adjunkt Dr. Franz Maidl: Die Lebensgewohnhelten der Insekten bis zum Erwachen der sopalen Jnstiukie, IV. V-6 Uhr lKlubkaal) Uuiv--Lektor Dozent Marius F a b e,r: Praltischer Uedungskurs in Svrech-und Vortragskuust, XU. — Uhr (Großer' Saal): „Die Neuvermählten". .Der zerbrochene Krug". (Wandirbühne.) — V-8 Uhr (Kleiner Saal) Direktor Fr. A n d r e ß Basler Mission) Land und Leute an der GoldMe Westafiikas. — 1/£8 Uhr (Krirssaal) NegierungSrat Professor Eduard.S ch 0 l z : Vergangenheit und Zukunft der Erde. — wagfmmmp^' VI- J A-:A 79618995