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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-16 · Heft 1005 (16.11.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1005 (16.11.1921)
Date
1921-11-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Ne 10o& ' Wien. Mirüvoch Wiener MorgerrzeLLMg L6. NovenMr Id21 Seite 5 sind fleißig und inlclligmt und lieben tfn c Scl.nle. Eie wachsen Unter den mächtigen Eindrücken von Bibel riird Ptophet'eü auf. Sie sind physisch gut entwickelt, arlieüSliebrnd, mutig, frei in ihre» Bewegungen und voll Liebe für ihr Volk und feine Schätze, aber auch nervös, unruhig und fein leicht zu behandelndes Material für die Schule. Sie beugen sich und gehorchen nicht leicht und-wollen für icbe disziplinäre Maßregel den Grund wissen. Die jüdischen Lehrer, Hecht es. flehen dem Schüler nahe, sie sind ehre Genossen und Freunde und nediuen an ihrem Leben teil. Als Exponent der Kultur des Landes beieiligen sie sich an jeder Art von öffentlicher Tätigkeit. Aber ihre materiellen Bedingungen sind schlecht und .der Geranks an die Existenz läßt ibnen «ickt die nötige Ruhe. Der jüdischen Schule in Palästina ist-es gelungen, die lebende hebräische Sp ach? der Jugend e-nzupflanzen, ihr so den gebührenden Platz im Volke zu errin nt vtn eine geistige Revolution arizudahne». Aber -sie hat mehr geleistet, sie hat rm Volke die Liebe zu s e i it e m L ande erneuert, h rt ihm dessen Kenntnis vermittelt und den Weg zur allgemeinen Kultur gebahnt. Nunmehr wird es ihre Aufgabe sein, die Erziehung zur Arbeit in den Vordergrund zu rücken und das Geschlecht zu bereiten, welches daS Mnfnge Volksheim mit starken Händen ansbauen soll.' Nrrßlrmd führt die Metrischere Mstze ein. * Aus Helsingfors wird berichte!: Die Sowietregiernrig hat ein Dekret hrransgegeben. demzufolge die russischen Maßeinheiten iyre Geltung vnliercn un) ab t. Jänner 1922 nur mehr die metrischen Maße anwwenden sind. Die Maßregel bedeutet einen Fortschritt, doch ist als sicher anzuuehmen, daß sie ans dem Papier bleiben wird, da die gänstich herabgekommene russische Industrie ' in absehbarer nicht imstande sein wird, dir neuen Meßmittel l r^isiell'u. BerhaftUKg eines ScheMälschers. Wie berichtet, ist am 29. Oktober ein Bankhans■ in der Inneren Stadt einem Gauner ausgescssen, der einen Schwindel mit gefälschtem Scheck durch einen telephonischen Anruf vorbereitet hatte. Da- Bankhaus war telephonisch anfgerufcn worden und eine Stimme stellte sich als Inhaber der W ä s ch c f i r m a Brann am Graben vor und ftagtr, ob man nichts0.009 tschechische Kronen erhalten könnie. Das wurde bejaht und auf die wettere Frage, ab Bargeld oder ein Scheck als Gegenwert lktber wäre, wurde der Be'cheid, Bargeld sei lieber, aber man nehme auch einen Scheck. Nun gab die Stimme bekannt, der Scheck werde von einem Laufburschen gebt acht, diesem m öge man t i'eTschechmkronen etnhAidrgen. Bald danach!ani wirklich ein Lan!bursche, der eine Geschäftskappc mit der Aufschrift „Braun" trug': er brach'e emen. Scheck der Anglo-Oesterreichischen Dank Nr. i'/Ot ^0 K 436.000 «n!> bekam die 10.000 Tschechenkronen, mit denen ec sich entfernte. Erst hinterher wurde wahrg'rnommeu, bäh /der Scheck wohl'echt, daß aber die Rümmer gefälscht wari Ente ähnliche Anzeige war schost am SS. Oktober vom Bankhaus K n g e l L Komp. Mariahilferstraße 10^, erstattet worden;- ihr" zufolge war das Bankhaus gm 28. Oktober von eurem angeblichen Kommstlciilm Unger mit der Anfratze aufgeiufen worden, ob er nicht 18.002 deutsche Reichsmark erhalten könne. Auch in btcfeih Falle war ein etwa ISjähriger Laufbursche ctschiencn und' hatte auch einen Scheck der Anglo-Oestcrreichischen Bank Nr.' 17.601 votgMlesen; ehe man aber die Mark aaszahlte, erkundigte man. sich bei der Anglobairk und erfuhr, daß der Scheck wohl eckt, daß aber die K o n ton n m mtr g c f a tf ch t fei' Durch' die Erhebungen wurde sestgcstcllt, daß 'beide-' Schecks' aus einem Scheckbuch des Kontos des Sljährigcn Handclsangesiellten Siegfried Held, Vl., Capistrangosse 9, hetrühic^. Da der jtmgo Mann seit dem'Tage aus der Wohnung verschwunden war, verstärkte sich 8er Verdacht. Am 13. d. M. 'gelang cs mtn, Si'gsried Held auszuforscheit und zu v c r l, a f t e tt. Er leugnete, mit den Scheckfälschungen im Zusammcnliaükj' zu stehen.' gab das aber dann infolge der erdrückenden B>we se zu. 'Er' will für die K6 10.000 noch am selben Tage bei zwei änderen Bankhäusern nur IT375.000 bekommen haben. Bei shm wurden nur mehr K 100.000 borflcfitrtbert. Held behäuptei wohl, keine Mitschulrigelr gehabt zu haben, doch ist es nicht aufgeklärt, wer die Rolle des Laufburschen gespielt hat. Wohin er den ganzen' Rest des Geldes gegeben hat, könnte Held nicht genügend' aucklälen. Mail glaubt daher an eine« Mitschuldigen. Held wurde 'dem Laudcsgerich eingeliesert. __ - * Die Arteiislage in Paläftin». Laut Belicht des Hapoel Hazair über die Arbert-läge während der drei Monate Silvan, TamuS und Ab, macht« sich-. m der Zeit nach de« Jaffaer Unruhen in allen Kolon teil die Tendenz bemerkbar, jüdische Arbeiter statt der arabischen anzilstellen. Während .dies in anderen Kolonieir nur teilweise gelang, standen P c t a ch «■ Trkw a h und C h e d e r a ganz aufdec Höbe und beschäftigten nur Juden. In Pelach-Lilwah betrug die Zahl"der Arbeiter zeit« weise 1200 M a it «. Bet den ösfent l r ch e n Arbeiten,di-durch die allgemeine Arbeiterorganisalion vei geben werden, waren 1700 Arbeiter t'efchäftrgt, die 'n Kwuzoth, Verbänden und Arbcitslegionen organisiert waren. Die Bautät gkcn hat während dieser Monate zugenommen, hauptsächlich in Tel-Awiw. wo dabei 800 Arbeiter beschäftigt sind, darunter 130 beim Ban-der S i l i k a t s a b r i k. In H a r f a wurde im Laufe des Sommers nur in kleinerem Maßstab gebaut, insgesamt 15 kleinere und'gar keine größeren Bauten, welche Bauteil an die Hobomh-Baugescllschast vergeben wurden. Noch ger nger war die Bautätigkeit in Jerusalem, Tiberias «fw. Durch das Arbeiterorganisatiynsburealr nmiden insgesamt 1664 Arbeiter eingestellt. * Auskünfte über Verwandte in Amerika. Die Zentrale des H i l f s v e r e t n c 5 bei: Deutschen Juden inBerlin, Stegl-tz rstraße 12, übern mmt «s. Informationen über überseeische Verwandte von Osijudcn einm' ziehen. Die großen jüdischen Olganiwuinieu dcs Auslandes leihen lneber dem Hüssverern der Deutschen Jndep beriitwilllgst ihre Mrthilfe. Bei der sehr erschwer!en Einwanderung nach den Bereinigten. Stamm ist, cs von lusöndeter' .Bedeutung, die Adressen' von Argeböliacn über See zu erfabrei'. Wie sich täglich zeigt, sirid die Verwandten in den.übrrseerschen Ländern höchste« Maße HW- und opferbereit. Sic übersenden Schiffs-- Mitteilurrgcn aus dem Publikum. Perlon, Gold, Silber, Platin*. Uhren n«oBBoenja««»«r« kauft und verkauft 1079 ETTEIs Roteiilurrnstr. 23, Mariahilferstr. 93 Erstklassige Preist, grösster Käufer von B55Ö : "" , Perlen, ' '; Piatia, Sold, Siet faisolio iEähn© > , kauft von Händlern, fnweUeren, Zahnärzten und Privaten' " .mr mimrrna iuweüer BflB3N®Wi1‘S€H ■ i.) 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Den kinzelnen Emigranten wie-auch d.r iüdischen Emtgrattonsbewegung werden dadurch unschätzbare Dienste geleistei. . Eine Pariistlna-GdieAschaft iu. Paris. Ju Paris wurde e-ne „A w o d a h" - Gewllschast zur Förderung der I n d u st r i e un d d e s A ck e r d a u e s in P a l ä st r n a gegründet.Ihr/Zrv.rck ist hi^Bet-sorgung der GH al uz.t upmit lanSwirtschastlichen Gerät.r^.. Maschinen^ Zugtieren usw. , .Ehrmpräsidenteu. wurde Mäx N or d au gewählt. Der Vdrsitzende'rsi hcö Bildhauer A'r o.n s p n.'lJ. C-B.) ' ’ri; ' * Dus neue Wappen. Der t'chechoslöwäk'.sche Pätentanretger v'etösfcntlichl die Pa'cntieiüntz, ' beziestungswei-e -lieber--^ 'nähme.-; des. : Patents:' Zu?ämmenlegbarer und - übrrtsygbaler. Nachtstuhl"Urhelerin der Erfindung... ist Baronesie .Irma Hedwig' Adelaide von Mecklenburg! — Das „Prager Taoblatr" bfirrerkt hiezu: Was'muß die Frün gelitten haben! Welche Wechselwirkung - Mit äußeren' und inneren -Nöten hat den Mecklenburger Adel so? deklafftcrend etfinderisch gemocht., Wohl hat der Bürgetlickie schon früher so etwas wie eine Ahnung.gc- 'baht, daß in gervtsjer Hinsicht auch Hochaeborene sterblichsind,' 'und warte cs, einen glwifsen Ort als jenen zu bezeichnen, cm sdkli -- auch? dev.Kotier M'zu-Wß. begMi aber Komtessen ,irend - Baronesterr wenigstens tdjtcn.cn, . ihm. '.ihrer Natur nach jener Nonne aus Balzrcs droll gen Äesch cliten«zngleichen, jener heiligen' . Elrihaltsglltkcit,... die bis zur. Verhärtung führt.. Nun, aber köticmt eine und streift 'de« N mbüs hon Leuten, deren Man erlichkeit nie vermuten'ließi daü sie'daräir' decken, und bezeugt laut» dastchc:es -sogar, tun 'Und sich intensiv' Mtr der: / rchmk. der Sache- .beschäftigen.^ iVleüercht^-'Nimt euer., .von jhnen..die-.>Abbilduna. des mmschen-" jrcimdUsi^! ^Iustrrmr-nls tu srru Wappen aus: Honny' soit <iui mal; v . /'v'-- ' S: pwbiii joüctt in Polen nicht Ossizicre wprderr. Ans der i t.'icn Sitzung der Seim-Kommission für Mili'ärwerenrwurde das Projekt deS Kriegsirlirusteriuchs wegen der Grundrechte und -Psilchtm der Offiziere behandelt. 'Nach Antrag des Abgeordneten Anufz wurde der RegierungSuntrag. wonach jeder polnisch: Bürger Offizier werden körirre, dahin abtzeändeit. daß sin' Polen nur ein polnischer Bürg« r. der P ö l e ist, Ofstzier w'rrden lönrie, obwohl der 'sozialistische Abgeordnete L r e b e rnr a n n darauflringew>e'en .hat/ daß-Polen von- 40% Nichipolen' bewohnt, ivcrde und .daß .dieser Antrag den Grundbestimmungeir der K ö n'st 11 it t io rr lfvsi e d er s^p r e clf'e, Dem Plmuni des Sejm wird m dieser Augelegeithert ein M i.lr d e rh ertsn:it t t n g itntabrdtct rverden. lJ>' M •: Had^birrger-Schülve». Der „Cri de' Paris" läß! sich , melden: Die Schulden' drs Exkaiservaares belaufen-sich über sechs! Mitlionen Schweizer Ftanc-s. Karl und sijita haben seit ihrer Entthronung, dnrchschmttlich zwei. Millionen Schweizer. Francs jährlich gebiaucht. Sit hiellek Hof mit Zeremonieumeister, Ehrensräütcins usw Bei TM logen nie weniger äls dreißig Gedecke auf, die Kinder nicht: mstemgerechnet. die-separat aßen. Man mncrhielt sieden Antos und - die ^entsprechend -.zahlreiche Dienerschaft.. Drn großen.. Ausgaberi .standen,/nur 100.000 Schweizer Francs Rente gegenüber. Man ' behalt' sich mit dem Verkauf/uni dem Verpfänden von Juwelen, endlich lebte man auf Pump. Der Geldgeber, ein bekannter Pariser Bankier^^ wurde nngeduldig.: Man bat ihn,, nach Uugaru^zNssahrcn,^ zu-hören, zu ichen. wi? iehr Volk und Land ügch Karl verlangen. Der Bankier ging, sah und wnvde' be legt. Indes erhob er, der nicht länger wnrtktt wollte, die Forderrmg nach einem „erneuten" Versuch, besotgte das Flngzeutz usw. * Das stdstvigr Georg Brandes'. In Kopenhagen winde das Jnbiläum der öOjährrgen Tätigkeit Georg Brandes' an der Universität-' gefeiert.- Der schwedische Ministerpräsident B r a n t i rr g dankte dein-Jubilar nr eirl'.mTelegramm für seine rcpolutwnäre Tätigkeit auf .dem Gebiete der Literatur Und seine Freiiüiit gleii m asten Angelegenhesten. Branlmg weist in b’cmn Telegramm auf dcfi cn'icfgcderlen Emsluß, den Braudes aut das 'kandirav'iche Leben an-'Wc.' P(otcDr UhWs'j#t” viele Glückwüutche inkischer« GLiripsudLu' uyl ^rgä'UlläWstyt..> (I. C. B) . . . ,,;r; ö?itt Är Ter kurz , vor. der -!.Boll^>duu >.. 'e> >; -:s si>,2 V s! -.«-.!-'-^ .-astp ty- V. ui'Jcr tu, Berlm ocrftoil enc;.c u'.ii'. '.B ■>■■ .-AWu.;,A Msi« der aus seinem Lvadir'.-'As'.'w,' *.\’jiib:ievet, gau'L 'HLÄHV« ragendes geleistet hat, bekavrrie sieh stets als entscliiederier Gegner des Antisemitismus'; bei eurer >m vorigen Jahre veran'stalrrten Ilnfirage über die antckemitilche Hetze gab er seinem Abschen dagegen in folgendem drastschen Satze Ausdruck: „In der a n st ä ndig e st Gefells ch a f t^ m ent cvi T i-e r c sinde ich das Treiben der Menschen in mancher Hinsicht nicht schön, irr der I u d e n f r a g e.sogar r e eh t h ä ß l i ch." ' .* Die Hetze der ssiidisil-en KvMrnmnftett in Rr'äland „Glasgow Herald" veröstcutlicht cm Interview mit dem Bolkskommisfär für Erziehungswesen, L u n a tsi eh a r i f y. bc.c ckich unter anderem fiber die Jude n O Sowjeti-ußland nnßeite. L u n a t.s ch a r s'k ü wics..auf . den Streit mit den jüdisch-'n. Kommunisten hin, chie die/Nä'lonal'sicnmg der'.Synaaogen, die Behand'üng der Rabbiner als R-ahionäre und die Einstellting her Subndien für das hebräische'-Theater in Moskau verlangt-n-, „Sie kennen vielleicht den. Oberraviner von Moskau. Make?., sagte Lunaffcharsky. ..Er ist rin - großer Gelehrter im-) ent glanz nder Redner. Er kam in mein Amt. und ln'!> mit einen . Vortrag über den Wert des Hebräischen, i a*3 d;e „jüdischen Kameraden" aus den Sckmstn 'verbannen woll-n. Konnte ich ihn zurlickwei'en, ich, der ick so viel über ^>c arttstnche. historische und mo.ialuche Rolle des Hebrätscheii aeschri b-'n habe? Hotte tcki das Recht, ihn als einen Vomgeo'Z zu behandeln? Dieselbe Gefchichic ift mi! rein „H a b t in a d"-Theater m Moskau. Unsere indischen Kameraden besthntdiateo uns weacn .der - Unch.riiü:.-nng des Theaters, weil fiese ne Tendenz b o ne g c o iß fanden. Aber wie konnten wir ihm die Unterstützung veUagen, wenn wir seuie» hohen Iüm"flerisehen Wert befrachfen und wenn: ander: Inden es , so eifervoll vei teidigen? Es ist' schwer, tciuc Fehler mi Umaana mit den Juden -u.niachen, ab-r wir beschlossen, ihnen ihre Shnagogen.idr Theater, idre Schulen, wenn mir-k e i ri .T.a l m ii ö ’in denselben uniern(Eitet wird, zu belasten und so unseren iüdiichnl' Kameraden Gelegenheit zu geben, uns der Erhaltung des Kleri-- kalismus zu beschuldigeu." (I. C. B..> <£eg Ba awn-Exyrefl verkehrt wieder. Das Jlngatische Telegraphen-Koriespondenz-Bnreau meldet : Die Betrieb-sdiiektion der Lüdbeilm teilt mit, daß der zwischen Budai'-it-- Sndbalmhor und Wien-Südbabiibor verkehrende GalafvN'v-sl'i r ab 14d. M. bis out weiteres iäglich zwischen Bndavei>Südbalmhof und StLiriainanger verkehren wud. Infolge der Wiederanfuahme des Verkehrs mit Jugoslawien über Ghekuiyes wird ab 15. d. M. inst dem V.ilalon-v-stsug der direkte Wag°ii Bnd-lPest—Zagreb auf der Hinsahrt Dienstag. Donncrstaa und Srimstag, auf der Rücks'ahrt Mittwoch, Freitag und Soniuag wikd.r,'. verkehren. . * Wetterbericht. Der Westen und die inneren Gebiste .Oesterreichs haben heiteres Weiter. Sonst ist. es trüb n."t Mw.gennebel Morgens herrschte < nbeiwregend mäßiger Fioit. nur Wien hrtte auch nichts Tauweltcr. Tagsüber stieg bie Temparifur überall aus 1 bis 2* über 0°. Boransiaoe: Wenig Vcrändeümg. N igung zu örtlicher Nebelbilbung, Temperatur etwas über 0, schwache Winde. * Feierliche Enthüllung eines Denkrmals für cirrerr erschossenen — Schmrrgqler. Ans Salzburg w:rd bcr chtet: Letzten Sorin'ag'sand.un Marzoll die festliche Juithiilluna eines G'denfstemes für den am 23. Juni um Ntlt'crnacht^ beim Schmuggel nach Bayern^n S a.l z e g g bei M a r z o l lvon einem Fuiairwrgan des Postens W,a l s e r b e rn_ erschossenen Gememdejagcrs von Wals, Felix i l l n e r, statt. An der Entbütlnngs'eier beteiligten sich geaen 50 Personen.. Das-- Denkmal zeigt rrü Kap stell unter einem Marrenbildnis den Er-' schostenen. wie er aus dem - Schmugglergange von drei Grenz-?? organen betreten und. von ,einem derselben von rückwärts durch einen Revolversehuß getötet wird. Die Legende aus dem Marucl besagt, daß der-. Krregsmvalide. Z.i l l n e r, der in scemderl!,» Landen shr das'Vaterland freu gekämpft, an dieser Sielle von . einem Finanzorgan von rückwärts erschossen wurde. An dem' Denkmal wurden viele1 Kränze niedergelegt. Reden wurden ac-b,. halten, Poller . krachten und eine M u UM a p c l l r * Das tschscho-slowskische Fittanzminrflevium rmd der Einkauf im valntafchwacherr Ausland. Das Praczec Finanzministei iuni 'verlautbart: In der letzten Zeit mehren sich' die Fälle, daß die-Bevölkerungnamentlich D a m e n, - in der :Absicht, d.en niedrigen. Stand .der Valuta in den Nachbarstaaten^ aüszunützen. Reisen m diese Staaten unternehmen, mm dort vor-, teilhäster Käufeabzuschließen, namentlich m Kleidern. Wä'che. PAzen. Hüten und in anderen'Gegenständen, und um' btefe-tn die Tschecho-Slowakei zu schmuggeln-. Das Finanzmimsieimm, macht nachdrücksichst ans die unangenehmen Folgen dieser gesetzwidrigen Kafidlunasweise "ansilierksam, die 'die Zollämter uni wesentliche Einnahmen vcrlmzt niib die einheimischen Gewerbetreibenden urid 'Kaufleme - schädigt: Jeder, der dieser Handlungsweise übcrfiihch wird, wird von' dem betreffenden Zollamt aus das strengste bestraft werden. .. * Bekleidung armer Schulkinder. Am i. Jänucr .1922 findeb die alljährliche Bekleidung armer Schulkinder vom Bernu Dewrtae statt. Gesuche bis spätestens 1ö. Dezember >18.21 an den Schriftsübrer des Humanitären GeseMqkeitsvereins Deloriae, Herrn 'Max Piemilke, XX., Trannfelsgasse L/21, nui genauer Adrcssem -»ngabe richten. . * LeoUoldstäÄter Bolksheim, II., Zirkusgassr 48. 7 bis 8 Uhr Einführung in die Logik, Geschichte der .Bereinigwu Staaten von Nordamerika, Elementarer Notenkurs, Ban, und Leben der Pflanze. Kraukhertsentstehung und Bekämpsung, Algebra für Borge' chnttene. Italienisch für Anfänger, Tschechi ch lh. 7 bis 9 Uhr Lsltein für. Anfänger. 8 bis'9 Uhr mathematische- Uebnngen, Diskussionen in englischer Sprache, die Philosoph^ des Altertums, Einführung in dw Musikgeschichte, Eiusührnug ni die Geometrie, Italienisch kl.. Tschechisch für Ausänger.- Der, MitgliedsbeitraL von X.I20 jährlich berechtigt zum.uncntgeltlichcrs Besuch aller Kurse in beiden Bolksheimeu. * VorLrLye über höhere Mathematik. Die U r n >v i o veranstaltet in ihrer Zweigstelle Josefstadt, VIII., Albertgasse 20. einen Semesterkms übet-höhere Mathematik (Dissermiial-. rmd Integralrechnung) für'Hörer mit Vorkenntnisseu. Der Kurs be' atnnt am 17. d.>M.:rnid findet jeden Donnerstag 6 bis 8 Uljt flott. Anmeldungen werden rn der ll r a n i a und m der Atbertgasse 20 von 3 bis 1 rirfd von 2 bis 4 Uhr entgegengeuonmicn. * Abgabe, von Äbstbcinme»» und Tträuckern an Kleingärntner. Freitag werden im Reserv'garten. XiI.. E besbnrnnengasse (hinter dem Meidlmger Friedhof) Obstbänme ruid -Sträucher «n Schrebergarten- und Siedlnnasvereine, Sanisiag nack Vorrat an einzelne Kleingärtner und Siedler gegen Bor--' Weisung der Mrtgl>edskartr oder des Dachlv:rtragcs von 9 bis 3 Uhr gegen Bezählrmg abgegeben. * Mannabröt. Die.Mannabrot-Gesellschast bringt itutn; der Marke „Mannabrot" im Lause dieser Woche cin markeufie cs. äußerst schmäckliastes -und" nahrhaftes Brot in den.Konsum. Das ' Mannabrot wird in der Bäckerei Stumpf & Söhne m Hietzing m Laibchen zu 32 cküg hergestellt, Das Mannabrot emhält 7.'?/« -Wetzen- und 25°/» Sojamehl und ist info'g: dieses, Zusatzes imstände, den Eiweißbedari dcs VeeNschen völlig zu besr-edigen. Abgeftsirzte Flugzeuge In Florenz stürzte ein F!ua- ' zeug ab': die- Insassen, '- der Flieger D^llanoce und eine Dame, -wurden getötet.: — Auf dem Flugselde von Cenlocelle! Rom, - stürzte ebenfalls ein-Flugzeug ab; die Insassen, -wei Ml-.iärpersouen, wurde» getötet. Man glaubt, daß ein Sabolageakt vorliU ' - - "V"‘ ' 77

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