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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-12 · Heft 1002 (12.11.1921) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1002 (12.11.1921)
Date
1921-11-12
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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yrr, luua _amen, onmsrag_evrerrer Msrserrzytt««g A2. Növember 1921 Seite 8' Die Ernährung. Die Lebensmittelmrirkte. , , Gestern hatten sich trotz des Schneetreibens und des kalten ^..Atters bereits um 4 U h r morgens vor der Großmarktfcufle Leute eingrsimden, welche da; sogenannte billige Speisefett erwerben wollten. Dieses Speisefett gelaugte das letzte M a l znr Ausgabe, da die Vorräte bereits erschöpft sind. Ebenso bildeten sich vor den Vcrkaufsständen, bei denen G ef r i e r f l e r s ch zu K ISO bis 380 das Kilogramm frilgehalten wurden, lange Ketten von angestellten Käufern. Im Vergleich zur Vorwoche hat sich Rindfleisch um K 20 bis K 40 verbilligt, dagegen verteuerten sich Kalbfleisch mx K 30, Schmalz L 320 per Kilozramm. Irr: Detailverkauf in der Großmarkthalle galten gestern folgende Preise: Vorderes Rindfleisch K 340 bis 480. hinteres K 860 bis 520, Braten flusch K 480 bis 580, Kalbfleisch K 450 bis 560, Schaifleisch K 350 bis 420. Ziegenfleisch K 22o bis 350, Ge'rierflersch K 180 bi« 3S0, Prima Schmalz K1200 bis 1280, Sprileiett K 880 dis 960. Die Vorräte rächten bis auf Fett überall für den Bedarf der Verkehr w».r snßerordemlich st a r k. Heute bleibt dte Großmarlthalle wegen des Nationalfeiertages geiperrt, am Sonntag bleibt die Halle für den Fleischverkauf von 8 biß 10 Uhr vormittags geöffnet? Auf den Grünwarrnmärtten war die Beschickung den Btrhältnissen entsprechend günstig ausgefallen. Kartoffeln waren gestern in genügenden Menge« vorhanden. Die Preise blieben itn* verändert. Fettttnb Mehlausxate. Dom 13. bis 19. d. M werden bei den Mtuchen Fettadgabestellen I2älrg Pflanzenfett Idakeiware) zum Prüfe »von L 74 gegen Abtrennung des Abßchnutrs 370 der Mehl- und Fcttbezugskarte abgegeben. Orga» Verbraucher erhalten i2dkg Margarine zum Preise von 69. Vom 13. bis 19. d. M. wirb 7< le§ Verschleißmchl als ^ointalc Wochenratton . zum Klein verkautsprerie von kl 42 per Kltokrrmm ausgegeben. Außer der normale« Ration wird ferner ^üsden,Bezugsberechtigten nach Wahl '/< oder V» kg Plusmehl ^um Preise von Ü884 per K.lo ramm uni die Mrblbe ugskarte gegen Abtrennung des Bnchstabelis „v" am unteren Rande derselben abgegeben. :0>. -®* Rucksocke mitbringen! Farbeneinteistuig u«d M 8nmu beichten! Ausnahmen können mit Rücksicht auf die ^mwleugkelt d»r Man pülat on brr diesem Verkauf unter keinen umstanden beuicksichinrt werden. Donnerstag den 17. d. M. von S bls 11 Utzr vormittags rot. von 8 bis 6 Uhr nachmittags gelb, vrntag den 18. von 9 dis 11 Usr vorm ttags orangr, von 3 bis 0 Uhr nachmittags roia. Samötng den 19. von 9 bis 1l Uhr vprmlNags wem, von 11 bi« 1 Uhr grau. Montag den 21 von 41 bis 11 Uhr vormmagS grün, von 3 bis 5 Uhr nachmittags blau. Bühne rmd MM. L. ----- BrrrgLheater. Mm Wsi'-Male: „Und P lppa tanzt", ein Glashirtten- :' 'Märchen von Gerhart Haupt'mann.) ' Als Hauptinänns Pippa vor fünfzehn Jahrenzum ersten Mate auf der Bühne tanzte, wurde sie samt dem Märchl'nspnk, den -der Dichter rings um sie entfesselt hat, tüchtig anSg^pfifsen. Und Pippa tanzt, doch! — Dem schassenden Genius (dem wirklichen nämlich) geht es in der Regel mit der Anerkennung im Diesseits recht übel. Die Vorbedingung für die großen Triumphe der Großen äst gewöhnlich der Leichenstein. Aber der Mann mit dem edlen Antlitz nnd den gebleichten Haaren dort oben in der Loge des Burgtheaters gehört zu den . wenigen, die nach bittersten Jahren erleben dursten, wie ihr Werk d«m Volke näher kam, über alle'Stacheldrähte hinweg, die unverständige, in. diesem. Falle überdies boshafte Literaturwächter gezogen haben. Sogar dieses Glashütten!'..ärcheu, in seinem zweiten , Teile recht verworren und zum Schluß auch noch ge- WWt, hat sich die Bühne und die Liebe des Publikums erstritten, iveil es eine echte. Dichtung ist, reich an zartenwie an urkrästigeit Melodien, von göttlicher - Liebe dnrchwirlt, uns schon deshalb ans Herz ge- ^vachsen, weil Hauptmann mit naiver Unbekümmertheit,-wie der Handwerksbnrsche in diesem Spiel (eines ' der ’ Köstlichsten deutschen Dichterkinder, vollendet wie - 'Goethes Gretchen) sein deutsches Gemüt und seine deutsche Htaliensehnsucht «nsströmen, die schwanken- - den Gestalten, die sich ihm nahten, schalten und walten k läßt, ohne Seitenblicke auf Erfolgsmöglichleiten, eigen- : aptig und eigenherrlich'. Und der Jude, der dieses Werk genießt (und sich der eigenen Wurzellosigkeit bewußt geworden ist), erkennt bewundernd, was es heißt, aus der Scholle zu wachsen, von ihrem Erdgcrnch. von ihrvn, Säften begnadet zu sein , . .! . Das Brtrgtheater hat^ das Glashüttenmärchen mit! fünfzehnjähriger Verspätung heransgebracht. Die Spielleitung Heines ist mehr als ein« große künstlerische Leistung. Heine hat das Spiel so eingekleidot, daß bis zu der Stelle, wo die Sache verzwickt-und auch für den reifsten Hörer dunkel wird, jede? Kind mit leuchtenden Äugen dem berückenden Märchen folgen kann. Ans traumhafter Musik, die sich allmählich in glashelle Akkorde anflöst, wie man sie von alten Spieluhren kennt, wird gleichsam ein riesiger lohender G lassen geboren, in dessen Bauch die vier Aktegespielt werden. Die Figuren der WirtshauSstube liegen im Dprnröschenschlnmmer, ivenn die letzten Takte der öüvertüre verklingen. Die drei Bühnenbilder sind Mrchenhaft bunt, die zauberhafte Beleuchtung, die rauhen Stimmen des Gebirgswinters sind der Regie ^Merans geglückt . Wenn nur auch eine gleichwertige Besetzung der Rollen hinzukäme! Nur der Darsteller M alten Hühn, Herr Däne g gew der Jüngere, ist pon gwßem Format/ ein vierschrötiger Riese mit brünstiger Seele, sein heidnischer Schrei nach Erlösung im zweiten Akt sehr ergreifend, seine letzte Szene von dämonischer Gewalt. Frau-Seidler, die wiederholt ungewöhnliches Talent 'ür Komik gezeigt hat, ist für das. Zwitterwesen der Pippa (halb Mignon, halb Rautendelein) nicht geeignet und blieb..recht farblos. Der Handwerksbursche war ür den jungen Herrn Thimig eine arge Belastung. 'DUt der „Munteren-Seifensieder-Wei^" kommt man in!)iesem Falle nicht aus. Er blieb keck und nüchtern, wo er traumhaft und poetisch zu sein hatte. Die prachtvolle Figur des Direktors war dem begabten Herrn Schmäle anvertraut.' Guter Durchschnitt, keine Eigenart, also an dieser Bühne zu wenig. Herr Paulsen versagte nach unserem Geschmack vollends. Der greise Wann, ist kein dozieren, c Pastor, sondern ein Gottsucher. Ueberaus ergötzlich' wieder Herr Straßni in einer Episodenrolle. Ueber die äußeren Vorgänge an diesem Ehrenabende Hauptmanns haben wir bereits berichtet. 0. A. Deutsche» Volk»theater. Zur Feier von Schillers Geburtstag setzte Direktor Bernau „Dia Räuber" neu in Szene. Man kann dieses Werk, dessen Feuer noch heute nicht verglommen ist, als die Tragödie des fveiheitdurstigen jungen Schiller w>ed,ergeben, der, von der Potentätchentyrannei getreten, diesem Weh in einem gewaltigen Aufschrei Luft macht,, es läßt sich aber auch das Menschheitschicksal in'einer Zeit der schwersten und 'dabei lächerlichsten Bedrückung aus diesem Schrei des jungen Schiller heraushören. Dieser letzten, ungleich schwereren. Aufgabe der Inszenierung ist Herr Bernau übervorsichtig aus dem Wege gegangen und hat seine Sach' auf den Einzelfall Schiller gestellt. Nun — das ist nicht neu und nicht allzu gut, denn es kommt immer irgendwie Meiningerei ieraus, em wenig modenrisierr, technisch fortgeschritten, oft — wie alles, was BcrnaüZ R-gie baut — mehr auf. als eindringlich und im ganzen immer nüchtern, allzu nüchtern. . Schiller .verträgt ober .nicht zuviel Nüch-ternheit. Die Bühnenbilder, von Professor'S trn ad ent-- worfen, wechseln rasch auf offener Szene. Eine weiße Mittelwand, durch -BörhänA! Lald^'HüÄi'bald ' ganz sichtbar gemacht, ist das' dekorative Hauptrequisit. Sie wirkt eintönig. Wenn sich bei verdunkelter Bühne die Verschiebung des Derlvorhanges vollzieht, fängt die Sache an peinlich zu werden, da. mast.sdie..DarMler abchuschen oder ihre-. Plätze einuehmen sieht; besonders Nach dein Scheintod des altert Moor wirkt der nnbeahsrchligte Kommentar, dÄ^b'urÄ) Ms behutsame Auf-- stehen des Schauspielersvon dem Bette.-gegeben.wird,, lächerlich. Das Schloßgewölbe mit'Moors Hungerturm, durchtönt vom Schnarchen der schlafenden Bande, macht ebenfalls einen unabsichtlich erheiternden. Eindruck- Einzig die Walidszene gibt ein schönes Bild von Raum und Weira und in der Szene mit den: Pater, der; als Abgesandter den Räubern für die Auslieferung Kar-. Moors allerhand irdischen und himmlischen Lohn verspricht, ist etwas Grotesk-Starkes, zu spüren. Sonst sind die Räuber unlnstige und durchausnicht interessante Gesellen, eflva — organisierte Räubergewerkschaft. Gewerkschaftsobmann der Herr v vn Moor ... Und doch hat Schiller seinem Stück den Titel „Die Räuber" gegeben. Die Inszenierung hat Karl Moor in den Vordergrund gestellt, als Konterfri des jungen Schiller. Zu Unrecht. Im Vordergrund des Dramas stehen die Räuber, die Gesellfchaftsschichten, welche von einer Potentatenherrschaft außerhalb des.Gesetzes gestellt werden, nur weil sie. sich dem alles beengenden Knechtungssystem nicht fügen können. , Schiller machte, sich als Mrl Moor - zu ihrem Anwalt. Herr Beregi, der hier den Karl Moor benamsten jungen S>chilter mimt, hat wohl die Gabe der Rede, aber nicht die Begabung zu überzeugen. Man hat immer hie Empfindung, dieser Karl sei ein beredter, mit angenehmer Stimme begabter'guter Staatsbürg-er. 'Min — Herr Beregi ist kein Gestalter.- Franz P Herr O wm o. Er, ahnt — Und bas sei mit Daük festgestellt -— viel von dem, was der' Figur steckt. Er sprengt den Rahmen dieser Ausführung ^ebenso wie einst Kainz den derabi-eschmackien Änrgtheater-Auffükrnng) dadurch, das; er lern ganzen Wesen des Fr-cknz Moor etwas Menschliches gibt. Dieser geradezu knabenbafteFrauzüritdenhäßlichen- Läppenist das gewissenlose Duodezfürstcheu, in, dem sich bas Unbegreifliche einer bürgerlichen Ordnung verkörpert, die Lnstknaben, - Wollüstigen und schlechten dummen Jungen gehör samt. 'Wenn Herr Oüno einige schwer erträgliche Manieren in der.. Sprechweise' ablegen würde, er wäre ein vollendeter Franz Moor. Die ausgezeichnete Verkörperung der Gestalt blieb' leider angesichts einer mit Budapester Temperament Herrn Beregi bejubelnden -freiwilligen Clague unbe-- merkt. - - Ebenso „Packte" der Hermann des H^rrn Sima nicht, trotz ausgezeichneter Charakterisierung.- Herr Formst fand für seine Darstellung des. Spiegelberg vi^l Beisall. Er gibt, wie in den guten Zeiten, d-a er noch in Brahms' Zucht stand, ein „stigmali-si^rtes" Jndividium, von Uebertreibungen abgesehen, voctrefs- ,W. Frau ZLag.v^ MÄWlia berlrch aufzutzsten, Das übrige, sei e§ von fürstlichem: Geblüt, sei es aus den'RLubevbezirken, schwaches Untermiibelmaß, ausgenommen der, Patzer des Herrn Kamnlauf, welcher mit Lust aus dem Vollen schöpfte. Ans Schwung und revolutionärer Kraft, woran kolossal viel in dem Stücke steckt, war in. der ganzen Auffühi'ung wenig zu spüren. Zeichen der Zeit? 8. 8. - Wreie {lidieclie Tolksbühnc »» fv9tf wm » ff<rmt»m» w» »\ rry Gastspiel im ILustvSpielttieater M i1'- TT T K Wä Drama von 3 Uhr n.aclna JH? JHrtt9JBML«W.O q ORDIK Nsfiuie Herz — Paul Saratow (Ben Zwi) ^2ev Ä Isokel, der Schmied ÄSp u‘u‘ jgef' Das Theater ist geheiat! 2^s deu Theatern. Wsckenspielplan des Burgtheaters.- SottMog, 2 Uhr, ^Dre Journalillen". (Kein Kartmverkauf.) 7 Ubr „Und Pipna tanrt. — Monta«, '7 Uhr, ^Hochzeitstages — Diensrag, 1 Ubr, „Und Pivva tarnt". — Mittwoch, 7 Uhr, - >.Meder". — Donnerstag, 7 Ubr. „Der Schwan".. — Freilag.- 7 Uhr. Gedächtnisfeier für Thaddäus R i t x n t r, „Die Tragödie de§ Eumenes". — Samstag, 7 Uhr, „Viel Lärm um nicht-". Wochenspielvla» der Staatsoper: Sonntag, 7 Ubr. „Don Inan". — Montag, 7 Uhr, „Madame Butterflys — Dienstag, 3 Uhr (außer dem Jahresabonnement) »Der B^ja^o". 7 Uhx, „Der Kuhreigen". — M'tnvoch. 7 Uhr,. „Ancidne auf NaxoS". (Zerbmetta — Frau Kammersängei in Mariä I v o g ü n vom Ralionaitheater in Münch'» als Gast.) — Donnerstag, 7 Uhr, „Dalibor". — Freitaa, 7 Uhr, ^Elektra". —, SamStag. 7 Uhr, (bei aufgehobenem Jahres- _unb eingeschränklew Stammsitzabonnement) „Tosca". (Tosca — Fiäulein Vera S ch w a r z von der Berliner Staatsoper als Gast.) , In der V o l ks o P e r wird beute, Samstag „Die F s ed e r m a u S" gegeben. In ver Kon^erteinlage des ^wetten Aktes findet ein Auitleten des beliebten Künstlerpaares Josma^ Seinn-Dr. Ralph Benatzky und der Pr-mabakl-rina des Opern- Iheaters F»aulein Else Strohiendorf als Gast statt. Beginn- 7 Uhr. W v ch e n s v i e l p l a » d e r B o l k s o p e r. Sonn. tag, l/s6 Uhr. „Parsisal". (Gurnemanz — Herr Hermann Mcher, als Gast.) — Mont ig. 7 Uhr. „Carmen". (Carmen — prau Charles Cahier als GM - Dienstaa/ Uhr. „Robert der Teufel". — Mittwoch, 7 Ubr, „Mda". (Ämaer's - Frau Charles. Cahier als Gast. Rbadamrs — Herr Karl Fücher-Nlemann vom Opernthealer als Gast.) — Donnelstag. V-8 Uhr. „Madame^ Butterfly". — Fre-tag. '/«S Uhr. „Der Troubadour". — Samstag,7 Uhr. „Robert der Teufel". .7 > I m D e u t s ch e n V o l k s t h e a t e r wird ^Dtenriag den 15. d. M. nach lanyerer Panse Artur Schnitz l.e r s Komödie „Professor Bernhardt", mtt Fraulcm Markus und den Herren Direktor Bernau, Homma, sicowotny, Kutschers, Elfeld. Sch'eber, Forest, Ramenbofer, Wengrat. Jordan, Ärndr. Sima) Klitsch. Lackner, Onno, Krones, Zetemus und Kammauf in den Hauptrollen, wieder in den Spulpia» eingestellt. In den K a m m e r s v i e l e w wird Montag ,den 14., Donnerstag den 17. und Sonntag den;20. d. M. Karl Siobodas Lustspiel „Am Teetisck", Dienstag den 15. Anton W>U-ans'..dramatische Dichluya „Liebe",. Mütwoch den 16. und Samstag den 19. Rößlers Lustspiel -Dir fünf Frankfurter", Frertag den 18. Henry Bernsteins Spiel ^Der Dieb und Montag den 2l. Art«r Schr-rtzlers Wiener Stuck „Liebelei gespielt. ' / - . . .. Wo chenspielvlan d e r F r e, e N,1 ü d r ich e y V o l k s d tt h n e (Lust p'eltheaier). Heute. 3 Uhr nachmittags, ..Der Fremde". 7 Uhr abends „Jeckcl, der Schmied".--Sonntag. 8 Uhr nachmittags, „Der Könra". 7 Uhr abends „Der.Unbekannie". - Montag „Gott der Rache". Dienstag (Felerlag)/. 3 Ubr nachmittaaS, „Lchma Jismrl". 7 Uhr avends „8n spat — Mritivoch „Der König". - Donnerstag „Eisik Scheftel". - Freitag „Feckel, der Schmred". Die Neue Wiener Bühne veranstaltet Montag den 14. d. M., 7.7 Uhr abends, Zeinen „Z » t ,U e n J o u r bei Betty K a l m u s". - Als Gäste er'chcmen rm Rahmen der Borstelluna vo- „Betty Kalmus", mit Gneia Werbez.irl in de'- Titelrolle: Josma Selim, begleitet.vom Komponisten Dr. Ralph Benatzky, Mali P i c o n mtt Milchen Volkslredrrn, Paul M o r g a n und der Budapester Cabaretter Sivke e I akall. die humoristische Soloszenen mm Vortrag drmgen. Mar B r o d kehrt nach erfolgrncher Absolvierung auswätt'ger Gastspiele wieder in das Johann-Strauß- Theater mriick. Der beliebte Komiker, der von Direktor i E r i ch M Ll l e r neacrdings auf mehrere Jahre engagurti wurde, wird in der nächsten' Novität dieser Bühne une der Hauptrollen kreieren. An der Roland-Bühne (Jüdische Bühne), U. Pralerstraße 25. gelangt über allgemeines Verlangen, heute, Samvtag,' und die folgenden Tage die Operette „I a n k a l e". nnt Matt P icon und Direttor I. Kalich, zur Aufführung. In der R e n a i s s a n e e - B ü h n e gelängt möraen. Sonntag, nachmittags 3 Uhr. bei ermäßiglen Preisen „G est 8 n d n i S" zur AufiLdrung. Allaliendlich 7 Uhr geht dgm m Spr nrtainfllMtkiirto in Srene. Die Enquete über das Theatergesetz. Wie die „Korrespondenz Herwer" meldet, wurden zu der für; Montag den 14. d. M. emberufenen E n q u e t e ü b e den T h e a t e r g e s e tz e n t w u r f der Verband bcc: Thcaterduettoren, die Vertreter .der Bühneoangehörigen,, des> MuükeiverbandeL, der Organisation des technischen Personals/ die Gemeindevrrtretun-en der Landeshauptstädte Mit Theate betriehen aiS Experten eingeladey. Auch die Sraatsthcatrroerwaltluig wnrde ersucht, Experten zu entsenden. Freilich rst^d.e Stellung der SiaatStheaterverwastung bei den zur hzy- Handlung kommenden Fragen in vielen Fällen eine ganz andere als jene der Direktoren privater Theater, da eben/die . Staatslheater nach arm anderen Prinzipien als Prwattbrater geleitet tverden. Zunächst gelangt der p r i v a t r e ch t l l ch e Teil des Ges'tzentwürfks zur Benandlung und kommen hiebei die' Dienst- und Rechtsvertialtnissc rwischen den Bühnenangestellteu und den Theatelunternehttrzrn uu° Erörterung. Ätefür wird der Antrag Pick als Grundlage genommen. Die Tbeaterdlrektoren wcr-rn fea Gelegenhrtt'chaben, ,bre Bedenken, die sie gegen einzelne Bestimmungen des Entwurfes hegen, vorzubringrn. Obwohl stch anch der Justizaus'chvß mtt dem vrivatrechtlichen Teile des Gcsehentwuifes zu befassen haben wird, glaubt man doch, daß dieser 'Gesetzesteil noch rm Jänner 1922 vom H«use wird fertig* bestellt werden können. — Wert twweriger werden sich d e Berhandlunge« über den zweiten Teil des Theatergrsetzen-i wursrs. womit die ö f f e » t l r ch « e e ch t l t ch c‘ »1 Verhältnisse geregelt werde» solle», gestalte«. HiefSr bildet W

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