Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1002 (12.11.1921)
- Date
- 1921-11-12
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2980081--09356-2995597- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite lö Men, Sambias klntrag Hamveldie Basis für dre Verhandlungen. Alln» es ^eht beule schon fest, daß hier weseniliche Erganrungm gemacht werden müssen. Die veralteten bau- und feuerpoliz ilichen Be» i'limmuniien sollen beseitigt werden und wll a» ihre Stelle ei« modernes Gesetz ttrtett. Da bei diesem Gesehe-teile such die Zenfurirage und andere beiß umstrittene Kragen aufgeworfen und jut Bechandlung kommen werden, so ist schon beute klar. d«tz diese Beratungen den Volksvertretern viel Zelt und Mühe kosten werden. Alfons Petzold liest beute, Samslaa. im Ott ak r r. g e r B o l k s b e i m (XVl., Kofiervlatz?). aus eiarn«, Werken. Mittmrkenv Elisa Karau. Karten von K S bis SS veim Hauswart. Beginn 7 Uhr abends. ..D«s Hohe Lied*. Montag den 74. d M..7 Uhr abends, wird im Kleinen Konzertbau»aal nach einer Anleitung deS Di' rrkwrs der Wiener Naive-sillüsbibsiothel Hofrat Frank» f u 11 c v »er Obe'rabdmer Dr. Chajes über daS Hobe Lretz ivrrchen, das biergsf von/ Mir, a« S chn ab'el- H o e s l ich rezitiert werden wir». Ä'^niae restl che Karten in L,'N IN! Iientigcn Jnirr.lt belanntgegebrnen Verkaufsstellen. Tlfe Strohlenvorf. die bekannte Primaballenna nafercr Staatsover, wird Mttwoch den 16. d. M.. '/,8 Uhr. im G,oße« Saale der lluwa Schubert, Lanner. Io* ei Cteoust, Chopin. Äi'dinsttiu, Sarasate. Dwokak und Josef Klein tanze». Miiwirkend' Leo D u b v r r, Solotänzer der Sla<rr»per. raS Urania-Orchester. Eine neue Palästina-Zeitschrift. Die Verwaltung des Palästirra«Arbritrrfs»ds, die von der letzten Beratung des Verband«; Poale Zwn dem Sekretariat drs VerbandsbrreauS in D i e n übertragen worden ist, bcimnl vom November eine Monatsschrift ix jüdischer Svrache. «Dar a r b e i t e n d r B a l ä ft i n hnauS'.vgeb'n. Tie Monats' 'chr:st, der führend^ Männer dw polisiirieasffche» Arbe relschast ro:e reselmäßige Mitarbeit zugrsichnt haben, wird die Probleme d;r Arbriterkolonisaiion Palästinas aus brr lebendigen Arbeit d'-raus .1»'. erörtern in Heu und d« drehte jüdische Oeffentlichlert u'cr d:e '.-lufbautätigkrir der jüdischen Arlre terschakt in VsläUint a ir allen Lebicten der Kolonisation. deS Schutzes, der Politik. r i:nd Literatur ans den erste» Quellen systematisch unter>- Blondere Aullurrlsamket w;td die «rnr Zntschrilt der Döi'gke:; 2er jüdischen Ardeiteimaffen der D i a s p o r a füT "'-.llästimr widmen and sich insbesondere in den Dienst deS ^".lläst-na-Arbeitwronds, de Arbeiterbank and der V cuicrde'.i'-gung st'llen. Mit der Redaktion dieser Msnattchrift winde §. R v. b 2 f ch o w betraut. erste Jpcft de- Zeit'chrrsr br n.'t u. a. Annake vom??<d:ü!cn7 des .Kuntr^s* B. Ä a tz n e! s o n. vom Leit-r dr4 Ltu'/.eS sür öffentlich: Arde trn bti der Verewigte» «irdeier' oraanisat-ou r» VaMma Dow Hos, vom Sekretär der Poalr-Zlon-Parter in New'Aork H. E h r r u r e i ck wie aach rerchitalt'/es Material über br. eegenwärvgen Stand >».i im Lande, rbrr den Arb:ik?m nkt. kirrv.'-.l'.'.eerm-.jZZn'.-öglichkritennsw.DirHecholurleweenng.mmBalästinu- Lirbeit r^nds und der . Palast ruschen Arbeiterliterat.tr sind öi'onderr Rubriken zu,ereilt. Dlt Zeitschrift ist u« Verband! bnceau der Poale Z cn. Wien, /ö'w -> Dn:iH!{vöf?f 111'55. tgr» aach in den Se'relarwlen der Vo lle Z:on-Part.".ien. Sammelstrllen der Paläst'N.r-Arbe trr- 'v!'.d5 und grö'/reu BuchhandtunZeir erhältlich. VrllS - Garn.j.'.lu7a 5 0 voln. Mark, 5V österr. K onm. < > d.'ut cke Mark. 1 Do-.,ir, 5 Schill ng, 10 m.mc’. Einzelne volnr: 5.0 voln. Mark. 50 österr. Kronen. 2 51 d-nllche Mark. i Penc-', 1 Frau:. *jj(n Gorfn, „Die Z r a u nt i> e i 11 cfj t", Älissla-Verlair. itio 0pt)?u, denen fcharlgemige litciari'che Produkt on mit < arii'dr nach svanrcu):n Tdemrn are-l'. g bt hier e »e Art non autoaiograrliricheu Airtzeichnunxen «ineS Mannes, der «ne Ern?d.-.ng vevrentfwlteb.c es ibm eilanbt, die Träume zu bre «- n?-d aus diei^ oelw mnisvoste Weise die Menschen ohne Widelltaxd leinen Absichten untenan zu machen. Dre Ersixduxz nudt er, uw Rrch: rn der Wclt rnl den Thron ut setzen und L?rltg«v ff'n w>rrerhe,ruü?llm, bis ihm in «rem Man«e rn ab'ol2trr Bedenkenlosigkeit cm Gegner ett'gegmtlitt, dc> Nit? t:mr' Erstndung za brmächxgen weiß,!-u Mit Schätz: der Welt an sich zu rasten. Der Kamtzf der i er-.-a/w sch.n denen ein gefeiertes Weib steht und der Zusammenbruch des W. ltschntzdeherrschers, dem jener reS TraumrdikratorS fplar. der an fernem eigeren Verk Mr«»de geht, wird von dem rtutnr m t em'r sicheren Plychologifchtn Kraft behandelt. Eine lllllle ovn Emsällen «vd immer ants «e«r übrrensckmden Sr.'rratlon'U errengt eine SPann«ng, dre stlls lnerarischrS Niveau tat. '-ovkcr erwust sich auch b-re als samaser Könner nxd ^.chr Nsteller vo» Geschmack. Ti: gepflegte SPrache ver»,ent bk'ont-ere Hervorhkbnng. — rck. S. Körnet.- f r a t I i s r a e l.". Wie« 1821, Selbstvcrlas des Vklfaff.rs S. Komet, Baden bei Wien. , /D iS vcrrl'.egenbc Bach erhebt keinen AnsprAch. als literarischrS - verc grweriet z« weiden. Der Autor, ein schlichter Kav'mann. br rer ürrrch er: eigenen Lebensetinnernngen ein Stück Wiener i ll>!'chr Lokaloeschichtr der letzten Jahre, an deren Wandlung«» --crn«' immerhin feine« Anteil hatte. Der Verfafser. diesrs '/n-'cr uusgestatteten Büchleins kann mit Rrcht aas eine Anzahl >,oz alcr und kultureller Einrichtung«« in Wien Hinweisen, dir icincr uimmüdl-chen^ Energie s»er ftnter werktStrgen Arbeit in; > feiner Opferwilligkeit zu danken st«d. Die AnssPeisrhallm dne ..Ernb«:' wurden vsn Komet nicht nur gegründet, vvtciK in der ersten Zeit mir namhaften Opfern selbst allen. Ebenso hat Komet die jüdische AuSlPrisuns in der Wiener Mvrgettzetr!rrr<r LandeSanttalt sm Steinhof ins Leben ««ufen und mehrere Jahre hindurch geführt und auch and»- Institutionen zum Teile angeregt, »um Teile über die ersten Kmderkranktieiten hiriweaaedracht. Ueber all die''e Dinge erhalt der Leier in dem mit schlichter SZchlichk»« geschr ebenen Buche Kamels lokal bist arisch inteiesiante Aufschlüsse. In s»i«em T«tend:ang »v^ll Komer dieses DuÄ nicht als dr« Awchluß seiner Lebensarbeit betrachtet wisien. denn er schließt Mit einem Axpell au die Juden Wiens, sich auf ein«« gemeinfxme« Arbeitsgebiete für **§ Heilige Land rn« ^ammenznfisdm und ist der Mnnung. daß eine eemrinfame Aktion zucrüste» der besonders notleidenden jemenitischen ^nden in Palüfl'na die Plattform tstr «ne solche gemeinsam« Tätigkeit ab «eben Mimte. Die Arbeit KvmelS verdient die volle Auf' »erlfomkir. Dr. R«<hÄN brn N.ithan: „D i-e Erbpacht." Wcltverlag, Berlin. Erfreulicherweise mehren sich in letzter Zeit di» Spezialuntersuchungen über die zionistischen Kobonifationsprobleme. Eines derwichtigsten ist jenes der Erbpacht. Dr. Nathan hat darüber schon mehrere Abhandlungen in zionistischen Zeitschriften veröffentlicht. Nun saßt er das Ergebnis seiner Untersuchungen in zwei Bändchen zusammen, von denen das eine, das sich nrit be.t allgemeinen Fragen der Erbpacht beschäftigt, vor kurzem erschienen ist, indes die zweite Arbeit, deren Herausgabe er ankündigt, sich mit den-speziellen Fragen der Erbpacht bei der jüdischen Kolonisation in Palästina befassen wird. In dem vortiegealden Bändchen ist eine reiche Literatur verarbeitet, doch ist es der wesentliche Vorzug der Arbeit, daß Dr. Nathan zu jeder einzelnen Frage selbst kritisch Stellung nimmt und bestimmte eigene Vorschläge zu ihrer Lösung macht. Diese Vorschlcige zeugen alle tm einer gründlichen Kenntnis - der einsch litgigen Probleme, mag mau auch in dem einen oder anderen Punkt dem Autor nicht völlig beistimmen. (So erscheint zum Beispiel der Zeitraum von 50 Jahren, nach dem eine Neueinschätzung der richtigen Stellcngröste stattfinden soll, um eine eventuelle Parzellen" teilung zwecks Intensivierung der Bewirtschaftung dnrchzu- Mhren, vielleicht als zu groß.) Nathan hat die Materie nach ollen Richtungen durchforscht und drrrchdacht und es ist kein Zweifel, daß die Erbpacht in Palästina nach seinen Vorschlägen wird eingerichtet werden können. Die Erfahrung wird lehren, welche Korrrkturen anznbringen sein werden. Die vorzügliche, klar geschriebene Schrift, die nicht nur über die Erbpacht informiert, sondern fast alle Seiten der Agrarfrage berührt, muß jeder lesen, der sich mit den Fragen der jiidischen Kolonisatioel in Palästina beschäftigt. Dem zweiten T-eil kann man mit besonderem Interesse enigegen" sehen. ad. bm. Vrwm Riegee: 3:rfiffc«tcn". 19?1. Rikrl".-B:rlv'.8, Wren-Verlrn-Ltlpz'g-Mt'mch n Das «mit der Wilr li'eiaiisch vorg-'logrne öfterreichische Pbäakenwrn, womlt Arbeitrlche» und ^ed'NsuntückUgi«:r v-r» schönest wurden, w-rd jetzt durch die Lü >e von der kulturrllen kSa«gdeit und Höbe „jener" öftrrr«-chi'kdcn Zeit ttictzt. daHv'.räte, Gm r8l». Anstokraüe ml Ov'rnlo«»nabsnn«mrnc imd dcr»te chen „fkeffsi-ch " Wiener Nor; darcuftellt haben fr-ll'n. an dieser Literrwrnnwemheit. dir jetzt, mll wenm n au'rävdigen Autrahmen, Lffer^r irmt D clituiki be uichlet und da! .stehende W« n" n PaiMie r-ru zum unirrgejangenkn M üllaltrzie'it. hat auch Erwin N i« g e v «nt eitern tchmäcknigen Roman bei» QttVQi’.t«; Ca nun d.e erste D>ranSs't)'.mg für «ne solche Einftrstn» g «>»f e «r veifiossene Evorhe fehlt, daß nämlich dalwas sf.ftaft k nt. n'i^kk'ch eine Epvch' :rrr Ernre l'nsimkller Enuzheu genesen wäre, so ist.dag Fund-uneiit d's Äo.nanS schwach und häle nicht eHttm stand, um dc>7.nrf e ne dünne Fade! vrden kl ich au'znban n So ist ri l Ei'er auf l'.e-.en Schwall infgewenbet. s. s. Nr«i« T. Weaner: ' „Der Knabe Huf fei n". Sidvlle»»erl«g Dr--dr«. 8 er Eizählungen, de»«« der türkische Krieg Hirricrgnmd' ffk. seschrikben eo». e nem M«nne. der K-ieg. Haß und den «snvn Jammer der von Westen kommenden E'.cndSivv^ mi>- c>'e'.-te. Wegner tr»t gefen d'e knrst'che. rrotz L man v. Saad'rs ie neSweaS «y?«valhiewerdendrn Rechffe«'gnnaSrristt4-eu. leckst auftlä'unsiDdedürstlge'Annenielvr'iitik auf und wurde wiederdoll gemavrezelt-. Da' «st leibsiverstönbllch «n) b'lerchnet arch nicht de« Wert 'eines Schassen?. Er verfteln es aber, und dies ist f-in wichtiges Talent, da- Veientlichc in fcieirn Dm-en de? OnenkS;u : sehen rmd es auch wxsentltch darznsteilett. Dadurch fü«t er sich \n die kle»e Reihe der fah:gen Freunde deS Ostens «n Elleopa. Die Arbeiten dieses Buches, skuzenhait nrit 'e.n vaar Strichen hingeworten, sind nicht «anz ernhertl-ch m dem Zie.'e, das sie sich *«{?«?. D e Trtelnov-ll' und d>e Er^».l«ng „Osman" lrnrn Menschen -- anatvüsche Banern. tiirknche Afk^n — wirklich lrrbha t g aaftrben und drineen sie dem Lrser i« elementare» Trrchen «ab«, als es fm Pi»r>» Lot lonxte, den man «merdings wieder m den Fr eun'tru des Orients rählt. Diesem Franz,fr« ist der Osten primär Hinterarmid für Ro'v-ine. während diesem iunren Deut'chea der Onmt em ratbenvrachtiger, «der tragischer, ungeheurer u«d hinreißender, aber plknltitS'.rächti^r Roman ist, den immer neu wiedrrhuerlrdm in ^em Au-eilbuck des girst,gen WtedererlebenS dem nur möglich ist. der vst ber aan en Liebe deS offenen Herzens nach dem Osten pi«g. Mcgner w'e nt mir einer brr wenigen in Eurova zu fern, die dr« Oste« bedingllitgtlos zu li'ben bet eit sind. Und d«s ist die erste Bed'.»r«ns für die, die über öflltcke Dinge schreiben. Engen H o r f l i ch. >Be« eine Monaisfchrft, hera«sire-eben «on Dr. Marlin, Buber. Soebrn ist daS erste Heit de? VI, Jahr» S«nßrs erschienen und hat solgrndin Inhalt: Martin Bader. Kon-resmolizen zur «o«estischen Politst; David Korsen, Im Wirbel der <!lesch:chrr; Julius K a tz e nst e t ri, Probleme der jüdischen Äa«d«rung; Else B o d ende i m r r - B i r a m, KunsterpebungAsr-acn; Martin, 8 u b t r, Stift dem Leben betz Rabbi Israel von Kv?n h. Umschau: H a n 8 K o h n, Dom Kongres; Tie p° M »,n b K » z » elson. Um das jüdische Bottstnm, Zn Jakob Wassermanns Be/enntnisbnch. Bemerkungen: EliaS H u r re t c x, Bösttivipchnlotzie; Gerhard Schale m, Lririk der Kabbalah; Hugo Bergmann, Gnrde nno Feerheit. — „Der Jude" erscheint rm Indischen Vertag. Bk'lin, NW. 7. Dorothe,Maße 35, und ist duekt sowie durch j'de Buchhandlrur« z« vezlehe«. Abonnemenisbeträge sind für Dertüchlanb, Oestelveich >rnd Polen »inzfährlich Mark ßo, halbjährlich Merk 30; für dir Tschechs-Slowakei genzjährltch l^ü 80, halbjährlich K£ 40; für das übrige Ausland aanztährig «V Mark, baMhrlich M Mark. 12. November 1921 Nr. 1002 Sport. Antisemitismus i« Sport. Wie die „Reichspost" meldet, s-oll nun auch die 'S k l» vereiilignng der Sektion „Austria" des AtpenvereinS judenroin geniacht werdet,. Die deutschradikalen Macher der „Austria" werdcir also in Hinkunft: nur mehr Arier aufs Eis f ü h re u . . . Auch gut! Der körperlichen Ertüchtigung der jüdischen Jugend wird durch solche DereinSpolitik Lein Abbruch! getan. Unsere Sportjugend hat schon gezeigt, daß sw sich auf eigene Füße zu stellen vermag, mid der Name- „H a kio a h", der Name ihrer ruhmvollem Sportorganisation, hat sich dw Achtung, von Freund und Feind erkämpft. Man lese nur die Sportberichte der antisemitischen Zeitungen^ um diese Tatsache bestätigt zu finden. Christlichsoziale und' Dvutfchtiationale befleißen sich einer bemerkenswerten Objektivität bei der Schilderung der Hakoah-Leistnngen. Wer. dtese Objektivität dem jüdifchnationalen Verein gegenüber n i ch i atlfzubriugen vermag, ist einzig und alTdit bie —■: „ArbLiter-Zertung". Diese leistete sich, nachdein sie schon wiederholt die Hakoahner Mgepöbelt hatte, in ihrer Vorschau" der Sportereignisse vom vorigen Sonntag fol" gende Blasphemien: „Des größeren Zulaufes dürste sich die auf der Hohen Warte erfolgende Begegnung Amateure—Hakoah erfreuen. Aber nicht nur des größererr Zulaufes, sondern auch des — unsympathischeren. Was dieser Zweikampf firr di« Angehörigen der Wiener jüdisch e w Kultus gemer'nde bedeutet, haben^ wir schon im Frühjahr dargelegt. Wir nannten dieses Match damals' die große „religiöse Disputation" zwischen der jüdi sch-uaiionalistisch-n Klrinbonrgeoisie und der jübischp assimilatorischen Großhäudlerwelt. Daß da nicht nur auf . beut grünen Rasen gespielt, sondern noch ntehr außerhalb' des Spielfeldes m r t M u n d und H ä n d t u ,,d i spu t l. e r t" tverden wird, ist natürlich! auch diesmal selbstverständlich. Hoffentlich entschädigt einen für die Vergewaltigung des Tvommelfelles wenigstens die, nach > tat letzten Resultaten zu schließen, gpta Form der beide«. Mannschaften selbst. Die Kämpfe Amateure—Hakoah wäre« ein Vergnügen, wenn sie unter Ausschluß der Oeffentlichkeit vor sich gingen." Wie man sieht, kann auch der sozialdemokratische Schmvcr an die Sprel er -er Hakoah nicht heran. Um trotzdem seine antisenlitischen Instinkte befriedigen zu können, betätigt er sie gegenüber ihren Zuschauern. Die Hauptsache ist, daß diese Instinkte eint Ventil fanden, sie hätten sonst am Ende den von sozialistischer MenschheitSliebe erfüllten Busen gesprengt. Daß in diesem die Antipathie gegen die „religiöse Disputation" jüdischer .Sportleute um so viel stürmischer wogt, als in dem von Hans aus gewiß nicht judeufreundlichereu der christlich-germanischen Brrichierstatter, hat aber seinen Grund vornehmlich darin, daß bar Spiritus reclor des Sportteiles der „Arbeiter-Zeitmlg" aus bcu Namen- Kahn hört... 'DaS-F«tzb'aÜprogramM des DoWelsMvLÄgM' " """Ule Meiste,'Hast. DaS Fußballprozramm deS DopPelfeiertagrZ ist sehr reich- Lalt'g, doch ist. cs sehr zu b/fürchten, daß es infolge deL Käleeinbinches und'Schnersalles eine ganz bedrutendr Ein* schräit-mlg erfahren wiid. \ Heute sichen »wri Meistmchasts'piele der ersten Klaffe auf drur Pro'.ramm. In der Vrigittmau hat S. C. O st m n r k den Sport lub Rap i d zu Gaste. Di: Ostmark-Leute haben in ihl em letzten Spiel gegen den Wiener Sportklub viel Wider» stan) gleistet und auch teilweise sehr guten Fußball gezeigt- Nur der totalen JndiZpositio« ihres Torhüters hatten sie die unverdiente Niederlage zu verdanken. Die Brizitteuauer werdm sich hente alle Mühe gedrn, gegen die „Grünen" möglichst erfolg« reich ab;usch»eidrn, uud dies wird ihnen auch, znmal sie auf ihrem eigenen Platz iinmtr mit großer Ambition zu kämpfen verstehen. sicherlich gel ngen. Ja Dornbach stehen einander der Sportklub und Wacker gegenüber. Die Dornbacher haben die bessere S$et* teidigur g. doch gleichen ihre Widermcher diesen Vorreel mit ihrem driEchla^skräftigrrrn Angriff aus. Wer aus dem heutigen Kampfe siegreich hervor gehen wüd. ist gänzlich ungewiß. In der H. Klaffe spielen Slovan gegen W- A. C., Ottrkrmg gegen Nei Star und Cricket gegen Bewegung. Am Sonntag kommen folgende Spiele zur Austragung: H a k v a h—W. A. %. lHAteldvrf). Dir Hakoah steht vor einer sehr schweren Aufrabe. In der vorigen Herbstsaiso» unter« brachen die „Blauen" nrt e’wm 2 : O-Liege den Mnsterfchaftssicgrsjvg der Hülteldorffr. Ob die Hakoahner morgen diese Leistung werd'n wii.kerbolen können, ist fraglich. Man wird einen harten Kampf zu sehen bekommen, dessen Ergebnis ganz von der Disposttion der Stürmer Nemes, Gansl und Katz nnerseitS und Horeys, Kafka und Pappstein anderersc'.ts abhängt. H t r 11) a—B ienna (Hohe Warte). Kürzsich tiugen die beiden L'ereine ein FrenndschastSspirl aus, das lir Bicnna gewann. Allerdil-gs bat'en tie navoritrrr damals zchlre-che Ersatzleu>e taSUnnatiSKBKKBBBJXäBIBBMHtonBBUSHSM&UHMBB&KBBM -7 nt - i) ''3' iv bitten unsere geschätzten Abonnenten, sich bei Einkäufen ans den Inseratenteil unseres Blattes zu beziehen! o M f! n M il tu a u n H etta a B B Gesellschaft f. Sammlung und Konservierung von Kunst- und hlstor. Denkmälern des Judentums Korzertbureau de« „Haraacft11 DAS HO TORTMAG des Oberrabbiners Dr. CHAfES Mit wirkend: Mirjam SCHN AE EL-HOEFLICH Kleiner Konzerthaüssaal Montag den 14. d. M., 7 Uhr abends I SIEBS! EUKBBI IBI aaiaiaamaRRa««BaiaBRiiiiiBiaaaaaQi»ia;co«oaiiflHiaaBiaaaiiiBBSDOQQii«i| Restliche Karten: „W iener Morgenzeitun g", Taborstrasse 1—3, Konzerthauskassen, III., Lothringerstrasse, Buchhandlung L ö wj t, I., Rotenliirmstrasse?8 , J ■ :.uuU4M«!«»»•••>* nuii.ua