Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1002 (12.11.1921)
- Date
- 1921-11-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2980081--09352-2995593- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Teile T Men, Bmirslast Wie»er MorgenzerLmrs 12. Novemb r 1921 Nr. 1002 lose --.uch Unterstützung in G'lCu' und in Es und auch an zwei Punkten brr-Stadt Steld'n ciiigcxictjict, wo Säuglürg? von Zeit zu ZMt gewogen wer-de» und die Mütter Ratschläge und Auskünfte er- Walter: über Pflege und Nahrung. Die ,,Hadassah" begann in dies?:» Jahre mit der DeraiMgal'L populärer Broschüren über hygienische i>rageil, die unentgeltlich verkeilt werden. Es erschienen bis jetzt vier Hefte, eines über allgenveine Hygiene, zwei über Malaria und eines üb-:r die Fliege als Bazillenträger. Die H?.fta sind in leichtem Hebräisch geschrieben. D -> s Gesnndhe'isantt übernimmt von de„Hadasiah". «in srntlicheZ Werk, das weiter -ausznöruen ist. Vor allen Dingen müssen sofort di-r beiden Forschungsinstitute wiedererösfnet werden, die in der Zeit der .Mrise provisrrisch geschlossen wurden, niuulich die G-- sundhcMsstation von Nathan Straus. und die pathologische Abteilung beim Rothschild-Hospital.- Denn die. praktische Medizin muß mit der kbs.-r.M'schen F)r'chung Hand in Hand gehen. MEkleünar Regle« Kaulen Sie billig und gut im D«s Grad Theodor Herzls. Ma» schreibt unS: Wer dar Grab Herzls auf dem Döblinger Fr>edhof in semem heutigen Zustaude sieht, muß Uv-, willr« empfinden über dir Ait. wie dieses vvn den zahlreichen Besuche: n behandelt wnd. ES scheint, daß sich jeder einzelne vrrpstichtN iühlt. seinen Namen am Grabstein deS toten Führers zu verewigen. der durch zahllose Ausichrifttn entstellt ist. Auch sonst läßt die Fürsorge für die Erhaltung des Grabet nt einem würdigen Zustano vieles zu wünschen fibrirj. Es wate in der Tat notwendig, daß sich die vielen, welche daS Grab Herzls besnchrn, eine gew-sie Reserve auirrlegten «ad ihre Verehrung lür den großen Toten nicht in einer Weise zum Ausdruck bi ächten, welche leicht dm Eindruck von Pietätlosigkeit machen könnte. Die Srebenbürger Juden im Wohl- Kampf zur Handels- und Gewerbe- LamMer. Aus Klausen bürg wird uns berichtet: Die jüdrschvolitisch« Erziehungsarbeit des Siebeubürger Jüdischen Nationalvrrbandes wird bin neu kurzem die erste Pvabe zu bestehen haben. Die gesinnte öffentliche Meinung Siebenbürgens rüsret zum Kamps sür die Dahlen in die Handelsu nd Gcive rbekam me r vo n K iau fcnB ut g, welche sür das gesamte wirtschaftliche und unter den heutigen Verhältnissen demnach auch politische Leben von hoher Bedeutung iir. Sämtliche Parteien haben bereits die Wahlkampagne begonnen und mm erinnert der Jüdische Nationerlverband die jüdischen Kausleute und Gewerbetreibende, die bei diesen Wahlen einen wichtigen und mrsschlaggebenden Faktor bilden, und gleichzeitig auch alle Juden, die...im öffentlichen Leben Siebenbürgens eine Rolle spielen^ an ihre Pflicht, bei diesen Wahlen als gesonderte Jnteressentengruppe die wirtschaftlichen Interessen der Juden zu verteidigen. In dem Aufruf des PrüMdiums des Jüdischen Natioualverbandes heißt . es unter anderem: Die politische Lage d:r Inden Gvoßrümäniens, besonders aber derjenigen Siebenbürgens, läßt es .heute olme Zweifel wünschenswert erscheinen, daß die Juden als selbständige nationale Minder!)eit überall dort zur Geltung gelangen, Ivo die Zugehörigkeit der Bürger zur herrschenden Nation oder zu irgendeiner nationalen Minderheit in Betracht kommt. Diesem Gesichtspunkte entwrcchend ist Gewicht darauf zu legen, daß die jüdischen Bürger in allen Körperschaften, welche berufen sind, im L'beu des Staates, des Komitates oder der Gemetnde bestlnuntc ön'entliche Funktionen auszuüben, einen selbständigen Faktor bilden, der seine f Bedeutung bei jeder <v.'legens>e:t bewußt zum Ausdruck bringt und dem, dadurch in der Leitung d?r betreffs-.,.den Körperschaften auch eine inner Bedeutung entsprechende Rolle zukommt. Demzufolge -iordert das Präsidrum des Jüdischen Natioualverbandes anläßlich der bevorstehenden Kammerwahlen jüdische Mit- ('lieber b?r Klausenburger Handels- und Gewerbekammer uachtrückiich't auf, an du im Wahlen als selbständige Gruppe teilzunelune., und d Sorge zu tragen, daß in dem wäblcnrden Aussch rr i.) selbstbewußte Juden Platz finden, oie. bereit und fäh. j.rd, sich für die jüdischen Interessen mit der erforderlichen Energie emzusetzen. Dieser Aufruf u'igt bereits die günstige Wirkung, daß imter den jüdischen Kau Meuten und Gewerbetreibenden eine Bewegung entstanden '.si, um das tm Aufruf gekennzeichnete Ziel zu erreichen. Die Krakauer jüdische Gemeinde für den Keren Hajessod. Kraks«, lO. November. D:r Vorstand der hiesigen jüdrrn;:n Gnnrinde hat gegen die Summen e'Ulger Orthokoxen defchlossin, dem Keren Hajessod eine Zuwendung von 3CO.OCO Mar? aus Gemeindemitteln zu machen. DirS in die erste Svende einer jüdischen Gemeinde für den Kere« Sajesiod. (I. C. B.) Lntsernvag der maaarchistischea Crinnerangszeicheu aus den städtischen Objekten. In der gestrigen Sitzung der StadfieriatS wurde ein £\ na!ick.le'.tsant,ag der Etarträte Speiser und Genossen rrthandttt, ter verlangt, daß alle Kaiserstaudbilder, -Gedeuktaiel« und Bilder aus sämtlichen städtischen Objekten zu beseurgen sind und d:e künstlerisch wertvolle» Objekte an das Museum der Stadl Wien übergeben werden soklen. Ferner hat der Magistrat «egen PELZ HAUS BRAININ Wien, I!., (aiockengasse 8 Orosses Lai; er in Petowaren alter Art en pros und en Jetail 487 llml fjtcmiunfl aller städtischen Anstalten. die Hinwei'e ouf die mouarchisiriche Regiermigsform enthalten, chrsici S A'siräge zu stellen. Der Antrag -würde angenommen. Das Palais der polnischen Gesandtschaft in Wien. W e „Wpred" meidet, schwebt jetzt wegen des Palais am Rermwcg, wo die Wiener polnische Gesandtschaft untergrbracht 'st, «in in1er«sscmter Rrchisstrert. Nach d»m Zusammenbruch der österreichischen Monarchie nabm die polnische Republik das Palais deS früheren galizische« LandSmannmlnistrriumS auf dem Rennweg für ihre Gesandtschaft m Anspruch. Nun fordert die polnische Regierung die genchtlrche Einverleibung deS Gebäudes auf den polnncht« Stagt. Das Ansuchen wurde vom Gericht bewilligt, die Bewilligung mutte aber rückgängig gemacht werden, da die in Wien domizrlierende Regierung der w e (i* u f rainis ch e.n Republik gegen die Ueberschreibung deS Gebäudes Verwahrung.emlegt« mit der Begründung, daß bisher eine formelle Entscheidung über die Zugehörigkeit von O stg a l.i z.i e n nicht erfolgt sei, daher fei daS Eigentumsrecht an dem Rennweg-Palai», das vormals Eigentum des Landes Galizien ge»efen war. zwnselhast. Nun will die polnische Reg erung im Prozeßwege ihr Eisentnmsrecht am GesaudtschaftLpalais geltend machen. _ Die Tabakversorgung Oesterreichs. Im Sitzungssaal der Tabalregie fand gestern ein Empfang der Presse durch den neuen Generaldirektor SektiouSchef D o r r e k statt. Er teilte die neuen Preise sür die Tabakprodukte mit und gab eiue Nebersicht über de« derreitigen Stand der Produktion. Dte volle Versorgung der Bevölkerung mit Zigaretten dürfte bereits Mitte des nächsten Jahres möglich sein. Was die Z i g a r r e n bettifft, so wird man noch einige Zeit Geduld haben müssen. Erst frühestens anfangs 19's3 wird d e volle Versorgung mu Virginier möglich sein. Bei der Tarifierung wußte darauf Rücksicht «enommm werdm, daß wir noch unter der Weltpartat stehen. Die 'R a u ch e r k a r t e und die Raucherportion bleiben vorlänf>g aufrecht. Die Raucherquote wird durch Freigabe billigerer Zigaretten (MewphiS und Drama, später auch Egyptische) rrhoht werden. Die Trafikanten erhalten dir Fassung der letz'en Woche dieses MonatS noch znm alten Preise und können den neuen, erhöhten Tarif berechnen, was ein besonderes Entgegenkommen deS Staates für di^e> wirtschaftlich schwache Kategorie bedeutet. Die neuen Tarife treten am 28. November in Kraft. Gegen den Schleich« Handel ist eme Reche von Maßnahmen, getroffen worden/ deren Wirkung noch abzuwartensein wird^. Der Ausstand der Rechtspraktikante«. Auch am heutigen Tage haben sich, gleichwie am ersten, schwere Hemmungen de8 VerhandlnngsdimsieS bei sämtlichen Wiener Gerichten fühlbar gemacht. Beim Haadelsgericht und beim Beurksgericht Innere Stadt mußten die meisten Verhandlttnsen abbernumt werden. Auch bei den andeien Getrchte» fielen zahb rnche Verhandlungen aus. und die Parteien wurden sortgesch'ckt. Äm Nachmittage sprach die Leitung d<S Zmtralrates der gt'.stisen Arbeiter (Univerfitätsproieffor Hofrat S p e r l und GeneraisrkretÜr'Dr. S « o l e) zusammen mit einer Abordnung der RechiSPraktikanten im Finanzministerium vor und fand offen» kundig eine entgegenkommendere Haltung bezüglich der strittigen K 3COO für den Monat Oktober vor. DaS Finanzministerium dürfte wohl nur einen Präzisen Antrag des Ministeriums abwarten, welches bei dieser Sachlage wohl sicher ketnen Anstand nehmen wird, diesen lridtgen und bei dem so geringfüg gen Gesamtaufwand bagatellmäßigeu Streit» vuntt auS der Welt zu schaffen. Montag wird bei säNiltchen Wl?ner Gerichte« programmgemäß die Arbeit wieder ausgenommen, doch baden sich bekanntlich die RechtSprakt ktuten für den Fall der N'chtbesrievigung die Erneuerung deS Ausstander in schärfe»er Form Vorbehalten. Der AKtienLiebstahl Ut einet Wiener Sanft. Wie berichtet, ist d»r Beamte einer Wiener Bank Eugen Reindl mit einem Automobil au» Wien geflüchtet, als er befürchten mutzte, daß fortgesetzte Diebstähle a«S dem Aktientresor »er Bank aufgrdeckt wiireen. Re-ndk bat, wie bisher feststeht. 1800Aktren rm gegen wärtigen Kurswerte von 2 0 Millionen Kronen entw endet. Es wurde ermittelt, daß Reindl gemeinsam mit seinem Freunde, dem angeblichtn Ingenieur Rudolf Mayer, und mit einem Studenten, der Schubert heißen soll, mit eine« jüugst gelauf en Auto ge Züchtet ist und daß er bei Schärding die deutsche Grenze überschritten hat. Aus gelegeurlichen Aeußerungen des Defraudanten schloß das Wiener Slchtr-titsburearr, daß sich Reindl m'i seinin Gefährten nach Holland gewendet haben konnte. Außer allen anderen großen Städten deS Kontinents wurde« auch die Behörden i« allen größeren holländischen Städten von der Flucht in Kenntnis gesetzt. Gestern früh traf nun in, StchcrheitSbmeau die tilegraph'sche Meldung aus Utrecht ei», daß Reindl, Mayer' und der Studmt Schnbrrt auf Grund der vom SicherheitSbureml e»ngcl«i>et^n V7»fo!gllng dort v e r b a f t e t worden und. Man fand m ihrem Bi.- tz nnen Betrag von K 60.000 und holländisches Geld. Die Beträge wm den be'chlagnahmt. Verhaftung iaternattonaler Einbrecher.' Die Gentlemere-Gintrecher in der Pension. s Es wurde berichtet, das; in der Nacht zum Sonntag Ein-' btecher.^ di: den Nollbalkeii mit Nachschlüssel' geöfftiet hatten^ in das Posamentiergkschäst Salü§, 1.,. Tuch'laubeu, gedrungert waren, in d.e Mauer ein Loch gebohrt hatten «nb in den Juwelen, laden Hvnig gelangt waren, wo sie eine eiserne Kaffa von hinlcu erbrachen und Juwelen int Werte von zwei Pkillionen Kranen stahlen. Das Geräusch, das sie bei der Arbeit vermsachlcu,: hatte einen Sta'tschutzman« aufuurksam gemacht und es.gelang., nachdem der Po'ameniierladen von dem Et'gemümer geöffnet' worden war, die Täter zu verhaften. Sie nannten sich David ' Jsakowrtsch-Brodsky. 38 Jahr«, Kaufmann aus Koustaütrnopel. und Chaim Simko Freudenberg ans Krschenew. Sie halten in der' Pension Seleschan in d«r Wickenburggasse gewohnt und dort ' wurde auch die angebliche Gattin des Brodsky, die sich Berta Olga geborene Gancnko nennt, augehalten.' In der Pension fand man etwa K 80.000,150'Sire und einen namhaften Barbetrag in Rudeln, jedoch feine Beutestücke, dagegrir Bilder, die einen gewissen' Pap» zrigteü,'. der gleichfalls m der Pension gewohnt hat. T>a 'mait »rnnehmeu müßte, daß die Täter eine« Mitschuldigen ' hatten, der ' sie uu'' Laden eingesprrrt hatte und 'sie Nach vollführtcr ' Tat' - wieder hrrauSlaffk« s»Ate, vermutete man in P'üpn diesen Dritte»- im Bunde. Die Polizei stellte fest, raß der! avgebl-che Papu von" ■- der Pension Seleschan in die Pension „Amerika" in der Kindrr- /' spitalgaffe 1 überfiedelt war und eine Woche vor'dein Einbruch - , von dort mit HmterlgffmtL einer Schuld von Kso.000 attsgezogeu : war. Mit Rücksicht «uf diese Schuld hatte ihm die Pcnsiorrsinhaberin die Herausgabe seines Gepäcks verweigert. In der Pension hatte er mit seiner Geliebte«, der 20jährigen Hillfsarbeiterin- Margarete H r u s ch k a, durch zweieinhalb Monate getvohnt und da zu vermuten war, daß er sich um sein Gepäck kümmern werde, wurde die Pension von Kriminalbrarirten überwacht. Tatsächlich »si am 8, d. M.' die Hruschka dort erschienen und wollte'- ll 14.000 als Zahlung leisten nnd dafür eine» Teil drs Geväcks beheben. S»e wurde angehalten und auch Papu, der unter dem Haustore < wartete, »«haftet. Cr gab wohl zu, daS Ehepaar Jsakowiisch ge- " ' kannt zu Hoden, leugnete aber, an dem Embnrch beteiligt gewesen zu sein. Den .Gegenbeweis formten ihm die Kriminalbeamten erbringen. Sie ermnielten, daß er am 5. d. M. um 5 Uhr nach- - mittags mit Jsakowitsch ans der Pension sortgegange» und an» Sonntag morgeas um, V,7 Uhr vor das Ha«S gekommen ist. Er hat zu de« Fenster hivaufgepsiffe«. Frau Jsakowitsch hatte :fich'' ' oben gezrigt und nach somem Begehren gefragt. Er erkundigte sich, ob ihr Man« zu Hause s«, und als sie verneint«, ist er weggegangen, «nt nach einer Stunde mit der Nachricht zurück-' zukehre«» daß Jsakowitsch verhaftet sei. Bei dieser Zusammenkünsk '- hatte ihm Frau Jsakowitsch rinen Spazierstvck gegeben, der spätem- ' - hi« «ine >ewrffe Rolle spielen sollte. ’ Papu, der 23 Jahre alt ist mrd Kaufmann zu sein-behauptet, hatte einen H»«terlegungsichkin über Gepäckstücke/ 'die in.'' > der Garderobe - des- Süd'bahnhoseL latzdr tech: 'bei 'sich. ---'tD-'erk-Mr-:'-/ 'il miffar Dr. Plriningex ließ' die Gepäckstücke beheben^ Es war Holzkoffer, der im SHerhttisbureau geöffnetwurde und eLnc ' elektrische Bohrmaschi« e enthielt, die mit Stecke ' konlakt au jede Starkstromleitung angeschaltet werden kann und. mit einem Eisenbohrer versehe« ist, der auch dicke Panzervlatten zu durchbrechen imstande ist. Die Bohrmaschine ist das erste der-- artige Stück, düs jemals der Einbrecher» in Wien grsundeir! worden ist. - ' Die Polizei forschte aber noch weiter nach Fakte«, die dem Einbruch vom 6. d. Bk. glichen. Nun .ist in ähnlicher Weise, wie der Einbruch bei Höni», in der Nacht zum 2. v. M. ein Einbruch beim Uhrmacher Norbert Jmmenfeld, VIII., Alserstraße 7, . ausgesübrt worden. Auch dort wäre« die Tater «ach gewaltsamer Oeffnung des RollbalkenS in das Geschäft deS Drechslers W h h l r d k » gelangt. Sie hatten auch hrer-eiu Loch in die Mauer gedrochrn und waren in den Laden Jmmeufelrs gelangt, wo sie sich vergeblich bemühten, eine eiserne Kaffe zu erbrechen. Als der Plan an der Unzulänglichkeit der Werkzeuge scheiterte' begnügten sich, die Schränker dam»t, an) de« Drechslergeschäft Wyhlidko einige Zigarrenspitze und zwe»^ Spazierstöcke zu stehlen, die zusammen K 10.000 wert sind. Nun war der Spazierstock; den Frau Jsakowitsch'Brodsky dem Papu nach der Verhaftung ihres Gatten einhäudigle, der Stock, der aus dem Laden des Drechslers stammt. Dadurch ist der Nachweis erbracht, daß auch diese« Einbruch die Russe« auSgriührt habt«. Durch weitere, mühevolle Erhebungen wurde sestgestellt, daß ein Zusammenhang zwischen dieser Einbrecherbande und dem angebliche« Kl'.usmann Welfel (Wladiyrrr) Frankel besteht, . der m der Nacht zum 4. September d. I. bei der Juwelenfirma Brüder Herzl,. k., Epiegelgasie 13, einen Einbruch verübt hat. aber sich selbst duich ein Alarmsignal, das ausgelöst wurde, verriet, verhnftet wurde »yd auf der Flucht , einen Revolver wegwarf. Papu und Frankel wohnten zeitweilig in dem nämlichen Quariie»', in der Pension „Amerika", wo Fränlel als,„Nikolaus Brei'ly" mit siinrr ' angebl>ck.en'Mr>l Eugrnte fett dem. 29. Juni d. I. eiuanclrlirrt.war. Das P.-ar -ist daun ausgeblirben. Dlr Frau hat.angegeben, daU ihr-Pruuu.-/.r.'.-q - reisen müsse; sie kam kann zurück und blieb noch biö;i». v.-M. m der Pension; seither ist Frau Fränkel-Breskv unbelmuitin >' Aufenthalts. Erwiesen rst, daß sowohl Las-Ehepaar Jsakowitsch,. >alS auch Papu mit Frau Fränkel-Brestt) verkehrt haben. - . DaS ganze Gehaben der Bande deutet darauf hin,^ daß man es mit einer internationale« Einbrccherbande zu tun hat,, die sicherlich noch viel ans dem Kerbholz hat- Hier war die Bande noch - nie in Hast. Das Sichnhertsbureau hat sich mit den intmuuio» : nalcn Behörden in Verbmdn»g gesetzt, um zu erfahren, w ed'e. - Leute wirklich heißen und^ was sie-sonst noch verbrochen haben...- Ste sind jed'n'alls keine Neulinge im Verbrechen mehr. Die-'.' e.r- .. hasteten wurden dem LmrdrSgericht eingelicfcrt. Das ausgesucht Beste Oü in Herren» u. Damenstoffen KapfSchwaPS&d. finden Sie am billigsten bei VJ,, Wiacb&tüilgfrsse Nr. 2