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Wiener Morgenzeitung · 1921-11-11 · Heft 1001 (11.11.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1001 (11.11.1921)
Date
1921-11-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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.11 OTnttoroTipr 1Q9.ll Settel ^trvah t>- «sneaet ttCftVgeii'ttnth:} it: ^rovemorr rra* _ * Wplll tmb Platin. Äu§ M o s k cr u wild gemeldci: rver Sswut de? VolkLsommissäve Fat de«. Kottsumvereinkn sowie *t.t ttt Psiv atp e ri s o üe^ bil Graben norf> Gold W Plütiü erlaubk. Die Ausbeute ist drm Staate abzu- Mrrn, Kkö KM Ablieferftden volle Entschädigung verspricht. - * Dis Nstd-sIfv-schur,A. All- ZSkibon wird grmck»ei: Nach ErkktirllllM ktS NsrdpölfaWrS Steffens hat. seine Expedition, die von Alaska deck Weg nach den Wrangel-JnselN ««schlug, dortseldst eine Basis sür^eme große britische Nordpoleztptdikiort tttichkei. deren ZüfcktttMmellittig ick nächsten Frühjahre m KEaoder Hölläad erfolgen so«. Di« rtztsölkeru«- Japans. Kurz vor seiner Er- Äördüng hat der japanische Ministerpräsident H a r a sein größtes Werk vollendet, die erste offizielle Volkszählung Sie würde am t< Oktober 1921 abgeschlosien und ergab das folgende Resultat: Die e r g e n t k i ch e n j a v a it r s ch e n Ins ein zählen 11,222.000 Fam'l'ett ckit 55.961.000 Köpfen. Die Halbmsel Korea 8.397.000 Familien ckit 1?.291.00 > Köpfen, Die F or nt y s a 590 000 Familien mit 5 354 000 Kövfm. «iamcken 14 209.000 Familien mit 78,899.000 Köpfen. Ausfallend die hohe Durchschnilttszahl der Mitglieder einer Familie. Sie beträgt über 5 5. * Hakoatz-Orchester Jüdische Bläser (Blech) werden höflich« eingrladen, dem Orchester beizulreten. Auch Kontrabatststett ünd Cellisten, die da« Instrument tadellos beherrschen, werden aüfgenommem Die Aufnahme erfolgt jeden Sonntag zwilchen 10 nnd 1.2 Uhr vormittags im Vereinslokcil des Wiener Konzerthonsks/ III., Kothringerstkaße 20. Eoentnellr Spesenvergütung. * Vorlesung Hilda LSegNer. Dienstag den 15. d. M.. 7 Uhr abends, liest Hilda W e g n e r mi Rahmen der philosophischen Fachgruppe des O'.takrinoer Volksheims, XVI., Kofler- Platz 7, aus Nietzsches Zarathustra und Lyrik. Karten von X 5 bis 100 beim Hauswart. * Ottakringer Volksheil» (XVI.. Kssierplatz 7). 7 dB 8 Uhr Einführung in die ErlenntniSlehre. Lektüre der österreichischen BundeSveifassung. Hellenistische Kultur. Weltgeschichte der R'üztit. Die Dichtung der Klistzker Goethe und Beethoven. Albreckt Dürer und Matthias Grünewnld. Der Mensch als Beherrscher brr Natur, Französisch für A.nfang»r. Tschechisch 11, Russisch für Awälwer. 7 bis 9 Uhr Algebra U und Geometrie. Dcherenz'al-- und Integralrechnung. Erverimentalphysil. 8 bis 9, Uhr Die ethische» Schriften ArNit Schopenhauers, Die RtttMfstMe IN Italien, Friedrich Schiller, Geschichte der deutstsen Lyrik, . Betgleichrndt Betrachtung - von Lberken t-er bildenden Kntzst,. Gtrtistik, Französisch U, Tschechisch für Ansiingcr. Äussitcki U — Leopoldstädler Bol'ksheim (H., Mküsgasse 46). 7 bis 8 Uhr Etnsithruns in die VollswirtfchäMMt. Deutsch; Literaturgeschichte seit Garthes Tod. Elementare Grammatik der deutschen Sprache. Analytische, Geometrie. Schätze »er bildenden Kunst in Niederösterrerch, Französisch l und tL 7 b's 9 Uhr Ftanröstsche Konversation'. Grundprobleme der Ethik. 8 bis 9 Geld und Geldwirtschaft. Reformation und Gegenreforma'ion. Besprechung von , klassiichen und modernen Opern.. Difftttttträli' und JüttesGttchnsftq,. Die.Stamme-gtschtckte brr Tterr, Französnch I>. Der Milgliedsbeit. ag von jährlich X 120 b'rechrrgt zum nttknieelilichtn Brsuch aller Kurse in beiden Bolksheimrn. * AtzneleÄ wistzK k Die Organisativri -er Apöthrker Oesterreichs versendet tini Hitttiwngj. Mrs der hervoraeht, daß von 14. d. M. an den Kramerlasstnmi> gliedern, die Auspruch auf k v st e n f r e i e Ärjueiviisickluffä haben, die Heilmittel nttt Meht Bakzahlüiig Mae'Sltz! Ebkii B'.e-Pteiss der AiMcicklttkl Mrdin. Von dLn Abotbtkeü frstg-setzt w'rdM und nur eknev/Tril dtt TsrpMe ausckachen. d(e altgentem üblich sind. Die Apülhektckchäii erklärt, zu dre'er Matzregck durch däS Vorgehen dir Kkanrenwffin ykjwMßrn zrt sein. / ' / , * Mkbire» Sezirkls7sL»keii!kaUe» Fn dw vom Üs. bis 29. Öftobet ioattis Mk, Mitgtsttzeß ick KrüttkeWond. »tzoüoii 148^ VSM - Mt-ttiottNt LiberndNickkN ivlitVitt itUb 9346 zaMachskn - sind.s . .hrcvön sind 3 )69. Mitgl'.tdet genesen rckd 56 aestvibMt.so daß Miterhin nom lSN'. Mitgtikder-ick Kranken« ttznv VerbleweN. Fm bbigen i'e irauitt Ninedm Oft Umekstützuriaktt 6.Ü9S M'46 für Kranlengeldee uiib-X 153.963 für BS- .rkdigWgSiöstötl änSbe-lihtt. - * ttzolE^bU8»e«g im D^chttischetr Musbuat. Sückstütz Lest Iß. d. M: ist tziis Museum votk 9 bis 1-' Uttt geöfftttt. Um 1Ö Uhk Mtbild-tlieikttag Dr. O. Brpk: „D. i e E e ch n i k i n : d t f L i tör a t u i6. Um 9 und 11 llor FüMungkN durch die Sammlungen. Sonntag dm 19. d.. M.. 10 Uhr vormsttägA,. Lichkbildervorträg: „Die Er m i t t l ta tt ft de k B k t h r # e i g ü u t Ä i tt der Industrie, .Obe » msökktot ^Inäenieuk W. Hollitscher. DiiMäg den 15< d« M. bleibt vas Mnseüm geschlossen. " * BafthäkeLSErkithv Mit Polrü. Die Kamck'r für Hllndel.' Grw'tbe und Industrie in Wlftr tzibt bekannt, daß noch Wlen nunmehr auch Pakete, von mehr als 5 bis l6 hd ohne Wrrtangabk AUgelassen find- Die Gevschr slie e,n solches P.rket Wknht X SM für' Speikßut K 300 Im übrigen gelten dieielt-en , Brrsenrnngsbedingunzm wie für Postpaket; bis 5 kg nach Polen. * Wettökstürz auf dis Aaix. Seit yestem abends ist auf btt Äax kin Hewatt'g» Wettersturz emMttteN. Es schnest nn« Snteibrychen,. dhk Neuschnee liegt vom Tale ans 15 Mn bock, am Uateau am alten.Schnee eine NeusclnsiesclMte von 20 cm. Die ^jttpttüttzr ist aus 10° gestzulktt.. Nur Wege tck den Schutzbässtnt sind zit empfehlen, vor a n b k r e n A u f st i e g e n wttd gewarnt, Jedenfalls rft g«te WinterauSrüsiung er« forderlich. ' * Wetterbericht. DaS trübe, windige und zu leichten Cchneefälley -geneig-e Wetter hält an. Die Temparaturen liegen etwas unter Null. Der Sonnblick meidet Osisturm bei —£l°. Bvraüssätze; Trüb. Neigung zu leichten Schreejällen, kalt (Frost)/starke Nordostwinde. * Ei« Gilbeekrvuenhändler. Organe des Krieaswucker« am^ts hielten' am 9: d. M. in einem Leopoldstädrrr KasfeehauS dtn l^jähngen Schi-ssskellner Lasziv Grszar an, als er Eilberlroven um ä 4> 0 das Stück veräußern wollte Er wurde zu emer Geldstrafe von X 3(0», ,m Nichte.nvringvnasfall« zu vier Tagen Arrests verurteilt. Der Verfall der 639 der ihm be- . schlagnahmteu S lbrtlronen wurde austztsprdchen. * Diö Folge« einer Wohnuttgsansorderung. Gestern warde über einen Vorlall bericktet. der sich am 9. d. M. nachmittags m Hanse L7ltt., Anastasius Giüugaste 22, zugetragen hatte. Nach den polizril-chen Erhebmrren ist der Sachaerhalt Wender; Im Hanse wohnen die l »jährige Pianistin Josefa ir bitten unsere geschätzten Abonnenten» sich bei EinkrÜufen eins den Inseratenteil «nseres Blattes zn beziehen! A_ Kur wir allein Freie jüdisciieYolksbnline Gastspiel im JLustspieltSieater HEUTE «2xm'tt?****» T»Minnl Drama ins Akten 7 Uhr abends öCH'Ilia ISFUQl VOn Osslp Dymow Aron Schiffer-Paiii Baratow (Ben Zwi) . ^rso X)as Th.oa.-tar ist g e h e i % 11 Neuwert und der 21 jährige technische Zeichner Ferdinand B a n m gart im aemcinsamett Haushalt. S>e sollten gestern rurch cin Vollstiecknngso'gan delogiert weedru. Als der Gerichts» l'e.nule in Begleitung der zur Asstsenz beigegebenen Wachebeamtrn b.i dir Wohnung erschien, wurde ihnen trotz wiederholter Ausiorderung nicht geöffnet. Die Wachorgam nrhmen wahr, daß die Wobnungstür verrammelt war, u»d böiten. daß in dm Zimmern Fenst*rscheiben zertrüm«ert wurden. Als bald darauf »wischen den Fugen einer unbenutzten Tür Rauch herausbrang, wurde mit Recht vermutet, daß in, der Wohnung Brand gele-t worden war. Die Währinaer Freiwillige Feuerwehr wurde vrrstöndigt und ta bei ihrem Erscheine» noch immir nicht geöffnet worden war, drang die Mannschaft mit Gewalt in die Wodnuug ein. Es wur»e festgesteüt. daß Bagmaart und die Neuwirt 16 große Feristerscheiben Und eine Glastür zertrümmeit, zwei Kaiüelöirn durch Anhiebe beschädigt und versucht batten, dm Fußbode« in Brand zu stecken, was durch B-andspuren nachweisbar war. Dar Feuer war bereits erloschen. Beide gaben an, aus Rache gehandelt zu babm.. Sie wurden weeen , BerbrrchenS der boshaften Sachbckchädigung, weam Brandsii'tuna. gefährlicher Drohung^ und Sxekutrons-- vcreittmig dem LandcSgericht ringeliefert. * Gin Millione»,inbrnch aufgeklärt. Am 30. September d. I. zwischen 4 und 6 Uhr nachmittags wurde im Hause XIII., Breiienseerstrale 86, die Wohnung des Eisengießereibesttz/rs Emil Popper. b<*r allein im Hause wohnt, erbrochen. Gestohlen werden silbernes Eßbesteck und Juwelen im Werte, von einer Million Kronen. Die Erbchnngen ließen den Verdicht auskommev. daß eine Perlon die Hand iw Sviele hatte, die genau in ter Wohnung Bescheid wußte, allein es fonn-e kein Schaldbcwe s erbracht werden. Seither enstaud die Ucberzeuguna, daß mik dem Einbnich d'e Hausbesorgerehelmke Josef Schiefer, 28 Jal're alt. Schne deEhilse. und Marie Schieler, 2H Jahre alt. in Zusammenhang strhm düriteo. Auch, gegen die bei dem Ebevaar wohnhafte-. 22jährige . He'marbeiürln Stevhani? G u t m a n n. die wegen Bet'Uges schon zwei Jahre schwe'en Kerkers verbüßt dar. und d'n Bmder der Frau Sckiestr, den 21jährigen HWaibtüer Franz Kantor, XIII., Livrerstraße 88 wotzuhatt, richtete sich der Verdacht. Im Lause der Untersuchung Wune der Beweis erbracht, daß das Ehepaar Schiefer,, die Gutmarin und Kqntar von der Sarb«' wußte» und daß die eigentlichen Täte^ der 25jährige Mechaniker Lndwia V ä! l, lsi. Arnetzhoser- Mate 4 wohühoft, und der 86jättrige Anstreichersehilse Engelbert G irik o ss ky." XVlsi. FranenseldMraße 10 wohnhaft, ,wri schon wiederholt, vorbestraste Männer waten. Alle sechs Personen le«g»isren aniattgS hartnaelig, und cS bedurfte große Misi-d, ück tont et BeweiSMateriasi zu erlangtü, daßsie schließlich -um Gestäüdr'.iS gebracht werden lonnttn. - . * ttßoütü. H-ute. Freit-g. 8 Ubr (G'.oßrr Saal): SbückletohS SüBolerpchii'ön. V,6 Uhr. lKleknrr SaalV Pro» ftss-e Ludwig Batest«: Die Sekle des. Schulkindes» VIII. — 7*8 Uhr (Kur^sga!) Dt» Franz Mmdl: Die silhm»grwohnheiten der. Jmek'en bis znm Envachtn der sozialen Jnstckstr, IN. — Nbr (Klubsaali Un'veisttcits-Döztüt Lekiok Mcir'Us Faber: Praktischer Nebungsküts i» Spkech- und' Vortragskuüst XI, — Uhr (Großer Saal)Mas grobe, Hemd (Wanderbühne'. — 7,8 Uhr (Kleiner Saal) Dr Fannina Halle: Das Ruffentnck in strtrtt altfit und neuetr Kickst. -^' 7*8 Uhr (Kurs aal) Dr. Hedwig Rvssti Bop Ibsen zü.Georg Kaiser. -- 7,8 Uhl! '^kub ack) Max MiÜrMvich-Mokold: Le''eu üfid Echaffeir Anton Btikcktitrs, vl. " VrS Uhr (ArbeitttheiM. LüMdUrgtrstraßeS): Jöhämt Gtkckkß. /..• Bereinsvachrichiett. Geb hardil ch - Ak adrMisch e r B rrein Esperanra. Sam?t>r'. 8 llhr abends, im Lokal des Vereines, tl., Novarngasse .27, Vor trag Dr. Jakob W e r »e r über de« Xll. Zivnistenkongreß. — B e r e rn Er e z, Israe ls tl.. Taborstkaße Ws. -Hentez 7s8 ü1hr abends, h bräiiche Sich.r und Voilesimg. Anmeldungen, zum Engtrschkurs und z» den bereits bestehenden Hebräischen Kursen täglich von 7 bis 9 Uhr mi Wreins-' H e ch a l ü l - O'r cf ö ft t f d H o ti. Vereinigung der Elkktrvtechniktv Samstag,. 7 Uhr abends, Ztisammcnkunst^der MltaUedtt. Sonntag 1Z. November, '/»S.ubr nachmitiags. KftrS L^lunasderechnung A. Warkanyc. 7,6 Nachmittaas Arithmrtikkurs füt Elrltrfttechnikrr, Geometer Jeckel- Hebräischer K tz b s.' Sämsratz, V2Ö Uhr abinds. Zusammenlünste und KMse, U., ZftknSgasse 33. Die EMNhMUß.^ Die LebettsmittelMärkLe. Preisrückzang für Mindere Sorten Rindfleisch. Infolge d-r guten Beschickung und der geringen Nachlrage rnnh Rindfleisch, das in »rtt letzten Ta?.en erne so,horrende P eiSste gerung eifa'«re« hat ist ein P r e ,i s d r n ck erfolgt, der sich gestern auch beteils mr Detailvnkauf änße>te. Rindfleisch verbilligte sich um X 40 pet Kitogrsmm. Änck im Enyrosvertehr Uetd'lligtm sich m ndcrk Sorten von fliindfleisch um ll 16 bts 20,. Pfktdtflelsch um X 10 per Kilogramm. Dagegen bat sich Rindsbrüten, deb hauptsächl vom kauikiäftigrren Publikum verlangt wnd, um X 3» per Krlogramm verteuert, ebenso Hoven Kälber um X 10 und Schmemfle'isch nenerdings um X Ly tm Preise angezogen. Im Dctatlverkauf hat sich auck, Kalbfleisch NM X 10, Schweckesleisch um X 40, SUchflersch UM K BO per Kilogramm im Preise erhöh:. Margarine ist gegen dir vorige Woche um 140 per. Kilogramm tevrer geworden. Der Gefliigelck >rkt verfügte nur über Rest» bestände der vr'ganaenm Tage. Auf dem Wildpretniarlt waren Hniche zu ll 320 bls 4^0 per Kilogramm aft^boleii., Hirschsilet Döiictte mit X 640. Das Angebot war überall ausreichend, der Verkehr leb hast. Auf den Gtünwürenmäckte« w»r die Dckch-ckung' un GärMerware wohl schwächer, doch retchten die Vorräte für den Bedarf. In der Kartofsetotrsorauno ist durch Ankunft deutscher, däo-scher, Holland,scher und jugoslawtscher Kartoffel eiue b e v tutende Besser«» a eiugttceley. Die dre» «rstaenannttn Sorte« kosten auf den Äätklest X 6s. in t»m Bezirks» »tschaiten X 85 pw Kilogram«, «ährend di« jmaoUaw'schell im Det iilverkauf auf den Märkt n X.73. m den BtürkSgrichäften X 7b. per Kilog'am« kosten. Die Prelle für dir iibngen Gemüseiorten sind «»»oerandert hoch. Eier fehle» vökstäudtg. Bühne und KmiW Ovatlo«en für Gerhart Ha«ptma«il im B«rgtheater. , (Bei der Erst »«Führung von »tt»t Pippa tastzt*.) (i Dir gestrigen Etstaufführung feines GlLShLtteamarchrft^ „Und P i p p ck tan z t" nn Bürgtheater wohnte Gerhart^ H aüptMüirn in einer Loge an der Seite des Direktorsj. Anton WildtzanS bei. Das HanS war festlich beleüchtet. Der Dichter war Gegeifstand stürmischer Ovationen seiteuS bes] Publikums. Er dankte nach deck ersten Akte von seiner Loge, nach! dem zweiten Akte von der Bühne für d,e begeisterten Kund«! gedungen. Nach Schluß dir Vorstellung blieb das Publikum auf; seinen Plätzen und jubelte Haaptwan» immer wieder zu, der sich! von seiner Loge aus, sichtlich bewegt, verneigte. j Wir kommen auf die Aufführung, die eine große Ltiskuitg! des Reg ffrurs Heine ist, aber nicht dnrchaus befrietzigen konntL.1 morgen nähtt zurück^ . Roland-Bühne, Gastspiel Mali Pies». Mali Picon spielt, fingt, tanzt, spielt sogar- Klavier und macht all dies ganz reizend anläßlich! eitle* vier lang» Akte währenden musikalischen Schwanks? von A. S ch 0 r r, für dessen. Musik R u nt s ch i n s k i als verantwortlich «ins dein Theaterzettel genannt wird.! Das Ganze heißt „A Moxd mit Scjchel" und istdramatisch ziemlich verwickelt. Der Sukkus der Eom-1 plizierten Angelegenheit ist, daß ein Mw-Toller^ Jüngling, der sich an gebildeten Mädchen bereits die; Finger verbrannt hat, üunnrehr Nur ,em nngebildrt-s^ einfaches 'Madel hemtführen will. Eine gescheite: Farmerstochter, die ihn — ach — heimlich liebt, stellt! sich ländlich-dumm, um den Mann ihres Herzens zuerwerben, uird ihre Linhietze bringt ihn dazu, daß er? sich auch Mit ihtcr Bildung' aussöhnt. Diese Farm-rrS-? tochter namells Daish gibt nun'Mali Picon. Sie! zeigt — diesmal nicht in einer Hosenrolle — vor latfriit! ihre ausgezeichnete Begabung für drolligen Humor. Die! Art, wie sie ihrem Freier das dumme Landmädcheu! vorspielt, ist künstlerisch volteNd'St. Dabei ist jede Be-! wegung von drollig-plmnper Charakteristik und doch-! antnutig und graziös. Diese darstellerische Leistung ist' schlechthin vollendet. Natürlich hat-Frau-Picon aud) diesmal wieder Gelegenheit, ihre graziöse und bftbei vornehme Tanzkunst zü zeigen und in ihrer durch Un-! aufdringlichkeit doppelt wirkungsvollen Art 'Coupletsl zu singen. Der kurze' Klaviervortrag deutscher Musik fiel etwas aus dem Rahm?».,, Dagegen war der Vortrag eines Volksliedchens tnt Duo iürt Jäkdb Ka'lich^ her den auf die Unbildung versessenen Gatten ansprechend darstellte, ein>3 sehr glückliche Zutat. Düs Paar Prcon- Kalich brachte das Hied> welches übrigens die einzige Oase in der musikalischen Wüstirnet dieses Singspiels! bEete, trefflich zum Vortrag. Von dem, was sich sonst! aus und hin ec der Bühne Ir >egt, sind Fräulein G l ü'ck smanns drastische, aber von starker schauspielerischer!' Begabung zeugende Darstellung einer monströs dicken! Farmerin und Herrn 'S in ins vorzügliche .Tanztrchniki erwähnenswert. Was aber Stück und Darstellung anj Unzulänglichkeiten aufweisen, das wird durch Frau Picon! reichlich ausgewogen: sie bringt leichte Kunst, aber in! ihrer Art große, Kunst. 8. 8. * Raiümnd-TheaLsr. Gastspiel Paüenberg. Pallenberg spielt; als zweite Gastvolle den Aroan^- im „Eingebildeten Kranken" und die Freude des Publi-' küms tvür grwß/ So groß, wie die Freud«; des ptttzigen,? rotwatigigen Männchens am Kranksein, &i§> katzen-j jäitnjnerlich drein schaue rch-Lft, abßr springlebendigen! Patienten anden Pülverchrn und Medizinflaschen, der in Wohlbehagen jammernd, quietschvergnügt lamentfetenb, dort oben in seinem Kranke-nstuhl saß. Wer ein? Ohr dafür hat> konnte an den warmen, gleichnräßigeni HtzitetkeitsiEen, die den ganzen Abend nicht abnahmen,' die Kuilst des« behentenden Humoristen messen. Da gab's! kettle Reißet und Schlager, keine Kgpriolett und' Grititassetrspässe. Die unvergängliche Gestalt von! Moliöres Gnaden wuche lebendig und Pallenberg sügts ans eigenem hinzu, ind,»m er den Seelen schmerz des! Hypochonders über den Bsrvat der Gattin, die väterl«che Rührung über die Liebe der Tochter in zwei überaus eindrucksvollen, tragischen Szenen ausströmen ließ. — Der geschätzt; Gast hatte ausgezeichnete Partirer. Adrienne Geßnirr, die wir längst als ungewöhttli-ches^ komisches Talent schätzen, Wolf Kwrsten, das ettfc». zückende Theatrrkinb. Luise Stillmark, Emmst Schleinitz, Nora Herbert und die anderen Mitwirkenden vereinigten sich zu einem vortrefflich7u Ensemble und Direktor Beer sorgte für eine stilvoll? Inszenierung. Es waren erquickliche Stunden. __ 0. A. Wiener Stadttheater. Bei dev krantpfhaften Suche unserer Theater nacy, Judenstücken mußte eines oder das andere früher adell später auf „Jettchen Gebert" verfallen — «s wapnicht zu vermeiden. Richtig hat das Wiener Stadt-( theater dieses ins Israelitische Übertragene „Alt-.Heidel-i borg" ausgegraben, in dem jüdische Unduldsamkeit in sind die billigsten in hochfeinen Stoffresten, Seidenrosten. Samten. Chiffonen und Futterwaren KANN & FRIED Vl»y Unke Wlcnn^ 40. Im

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