Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 996 (6.11.1921)
- Date
- 1921-11-06
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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■2U. 9V Wien. Sonntag Wiener MorKsrrzeiLrmK_6 November 192S Seite,?/ * Qualitätsware zu mähi'gan Preisen im Möbe'hans Ä. M a n n e, Wien, VII., SchottsMeldaaffe 24. (Tel. 39-1-08 ) Große Auswahl von Luxus-- und Sttlmöbrln, gebogenen Sesseln in gediegenster Ausführung. * Die Firma Hoffmann. Adle« & Co, Wien. I.. Weihbnrggaffe 18, exportieite im Monat Okkvber hanpllächlich Pappen und Drnckvapier. ist aber nunmehr auch in der Lage, große Posten holzfrei, mittelscin und Schreibpapier aller Art zu liefern. * Binnen 48 Stunden liefert das HetrenmodehauS A. Bn>. ensirin & Co.. Wien, II., Hollandstraße (früher Stephaniertrafeel 10, Herrengarderoben icncr 'ilvt narb Mab. Erstklassige Auslüi>rung aus besten englischen Schafwollstoscn tadellos ' in Schnitt und Tlnsführung bei sehr mäßigen Preisen. Gesinnungsgenossen erhallen Rabatt. Die Firma Loui« KreycziK, IN.. Landstraße Haupt« straße 70, unterhält reichhaltiges Lager an Halzbea^'eitungS-- maschinen und Elektromotoren, so mar daß die Firma euch den höchsigestelllen Ansprüchen entsprechen kann, ebenso größeres Lager von gebrauchten, jedoch garantiert betriebsfähigen Maschinen. * Da» bekannte SchnhhavS Gdi. I.. Tnchlanben 16, führt erstklassige Herren-, Damen- und GcsellsckaftSsäuche in vornehmer Ausführung, als Spez-alitiit sind Kinderschuhe in hygienischer Form. * Die große Auktion im Auktionshaus kür Alt rtnmer Glückselig. L Wärndorfer, IV, Mühlgasie fso (Saal Embai). beginnt morgen, Montag, präsisc 3 Uhr nachrniliays mit folgendem Programm: Am ersten Tage gelingen Gemäl'e auS dem Nachlaß des Bankier Kolisch und vom Dienstag der 8. bis Donnerstag den 10. d. M. der Nachlaß, des Hof'rchttrklrn öartrlmus, enthaltend chinesisches Porzellan, Mobiliar, Tertilirn, Teppiche usw., zur Versteigerung. * Eine Grenze der Te«er««g bilden die kte nen Negren. welche ermöglichen, hochfeine Stofsrestc sür An üge, Winten orte, Kleider, Mäntel. Eeidcnreste. Samte. Cbiffvne. Barchnrtt nnb Futterwaren, billiger als überall, zu veikansen bei K u n n & Fried, VI., Linke Wienzeile 40, im Hofe. * Im Modewarenhause Adolf Singer & Do.. VI.. Mariahilferstratze 39, finden Sie, trotz enormer Preissteigerungen, noch immer die besten und billigst'» Kostüm-. Mäntel- und Amugstoffe in reichster und schö ster Auswahl. W>t' Fnma und Emgang genau zu beachten. Eröffnung des Georgsbades. Wien ist um ein neues Bad bereichert. Mit allein 5?omiort her Moderne auHgestattet, bietet das neueröffnete GwigLlad einem ganzen Bezirksteil die solange ersehnte Gclegenhut, w.eder dir Gesundheit zu pflegen. Das ist umso höher anzufchlagm. da das .Baden zu Hause fast zur Unmöglichkeit geworden. Das Grorasbad, IX., ClusiuSaaffe 12, wurde mit großem Aufwand vollständig vmgebaut Mio mit Zentralheizung versehe». Es genügt nun auch den verwöhntesten Ansprüchen und ist hygienisch und modern bis in das kleinste Detail. Das Georgsbad verfügt über Wannen- und Dampfbäder, russtsche Schwitzbäder, Massage usw. und Gelegenheit zur Hand- und Fußpflege. Trotzdem sind d:e Preise mäßig, so daß die neueröffnete Badeanstalt von den Bemohnerri dr§ IX. nnd XX. Bezirke» wie mie Erlösung begrüßt wud. : Bereinsnachrichten. I ü d i f ch e T if ch g e f ell f ch a f t L a n d st r a tz e. Nächsten Do , » erstag, 8 Uhr abends- Zusammenkunft Casv GaNenbau. Gäste willkommen. --- .Hebräischer Klub, II., Taborstraße 1. Mezzanin. Morgen erfolgt die Wiedereröffnung der Abendkurse laut folgendem Programm: Montag, 7 biS 8 Uhr, M. A. W i e s e n: Hebräische' Grammatik, 8 bis 9 Uhr. Dr. N. G o l L st ei n: Mischnaitisches Recht. jDienstag, 7 bis 6 Uhr, Dr. A. K a m i n k a: Hebräische Literatur tote Mittelalters, 8 bis 9 Uhr, S. Auerbach: Moderne hebräische Literatur, ferner rin Bibelkurs. Zeit und Vortragender werden demnächst brkanntgegebcn. — Verein Erez Israel, II.. Tabvrstraße 20». Heute, V*7 Uhr, Sicha: Haawodah. Demnächst G r tz f f n u>n g eines Englischkurses. Anmeldungen werden bei der Sicha entgegengenommen. — Jüdisch-akademischer I u r ist e n v e r e i n. Heute ordentliche Generalversammlung um 10 Uhr vormittags im Bereinslakal, II., Taborstraße 1, Mezzanin. — N e'u e ch e b r 8 i s ch e Kurse. Vom Verein Ery Israel werden neue Hebraischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene eröffnet. Anmeldungen und Auskünfte im Lokal der Zionistischen BezirkSsektion Leopoldstadl, H., Taborstraße 20», täglich von V-8 bis 9 Uhr abends. — Deutschösterreichischer Bersöhnungsbund (V1U., Schlösselgaffe 13). E l t e r n- 'a b c n d, Dienstag den 8. d. M.. V-7 Uhr, Bezirksveit! etungssaal, IX., Währingrrstraße 43. Frau Dr. Maja Loehr: Die Verantwortung her Ellern gegenüber den Gefahren des ÄinoS. Gäste willkommen. — JnternatlonaleFrauenliga für Frieden und Freiheit. Montag den 17. b. M.. 7 Mr ahendS, Gisela-Saal. XXL. Frömnielgasse 42, frei zugängliche Versammlung: Internationale Abrüstung. M Pf Die ErnShrvKg. Die Lebensmittelmärkte. Leichte Gntsv«n«uns auf dem Fleischmarkte. 4 Auf dem Fleischmarkte ist gestern eine leichte E n tv-Ä'.P p a u « u p g zu verzeichnen, da sich von vorgestern aus gestern •‘^bie Preiie im Großhandel um X 20 bis 30 per Kilogramm er- ' mäßigten. Da die Beschickung des nächsten Lebeubviehmarktes nach den bisherigen Anmeldungen gegen die abgelaufene Woche bester zu werden verspricht, rst mit einem Rückgang der P r e i s e zu rechnen., Die Großmarkthalle hatte trotz der hohen Preise lebhaften Verkehr, die Vorräte reichten tür ven Bedarf vollkommen'aus. An Rindfleisch waren über 17S.000 kg, an Schweinefleisch über 30i000 kg. an Pferdefleisch Über 6000 kg angcbolen. In der Großmartthalle kam gestern rin Teil einer Waggvnladmrg Pfcrdrfleäch. das wegen beabsichtigter Schiebung unbefugter Händler konfisziert worden war, zürn Verkaufe. Der Prris betrug tür dieses Fleuch.' daS tonst im Großhandel ungefähr X 800 kostet, im Detail X 160 biS ISO. , i Gegen vorigen Samstag haben sich die Preise in der Großtnarkthalle folgendermaßen verteuert: Vorderes Rindfileisch um X 130 bis 140, hinteres Rindfleisch um K 180 b's 160, Brate: Wch um l( 160 bis 180, Kalbfleisch um K. 80 bis 100, Schweinefleisch um K 120 per Kilogramm. Hcute gatten folgende >Pre:se im Dclarlorrkauf: Vorderes Rindfleisch ä 380 bis 520. hinteres X 100 bis 560, Braten X 180 bis 600, Pferdefle sch!l( ISO bis 150, Kalbfleisch X 400 bis 520. Schaffleisch 5 SCO;li§ 400, Schweinefleisch K 620 bis 700, Speck K 840 bis 1000, Schmalz erster Qualität X 960 bis 960, Schmalz dritter Qualität X 860 per Kilogramm. Auf dem Geflügelmarkte standen Gänse. Enten und Hühner zur Verfügung, auf dem Mchmarkte waren Karpfen nnd Seefische zu rrnverändert hohen Preisen zu haben- Kur wir allein Auf den G rü n w a r e n m ä r k t e n rvar die Beschickung mit Gärtnergemüse bedarsdräend. Die Nachfrage nach inländischen Kartoffeln war irotz der gestern wieder eingetreteucn Preiserhöhung, um X 4 per Kilogramm ^ehr lebhaft, dre nach , mgostawstchen'Korloffeln ' geringer. Der Preis für inländische Kartoffeln beträgt int Großhandel K 52. ins DetailvnkaNf auf den Mäi kten X r>6, in den Bezittsgeschästen ist ein Preis von! per Kilogranmi festgesetz'. Man erwartet schon in der allernächsten Zeit eme Beff'rirng nnffrer Ka-ioffclvcrwrgnna, . da ’ größere Sendungen aus Dänemark nnd Holland unterwegs sind. Mit Tbst find die Märkte genügend versorgt. Die Preise stnd unvcrändrrt hoch. Die Eicrnot hält weiter an. Für frische Eier werden in einzelnen Geschäitcn gc'adttu. ph rnt'strsche P ene aeloidkrt. Das Knetisivuchrramt ist in melneren Fällen seacn den sich hier rutwickelnken Wnckier cingcichr>tten. Fett-und Mehlabgabe. Vom 6. Ins ly. d. Pt. wcrdcn bei den städkischnr Fettabg ibestellcn 12 6ks Margarine zum Pieise von Ü 09 gegen Llbtrennnng des Absehnites 269 der Mehl- und Fctlbezugskarte abgegeben. — Vom 6. bis 12. d. M. irnrd V« k» B e r s ch l e i ß m e h l als normal' Wochenratiou rum Kleiriverkaufsvrcis von IC 42 ver Kilogiamm abgegeben. Außer der normalen Rarron wi'd fcuncr per Pei sorr an jeden Bezuosberechtiglen n:ch Wahl '■'< nb r Vkg Blusmchl gegen Buchstaben 6 aboegeben- Der Abgibepreis für Piusmehl wurde nnl IC 831 per Kilogramm sestgc e'-t. . Preicerhöhirna der WerstsebZrtrs. Die enorrrre Steigerung ocr Meh'pre'se und der sonsti'-cir Regien in den letzten Tagrn baten dir Brolerzruger veranlaßt, ken Preis der weißen Wecken ab Montag den 7. d. M. auf ff 84 zu erhöhen- Ausgabe von Kondensmilch. Zar Verbesserung der Milchvei-sorguna dn- Kmd'r rn P'«en werden in der ^eit vorn 6. bis 19. d. M. «247. und 218. Woche! an die Kmder vom Vvllerrdeien ersten bis r.nm volle de: u z>v'i"'n Lebensjahr je drei Dosen und vom vollendeien rwei er brs zum vollendüen sechsten Lebensjahr je eine Doic ge;uckenc Kond nsmilch um tcn Preis von K 78 aus egcben. -hebräischer Schriftsteller Dienstag, 10. d. M., ‘/»S Uhr, Hotel Continental: Jüdischer Abend anlässlich der Abreise MelechRawricz’nach Warschau M i t w i r k e n d : Mali Picon und Dir. Kalich, Melech Rawicz, Dir. I. Deutsch, Alex. Chaschln. 9255 Arrangement: Konzertbureau des „Ilaruach*'. Karlenverkanf: Kasse der „Wiener Morpenzeitang“, Wien, II., Tabor- ■trasso 1, Bnehhandlnng Löwit, 1.. Rotenturmstrasse 22, Kartenbureau Aida, il., Taborstrasso 7, Buchhandlung Hasefor, IX., Grünetorgatae 21. Bühne und Kun" Raimund-Theater. Gastspiel Max Palkenstrrq. Man schüttelt sich — aber nicht vor Lachen. Der Kom ker Pallenberg bringt einem diesmal das Gruseln bei. Sein Harpagon in Moliöre-Sternhcims „Der Geizige* ist kein putziger Sonderling, sondern eine Bestie. Man würde in die Hände klatschen, wenn ihn einer der Mitspielenden um seinen Mammon brächte und ihm überdies eine Tracht Prügel versetzte, und man ist empört, dgß dieses Scheusal seine Kaffrtte zurückerhält und mit chr schlaf« gehen darf wre mit'einer Geliebten. Dieser Harpagon hat zwei Leidenschaften. Neben der perversen, geradezu sexuellen Neigung zum Golde (er berührt es, wie ein Lastergreis einen jungen Mädchenkörper) das glühmde Verlangen, seine infernalische Grausamkeit zu letzen. Man muß ihn hören, wi^ er die Folterqualen ansdenkt und aufzählt, die er den Hausdieben antun würde, und man steht ihn förmlich, wie er irinen armey, hungernden Pferden den Hafer aus der Krippe stiehlt. Nicht der amüsante Geizkragen MoliöreS, der eitt Sklave seiner toten Schatze ist, agiert dort auf den Brettern, sondern die verkörperte Geißel der Menschheit, die ste selbst über sich schwingt, die Gier nach dem Besttz. Pallcnberg spielt mehr Gternheim als Moliöre und er hat die Gestalt ausgebofielt, daß fie erschreckend eindeutig dastebt. Freilich gab es auch komische Augenblicke, vom Publikum allzusreudig ausgegrifien, als hätte es für die große^ tragische Kunst des Gaste) kein Verständnis. Aber das Ergötzliche war doch nur Beiwerk. Die Nebengestalten der Komödie, die in Sternheims Bcaibeitung keine mehr ist, waren in guten Händen. Besonders heroorzuheben Emmy Förster. 0. A. Freie f li di sc heVolksbMhn e Gastspiel im LustspieltTheater?ÄE Gott der Rache Ä'.n H K U *r E ■■3' K» IT 1« f gri Schauspiel in 4 Akten '/.8 Uhr abends " •*-' von 8. Juschkiwiisch David örossmann—Paul Saratow (Ben Zwi) «so Aus den Theatern. Im B u r g t h e a t e r gelangt morgen, Montag, „Wilhelm T e l f* zur Aufführung. Anfang 7 Uhr.^ JckQverniheater geht morgen, Mvntas, „L 0 h e ng r i n" in Szene. Anfang 6 Uhr. In dir D 0 l l 8 0 v t r geht heute^Sonntag, a t nt e n", mit Frau Gelter in der Titelrolle, tn Siene. Beginn 7 Uhr. — Morgen. Montag, gelangt „Die?, a u b e r f! ö l e" zu ermäßigten Preisen zur Anfführnvg. Den Tamino singt zum ersten Male Herr Fälbl. Beginn -7 Uhr. — Der w.eitere Spielplan lautet: Montag. 7 Uhr, „Dre Zauberflöte". (Ermäßigte Preise.) — Dienstag, 7*6 Ubr, „2>te Meistersinger von Nürnberg". (Sacks — Herr Kammersänger Alfred Jerger vom Overntheater als Gast.) — Dtttiwock, >/,8 Uhr. ^Madame Butterfly — Donnerstag, 7 Uhr. .^Genesiuö". — Freitag. l/2S Uhr, ^Die Entführung ans dem Sera l". 7- Samstag, 7 Uhr, ^.D>e Fledermaus"; ün 1!..Äkr: Austretrn Josma Selim — Dr.Ralph Benatzky und Tanzeitilagen der Primaballerina de- OperntheatÄ Elsa Strohlrndorf. ' - .yin 0 q « n.n• r r 0 u p n e a 111 hübet morgen Montag. Ine 180. Aufführung der Operette ,D i e Tanz g r a fr n statt. . . R e « c n W i e n e r B Ü h n e findet Montaj um /,! Uhr abends zugunsten des Ferralsonds der einmalig^ ° u r b e e i \ tj Ka.lm u s" statt. Im zweitem Akt er sckemen ber Frnr'Kalmus (Gistla WerbezirN als Galle Iosmr Scllm, Na'vl) VeyMH. Elsie Allmann, Heinrich Eisrndach unl Paul Morgan. In der R 0 l am d»B ü h n e. (Jüdische BühneV H.» P>ntcr^ . straße 95. gelangt heute um 3 Uhr nachmittags h a sie d k e I e s 0 j m e", Drama von Gordin, zur Aufführting. Uni '^8 Ubr abends wird A. Schors Schwank „A M 0 j d m i' 's e j ch l", mit Malt Picon und I. K a l i ch, gegeben. > . Berichtrarrnß. Im gestrigen Referat über die Freu ) iüdlsche Bolklbüime soll es richtig heißen: »Wir hätten uns. freudig mik dreien un'ebibar Iöstlichen, ursprünglich cctjtcß G e st c ,r (nicht Gestalten)' begnügt". Neue Wiener Bühne. ^Bettv Kalmus" wurde an di-.sei . Bübne zum 76. Male vor vollem Hause g'rspielk rmd erweck - nach wie vor stürmische Heiteikett. Iittbesondere Frau Werber zirk versetzt das Publikum in sröhlickiste Laune. ' . Die CaneorLia-VorfteKurrg des MosLanev K-rniire»« theaters. Die große Rovilät. mit welcher das Moskauer ruisiselus Künst!erlbeate>.- sein Statttheater-Gastspics deschlüß!. das Effektt draina von Knut H n ni s u n. „V f>'in. Teufel geholt' s„Jn den Klauen des Lebens") verspricht einen Theaterabeni! reich an Spanmnigen. Die Besetzrmg der als Ve'anstaltuuc des Journalisten- und Schrfftstellervereines ^Csucordia" übermorgen (Dienstag) im S'aditbcattr als -Wiener Uraufführung in Szene gehenden Gesellschaftskomodie ist folgend:: Der alte Gible — M, M. Tarchanow. Seine Frau Itüiang/ vormattoe Barielecdiva—O. L. Knipver-Tschechowa, Peer Bast—W. I. K a t i ch a l 0 w, Alerander Blumenschön-?' I. N. B e r s t n c vo, Fröcken Fanny Normann—A. K. T a r a U s 0 w a, Fredrtk'en-N. Q. M ä s s a l r t r n ö w. Herr Maffalitinow stellt einen Neger dar Die Regie leitet Herr K. A. Mardsanow, die Entwürfe zu den vollständig neuen Bühnendekorntionen stammen von dem bekannten ruffischen Maler I. I. K r e m i s l a w s k y. Die Nachfrage nach Karten für düse, großem Jntcrefie beaeonende Vorstellung ist eine so rege.r daß einzeln' Kategorien berens vollständig v^rartfien sind. De^- Verkauf wird an beiden Taoeskaffcn des StadtthealerS (Theatrx». gebände nnd I., Notenturmstraße, Basar) fortgesetzt. H Die Sakschr Philharmonie i« Prag aufgelöst. Wir uns ans Piag, aemeldct wird, bat sich die berühmte Sakichr Vtiilharmonie infolge Indolenz ' des Publikums aufgelöst. Das Occhestcr, das gegen den Chauvinismus in der Kunst ankümpfle. hat sich >m Vorjahre durch eme Kunstceise .durch Deutschland viel ehrenvolle Beachtung erzwungen. .; - . V- Waaner in Antwerpen. Zum ersten Male seit 1914 hat dieser Tage in Belgien wieder eine deutsche Opernvorstellnng siattgefundeN, und rwar durch die flämische Oper in Antwerpen. Gesp'elt wurde „Der fliegende Holländer" in flämischer Sprache-- Die Direktion kkkydigt^ auch ^Lohengrrn", „Tannhäuser" und „Trrstan* an. Dle Besetzung der Hauptrollen war aber laut Kritik der Presse sehr schlecht. Abend für jüdische Literatur. DienStag den 10. d. M. um V-8 Uhr abends findet im Hotel Continental, H., Tabvrstraße 8, ein vom Konrectbureau des H a r u a ch im Auflraa des K l u b s j ü d i s ch. - h e b r ä i s ch e r Schriftsteller veranstalteter großer Mischer Abend statt. Mitwirkcnd: Mali P r c 0 n, Meilech R a w i c z, Direktor Isaak Deuts ch, Jakob Kalich und Alexander.C h a s ch i n. Karten sind zu haben: „Wiener Morgenzeitung , H., Taborstraße 1/3, Buchhandlung Löwit, I., Rotenturmstraße 22, Kartenbureau A'lda, U., Taborstraße 7, und Buchhandlimg Hasefer, IX., Grünetor-afse 21. DaS Hohe Lied. Montag den 14. d. M., 7 Ubr abends, wird im Kleinen Konzerthaussaal Oberrabiner Dr. C h a.j.e s über daS Hohe Lied sprechen. Hernach wird Frau Miriam G ch n a b e l - H 0 e f l i ch das Hohe Lied frei aus dem Gedächtnis rezitieren. Ein Kartenverkauf zu dieser Veranstaltung des Jüdischen Museums und des Kouzertbureaus Haruach wird nur in beschranktem Maße stattsinden, weshalb eS stch empfiehlt/ Kartenvormerkungen an der Kaffe der ^Wiener Morgenzeitungsofort durchführen zu lassen. Gerichtssaal. Die Geldentwertung vor dem VerwaU . r.;?- gerichtShof. Li« Besteuerung fiktiver Gewinne. F Der VerwaltungSgerichtShof hatte gestern über die Frage z» entscheiden, ob bei Bemrffung von Steuern und Abgaben auf die gegenwärtige, ganz außerordentliche Geldentwertung Rücksicht zu nehmen ist. Dem Wiener Rechtsanwalt Dr. Otto K i l ch e r war auf Grund der «bgabrordnung. betreffend der Einführung einer Gemeindeabgabe vom Wertzuwachs von Liegenschaften, eine WertzuwachSabgabe von X 7096 vorgeschriebe» worden, weil er seine Villa in der PötzleinSdorfer Aller, die er im.Jahre 1913 um X 93.000 gekauft, im ^Juni 1918 um X 170.000 verkauft hatte. Sem dagegen ergriffener Rekurs, in welchem er geltend macht, daß der Wertzuwachs im Hinblick auf die Geldentwertung ein nur fiktiver sei, wurde mit der Begründung abgrwiesen, daß in keinem der Gebühren- und Steuergesetze eine Bestimmung über eine Rückfichinahrne auf Geldentwertung enthalten sei. Nunmehr erhob Dr. K i l ch e r gegen die „Kommission zur Entscheidung über Beschwerden gegen die Bemeffnng der Gemeindeabgabe vom Wertzuwachs* die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof, vor welchem heute unter Vorsitz des Präsidenten Dr. Schuster die Verhandlung hierüber stattiand^ Der Beschwerdeführer erklärte, er «olle nicht gegen die Wert« zuwachZabgabe als solche, die er als eine der gerechtesten Steuer» ansehe, Stellung nehmen. Allein es könne doch nur ein faktischer und nicht ein fiktiver, nur durch die Geldentwertung cn!- standener Wertzuwachs besteuert werden. Ganz ausdrücklich werde dir Wertznwachsabgabe vom „Wertzuwachs", also von der w i r! l i ch e n Wertsteigerung der Realität, verlangt. In Hinblick auf die valutarischen Berhälhnffe müsse Beschwerdeführer es au!s allerentschiedenste bestreiten, daß die X 170.000 vom Juni 1918 mehr oder auch nur ebensoviel wert waren wie die sind die billigsten in hochfeinen Stoffresten, SeidenfCAIili & FRIEDi rasten, Samten. Chiffonen und Futterwaren MU unhe wiem«n« «. >« woiei