Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 995 (5.11.1921)
- Date
- 1921-11-05
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Att. 39» Wien. Vamsrag Malzgasse, vom Vorstand restlos bew tliftt wo den. so daß die geplante Einstellung des Betriebes durch die Lchnr unterbliebt. i * Hebräischer Klub» II.. Tabor strafte 1. Montag den 7. d. M. «folgt die Wiedereröffnung der Abendkurse, die der Vertiefung, in den Kenntnissen der hebräischen Sprache und Literatur Limen sollen, mit folgendem Programm: Montag, 7 bis 8 Uhr, Hebräische Grammatik, Vortragender Mordechai Wiesen;, 8 bis 9 Uhr, Mischnaitisches., Recht. Dr. Nissan Goldstein. — Dienstag. 7 bis 8 Uhr. Hebräische Literatur des Mittelalters, Dr. Aharon Küminka; 8 bis 9 Uhr, Modeine hebräische Literatur, Saloman Auerbach. Ferner ein BiüelkurS; Zeit und Vortragender werden demnächst bekanntgegeben werden. Einschreibungen ab 5. d. M. und bei Kurs-, beginn im Bereinslokal- * Die „Aelchspoft" und die „Wiener Stimme«" in der Tfchecho-Slowakei verboten. Aus Prag wird gemeldet: Der Wiener „Rrichspost" und dem Abnitblatt! „Wiener Stimmen" wurde durch Beschluß des Ministeriums deS Znmrn der, tschecho-slowakische Postdebit enkozen. Die Ursache Dieser amtlichen, Maßnahme waren wiederholte Artikel dieser Blätter über die Verhättniffe und Erügnisse in der tschechoslowakischen Republik und ihre Angriffe gegen die tschechoslowakische Regierung und die tschecho-slowakischen Behördcn.! * Lese- «nd Redehalle jüdischer Hochschüler. IX., Türkenstraße S, 7 Uhr abends Konzert. Vortrag von A. H.Doktor Hirsch! über „Keren Hajcssod" und Bericht über den Parteitag. * Steuervoreinzahlunge». Die bei den Steueradnnmstrationen in Wien errichteten Auskunstsstellen sind nicht bloß während der Pirteienverkehrsstunden (12 bis 2 Uhr), sondern während der ganzen Amtszeit geöffnet.; * Eine Spende von drei Millionen Kronen. Herr 'S. Edelstein, ein in Holland ansässiger Oesterreicher, hat drei Millionen Kronen zur Förderung der Volksbildung und für Mittelstandszwecke gespendet. Der mit der Verteilung betraute Stadtrat Brritner hat eine Million, dem Verein zur Schaffung von Mitrelstandserholungsheime», je X 600.000 dem Wiener' Volksbildungsverein, Bolkshnm, , dem Verein , Zenttalbibliothek und X 200.000 der Urania überwiesen. Hoffentlich erinnern sich, gemahnt durch dieses schöne Beispiel, alle im Ausland lebenden und zu Wohlstand gelangten Oestcrreicher ihrer alten Heimat. * Monarchistische Kundgebung. Für das gestrige Namensfest des gewesenen Kaisers Karl .hatten die schwarzgelben Legitimisten eine Fahnenweihe geplant. Diese ist aber unterblieben. Dagegen haben die Monarchisten sich in größerer Zahl bei der alltäglich in der Kapuzinerkirche abgehaltenen Messe ' ungesunden. Es waren aber nur sehr wenig Ofstziere in Uniform anwesend und ebenso siel das Ausbleiben der Mitglieder der .diesigen ungarischen Gesandtschaft auf. Es kam zu keinem Zwischenfall. * Grenzreguliervug dev Bezirke 2 und 21. Zwischen!dem 2. und dem 21. Bezirk ist ein Grenzstreit entstanden. In der letzten unter Vorsitz des Bezirksvorstehers Max Berdrczower stattgesundenen Sitzung der Bezirksvertretung Leopold st adt brachte der Genannte eine Zuschrift der Magistratsabteilung 49, betreffend den Antrag der Bezirksvertretang Floridsdorf wegen Grenzregulierung der beiden Bezirke, zur Verlesung. Der Anttag^ geht dahm, daß die Angliederuug wenigstens des G r o H e n B r n ck h a u f e n S an das Verwaltungsgcbiet des 21. Bezirkes zu erfolgen habe. Hierüber entspann sich eine lebhafte Debatte. Es wurde endlich beschlossen, daß gegen b:e Angliederung des Großen Bruckhanfcns seitens der B.rzirksvertretnng kein Anstand erhoben werde, und soll dir Grenze hinter den Bädern gezogen werden. * Wie»«» Gemeiuderai. In seiner gestrigen kürzen Sitzung bewilligte der Gemeinderat dem Albrecht-Dürer-Bund anläßlich seiner im November d. I. statrfittdenden Jubilaumsausstellung eine» Ehrenpreis von X .10000. * Die Frachte»abgabemagazi»e Wien-Westbah». Hof. Zur Beschleuniguna der Güteralmahm: aus den Frachtenabgab-magazinen der Siation Wien-Westbähnhos werden die Dienststunden in diesen Magazinen auf d>e Dauer der schwierigen Verhältnisse in dieser Station um eine Stunde das ist bis 17 Uhr 30 Minuten, verlängert. * Grvtzer Taschendiebstvhl. Gestern wurde in einem Straßenbahnzug der Lrnie „B" ans der Fahrt vom Echottenring zum Praterstern dem Siegfried F l e s ch, Korrespondenten, eine schwarzlederne gerippte Brieftasche mit zwei Fächern, enthaltend 60.C0Q deutsche Reichsmark rn ’■ 8 Notnr zri je 1000 Mark, 1? zu 100 Mark und Noten zu 50 unv 20 Mark, gestohlen. * MiÄiöuemdirbe. Die Grazer Polizeibehörde verfolgt wegen Diebstahls von Schmuck im Werte von mehreren M i l l r o R t it den 18jLhrigcn Erik Petsh und den 16sahrigen Franz Fuczik. Petsri ist groß, schlank, blond, hat kurzes gestutztes Haar und, trägt braunen, grünkarclerten Amu-, dunkelgrünen Hut, Fuczik ist mittelgroß, schlank, hat volles, blasses Gesicht, ist hartlos und hat geldliche, schlecht gepflegte Zähne, kurzes Haar, trägt dunkelgraurn Modeanzug, grünbraunen lttberzieher, dnnkelgrünen Hut, dunkelgestrickte Binde. * Diebstahl an der Technischen H»chsch«le. Am L d. Mwurden im Gebäude der Technischen Hochschule zehn Quadratmeter platinirrtes Kupferblech im Werte von K 300.000 gestohlen. * Aeapia. Heute, Samstag, V*3 Uhr (Großer Saal) Schülcrvortrag: „Die Nibelungen". Kinematogramme. — 5 Ulir (Großer Saal): Shacktetons Südpolexpedition. — 6 Uhr (Kleiner Saal) Universttätsdozent Dr. Oswald Schwarz und Universitälsdozrnt Dr. Bernhard Aickner: Der Sexnalavvarat des Menschen, — V-6 Uhr >Kni slaal) Professor Dr. Rudolf Slandenath: Volkstum und Sage rm Spiegel der denischrn Sprache. U. — V,6 Ubr(Klubsaal)UniversitätslektokMarius Fabec: Rednerschnle, X. — ‘/»8 Ubr (Großer Sa«!) zum ersten Male: Der Kampf mit dem Berge, I. In Sturm nnd Eis. — '/,8 Uhr (Großer Saal) Anton Amon: Ans Karl Stielers Schriften.— V.,8 Uhr sKurssaal) Hofrat Professor Dr. Eugen Schwiedland: Geld und Währung, I.—*/s8 Uhr (Klubsaal) Professor Dr. Oswald Rosst: Sexualpädagogik, V. - Neubauten für die Leipziger Frühjahrsmesse. Wie wir erfahre», beabsichtigt die im Zentralperband der deutschen elekrotechniichcu Industrie zuwmmengelchlossene ElektrizitätSivdustrie, auf dem Gelände der technischen Messe in Leipüg eine neue große Halle zu errichten. Der Verein deut'cher Werknngmaschinensabilkeu hat bereits für die Frühjahrsmesse 1923 einen erheblich größeren Raumbedarf angemeldet: es wird deshalb mit Hilfe eines vom Verein zur Verfügung qestelllcn Baudarlehens das System dei Betonhalle dm ch einen Neubau erzürnt. Außerdem wird per sucht werden, dem Verein eine weitere, bereits vorhandene Halle zur Verfügung zu stellen. Bereirrsnachrichten. S e n i o r e n v e r b a » d der Z. M. V. Sonntag, ■/all Uhr, IX., Nußdorlerstraße. 61. ~ Hebräischer Klub, II., Taborstraße 1, Merzanin. Heute, V*8 Uhr abends, spricht Salvmon Auerbach Übet „Die Schönheiten des I a f e t h". Hebräischsprechende wiWvmmen. Hier auch Einschreibungen für die Abendkurse. — JüdiicherFrauenbund, IX.,Liechtcnsteinstratze 1t/13. Leute, \U7 Ute Wb er Ra>avort-Mle>es Bibelvortraa (Kohelekb). <Näste willkoimum., — Jüdisch-akademischer I u r i st e p v e r e i n. Marg'tt. 10 Uhr rorm'ittags. v'kentliche Generalversanlmlung rm Acre nstokil, U., Taborstraße 1, Mezzanin — I u a e n d v e r e i n N r ß Z i o n a b. U., Lasmklestrak-e 179. Gasthaus „zum Kleeblatt". Heute, 7 Uhr abcnds. Erössnnngkabcnd im neuen Herrn. Gäste willkommen. — Jüdische V o 1 k s b i b l i o t b e k Zion, U., Glockengasse 80. Hrulr. 4 Uhr nachmittags. Aukschnßsitzung. — Verein E r e z Israel, U.. Taborstraße 20a. In^ dm nächsten Tagen bearnrit ein neuer ÄntängelkurS für Hebräisch. Anmeldungen für diesen sowie b'e bereit bestehenden täglich int Bereiuslolal lon *A8 bis 9 Uhr. Heute, i tll)", wichtige Ausjchußsitzung. — Verein jüdischer Hörer an der Hochschule für Bodenkultur. Heute, 2 Ub>', U.. SchissamtSgasse 16, Ecke Kleine Schissgass". Geueralvcrsanimluug. — I u a e n d g r u p^v e A s r a. ll. Stuwerstreße 1. Heute, 7 Uhr, Komiteesitzuug. 8 Uhr Mitgliederversammlung. Montag den 7. d. M., Ubr abends. Organisationsausschuß. — Sephardischer Akademisch er Verein »Eiperanza". Heule, 8 Ubr abends, rm Caf6 Theater (vor der Volksoper> auüerordmtliche Gereralocrsammlung. Hiezu werden alle Mitglieder sowie alle sephardischen Studenten, Vereine uud Korporationen cin^eladen. — ZionistischeBezirkssektionBriglttenan. Heute, 7 Uhr abends, im Vereinslokal. C»fä Magnet, AuSschußsitzung. Konstituierung, Bericht vom Parrenag, Evenlnelles. Die Ernährung. Die Lehensmittelmiirkte. Die Fleischwucherru an her Arbeit. — MangelhasteS An-ebot. — Rechender Absatz. Die Teuerung auf dem Fleilchniackt hat gestern weitere Fortschritte gemacht und nährrt sich bereits dec Katastrophe. Es verteuerten sich \rt der Großmarklhalle fast alle F l e i s chattun gen im Groß- und Kleinhandel sprunghast. Das «gebot war überaus mangelhaft und trotz der enormen Preise fanden die Vorräte derart reißnrden Absatz, daß um die Mittagsstunde so ziemlich alle Stande geleert waren. Int Engrosverkehr vertmrtteu sich RindSbraten und Rindsinnereien vm X 50, Frtifchweine um X 60, Knlbssrisch mm X 35. Kälber und Ziegen um X 20, Schafe, Fleischschweine, Lämmer und Pfepdelleisch um je X 10, Speck und Filz um X 80 per Kilogramm.' Die vorhergesehene Wirkung im Detailvrrkehr trat leider berirts m Erscheinung, indem sich auch hier die Preise weffntlrch höher gestalteten. Schaffleisch, das bisher als verhältnismäßig billraes Fleisch flotten Absatz fand, wurde gestern in Ausnützung der Konjinktur gleich um X 180 per Kilogramm rn die Höbe gesetzt, sodaß sich 1 dg auf X 280 bis 400 stellte. Schweinestersch vertemrte sich um X 80 per Kilogramm und kostete in der Großmarkthalle,X 560 bis 680. Kalbfleisch ist im Kleinharidel um X 20 per Kilogramm gestiegen. Vordeiek Rindfleisch wurde' im X 20, hinteres um X 40, Btatenfleisch um X 20 per Kilogramm im Kleinhandel hinanfgesetzt. Vorderes Rindfleisch kostete bereits X 350 bis 520, hinteres Rmdfleiseb X 400 bis 580, Bratniflrisch X 550 bis 600 per Kilogramm. Speck und Filii wurden um X 80 auch: im Detailhandel hmaufgeletzt und kosteten 1 940 bis 1080 per Kilogramm. An Rindfleisch waren insgesanlt 152.000 Kilogramm angeboten, an Sö-weinefleisch standen in der Großniarktlralle 26 000 Kilogramm zur Verfüginig. Mit der Bahn sind gestern zwei Waggons nnt 5-9 t Pferdefleisch aus Jugoslawien und ein Waggon aus Oberöstcrreich m»t 31 t Kälbern und Schafen angekommen. Auf den Grüuwarenmärkten waren die Zufuhren von Gärtnerwciren ziemlich knapo ansgefallm, dagegen reichten die Vorräte an Feldg-müse aus. Kartoffeln inländischer Herkunft waren auf dem Nwchmarkt nur in bescheidenen Mengen vertreten, dagegen waren die Ankünlt' iugoslawiicher Kartoffeln etwas besssr ausgefallen. Vor den Standen, der denen dir „billigeien" inländi'cben Kartoffeln ieilqehalten muiden, bildeten sich wieder lange Anstellrrihen. Die Nachfrage nach W r u ck e n ttnh Burgunderrüben war infolge'der enormen Prüfe der Qualitätsgemüie viel lebhafter geworden, doch stellten sich Wrucken nnd Burgunderrüben im Detailtiündel bereits aus X 22 bis X 28 per Kilogramm. Italienische Zwiebeln kosteten ans dem Nai'chmarlt im Detailhandel bereits X 175 per Krlogrmnm, Karotten stellten sich aus K 45 Ws X 5f> per Kilogramm. Heuriges Sauerkraut kostete X 72, vorjähriges X 24, Häupterkcaur X 34 bis X 36 auf den Märkten/ 38 in den Berrksge'chästm im Detall. Gestern wurden auch Zitronen, das Stück zu & 12 bis X 20, auf dem Naschmarkl verkauft. Der Absatz gestattete sich schleppend. Eier fehlten auf den Märkten. Kliit) Schriftsteller Dienstag, 10. d. M., V,8 Uhr, Hotel Continental: Jüdischer Abend \M i t w i r k e n ä: Mali Picon und Dir. Kalicb, Melech Rawitsch, Dir. I. Deutsch, Alex. Chaschin. 9a55 Arrangement: Kon^ertbureau des nHaruachn. KarlauTerkanf: Katsa der .Wiener Mor?entcitnn?‘, Wion, II., Tabor- •iranse l, Bnciihaccilung Löwit, I.. Ro'.entnrmatraese S2. Kartenbnroaa Aida. Jl., T4borB(ras»e7, Bnohhandluny Haseter, IX., Grünetorganse St. Freie fUdiache Volfcsbültii^- Gastspiel im l-ustspleltlieater. Heute» DER KÖNIG SSSS David Grossmann—Paul Bnratow (Ben Zwi) Anfang 7 Uhr «so Ende nach l/*10 Uhr Bühne und Kunst. Freie jüdische Volksbühne. ^Süisongaittpirl im Lustlpieltheater.) (tZum ersten Male: '„Der König", Schauspiel in vier Akten von S. Juschkiewrtsch.) Diesmal ist der Referent mit dem Herzen nicht bei'der Sache And seines Amtes gar nicht froh, sa gvoß auch der Mblikumsersolg der Premiere waro. viocemocx iyzi vene stz. Er tveiß (wer weiß das nicht?), daß die Freie? jüdische Volksbühne fast jedesmal ein Hindernis $uj irehmetr hat, bevor st; für ihre Kunst werben darf: die' Minderwertigkeit des Stückes, bas sie gewöhnlich spielt^ Aber muß sie deshalb dieses Hindernis so hvch> türmen^ daß man schließlich darüber nicht hinweg kann, muff sie just internationale Dutzendware herausbringen, die,- in hundert schlechten 'Variationen, nach Hauptmanns' „Weber" fabriziert, über alle Bühnen geschleift wurde und heute glücklich vergessen ist? Ist es der Ehrgeiz? dieser liebenswerten jüdischen Gemeinschaft, berühmt zu sein, durch Kunst der Darstellung und — Unverdaulichkeit der Dramen, die am Spielplan stehen?. Die Wahl dieses Efssktstückes, das die Gegensätze Kapital and Arbeit, Geldsack und Hunger „h>rrausarbeitet", ist durch die Bombenrolle des Helden, durch den Anlaß,' einen Armeleut-Akt fabelhast zu inszenieren, und durch den Anreiz, ein; ganze Schar von bunten Figuren in Bewegung zu setzen, bei Gott nicht gerechtfertigt. Wäre es nur dann, wenn die' Mitwirkrnden und der Spielleiter Gelegenheit hätten, jeder einzeln und alle M sammen ostjüdische Wesenheit zu zeigen, weshalb die schlechteste Gelegenheitsarbeit unter den 70 Theaterstücken Gordins für diese jüdische Volksbühne noch immer hundertmal wertvoll,rr ist als dieses M-achlwerk. Herr Baratow (Ben-Zwi) spielte einen reich, gewordenen Kraftkerl vortrefflich^. Dieses >Lvb müßte ihn kränken. Sonst gestaltet er — diesmal spielt er ausgezeichnet Koniödie. Damit wir uns verstehen: Hans. ■ Marr oder Eugen Klopfer hätten diese ^Figur gestaltet.! Er mußte sie spielen. Frau Deutsch hatte eine Art Frau Hütt aus dem russisch-jüdischen Kapitalistenmili.ru \ zu mimen. Statt,einen Stein aus der Felsenschicht gu; brechen, holte sie einen Mbel aus der Börse und schmiß! ihn der darbenden Schwester^ vor die Füße. Wo sie! ans eigenem dazugab,.d-en Mann zu sänftigen suchte,! über ihren Jungen entzückt war, den Schwiegersohn! zu durchschauen suchte, war sie uns am liebsten. Wir! hätten uns freudig mit diesen unfehlbar köstlichen, ursprünglich echten Gestalten begnügt. Das rassige, voll-, blutige, von des Gedankens Blässe nicht angekränkeltes,' Fräulein Körner ward verurteilt, eine komplizierte-! Natur vorzuführen.' Als sie im Schlußakt die Maskr! fallen lassen durfteatmeten wir auf. Frau Natau> mußte ihre Leidenschaft au eine unmögliche Episode der-! schwenden. Ihre Glut war flammend,, die Szene! widerlich. * '! * x Aber wo die Akteure Boden unter den Füßenspürten, gab es Höhepunkt». Benzion Stgall tm& der feine Michael Preist schufen köstliche Gestalten. Klara Tarlvwska und Adolf Jablvnski waren? ganz hervorragend — mrd Jona Reißmann stand' ans der Bühne! Um das Stück zu vergessen, studierten'^ wir, wie biefer Eigenartige unvergleichlich mit Händen und Fingern spricht, wie er sich jede kitschige Sentimentalität mit überlegenem Lächeln vom Leibe hält' Wir kamen auf unsere Rechnung. Das Publikum jubelte, wird dem „Zugstück" wohl noch oft zujuveln. Wir gingen verstimmt nach Hause -0. A.‘ Aus fcett Theatern. W o ch e n s p i e l p l ci n d e s B « r g t h t a t c r $.*! Sonntag, 2 Ubr, „Viel Lärm und nichts", 7 Ubr, „Macbeth". —: Montag. 7 Uhr, „Wilhrlin Tcll". D-cnstag, 7 Uhr,l „Pygmalion". — Mittwoch, 7 Uhr, „Nathan der Weise". — > Donnerstag, 7 Uhr, „Und Pippa ranzt". — Freitag. 7 Uhr,! „Vorm Tode" — „Von ihm alle Tugenden" — „Die Heirat wider Willen". — Samstag, 7 Uhr, „Und Pippa tanzt".; W o ck e n s p i e l v l a li d e s Overntheaters.! Sonntag. 7 Uhr, „Wda". (AnmeriS — Frl Mar>a Oltzewjka^ vom Stadtthrater in HambnrK. D'da — Frl. Vera Schwarz von der Berliner Staatöovec als (BciftO — Montag. 6 Uhr, „Lohengrin". — Dienstag, 7 Uhr, lzn erhöhten Preisen) „DerTroubadour".^ lLeonore — Frl. Vcra Schwarz von der Berliner Staatso'ver,^ Azucena — Frl. Maria Olizewska vom Stadttheater in Hamburg als Gälte.) — Mittwoch, 7 Uhr, „Violetts* (La Traviata). (Bistetta — Frl. Charlotte W.mder als Gast), — Donnerstag, V>7 lltrr, ..Carmen". (Carmen Frl. Maria Ollzewsk«, vom Sradtthcater m Hamburg als Gast. — Frei'ag, 7 Ubr (bei aufgehobenem Jahres- und eingeschränktem S>ammsttzabonnement. zn besonderen P.eittn) „Rrgoleito". (Gilde — Frau Marie Ivogün von dec Berliner Staatsopcc als Gast.) — Samstag, V*7 Uhr, ■ bei aufgehobenem Jahresabonnement, kein Kartenverkauf) ^Die Königin von Saba"! W o ch e n s p i e l v l,<r n des D e u t s ch e n VolkstheaterS. Sormtag V-3 Uhr tAbendpreife ohne Vormerkaebähr) „Flamnie".7 Uhr „Ander Barriere". — Montag 7 Uhr „Der Pfarrer von Kirchfcld". — Dienstag 7 Uhr „Frühlmgs Erwachen". Mittwoch 7 Uhr „An der Barriere". — Donnerstag V*7 Uhr m Feier von Schillers Geburis'.ag (um rriszeniert) „Die Räuber". — Freitag V27 Ubr (kein Kaiteuverkaus) „Die Räuber". — Samstag Va? Uhr „Die Räuber". Wo ch e n sp i e l p l a n der K a m m e r s p i e l e« Sonntag V-11 Uhr vorm. (Wohltat'akeits-Matinee) „Jugend*, */s3 Uhr (neu einstudiert) „Liebelei". 7 Uhr „Die fünf FeankM fnrter". — Montag 7 Uhr ..Am Teet-sch". — Dienstag 7 Ubr „Der gute Rnj". -- Mittwoch 7 Uhr „Die fünf Frankünter", Donnerstag 7 Uhr „Der gute Ruf". — Freitag 7 Ubr (kein Kartenverkauf) „Liebelei". — Samstag 7 Uhr „Am Teetiick. — Täglich (mit Ausnahme von Freitag) 10 Uhr als Nachtvorstellung »Die unberührte Frau". W o ck e n s p i e l p l n der Reuen Wiener Bühne. Täglich (mit Ausnahme Montag), abends 7 Uhr, „Vetty Kalmus", mir Gisela Werbrzirk als Gast.— Montag den 7. d. M.. V,7 Uhr. „Jour bei Betty Kalmus*. — Ab Dienstag den 8d. M., täglich 7 Uhr, „Betty Kalmus", mit Gisela Werbezirk als Gast, täglich 10 Uhr abends (Nachtvorstellung). „D as Mädchen mit der» Gäusefuß". -- Sonntag, «achmtttags 3 Uhr, „Die Lokalbahn" und „Die kleinenBerwandten*. In der V o l k s o p e r gelsngt heute, Samstag, unter der musikalischen Leitung von Direktor Felix Wemaartnee 'iNeverbeers „Robert der T e u s e l", mit Herr» Ritters-«