Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 992 (2.11.1921)
- Date
- 1921-11-02
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Te8e A - Men,. Mittwoch Der Exkönig und seine Frau sind bereits aus Tihany abtransportiert worden. Miuister des Acußerir Graf Bansfy wurde gestern vormittags Oom englischen Gesandten Hohler in Kenntnis gesetzt, daß nach einer Mitteilung des Kommandanten der D-onauflvttille in Baja König Karl und Königin Zita sich an Bord eineenglischen Monitors auf der Fahrt nach' der unteren Donau befinden. Im ,^8udapesti Hirlap" befaßt sich Graf Apponhi mit der Frage der Absetzung der Habsburger. Er müsse, schreibt er, gegen rede fremde Einmischung Stellung nehmen, zumal diese weit über die Bestimmungen des Vertrages von Triarion hinausgehe. Jede Forderung, die nicht im Friedens- Vertrag enthalten sei, bedeute ein einseitiges Machtgebot, rohe Willkür und offene Leugnung der Souveränität Ungarns. Den 'Schutz der staatlichen Unabhängigkeit gewähre auch der Völkerbundvertrag, 6em* zufolge Ungarn seit dem. Inkrafttreten des Friedens- , Vertrages alle Rechte der Zugehörigkeit zum Völkerbund genieße. Der- Völkerbund vertrag schreibe jedoch! die verpflichtende Inanspruchnahmeeines Schiedsgerichtes in allen Streitfragen vor. Das Ultimatum der kleinen Entente verstoße daher offenbar gegen den Völkerbundvertrag. Es stehen daher, schließt' Graf Apponhi, große m v r a l i s ch e Kräfte Ungarn zur Verfügung, die, in der einen oder der anderen Form' benützt, unbedingt erfolgreich sein müssen. ' Seit Montag weilt der ehemalige österreichische Bundespräsident Dr. Renner in Prag. Seine Ankunft hängt offenbar mit. dem gemeinsamen -Vorgehen der sozialistischen Parteien gegen die Habs-' burgische Restauration zusammen. Dr. Renner hat im Lause des gestrigen Tages Beratungen mit den Fraktionen der deut schen Sv zraldemo kraten un 8' den tschechischen sozialistischen Parteien gepflogen. - Boroviezeny verhaftet. Budapest, 1. November. Wie die Blätter melden, wurde Legationssekretär Baron Boroviezeny, der bekanntlich den König auf seinem Flug von der Schweiz nach Ungarn begleitet hatte, verhaftet und in das Gefängnis des Budapefter Landesgerichtes gebracht. Die ungarische« Legitimisten gegen eine Auslieferung Exkönigs Karl. Der ,B e c s i Magyar U i f a g" berichtet a»S Budapest: In polnischen Kreisen bezweifelt man die Aufrichti-keit der Ausküillte, welche dre urWrffche Regierung über die Reise des Grafen Apponhi nach Kloster Tihany gegeben hat. Graf A p p o n h i ist der-neuerWihrer der^Le-gilimisten und dürfte dem Kaiser keinesfalls zureden, abzudanken. Die - Lrgitlmisten, deren Führer Karl Huszar mit Apponhi rme lange Konferenz hatte, erllären, daß sie niemandem erlauben werden, sich in die innere» Angelegenheiten des Landes einzumischen, uud daß sie gesonnen sind, derariige' Versuche der großen oder gar der kleinen Entente m.t Waffengewalt zurückmschla-en. Die Leg.timisten planen, den König zu befreien, ihn «ach der Burg' in Ofen zu bringen, rin Kabinett Apponhi einzusetzen uns auch einen Krieg gegen die kleine Entente nicht zn scheuen. Mit der Militärischen Durchführung dieser Pläne soll Feldmarschalleumant' Lukas sich betraut worden sein. Eine Majorität für de» von der Regicrung vorbereiteten Gesetzentwurf bezüglich der Entthronung aller Haisburger, der in der kommenden DonnerStag statlsiu»enden Sitzung der ungarischen Nationalversammlung beschlossen und inartikuliert werden soll, ist zur Stunde noch nicht gesichert. PslitischeRundschau. General Averescu in der Bukowina. Die jüdische« Forderungen. Aus Czerno w itz. schreibt uns unser Berichts.. erstattet: Am 16. Oktober traf der Ministerpräsipznt in Begleitung zweier Minister in -Czernowitz ein. Die Bevölkerung bereitete dem Regierungschef einen schönen Empfang. Unter freiem Himmel sprach dev General en einer tausendköpftgen Menge. Er überbrachte der Bevölkerung des Landes eine politische Botschaft: Der Ministerpräsident wünschte die Bevrinigung der Nation im geistigen Sinne, verdammte den Separatismus in den einzelnen Landesteilen und gab auch eine Erklärung bezüglich seinem Stellung zu den Minoritäten ab.' Er sagte: Wenn alle Bürger ohne-Unterschied der N-atlonalität Treue zum Vaterland halten, tverbsn sie ailchs. alle Rechte haben. Der Minister für die Bukowina,' Dr.Dori Popovici, nahm ebenfalls zu den wichtigsten politischen Fragen Stellung.- Er sorgte auchdafür, daß die Vertreter der Mnoritäbrn. in persönlichem Kontakt mit denl Premierminister treten. In der Tat waren auch alle Sprecher der Minderheiten zuin Rout: in der Regierung erschienen. Die Vertreter der, Inden waren Deputierter Dr. S t rauch, er, Dr. Meyer- Ebner, Dr. Kaßner und Dr. Salomon Kinnsbrunner. Die jiÜnfche Vertretung gab zunächst eine Lohalitätserklärung der Judeufchaft ab und befaßte sich ausschließlich mit allen die Juden der Bukowina interessierenden politischen und kulturellen- Fragen. Es wurde arich Stellung zu den jüdisch-ukrainischen Flüchtlingen genommen. Dr. Kraßner lenkte die Aufn e kic-.inksit ces MinisierwMiidLWtsnicM dlL KrDMtiö, Wiener Mo-genzeitang!-e ->lv re/eu d'e „Wi.e n.e r. M o r g e n z e i t ung" u») verlangte die Freigabe^des B.latt-M für Rmnünien. Der -Minister Dr. P o p v'vA est MterMtzie dieses -Ansuchen, woraus der Regierungschef - erklUte: Es liegt öffenbar cm Mißverständnis vor, das beseitigt werden wird. General Avewfcn unterstrich ganz besonders, daß es in Rumänien gar keinen Unterschied zwischen den Bürgern gebe. Der Weg zur Verständigung beginnt gangbar zu werden. Aber es bleibt immer abzuwarien, ob dem guten Willen auch die Tat folgen wird'. Die rumänische Regierung hat U'-.-er'''Frage.'- 6er ukrainisch-jüdischen Flüchtlinge sehr viel getan, Ärn ihnen — 100.000 an der Zahl — den Aufenthalt im Reiche zu erleichtern. Es soll nicht verhehlt werben,"daß es zahlreiche Uebergrifse untergeordneter Organe gibtdie noch abgestellt werden müssen-. ..... . Das Schmerzenskind der Bukowinaer -Judenschaft bleibt vorläufig die S ch ul f ra g e. Die Regierung hat in-letzter Zeit Schritts Unternommen, um sie zu lösen, allein diese können nicht als befriedigend angesehen werden. Es wurde ein jüdischer Landes schulinspektor wiederernannt, dev Posten -eines jüdischen Staatsschulinspektors dürfte gleichfalls besetzt werden; in den jüdischen Volks- und Mittelschulen wurde Hebräisch in entsprechender--Stundenzahl obligat eingeführt, wobei es den Eltern freisteht, -bei der Einschreibung ihrer Kinder in die erste Klasse sich -für Hebräisch oder Jüdisch zu entscheiden. Der.Religionsunterricht wird ebenfallls, .in hebräischer Sprache erfolgen. Daneben wird auch ' jüdische Baterlaudskunde in. der achten Gymnasialklasse )unterrichtet. An -der Lehrerbildungsanstalt' wird eine -.'Stelle für--Hebräisch ausgeschrieben werden. Alle diese ' Verfügungen haben die Juden noch nicht befriedigt, wiewohl dadurch em Weg zur Der ständig un g geigeben wurde. General Averescu nteinte, die Juden sollen von;den .Rumänen -ganz besonders, sich eine Eigenschaft aneignen:' Geduld und nochmals Geduld. Es wird sich 'alles zum Besserenwenden. Das Reich macht jetzt -schwere innere unk) äußere Krisen durchDie Agra r- : re formen, das neue S t.euergesetz, die großen Verkehrs sch wierigkeiten, .der inner«. Parteien- . kampf und schließlich-die unsichere äußere Lage, ganz : besonders im Osten, wo, die bolschewikischr Hydra Rufnamen zwingt, Gewehr-bei Fuß zu halten. Wz dieft .Umstände geben der Regierung genug Beschäftigung! und lenken sie von den speziellen Forderungen' d?r ' Minderheiten im-Lande. ab. Werden die Verhältnisse sich konsolidieren, bann; ward die Regierung sich, auch an. dieses Problem mit'.! vollem Ernste heranmachM:! Mp -allen. .Dmg--m ist es ' . notwendig, daß die Behörden eine geeini-gte Juden-- 'schuft vorfinden, deMz-ßonst-hommen.sie in'Verl-zgen- ' heit,, welcher Gruppe sie nachgeben sollen. In Sieben-.'; bürgen haben die Neyl>Den . .und.- Orthodoxen veri schieden« Postulate, ,im Regal hie. Zionisten und „Ein- : geborenen", in Beßarabjen die .'Zionisten, die Orthodoxen und die „Bundisten", in der Bukowina die Zip-. . nisten und dersehr schwache ,^8und". Will man die! Forderungen bei. der Regierung mit Nachdrnck.-vertreten, so muß ein einheitliches -Forum geschaffen -werden, das! die gesamte Judenschaft des Reiches umfassen soll. Aufgabe der nächsten Zeit wird. es sein, eine geeignete : Organisationsfornr. herauszufinden-, wo alle jüdischen Parteien nebeneinander und nicht gegeneinander arbeiten! sollen, . Die Reichsregierung hat mit einer großzügigen i Romanisierung begonnen, sie willeinen nationalen 'Einheitsstaat schaffen. Die JrcheN sollen dabei behilflich : sein. Recht schön! Sicherlich' -haben die Juden der Bukowina kein Interesse-, die Hüter und Erhalter des Deutschtums zu fein, ebenso nicht die Juden in Beßarabien als Träger des Russentums und endlich die -Juden Siebenbürgens als Förderer des-Magyarentums > zu -gelten. Was sie aber verlangen, .ist ein langsameres. - Tempo und volle Wahrung ihrer Eigenart. - - ■ —- - i . ' Ludendorff als antisemitischer Hetze*. i Demnächst soll ein neues Buch von L u d e n d v r f f,! betitelt „Krieg und Politik", erscheinen, in welchem der . Verfasser zu beweisen sucht, daß nicht die Heeresleitung, sondern das Hinterland für Deutschlands Niederlage verantwortlich ist. In diesem Buch, wird den Sozialidemokraten, dem Zentrum und den Demokraten vor-.; geworfen-, daß sie systematisch auf-Deutschlands Niederlage ihingearbeitet haben. Eine-Hauptschulb jedoch.trifft die Judenvon denen Ludendorff wach, einer Mit- - teilung -der. Zeitschrift »Di«! Glocke" folgendes sagt:! „Mit Frankreich' und England Hand in Hand arbeitete die Öbe-rleitung dos. jüdischen Volkes. Vielleicht führte sie beide. sah den kommenden Weltkrieg als das Mittel an, ihre politischen und wirtschaft- : lichen Ziele durchzusetzenden Juden in Palästina ein Staatsgebiet und Anerkennung als Volk zu eriperben- , und ihnen, in .Europa und Amerika eine überstaatliche und überkapitalistische Vormachtstellung zu verschaffen. Auf denl - Wege zur. Verwirklichung. dieses i Zieles erstrebten di« Indien in Deutschland. dieselbe,! Stellung wie in jenen Ländern, die sich' ihnen schon j ergeben hatten. Dazu/ brauchte .das jüdische Volk die j Niederlage Deutschlands." . , | .' Herr Ludendorft, dessen Dreistigkeit auch'' die „Er- ' folge" seines-FeldherrnMies nicht zu brechen vermochten, der deutschen Mkiti-. , 2. November 1921 ■ Nr. 99^ scheu Reaktion erfreut, aus, um bi£ Brunnen Vergiftung munter tveiterzubetreibeu. Die Ziele, denen zuliebe das,- Märchen vom „Dolchstoß von hinten" .mit der anti-' sentitischen Hetze..verknüpft.wird,-sinh, deutlich und esbleibt bezeichnend für die in weiten Kreisen Deutschlärchs!. herrschende Mentalität, daß ein Ludendyrsf noch immer auf der Oberfläche schwimmen darf! *—-..■ ' Die «Ksweifnng «ntibslschewMscher Politiker au» Polen. Aus W arschau schreibt man uns: In Ver-^' liairdlungen zwischen dein polnischen Unterstaatssekretär des AeUßern D o m b s. k i und dem Warschauer ' Vertreter der Sowjetregierung Ka rachan wurden sämt-. richr Meinungsverschiedenheiten zwischen Polen Rußland, aus die sich der jüngste Notenwechsel beider!' Regierungen bezog, bereinigt. Der genckue Text des' Llbkommens wurde am 20. d. M. veröffentlicht, aber! Cdie polnische. Presse meldete bereits früher, daß eine der! Forderungen Rußlands, welche die polnische Regierung.zu!, erfüllen sich bereit erklärt hat, die Ausweisung eineri bestimmten Zahl von Personen, tvelche gegen Sowjet-. rnßland aufgetreten sind, aus Polen bildet. Das Mini-' sterium des Aeußern hat wohl erklärt,-daß die Mitteilungen der polnischen Presse., über die. einzelnen Br--'!dingnngen in der Abmachung zwischen Dombski und' Karachan nicht genau scim. aber aus unmittelbat nach! ^dieser Verlautbarung des Außenministerinins erfolgteui Mitteilungen des sozialdemokratischen Zentralorgans/ „R o botnr^ sowie aus den Beschlüssen der letz't'.zü! '* Sitzung des Ausschusses für Außeuangelegänheiten imi!' polnischen Parlament ist zu ersehen, daß 'die' polnischr'i - Regierung tatsächlich der Forderung' Rußlands' näM -Aufhebung des Asylrechtes für eine Anzahl v'ön.PW-''! tagonisten der Bewegung gegen die Sowjets " , zug«^ stimmt hat. j' „Rvbotnik" teilt mit, daß sich die polnische R^-!- gierung verpflichtet habe, 14 Personen, wZlche. .-e'dsi' Sowjetregierung nicht genehm sind, aus den GrenzD ' Polens abzuschaffen. Tatsächlich .st auch bereits!^ der Ausweisungsbefehl an zehn Personen, därunftrü an Sawinkow, ergangen. Unter den Aus< gewiesenen befinden sich nach Angabe des Blattesj ^Sawinko4v» Petljura unv'.- Balachowicz.i „Rvbotnik weist darauf Hin,- daß dies der! erste Fall in Polen sei, wo Ausländer über Fordorinig/ einer fremden Regierung ausg>Zw'iesen werden,' iind'! cknüpft folgende Bemerkung daran: „Unter den Abgzschafften sinden wir auch Bnläk 'Halachowicz! Was! soll das heißen? Aus der Antwort des Ariegsmini-!! sterinl'is aus düs.svzialdiemokratische^rterprllation. hcchHrG! wir. . seinerzeit erfahren, daß' Balachotv'iez auf. - GMUtz! -der-ihm'vorgeworfenen Verbrechen7p.-or Gericht ge-!, stellt werden. soll. Die Justiz 'in -Polen hat asi'p'!. ihre Aufgabe'Nich t ersiillt, und die Ueberant-ivchtnngi ans Gericht war eine-' Komödie. .- Halachowicz ist-ust-!. -gestraft auf polnischm Boden einhergegang-zn. Man!, hat ihn für -',ie Schandtaten, welche er begangen -chat,-. nicht vor Gericht gestellt und' man hat ihn nicht über; Initiative der polnischen. Regierung ausgewiesen/ sondern erst die Sowjetregierung! hat 'fzine Mschasfung aus Polen erreicht, aber auf Grund--ihrer eigenen Jttte-r- -- essen." V General Balachowicz jchioch had einen. Brref. ach - das 'Parlamentspräsidium gerichtet, in welchem er . sich, darauf beruft, daß er „ein Sohn des polnischen Vater--.. landes" ist und daß daher seine AüMeisung-ungerzcht-. fertigt sei. In der letzten Sitzung der Parlämeisis-!! kommission für äußere Angelegenheiten wurde nun diese-!' iNekrimrnation.dk;s Pogron:gerrerals -zu-rSprache gebracht und der Außenminister SkirmuM- -erklärte, l d'äs'- Miüisterium des Aeußern habe -erst- -n a ch d>;r - Unter-'!sertigUng der Vereinbarung mit dem-russischen ]sandten in- Erfahrung gebracht, daßWalächowicz polnischer Bürger sei; es sei -jetzt natürlich nicht m-ö-glich,'- -Balachowicz-'aus-P-oleirausznweisen. - - Nunmehr Wird esalso Polen >keine . Schwierigkeiten mehr machen, den Pogrombanditen vor Gericht'- zu stellen, bamit er für seine-- Schandtaten endlich be-- - -straft werde. Bisher hieß es MrmLr;.?-bas Verfahren-'-;gegcn Balachowicz lasse sich infolge der Schwierigkeiten - der internationalen-Gerichtsbarkeit und dergleichen nicht' durchführen; nun wird es wohl die polnische Jnstiz nicht -schwer haben, .den polnischen Bürger Balachowicz!vor ihre Schranken zu fordern. Die russisch-jüdische« Hei«losen. D«S Exekutivkomitre drr j ü d i s ch e n' W e l t h i l s s-. t o n f e r e « % unter breitete dem Obeckommisiär dcs VölkerbundeS für das ruifische HilfSweck. Dr. Frithjof N a n s e n, ein Memoranda«, das nachstehende Fordrrnngen betreffs der Beiücksichti-ung der jüdischen Heimlosen aus Rußland beim allgemeinen russischen Hilfswerf enthält: 1. Daß dir jäd'lschen Heimlosen den allgemeinen HilsSfoW, gleich allen anderen Heimlosen aus Rußland, genießen können. Dabei werden aber die , jüdische» Hilf-orgänisa'.ivnen besondere HiliStnittel zur Befriedigung der speziellen Bedürfnisie der jüdischest Heimlosen schaffend 2. Die Einrichtung einer jüdischen Sektion beim Obrrkommissär jür die Angelegenheiten der jüdische» Hei«losen. 3. Die jüdische Scktion soll sich aus Vertreter» der großen jüdischen Hills- und Emigratiön-organisativnen rnsammeusetzen. Auf dieses Memoraudum autwvrirte der Oberkommissär: W» sei selbstverständlich, daß die jüdischen Heimlosen in den Hilfsfonds, nach deaselbt» GruvdsäüM wie alle .auderrn Heimlvsr» an- Rnßjand