Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 988 (29.10.1921)
- Date
- 1921-10-29
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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GeAe 4 Me«. Sämsrag> Mieter MsrZenzeilRND der nächsten PArse. Seit drei Tagen: werden „Pesti Hirlap" und „Budapestt Hirlap", in deren Druckerei jetzt die Blätter des „Az Est"-Konzenis hergestellt werden, bewacht. Der Juden hat sich eine starke Erregung bemächtigt. Bayer» »nd die Habsburger-Frage. Wie der Berliner „Freiheit aus München gemeldet wird, kam der Putsch des Exkaisers Karl in Batirrn keineswegs urrerwartet. Schon vor geraumer Zeit habe Berchtold in München geweilt und mit Prinz Le o o v ld van Bayern unterhandelt. Dieser ra.'e jedoch keine befriedigende Antwort auf BerchtvldS .Forderung gegeben, sich mit den Tatsachen abzufinden, nienn-Karl derr Thron bestiege und sich zum Herrscher einer Dvnauföderation ausrufen ließe. Die d^utschnatwnal-mvnarKLstische , „München-Augsburger Abendzeitung" -baLe schon am 8. d. M. den Putsch vorausgesagt und darauf hingewiesen, daß vielleicht auch Bayern in-die große Donauföderation einbezog!?.n werden könnte. Dagegen nimmt nun das Blatt Stellung, denn die bayrischen Monarchisten wollen den Thron-für den Prinzen Ru pp rech t.reserviert sehen, 5er als deutscher. König gegen die haLsburgischen Franzoxm freunde ausgespielt wird. Die im Freikorps .,O beul und", in der Brigade Ehrhardt, in der hetz- ^nli cmiZjchLN, nationalsozialistischen Partei und den Gebeimbünden organisierten Elements hätten in den letzten Tagen auf rasckiss Handeln gedrängt, um den Habsbnrgern keinen Dortritt zu lassen, und wollten die' Beisetzungsreier des verstorbenen Dayernkönigs als .Auftakt benützen. Man habe anscheinend den Moment für gekorNmen erachtet, um Rupprecht zum König auszururen. — Die Nachricht klingt, nach allem, was in Bavebn vorgeht, nicht untvahrscheinlich. Tagesbericht. Die »e»e VolLssch»le des Jüdischen SchuLvereines. Die Bemühungen des Jüdischen Smulvereine«, für seine m Schuljahr 1921/22 r.euerrichteie jüdische Volksschule, die oorübrrgchend im Hause, Tf., Taborstraße 29, lmtergebracht. war, «ceionete Schulräume z» erlangen, und mm von Erfolg gekrönt worden. Dem Kuratorium des Jüdischen SchulvereiaeS wurden int Hause, II., Eastellezgasse 35, für Schulzwecke vorzngllch verwendbare Räume samt einem großw Garten zur Verfügung gestellt welch letzterer insbesondere für die körperliche Erziehung der jüdi'chen Kinder von nnschätzbarem Wert ist. Die> E.t-.rn der die jüdische Bvl'sichule II besuchenden Schüler w'rden ersucht, Sonntag den 80. i. M. um 8 Uhr vormittags ihre Kmder irr das »evr Schulgebäude, II.. Casiest-'raass: 85.;« brinze». __ Die ^Austria" i» de» Hände» der Antisemiten. Der »rierparMgrnph fast einstimmig angenommen. Die Hauptversammlung der Sektion „Austria^ des.. Deutschen und Oesterreichischen Alpenveoeines hat Donnersrag abends mit 2420 gegen 46 Stimmen den' Antrag angenommen. daß nur „Arier" Mitglieder werden körmerr. Geleibtt wurde oie Versammlung. dom Hofrat Ingenieur Edmund B ich den Antrag begründete Dr. Otto W a gner. Ueber die Versammlung berichtet die „^DMtschösLerreichlsche Tageszeitung: Dr. Otto W a g n e r begründete die wichtigste Aenderung, die Einführung des Arierpunktes, und kentt- :cichnet hiebei das Verhalten der jüdischen Presse. Der Deurscke, und Oesterreichische Alpenverein ist ein Verein >ion Deutschen und für Deutsche, in dem Fremdartige reinen Platz haben, (gut Großteil der Judenschaft ist übrigens nicht menschlichen, sondern verbrecherischen Instinkten ergeben, ein Jude ist kein Deutscher. Wir erblicken aber auch, im Juden nicht bloß keinen Deutschen, sondern auch oen grimmigsten Feind des deutschen'Staates. Nicht mit Unrecht behaupten wir, daß das Judentum an der. Zerklüftung unseres Volkes in Klassen Schuld trägt. Der Augenblick der Schonzeit für die Juden muß ausgehört haben, wir haben den Kampf rm Alpenverein bereits in Augsburg begonnen, wir werden den Kampf nicht aufgeben, bis die jüdische Sektion ,^D,onauland" verschwunden ist. Wir erwarten auch, daß die Juden, .die noch in. unserer Sektion sich befinden, eine Gesellschaft Zerlassen, die sie haßt. Der Sieg muß unser werden. Hefoer schließt mit dem Ausspruch Schönerers: „Nicht indischer, sondern germanischer Geist soll her . schen in deutschen Landen." Damit werden wir aber auch die Achtung der ranzen Welt als mutiges, entschlossenes, auf süne R.sttheit rollendes Volk wieder erwerben. '(Allgemeine Zustimmung ntd lebhafter Beifall.) ' Um halb ,7 Uhr begann die Stimmenabgabe, sie - '-ollzog sich in größter Ordnung dank der meisterhaften Seisunge« der Leitung. Um viertel 8 Uhr abends konnte , akrat Bichl bereits verkünden, daß 2466 Stimmen abgegeben worden sind, von denen 2420 für die Einführung ci> Arierpunktes und nur 46 gegen die völkische Reinigung leiten, so daß 98 Prozent der Mitglieder in völkischem Linne gestimmt haben. Er schloß mit dem Danke an . all« für ihre Haltung, dre es ermöglicht haben, aus der jüdischen „Austria" eine deutsche „Austria" zu machen. (Brausende öeill-Rufe.) . . In Ruhe leerte sich die Halle, nur vor dein Rathaus iah man »och einige Zelt Gruppen, die freudig das schöne Ergebnis der störungslos verlaufenen Versammlung besprochen^. - Wir beglückwünschen die.„Austria" herzlich zu ihretn Erfolg, die nächstes Jahr wohl unter allgemeiner Anteil- . .mhnie ihr 60jährrg«s Bestehe« wird feiern könne« als älteste und größte Sektion deutscher Bergwanderrr." W ist «nnöttg. über die Praktiken zu spreche»,.mit teru'n im vergangenen Winjer ein „reirwölkischer Ausschuß" Mhildst wp±im, mx, k# Mitteilungen ans dem Publik««. HRÜLa <?n-/— nad rieh BERSON- OUMMIAB SÄTZE geJuuft? Dana babui Sit rid an Ihrer Scbmnacherrtehoang erspart 5<^ä Streng rituell! : ' 1V2 JjrUM? I HOTEL RESTAURANT BARSCHAKI Vorzügliche polnisch-ungarische Küche ] Wein- und Bierspezialitäten isi | Wien, II«, Grosse Sdiiff^asse 3 j Aparte Spartwlrkwaren Spc zlalhaua S S* o »r t va 4D D? Iclia'o-'i' U'.. Ke'.sc **~**~" itlTTCh I., W&pplSngasrstrasse hr. Gegründet 1371 405« Tornrc? ©007; Echte Jägerwäsche Albert ftüaizner, Wjen, I., Kohlmessergasse 8 -x. - -- _ STRÜMPFWELT VII., Kirchengasse Nr. 12 (Ecke Lindengasse) mo ss.aa Fernruf .35238 ==s=ss hat. Etwas Neues bedeutet die Abstimmung nicht. In einem Staat, in dem so .etwas möglich, ist, m u ß ein Waber Ministw^ werden und .ein solcher Staat , wird ..vom Ausland so be-. handelt, wje er es .-verdient. Die . Beschlußsasser. sind aber dieselben Leute, die jahraus, jahrein, darüber jammern, daß dem deutschen Volke s-o entsetzlich viel Unrecht geschiehi.t Mit Dr.' Wagner hoffen wir, daß auch die derzMgen jüdischen Mitglieder den Ausdruck „Schonzeit" verstehen .und< der „Austria" den verdienten Fußtritt geben werden. Es wird abzuwarten sein, ob diese „Austria" in 'Zukunft auch jüdisches Geld ebenso konsequent ablehnen wird, wie jüdische Mitglieder. > Achad-H»»M- PtK»e. Wr; „Haares meldet, ist vor kurzem der bekannte hebräische Schnttsteller Mordechaj Ben Hilel Hakohen, welcher die ledim fünf Monate m London bei A ch a d - H a a m geweilt hat, nach Jerusalem zurückgekehrt. Er erzählt, daß Achad- Haams Ges« » % heit.Szustand sich ^wesentlich g'ebessert^abe. Achad-Haam -laut noch i« diesem Winter »ach Palästina z« übersiedeln, auch sein Sohn «ud seine Lchwiegertochrer gehe« mit ihm. Vorlansig steht »och »icht fest, ob Achad - Haam sich in Jernsalem oder in Hmfa, »v er einen Besitz i» der Nähe des Technikums er* worben hat, niederlassen wird. Wahrscheinlich wird er de» Winter i» Tel-Aw.w verbringen, bis er in seinen Wohnungspläne» eine Entschei-«ng gefällt haben wird. Achad-Haam hat lurrärische, vorwiegend wissenschaftliche Plane, besonders auf .de« Gebiete der B r b e l f o r s ch n^n g, und will ihnen se>nr ganze freie Zeit widmen. Letzte«- hat er aach begonnen Arabisch zn fernen, da er gern den Maimonidrs im Original lesen möchte- Dar Eirtreffen Achad-H«a«S in Palästina rst «m die Jahreswende zu gewärtiges.. __ Tragischer Doppelsekbstmord. In Hietzing hat sich gestern eine Ehetvagödir abgespielt, welche durch die sonderbaren Umstände -allgemeines AÜtgesühl hervorrief. In der Hochwresengasse im 13. Bezirk \ wohnt der Sbjährrga Privatbeamte Hochmeister mit feiner Gattin und einer Schwester der Frau. Das Ehepaar lebt seit 16 Jahren in glücklichster Ehe. Fvau H., welche im 60. Lebensjahr stand, ist seit Jahren an einem schwerem! Leiden unheilbar erkrankt gewesen- und hat Sei ihrem Leiden furchtbare Schmerzen erdulden' müssen. Oftmals klagte die Frau tijrettt Manne darüber. und bat ihn mit erhobenen Händen, , sie durch den Tod von besiv Schmerzen z» befreien. Herr H. beruhigte die Fvau immer und erklärte des öfteren, .daß, wenn er schon ihrem Wunsche Rechnung trage, auch er selbst mit seiner Gattin aus dem Leben scheiden würde. Gestern früh wurde die- Schwester'der Frau /durch zwer aufeinanderfolgende Schüsse auf dre fürchterliche Tat auftnerksam. Als sieins Schlafzimmer trat, war Frau H. bereits tot undihr Schwager wankte leblos zu Boden. H., welcher bereits Vvllstänbrg angekleidet war und vor sainem WeggeW^.sich po'n der ' Frau verabschieden 'wollte, b'ürfie wahr" Meinlichv von feiner Gattin neuerlich' -gebslon w-ordeu' sei«, fte. -vgp be# m besveLen, und ssdaOr bie jAMn 29 OLtob'er' 1921 Nr. 988 durch einen Revolverschüß getötet haben. 'Sodann richtete er die Wäfje gegen sich sdlbst und war sofort'eine Leiche. Derh«ft«»g persischer Ladr«die»e. In den letzten Tagen hat das Polizeivommissariat Innere Stadt die Spuren der Tätigkeit einer Bande, internationaler Ladeudiebe' aufgedeckt, die seit Wochen^ in denvornehmsten KoUftkLiönsgeschäften ' Dhebstähbei größten Umfanges ausgeführt und selbst umfangreiche! Gegenstände, wie Pelzmäntel, ganz,» Kleider und Stoff-! ballen, ^nnLrinerkt wegzuschasfen verstanden haben. Die' Ladendiebe und ihre Helfershelfer gaben sich^ durchwegs! . ls Georgier aus und verstehen augoblich Lein Wort! Deutsch. Sie haben hier auf großem Fuße Mebt, mit-! einander PillardparLien, die Partie um 10.Y00 Kronen' odermehr gespielt, und scheinen bk Absicht gehabt! zu haben, so wie sie von einer Gefahr Kenntnis hätten,- nach Paris abzudampfen. Die Amtshandlung führte' Regierungsrat Wildner mit dem Kriminalbeamten-/ inspektor Roman Wolf, mrd bei ihm erliegt im Stadt-- konlmissarit eine ganze Reihe kostbarer Tvibettegegen-i stände, die offenbar von Ladendieb stahlen herrühren.i In der Liste ftnden sich: Ein ganz neuer Biberpelz-! mantel mit blau-goLenem Seid>mbrokaifutter, einem!! Pelzknopf und solcher Schlupfe, eine Weißfuchsboa, >»jni schwarzes Sealslinsell, ein dunkelblaues Crepe-de-Chine-! k.eid mit türkisgrauex Stickerei und solchem Futter, eins dunkelblaues Foulardkleid mit Aermelauffchlag, •eih'Si olivgrüne Seidentrikotschoß, eine solche Bluse mit! terrakottafarbigem Trikot geputzt, ein drapfarbiges Seidentri.kotsäckchen mit fraifefarbigem Kragen und'! Manschetten, ein« graue Seidentrikotjacke mit grün-! blauem Kragen und Manschetten imd Gürtel, eiiti»; weiße Crepe de Chinebluse, vier D'amenbatisthemden mit'/ Dalenciennespitzen und k farbigem Kragen, dvei farbiges Seidenhemden, ein. Rohseidenhemd, eine lichtgraue! Seilenwestv, verschiedene Reste von Crepe-de-Chinv und weißer Seide, Seidenfoulardtaschentücher, schwarze, und braue Damenseidenflorstrümpfe, Fborseidensocken,. eine silberne gestrickte Dam,snhandtasche mit Bügel, eine graue Herreubrieftasche, xiwr silberne vergoldete Zigarettontabatiere mit grünem Email und ovaler Elfen-, bcinfigur. Me diese und verschied,»ne andere gestohlene, Sachen können im StadtRommissariat bei. Mgierungsrat D'r. .Wildner besichtigt werden. *'Bon, der Wiener,AniverfitLt. Gesier» vormittag».- lneft der als Nachfolger bi9 nach dem Auslände Übcrsiedelt/n! Professors Dr. Fischer mm ordentlichen Professor für an-? . oewandte medi^nrsche- Chemie an die Wiener Universität bcvnfenc; Professor Dr., F. F r v m m im Bessein vieler Anwesender seine, Antrittsvorlrising,' bei welcher er dir EjchmmintalcheAir deS I. Teiles bchand«'lt.— Die antisemitssche Nsnss neaäsrnio» hat - die Aufnahme neuer Hörer wegen Ueberfülluvg gesperrt. * Eine Delbsvchtepidemie. Unser ständiger Srttlicher Mitarbeiter'schreibt uns: In dr» letzten Wochen iss ein gehäuftes. Auftreten .von GeMncht von. den Aerzten beobachtet worden.! Gelbfncht ist bekanntlich nur der Ausdruck einer Verdauung-- sivrungr dü vom Mag-» oder Zwvlifingerdarm in den Zellenblasenflans fonkriecht, M>ei sich durch Schwellung der Schleimhaut d'e GallmMe nicht mehr in den Dar« ergieße", sondern vom Blut.kreiS ausgenommen werden vnd so die gelbe Verfärbung der Haut und Schleimhäute, besonders der Bmdehant, bedinge».! Gerade die letzten Wochen habe« aber auch emen gewissen! Mangel ckss wichtiae« Lebensmittel« «nd de, e» sprunghaft in die, , Höhe gegangenen Verteuerung gebracht, so daß die breite« Massen sich die dessen Sorten etwa von Fett n»d Fleisch nicht «ehe kauftn können unk, m minderwertige» oder ErsatznahrungSmitteln arkifea . müssen. Es ist auch ut bebaue,», daß die Ersatznährmtttel fteigegebe». wuiden. Die verschiedenen Margarine, Eiereriätze,! . Teigwarru und dergleichen künstliche Produkte dürften durch der-! schiedene gesundheitsichädliche Stoffe die fast epidemischen Verdanungssiorung « verursachen, weshalb vor deren wahllosem Ge-, biauch gewannt werden muß. Zu bemerken wäre nur, daß die! Gelbsucht mit einer fetlfre.en SchouungsdiLt «nd leichten Abführmitteln z« behandeln rst. - Abschluss der Lohnbewegungen litt Bekleidungsgewerbe. Sowohl m der Groß- und Kle'nkonfektion wie auch' in der<Kerren-und Damenmaßschneide, ei hatte dre Arbeiterschaft neue Lohnforderungen gestellt, über welche in dieser Woche no»! den ein§elm'n Lohnkommss,onen verhandelt wurde. In der Engros- und Drtailkonftktion wurve der Srückmeisterschait eine 70*/,iye undin der Maßschneiderei, soweit es sich mn die Firmen der ^Bereinigung der Schneidersirmen Wiens* und deS Verbandes der Wiener Damenmodrsirme» handelt, entsprechend der Jndexliste der Arbeiterschaft um 33V/ote* und den Angestellten bei diesen .Firmen und 10"/.^ Erhöhung der gegenwärtigen Löhne, bessehüngSweise Gelmlte zugebilligt. Die Bereinigung der Damenkundenschneidermeister und Meisterinnen, die Organisation der Neinen Betriebe ist M daS Ersuchen der Arbeiterschaft noch vor Ablauf des Bertragrs i« Hinblick aus die enorme Tmer««ß in Lehnverhändlnngrn z« tretm. nicht ««gegangen. * Der Streiir der Fleischbeschaner vermiedo». Wie «ns mitgeteilt wird, baben die Fleiichbeschauer der rfraelitischen Kultusgemeinde beschlossen, von einem Streck abznsehen. da ihnen die Kultu-semeinde eine Gehaltserhöhung in Aussicht gestellt hat. Die Fleischbeschaurr «erde» also he»te abend- .ihren Dienst in den FlebchbLnke» versehen. > * -etraifcher Klnv Morgen, Sonntag, um V,3 Uhu abends im Lokal der ch p 11 t* (Dianabad) Aortiag der bebräifchen Schriststellen» Frau Rachel Katzenelson- R « b a k: ch o w über die ^A » e i g n u n g d e r l e b e n d e n hebräischen Sprache". Hebräiich'prechende willkovrmenj Die geschjwvvWe Frau. Die Ehescheidung war eine Zeittang förmlich ein Sport geworden. Man ging auseinander, wie man sich verbunden hatte, unbesonnen, gedankenlos, miteinem Lächeln auf den Lippe«. Es war, wie man in Wien so schön sagt, „nichts dabei" und manche Jubeir waren ftivotz genug, ruhig zu erklären, die Bequemlichkeit und Leichtigkeit der Ehescheidung fet einer der größten Vorzüge unserer ' Religion und bilde einen nicht -« unterschützenden Anziehungspunkt. Die junge, geschiedene Frau umgab immer ein gewissere . pikanter' Nerz, kurz die Ehescheitzuntz; war -sehr' „schick" - und.': I Six 25447963