Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 982 (23.10.1921)
- Date
- 1921-10-23
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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ihiiEiiCTin TinTuy ebener" ^gsZsNZrMrrrs 23. Oktober'1921 5t t 98?^ Dienstag den i. November 1921 am 7 Uhr abends im Grossen Konrertliaussaal Psalmen-und Prophefenabent) MIT WIRKENDE: Erika Wagner Ferdinand Onno (Detrtscfces Volkstheater) Prof. S. Braslavsky (Dirigent) (Deutsches Volfcstheater) Prof. Luis Dfte (Orgel) - Gerson Margulies (Solo) Das Hakoah-Orchester Der Jüdische Gesangsverein Volkstümliche Preise. KARTEN an «hen' Kon2erthauskas*en, HI., Lothringerstrasse tt. L, Graben 28, „VVUaes Morgeareitung“, H., Taborstrassei—3, Jüdischer Hoehschulauasehuss, ÜX.. Marianrengasse 32, BuchWandlang Löwit, I., RoienVurmstrasse 24, Kartenbtfreao Aid», 3., Taboritrzsse 7, Theaterkartenbnneau Giratar Schoiid, I., Musenmstrasse 8. 414 BWse «Vd KV«U. / , RarmArrv-ThesLer. (^uill evfren Male: „David und G olrath", Lustspiel in vier Akten von Georg Kaiser.) Dic erste Frage bei Kaiser ist^ leider imrner die -ist^Ä der Tonart, die. er ausleiht; dieZmal mengt er ',n-gleichen Teilen Eternheimschen Spott mit Schörrthanlauer Lustipielheilerkeit. Die Sternheimsche .vertrirt'ei-r R ieienlot'.eriegewittu^ der auch tat«, sachlich in Farm eines prallen G-eldheutelK sinnbildlich im..SchLnßart über per Szene hängt. Fünf Biirgerslente Wern beimscher Fasson werden reich und glücklich,, tveilk man rie für die Gewinner des großen. Loses hält, wahrend sie es tatsächlich. nicht sind. Das Thema ist nicht neu nnd die literarische Aufmachung der Belang» losigleit geht auf die Nerven. Auch die prätentiöse Inszenierung im Raimund-Theater (jedes .Szenenbild eine: Satire) steht in keinem Verhältnis zu der Bedeutung d^r Novität. .. .,D^r wackere Brauer Magnus sen, der im. Mitlespunkt ' darr. Handlung steht mrd von dem wir erfahren, daß er ein berühmtes Krafibier erzeugt, bedient jedenfalls Älbnehmer besser als diesmal der Autot sein' Pubtilum: Er verabreicht Dünnbier, das von Akt zu Akt wässeriger wird. — Dafür entschuldigt die prächtige Ausführung.. Die Damen F ö r st e r, K a r ol y und'. K.adle, die Herren Forest, Marli.tz. Stärk undl> ganz besonders Loibner waren sehr ergötzlich. — Aach dem zweiten Akt dankte Direktor Beer namens des Antors für den reichen Beifall. Ö. A. Se»<fch«r B-iksthsater. Die gestrige ErstauffShrsnst deS furchtbaren KarnmnspreleS .D?'"r Pelikan* von Angnst Dtrindberg war «ne sroßir ia: Leistung des Spielleiieis Hans B r a h m und der rmtwnkrnde» Künstler, der Fragen W a g n e r, W a l d o w. M a r k » s und der Herren Z e t e n i « s nnd N o w » t n y, die sichz« - einem Ensemble vereinigte». wie man eS vor ganl ülten webt. Air komme« ans das Stück «nd d,e W edergade noch naher zurück! __ 223iewer Stadtthrater. sich, auch wrnn man nur wenig vom Wortdetail versteht. Dagntbesuchte Han» nahm dir kiinstieriisde Leistung mit Begeisterung aui. '■ 8. 8. Beim BUdha«er Gi»zhurg in Petersburg. Ein russischer Berichterstatter schildert im „Nowij Put" einen Besuch bei dem jüdischen Bildhauer Gilrzbürg in folgender Weise: Durch '«ütett -langen, halbdunklen Gang im Gebäude der ehemaligen ForMkademie gelangt man in das Atelier des Bildhauers. In der alten Werkstatt war es gemütlicher. Der Künstler pflegte dort ganze Tage mit der Arbeit zuzübringen-und hatte sich eine Ecke eingerichtet, in der er ausruhte, Gäste empfing und das Eisen nahm. Gegenwärtig hat sein Atelier ein anderes Gepräge. Man sieht nur Lehm, einige antike Gipsfignren und eine Reihe von Gestellen mitneuen Werken des Bildhauers. I. Ginzburg führte den Berichterstatter in eine Ecke der Werkstatt, um ihm zwei Genrewevke zu zeigen, an denen er den ganzen Winter durch gearbeitet hat. Ueher diese zwei Werke äußerte sich Ginzburg: Auch jetzt schaffe ich gerne „Bilder" aus dem gewöWlichen Leben. Bemerkenswerte Erscheinungen aus unserem Leben lieferten mir den Inhalt zu meinen beiden Werfen. Das eine! Ding stellt Heu Straßenbahn- Verkehr in Petersburg dar. An einer Haltestelle halten zwei Wagen, die nachentgegengesetzten. Richtungen fahren. Die Zahl der Wartenden ist groß und bald' sind die Wagen von ihnen bishinaus gefüllt. - Der Inhalt des anderen Werkes stammt aus der Zeit, , in der man noch stundenlang' vor den Lebensmjttsllähen stehen mußte, um die winzige Brotration zu erhalten. Zu diesem Bild erwählt« der Bildhauer ein Eckhaus. Auf beiden Seiten desselben ziehen sich.lange Reihen von Wartenden, hin. Mannigfaltig sind die Figuren: Greisinnen, Kinder, ein Gelehrter. mit einem Buch in der Hand, ein Sowjetangesteklter .mit seiner- Mappe, eine Studentin üfw. Die einen stehen, die anderen sitzen auf dem Bürgersteig oder auf mitgebrachten Bänkchen. —- Man sagte mir, das -Museum der russischen Revolution werde diese -Werke erwerben, weil sie die, Revolutionszeit so treu wiedergeben. Sodann berührte I. Ginzburg sein eigenes Leben: Ich' arbeite im allgemeinen viel. Ich -hole selbst Lehmhole meine Lebensmittelration aus dem Hause der'Gelehrten,- hole selbst meine Kartoffeln «ruf dem Markte. Außerdem muß ich'-.jeden Tag weite „Spaziergänge" machen,, .um verschiedene Angelegenheiten qx, erledigen. Das Schuhwerkwird schlecht und man kann es -nicht', reparieren. Unlängst hatte ich'^ Glüch^-D-ie^K-lehrtL-nf erhielten ei^ 'Unzahl '.Änzüge^..DarMcher war - einer fast für Knaben größe. Die Gelehrten probierten diesen Anzug an, aber er war ihnen zu klein. Da erinnerten sie sich an den kleinen Ginzburg. So erhielt ich einen Anzug- - - - - , Es ist. schwer, aber ich klage nicht. Auf alle Falle beneide ich' nicht diejenigen/- die jetzt in London oder in Paris weißes Brot essen körmen. Ich' werde nicht meinL- Ration gegen ausländische Speisen vertauschen. Im Ausland hätte ich' nicht so intensiv arbeiten können wie hier. Bon den anderen Werken des Künstlers sind einige Skizzen und Büsten von bedeutenden Männern hervorzuheben, denen Denkmäler errichtet werden sollen. Frei« jödlsche Volksbühne LWÄ Eisik' Soheftol ÄBWS. i&S? Gott der Rache ÄIÄ! Gastspiel deS Moskauer Künstlerlheoters: i i r W e i sh e-»i tz «t ihren Haken", Komödie in 5 Akte«. von st. A. Ostrowski j). Diese Komödie debedeutenden russische« Lustspieldichter-, «eiche ou die sechzig Jahre alt ist, scheint — den Vorbehalt muh devReferent machen. der d:s Rusiffcken nicht mächtig ist — eine Satire a»f das •« lein, was wir ^Beziehungen* nennen. Ein unbedeutender junger Mann nawenS Gluwow wrkl Karriere machen nnd reich werden. Er gewinnt geschickt ^Beziehung" z» eine« rnt'ernten Verwandten nnveenS Mamajew, -einem eitlen, beschränkten Spiesibnrger, hosiert dessen Frau, erlangt ein nette- Arwtchen-durck Reden nach rechts nnd links, indem er znglrich einem hjöden General dessen i raktirnäre Ideen nachredet nnd eine« now-mödernen hoben Beamten moderne Idee« verbringt. Aber die Wahrheck-»bec seine ^Beüehnngen", die Glnmow seine« Tagebuch anveruaut. kommt durch seine verlebte Tante Mamajew, die das Tzgesuch stutzet, an den Tag und Glnmow sieht sich »» seine! Hüsinnngen. betrogen. In seine« Zorn sagt er seine» .Protektoren" veu'chiedentlichr Wahrheiten (deren Nüancen leider de« des ssiussischen Unkundigen entgehen) und wird zur .Besserung" — je ner Tante, übergehen.. Dieser.Schluß — sofern, .ich ihn richtig versiehe — ist glänund. Dieser Glnmow wird unbedingt Kariere m-^chep. Die Tante' wird ,hn .bessern", ihre. Schule wtrd ihm!chon die richtige Verwertung der .Beziehnngen" schaffca. . Die Komödie ist eine Wortkomödie. An Situationen ist sie aicht sonderlich reich. Daher lasse» stch die Nuance» schwer ver« jolgev. Was du Moskauer an Tyven stellen, ist prächtig. Voran T a r ch a n o « als eitler Moskauer Philister: seine Darstellung hat etwas Malvotlvhaftes, dadie Figur weit über ihren Iiahme« hebt.-Ganz einzigaltig die alternd«, lirbebedürftige Frau •x G c r « nnowa; Geste nnd Miene ganz die .Frau, die vetgy baö fie.verzichtm mvß und doch nicht verzichten kan«. Der' Aluwaw d<s Herrn B e r s e n e w schien mir zu einförmig. ^««e-Devothrit - aber Lserzrugte. Die Art, wie die MoSkauev Kvnverjatio» führe» unr me sie znhöre», ist e« Schanf-tel \lx Das Aktionsprogramm des Burgtheaters. Im B »r g t h e a te r wird .U n d P i p p a t a n z t" von Gerhart H a n p t m a n » am 10. November zu« erste» Male anfßesührt. Alt nächste Novilät wird da- Revvlutivnsdram« in drei Akten .Madame 8 e g r o S" von Heinrich M a n « in folgender Besrtz««g aufgeföhrt: Madame LegroS — Medelsky, Marie Antoinette — Marberg. Komtesse d'Orchat — Retlh, alle Marquise — Wilbrandt, Verwandte der Legrot — Aknay. Madame Tomlbe — Sender». Fanchon — Heidler, Lcgro- — Siebert, Abb^ — Danrgger, Baron — D e v % i e« t, Vignon — Moer, Akademiker — Panlse» (zugleich Regiffeur der DvrstilluugX Die Burgtbralndirrktio» .hat da- Lustspiel „De» Esel-Schattendo» Ludwig F »l d a zur Ansf-hrnnm dieser Spielzeit snge«»ui«eu. M»« vM Theatern. . Im D .W i l d e l « Kartrnverkanf. Im Operntheater geht morgen, Montag. .D e r K «h r e i g e n* in Szene. Anfang 7 Uhr. — Herr Dr. Schipper ist van seiner Indisposition noch nicht Ziotii8li8che Bezirkssektion lX. Dienstag den 25. Oktober d. J., 7 Uhr abends, im Saale der Bezirksvertretung, IX., Währingerstr. 43/1 Terüauntmlimg. Gegenstand: DER XII» Redner: Dr. Desider Friedmann, Dr. Jakob Weiner; LÄbl Taubes. mu Jaden, erscheinet In Massen!! r j t T) t i 1 c r gelangt Tel!" znr e r gl Anlfüh run«. morgen, Montag, Anfang 7 Uhr. -ei» «■ ■■■■■ nmBRii ... ■brmiiibiihir s ■ Dienstag den 25. Oktober 1921, 7 Uhr! i abends, im Festssaale des „Hotel Continental“, { J II., Taborstrasse 7 ■ i Jüdischer Liederabend H lirra Sokolskaja Neues Repertoire mit Triobegleitung a Karten erhältlich bei „Wr. Morgenzeitung“, II., Taborh sfrasse 1—3, Buchhandlung Löw|t, I., Rotenturm- " strasse 23 und an der Abendkasse. onsa » « ■ ■■>■■ »a iBisiiii»! ja paBaBBaanRaaaaaHHn wrederher gestellt. In der heutigen Ausführung der .M e i st e rst n g t x v-onR 8 rber g" in der Gta-rt-sper singt Herr. Kammersänger I e r g 11 die Partie des Sachs. - In der Volks oder gelangt morgen, Montag, in! Aenderung de- Sprelpla«-!» statt .Madame- Butterfly" die Oper ^Utiapletta“ -nr Ansfühtnn-. Anfang! %8 Uhr. Im Deutschen Dolk-theater wird Augrrst- Strindberg» Kammerspiel .D e r P e l i k a »* heute, Sonntag,! fkrrrer Mittwoch den 88. nnd Freitag den 28. d. M. mn 7 wiederholt. Für Dienstag den 25. d. M-, 7 Uhr, ist Anton Wildgaur' dramatlsche Dichtung .L i e b e" augesktzt. In denK amm e r sv i e l e u de- Deutsche« ValkStheatrr» gelaugt Montag den 2». d. M- SlobodaS Lustsviel .A m T e etisch“, Dienstag, Mntwoch, Freitag nnd Samstaa Rößler- Lustspiel .Die f ü n f F r a « k f» r t e r", ferner Donner-tas! und Sonntaa SudennanuS Komödie „D er g «t e R nf"' zur: Auffjihrnng, Sämtliche Dorstellnugen beginnen «» 7 Ul,r. In der F x e i e n i ü d i f ch e n V o l k - b st h « e gelanar heute. Sonntag, Mittwoch den 26.. Donnerstag de» 27. und Freitag den 28. d. M. Schalom Ascherfolgreiche» Schausviel » 11 der Nack e-, mit Paul B arara w. iB n Zwi) in der Hauptrolle, znr Wiederholung. Morgen. Mon» tag.' wird Pinskis ,E l s i k S ch e f t e l* ergeben. Beginn Vab Udr. Im B i e n e r S t » d t t h e a t? r wird beute. Sonntag den 83 d. M-. abends 7 Uhr, bie iialunische Komödie »E i n Gassenmädl* (Lcamvvlol von Dario Riceodemlo mü Valerie Martens und Josef Jarno gtßkbe». Morgen,> Montag, setzt das Ensemble desMastkAner Tbratrrs. sei» Gaftiviel fort. Zur Darstellung gelangt ,R a ch t a s h l* von Gorki. - Die Direktion der Neue« W i e « e t B ü 5 « t bat die Herren Werner-Kahle und Sacks als Gäste tür die. Nachtvorstellungen (1V Uhrl bis Ende des Monatvervflich'et unb eS gelangen bis dabin täglich die Einakter ^Sexuesle A»^- ktärung", .Der rote Strich" n-id .Das gotdeue^ Wiener Herz" zm AuMrung. ___ ^ichtigfteSnn«. In unsrrer aestöigen Besprechnna von ,(Fott der Rache" (Freie lüdische BoUsbsthne), hat sich r>« Irr? in« tingeschlichen. Herr Michaef-Ä r e i 9, dessen Leistung wir würdigten, stellte den Theaterschreiber' und nicht den Rei Elje dar.. Die ErSssnnag. he? Nepoptensälle. Die Proben zu .Figaros Hochzeit*, vtt welcher Oper da- «e«t Theater in de« Redoutlysalen^ der Hofb«ra eröffnet wird, find so west fortzeschriltcn, daß die Ausssthr«ng in einer bist ziver Wochen wird angesetzt werde« könne«. *Cö«{ fan tutte" und „Der Barbier von Sevilla* werden die folgenden Osernvorstelln«-« in de« Rtdvntensälen sein. Annstnnsftellnnir» Thrse«»-Temp«l. Die Beremi-ung Donauläudischer Künstler eröffnet heute ihre diesjährige Herbstausstellung im Thrseus-Tempel de- Wiener Bolk-gartens. Sie enthstlt Malereien. Mastikcn und Architekturen verfckiedener Richtnnae». Die Ausstellung ist täglich m S Uhr vormitta»» bis 4 Uhr nachmittag» geöffnet. Psalms», nab Prophet««»hrnd. Z» diese« vom Komertbureau de» »HarnachE gemeinsam mit de« Jüdischen Hochschulansschuß am 1. November (Fetertaa». 7 ttbr, im Großen Konzerthautsaal veiansialtetm Abend gibt sich außerordentliches Jntereffe kgnd, waS anläßlich der ilbrrau» wertvollen Mitwirkenden zu verstehen ist. (Siebe heutige» Jnlerat.) Restliche Kalten bei dm Bertauisstellen: Buchhandlung L 5 w e t,^ Wien, l., Rotenturmstratze 24. Konzerthau-kaffe, Kaffe der ^Wiener MorgenzeitnngE, Theateikartenbuieau i d a", Wim H, Taborstrsße b, Tbeaterkartenbure«« Gnsti Schmied, Wim, l« Museumstraße 6. Ltterat»r u.Wisienschast. SUchard Veer^Hosmanv. Gedenkrede anfWolsa a n » A » a d 6 e Mozart. 1931, S. Fischcr-Verlag, Berlin. , Dicke Gedenkworte auf Mozart hat Beer-Hofman» i« Fahre 1906, da de- Meister- 150. Geburtstag gefeiert w«>de. gcichriebm nnd damalin einer Bormgsa«»aabe von wenige« hundert Exemplaren veröffentlicht. Es war die Zeit, da eine Welt des lehrreichen Genießenda» Andenken dr- Genieder zeitlose»^ Musik feiett«, da Mahlerherrliche Mozart-Anffühmngen die Opemmnsik Mozartgeradezu «e» entdeckten. Damal-schrieb Beer- Hosmann die nachdenkuch-bewundrrnde» Worte in seiner Gedenkrede auf Mozart: ^So steht der Meister -- vom Schicksal gestellt — an der Grenze zweier Zeiten. Ihm — wie nie einem andere« — ist es geschenkt, da- Antlitz seiner Welt, ehe esich wandelt, allm Kommenden z« ktznd'en und zugleich ein seliger Bote dessen zu sei», was, hinter aller Zeiten wechselnde» Antlitz, ewi, sich birgt.* Nach 1b Fahren erscheint nun diese Gedenkrede wieder. In einer Zeit, da die schweiblStlgrn Worte Beer-Hofmanns noch richtiger als je da» ans drücken, was unserer Bewunderung iiir: .Mozart sich beimengt: daheute doppelt llnbegrerflichr, daß er eine« Menschen aegebe« ist, Bote deffen j» sein, was hinter' dm wechselnden Zeiten »ewig sich birgt". Wir kSunen eS heute nicht «ehr begreife«. Dar«» geben die Gedenkworte Berr-Hof-. «a«nS gerade jetzt das wieder, was die Welt nachdenklich be« Mozart empfindet: das Wunder der Zeitlosigkeit, da» ihr abhanden gekommen ist. . — t*. Gimnrr Kronberg: ,rhA«kd«*. Gßstap Kiepenhener, Potsdam 1SS1. ' - Eiue, fast »nentliunbare Trägst, verfolgt die deusicklleschMenche Fudentzichtunse« der ' setzte« Zeit. Die Gptttzeraeffenheit »ud Zerriffenheit ihrgr Umgebung zwingt die lungen Dichter z»m Ansschreie», die zwar da» Wesentliche ssthle» oder! ahne«, aber jedesmal i« Formale« scheiter«. Dainnerlich Geschante wird -nr Karikatur, wmo eS sutz in sprachliche Forme»