Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 957 (25.9.1921)
- Date
- 1921-09-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2980036--08914-2995110- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sit, >51 Wien, SonntaF flüchtet. Später würben die Eindringlinge vom Leithadamm zurückgewvrfe« «nd stehen jetzt östlich und südlich von Bruck. Auf die Nachricht von diesem Einbruch begaben sich Landeshauptmam, Mayer tu Begleitung deS Landesamtsbirekbors Dr. Kgstner nach Bruck an der Leitha, um die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen.! Auch bei Lafnrtz an "der steirischen Grenze ist e-!zit einem Kampf zwischen österreichischem Militär und mcrgyanschen. Band« gekommen. Die »Politisch« Korrespondenz" schreibt: Die Sitzungen Ausschusses für AmßereS haben eine eingehende Erörterung |b« Situation gebracht, wie sie durch die Entwicklung der west- -ungarische» Frage und die jüngste» Ereignisse geboten war. Entschlirßungen im Sinne von Direktiven an die Negierung als den verantwortliche» Faktor der österreichischen Außenpolitik konnten auS dem Grande nicht gefaßt werden, da die Regierung sich mehreren Möglichkeiten gegenübergrstrllt sieht, deren Endemwicklmig zur Stunde «och nicht abgesehen werden kann. Ins »lange gntbewaffnete nnd voizüglich ausgerüstete Banden j<mf burgenländischem Boden Hausen, dre dortige Bevölkerung Drangsalieren und in dem mit Waffen offenbar «och reichlich ^ersehenen Uugar« eine Operationsbasis finden, um selbst jdie niederösterreichischen nnd steirischen Grenzgebiete zu überfallen, jwürde jede - Opfer Oesterreichs vergeblich |f e i tt. Erst «Üffen de« entwaffneten Oesterreich, das loyal die ^Verträge H8lt, entsprechende Garantim deS r u h i g r n Besitz e r deS BnrgenlandeS geboten sein. Die österreichische Mgierung hat b« der gegenwürtigen Situation zunächst a b', u w a r t e n, in welcher Richtung eine von Oesterreich selbst ■rH*.r augebahnte diplomatische Lage sich entwickeln wird. « Zu dem . Heber fall bewaffnet« «ngarischcr Banden aas BruckanderLeitha erfährt die »Politische Korrespondenz"; Die in Wien bereits bekannte Behinderung des Eisenbahnverkehrs östlich von Kirallyhida durch eine Schwellenblockade und Aufr.ißung von Schienen ist durch ungariiche^Eisenbahner, d e offenbar mit den Banden in Verbindung steh:n, verübt worden. Das gesamte ungarische Eisenbahnpersonal in Bruck ,st verhaftet und nach Niederösterreich überstellt worden.; Die österreichische Regierung hat unt« Protest die Vorfälle der Botschaftttkonferenz zur Kenntnis gebracht und sogleich bei -er ungarischen Regierung die entsprechenden Schritte unternrmmen. Hakenkreuzler in Westungar«. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Wien: Den amtlichen Stellen liegt Beweismaterial vor, aus dem mit großer Deutlichkeit hervorgeht, daß zu den Führern der Banden, die in Westungarn sowohl gegen die deutschen Einwohner ials auch tzkgen die österreichische Grenze Vorgehen, Offiziere aus dem Deutschen Reiche gehören. Die Beziehungen dieser Offiziere zu Orgeschverbänden und anderen Hakenkreuzorganisationen sind einwandfrei festgestellt. Die österreichisch"» AmtsstellenMnd die Bevölkerung Oesterreichs sind mit größtem Erstaunen erfüllt, daß Deutsche, zu deren Programm ja die Äercinignng aller Deutschen gehört, im Interesse des mon-- Wiewer Morgenzeituag Anlässlich 8er hohen Jeiertage veranstaltet die Zion. Beziikss.ktion Leopoldstadt in den renovierten Lokalitäten des vormaligen Zirkus Renz, II., Zirkusga*se 44 einen Für gut renommierte Kantoren Ist bereits gesorgt. Draschah von Ehrwürden Rabbiner Berman aus Berdyczew- Kartenverkauf täglich von 9—12 und 3—6 Uhr im Lokal Zirkusgasse 44. orss archistischen und des aristokratischen Gedankens mit Magyaren geacn Deattcbe Vorgehen und den "Anschluß Deutschwestunaarns an Oesterreich mit Gewalt verhindern wollen. Johann Huber, Kano«iU»S vo« Oedenbnrg Einer Meldung mis Wiener-Neustadt zufolge hat die ungarische Regierung den Abgeordneten Johann Huber zum Kanonikus von Oldenburg ernannt. Die Installierung soll vor einigen Tagen in Oedenburg stattgesunden haben. Kanonikus Huber spielt in der westungarischen Frage eine wichtige Rolle. Sein Verhältnis zu den W i e u c c Christlich sozialen war vor kurzem Gegenstand lebhafter publizistischer Auseinandersetzungen, im Verlauf welcher die Christlichsozialen versuchten, Huber abzuschütt'ln, was ihnen jedoch durchaus mißlungen ist. Waders Praktikers. Mit welcher Gewissenlosigkeit der österreichische Innenminister W a/b e r in seiner Eigenschaft als Vertrauensmann der antifenn tischen Großdeutfchen die Friedensverträge auSlegt und Opiaten um ihr wohlerworbenes Recht bringt, geht aus den Zuschriften hervor, die uns von Tag zu Tag zukommen, und aus denen wir hier eine Blutenlese veröffentlichen: S. T.. Wien, IX, wurde abgewststn trotz ihres 16jährigen Aufenthalts in Wien, trotz ihrer deutsch«» Schulzeugnisse von Tnzla (S. H S.'. irov abfottj'e'tcr Handrlskurse in Dien. Ihre Jugenderznhuug genoß sie in Tuzla (BoSnirn) wo ihr Bat« Staatsbeamter wa-. Ten Geburtsort Tarnovol muß sie ve> -e chnen, weil ihre Mut'« zur E n 1 b i n d u n g tiir cinigl' Wochen aus Boöinrn fortfuh'.-. § e schrnbt: „Ich habe in Wen. wo rch ununterlnocheü 1» Jahre weil', meine Heimat g.lunden. Galizien kenne ich' n chk unv in Jugoslawien konnte ich nicht Wurzel fassen, <6 muß doch lür nr ch ein L-.nd geben, wo m ine Rechte gewahrt we>den, Lotztem ich Gott sei dank Jüdin b n" A. S., Wien, I. Aufenthalt in Wien ieit seiner Geburt (seit 23 Jahren), e ne Eltern wohnen der seit 40 Jahren, trotz deutscher Volks- und M Nelschulzengn sse und d r Absolvierung der Wiener Handelsakademie abg wic'en. 25. Segtember 1921 Sette i * ... I. ' iim.ih».. I II fcn.«infcirfw fitmrnZmmUmmmmmmmmm mmmmm—<1 ■ 8. F.. Wien, XlV. Im Jahre lSt5, zu Gto ckera« geboren und nach Ungar« (KiSvarda) zuständig, SvjLhriger Aufenthalt in Wien, besuchte die Volksschule i» Wie« «nd d«s Realgymnasium in Stockerau. B. L.. Wien, VIII. Acht Personen der Famikie' wurden die Optionen bewilligt und das neunte Kind, E r«st», wurde abg-wiesen. A. F.. Wien. XX., w««de abgrwiese«, obwohl er 27 Jahre >n Wien lebt, wo er auch die Bürgerschule besucht hat. Geboren in Woritschau, Steiermark. I. K., 28 Ja ire alt. inWien geboren und ständig hier lebend Hat hier Volks-, Mittelschule und Exportalademie besucht. Der Vater, der aus Ungarn stammt, hat nach einem fast 4»jäbrigen ununterbrochrrren Aufenthalt in Wien die öfterreicdischeStaatSbürge.rschaft und bald, darauf die Zuständigkeit nach Wim erworben, und zwar zu einer Zeit, als sri-n Sohn Josef K. und dessen -.weiter Bruder bereits großjährig waien. Düser Bruder erhielt allerdings vor WaberS L 8 t i a k e \ t btc Staatsbürgerschaft durch Option, während Josef K. mit der bekannten Begründung abgcwieien wnrdr. Da d>r Vater als ehemaliger ungarischer Staatsangehöriger schon vor dem Knege die österreichische Staatsbürgerschaft erwarb und m einer Gemeinde der heutigen Tsch'cho-Zlowakei hcima'sber-chugt wurde, so hätte Josef K. gegenwärtig nach Wabers Eotsche düng als Tschecho-Slowake zu gehen. O. B l. «st in Wien geboren, wo er 37 Jahre vnnnlerbrochen lebt. Er hat nur W.rner Schulen besucht und rsi. se»t Jahren ftiiS^cicr Steuerzahler. I. W. ist in W i e n geboren, 31 Jahre alt und bar hier alle Schulen beucht, ist Hebamme und Steuerzahlerin. Dir Mutter lebte 70 Jahre in Wien und war hier zuständig. I. K. lebt sei fernem 14. Jahre (1905) m Wien, hat deutsche Schulen in Lemberg besucht, ferner die Wiener Handelsa,a -mir. Et ist K r «r g k i n v a l i d e nn^, wie cr sAreibl. reizest he malles und infolge der Ablehnung seiner Option ist ihm die Invalidemewe eingestellt worden, s, daß er weder von Oesterreich noch von Prlm etwas erhält. Unter den von Waber Abgewiescnen gibt es eine stattliche Reihe von Leuten, die in Wien geboren sind, die überhaupt nur deutsch sprechen und keine andere Sprache verstehen, sowie viele, deren Eltern oder Geschwister infolge, des zufälligen Umstandes, daß ihre Gesuche noch vor Wabers Famose? Entscheidung erledigt wurden, die österreichische Staatsbürgerschaft zuerkannt erhielten, obgleich auf' sie genau die gleichen Bedingungen zntressen. Und solche Unmöglichkeiten sollen nach des Großdeutschen Waber Meinung Gesetzeskraft erlangen! Das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist noch nicht gesprochen! * * * Alle zu Unrecht ab gewiesenen Optanten bitten wir um schriftliche Darstellung des Falles (unter Angabe der ihrem Gesuche beigelegten Dokumente) ani die Redaktion der „Wiener Morgenzeitung". Modern® Herbsfsteffe für Anzüge und Kostüme ICarl ScfilWai*2Z & C~ .Oo'h °«ehr "prolsW«r, VI., Windmülilgasse Nr. 2 einen Augenblick erschütiem könnte. Auf unsere „Jndeiibkätter" dürfen Sie sich in diesem Punkte verlassen. Wo wären wir, wenn die den Mut hätten, den Kamps gegen, uns auf- Zttnehinen! Der n : u e M tarbekter (verblüfft drÄnschäuend): lind ... bitte ... verzeihen Sie gütigst... aber komrnt es denn nicht vor, daß doch hie und da einmal auS unseren t.es.-rkrr'ftn selbst Stimmen des — Zweifels, 'des Unglaubens an unseren Behauptungen sich erheben? Weim wir uns einmal der Lächerlichkeit preisgegeben, dann.« . C he freda kt^ur (stolz):. Niemals gibt es einen Jweisel. Man schwärt auf bas, was wir schreiben! D<r neue Mitarbeiter (schüchtern): WirMch? Ich hätte gedacht... vielleicht... »C.hefrebakteur (gereizt): Sie werden doch nicht mir unsere'Leser zu kennen geben wollen. Ich werde Ihnen, sunger Mann, mit einem Beispiel dienen, das Sie gründlich belehren wird. Vor kurzem veröffentlichte das „Deutsche Äolksblatt" den Brief eines Rabbiners aus,Donstantinopel, der seinen.französischen, von der Ausweisung bedrohten Rassecieuojfeit tm Jahre 1489 den Rat erteilte, scheinbar zum Christentum überzutreten. In hem Briefe wurde ausgeführt, daß die Ansicht der großen Rabbiner in di.'s^r Frage laute: «Ihr beklagt euch, daß sie euer Leben, bedrohen. Laßt eure Kinder Aerzte und Apotheker werden und ihr werdet das Leben eurer Feinde ohne Strafe gefährden können. Ihr versichert, daß. sie eure Synagogen zerstören; laßt die Klügsten unter euch Priester werden,"dann könnt ihr die feindliche Kirche untergraben und vernichten usw. usw!' jöa3 «Deutsche Volksblatt" versicherte, daß Habautin in seinem ausgezeichneten Büche „Les Juiss^nos maitres" die Echtheit dieses Briefes aufs überzeugendste nachgewicsen habe. Nun hören Sie, mein Lieber: Sie brauchen nicht darüber zu staunen, daß kein einziger Leser des „Deutschen Bolk^blal^ einen Zweifel an der «Echtheit dieses Brieses in seinem meritorischen Inhalt äußerte. Sie muten eben den Juden alles zu. Aber halten Sie es — unter uns gesagt — für begreiflich,, daß kein einziger katholischer Geistlicher stutzig wurde, als er-die Aufschrift „Geliebte Brüder in Mosel" las? Kein katholischer Geistlicher dürfte einen sRoment darüber im unklaren gewesen sein, daß es ein alberner Stümper war, der sich durch diese lächerliche, der christlichen Ansprache ..Geliebte Brüder in Christo" nachgeahinte Aufschrift als bewußter, betrügerischer Fälscher selbst entlarvte. Glauben Sie aber, daß auch nur ein einziger Geistlicher das „Deutsche Bvlksblatt" darauf aufmerksam gemacht hat? Kein einziger warnte das Blatt vor der weiteren Vrrtrrtung der wirklich albernen Fälschung.'Na, sitzt s.hen S'e es wohl ein: Gegen die Juden dürfen die antisemitischen Blätter ganz oh,«e. Sorge schreiben, was sie wollen. Cs schadet ihnen nichts. Ich meine, es schadet den antisemitischen Blättern nicht. In Frankreich mag die Lächerlichk .it töten. Bei uns gedeiht man dabei ganz herrlich. » Der neueMitarbei'i? r : Ich ... ich möchte den e •, die Priester, die den Brief aus d^m Jahre 1489 mit der Aufschrift „Geliebte Brüder in Mose!" unbekümmert lasen, beruhigten ihr Gewissen bainit, daß dies doch eine alte Geschichte sei, die keinerlei Wirkung ans dis Verhältnisse der Gegcnlvart haben kann. Sir hielten daher eine War: uug... C hesredakteut (mit ^stolzem Selbstbewu'ftsein): Oho, mein Lieber! Wenn ich etwas behaupte, so lasse ich mich nicht so leicht widerlegen. Das „Deutsche BolkSblatt" fügte der Versicherung seines Glaubens an die Echtheit di ses Rabbinerbriefes buchstäblich folgende Bemerkung , hinzu: „Worauf wollte man überhaupt seine Zweifel stützen? Stelit doch der Brief die jüdische Politik vortrefflich bar, und hält man heute Umschau, so wird man gewahr, baß Israel die Regeln gründlichst befolgt hat und befolgt. Die > Weisen von Zion' sind in allen Jahrhunderten aufzuspüren und heute ist mehr denn je ein kräftiger Arm mit einem derben Besen nötig, um die gan ze Sipp jch aft hinauszufegen." Aha, jetzt schweigen Sie? Ich wiederhole Ihnen, mein Lieber, uitb merken Sie sich daS, wenn Sie bei uns Karriere machen wollen: Es ist heilige Pflicht eines Christen, wie wir ihn verstehen, gegen die nur von Lug und Trug lebenden Judm, die die Welthcrrschast anstreben, mit allen Mitteln zu kämpfen, die wir aus dem idealen Quell unserer reinen, nur der' Wahrheit dienenden Gesinnung' schöpfen. Der neue Mitarbeiter (ganz verwirrt): Ich. glaubte... ich dachte... ich meinte...' Konstantinopel im Jahre 1489, ein so alter Rabbiner und. . . , Chefredakteur (überlegen): Lächerlich! D' k nn ich Ihnen, wenn es Jhnrn beliebt, auch Mit einem R bbincr nuö. neuerer Zeit dienen. In der „Nüchspost" hat kürzlich' Prof. I. Sk. — hören Sie, ein Professor, nicht irgerrbein kleiner, obskurer Slribler — in einem Artikel auf die „ausgezeichnete und unerschrockene B)nifazlus-Korrespon^e z". verwiesen, die die Rede eines Taunudistcu (aus Delassus „Le Probleme de l'hcure presente", Paris 1906) brachte, in der es unter anderem heißt: „...Alle öffentlichen Acmter müssen den Juden zugänglich sein. .. Der Richtecstand ist für sie von der allergrößten Bedeutung und natürlich erst recht die Medizin. Denn ein Arzt dringt in die intrmsten Geheimnisse der Familie und hat als' folcher das Leben und die Gesundheit üblerer Todfeinde, der Christen, in der Hand." Ferner: „... Die Israeliten sollen sich enthalten, Frauen, unseres (d. h. jüdischen) heiligen Glaubens als Maitressen zu haben; diese sollen sie sich unter den christlichen Jungfrauen aussuchen..." Die Rede des Talmudisten „über ein jüdisches Aktionspvo.gramw aus dein Jahre 1875" ist — so sagt weiter Prof. I. 'Sk. in der „Reichspost" --- „wortwörtlich in Erfüllung gegangen. Und' heute sind wir Knechte der Juden geworden und bleiben es, wenn nicht ein neue^r Lueger kommt und' seine Wieiner zum neuen Kampfe ausruft." Also! Sind Sie bekehrt? G^ben. Sie zu, daß man g.'trost — wenn man die'Juden in. ihrer' gefahrdrohenden Erscheinung kennzeichnen will — einem Rabbiner im Jahre 1875. beiläufig basstlbe Aktionsprogramm', in den Mund''legen darf wie einem Rabbiner aus dem' Jahre 1489? ' Der neue Mitarbetter-: Und was tun die Juden, was können die Juden gegen, diese Art ihrer. Bekämpfung tun? ' ,!- Chefredakteur: Gottseibank nichts.. Die Blätter, in denen sie schreiben, daß man gegen sie Lügen und Fälschungen verbreitet, die lesen die C'hristeir nicht u >d auch nicht die Antisemiten. Der neue Mitarbeitier (nachdenMch): Jetzt kenne ich mich schon aus: Man darf rlso, gestützt zum B ifli^l auf die „Weisen von Zion", dem Konstantinopler Rabbiner von 1489 und dem Tahmudisten aus dem Jahre 1875, sedem Juden ruhig sagen, daß er ein verworfenes, gefährliches, verbrecherisches Individuum ist, das... > Chefredakteur (unterbrechend): Stein, von jedem darf' man das — leider — bet unserer gegenwärtig noch ^herrschenden veralteten.Rechtsordnung nicht sagen und: schreiben, das darf'man nur von der. Gesamtheit der Juden! ' -*ff Der neu« Mi türbeiter: Ich verstehe/ ich verstehe. .. Aber Sie verzeihen ... Herr Ctzesredalteur... Si^ salbst..glauben Sie... bas heißt... haben Siir gi.-gl.mbl. was in unserem Blatte von den „Weisen von Zion" g fnj,t wurde? Chefredakteur (aufbrausend): Herr, halten .7 e mich für einen Trottel? Jch bin Chefredakteur eines antisemitischen Blaites, aber nicht der — ..Leser" eines solchen. , - Lg o.