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Wiener Morgenzeitung · 1921-09-24 · Heft 956 (24.9.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 956 (24.9.1921)
Date
1921-09-24
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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mrmr p §fr«!. — Zionistischer I» -r«dv erb k»«d. DienStaa den L7. d. M., 6 Uhr abends,- im Saale des Jüdischen Natronakrats, H., Taborstraße 20a, Leitungssttzuua, — L ei enndRedehalle jüdischer Hochs ch m t e r. Heute, 7 Uhr abends, Konvent, IX„ Türkenstraße 9. Bericht und Fortsetzung der Generalversammlung. — Akademischer V e r e i n j ü d i s ch e r M e d i z i n e r. Heute, 8 Uhr abends, im (Säte City, IX., Porzellangaffe, erster geschlossener GeseÜjchaflsabend für BereinSmitglieder und durch dieselben eingeladene Gäste. — Jugend» erein Neß Zio nah. ll., Jlgplatz 5, Gasthaus MM Komet. Heute, V*7 Uhr, Vortrag Siegfried AbeleS. V-9 Uhr. Heimabende Jugendliche Willkommen. — I « ge ndvereiu Aba Math Zion. II., Kleine Zufahrtstraße 160. Heute, V-8 Uhr abends, Heimabend. Morgen, V,10 Uhr vormittags, Ausschußsitzung. Die Ernährung. Der «arktdericht Der Mangel an Fett macht sich van Tag z« Tag mmn’ Mehrerer fühlbar. Die Folge davon ist, daß die Preise sprunghaft in die Höhe.gehen. Die Ltschicknug der Grünware«m arkte war für den Bedarf ausreichend ausgefallen. Trotzdem ist ein Anziehen der Preise für einzelne Artikel zu beobachten. Kartoffeln wurden^ im Preise um durchschnittlich K 2 erhöht. Ein Kilogramm roter Kartoffeln'stellte sich heute auf dem Naschmarkt ans X 26, in den Bezirken darf kein höherer Preis als K 27 gefordert werden. Gelbe Kartoffel» stellten sich mif X 28, beziehungsweise K 29.. Auch für Zwiebeln haben sich die Preise erhöht. Im Kleinverkauf auf dem Markt kostete ein Kilogramm X 46, in den Bezirken darf der Preis von X 48 «icht überschritten werde». Der Preis für inländische Zwetschken ist um X 3 ver Kilogramm gestiegen. Die Ware kostete, auf de« Naschmarkt X «4, « den Bezirken soll sie nicht mehr als X 67 per Kilogramm kosten. Ans dem Naschmarkt sind heute 100 Kiste» Zitronen eingelangt, die zur» Stückpreis von X 13.abgegeben werden. An Eier« herrscht nach wie vor Mangel. Die Brot- und Mehlpreisstaffelung. Zu' der eben in Durchführung begriffener. Brot- und Mehlpreisstaffelung wurden in der gestrigen Pressekonferenz vom ,-Ministerialsekxetär Dr. Bureseh für die:Verbraucher willkommene Erläuterungen gegeben. Zu beachten ist, daß für die erste- Kategorie, die der Dienstnehmer, nur die Unteramt dre Obergruppe in Betracht kommen und die betreffenden -Angestellten die auszufüllenden Formulare von den Dienstgebern übetstriüelt erhalten^ Die Formularien für die zweite Kategorie von Verbrauchern sind bei den Brottommissionen zil beheben, wo die Erklärungüber die Einreihung ^christlich oder auch mündlich abzügeben ist. Wer eine solche'Erklärung bis zu dem festgesetzten Termin nicht abgibt, ist. von dem Bezug -des rationierten Mehles oder Brotesausgeschlossen.? Mit' diesem System der Einreihung wird/, vorläufig nur für'die letzten drei Monate des Jahres ein Versuch gemacht; aller Voraussicht nach wird jedoch auf diesem Wege-.weitergegangen werden. Werder Mittel- oder Qbergruppe angehört, wird sich bei der Brat- und Mehlkommission über -die Vorausbezahlung der Mehlpreisdifftrenz ausweisen müssml, wobei zu hemerkeir ist, daß die Barauszahlung aus-, schließlich ,ftir. Wege des Postsparkasseuamtcs .mit den von iekten . der Brvtksmmissivn ausgegebenen Blanketten zu er-- - solgeuchak. Eine Verpflichtung zur Abgabe der Einre'huugscrklärung besteht nicht, wenn eine Partei keinen Anspruch auf das rationierte Brot und Mehl erhebt; ein erheblicher Teil der Verbraucher macht von der staatlicher: Zuweisung auch jetzt schon keinen Gebrauch.- , . Im budgetären Interesse ist es jedoch, daß jene Parteien, welche für die nächsten drei Monate, auf die Rationierung nidjt Anspruch erheben wollen, bei der Brotsommission eine ibezügliche Erklärung obgebe", da sie> im anderen- -Falle nicht, dem Staate, sondern lediglich den? Bäcker nützen, da die Dotierung der Lieferanten ausschließlich nach der Anzahl der im Kaufe befinolichen Karten erfolgt. Was die Vorauszahlung betrifft, wird der Verbraucher, je uachdein er der Ober- oder Mittelgruppe angehört, bei der Lrvtlommisfton. den mit dem' entsprechende"' Betrag aus-- gciüll-tcn Erlagscheinausgefilllt erhalten. Je mehr Personen sich für den ^Bezllg erklären, desto größer wird die Entlastung des Staates st in. Falls der Mehlpreis im Laufe dernächsten' drei -Monate, sich wieder erhöhen sollte, wird eine Nachzahlung ,-von der Mittel- oder O.bergruppe nicht verlangt werden.-Verbraucher, die sich ungerechtfertigt in den Besitz t>mt Brot- und Mehllartcn setzen, werden strafgcrichtlich znr Verantwortung gezogen. jFreie[Jüdisch®^ Heute J lJhr**tp|gaiar 'Hü!C*BTTF g *nVaraa*in'3'Akten nnd >/.8 Uhr: K»«öi«s von David Finski Bühne und Kunst.-s Raimund-Theater. Wen» wieder „Der Meister" in Szene geht, haben die unterschiedlichen Bahr-Verächter nnd Bahr-Bespöttlcr einen ichweien Stand. Man muß gehörig unter den Diamatikern,' der Gegenwart suchen, bis man einen findet, dem eine derart lebendige,' vollsaftige Komödie auch nur annähernd gelange. Die Gestalt des Kraftmenschen Cains Duhr, dem alles uuterthan wird^ -ohne M? er sich sonderlich darum bemühen muß, der ' über alldiese Kleinen, Zarten. Gemütvollen lächelnd hemscht, bis dre eigene- Frau solch einen zartbesaiteten, schwärmenschm Schwächling dem gewaltigen Gatten verzieht und ihn verläßt, daß er sie' feilten muß, ihm wenigstens den Haushund Titus zü lassen, tfi' prachtvoll herausgearbritck und Szenensühmug wie Dialog dieses Stückes sind wirklich unsewöhnlich geglückt. Auch diese zweite Leistung des Raimund-Theaters Miter der neue» Direktion ist ganz hervorragend. Es Äweift sich, daß Eugen Kl 8 pser, dessen Florian Geyer so., tiefen Eindruck hinterließ, ein Künstler ersten Ranges ist. Sein „Meister* ist ein breitspuriger Kraftkert ohne Nerve», der alles ringsherum mft lacheluder Gleichmut W seinem' Werkzeug macht und stets durch» blicke« läßt, daß er sie alle mitsammen, auch die, welche ihm unentbehrlich geworden sind, «icht sonderlich einschätzt- E'» Zyniker und Menschenverachter, der dann losbricht wie ein Raubtier, wenn er die Einsamkcit zum ersten Male spürt.' Neben ihm vor allem Lillr K a r v-l y, die innige-und edle Gestalterin von rührendster Wirkung. Daß sie Wien wiedergewonnen ist. sei freudig begrüßt. Elinor B ü l l e r. die wir zum ersten Male sahen, ist jedenfalls eine Persönlichkeit, die durch vornehme Haltung und delikate Bointierung ausfällt. Auch sonst eine Bor' stellnvg von hohem Niveau. Nur daß uns Ludwig S t a r k, der rühmliche Spielleiter des Abends, der famosen Rolle des japanischen ArzteS «icht gewachsen schien. Er färbte den klugen, sclbststcheren Japaner in einen vorsichtig lavirrendm Dydaprster Salon! owey um. Der große Erfolg mag Herrn Direktor Peer und seinen Künstlern Genugtuung und Ansporn sein. 0. A. S e 1 c h waren- Res'tauraut Niederlage der Armin Biel L & T. Piowuti Frühstückstube und. Delikatessenhandlung Wurstfabrik Wien, I., Schottenring 14 Telephon Nr. 60-7-48 - » 1066 Spezialität: Feie« Aufschnitte lattsii, Pilsner Urquell a. Psehorrbrju vom Fass Deutsches Volkstheater. Moiffi als Othello. Der Othello, den- M o i s s i zum ersten Male in Dien dar stellte, hat ganz und gar nichts von sengendem Wüstenwind an sich. Ein Ahnungsloser. Gütiger, dessen menschliche Güte an der Grenze der Einfalt steht und dessen Liebe zu Desdemona mit Menschenliebe zusammeuhängt. Und der dann, vom Trug nm» garnt, an der Menschheit irre wird und hilflos, kindhaft-ratloS, die grauenvolle Tat des MordeS ausführe» muß und in ihr zusammenbricht. Dieses Erfaßen der Gestalt hat in manchen Mo-- menten Rührendes, das an Große streift; und doch bleibt in der solcherart wiedergrgcbenen Oth:llo-Gestalt ein Rcst von Unzulänglichem. irgendein Ausdrück 'der Unvermögens, Der graue Kopf des schmächtigen Feldherr» und der kindische Mund kontrastieren in manchen Momenten doch zu stark; etwas spielerisch Unverantwortliches an diesem Othello stört. Dennoch bleibt starker Eindruck. Das Trngnetz Jagos wurde von Herrn Bon» gelegt, bester gesagt, hingelegt. Mit eine« riesigen Aufwand an Unzulänglichkeit. Er spielt den Jago als Bösewicht aus gekränkter Gaitenchre. Und was bei dieser an und für sich schon unzulänglichen Anffastnng bei Herrn Bonn hcrauskommt, ist gekränktes Ehedkttbewußtftin des Jägerhemdwießers.llud wenn diese für: ein Sternheim-Borbild taugliche Figur sagt: »Ich möchte sie, auch besitzen!" sy steigt Nebelkeit auf, wieffie Philisterstammtischs gespräche ' erwecken. All dirS wird mit dem Sirgesbewußtfem «Ha. was bin ich für ein Schauspieler!" so ankdrmgltch wir nur möglich unterstrichen. '■ Desdcmona — Trude Wessely. Sehr blond. Das andere belanglos. Es gab un rzogen" Beifallsstiirme für Moissi und eine überlaute, störende Bonn-Claque- 8 8. Aus den Theatern. Wochen spielplan des Bur git h H t e r. §. Somckag. 7 Uhr, ,Hoäneiistage". — Montag. 7-Ubr, ^.Der Schwan". — Dienstag, 7 Uhr. ,Hochzeitstage". ~ Mittwoch, 7 Uhr. »Die Frau vom Meere". — Donnerstag, 7 Uhr. »Hochzeilswae". — Freitag, 7 Uhr. .Der Kaufmann von Venedig": (Der alte Gobbo — He^r Hugo Thimig alS-Gast.) -- Samstag, 7 Uhr, „Königm Christine". — Sonntag, 7 Uhr, „Hochzeitstage". Wochen fpirlplan des Overntheaters. Sonntag. '/*6 Uhr, „Götterdämmerung". (Brünuhilde—Frau Kammersängerin , Helene Wtldbrnnu von der Staatsoper in Berlin m. G.) — Montag, 7 Uhr, „Salome". (Salome-Fräulein Emma Holl vom Opernhaus in Frankfurt am Main a. G.) — Dienstaa, V-7 tlhr, ,Die Jüdin". Mittwoch, 7 Uhr, »Don Juan". (Don Juan Herr Alfred Jerger vorn Nativnaltheater in - München a. ,G. Donna Anna — Frau Helene Wildbrunn von der Staatsoper in Berlin a. G.) — Donnustng, 7 Uhr, »Hans Heiling". (>su dieser Vorstellung gelangen nur Logen und Parkettsitze zum Verkauf.) — Freitag. 6 Uhr, „Der Rvsenlavalirr". -- Samstag, 7 Uhr, „Die Bohöme". — Sonntag, 6 Nhr, „Die Frau ohne Schatten". (Barak — Herr Alfred Jerger vom Nationaltheater m München a. G.) W o ch e n s v i el p l a n d e r B o l k s o p e r. Sonntag, 7 Uhr, „Die Zauberflöte". — Montag, %$ Uhr, „Madame Butterfly". — DtenStag, 7 Uhr. „Don Juan". — Mittwoch. Va8 Uhr, „Tosca". — Dyimetstag. V»8 Nbr. „Madame Butterstv". — Freitag, 7 Uhr, „Die Fl-dermaus". (Im zwecken Akt Auftreten Jasma Selim — Dr. Ralph Eenatzky n»t> Tanzeinlage her.Primaballerina des Overntheaters Elsa v. Strohlendorf.) 3- SamStag, 7 Uhr, „Carmen". Äochen s p ielplandesDeutschenVo'lkZt h e a t e r s. Sonntag. lUZ tlhr. „Gespenster" (Oswald — Alexander Moiisii: %7 Ubr ..Othello" «Othello — Herr Moissi. Jago — Herr Bonn). °— Montag. 7 Uhr, „Der grüne «akadu" (Henri — Alexander Moissi), „Er ist an allem schuld" (Wmnder-, bursche — Abxandec Moissi). — Dienstag, V,7 Uhr, „Othello" (O hello Herr Moisu, Jago — Herr Bonn).— Mittwoch, '/.,7 Uhr, „Dantons Tod" (Danton — Alexander Moissi). — Donnerstag. 7 Uhr, „Der grüne Kakadu" «Henri -- Al-xander Moissi), „Er tst an allem schuld" (Wanderbursche — Herr Mobst). — Freitag, V,7 Uhr. „Othello" (Othello — Alexander Moisft. Jago — Herr Bonn). ~ ' SamS'ao, ’/u7 Uhr. mneinstudiert und -inszeniert „Frühl'Ngserwachkn" von Frank Wedelm d. S P i e l p l a n der. K a m m e r s p i e l e. Sonntag. V«3 Uhr,. „Der Dub"; 7 Uhr „Am TeclUch": 10 Uhr „Die unberührte Frau". — Montag bis inklusive Samstag, 7 Uhr, i „Am Teetisch"; 10 Uhr „Die unberührte Fron". .«MM ■* Die «reit |»Uf *e S• tf• »ttm» folge; des andauernde« Erfolges Pi»skis Artettirdra«« xE i t i k S ch e f t e l", mit Paul Baratow (Ben Zmi -«.der ^atelrolle, bis einschließlich Donnerstag de» 29. d.M. LzM'-.«,... Sprelpla». / In der R e« a i ff a » c e > B L - »e findet ««,<«, Sonntag', die Erstaüffrhrn«g der dreiaktiar« GroteMe „Der Herr D e r t e i d i ß e »" da» Fra», SK l » » , ened «lfttd H«l»-stattL - - Sefterrelchrfche «»«fischLHe «»ch P»«». Der Prager „Denkov" veröffentlicht ein Gespräch mit de« bevvllmachtigten Minister der sich echo-slowakischen Repvdlik i» Wie« - Dr. Zahradnik über die Frage der Rückgabe der historische» und Kunstdenkmäler. Der Minister erNärte, daß, soweit es sich mu Archiv alie« bandelt, diese Frage durch den Prager Vertrag vom 18. Mai 1920 geregelt wmde. Mit. de« Uebernahmsarbeite» wurde sofort begonnen nnd es besteht die Hoffnung, daß alle Archive, insbesondere das der ehemaligen böhmischen Hoskanzlei »nd der H » s k a « m e r, bis Ende des JechreS in Prag , sein werde«. Aeber die K « n fi d e n k « 8 l e x sind die Verhandlungen im Gange. Die ReparationskoWimssto» hat, eine von der Pariser Juristenkommisfio» begrrtachtete Denkschrift deß tschechischen Schülminifiermms de» Oesterrerchern zur Aeußernng bis znm 15. August d. I. übermittelt. Hierauf soll eine Replik Unsererseits, vielleicht noch eine Duplik Oesterreichs und eine Neuerliche Erwiderung vo» unserer Seite folgen, so daß die endgMae Entscheidnng erst gegen Schluß des JlchreS zu erwarten wäre. Es handelt sich bei diesen Kunstzegenstände« um wertvolle Bilder. Gobelins. Juwele«, Münzen, Medaillen, Waffen, Möbel. Handschriften usw. Gerichtssaal. Mordanschlag eines Heimkehrers. Wegen gemeinen Mordes war gestern der 35jährige arbeiter Wilhelm Schwärz vor einem SchwurMwM des Landesger-ichtes ll angLllagt, dessen Vorsitz MzeprEsitzent Dr. Bi ziste imrehatte. Es handelt sich mu oinen Psychologisch nicht uninteressanten Fall. In der Anklage, die Staatsanwalt Dr. Sacher ver- . tritt, wird folgender Tatbestand mitgeteilt: .'Wilhelm .Schwärz war im Jahre 1918. aus der russische!« Kriegsgefangenschaft heimgekehrt' und wohnte bei semer Mutter^ in Mödling. Im Jahre 1919 diente er in der Mvgarrsche» Röten Armee bis zu deren Auflösung nach' dem Sbnrz b« Diktatur. Dann brachte er sich mit Hamster», Sammüerrg von Waldftüchten und Holzgewinnung fort. Herbst 1319 trat er zu der verwitweten Johanna Dirnbergee m nähere Beziehungen. Als ' sie in Maria-Ettgersbvxf ein« Posten als Hausbesorgerin fand, nahm er mit ihr gemern. ja men Haushalt auf. Frau Dirnberger arbeitete als WaftherÄr, ihr ältester, 17jähriger Sohn Paul verdiente damals Fabriksarbeiter wöchentlich 800 Krone», die drei anderen Kinder der Frau besuchten «och die SchnL. Zwischen Whwärz utck> seiner Lebensgefährtin entstanden alsbald iNreitigkeite»; ihre Hauptursäche waren 'die Rechthabers «nd Nndrckdiambert des Mannes, die sich! damals in außerordentlich bvntaÄr Weise geltend machten. Ein besonderer Auläß zu den Yieso« .Streitigkeiten'war der Wunsch>des Schwarz, die.beide« SöHne der Dirnberger überhaupt aus dem Hause sortzichringerl. Am 4. ..April zertrümmerte Schwärz während eines heftigen Streites mehrere Teller «nd entfernte sich trsiifet Drohungen.' Frau Dirnberger bat deshalb ihten Schwagei- Leopold um Schutz. Als Schwärz am Abend kam und Frau. Dirnberger ohrfeigen wollte, legte sich der Schwager ins Mittel und setzte den Gindringlrng a» die Luft. Am frühe« Morgen des 7. April,?am er wieder. Mles lag «och im Schlafe. Da die Wvhnungstür von innen verspettl war, zerschlug Schwärz ein paar Fensterscheibeiben der Svnterrainwvhnung, um einzudringm. Durch bas Klirren der Scheiben Wachten die Frau nnd ihre Kinder lluf. Die Kinder schrien angstvoll, da Schwärz in der erhobenen Rechten erM-. Revolver hielt. Bevor »och! jemand an die Flucht.'henktti' konnte, hatte Schwärz, stets genau zielend, sechs Schüssegege»t die im Bette Liegenden abgefeuert. Hiebei schdw er: ' „Ihr müßt alle hin w?rden!" Eine Kugel traf'den '17jährigen Paul in die Füße, ein Schuß den 15jährige» zweitM Söhn tm Oberschenkel. Paul Dirnberger st a r b nach zwei Tagen im Spital. Unmittelbar »ach dem Abftuern der sechs Schüsse sprang, Schwarz vom Fensterbrett in das Zimmer.uM - d,L Waffe' nochmals ladest, denn er hatte Jidj, cigms mit ziveifacher Munition.Msgerüswt. Daran würde « von dex, unverletzt gebliebenen Johanna Dirnberger, verhindert. Sie ', versetzteihm mit einer 'Hacke, die sie rasch ergriffen' hakte, einen Schlag auf den Arm. Run wmrdte sich. Schwärz gygjWl die Frau, entwand 'ihr die Hacke, warf sie aus das Beit, und sagte: „Jetzt unter meinen Hängen mckßk hßn wetdenl" 'Jil ihrer Todesangst verteidigte sich die Frau verzweifelt, wobei der Rasende auf sie mtt dem ungeladenen Revolver losschlug. . . Inzwischen war es dem 15jährigen. Sohn Lu-vivig gelungen, trotz der Schmerzen infolge seiner Verletzungen, durch das Fenster in das Freie zu entkommen und Hilft herbeizicholen. Ein Nachbar kam und stieg in das Zimmer h'Nein. s Jetzt ließ Schwärz endlich von seinem Angriff ab und flüchtete durch die Küche in den Hof, von wo er nach tzew: Ueberklettern eines Zaunes die Straße erreichte. Am spätrii - Äbtzpö desselben Tages wurde er .verhaftet. Die Veran.iwvrtnng,' die Schwärz sich zure'chtgelegt hatte, ging dahin, er habe der Johanna Dirnberger einen Denkzettel gtzben wollen. .Vor dem Untersuchungsrichter behauptete er, sei» A^s.-.)lag' sei überhaupt nur gegen Leopold Dirnberger gerichtet g.-uesen, den er durch Schüsse aus der Wohnung vertreiben woltie. . Der Angeklagte' bekennt sich schuldig. - - Die Verhandlung wurde, nachdem mehrere -jenZe-i eür-- veruommen wurden, auf heute Samstag vertagt. Miisind die billigsten in Grepe>de-chine- KAIiN & FRIED und Seidenresten vi., unke wien»«ii* «o, im Hof«

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