Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 955 (23.9.1921)
- Date
- 1921-09-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 6 azstcit, Menaz Wiener MorgenzeitrmK 23. September 192Ü d Di« v»»eau« drr wesiustraniscke« Presieageitsr befinden kich von nun ab Vll. Marialnlfcrnra re 38». I. Suege, Tür 9. Die Leitung hat StnatZsettetür für Presse und Propaganda Dr. R a z a r n f übernommen. * Vegefidniffe am fimtiflen La««. Alter Fried« ll » f: 9 Nbr 20 Mm. Fr.ei.mann Hermann, ll Ukr Bl>nn Llchwig. 4 Uhr Pater Joses. — N e « c r F r i e d h o f: 9 Uhr SO Ä:n. Karpel Max, 10 Uhr Covo Gabriel, 10 Uhr 40 Mm. Ungar Irma. * Abermalige Preiserhöhung in den Kaffeehä«s«r« bevorstehend. Wir wir erfahren. rvird seiten? der KaffeeliauSbesiyer in der nächsten »seit abermals eine Preisk'böhung drr G.tränke einigen, welche mit der sorlwabrniden Steigerung der Preiic für Brcumiialerialien. Zucker uiw. bkgründtt w>rd. * Streik der Wiener Holzarbeiter. Gestern wurden lanitlicire Anfuhren "on Brennstoffen eingestellt, da sich dem Ansstand rer Arbeiter Genwmde Wien-Länder bank die Arbeiter aller Pvatfirmen angeschloffen bade?. * Rückkehr von 800 Kindern auS der Schweiz. Am>8st..r. M. trifft im Meiblinger Stadibahnhok ein Schweizer .stnirrriransvorl mi; rund 8u0 Kindern ein. Der Transport um* faßt hnupisächllch b.e am 7. und 8. Juli auSaerersten Kind.r. dazu cknr Anzahl van Kindei n, die am 83. Mai mit einem- '-3: Gaste'-/r?>ng acfab'-en si'-d nnd e nzelnr N ichrügler früherer Transvanei Dre Eitern erhalten von der Schweizer Geschäftsst-!.!' e -!•- fd ufilicljc Verständigung. die znm Abholen der Kleinen d ent. Ta? E scheinen vo-- 17 ilhr ist unnötig, weil der Zug Inuut vor 13 U6r (f> Uhr abends) einlänft. " Zahntcchuikerpesetz nnd Fortbildnnasschnle. Das neue Zar-ttt cvnileigeictz vervslichtet jeden Lehrling, ob bAier bei einem ZahntechnOer oder einem Zahnarzt in der Lehre ist. '.um Besuch der sachlichen Fortbildungsschule der Zahn- :cd> i'er Ohne nachgewiefenem Schulbesuch nt eine Frersprechung L.'drl"ifls ausgeschlossen. Ueberdiesieht da- Gewerbegesetz Nie »e Gt-ldstrafeu gegen solche Lchrhenen vor. welche de» ^d.uUrsurh ihrer Lehrlinge verhindern. Die Strndcsvert etung dir l est-gien Zahntechniker fnr Wien nnd ,Niederösterreich richtit dadei-an'ämtliche WienerZahntechnckerlehrlinpe. insbesondere an^iene. welche bei Zahnärzten in Stellung und bis heirtederFachschule s c r u g e d l i e n >' r n d. die Aufforderung. sich solort mm Unten chl ,u melden. Die Einschreiduna ist täglich ab 6 Uhr ab!idä nur bis 27. d. M. im Fortbildungslchulgebäude, 71, Mollaid,'offe 37 (Mansarde). * Ei» Millionendiebstahl beim Juwelier Lewit. C/u uwt^ngeichäst Oska^ Lcwit untr den Arkaden der Over, l. Ka^ninerstratzr 40. wurde beule um die Mittagszeit ein verwegener Einbruch verübt, bei dcm die Täter eine Beute von 1% Millionen Kronen machten. Das Geschäft war um etwa ' <l Uhv orlchloste» woiden. Es bat einen Rollbalken, der mit linem Vorhängeschloß und zwei Rollbalkenschlössern versperrt ist. AlS drr Arryngeunn Anna Drojcha um 1 Uhr zum Geschäft kam. fand ule noch geschloffen B'' ihrer Wiederkehr um *'.2 Ufir war das Geschäft schon gewaltsam geöffnet wordeu. Der Täler batte mit Nachschlüsseln das Vorhängeschloß, die be de" Reistiilkenschlösser nnd dann das Schloß der dahintrrl're,ifw Tür fl öffnet und war in das Geschält aedrungen. Im l'yrschätt!>a-ie er von innen die Auslage geöffnet und die auf sli,-r Glasplatte legende» Juwelen einfach znsammengrstmsk. Tie Verkäuferin d's benachbarten Modistengnchäftes sab vor dein Ge'chöst'-nr krui'chen Zeit zwei Männer stebcn, die wahr-- scheir l ch als Anfvasser Dienst arleistet haben. * Großer Jnwelendiebstahl. Der P vaten Hilda N a d n a v - P a bl l t s ch e k. III., Sebistianplatz 7, wurd^ gestern en Biillnntenarmband mit zi'eliertem Band und Plalmarchage. beietzt mit 7 b's 8 län stlchen Saphiren und 8 bis 1!' B' -ssiantcn, von denen einer sthlt, . rm Werte vo» 300.000 glstol'l-IN * 360.000 Kpomen entlockt. Dem uralten Gaunerstreich', der darin besteht, daß ein Schwindler seinem Opfer mir tÄeid oder Geldeswert durch ein Durchhaus durchgeht, ist vorgestern m Wien ein Grazer Juwelier zum Opler ge'allcu. Der Juwelier 'kannte noch von Graz her einen üngefähr 24jährigen Mann, der angeblich Schmib lieisten soll und sich mit dem Handel mit Goldmünzen befaßte. Der Mann erzählte dem Juwelier/ d»ß er in Wien von einer Partei wisse, die eine sehr große Menge Goldmünzeatuertmtfeu wolle. In Wien vorgestern angelangt, führte der angebliche Schmid den Juwelier zu einem Haus In Margareten und gab vor, baß dort die Partei wohne, die die t^oldinünzen zu verkaufen habe, aber nicht mit einem fremden in Verbindung zu tretsn wünsche. Arglos übergab der Juwelier dem Schmid einen Betrag von 360.000Kronen; er sollte vor dem Hause warten, bis der Herr Schmid mit peu für. die Summe gekauften Goldmünzen käme. Als eine Diirgere Zeit verstrichen war, ohne daß der Agent kam, , 'chöpfte der Juwelier denn doch Verdacht und erkundigte sich u» Hause. Er erfuhr zu seiner Bestürzung, daß es ein Durchhaus sei, und wußte nun, daßer einem Gauner zum ,Opfer gefallen sei. Der Gauner sieht nach überein- .stimmenden Beschreibungen so aus: Groß, schlank, mit dunklem/ gekraustem Haar, hartlos. mit langein Gesicht, mehreren Goldzähnen im Oberkiefer, bekleidet mit braunem Rock, ge» .streistec Hose, braunem, weichen Hut von modischer Fasson, -mit iveichem Kragen, braunem Regenmantel. Er trug eine braune Aktentasche. Das Polizeikommissariat Margareten hat die Vcrtolqung eingeleitet. Auf die Ergreifung des Betrügersist eine Belohnung von 100.000 Kronen ausgesetzt. * Ur««i«. H.me, Frkilag. 5 Uhr (Großer Saal) Shacklelovs Südpolexpedition. — */-6 Uhr fKlubsaal) Uni». Leklor Marius Faber: Praknfcker U bunpskurs in Sprechnnd Boriraoskni st. IV. — »/ztz Uhr (Großer Saal) „Aimut" (Wanderbühne). — '/8 Ubr < Kleiner Saal) Dr. Fritz Schulboi: Nervostiüt, IV. — V-.-'i Uhr (Klubkaal) Di. I. K. Ratislav: Smöntieirs Dramen. U. — »/,3 Ubr (Arbciierheim, X., Loxenburgcrstraßr L) ümer Alpenvolk an» seine Lieder. * Der Nordde«tsche Lloyd eröffnete grstirn seine zweite Frachldampsellinie mit egmen Dampfern nach Südameüka. Als erster Dampfer ging der 8400 1 fassende Frachtdampfer „W e ft? « t e n* über Homburg nach Rw de Janeiro Md Buenos Aires ab, als zweiter Dampfer folqt am 18. Oktober ver Lloyddampfer „Holstein^ und am 3. November eröffnet der wieder.in den Besitz des Norddeutschen Lloyd übergegangme frühere Reichspsstdampfer „S e y d l l b" die bereits angekündiflte neue Passagierlinie von Br'men über spanische Häfen nach Rio de Jamiro und Buenos Aires. Der Dampfer „Seydlih" be» iördert PaffagiereU. und IU. Klasse nach den genannten Häfen und nimmt außerdem Ladung nach Buenos Aires mit. * Gesunde« haben Sie die nchliae billige Einkanssouelle be; Bedarf von fertigen eleganten Pelzmänteln und Füchsen sowie Modernsten Toiletten. Mänteln und Kostümen nach Maß in M a i s o n G i ch n e r, VI., Mariahilferstraße 37, I. Stock, Telephon 777/H. __ Bereinsnachrichte«. Iagendverern N e ß Zionah, II., Jlgvlah 5 GasthavS zum Komet), gibt be^anr-t. daß ab nächster Woche Kmft (Hebräisch, jüdische Geschichte und Volkskunde, jüdische und Nr. m v zianistckche Literatur) eingerichtet werden. "Anmeldungen werden täglich.von 7 b;S 6 Mn un BcreinSlokal entgegcnaevommen. — K e r e n - K a i e m e t h- (I ü d i s ck er NationallondS^ Kommission Alsergrund. Montag den 26. d. M.. 8 Uhr abends, im Lokal IX., Liechtcnsteinstraße 11/18. außerordcnt icke Sihulifl der Kommission. Alle Verbindungen und Vereine de- Bezirks werden dringendst ersucht, Delegierte zu entsenden. — Jüdische Bolksbibliothek Zion, ll. Glockcnaasse 30. H Märsche Kurse sstr Anfänger und Vorg'.schrittene h;ü>en bcreus bcgonnen. Anmeldungen noch täglich von 6 b:ö 8 Uhr aberdS. Die Zionistische Sektion für die westlichenBezirke hat ihre Tätigkeit wieder begonnen. D>e ZeitungSleschaste ist für vaS Publikum täglich von 7 bis 8 Uhr abends geöffnet — Der Jüdisch - Akademische Techniker-Verband Hit seine Tätigkeit wieder ausgenommen und hält ab Sonntag den 2b. d. M. täglich von ln bis 11 Uhr in seinem BcremSlokal, m.. ReiSnerstrabe 28, AmlSstnuden ab. Jnskc'ptionsformnlare dortselbst erhälilich. *_ Die Ernähr» Der Marktbericht. Der Eiienbahnerstreik macht sich bereits an) den Märkten sehr uiianaenelim bemerkbar. In der Großmarkthalle sind in den letzten Tagen keine Bahnrusuhrcn elngctroffen und das Angebot war ber lchbaste,- Nachfrage infolgedessen knapp ausreichend., Da auch die Märkte in St. Marx nur schwach beschickt waren, gingen die Preise hente für einrelne Artikel sowohl im Großhandel als auch im Dctailvrrkanf in dre Höhe. Es verteuerten stch Kalbfleisch und Kälber um ll 5 An Fett heirschl empstndlicher Mangel. Schmalz hat stch >nn X i0 per Kilogramm verteuert. Auf den Grünwaren Märkten waren Gemüse nnd Obst noch in bedar'd'ckenden Mengen vorrät'g. Auf, den Bahnhöfen lagern Kartoffel, Zwiebeln und andere Sorten, die im Laufe des morgigen Tages den Märkten zur Verfügung stehen dürften. Auch eine größere Anzahl von Kisten mit Zitronen ist avisiert. Infolge der geringeren Dahnankünfte baben sich ungarische Zwetschken im Großhandel um K 3 per Kilogramm höhergcstellt, un allgemeinen blievm aber die Preise unverändert. W. I. W. Bekleid unasaktion. Montag de« 26. und Dienstaa den 27. d. M. Vertäu» von Stoffen für Herrenanrnge und Dammkostüme, Mäntel usw. D-e dlltiou wird an den leiden btzeichnttcn Tagen beendet. Bühne und Kunst. Bialik über das Moskauer hebräische Theater. Chaim Nachman B i a l i k - wohnte bekanntlich dem von der Moskauer h.bräischen Künstlrrtruppe „H a b; m a h" veran' stalie.en Auffühnrng des Anskischen „D y b u k^ bei, welcher in der von Bialik besorgten hebräische» Uebersehung gespielt wurde. Anläßlich seiner Anwesenheit beim Karlsbader Kongreß sprach Bialik in einer hebräischen Kultur- Versammlung über dieses hebräische Theater. Er lobte den Idealismus und die Opferwilligkeit der Mitglieder der ..Habimäh" und sagte, er habe sich überzeugt, daß die Schauspieler und Eleven dieser Truppe, welche Bialik eine große Kulturinstitution nannte, hungern nnd f r i e r e n. Sic harten sich tatfächlich für ihr Ideal beinahe aufgeopfert und könnten heute als Potenzen v er hebräischen Knlturb e w e g u n g angesehen werden. Bialik erzählte weiter, daß er mit große« russischen Schriftstellern und Dichtern über diese hebräische Bühne gesprochen habe. Sie hätten alle nicht genug Worte deS Lobes finden können. So ist zum Beispiel, wie - Bialik anSführte, Gorki von der Kunst und von dem Idealismus der junge« Menschen, welche diese Theatertrnvpe bilden, begeistert. Die rnssische Intelligenz besucht die Borstellungm der Habimah beinahe häufiger als dir jüdische, obwohl sie die Sprache nicht versteht. Sie kommt aber, um den Klang der Prophetrnsprache zu bewundern. den Zauber ihrer Worte und besonderdie große Knnst der Darsteller anfznnehmen, welche mit so viel Ovier« ihrer Sacke dienen. Das Verhältnis der Schüler zu den Lehrern, welche zumeist Nichtjuden sind, ist nach B i a l i k s Aussage geradezu rührend. Ein Lehrer, ein Armenier, hat stch entschlossen, mit der Truppe nach Palästina zu gehen, und die Mitglieder der Habimah gehören zu Stanislawskis LieblingSschülern. Bialik«rzahlte auch, daß er Gelegenheit hatte. Prvtokolleder Sowjetregierung über die Habimah zu sehen. Darin ist unter anderem verzeichnet, daß ein jüdischer Bolschewik die hebräische Sprache als ein AaS bezeichnete, das so schnell als möglich begraben werde« muffe und die jüdische Kultur sowie dm jüdischen Nationalismus als B a z i l l e n, welche Fäulnis nnd Zerstörung in den russischen Organismus bringen. Dagegen haben sich alle ch r i st l i ch e n russischen Gutachter, zu denen Dichter, Gelehrte und Staatsmänner gehören, einhellig mit großer Hochachtung und vielem Berständnitz für die „Habimah" und für den großen Gewinn, dm die neuen jüdischen Kulturwerte der ganze« Menschheit bringen, ausgesprochen. Freie jüdische VolksbOhne B.«t. cieiir «nurFTri o»m»i»« »/,8 Uhr: 11 IIV 9vl1br * Ton David Piniki Aus de« Theatern. Im B u r g t h e ul e r gelangt morgen, Samstag, zum ersten Male ^Hochzeitstage" zur Aufführung. Anfang 7 Uhr. I« Operntheater geht morgen, Samstag' „5R t ö o t c 11 o" in Szene. Rigoletto — Herr William B r ck (Chicago) als Gast. Anfang 7 Uhr. In der BolkSoper geht heute, Freitag, ,D e r Karneval inRo m", mit den Damen Wagschal, Musil und den Herren Pacher. Beer, Tauber und Fälbl. in den Hauptrollen, in Szene. Dirigent Herr KrauS. Beginn 7 Uhr. I« Deutschen VolkStheater w;rd Shakespeares Trauerspiel ^Othello, der Mohr von Venedig" mit Alexander M o r s s i m der Titelrolle und Ferdinand Bonn als Jago heute und Sonntag den 25. d. litt, um 6 Uhr wiederholt. An der N e « e n W i e n e r B ü h n e geht heute, Freitag den 23. d. M. als Nachtvorstellung dag Gastspiel Hemrich Erfenbachs in seinen sechs Rollen im e-nakligm Spiel'»Der LLüstlmg", ferner dir einaktige Komödie,Simulation" und der emaktrge Schwank ^HockzertSreife" in Szene. Bei der Sonntag dm 2b. d.M., ‘A5 Uhr, im Kleine« Saale drr U r a n i a stattsindenbcn heur'gm E' öffnungSsvrfüh'Ung deS ZykluS ^Opernfragmente" (GounodS ^Margarete") wirken m t Rosa Werßgärder-Priee. Henny Andersen, Hildegard Armbruste r. Frch Ander» und Ludwig Drap all Einführung: Max Milleuko vr ch-Moro ld Monfter-«kade«re Im Sophiensaal. Wohl eine der schönsten Veranstaltungen, die den Adschlust der Wiener Theater- und Kino-Meffe bilden, wird die am Samstag dm 24. d. M.. V-8Uhr ab'nds, im Sophiensaal, Hl.. Marrergaffe 17, stattsindmde Moust r-Akademre sein. Die erlesenste Känstlerichar Wienhat ihre Mitwirkung zugesagt. DaS Arrangement führt die Propagandaabteilung des Landesverbandes Wim der K iegSinvalrde« und KriegerShmlerhliebenm Oesterreichs (künstlerische Leitung Rudolf Lustig) durch. Der Reingewinn streßt dem Orthopädische» Spital, Wien, V.. Gaffergaffe 44/46, z». Restliche Kartm sind zu habm im Zen'ralka tenbureau Kehlendorfer, 1., Krngerstratze 3, »ud an der TogeSkaffe deS SophrensaalrS.' Verein Frei« jüdische BolkSbütz»«. Sam-tag de« 24. d. M. und Sonntag dm 2b. d. M. Freivorstellunge« für BerelnSmitglieder. Zur Aufführung nelangt „Eisik Scheffel"', Drama in drei Akien von David Pinfke, mit Paul Bgratow (Ben Zwi) als Eisik. Beginn 3 Uhr nachmittag-. Abraham Tchalk»n»!tsch gestorben. In KaelS» b a d starb der hervorragmde hebräische Schriftsteller Abraham S ch a l t o w i c s ch auS Warschnv, der unter de« Pseudonym Be» Avigdor bekannt war. Da» «erlittet jüdische Küaftleetheater (Theater « der Kommandantenstraße) bringt als nächste Novität g« 20. d. M. .Neweile", ein Drama in vier Bilder« vo» Per» H i r s ch b e r n. Die Frankfurter §knust«eff« wurde eine,Doch« dar der allgemeinen Frankfurter Meffe eröffnell Sie rst im Römer untergedracht und enthalt nicht nur BerkaulsauSstellunge«, sondern tirie rexelreckte Kunstausstellung in om vornehmen Räumen deS Treppenhauses znm Karsersaal» nn Knrfürstenümmer und im Kaiiersaal selbst. Hier befindet stch eine Schaustellung deutscher mittelalterlicher Kunst,, vorwitgmd kirchliche Wandmalere-en, deren eigenartige Schönheit fast unbekannt ist. w>e Dr. Lübbecke m keiner Eröffnungsrede ausführte Die Perle drr Ausstellung sind die wundervollen FreSkeu ans St. Georg m Oberzell, deren Kopie« die Wände de- Kaisersaales schmücken. Die DenftnalSarchive aller großen deutschen Starte haben zum Gelingen der Ausstellung beige« tragen und die berühmtesten deutschen Bibliotheken seltene Bücher, Bildteppiche, Glasgemalde und Ornamente btigestellt. . Die rnsfische« Knaftler-Emigrante« habe» stch «r Prag zufaurmeugesckloffcn. Ts fand nr der Wohunng drö ehemaligen Inspektors der tschecho-flowakischen.Truppe» m Rußlano, Gener al 8 o k o r o v. eme Beratung tschechischer und russischer Schriftsteller statt, dir die Schaffung einer Zentrale derrussischen Künstler-Emigranten t» Prag vereinbarten. Eine Reihe von Akiionen wurde beichloffen, die nicht nur der Durchführung eines kulturellen Programms dienen und die wirtschaftliche Lage der rrrsfrschen Künstleri h'ven sollen, sondern auch Hilfeleistung für die Darbende» Rußlands bezwecken. _ Gerichtssaal. Ein merkwürdiger Freispruch. Vor dem Schwurgericht waren der Fleischhauer Johann O k a s e k, der Oberrevident Heinrich Kral, der Maschinenschloffer Edmund K a r d o s, der Kaufmann Richard K r a » & und die Wirtschafterin Valerie K a p p e l wegen Banknotenfälschung angellagt. Okasek hat vom Kral für K 40.000 ungestempelte Banknoien erhalten, die er in seiner Wohnung mit dem ungarischen Geldzeichen versah und durch die übrigen drei Angeklagten in den Verkehr brachte. Die Verteidiger verwiesen darauf, daß dannt das Delikt der Banknotenfälschung nicht gegeben sei. Die Angeklagten wurden von den Geschworue» freigesprochen. __ Sport. Jüdische Mannschaften. Zu unserem gestr-gen Arlrkel .Jüdische Mannschaften" teilt uns der Sportklub Hasmonea mit. >aß er erst den Schiedsrichter stellte. alS.daü Los auf rhn siel. >m übrigen soll der Schüdsr.chter daS Eprel nach, bestem Wch« rnd Gewiffen geleitet haben, nur die Unbotmaßrgkert der Hazarrpieler trug an den häßlichen Szenen die Schuld. Wrr beenden »amit die Erörterung dieser Angelegenhett, da an der Tatwchk licht gerüttelt werden kann, daß zw« chdrsche Mannschaften m spiele gegeneinander alles eher als Diszrplin gezeigt haben. Hakoah—Wacker. Dieses Meisterschaftsspiel findet am sonntng ans dem Prater-Sportplatz.statt. Jene Mttglreder, die nit ihren Mitgliedsbeiträgen nicht im Rückstand sind, genießen teifit Eintritt. f Hasmonea—Hechawer. Sonntag. V*® W** ^»asmynra das Meisterichafts'piel gegen Hechawer am Douau- 'elder-plah (Linie 31) auS. Beide Bneme find noch ungeschlagen. Hechawer spielte gegen schwächere Gegner, dagegen Ueserte Hasnonea gegen Prater-Spor'klub. die Hechawer rn der letzten Saison i: i bezwangen, ein unentschiedenes Spiel. HaSmonea stand auch ra Pokalspiel Hechawer gegenüber und konnte daS Spiel 3: - lür sich enticherden. Sollte HaSmonea komplett antreten, werden fte den routinierten Heckawer-Spieler einen harten Gegner ab> »eben, so daß e n unentschiedener Ausgang keme besondere uevercaschung wäre. Am 2. O k t o b e r spult HaSmonea m der dritten Cuprunde gegen dru drittklassigen Sportklub Norman i a. . Achw«h—Bar Kochb« 4; 2. Verdienter Sieg der befferen Mannschaft. Die Tore schossen für dre Sregn: Benedek. Kreisler und Nagler n (2), für bre Unterlegenen der Centrestürmrr. AchWah-Cheruth 3 : 2. Die Sieger konnten auch den Revsncheknmvf sicher gewinnen. Die Tore schossen für dre Sieger: Nagler II, Gelband pnd Grüner, für Chcruth dre VerbindungSstütmer. . Ari—Baumgartner Hakoah 2:0 (0:0). Das Sprel sieht Ari die ganze Zeit im Angriff. Einzelne Dorttöße der Gegner wehren die Verteidigung und ber Goalkeep sich r ab. Crst der zweiten Halbzeit kann dre Arr durch Ocbshorn zweimal