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Wiener Morgenzeitung · 1921-09-20 · Heft 952 (20.9.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 952 (20.9.1921)
Date
1921-09-20
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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SK. 952 Wien» Dienstag Wiener MorgenzeiL»«K 20, Segtemüer 1921 Seite i * Präsident Mafaryk besuchte im Laufe des gestrigen Tages die Städte <3 5 d i n g und L u n d e n b u r g und begab sich sodann nach P r e ß b u r g. * Kleiderspenden für. die «firainisch-jüdischen Pogromopfer werden iäglich mtt Ausnahme von Samstag und Sonntag. beim Porticr der Israelit schen Kultusgemernde, I. , Sküenstettengasse 4, gegen Empfangsbestätigung entgrgengrnommen. * Landesverband Wien der Kriegsiuvaliden und KriegerhtnterbUebenen Oesterreichs, Ortsgruppe Wien, XV111. Mittwoch dcn 21. d. M. um 6 Ühr abends im alten Wahrmger Aräubaus, XVIII., Gentzgaffe 62, M onatSv e r f a m m l n n g mit wichtiger Tagesordrchng. Die Mitglieder werden ersucht, vollzählig zu erscheinen.! * Ei« Aebersall nvf den „Gerer- Rabbi, ^Aus Warschau wird uns berichtet: Als der Gerer Rabbi zusammen mit fernem Schwirgeriohn von Warschau, wo er kurze Zcir weilte, nach inner Heimar abreisen wollte, wurdc er auf der Bahn von einigen Fenerwehrmännlrn, die gerade vom Feuerwehrkongreß. m Warschau, kamen, überfallen. Als ihn der Schwiegersohn vor den In! ülien schützen wollte/wurde er blutiggeschlagen. * Der Streik bet de« Matzschnhmacher» beendet. Bei den gestern neuerlich zustande gekommenen Unterhandlungen dcs beiderseitigen Lohnkomuees komüe eure iLungung "tritclt werden, so daß der Strett bcendet ist. * Ein jüdischer > ArbeiteremigrationSverband in Polen. Bor kurzem hat in Warschau die Zentrale des jüdischen Arberlerernigrakronsvcrbandrsihre Tätigkeit eröffnet. Der Verband bezweckt die planmäßige Negulürung der Emigration der jüdischen Massen aus Polen, den Schütz ihrer materiellen, rechtlichen und moralischen Interessen gegen jede Art von Äusbeutuug durch Agenten, Schiffahris« gesellschaflen und dergleichen. Der Verbund hat das Recht, Exvositnren m allen Teilen der polnischen Republik zu errichten. d Jüdische» Pädagogin«. DieScküler und Schölerifincn der I., 11. und Hl. Klasse versammeln sich heule. Diene tag. um 7*10 Uhr vormittags in ihren Klassenzimmern. Es wird neuerlich aufmrrkjam gemacht, daß dre Initriprionspsticht auch diejenigen Schüler und Schülerinnen trifft, die rm vorigen Jahre das Pädagogium besucht haben. Jnslr brerungm finden noch bis Ende dieser Woche statt. Reue Schüler und Schülerinnen werden noch, in die 1. Klaffe, bezichungsiveise den l. Jahrgang dcs drellahligen Kurses für hebräische Kindergärturrinnen ausgenommen. DaS Sekretariat, U., Obere Donaußraße 91, U. Stiege, II. Stock, ist für den Parteienverkehr offen täglich zwijchcu 10 und 12 Uhr, außer Samstag. * MoseS Herfch Landau als Jubilar. Der in weiten Kreisen bekannte Menschenfreund Moses Hench 2 and a u, II., ZilkuSgaffe 10, feiert heute mit seiner Gattm Schewedas Fest der goldenen Hochzeit. Lanoau, den man auch als hervorragend u Talmndisten s hätzt, vrrd Gegenstand beiondcrs herzlicher Ehrungen von seuen seiner zahlreichen Freunde rein. * Wichtig für Marktfahrer! Ueber Ansuchen der Genossenschaft der Marttsahrer tn Rederösterre-ch har die Mag.-- ftratsabreilung 53 genehmigt, daß seitens der Genoffen'chafi auf de« Gewerbescheinen der Mitglieder L chtbilder zur emwandireim Feststellung der Jdendttäl des Inhabers, zwecks Erlangung von Frachtspesenermäßigvng auf den Eisenbahnen, angebracht weiden können. ES werden daher alle in Wien wohnhaften Mitglieder aufgesord.ert, sich bis längstens 1. November, Di'nstag oder Frifitag.^wische« 4 und. 7. Uhr abends. in der Genossenschaftstanzlci, Xl!., Hauptstraße 65, unter Mitnahme, einer unkartonierten Photographie, des Gewerbeschein es und emes' Dokümentrs. oder Legitimation' einzufinden. Die außerhalb Wiens wohnende» Mitglrcder haben sich an die Bezirkshauptmannschaft ihres Wohnsitzes zu wende«. * GrhShnng der Taxe für Interims«äff«. Der Finanzausschuß hat gestern , im Sinne eines vom Gemeind ei at Broczpner vertretene« Referats den Beschluß gefaßt, die bisherige Taxe für die Ausfertigung von Jnterimsreisepäffe« von K 300 aus R 500 j« erhöben. In besonders berückfichtlgungsweiten Fällen kann eine Ermäßigung auf K 100 eintreten. * Die Advokatur Dr. Melbinger. Der DiSzipünarrat ser Niederysterreichischen Rechtsanwaltskammer hat in se «er Sitzung vom 9 d. M. b e im Februar d. I. pivvisonsch verengte Einstellung der Ausübung der Rechtsanwaltschaft des Doktor Ferdinand M e 1 b in g e r, der im Vormonat bekanntlich vom Wiener Schöffengericht rechtskräftig freigesprochen wurde, aüfae- , hoben, so daß Dr. Melbinger nunmehr wieder befugt ist, die Advotatnr auszuüben. * Wetterbericht. In Oesteireich hat es sich größtenteils aufgeheitert. Früh war es sehr kühl, tagsüber wurde e» mäßig warm. In Wien stieg die Temperatur bi§, 16*1°. Auch Deutschland hat schönes Wetter bei östliche« Winden. Borans'age: Schönwetter. früh kühl, später Temperaturzünahme, mäßige östliche und südöstliche Winde. * Urania. Hcute, Dienstag, 5 Uhr (Großer Saal) : Shacklktons Südpol-Expedition. — 7*6 Udr (Klubiaal) Dokior Joief Z u t h : - JnstiumentalkurS für Gitarre- und Laurenl'vrel/I. Das mclodi'che Sviel, III. — 7*8 Uhr (Großer Saal) Schriftsteller . Wilhelm Börne t: Meine Eindrücke in Amerika. — 7r8 Uhr (Kleiner Saal) Professor Franz Strunz: Sokrates/Hi. — 7*8Uhr (Kurssaat)Professor Dr.Karl H a a s: Die Duadratur des Kreises. — 7,8 Uhr lKlubsaal) Dr. Josef Znlh: Das deutsch^ Volkslied zur Girarre, Ul. — 7,8 Uhr (Arbeitcrheim, XVI., Krellnergaffe 31): Wiener Humor aus, vergangener Zeit. * Anzeige Sbe» einen AeberfaA. Der 15jährige Handelsschüler Fritz Berger wurde am Sonntag m der eit'rllchen Wohnung, XII., Schönbrunner Schloßstraße 44, geieffelt und an einen Seffel gebunden anfgefunde«; er gab an, em Mann-etwa. 40-Jahre alt, bartlos, mit lichtem Raglan,/habe ihn in der Wohnung überfallen, und gefiffelt. Der Mann fei dann,, ohne etwageraubt zu habe«, geflüchtet. ErhebungrE über die Auzelgr find eingelcitct. 'S , * GrhShnng der Biernnd Weknpreife. Wie eS heißt,- ficht eine Ve teuerung der emheimlichen Biere. Werde: und Branntweine unmittetbor bevor. DäS 6°/,ige Dünnbier soll, sich bis auf K 3500, das l2*/<>ige Bier auf etwa L. 6500 per Hektoliter stellen. Das würde einen, Detailpreis für das Krügel Ab« zugbier von K 22 und für das zwöllgradige Bier von etwa X öo rrgebcn. 1 ' ' * Ein «ngefchoffe«er Flüchtling ans Westnngar«. Gksterrr nachmittags gegen 5 Uhr erschim auf de« WachziMmer, XVI.. Possingero affe, der 30jährige Tischler Jobau» Dunkel, ei» Flüchtling aus Oedenburg, mit einer eitrigen Wunde am. rcchte» Unrclschenkel und gab an, feit ri»em Zahle Bet einem Bauern in OedenbüVg aedrrnt zu haben, vor einigen Tagen-von dem ungarrschen Militär gemustert, bald daraus icdoch. geflohen zn sein! Auf inner Flucht habe ihm eine ihn verfolamde ungarische MilitLrvanoüille nackgeschoffen. Dieser Vor'all soll sich am 15. b. M. uipetvagm haben. Der Mann wurde von der RettimgS'gesellverbunden und ln das Etephanic-Spital gebtacht. / 9 Eine MikttoneubekrugSaffäre in Triest. Aus T r r e st wird gemeldet: Hier macht eme Betruasaffäre großes Aussehen. Zahlreiche Geschäftsleute in Triest, in Fciaul, in Istrien nnd in Fiume wurden um Hunderte Millionen Lrre geschädigt. Der 36jährige Agent Advokat Dr. Arnold K u t s ch e r a in Triest der VeiffcherungsaesMchast P r a v e in Mailand und der 22jäbr>ge Beamte der Lanon italiaria di Credito eommerciale' ©nfioit Tabourd hatten zahlreiche Polizzm der Piave ge'älscht und die Versicherungsprämien mit gefälschten Schecks einkassiert. * Ein Irrt«« in der Tabadtraftk. In der Tabaktrafik dcs Karl Goliath, I., Wipvlingerstraße 35. kamen gestern gegen 7<6 Uhr nachmittags zwei Männer, von 35 bis 40 Johren, der eine untersetzt, der andere größer und schlank. Sie kaufte^ eme S chachiel Aegpptischc un) eine Schachtel Princeias und zahlten mit einer Note m 10.000. Ir> tüm>ich,wurden ilinen statt der K 8600 K 17.600 herausgegeben. D e Männer entfernten sich mit dem zuviel erhaltenen Betrag. 9 Der Millionendiebstshl bei Gebrüder Herzl. In der Angelegenheit de§ Ladend-ebstabls be, Gebrüder Herzl., bei dem Brillanten und Diamanten rm B.-erte vvn 14 Millionen Kronen gestoblcn worden find, bat die, Untersuchung bisher keinen weiteren'Fortschritt gemacht. Nach wie vor ballet der Verdacht auf den beiden Amerckanern. die am 13; d. M. m W en ang'- kommen und am 14. b. M. so plötzlich abgereist find. Wohl sind dem Srcherheitsbureau vielfache Anreigen aus dem Publikum zugekommen.. Eine An-ahl Personen bat sich gemeldet, die Begegnnnaen mit den verdächtigen Amerikanern gehabt haben oder gehabt chaben wollen. Eme Person hat sogar behauvtet, die Amerikaner hätten neben ihr auf einer Bank auf dem Rina über den Diebstahl gesprochen, allein wirklich verwendbare Spuren wurden der Po ize behorde trotz der hohen Belohnung, die im Falle dcr Zrrstaudebsingung der gesamten Edelsteine K 700.100 beträgt, nicht, geboten. Namentlich ist. es,verwunderlich, daß sich die Chauffeure nichr gemeldet haben,, die die beiden Amerikaner bei ihrer Ankunft und ihrer Abreise geführt haben.. In Betracht kommi ein Chauffeur, der am 13. d. M. vor 7 Uhr früh die bridcn Fremden, die einen Koffer, erne Handtasche und eine Hutschachtel mir sich iuhrlen, vom Babnaos zum Hause Nibelungcngaste .15 -gebcacht haben,; dann ein Chmrffenr, der sie am 14. d. M. gegen Abec>d von irg-ndwobcr zum Hauie Rrbelungmgaffe gebracht rnrd ste dann mit ihrem Geväck zu einem B ibnhof gebracht ha'. Die Chauffeure werden rriuebt, sich rm Srcherlmisbmeam Nosnncrläudc 7, aus Zrmmer Nr. 08 kenn Oberkomnuffär Dr. Maure: zu melden. * Eine EefenBahn-rtttastrophe. Aus Christiania wird gemelde:: Gestern abencs in ein Zug, der vöü Dionthkim nach Chrifiiau-a mit den oifi-,iellen Pcrsönlrchke'nen, die. an der Einweihung der Bahnlinie , von Dovre teilgcnommen hatten, zm ückkehrt.-, mit einem Zug aus Christ anra zusammengefioßen. Viele Wagen wurden vollkommen zertrümmert, sechs Personen getötet und sehr viele verletzt. Der König nnd der K.onvrinz, die ein ge Tage rn Drontheim verweilen wollten, begaben sich sofort an die Unfallstelle. * Lndendöebe bei einem Inrvelier. Gestern nachmittags erschrcnen im Geichäit des Juweliers Wilhcm Nadler, XV., M.rriahilsersnaße 164, zwei Männer von etwa 30 Jahren, der eine groß und stark, der andere kleiner und liefen sich Waren voil gen. Nach ihrem Weggehen fchltea hundert goldene Rlnge, meist mit Almandinsicinen, rm Werte von X 200.000. * Eine verschwundene Perlenschnur. Der Frau Karla S e g a l ist gestern auf dem Wege vom Flerschmarkt über den Bauernmarkt. Tüehlauben, KärntizerffiZ^, Wallfischgaffe und durch das Dmchhaus gegen den Karntnerr ng eme Perlenschnur ans 119 auffallend Ilareu und regelmäßigeneinzeln geknüpften Perlen, mit Hakenverschluß, mrt einem Smaragd und zwei Brrllanten un^ Spangeuversichrrung. rm Werte von em?r Million Kronen abhanden gekommen. Dereinsnachrichten. I ü d i s ch e T i s ch g e>s t l l s ch a f tL a n d st r a ß e. Heute, 8 Uhr abends, gemütliche Zusammenkunft rm Wiener Rmg-Cafs, I., Stnbenring. Gäste willkommen. Zum Nemn Jahre Ihren Verwandten, Freunden (Gästen, Kunden) in der ummer unseres Vlattrs. Sir sparen Geld, Zeit und Mühe! Preis für das Einheitsinserat: Für Wien und Deutschosterreich.K 240 Für die Tschechoslowakei » . . . tsckech. K 20 Für Jugoslawien. . . . . .... . . Dinar 10 Für Holland . . - ... . holl fl. 1 Schweiz und das übrige Ausland. . . . Frcs. 2 Muster: ARNOLD KOHN Wien, II. Taborstrasse gratuliert allen Verwandten, Freunden und Bekannten xmn Neuen Jahre! Almanaoh auf das Jahi* 5682 (V. Jahrgang) Redigiert von Otto Abele« und Luelwls B a t © Das reichiilustrierte, vomebm ausgestattete aibni- |Stische Jahrbuch ist eine wichtige, über den Stand der jüdischen Bewegung orientierende Publikation, die auch zu allen brennenden Fragen Palästinas und der Diaspora Stellung nimmt. Jüdisches Kalendarium Verlag „Wiener Morgenxeltung“ Preis eines Exemplars: Für Oesterreich und Ppten mit Postzustellung K 150, für die Tschecho-SIowafcei tschech. K 15, für Deutschland Mk. 15, für Jugoslawien Dinar 10, für Holland holl. ü. 1 für das übrige Ausland 3 Schweizer Franken. - »ss Bestellungen "!S“ an die „Wiener Morgenzeitnng“ L. oder an die Buchhandlung L ö wE t, 1., Rotenturmstrasse 22 Jöesteiluneen werden nur gegen Vor* ausbezahtung effektniert, Tabor* na 1-3 - uwmeiwMaaBBga«ee!^aaEg3K!««oaaaa»a^^mM^ Die Srnähnmg. Der Marktbericht. Das Ende der Messe trat bereits auf den Märkten in Erscheinung, indem die Nachfrage auf allen Gebieten eine viel schwächere war als an den vorhergegangenvn Tagen. In den Preisen, die während der Tage dar Messe sprunghaft in die Höhe gegangen waren, kam dies noch nicht zum Ausdruck. ' Es .ermäßigten sich wohl im Gvohhandel vorderes Rindfleisch um' 10 Kwnen, doch liegen im Kleinhandel die Preise voMnjig^ noch unverändert hoch. Aus Urrgam waren gestern acht" Waggons mit Fleisch eingetroffen. Auf den Grünwarenmärkten waren Gemüse nnd Obst in bedarsdeckenden Akengen vorrätig. Die-Preise^' bLehen'iim allgemeinen unverändert. ' , .• B«hnen für Mindestdemittette. In der 173. Aklious^ woche rrhaltcn die Besitzer von rosafarbenen Einkauficheinen für Wohlfahrtsfleisch pro Person 7° kS Bohnen zum Preise von K 6 itt den Geschäften der Großschlachterei an folgenden Tagen:. Dienstag den 20. d. M. A bis F, Freitag den 23. G bis K, Mittwoch de« 28 L bis R «nd Montag den 3. Oktober 8 b:s Z. Bühne und Kunst Oper. ^Dolksopr r. — Op erntheate r.) Mit der Neueinstudierung der „Madame Butterflys hat die Bolksvper wieder' eine gsückliche Hand VewieseN./ Pueeinis einschmeichelnde Melodierr sind ja trotz all« raffte nierten Ausmachung, immer volkstümlich geblieben «nd haberr in ihren» liebenswürdigen Charme marache Verwandtschaft-nirbder wienerischen Musik. Und nun gar die kleine Butterfly, die traurig und zuversichtlich em Jahr umd andere auf die Wied« kehr des geliebten Mmnes wartet, ist s» recht eine Figur für dre Polksop«. — Die Heldin des Abends war Frau Rosa Wag schal, die «ne ganz prachtvolle Butterfly. auf die Bühne stellte: Schön« Kunstgesang, ergteiMdes^ Spiel und wohldurchdachter, feinempfundener üktsban her Rolle überraschten bei bet jungen ^Sängerin, die sich damit als reife Künstlerin «wies. Stimmlich vortrefflich, n«r seelisch zü wenig differenziert d« Linkevion des Herrin Ritters-- heim, in lleineren Rollen vorzüglich Fräulein Weiner nftd' Herr Brand. Ein besonderes Bob gebührt der diskreten, geschmackvollen Inszenierung des .Herrsl Direktor Gr «der-' Guntrnm und vor allem der schwungvolle« Orchchter-« führnng des Herrn Direktor Weingartner. Tags darauf rief ein Gastspiel Rudolf'Ritter in bas Ope'rntheatvr, wie nunmehr der üffizielle Titel der ehemaligen Hofbühne lautet. Das Organ des Herr« Ritüer, der von seiner Wirksamkeit an der Bolksoper noch in ang«^ nehm« Erinnerung ist, scheint im Operntheater mit tat Dimensionen des Riesenraumes zu kämpfen. So geriet fein weicher, mehr lyrischer Tenor Im dramatischen Ausdruck des Sirgmund leicht in Ueberspanmmg, stimmliche Mängel stellten .sich ein und im zweiten Akt war der tüchtige Sänger sichtlich ermattet. Es ist auch nicht leicht, gegen die Sieglinde d« Frau Feritza, gegen die Brünnhilde der Fra« Wildbrunn aufznkommen, gegen diese oft gerühmten Glänz- Leistungen, die immer wieder Bewunderrmg auslös«. Auch bec Wvtan des Herrn Manowarda hat die machtvolle Stimme «nd das große Format, würdig der Wagner-Traditionen des Opernhauses. Direktor Schalk hütete diese alS überlegen« Führer beS Orchesters, bas freilich mitunter bNr'H allzu heftiges Losstürmen die Singstimmen gefährdete. Fl». ürsllelsssix uncl bttUysE im Warenhaus m Brüder H.Jaborstrasse48 Talanhoo 47179 m* 0575

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