Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 952 (20.9.1921)
- Date
- 1921-09-20
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Dewtfche» Botk»th«aLer. Paul Eggers müßig bewerte Nenamance-Komödie »Dl « k b t ü g « 1 a* war he hier als Nachtvorstellung ui den Epirkplar ausgrnamm!». E»u tauglichrr Tcx? fth.- eine Oper» toaff», tmb cs nimmt Wunder, daß noch kem Tondicht r d-efeS Kbretto mldeckt bat. Dbnr MM? ist Hirse dretakiige Ungelegenhrit aber roch zu langwierig. Besonder? um die MitteruachlZft«ndc. Richard N o m a u o w s k h. ein ucues Müst!:«- düser Böb«e. gibt die Rolle d's angrialnltn, zärtlichen Gattm. der nnbedingt Haha«» werden will, höchst ergötzlich. Nach dieser ersten Ptaöe pr schließen, ein seiner. Minürttqer Komttr, der DrstaLte» tan». Saust lat sich nur Marietta O l l v hervor A. Die erste Aufführnug von An—skis „Gybuk" in 9tew-Bork. Am 1. d. M. ging A v.—f! t § „D v b « k^ in Morris Schwarz' Knnsikheattr in Nrw-Aor? zum ersten Male in Szen^. Dir Premiere, w'lche die Lrterarische Sensation der grgcnwär'f«n Zvielzest der sktdischen Tbrmrr Amerikas bildet, fand vor einem d'cklgeMtm Hunte stüttk Die höchgelvtnm'üi Erwutimgen des Pnblilumk wmden durch die eüektvolle Lzene. , wt'che Zchwarz gestellt batte, vollauf erfüllt. Das Publikum nahm das Slück mir begcrsteriem Bestall ans. Morris Schwan mußte nach dem letzten Alte mit feinem Enfmidie nuzählige M 'ke vor d^m Bork,arg erscheinen. ✓ Dtt Kristt hebt von den Darstellern in erster Reihe E'.lli Ä.d l 11 hervor, weiche die beiefseste Braut meisterhaft verkörperte' Mark S ch « r j d, Selcher den Nübdr Schimschon spielte, machte die Gerichksszene zu einem cewalrigeu Emdiuck. Morris I d) w ü i r selbst gab den Cbnnen «nd den Miropolser Zadrk. Ec erweckte besonders mit der Darstcllnng des Chuuen starken Kudruck. ^mennr a-navzy»»D»irmrch T**"*"*“"' * VI '"IT '1 -1- > rin inrn~1lTiin«»irilirilWiHr^iln«wiimii I II I | M. ROHATYN I Wie», 1, ÄJaria. Th^resi&nsteüs» Nr. 10 1 B Telephon 20-3 6L m | | Durchführung; sämtlicher Bank -Tr*n#*VU©netr. 5 I An- und Verkauf sämtlicher Be Visen und Valutcn. [| der Hausbesorger den Brschwerbrsirhr», fest einem Jahre nicht Utz Gesicht bekam, folge du chans nicht,, daß feine Vohonns und?- wohm und nnbenützk je-. Er 'gehe nämlich mergens zrttkrch kokt m di: Großmarkthallc und komme erst a' «nds. aber immer noch Vox Torpcrre. mrch Hause- Wäre er. zuweilen noch Topperre gekommen, 'o hätte die Aussage res HauSs»ewvgrrr gewiß andns veiantel. Von der olleinigkn Anssag: der Hausdrsorxnrs dürft es n'.cht abhängrn, oh j?m rvd obdachlos gunach wird. Di« von denk Be chwerl efÜhrer über h'e Tatsache, daß die Wohnung nicht iw&t* niitzl sei, geführte» 3euatu hüllen vom Mietsrngt nicht abgelelmk werden dürfen. Der Bertceter des Mtttamt s erwiderte, im Hausbeioraer sei allerdmqs die w i ch t i g si e A n S k u n f t S- Person. Wer sonst könnt: übe? die Mietparleien des Hanfes Auskunft geben'? Wenn der Mirtsemt b;e Wah nebmungen des Hausbesorgtis als ausreichend anuabm, so sei dies seine freie Beweiswürtiaun-, zu der er berechtigt sei. Der Bewaltangs» getichtShof (Borsitzender Hüstdlnt Dr.' Schuster) w es nach längerer Beratung die B e s ch w e r d e g l S u n b e g r ü n d r t a b, weil sich die Be ckwerde als eine Bekämpfung der ft eien BtweiZwlirdignng frr Behörde vmstelle, die Beweißwürdtguna sich aber her lieberPrüfung durch tzen BerwastungSgerichtShof entiteh. Freie, BUnt» jrißiiaf eßUPFTPI DHHuali»# Akten UJS Uhr: «lUln 9 Vntl 8 & La TOn 5avid Piatgi A»s heu Theatern. ,em Burgtueat rv gelaugt nioigen, Mirtwoch. „E i n E»! a -Z ss? a s s e r" zur ÄussÜbruua. Anfang. 1 Uhr. In der S t a a t S o p e r geht Morgen, M'ttwoch, ,.S i e a f c i t b“ in Szene. Hellno Wildbrun n un> Kammcriäu^er Rudolf Ritterkls Gast. Anfang */«6 Uhr. I» der 'B o l k Z o v e r m-.rd heute, Dienstag, uni r der?-gmn 7 Uhr. - Xic 'pröveu Mit Felix WeingartttytS Oper „® e n e t i lt 5", d-e 4tu 8. Oktober erstnraiig m Ausführung gelangt, stno ün'e: yer/u.?kor Teih Wringärtsters in, vollin Gang--. Di' Jtlszenliumg liegt in Händen SeS Odenegiste»irZ Mürköwstp. D i e Z i t h e r « l s K o » z t r t i n st r u m e n t wird em. Kou-fln . der ^lLlmrr'8"httvereiuisMjg* vorfUkirttt, das am Mniw-ch den . o. M-, V»8 Uhr, rm G:0)M Gaste der ll r a n i a siattstnd-tt. Donnerstag den S9. September stüd.t im R ü i M n n d^ Theater zugnnsttn der Wohtsdhuseinricktnugen de- Wiener Jüurnaltst«-- und Erm-ststeUerNtttines 8 o n.c o r d.i a die Vrttnlm M SAo»spi«t«S »Dtc Mt«strr" von Hamann Bahr stalt. Wien«« KomKtzitnhnns. Drr mutige Schöpfer der Schauspielergeverkschast Herr Aflyn» B o l z» 8 t \ ft { hat Um rösahnges Scham'rielerjubiiAum und gteichzeitig sein 35jahiigeS Ivbiläum a!S Organisator ft'tter Berusszenofsm gefeiert. Ans diestm Anlaß gab eim Wiener KoMöditsthanals Nachtvorstellung eine Feflak^demie. m deren Nahmen der Iub'lar heitere Erinnerungen aus dem BUHnkttlebrn zum besten gab. Srbr würdig war die StaalSoper vertreten: Die Sangesknnst durch Frau LolU Lehmann, die Tanzknust durch die Dgmrn Kamilla G o d! e w f k i, M,ria S ch a u r n f k a und Herin C. G v d l e w s k i. Das Bnrglhealer stellte nur e i n Mitglied. Herrn Huber, aber dieser stillte dm ch gelungene Imitation eine ganze Schar berühmter .lkollegett vor düs Auge deß höchst amüsterten PubliknmS. Herr Forest erzübre Auekdsten, in Bergleich zu Weichen sich der betsgte Jvlular wohl« tarnd nmg Vorkommen mußte, und Herr Kutschers rezittette humsristlichc Gedichte Der eigentliche Stckr deS Festprogramms» Httr M 11 f f i, begnügte sich mit der Wiedergabe des Nnderfenschev Märchens von her PriuMn. die Lütch SS Mattühen und ebensovtelt Pötster Hindurch eine Erbse spürt« — denn st« war «re wirkliche Priuzisn»*. Dann verschwand er spurlos trotz drs eRthustastischen Bttfalls düS jUggbelÜsternen Publikums — »denn *r ist ein wirsticher Star ... Die übrigen, im GestproMMNl versprochen« Künstler sagten ab, darunter merkwLrdtgerweise all« Mitglied« bch d« Rtzchtoorftestmetz verönstalttudrn Thearrrs. K. Bp. tßffnnr WtoattlfaattT. Die neiM Ey»!et-Operette ,D i e schöne feMi4, n welcher die Henren G a l db e r g und Hardt de« Text beigestestt haben, nennt sich ein .heitenö Spiel*. Librettisten nnd Komponist tun nichts da-a, dem Tjesstand der Wiener Operette entgeaenzuwirke«. Dutzendware. Hingegen ist d» Ausführung auSg^elchnet und inSbelonvere Otto Slirn ei« sehr arschmacktzoller Operettentenor. Gunst überragten die lerltivirAe Wangsttmst^And dat hegaginte Spiel Else Kochh an«» M. M a d r r - Die Operettrnn msteßierl» Gerichlssaal. Der H»US«rist«» — kf? »ich-ßßpe AostmoftSprsso». Die Wohnung des NeischtommisfionürS Isidor Hirschj«l d wurde augefordert, weil sie laut Auskunft des Hausbesorgers seit einem Jahre versperrt und mchewohnt sei. Gegen diese vom Mtttseuat bestLtlgw WohnuugSansorderung bracht« Hirschseid die Beschwerde a« de» Berwaltuugsgerlchtshof ein. in welcher dchMe-dmft heßHauSbksorßerS alS surichtig bezeichnet und weims gÄtend gemocht wurde, ef fei «yulSefig. eine Dshuung-anfordernug mchück «AchchW Aus''age dGtzamSßechtWNS m stiitz«. DMrp»t, d»tz Sport. Fttm Hskoah—Bienna-Spirt. Bkr'>i .''«'n? llm'iüttde wirsitt' Mantmen. daß die Hakoah am Souniag ^.nen Punkt an du- Demut abgebiN muf»:e. T>rt uvwittklbive Atost wo? «tue B r.etzMg .S^eneiS und die da* ouich be'ing'k llmst«l?uvg der sSkarn sit ast. Aber die llrsache de« Mistevtolgrs Bie«»a 'tu tt Punk«!U netti« c», ist 'in M,ü,rsflla!) lugi-p siebr. sttör a>l m ve;stebt sich der Hükoab-AnWss nickt üüss Torschüßen. In dtu stzttensten Fällen kann cr sich e neu l ößeren als rin n Eiugo lvoi sprung sichern, wodurch jeder Febl»r der Hrn'eimaunschaN. se'bst wenn er der einzig: 'tu gmizen Spielist. zur Ka-asiropne wird. £te, H .to h-Stäimr veitte konnte am Sonn g) unrnöalich röüfüevtn. Die , E nstestung ^ü>tz!i)Z alS . hathl'sik x Stürmer erwics sich yls vtrskl!t. Ptntzky hat ry der seAest Zeit al? Half voizüglichc Dimüc geleistet, als Stürmer stmd?r auf veilvienem Posten Sein B rsagen war aber für die Mann-- 'cka't nicht so krik'kch als die ichwiche Leistung Gan-lS^ Dieser ließ teglich« Agilität vmmisen. Außerdem v rfiel er sonstmi >n den Kehler, den rechten Flügel mß Feuer zu ich'cken-, als den an und kür sich besseren Kgy j»t Joiciat», der überdies drn viel fchwütherrn Be>t!>d!gc) prgei sich Hie. D e rechte SMriueerrihe entsprach Durchfchmttöm'svrkchen. Die üvrtgen Monnschaitsrerls zeigten ihre Übliche Form Bei dcr Bienna ist alles leim alte» geblirbiN.. Sie.kapp, nach wie vor mit Stol', darauf hinwciscn, daß sie der einige Wiener Ber'in ist. dcr sich im Kampfe gegen die Hakoab d'r richtigen Mittel berient. Denkp wie b^m Wen Metstericha 1sspiel, wU'de wiedrr auf den huststeu Hängeti oes EntrenaumeZ k>n haibe- Hundert der berüchiigteu Ho' e-WartcÄ?tl>).u posliert, d e, alß bk S'tuuiion für tue Döblinger kritisch wurde, unchdein Katz 'einen prachtvollen Treffer erz'klt hatte» jede Aktiou der Hgko >h mit einem wüsten Hfvv-H«pp-Oo.chkki feraleitctcn. D eie bestellte Provokation ( § zeigte sich nun. was hie GntschuldigungEN d--r Bienpa-Leitnna nach dem letzten Spiele Wirt waicn) rief auf d:r Tlihün« wahre Tumustfzentn üeroor. die erst rin Ende fanden, nackdeur Hakoah-Orduer m>t Hilfe von Wache dem Geschrei einen Einhalt getan hatten. Am cmpörlesten war «>n Isufljährigesiüdüches Mitglied der Vienna, daS, durch da< Treiben üngeektlt. sein Abzelchen wegschlesidertr' und ferne' Abmeldung .vom Vereint knnkgab. Dieser Manu stand aber mit, seiner aufrechten Haltung vereinzelt da. denn rawreiche andere Israeliten dcs Döblmgcr Vere>NkS. wie Kellner, Hochmann usw. erwiesen sich als stramme Vorkämpfer liegen die anftändigen 'Wettsvielbrslicher, dir sich gegen da- Treiben der Radaubrüder wandten. Die Hakoah wird e? hoskenliich nicht ermangeln lass'«, dem Fnstball'Btziband von den Vorfüllen zu berichte«. HaomoneM—Bazair 2’Z (1: 0). Hasmonea lieferte daS dritte unentschiedene Me sterschastsfpicl, was auf die Schnßunfähigkeit der Stürmer zurückinftihren ist. DaS Spiet war ungentetn rasch und zeigt« lehr aut» technische und taktische ileistunam. Leiver brachte d>« scharfe Rivalität der beiden Briemr zellwttke eine derbe Note tuS Tvtel. In der ersten Halbheit war HaSmonea stark im Angriff. Nach Seitenwechsel kam Hazair auf, ohne aber dem Ha-monea-Tor gefährlich zu werden. Se^ unsicher war diesmal der Hasrnonea-Tormann. der beide Treffer leicht hätte verhüten tönn.n. Bei Hgmir gestelen Gleich, Seckler. Klein Mid Kurz. 150 Zuschauer. Hasmonea lt arge" Kaiserwühlen A. C. U 1: S. Sehr schöutS, faires Spiel. Für Hasmonea war Jtzak erfolgreich. Svvrtklub Bar stschba. Das Klubheim wurde in d-rS Cafs ^Goldener Brunnen", U., Gchmelzgasse 5, verlegt, woselbst DienSmg die AuSfchußsttzung stattsludet. Akademiftbr Sektion des Sportklub HaSueonea. Heul« um ys4 Uhr Training, um 8 Ubr Vollversammlung. Sämtliche Mitglieder weiden ersucht, pünktlich zu erschein««. HMtoatz lHoeKmßfektl»«). a-tttdS, Ailversammlung tm Lad - 7,9 % Plir gut renommierte K«ntorea tet bereits gesorgt praechah von Ehrwurden Rabbiner ßerman aas Berdyczew< K«rt«RTti1c*9f t|glieh ton S—12 «ad 8-^S Ubr ttp Lofcai Zirkusgatse SS ress veranstaltet che Zion, Bozirkmktiot} L&opokistedt in den renovierten Lokalitäten des vormaligen */u 0eptemb*r l9Z! Nr. 95*- ' -—..... ---. j Der Volkswirt. Gestempelte Krone * —.42 Centimes. Ansznhinns Wie« —.57 Centimes. Besser »ns der Krone. In Zürich notierre: die 'Dotteichi-fche Krone . . . — .57 (—.08 «ui 17. September) d« Gsrc. gsßemvrLte Krspe. —.42 (-.40 am 17 September) (>«- tfchechrßchü Krone ... . 6.95 ( 6.95 a« 17. September) dl-e Äkark ...... . . - . .8 72 ( 5 80 am 17 September) 'lgrach.. . . . , . . 240 2 40 am 17 September) Bukarest . . . .c . 5 90 5 80 am 17. September) Budavell . /V.140 ' 1.12 am 17. September) Oarfchom ...... , . . — 14 —18 am 17. September) EpUog zur Wiener Messe. Der Trubel der Wiener Messe istvorüber, die fremden Kaustente verlassen unsere Stadt, deren Gastfreundschaft sie genossen. Wir kehren zur Nüchternheit des Alltagmit seinen Sorgen zurück. Obzwar m den beiden Tagen feit Schluß der Messe noch keine genauen Dato,! ermittelt werben konnten^ kann man doch einen gewissen Ueberblicjk über die Ergebnisse der Mesf.taga gewinnen. Es versteht sich' von selbst, daß es auch Enttäuschte gibt. Da sind zahlreiche Zimmervermieter, die ans Gäste mit „Edelvaluta" hofften, die sie rupfend wollten, und nicht aus ihre lstechnuujg kamen, weil viele Ausländer in Hotels und Gasthöfen untergebracht wurden und! weil Pie Anzahl der erwarteten Gäste (man sprach von 80.000 bis 100.000) sich in Wirklichkeit auf weniger als die Hälfte <35.000 bis 40.000) belief. Es hat sich' auch gezeigt, baß die Messeräume nicht groß genug waren; baß sich viel zu viel Schaulustige einfanden, die dem Geschäftsmann den Berkehr erschwerten. Diesen Uebelständen will man anläßlich der Frühjahrsmesse abhelfen. '». Ein weiterer großer Nachteil, der sich für die ganze Brvölserung bereits fühlbar macht, sind die e m p f i n d l i ch e n Preis st eigerungender letzten Tage. Diese aber sind sicherlich nicht allein gus dgs Konto der Messe und ihrer, Besucher zu buche,!.. Sie stehen in Verbindung mit der im Herbst regelrnäßig neneknfttzenden Teuenmgswelle, mit dem tiefen Sturz der Krone, mit der Ohnmacht unserer $9**. Hörden, gegen die Profitgier erfolgreich vorzugehen.; Damit sind eigentlich die negativen Seiten des Unternehmens — sotveiL sie sich bereits Wersehm lassen — aufgezählt, und man , kann andererseits mit Befriedigung fest«, stellen, daß die M.'sfe für unser Wirtschaftsleben neue Impulse ' gebracht hat, Wien mit alten und neuen Kunden in ©er* btnhimg brachte,, der Welt zeigte, haß wir alles eher als eine „tote Stadt" sind. Es ist die Rede davon, daß sich' die. während der Mesfewoche vorgefallenen Umsätze, auf zumindest; 10 Milliarden Kronen belaufen, auch von 20, sogar von 30 wlrd'Hspöochen. Man wird gut tun, sich vor Ueberschwäuglich leiten zu hüten. Jedenfalls gehen, auch die 10 Milliarde bereits über die Erwartungen hinaus. Dagegen läßt sich feste stellen,.daß die Messe 4500 Aus steller hatte, von denen ettya drei Viertel Wiener Firmen warmr.. Das restliche Viertel der AuLstoller bestand zum weitaus größeren Teil aus deutschen Kaufleuteu, doch auch hie Nationalstaaten (besonders die Tschecho-Slowake! und Ungarn), die Franzosen, Italiener Und Schweizer waren vertreten, Was hie Kaufet betrifft, ßvbefanden sich allerdings Engländer und Amerikaner in einer verschwindenden Minderzahl, doch waren — abgesehen von den zahlreichen Desitfchett-—Spanier, Holländer, Dänen, Schweden," Franzosen und Kaliener erschienen; di« Nationalstaaten, besonders Jugoslawien und die Tschecho-Slowakei, waren sehr, stark vertreten, und mit dem Balkan kam eS zu umfangreiche^ Abschlüssen. Sogar Aegypter traten als Käufer auf/ Von den verschiedenen Branchen waren Maschinen, Leder- und Galanteriewaren bevorzugt. Auch in der Pcipierkonfektilpu W man sehr zufrieden, sie ist nach der Aeußerung ÄneS führenden Industriellen auf Monate hinaus .mit Aufträgen nicht nur auS Ungarn .und der Türkei, sondern auch aus her Schweiz', Holland und Errglaud versorgt. Auch die Textilu/nb Modewareninbustrie zeigt sich sehr befriedigt. Auch vln neuer Hah lungSmvdushat sich heraUSgebildct, der für die Zukunft nicht unwichtig fein mag. Die Firnwn auch eines Geschäftszweiges brachten oft verschiedene IgahlungSmodalitäteu in Anwendung. Zum Beispiel di» R«ck>- nun gen lauteten auf Kronen, waren in der Währung des Landes beö Käufers zahlbar und dt« Kronen zum Kurse des Zahlungstages unigerechnet, wodurch sich der Verkäufer gegen' di« Möglichkeit späterer Kursverluste sicherte. Oder bte «Zahlung erfolgte in bet fremden Währung und der Betrag in Auslandswährung wurde zu ein « günstigeren Kvonenkurs als dem jetzigen, in diesem Fall« für den Käufer überaus ungünstig, umgerechnet. Zahlte der Käufer in Kwnm, s» mußte er anSläilbische Valuta umwechseln, wobei er allerdings sehr, vorteilhaft davonkam. Doch ist dadurch wieder fremdes Geld' inS Land gekommen. As kann freilich nicht in Abrede gestellt werden, daß tm allgemeinen das Ausland hier trotz der für nuS so hohen Preise wieder sehr billig einkaust«; in manchen Fällen äußerten sich Kaufleute über die niedrigen Preist (überaus mißtrauisch in bezug auf die Qualität der angeboteneu Ware, die bei solchen Notierungen unmöglich gut fein könne... Den eigentlichen Mißklang Sn daS Messegetriebe habe« nicht die Fremden, sondern bi» einheimischen Spekulanten Hineingeiragen. Sie boten dem Ausland ein widerliche», «ttwürdigonbeS, unberechenbaren Schaben znfügendeö Schauspiel. Bis zum nächsten Frühjahr dürfte sich 1« Zusammenhang mit her Krone viel geändert haben. Die Gpekulätto«< die auf den Zusammenbruch der Währung rechnet, wird hofferrt-' lich weniger Gelegenheit zu wüsten Orgien haben, alt bieK gerade während her Messewoche der Fall war. Dar Spe?»-^ bMtMtuM. vepßuch^ ta KM« cht MW. Wvch -u mtod ■/ r