Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-09-19 · Heft 951 (19.9.1921) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 951 (19.9.1921)
Date
1921-09-19
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2980030--08862-2995052
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Rr. 951 Wien, Montag * Snlettfmrft «eftorbe«. Wie der „Lokalanzeiger* au« Webender« in der Mark meldet, ist Fürst Philipp zu Eulenb u r ß im 75. Lebensjahre gestorben. 1 * ZtfAMi«. He»üe, Montag, 5 Uhr (Großer Saal): Shacklrtons Südpol-Erpedrtion. — V,6 Uhr (Kleiner Saal) Dr. Marianne Baurr-Jokl: Körverkultnr und Kosmttik, Ul. — 1loG Uhr (Klubsaal) Direktor Joirf Neumair: Bon unserer Mut>e>spräche.!. — Vr8Uhr (Grolrcr Saal): Sbackletons Südpol- Expedition. — V«8 Uhr (Kl iner Saal) Univrrsitätsprofeffor Dr. Alexander Pilcz: Hypnose. Telepathie und andere okkulie E'- scheinuugen. — */,8 Uijt (Klubsaal) BorlraaSmeisterm Elise Keran: Exotische Porste, H. — V,8 Uhr (Kurssaal) Monst-nore Professor Dr. Karl W e c z e rz i k: D ntte und sein» Zeit, 11. — V-8 Uhr (Ai beiter heim, X., Laxeuburgerflraße 8) Bien« Theater von emst. * Ankunft eine» Hekmkehrerzuges. Heute früh «« '/«7 Uhr ist am Hütteldorfer Bahnhof rin Heimkehr« rüg einge- Itroffcn. Er brachte Li Wiener, 8 Westungain, 60 Jugoslawen. 2 Italiener und 4 Pol'«. Die Ungar», die gleichfalls im Zuge kamen, fuhren mit der O'tbahn weiter. * Don einem Auto niedergeftoßen. Heute nachts wurde in der Ansstcllunossiraße der 58jahrige Schuhwacher Emil Cicka, II., Stnwersiraße 60 wohnhaft, von einem ^Lastauto übe fahren und erlitt einen Bruch des rechten Ob'rschknkels und 'mehrfache Rißqurnchwunden. Der Lenker de-3 Lastautos brachte rbn zur RetwngSgeseUichast, tv» er verbunden uud m das Rudolfsspital überführt wu de. * Ein diebischer Laufbursche. Der bei der Firma S. Sonnenseld, Import und Export. Ul., Blchardgatfe 2, angesikllie un erstandslo'e 21jährige Laufbursche Rudolf Barsch hat Ktpperedhäringe u> d Picriite-Schokolade-Sve ialitären i« Werte von k( 300u gestohlen und ist ver'chwunden. Später bemerkte man, drß 420 Stück Fue> zeuge' im Werte von X 16.800 fthlten. Da Parsch böchstwa>sch«nlick auch dielen Diebstahl begangen hat, wurde er verhasret und dem Larrdesgerichte ringel«efert. * Mefsemoche und Sitieuamt. In der Meffewoche ha» daS polizeiliche Si'tenamt m Ausführung der Weisung-n, die zum Schutze der Mestebesucher angeorduet wurden, w<ednbolt Streifungen unternommen, und zwar rn den Nächte» zum 13., 14 und 16. d. M. rm I. und in der Nacht zu« 17. d. M. im H. Bezirk Be» diesen Streifungen wurde« zwei Männer wegen Verdachtes dir Znhältei« und 67 Mädchen wegen »unkoutr-'ll «rer gewerbsmäßiger Unzucht angebalten. Vrn dieren Mädchen mußten 1? als geschlechtskrank dem Frauensvital üb rgeben werden. Die Tatsache, daß sich unter den 67 Mädchen weit mchr nls die Hälfte, nämlich 39 befanden, die bisher im Sittenamte noch niemals Anstand gehabt hatten, läßt den Schluß zu. dag die verlockende Gelegenheit und dre Anwefmhett so vieler zugkrä'ttger Fremder, müh los vielGUd zu verdienen, von vielen bisher anständ gen Mädchen ausgenützt wur e. Unter den 67 Mädchen waren 10 Jugendliche und auch unter diesen befand'», sich drei G schlecki-kranke. Das polizeiliche Siitenamt machte «, e «eitere Wahrnehmung die zum Nachdenken Anlaß gib'. Mehrere Hotels, bte schon bisher be m S tlenamt als Stundenhotels vorgcmerkl waren, batten auch in dies.r Z it der höchsten Flemdcn'rcquenz. in der in Au rufen zur Bklstellung privater Wobnränme aufgefor»ert wurde, genügend Zimmer zur Ausübung der gewcrblrüen Unzucht zur Verfügung behalten- Von den Hotels bei denen dies wabrgenommen wurde sind nach Stichproben vier >m I., dr« tm kl. und emes rm VI. Bezirk. Sie^ wurden dem Magistrat bi-anntgegebm. * Bo« KriegSwucheramt. Der g-wejene Kanmrann Salomon GrStzgott. XX., Allerhciligenplatz 12. wurde wegen Schleichhandelmit Margarine in eine Arreststeafe von d>« Tag'« und dre Milchm«ersgattln Darbaia Schnabel, XXI., Wagramerstraße 127, wegen Abgabe von Milch ohne Mar en und Höchstpreisüberschreuung in eine Arrcststrafe von drei Wochen verfällt. Beide Erkenntnisse sind bete ts rechtskräftig. * Ein Unhold. Der 21jährige Werksiättenar>nter der Städtischen Straßenbahn Josef Asten rer wurde am 16. d. M. von dem Kommissariat Ottakring dem Landesgericht e'lngelns«t, weil er drna-nd verdächtig ist, in feinem Wobnhanse an mehreren Kindern im Aller von 8 bis 10 fahren unzüchtige Handlungen vorgenommen und sie zu »nsiltlrche» Handlungen nerieitel zu haben. Oper und Konzert. Bon Dr. Erwin Felder. In dem reizenden Theaterchen der Musikakademie, das so recht ein trautes Heim für musikalische Kammerspiele bietet, wollte Prof. Rainer-Simons, der tatkräftige Leiter der Wiener Theatermesse, den ersten Stein zum Aufbau einer Kammervper legen und so ein ideales Mittelstansstheater errichten. Volkstümliche Kunst sollte hier von wenigen vortrefflichen Bühnenkünstlern mit geringstem Orchesterapparat bei niedrigen Eintrittspreisen dargeboten werden — ein idealer Zweck, der die angewendeten Mittel heiligen muß: Statt aus der Fülle älterer musikalischer Lustspiele, die im Dornröschenschlaf liegen und nur deS Erweckers harren, die besten herauszuholen, hat sich die Leitung der Kammerspiele damit begnügt, den gewandten Textdichter Armin Fried mann mit mehr Geschick als Kritik drei Einakter bauen zu lassen, zu denen Prof. Ary van Leu wen alte Melodien zusammen getragen. hat. Er hat nicht allzu tief geschürft, waS man dem in so vielen Satteln sicheren Flötisten nicht weiter verargen darf, auch die Verbindung von Wort und Weise ist mitunter eine recht lockere. Am liebenswürdigsten präsentiert sich der Einakter „Mozart auf der Reise nach Prag", frei nach Mörikes Erzählung, deren verinnerlichte Poesie dabei nicht am besten wegkommt. In einer Zeit, da die Uhr des „Dreimäderlhauses" bereits abgelausen ist, erscheint als Schuberts Nachfolger der große Wolfgang Amadeus auf der Bühne, raubt einem bräutlichen Komtesserl, die voü Mozarts Musik schwärmt, ein Busserl, Und wird von seiner Frau Konstanze, dem „Stanzerl aller Stanzen", mit! einer Eise? suchtSsze.ie bedacht. Dazu ertönen Bruchstücke von Mozarts „SchauspÄdirektor", dem niemals ein längeres Rampenlicht beschieöeu war, auch andere Perlen Mozartscher Musik schimmern auf. Wenn schließlich die reizende „Gavotte joyeuse" erklingt, hat KonstanzeS erregtes Herz wieder Ruhe gefunden und Mozart kann feine Reise nach Prag ßartsetzen. Der zwet^ Einakter „FriderieuS rex" mit Musik, nach Friedrich dem Großen, bringt den mächtigen Praußenkünig auf die Bühne, den ausgezeichneten Flötisten und Koiilponisten mancher Märsche, Ouvertüren und Arien, mit 'hm seinen Flötmmcister und Kammermusikus, den berühmter Qucurz. der für de« König einige hundert FlötqnkonzertL Sötenet snorgemzerrangl Mitteilungrn aus dem PMikum. Echte Jägerwäsche Albert Matzner, Wien, I., Kohlmessergasse 8 * Diebstahl in der Messe. Samstag nachmittags wurde im Meffepalist amNenb«« vem Stand 62s der Firma Brosch & Weber. Stallbnrgaaffe 11, eine firü"e Brokatdecke mrt neun bunten Molivcn nnd Golvspitzen, K 40.100 wert, gestohlen. * Schleichhandel «it Aanckware«. Wegen Schleichhandels mil Rauchiorten worden vom Kriegswncheramt bestraft: Der Kellner Karl H o u l y, III., Apostelgaffe 4, mir 24 Stunden Airest. der Kupferschmied Leopold H l a « s ch e k, X , Senefeld rgaffe 20. der Schn«d«gch'lfe Wilbetm H u d i n e k,!!., Novaraaaffe 36», »nd der Kellner Karl Bauer, XVII., Hauptstraße ll. mit je drei Tage» Arrest, der Vertreter A riba« K a l i s ch e r, XX., Klosternenburgerstraße 62, mrt vier Tagen Arrest u»d der angebliche Kausmaan Jakob O ch s h o r n, II., Volkertstraße 13. «nt sieben Tagen Arrest. Außerdem wurden die bei den beanständeten Pnsonen Vorgefundenen Rauchsortcn für verfallen erklärt und der Finanzde»trksdirektiou zur weitere» Verfügung übermittelt. * Bufklnrnnp einegrosten Lederdiebstahls. In der Nacht zum 23. Augnft wurde das Geschäft des Lederhändlers Robert Fürst, XUl., Hüt eldorferstraße 113, erbrochen. Die Täter entwendeten Lederwaren im Werte von X 200.000 Unter dem dringenden Verdachte «'er Täterschaft wuide nun der 32jährige Hiifsarbe ter Ernst Morawetz. XUL, Hütteldorserstraße 157 woh-haft, verhaftet. Er wwde überwiesen, die Beute im Keller des Wohnhauses fernes Oht'ms, des 4?.iährigen Tischlermeisters Wenzel Spirk, XIII., Fenzlgrsse 15. versteckt «nd v»n dort ans größere Mengen Leder schon verwertet zu haben. Ern Teil der Beute wurde «irklrch noch im Keller gefunden. WeittrS wnrde festgeSeSt, daß einer d^r Hauptabnehnier deS gestshl'nen Leders der 39tährige Schuhmack'rmeister Wenzel Witek, Xkll., Dreh'tiui'mstraße 44 wobnbatt, war. Waren >m Werte von X l*..000 wurden zustavdrgrbracht und dem Geschäd'gten auSge^o'gt. Morawetz wurde dem Landesgericht «ngclie'ert Spuk und Wuek wurd n wegen Verdachts der Diebstadlrteiluabme der Staatsanwaltschaft angezergt, aber aus freiem Fuße belassen. Honte U. 8 «LIßk Drama in 3 \kten V:8 Uhr: B & wn E. F B EL ft. von David pinBki Hilfskomitee für die ukrainischjüdischen Pogromopser. I., Seiteustetrengatze Nr. 2. Ausweis Nr. 4 (Anrck). Michael Axelrad, stu6. pkil. Benno Berg»r, L. B.. Leon Barasch, Emil 'Berger, Leon Barian, Oswald Doller. Saruuel Daniel. Fmwcl Eder, M. Ebm-, I rael Eilen, Brv« a Fenster, Helas Graubart, Else Goldsand, P. Gottsned. Jakob Guttmann. M. - I. Gmsbera, E Halpersohn, A. Hertmann, Charlotte Haas, Osias Honig. Menasche Heuman», Jakob Kerzuer. Jvsef Krämer, Jakob Lichrrm««», Ingenieur Adolf L>ck, M chael Margulies, Chaim MomS, Wilhelm Mvlgenste»n, J«jef Reumann. N. I. Pvdselner. Cliaskel Pauieß, Dr. Wolf Ravpavort. Friedrich Rost, Isaak Rosen, Emma Ruber, Jakob Schapnea. Abraham Schönbach. Jda Schwa-er, Rseina Schummer, Baruch Steuer. S. Un, Abraham Unschuld n-d Markus Weiutraub je X 20; Moritz Felbckbaum K 15; Fauui Groß, M. Heger, Alfred La« nmann. Elsig R«nbe»g, Hemrich Roth. Georg S itußcr, R. Schapira. Louis Schrmrl und Mor4t; Thau ic K-10; M irkas Meer K 5 und Simon P»uak X 8. Sabine Griffel 100 polnische Mark K82, komponiert hatte. Um so etwas, wie eine Handlung zu erreichen, muß auch die Tänzerin Barberina zu einer öbm Jntrigengeschichte herhalten, in der ein versckiebbavK Bild des Königs eine wichtige Rolle spielt. Schließlich geht es in die Höhe und die spärliche und eintönige Musik erfährt durch das Flötenspiel des hinter dem Bilde postierten Monarchen ‘ eine erfreuliche Abwechslung. Den alten Fritz spielte van Leeuwen; die königliche Würde hat er wohl nicht, aber als Souverän seines Jnstruinents darf er beit Wettbewerb mit jedem Flötisten aufnehmen. Die kleine komische Oper „E h r g 118 i n der K ü ch e", mit freier B-'nützmrg einer Vorlage von Scribe, Musik von Lortzing, führt uns in die Werkstätte des gvoßherziglichen Küchenmeisters und Mundschenks Datei. Dieser Koch und' Philosophast dazu verzehrt sich in Sehnsucht nach dem verloren gegangenen Rezepte des Puddings „a kt Schlpulata", dazu schwingt er den Kochlöffel wie ein Szepter, ja wie den Speer Wotans, wenn er seinen mißratenen Sohn in einem langen Abschied von sich stößt. Das Herz des jungen Casar sehnt' sich nicht nach den Künsteln seines Vaters, der die raffiniertesten Menüs von vierzig Gängen fiir die Hoftafel bereitet, sondern nach seiner Gretel, die im Bürgerhaus Rindfleisch und Zwetschkenknödel kocht. — Junge Liebe ist in komischen Opern erfinderisch und so schleicht sich Gretel, als Kiichenjnnge verkleidet, in die Küche des großen Vatel ein und wird, da sie ganz zufällig das Rezept des Puddings „a la Schipulata" besitzt, würdig, in die Dynastie der Babels ausgeuvmmen zu werkelt. — Die recht ergötzliche Geschichte geriet etwas langatmig, brachte auch in der wohlbekcumten Musik LortzingS keinerlei Uelierraschmlg. Over doch? Sollten etwa „zufällig" in LortzingS deutscher Küche italienische Melodien serviert worden sein? An den darstellenden Künstlem war vor allem das Wollen zu loben; überlegenes Können besitzt lediglich Herr Bandler, der nainentlich aus dem alten Batel eine ganz prachtvolle Figur schuf. Auch Frau P o l a als Komteßchen, als Babarina und als Gretel zeigte spielerisch und stimmlicherfreuliche Anlagen. A le Mitglieder deS kleinen Ensembles und auch die Herren des begleitenden Stteichquintetts sind auf dem besten Wege, jenen engeren Zusammenschluß zu finden, dessen gerade eine Kammeroper dringend bedarf. Herr Dr.Paus Pis k nnd Prof.van Leen wen bewachten vom Flügel aus mit viel Umsicht und Geschick die ersten 19. September 1921 Eeüe .... ...IM Sammlung I. Reich: Metall- und ErrqesellschaK K 1000, Dr. Moritz Frucht nnd Paul Koch je X 500, Isa«» Bialer. Dr. Blaustem, Abraham Heiselbeck und Simon Pre«'»ger je K 200. Richard Braun. Max Rechtsdorfer und Abraha« Reich je K ioo, Cba>m Birnbaum, M. Fränkl, Emanuel Hochdor^ S. Klein, Simon Leer »nd Mendl Torem je X 50; znsm»»» K 3400. S ammlnng S. H anSnrr: Denzio« Fiderer «ch Leiker Rech je X 1000; Markus Eickenkatz, Schul« M. Ganä. Leib Gvldbera. Samuel Griffel. S'mo« HanSner, Ars« Mann, Damd Müller, Nathan Reiß, Abraham Schmorak, Mtchel Seidwann, Moritz Tun», Samuel Zimmerman« «nd Herma«« siwerling je X 500; Jsrak Wemstock X 3w; Jakob Händl X 250; Inda Eagel, Leib Engelffein, Simon Gang, Siegfried Grlz. David Kaminker. Mar Rappaport. ffftan Reich und Elieser Ornffe!« ft X 200: Sckame Alster, Rafael Dankovitz. Nachman« Lonenfeld. Etka Lonrnseld, Eist« Robinson «nb Hermann Spitzer ft X 100; zusammen K 11.210. Summe: £ 15.724; hiezu der frühere Ausweis von ll 98,658 ----- Gesamtergebnis K 111,382. _ Gründung. Die BrrtragSgeböhr betragt bei Gesellschaften m. b. H. 5°/» des Nettowertes der Vermögenseiniagen. Hermine K... Wenn Sie ein Mittellosigkeitszeugnis mil« bringen, so können S>e das Armenrecht vor Gericht bewilliot ei halten und haben dann keine Stempel M bezahlen. Das Formular für das Mittellosigkeilszeugnis bekommen Sie un magtstratischen Bezirksamt. — Blari-weitz. Da Sie auch m weiter Instanz abgewirsen wmden, können Sie nur noch binnen 60 Tagen die Beschwerde an den VerwalrnngSgerichtshot «heben. Sie muß von einem Rechtsanwalt verfaßt sein. — Optio». Da Sie schon Tut dcm Jahre 1914 Ihren dauernden Aufenthalt in Wien haben. b!«bt es für Ihre VermögenSat'gabepfllcht aleichgültig. ob Ihre Option ankmommr» wurde oder nicht. — Witwe. Ihre Km ter haben von den ihnen pmejallenen Erbteilen die Vrrmöocnsabgabe. besonders zu bezahlen. DaS Vermöge» der Kinder wird nicht mit Jhnm Vermögen zusammengerechnet. Es ist das auck für alle bedeutend günstiger. — N. O. Wenn Sie und der Verkäufer den S^lußbrief unterschreiben, so ist er geböhrenpflichlig, sonst Nicht. Güliist ist der Schluß natürlich auch, wenn er nur mündlich abgeschloffen wurde. Aber zu BewriSrwecken empfiehlt sich die schlistliche Form. Am einfachsten ist eS. wenn Sie dem Verkäufer einen Schlnßbrief schreiben »nd er Ihnen einen Grgenbr es ich ckt. — Amb«». Die stenerfreie Tiloung des verlorenen Bauau'wandes 'ft durch daS Gesetz nur Unternehmunaen für Kohlenbergbau, Erdolgewinmmg nnd Gewinnung von Elckniz'tät mittels Waffcrkräiten gestattet. Andere Unternebmunaen müssen beim Finanzministerium ansuchen und können diese Begünstigung erhalten, wenn wichtige volkswirtschaftliche Jnttresien bicfür sprechen. — Kriegsanleihe. Wenn dir Verlaffenschaft am 13. März 1919 noch nicht eingeantwortet' war, 'o genügt es?ur Uebernahme der Kriegsanleihe durch den Staat, wenn der Erblasser in der Republik Oesterreich heimatsberechttgt war. — F. R. Es kommt nur der Nettowert des eingebrachten Gk'chAts und die übrigen Einlage» der Gesellschafter tür die Gebührevbemesiung rn Frage. Die GeichäftSpassiven stnd aber brr der Berechnung des Geickäftswertes abzuziehen., — K»«- stantinopel. Die Steuerbegünstigungen für türkische Großhändler sind seit dem Jahre 1914 nicht mehr m Kraft. Sie sind. also euikommensteuerpflichtip. — Brotpreis. Ol» die Dienstgeber auch für jene Angestellten, die ,n die Untergruppe fallen, die Differenz der Brotprene zahlen muffen, ist nach dem Gesetz zwe f'lhaft. Es müssen die Entscheidungen des BerwaltnugS» gerichtshofts abgewartet werde«. Briefkaste« der «eKakti»M. StLnvrgrr Leser Frage» Sie »egen der in Frag^ 'stehenden Zeitschrift bei Löwit, No^ntturmfiraße, nach. Die Blätter erschenen in freier Folge. Bisher liegen vier Nummern vor. — S. im tt. Bezirk. Besten Dank! Lerder nicht druckreif! — Brnderhilfe. Es fragt wti, ob man von hier anetwas tun kann. Den Paß kann Ihr Minder nur in Amerika bekomm«?. Empfehlen Sie chm, sich an den dorügen Verband der rumänischen Inden zu wenden! Schritte des jungen Unternehmens, dessen werteres Ez starken wohl nur eine Frage der Zeit ist. m Auch in einem hist vrischen Konzert in der Hofburg konnte man die Kunst van LeeuwenS bewundern, der, von Pwf. Paul Weingarten feinfühligst begleitet, kleine Flöten stücke des ach tzehnten Jahrhunderts' zum Vortrag brachte. Das Viola-da-gamba-Spiel, von Frau Elisabeth Bockmayer-Grümmcr und der Violad'cunvur-Vortrag von Prof. M. L. Gold iS verdiene« rückhaltslose Anerkennung und weckten wieder einmal das Verlange nach regerer Pflege dieser alten Jnstrummte. Der vollendete Bach-Gesang von Frau Gertrnde Förstel ist längst bekannt und so wäre nur noch darauf hinzuweisen, daß das Programm des Abends manche Wünsche offen ließ: Auf dem Zettel fanden sich keinerlei Ausschlüsse Über 'Zeit und Wesensart der-dem großen Publikum teilweise unbekannten Koniponisten; eine willkürlich bunte Reihe älterer Tonstücke, die rroch kein „historisches" Konzert machen. Aus einen eiiiheitlichen warmen Grmijdt«: gestimmt war das Festkonzert anläßlich^ des 600. Todestages Dante Alighieris. Gleich Torquato Tasso war auch Dante kein frohes Erdenwallen beschieden, erst nach dein Tode wartz ihm ewiges Leben und so war Liszts Torquato Tasso „Lamento e Trionso" das schochste Vorspiel zu einer Dante- Feier, die in Moi.ssis wunderbarem Vortrag aus ver „Divina coniedia" ihren Höheplmkt erre.chte. Dam? dirigierte Felix' Weingartner die Dante-Symphonie, in der Liszt DanteS Schicksal nnd Seele in Töne geformt hatte, mit all jener leidenschaftlicher Inbrunst, die den nimmermüden Dirigenten für die Ltszlsche Musik erfüllt. ' Wercige Tage vorher war der Dresürker Kapellmeister Fritz Reiner an der Spitze des Symphonieorchesters gestanden, ein sehr gewandter, ja trotz seiner Irgend routittütrtrr Dirigent, der manche Schönheit der Straußschen Alpensymphonie, die er airswendig dirigierte, in neue Beleilchtuvg (fü rücken verstand. M tunter nahm er bi^'Tempi zu schnell, wehte ein allzu scharfer Wind über der AlperilaNdschnsr, geeignet, das schwach besetzte, noch' einigermaßen in Sommerschlaf befangene Orchester wachzurütteln. lieber blUrnige Wiesen und Almen, Gestrüpp und Gletscher führte Miner als warnrblütiger sicherer Führer zu einem künstlerischen Gipfel, auf den, trotz Gewitter und Sturm, kein Abstieg folgte..

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.