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Wiener Morgenzeitung · 1921-09-19 · Heft 951 (19.9.1921) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 951 (19.9.1921)
Date
1921-09-19
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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» Setze 2 Men. Dkonläg Wiener Morgenzeitnng 19. September 1921 Nr. 95 l Straße sind, sondern wir müssen zeigen, daß wir auch Herren im Hause sind. Müller gedachte dann der Sckwler'gkei'en, die gerade die Entente der Arbeit für die Fr' ignng der Revubltck und der Demokratie in Deutschland entgegensetzt. Er bezeicknete die Nichtauidebung der witttckafillchen Sanktionen am Rhein als ein bitteres Unrecht und schloß mit der Anlünoigung, daß bei der Erledigung der Steuergesetze die Kreise frfmtf ungefaßt w rden sollen, die mitdemv tt-rl tndSlosrn Kuli des goldenen Kalbes dem Reiche die Devi'en wegkau'cn. Den Sch'uß der Sitzung bildeten die Begrüßungsreden der ausländischen Vertreter. Zum erstenmal hatte anch die Senialjbiinofraiie Belgiens einen Bertieter entsandt, der von den -''rammelten besonders stürmisch begrüß wurde. Hege-Lrs zurückgetreten Budapest, 19. September. (Ung. Tcl.-Kvir.-Bur.) Die Blatter veize>chnerr das Gerücht von der etsolg'ea Dmusston des Fmauzministers Hegedüs. Eine offizielle Bestät gung lugt nicht vor. Die Beamtenfordernngen. Heute nachmittags 3 Uhr beginnen inder Bundskanzlel die Vcrl'andlungen der Reg'/rung mit den Vertretern der Bundesangekrellten-Oraanisationen über die neuen Foidenrncien. Wie die Korrespondenz Heiwei erfahrt, velangen die Bündle e imten eine 6'/«>ge Eiböbuug ihr r Gisamtbezüge. Da die Verhandlung n bie-ubcc nicht so bald abgeschlossen sein und largwienge Besprechungen erforderlich sem werden, wird von fetten de Bundecangestellten verlangt, daß die Neuerung fosvit eine Vorausbezahlung auf die g sv'.eerte Erhöhung dir G samtbezüge gewähre. Dieser Foi> derung wird die Regierung zustmmen. D e 60*/g ge Erhöhung der Gesamtbezügr, die mit Rücksicht aut die enorme Verteuerung aller Lebensmittel und Bedarcksart kel erhoben w rd, n acht jedoch nicht nur eingehende Besprechungen der Regierung m.t dem sechZgl'edrigen Komree der BuneeZangeiMlen-Organisationen. sondern avch Verhandlungen mrt den Parteien notwendig, da eben in der B deckungstraae — es handelt sich um einen Aufwand von 20 Milliarden — ein Einvernehmen im Nationalrat erzielt werden muß. Schon im letzten Mmisterrat wurde die Bedeckunasfrage eingehend erörtert. Die Regierung bea'-sichtiat eine weitere Erhöhung der Bahntarife, und twar zunächst der Persoumtarife. fern r d.r Postgebühren, der .Tabakfabrikate und der Zolleinnahmen durch'.usühren. Diese Erhöhung n werden sich in einem Ausmaß von 5?/, bewegen. Sobald das Einvernehmen der Regierung nnt den Parteien in / der Bedeckungsfrage hergestellt ist. wird sie ihre Vorschläge ausarbeiten und jene für die Gruppe der Vnkehrsbrdiensieren dem Hauvtaus'chusse, die für die Bcrwaltungsd amten aber dem j Nationalrate zur Enscheldung vorlegeu, weil diese Körper cha.ten hrefür kompetmt sind. Wre die Koriespon^mz Herwei weiterS erfährt, find die Gerüchte von einer brvolstchrnden Aufhebung des Legitimatioaszwaugrs für Eff.kten unzutreffend. Der Chef. Eine amerikanische Hnmoreoke von Abraham Netzen» In der letzten Z?it batte eS Mister Klepmann. ein verheirateter Mann mit zwei Kindern — eines in btr Wiege, das andere ,n der Volks'chule — ein bißchen schwer, um das Leben hkrauszuscklaoen. Das „»nt bißchen" ist nur .aus Rücksicht aur den eleganten Stil gesagt. In Wirklichkeit hatte er es sehr schwer.Warum? Halte er etwa, Gott behü-e, seine Stelle verloren? Im Gegenteil, er hatte sogar eine Ausbefferung von 5 Dollar bekommen, und wabrhsf'ig gerade diese Ausbefferung ist die Ursache, daß er es so schwer harte, durch »kommen, denn wenn man eme Ausbefferung von fünf Dollar bekommt, so bekommt «an gleichzeitig eine Au'besserung au Lust, um zwanz g, dreiß-g. fünfzig Dollar b ffer zu leben. Denn wenn man »ine Bn'b sserung von fünf Dollar bekommen hat, wie kann man da so sparsam leben? W.ie besivt nicht rin moderner Mensch in deiner Wobnang ein Grammophon mtt zwei' undert Pt ttten von allen großen Kantoren der W lt, allen großen Violinvir uosrn und auch dem Neuesten Two-Step? . . . Uno wo stellt man daneue Grammophon auf? In feinem der drei Zimmer war Platz, also muß man in eine n äs;err Wohnung nbersieceln und wer« schon, dann gleich in eine bc ierc Gegend. Und wenn man schon in einer besseren Gegend wähnt, dann muß min auch .Staat* machen und Staatmachen k stet an h Geld. Kurz und gut — infolge der Ausbefferung ging k h t Klepmann so schwer zusammen, daß es ihm ni'ncknnl schwer siel, die Miete zu zahlen, schwer fiel, all den „Luxus" zü tz-streitei', dm die beffcre Gksend erforderte. Und Klepminn ernnecke sich der großen Zahl seiner Bekannten, die sich in den letzte« Iah m stark imvorgearb-itet hatten. manche so hoch, daß sie schwer zu e>reichen waren. Aber von ihnen verbieten sich noch fre«ndschasil,ch zu »dm. Auch sein Landsmann Mister Jekelsoh«, welcher eine Million mit Gummi gemacht halte, stand noch in reckt guirn Beziehungen zu Klpniann. So oft Kl pman« ihn grüßt, antwortet er sehr sreundl'ch. Und Klevmann wundert sich. Wie paßt das nur sür ihn? Einen Mtlltonär! Ein paar Tage später erfährt Klepmann. daß Gummi stirk Platten u't. Und der »Gumm-magnat* Mister Jckel'vhn besitzt lauv, 2(0.000 Dollar, schon nach dem Binkrott. Er tst al'o b'rabgekommei!. Einen ,Vecabg'.:ommenea" gebt Klepmann Nicht an. Das mt er punzipiell Nicht» Unter Klepma"ns Bekannten aber gibt eS noch andr e neue Mill'vnme. Mister Nackami, der Seidenkönig, steht noch fest; abe» er wohnt in einer ander-n Stadt. Nun, man kann ia zu chm fahren. Doch bis. Klepmann sich mt'chloß. Mister Nachami. dem Sedenlönig. emen Besuch zu machen, war der Acnnste sckon lo fettig, daß er seinen „Palast" verlassen mußte und Gott weiß wohin verschwand. Aber Klepmann hatte noch Freunde genug, die sich in den sieben fetten Jahren emporgearbeitet hatten. Einer, ein früherer Nachbar Klcpmanns, besitzt jetzt eine Stickereifabrik, und man erzählt von ihm, er hätte damit Scheffel Goldes gemacht. Der war stets ein freundlicher Mann, und Klepmann ist sicher, bei ihm in der schweren Zeit ein paar hundert Dollar zu bekommen, um aus seiner „beengten Lage" herauszukommen. Klepmann war nur unentschlossen,. wo er seinen früheren Freund suchen sollte, in der Pr'.vatwohnnng, in Boropark oder in seinem Fabriksbureau aus der fünften Aventte. Er entschloß sich, ihn an beiden Stellen aufzusuchen, aber er fand ihn an keiner und auch sonst nirgends. — Wo kann der Mann wohnen? ging es Klepmann durch den Kopf. Vielleicht ist cr auch fertig geworden? Daun i-eht die Welt unter. Aber d e Welt ging nicht unter. Der ehemalige Nachbar und spätere Stickereitönig war aufzusind.cn. Er halte sogar gut adgeschniiten uud warf sich gerade auf das Bankgeschäft. Er war gerade dabei, allein eine Bank zu et öffnen. Bankier, daS ist schon eiwas anderes, faafe sich Klevmann Zufrieden. Und an einem Samstag nach 12 Uhr suchte er den Bank er, seine« ch maligen Freund, aus. Die Bank befand fick 'ehr weit von K epmanns Bmean und die .Re sc" kostete Klepmann ein gut s Stück Geld, welches er von seiner Frau gellehen hatte, ang blick, um rannt kleine Schulden z« zahlen ... Als Klepmann zur. Bank kam, w lche du verlockenden Namen Bank der T.ust-Comvany trug klopfte sein H rz stärker. Er trat über die Schwelle. Ei» Mann in Uniform uat auf ihn zu und sah ihm eifrig auf die Hände, ob er nicht G.ld einlegeu komme . .. D ese Frage verminte Klepmann. Me-' winschcn Sie alio zu sprechen? — Den Chef selbst. Der Mann in Uniform meinte offenbar das sei ein großer Kunde, denn er läcl elte sehr freundlich, als cr Klepmann ins nächste Stockwerk zum „Chef" führte. Der Chef erkannte Klepmann. Er erkannte ihn sogar schr püt! Er erinnerte sich sogar an Klcpmanns Vornamen — Jakob. Wre konnte man das auch vcigessen! — Alto, du willst eine Emloge machen? sagte der „Ches" und klopfte Klepmann freundlich auf die Schulter. Das ist schön . . . Warum das schön ist, wußte Klevmann nicht, aber er antwortete, er wolle wirkt ch eine Ernl tge machen, nur der Freund muß entschuldige» — die erste Eiulage wird nicht besondergroß sein. — Wir viel zum Beispiel? fragte der „Chef". — Im ganzen 26 Dollar (dawar davon der Fra« geliehene letzie Geld). — Das tst alle-?! sagte der „Chef* «it süßsaurer Miene. Klepmann wurde rot vor Scham; er fühlte, das sei keine Einka. e; doch er gab die Berstchet««g ab, er hoffe bald eine größere Einlage machen zu könne». — Nun, du warst doch eii mal mein Nachbar, so wollen wir dir zuliebe das Statut unfirer Bank breche» .. . Nach allen Zermomes verließ Klepmann die Ban? mit wüstem Kovf und mmmclte still vor sich bin: — So habe ich «hm gar noch e.ne Gefälligkeit erwiesen, zum Teufel! Und mit wankenden Schritten ging er heimwäits und schmiedete Pläne, wie er das bißchen Geld von dem e.nstigcn Nachbar und jetzigen „Che>' retten löunte. Der Mann mit den falschen Brillanten. Wie bet ichtet, wurde vom Sicher hei! Sburcau der ang blicke Arzt Dr. msck. Alexander A s o u d i s, 31 Jahre alt, r« der Pension Adlon wohnhaft gewe en. verhaltet, weil 'er dcm Ingenieur Roman Brczeworlky, IV.. Gußhausgosse 24 wohnhaft, für zwei Blllanten i« Werte von K 4ßo.Q 0, die et zum kommissionSwenen Bei kauf übernommen, einPaar Br llantboulonö 'm angeblichen Werte von Li 600.000 als Sicherstellung übergeben hat, dre sich da»n 'als falsch erwescn. Dr. AsoudrS gab. nach langem Leugnen die Fälschung zu und räumte ein, daß er die entlock,« Solitäre e'Mm Juwelcnhändler um K 320.000 verkauft hat. Dr. Afoud'3 will in Agram studiert haben und prakiischer Arzt in Belgrad gewesen sein. Dre vom Regierungsrat Dr. Weybora geührte Untersuchung hat g'gcn Dr. Asouris vel de* lastende- Mater'al ergeben. Seine Person ist noch zweifelha't und ganz und gar nicht aulgeklärr. In Wien hat er die ärztliche Prax s gar nicht auSg übt, sondern sich,' seinem e genen Geständnis nach, mit Börse- und Warenpeschäfim besaßt. Er behauptet, auch im Ministerium in Belgrad tätrp gewes.« und den Titel eines „Attachä* geiührt zu haben. Auch hier trat er als „Alttcks der jugojlawi'chen Gesandtschaft" au'. Er trat vielfach mit Firmen in Geschäftsverbindung und nahm Darlehen aur Warenge'chältr. Als Sicherstellung bot . er Äreditbliefe von Banken auf Hunderttau ende, doch erwre m sich diese „Sicke, heilen* als ganz und gar wertlos, da der Mann über keine Depots bei den betreffenden B rnken verf'lgle. Seine Verbindlichkeiten aus solchen Geschähen sollen sich aufneunMillionenKronen beziffern. Auch in der Pension Adlon hat er eine unbedeckte Miet- und Kostichuld von kl 80 000 hintnlaffen. Gegen Dr. A oudiS hat ein >m lV. Bezirk wobnha'tcr Chemiker eme S ratanrrige wcgen HerauSlockung eines Bet oges von zwei Millionen Kronen erstattet. Auch ihm harte Dr. Äl>oudi8 als Sicherstellung einen Brillantring übergeben. drr sehr kostbar auösai. sich aber ipäler als unrchk erwreS. Auch erueu Brref einer jugollawifchen Bank überaad er ibm. Der Brief bezeugte, daß er bei der Bank ein ansehnliches Guthaben besitzcn sollte. Der Btief etzvies stch als «neckt und rft jedenfalls von Dr. AsoudiS gefälscht. Ünter den Ge'chädigte« >st auch ein RechtSanwalt aus drr Inneren Stadt. Ihm hat Dr A'oudis 3'/, Millionen Krön n unter der Borspiegelung entlocke, ,hn an leinen umfangreichen Warengeschäften sich beteiligen zu laffen. Die Warengeschäfte erwies-'n sich als fingiert und der Rechtsanwalt büßt daganze Geld ein. Für die neun Millionen Verbindlichkeiten ist öS jetzt keine Deckung vorhanden. Dr. A'oudis behauptet allerdings, daß er Waren rm W rte von 800.000 jugoslawischen Kronen bei seinem Schwiegervater in Subotica in Iugoslaw e» etlregen h ibe. Die Gattm Dr. A'oudis, die 28jähiigeRo'a Asoudis, gevorene Schwimmer, z« Kralihalom geboren, die nach der Anzeige des um zwei Million-« geschädrgren Chemikers an den Machewchaften >hreS Gatten mi schuldig lein soll, wurde gleich alls verhaftet und dem Land-Sgerickt eingelre ert. Die Erhebungen über die Person dieses Mannes und über den llmlang seiner Betrügereien find tioch nicht abgeschloss n. Es lau en noch immer neue Anzeigen gegen ,h« ein. Auch seine An» gaben dezirgirch seines medizinrchen Doktorgrades und bezüglich le-ner früheren Stellung im jugoslawischen Ministenum müsien erst ü.-erprüst werden. Diesbezüglich rst die Korreipsndenz mtt de« jugoslawischen Behörden erngeleitck. Die Dante-Feier des Völkerbundes. Genf, 14. September. Nach der vollzogenen Wahl des Internationalen GerichtsbofrS wnrde in der Völk-rbundver'ammlung die tOO Wiednkebr des TvdeStagrS Dantes festlich begingen. Als erster ergriff Sir RennelRood daS W»rt, welcher untei anbei em ausführte: E,ve Versammlung mit so Hohen Gesichtspunkten wie die unsrige, die heute ein Werk von universeller Bskeuturg geschaffen hat, dar» nichtauseinandcrgehen. ohne sich u er nncrn. daß die ge amte Welt heute den 600. Todestag d s großen Dichters feiert- Dan e gehöre nicht bloß den Jial enern, sondern der gesamten zivillsierleu Welt. Nicht nur der Dichter tollte heut« geseert werden^ sondet» der Poet der prophetischen Visionen. An der Schwelle einer neue« Aera hatte er die V sion eines Unirersolsiaates und brachte die Idee der Solidarität des menschlichen Geschl cktes zum Ausdruck. Seine Werke sind ein Gegenstand der allgemeinen Bewunderung für die Menschheit: Dlshalb gezremt eS sich, daß von dieser Hohen Tribüne der Ruf erschalle: Ehret den größten Dichter! Ntchdri« sich der lebhafte Br fall gelegt hatte, ergrff der ' Schweizer M o t t a das Wort,' der den Dichter feiettc. welcher, wenngleich er d e Form noch nicht sah, doch das Prinzip des Völkeibundes pioklamiert hat. Ich bin stolz, ihn heute an diesem Tage drr »echsten Jahrhundertwende zu grüßen, an dem der V8lk rbund mit der Schaffung d s Internationalen Gerichtshots der Gerechtigkeit den Gedanken der internationalen Gerechtigkeit und seiner eigenen Universalität proklamiett hat. An euch, die ihre alle Religionen, alle Philosophien «nd Kulturen vertretet, weude ich mich «nd sage de» unsterblichen Vers, der auf Dantes Lippe« erblühte: Ehret den höchsten Dichter! Im Namen Frankreichs sprach H a n o t a u x l« ähnlchrm Sinne. Der Traum deS Dichtersei m Er'üllung gegangen und eine lebende Wirllichkeit geworden. Als letzter sprach der Italiener S c t a l o j a, der ein all'eitiges Bild des Dichters und Denkers umriß. Nach e nem Schlußwort des. Präsidenten wurde die schöne Feier gxschloffev. Verteuerung des Zigaretteupapiers. Für bte kommende Woche droht den Z'garrttenrauchern eine neue Berteuti ung. DaS Päckchen Zigarettenpapier, das bisher K 3.60 bis B.~ kostete, soll ans das Dopp lte erhöht werden. Im übrigen verlautet, daß zur Deckung der für die neuen Ford rungm der StaatSbcdlensteten erforderlichen Milliardenveträge, außer der Erhöhung der Tarife auf den Bahnen, der Gebühren der Post, des Telephons, des TelegrapbS usw. auch die Erhöhung der Tabakprerse in Aussicht genommen ist. Ter HauPtauSlchuß de- NutionalraieS wird stch innerhalb sehr kurzer Zeit mit dreier Frage z« beschäftige» habe». Schwerer Unfall beim Oktoberfest. München» 18. September. Ein schwere- Unglück ereignete sich heute auf der Theresienwiese beim Oktoberfest, wo nachmittags 4 Uhr Plötzlich auf dem Turme eines Toboggans der Boden der mit Menschen dicht angefüllten Plattfo.rm durchbrach. Mehrere Personen stürzten von dem Turme in die Tiefe, einige Menschen konnten sich am Balken festklammern und sich vor dem Absturz bewahren. Wie verlautet, sind im ganzen 30 Personen, darunter mehrere schwer verletzt. Gestempelte Krone —.42 Centimes. Auszahlung Wien --- —.57 Centimes. Befferunder Krone. In Zürich notierte: die österretchlfche Krone . . . —.67 (—.62 am 17. September) die österr. gestempelte Krone. —.42 f —.40 am 17. Septembers dir tschechische Krone .... 6.95 l 6.95 am 17 September dw Mark . 686 ( 660 am 17 September Agram.. . . 250 2 40 am 17 September) Bukarest.. . . 6.95 6 80 am 17 September' Budavest.1.16 ( 1.12 am 17. September) W«schau.— 14 —18 am 17 September) - Präfidc-nt Masnryk in Mähren. Aus Prag wnd gemeldet: Präsident der R'publik Dr. Mafaryk besuchte heute die Stäb e Wtschau. P r v » n t tz und O l m ü tz. wo ihm üterall ein festlicher Empfang betetet wurde. * Italienischer Rationatze<evti,g G'legrnilich d«S NittionalfrirrtagrS vom 20. Sevtemdcr wird sich d'-e italienische K^lotiie in Wien um lVk Uhr in den Räumen der königlich italieuffch.'n Gesandtschaft zu einem vo«, kömglzchen Getchäftsträaer Ltboleueu Tce versammeln.

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