Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-09-17 · Heft 949 (17.9.1921) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 949 (17.9.1921)
Date
1921-09-17
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2980028--08831-2995019
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Wie«. Samrta« M»vA«r«zeitmlK 17. Septemd« isrr sv. »4» .«r -■■■uw-. lyiniiliiWMxT »I»!>*■■ .. .— > ' ...... i >>»»« .— :_: ' f k 9* Wie die HorLhy-Driganten die gefangenen österreichischen MnKnzMachlente und Gendarmen vehandette«. Politische Nrmdschsm. Kompromittierte ungarische Minister. Aus Budapest wird uns gemeldet: Der große potit ich- Skandal nut den Ausfuhrzeriifikaten soll allem Anschein nach mors betyarico im Sande verlaufen. Drr Sturm gcg.n den Ackecbamuinifier S z a b o. dessen Sekretär als Hauptangellagter in der^ Besuch,mgsaffäre v rhaftct wurde, legt sich allmählich und die Konferenz der Partei der »k l e i n e n L a n d w i r 1 tM haf «ach Anhörung einer großen Rrchtfertigungsrede S s a b o s ihm das Be.träum votiert. Diese Wendung würde in jedem amercn Kicktu-staat über'.a'cken und unmöglich erscheinen, aber S.z a b o hat eine scharfe Waffe io der Hand, die wohl nicht seine Unschuld beweist, aber geeignet ist, wenn sein Sturz gefordert werden sollte, eine ganz: Anzahl hochstehenderPersönlichkeitrn gleichfalls niederzustrecke». Dre Hauptbeschuldigung gegen dir Verhafteten besteht darin, daß emfülgreiche Personen bei Sekretär E s k ü d t interveniertenum für ibre Klienten in unerlaubter Weise Ausfuhrzertifikate zu erlangen. Es stellt sich nun heraus, daß hiebei nicht nur Sekretär E s r ü s t. sondern auch die hochmögenden Vermittler mit großen Snmr.'.eu b e ü ocheu wurden. Erhobenen 'Hauptes r.rf nun Ackr^um.u ster Szabo in sriner Veeteidigungsr.de: Ich b-wUije b e vollständige Liste derjenigen, welche stch für die'Ausfr lgung der inrnuuniciten Ausfuhrbewilligungen periöntrch eui*" t.'!5 cn ofceu sie schriftlich empfahlen. Unter ihnen befinden sich Potililcr in hoher Stellung und selbst Mitglieder dcr N e g i erung, O b e r g e s P ä n e, Ministe r i a l r ä t e und dergleichen mehr. E.ne emwrndsreir Untersuchung wird bernsm sein, seftzusicklen. wie weit diese Vermittler bei ihrer Jute.ven ion materiell irckeresfurt waren. Minister Sz a b o hat vorläufig diele interessant: Liste urchs yreiZsegrbcn. Aber schon der Schreckschuß allein hat genügt, um ihm ein Vertrauens zotirm zu sichern, und es ist gar lein Zweifel, daß, wenn die ungarische Regierung nicht, etwa, aus anZupol'.üschen Gesinden gestürzt wird, wegen dieser Kleinigkeri eines Korruptiousfkavdals Ack rbauministcr S z a b o nach wie vor e.n würdiges Mitglied der ungarischen Regierung bleiben wird. Gesteigerte ZuderrveLsoLgnttgen irr der „befreiten" Baranya. Ans Esseg wird uns bcnchret: Nach der eingelauftnen Mr?dr'-'sen nimmder weiße Terror der Befierer der Varanya immer schrecklichere und unerträglichere Farmen an. Arbeiter und reiche Inden werden wahllos des Hochverrats und des Kommunismus be'chnldigt, in den -Kerker geworfen, mißhandelt un^ duftu-gen, welche zahlnngsfähig sind, den pemrmftm E v'P r e s s u n g e n ausgesetzt. So wie in der B1iitk.r-.it des wech'N Terrors in Unna:«-selbst w r> auch hier die Vnfslgn'-'-g der - Juden ru unrm glänZ'nden G e s ch ä s t de Offiziere --der B-efreinngSarmee. In den letzten Tagen wurden d;evier re chsten Inden der Stad! Szige'tvar, Ärmm Seng er, Hefi.händler, die Brüder Ludw g und Ioset Schlesinger. Ka.zwarenhändler, und der Schulffawi'ant Leopold Neumann unter der Beschuldigung, es mit den Jugoslawen gehalten zu haben, verhaftet Der Offiriere. welche die erste sogen rnnte Nn rrsuchung gegen die Beschnldigten leiten, schrauben ihre Grldsorderungen, welche sie für die.Befreiung der Verhafteten verlange», sozusagen stündlich hinauf. In den von Inden bewohnien Städten der Baranya werden Massenanrzüge gegen die Juden veranstaltet, wobei es zu schweren Mißhandlungen der jüdischen Bevölkerung kommt. Diesen Ausschreitungen der nationaler, Armee u^d der Beamten wird trotz dringlicher Vorstellungen m Budapest noch immer nicht Einhalt geboten. __ Ein Code Lenin in Vorbereitung. Wre eine Kor. epondenz aus Riga zu melden weiß, wird mr Laufe d.e,eS Monats das s o w j e t i st i s ch e Zivilgesetzbuch erscheinen, m welchem Lenin den S ch u tz d e S Privateigentums einführm soll. .Ein Dekret über die Reorganisation des G richtswes ins wurde belannllich von Lenin vor einiger Zeck unterzeichnet, bis dahin aber noch Nicht veröffentlicht. Mau wartet erst einen güustigkn Moment für seine Veröffentlichung ab. Vo« Spezialisten der Hochfinanz wurde ferner e>» wichtiges Dekret über die' Reorganisation des Finanzwesens ausgearbeitet. Es legt einen einheitlichen Kurs für dm Sowjetrubel in ganz Rußland fest. 1000 Sowjetrubel sollen den Wert eines Achtels einer Goldkopekc haben. _ Das Kinderelend in Rußland. Moskau. 16. September. (Fmikspruch.) Die Kmderftbutzrommisslon beim allrussischen Vollzugsausschuffe hat dem : merikanischen Hilfskomitee Mitteilungen über die Lage der Kinder im Wolgagebiete gemacht. Die S t er b lrchk e i 1 unter den Kindern istnngeheuer. Die Kindei-- heime sind überfüllt uvd außerstande. alle bedürltigen Kinder aufu nehmen. Dir bisher geleistete und die unter den gegebenen Verhältniffen überhaupt mögliche Hilfe ist unzureichend. Im Tschuwaschengebiet gibt eS fast BÖ0.00 0 hungernde Kruder und darunter 7000 S 8 u g l im g e. Im Gouvernement W j a t k a beträgt die Anzahl der hungernden Kinder über eine h a l b e M i l l i o n. In der Tatarenrepublik gibt es eineinhalb Millionen, im Gouvernement U f a über eine halbeMillion hungernde Kinder. Auf den Straßen Ufas werden täglich bis zu 150 Waisen aufgelesen. Im Gouvernement Samara ist der Hunger noch schrecklicher, weil epidemische Erkrankungcn auftretm. Im Gouvenrement S i m b r r s k b^iiat die An .bl der hungernden Kinder fast ibOaOOQr I» dem Lügcnfeldzug, den die ungarische Propaganda eingeleitet hat, um d e Verantwortung für die Vorgänge in Westungarn von dem vsfizi.llen Ungarn abzuwalzen. spielt eine Hauvtiolle die Behauptung, der Wldrrsiand gesen die Besitznahme be3. Landes du:ch Oestxrrcich sei von der Bevölkerung selbst ausgegangen und von Ungarn weder hervorgerufcn, nocl, unterstützt. Wie der Widerstand, dem uuserc einrück «den Organe begegne en, iu Wirklrchkeit beschaffen war, auS welchen Quellen er gespeist wurde und in welchen unmeuschlichenFormen er sich äußerte, geht auS ein m amtlichen Protokoll hervor, daS mit einem der zur Emrücknng ins Burgenland kommandiert gewesenen österreichischen Finanzwachbeamten nach seiner Rückkehr aukgenommen wnrde. Seme Darstellung der Erlebnisse^ die ihm und seinen Kameraden , beschieden waren, bietet einm°"rypischen Ausschnckt ans desi Ereignissen, deren Sch rnplatz da? Bargenland rst. S.re sei in folgendem kur; wi'k er gegeben: Was OberkoMMtMr Strohschneider anssagt. Der Fin^nzwachobersommissär Richard Strohs ch n'e i d e r rücke am 26. August, um 8 Wir ,früh mii einer Kofonne, bestehend aus ungefähr 75 G."darmerreoberoeamten und 35 Finanzwachbeamten, von Kirch chlrg nach Gerersdvri im Burgenlande ab. Strohschueider ww Komniandantder Finanzwachabteckung. Nach mck>rerca!>enerrn Bandcnüngriffen, bie abgem esen wer-'m k^nn cn — bei eluem derselben wurde de/ Bandensührer Dr. Egau gef rngmgmommen — tarn es am .. 4. b, M. zu einem großen konzmtrischerr Angriff, bei dem die Ungarn mck Masch nengeweh^ en uno Handg-analen vorgingen. Vor der Uebermacht deS Gegners zurückveichend. wurde die Kolonne bei Bubendorf von den Banden ringcholt, drei.Gendarmen und sieben Fmanzwachi eamle gefanrrngenommeu. Torr fiel auch der Gerrdarm:rie-P.rlrottillenleiter Felix Detwedova. Auf die Oeiketrcick.er. die sich ergeben mußten, kam der ungarische Kommandant, ein Obe rck e n t n a u t; i n Z i v il- ' k 1 ei d u n g, zu und sagte ihnen- „Hier ieht ihr Pro n ai- . Truppen, .>hr ' iommuirrstisches Gesindel mit - eurer kommun i st r s ich e n - R e g i er u n gl". Als S t r o H s ch n e-i der eine Erwiderung wagte, -erhielt er von dem .'ObeUminam r w e i O h r f e i g e n. Auch a n d e r e F i n a n z w a ch b e a m t e w u r d e »i g -c o ch rf e i g t. Sir.mußten dann fast ihre gan z e B e k l ea d iu g ablegen und wurden, von der 200 bis SO) Mann starken Baude b s m di^. Nähe der att-.n ungarischen Grenze transportiert. Zwucken' iuho'3 Uh. 'enavickelie sich' m bei Nähe der österreichischen- Grenze zwischen ungarischen Banden und östcrrerchischm Trupp'n-'ein luftiges Gesicht, in welchem en »n'garischer - Oberleutnant a*tobet, ein Mann schwer v rwunret wurde.- ' ' . ' : - Die ermordeten Reichswehrlerrte. Während'des Gefechtes wurden auf dem Platz,- wo die gefangenen Oesterreicher s-e'effelt lagen, zwei österre'ichischc Reichs-- rvehrleute emgebraÄt. Nach dem Gefecht erklärte der Bandenkömmandünt': Euch. Finanzmache und Gendarmen, geschieht nichts, ihr müßt eben eurer Negierung gehorchen; aber euch Reichswehrlerrte, die ihr Kommunisten und Söldlinge seid, kaffe ich aufhenkm. Neichswehrleute machen wir nicht'zu Gefangenen." In der Tat wurde der eine von den beiden, tros seiner B eteuerung. er sei kein Ko m in ü n ist, aus die Seite geführt nnd -von ein-m Bandennütglied an ein cm Baum gehenkt. Der z w e i t e R e i ch s w e h r m a n n mußte seine Kleider ab legen und wurde durch zwei G e w e h r s ch ü s s e g e t ö t e t. Die „Erwachenden" — Band§n?Ahrer. Am 12. .September kam der Banbenkommandant in den Arrest, um Strohschneider anzukündigen, daß er am nächsten Tag als Parlamentär über die Grenze zu gehen haben werde, um den .Austausch der Gefangenen und Internierten zu. veranlassen. Der Kommandant beschimpfte die österreichische Regierung bei dieser Gelegenheit als S ch w e i n e r e g i e r u ng und Kvmmnnistengesindel und drohte: ich einen von euch einmal - treffe, so gibt's keinen Pardon, er wird aufgehenkt." Strohschneider mußte die Montur ablegen, erhielt Zivilkleider und wurde von Offizieren und einem Dolmetsch im Wageir zur österreichischen Grenze gebracht. Er traf rit Pinkau am 13. September abends ein und brachte Schriftstücke an die österreichische Regierung und-den Gmnerndevorstand von Mrchschlag mit. Vor der Abreise hatte er auch noch von einem ungarischen Gendarmsirieleutnant in Zivil einen Aufruf der Heeresleitung der an der, steirischen Grenze operierenden Freischaren an die .chaterlcmdliebenbe« iösterreichischen Brüder" eingehändigt erhalten, mit der Bemerkung, er solle den ungarisch und deutsch ab gefaßten Aufruf hen Wierrern zeigen. Der ungarische Banbenkommandant trug an seiner Kopfbedeckung das Abzeichen der Erwachenden Ungarn, einen grünen, dreieckigen Schild mit einem gelben Doppelkreuz. Strohschneider hat eine genaue Personsbeschreibung sowohl des Kommandanten, als auch der migarischen Offiziere, die zum Teile ebenfalls, das Abzeichen der Erwachenden Ungam trugen, geliefert. Der Dank der Betyaren für die Wiener Gastfrenndschast. Au-? Stroöschneiders AnSsugen ersieht nian, wie aui die j Ocsterreecher, die en Ausführung der Befehle der Geueralmelsion in, Oldenburg daS Burgenlavd beraten, von dm Ungarn förmli^ Jagd gemacht wurde- Die Jagdleiter und die I a g d» t e i l n e h m e r, besonders aber ihre g e i st i g e n F ü h r e r. gehören zu den Leuten, dir während der Zeit-der-n n g vrischen Räteherrschaft Oesterreichs Gastfreundschaft in W i e n m Anspruch nahmen und für das genossene Gastrecht nicht gmug danken konnten. Die österreichische Regierung hat eS selbstverständlich nicht verabsäumt. daS in der Aussage Strohschneiders enthaltene Material den divlomati'chen Vertretern der Großmächte zu snterbreiteü. Die Generalmifsion in Oedenbnrg wird etwaige ungarische Unschüldbeteuerungen nnd Lügenmeldungen an der Hand dieses Materials richtig-n benrterlen wissen^ nach Budapest berkfen. " - S-irei amvaniier, 16. September. (Ung. Del.-Korr.«. Bur.) Oberregierungskonnnissär für Westungarn Graf Sigray ist auf Ersuchen des Ministerpräsidenten Grasen Bethlen nach Budapst abgereisti Ungarn will trotz allem in den Völkerbund. Zürich. l6. September. sTel.-Kou>P.) Der Sondrrbcrichtrrstackkr der „Neuen Züricher Zeitung" bei der Bölkerbund.versi-lmmluüg. Nistm.inn. meidet aus Gmf, daß Ungarn sein Gesuch um Aufnahme , rt denV 8>k ker d u N d a u f r e ch t h ä l t, taß es jedoch den Delegationen s ch w e r f a l l t, Stellung zu dem Gesuch zu nehmen- Dies, gilt auch für diejen'gen Lgamckgliedcr, die das Prmzi.v der Universell!tat zuoberst stellen nnd von di.'iem Standpnnn aus jedem neueu Aufnahmsgcsuch svmpath-.sch gegenüberile'ren. Man wird diese reservierte Haltung erklären dürfen auS der Situation, die sich Ungarn mneu» nnd außenpolitisch geschaffen h ü. -sowte aus dem Veehültms zu Elkönig Karl, der, wie schon die fruchtlosen Bemühungen nm e ne andere Unterkunft ^eigtcn. sich , auch hier sehr mäßiger Smnparh en' epreut.' AL-es das wirft auf das ungarische Gesuch eiucn tiefen Schalten und es wird befümmter Elklärungm Ungarns bedürfen, um eine Klärung der Atmoshpäre zu bemirkm. Die Magyarische Bropaganda scheut' Leine Witter. Wie aus B u d a v e st gemeldet wird, wurde gegen di. e n g l i s ch - u n g a r r s ck.e F i l m g c s el lff ch a ft.t ein B e r f a. d r e n einaeleitet,- weil. sie sich..we'gerte,,. P,r o. p -ag.a n d ä sN m i?b;n Eiuzug der lliigarn.^n...der B ax. a n yia auf uführem.v^,'. ,.. .. Jnntzbruch ohne Truppen. Innsbrrrck, 16. September. (Privat.) Wie die.,Neuefh Zeitnn g" meldet, wurde das 6. Brigadekommando alarmierl nnd ve:läßt mit den restlichen Tnrppm nnd der Artillerie Innsbruck. .Das Kommando begibt sich vorerst nach W i -e «. Innsbruck ist somit ohne Trupp cn. > Die PrAnngskommission für OberschLesien hat ihre Arbeit beendet. Warschau, 16. Srptrmber. (Privat) Aus Gens wird bericht-ck: Die Vierer-Kommissiondie vom Völkerbund)at mit der Prüfung deS schlesischen Problems betraut wurde, hat, wir verlautet, nunmehr im großen ..und ganzem ihre Arbeit n beendigt. Vorläufig wird noch immer tiefstes Süllschweigen über den Inhalt der. Vorschläge beobachtet. Die Komm ssion hält ihre Beratungen nicht in.Genfi sondern in einer bei Gens gelegenen Ortschaft ab. Sie.hat von-der interalliierten Komu-ission in O p p e I n die Vorlage allere bisher bezüglich der Teilung Oberschlefiens aufgetauchtctr Vorschläge abverlangt. Petljura und Sawinkow an der Arbeit. MsSka«, 16. September. (Funkspruch.) „Wjeßnik" bv .-.eichnct bie im Auslande verbreitete Nachricht, daß Rußland, an der beßarabischen Grenze den Kriegszustand erklärt habe, als tendenziöse Erfindung. Die Uüruhen an der beßarabischen Grenze seien von Anhänger« P e t l j u r a s u « d S a w r nk o w S hervorgerufen worden, die von Polen und .Rumänien unterstützt wsirden. Bandm Petljuras hätten kürzlich auch emeu mit Lebensmitteln für die Hungernden beladenen Zug zum- Entgleisen gebracht. Die Kemalisten Käufer rnsstsche Schiffe. Lemdo«, 16. September. (Wvlff.) „Times" nielden aus Konstantinopel, baß . bie Kemalisten mit der russischen Sowjetregierung über den Ankauf von russischen Kriegsschiffen in Verhandlungen getreten seien. Die Verfolgung der Mörder Erz- . dergers. Berlin, 16. September. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus München: In der Angelegenheit Erzberger erfolgte heute e>ne weitere Verhaftung. Es handelt, sich hiebei um die Witwe eines i« Kriege gefallenen HauplmanneS, die beschuldigt wird, zwei an dem Verbrechen beteiligte Personen gewarnt "zu .haben, so. daß diese sich durch die- Flucht rhrer Festnahme entziehen touluen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.