Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 941 (9.9.1921)
- Date
- 1921-09-09
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 94 t Wien. Freitag Menschen, die;erschossen und doch noch atmend tagelang unterm! Sonnenbrand im Stacheldiaht hingen, Erblindete, die, eben erst ' in Nacht versunken/ von grauenvollstem Schmerz gefoltert, . mit ' Len Händen nach Licht griffen (nicht solche, die, schon ruhig ge« ' Morden, «nt Stock-.und Hund still , durch die Straßen-gehen), Verwundete unterm Operalivnsmcffcr, Irrsinnige und so weiter. Daß wir diese Anti-Kriegspropaganda-Filme nicht besitzen, ist! Lr unser Museum »u bedauern. Aber wie unvollständig immer EZ sein mag: d:e große Masse unseres Bottes wird mehr Inte.-- >rffr dafür haben als für alle in 50 Jahren errichteten SiegeS-, Senkmülcr zusammerrgenommen. Ob wir der Jugend Einlaß gewähren sollen? Ich möchte da? nicht ohnewertcrs bejahen. Kinder gehören nicht, in die SchreäenSkammrr. AlleroiugZ Jenen Bürschchen, die im Ze.chen deS Hakenkreuzes sich als reoanchcküegslüsterue Maulhelden produziereu. könnte mau durch solches Anschauungsmaterial das Tiebec vielleicht ein bißchen abtemperieren.; E>neS aber, deutsch'r Spießer, wollen wr dir ge, ne zugesiehen: Vom Dach dieses Hauses mag relrost. -die schwai z-wtiZ« rote Fahm wehen. _j- H. Matthäus B.cker. Das rrrvachende Oesterreich. „Mit einem demokratischen Angarn werden wir sehr rasch zu ein-er Verständigung konnnerr — mit dem Grasenullgarn niemals", so leitartikelte gestern das Wiener großdeutsche Organ! Vor Tisch las mau es anders: Im heurigen Marz,.als sich die Antisemiten aller Länder, unter der Führung des Jerzabek in. Wien zu löblichem Tün zusanuuellsetzien, damals schien nran sich so gut miteinander zu verständigend daß man die Antiseinitentage in Permanenz erklärte. undgleich den ' nächsten in der Hauptstadt des. jetzt-so -energisch . abgelchnten Graftnungarn abzuhalten veraöredete. Daß diese Verabredung, nur auf Grund der Voraussetzung getroffen worden wäre, daß das Grafenungarn bis.dahin die Wandlung zu einem demokratischen .Staatswesen, durchgemacht habe, davon ist in der Oesfentlichkeit bisher. Nichts bekannt getvesen; ja, man darf füglich bezweifeln, baß die nichtmagyarischen Kongreßteilnehmer, die nach Budapest gravitierten, das in der jetzt in der „Deutschösterreichischen Tageszeitung" ausgesprochenen Hoffnung Man haben: „Die Enttäuschung (über die betyarische Gentrhherrschaft) kann nicht auALleiben, mrd die Erschütterung, die sie mit sich bringt, wird i>em ungarischen Volke zum Heile dienen." Damals hat man «ämlich in Wort und Schrift das gerade Gegenteil verkündet: daß die Methoden der Horthy-Kumpane Hejjas, Pronai usw. das Heil nicht.. nur Ungarns, Indern der ganzen noch unerlösteu Welt bedeuten und daß vor allem auch' Oesterreich und "Deutschland im Sinne dieses Systems zu erwachen" haben. Ja, man scheute sich nicht, bei den „yldvokaLen, Rechtshörern, Sekretären, Offizieren", M' matt' jetzt'äls 'die Träger ' ver Betyärenpvlitik bezeichnet, Anschauungsunterricht nn ^Erwachen" zu trehmen und eine kleine Judenhatz auf «r Ringstraße in Szene zu setzen. Nun scheint die Deutschnationalen das Lehrgeld, das Oesterreich .sieht für die magyarischen Lektionen in christlich- .Nationaler Regierungskunst bezahlen muß, doch zu .reuen. Beschämt bekennen sie: „Was heule in Ungarn ' Ergeht, ist der Kampf des Adels um seine bevorrechtete Stellung. Es handelt sichl gar nicht so sehr Am den Fetzen Bürgenland, es handelt sich um Sein Her Nichtsein des ungarischen Grafenßäates." «Jeder Mnsichtige hat das schon seit der Etablierung des tbeißen Terrors in Ungarn gewußt. Ebenso wie er Acht einen Augenblick daran zweifelt, daß'di« österreichi- Hen „Frontkämpfervereinigungen",' „TotenlegivU'en" e tuttt quanti sich aus ebensolchen Desperados Znsanrmensetzen, wie die im deutschnationalen Blatte so treffend gekennzeichneten magyarischen Schergen der alten Kuruzzengeschlechter, die eigentlichen Anstifter des Putsches inr Birrgenland. Zur Wiener Messe. Die «Eröffn ans der Wiener Messe. Die Wiener Messe wird am Sonntag dm 11. d. M. um 1v Uhr vormittags beim Sudportal der Rotunde durch den Herrn BnndeSpräiilenlen Dr. Michail Hainisch eröffnet. Ab 11 Uhr vormittags sind die Räume der Rotunde für das Publikum zugänglich. Die anderen Meffegebäudr. Meffepalast (Hofstallungen), Stiftökaserne, alte Wiener Handelsakademie, weiden am gleichen Tage trat 10 Uhr vormittags dem Publikum geöffnet. Der Frenidenzrezxfl zur Wiener Messe. Der Flemdtkizumg zur Wiener Messe ist forlg setzt im Steigen begriffen. Das Haupikont'.ngrut stellen jene Kauflrme aus dem Süden und Südosten, die die Leipziger Messe be-lncht haben und nun ans der Rückreise auch die Wiener Meffe besichtigen wollen. Unter ihnen befinden sich Syrier. Griechen, Türken und Aeghpter. Im übrigen sind unter den Fremden Rumänen, Jugoslawen, und zwar Serben wie Kroaten, und Bulgaren stark vertreten. Auch zahlreiche Franzosen, Engländer und Amerikaner sind bereits eingelangt. Aus Holland, Dänemark und Schweden trifft in den nächsten Tagen eine. Reihe von Sonder? zöge» ein. Besonders stark ist selbstverständlich der Zuzug aus Dcutschland, aber auch in der Tschecho-Slmvalei herrscht ungewöhnliches Interesse für die Wiener Messe, das sich in -ahlreichm Anfragen und einer großen Anzahl von Besuchern aus dvr tschecho-slowakischen Republik äußert. * «Die Aussteller der Wiener Mess« werden eisucht, das Einr8«Mn der Kos'n tunt chst zu beschleunigen, da die Meffele mng Wert darau» u.n, den Besuchern am Eröffnungstag ein geschlossenes Bild Vorzuführen. Wiener Morgenzettukg 9. Septenwer rJ22 Seite 7 ■ Der Lohnkampf in den Wiener Theatern. Die JLvhi.vrrhändlungen zwischen den Bühnen antzest Alten und Theate'.drdeitein einer'ctiS ititb ben Theatrrdireltoren andererseits sind gestern nach mchrflimdiocr Dauer p l ö tz l i ch abgebrochen wordeni In der Lohnsrage ist wohl eine Einigung erzielt worden, doch ha'en die Theaterdrektoren in N e den fr a g e «, welche' den 2he-rteretat nur gaur unwesentlich belasten, sich den Fordei ungen dcr Bühnenangestellten so wenig genähert, daß es in diesen Belangen zu Vereinbarungen nicht - kommen konnte. Direktor B c'r n-a'« eillärte darauch n, über den ganzen Komplex derin Verhandlung stherwcn Fr.iäcn weitere^ Verhandlungen nicht mehr führen zu können. Er enlfcrule sich aus dun Beraiungssanle. Dee Beinebsläte der darstellenden und technischen Personale dcr Wiener Privatthcater werden von ihren Orgauisationen zu einer SäMstag den 10. di M. UM 3 Uhr nachmitlags in den Reichshallen stattstndendm Versammlung eiugeladen, um -den B:richt über den Verlauf der' Lohnbewegung entgegenzunehmen und Miete Beschlüsse-zu fassen. Ein MiMoneneinbruch Sei einem . JuweLier. Am 7. d. M. ist beim Juwelier Rudolf A r n n y. XVII;, .Kalvar'eubcrggaffe rl, ein R i e s e n e l n b r u cd verübt worden. Nach jedenfalls langer Vorbereitung sind Einbrecher durch den Hanpüanal und den Hauskanal au dm Kcllerranm. ^unterhalb des GrschlüteS g-'dmngen und haben in den Fuschor>'m rin Loch geschneiten, durch das die Täter müdelos in das Geschäft gelangen konnten. Sie ho'"en dann rm Lokü alle Schau» ck L ß e u und/ die' A u s \ n ge bu chstäblich a ns aeplüu- .b f v t und nur umßc... ganz mmveuverlige Eachen dürtgrlapen. Mit inree Beine haben sie sich däün 'durch dm Kanal auf den Rückzuä gemacht. 1 'r ' - Gestern nachmittags schm nun Kinder um den Kanaleinstieq auf dem „Fuchienield" eine verdüelniae Bewegung- Säon am Doita-r hätkn sie wahrgciwmmen, Last sich allerlei Gestalten beim Einstieg sehenlaffen. -'Am -?, d. M.. nachmittags, aber - nahmen sie wabr.- daß'Lcnteaus und-rinstiegen und daß Männer mit Rucksäckenversuchten, ans dem Ka^alzu komn^n- Die Kmder scvten ' das Wachzimmer in der Wsthelmmensiraße in Kenntnis. Wachmannschaft rückte -ans, doch ehe sie an Ort und Slrlle gelangen,konnte, rva'.-m die rerdächügen Gestalten, ohne sich ans Tageslicht zu trauen, im Kanrl verschwunden. Die Wachmannschaft nahm dst H lfe^eines. norbeikc'mm^nden Kaualräumers in Aiüvruch und suchte m-t seiner Hilee den Kanal ab. Gleich m der Nahe des Einstieges wurden zwei Nucksacke gesunden, d'-e offenbar von den verdächtigen Gesellen zurstckgelaffen worden sind. Sie würben geöffnet und mam fond^ in. ihnen nah e-z u ' diea.esamteB e.u t e,.die, .bei Ärany gemacht worden ist. Die Einbrecher selvst aber warm verschwunden. * Perforralnachricht. Zahnarzt Dr. Jakob Presse r ist vom Urlaub . zurückgekrhrt. und . ordiniert wieder Hl. Bezirk Marvkkanergaffe 31. * Vereinigte hebräische Schulen. Die Einschreibungen für die hebräischen Schulln finden sowohl für Kinder - wie Erwachsene, Ansanger. und Vorgeschrittene in den nachstehend angt.klbrtm Lokalen und Slundm statt: a) sür sämtliche Schulen: '■II., Große Mohrengaffe 16/22. an ^Wochentagen von 5 bis 6 Uhr nachmittags. Sonntag von 9 bis l0 sthr vo'untrags : -b) speziell für die Schulen im XX.' Bezirk : in.'der Scknle, XX.,' Olhmacgasse 46, an il^ochmtagen von 5 bis 7 Ubr nachmittags. Sonntag. vormittags. Es wird ersucht, die E nschreibungcn raschestens vorzimehmen, um Störungen und Dkr.chleppungen zu vermeiden. 3 ,Bor «ge besitzen Del-Ka Schulstiefel: Hygienische Formen Größte Haltbarkeit Billigste Preise G Kinderstrümpfe in allen Größen. * ®i« Film n^nr XII* Ziontstenkongretz. 2)U' Wiener Filmgesellschafc „Kadimah" harte Filmaufnahmen vom XII. Kongreß und den ihn begleitenden Veranstaltungen aemacht, um deu Judenschafr der ganze« Welt Gelegenheit zu neben, dir' interessanten Vorgänge beim Kongreß..dessen Persönlichkeiten und wichtige Momenie in bildhaficr Deutlichkeit zu sehen. ^Wre w.r erfahren, gelangt dieser Film, welcher lebhaftes Jntueffe hervor- . rufen dürfte, in den nächsten Tagen in einem großen Stadtkmo rn Wwn zur ersten Aufführung. * Ei..e neue Entdeckung auf dem Gebiet der akgemeinon Graviration. Aus Rom wrd gemeldet: B a r r i c e l l i hat der Lincei-Akadrmie einen Bericht über t):: Entdeckung auf dem Gebiet der allgemeinen Gravitation vor-, gelegt, welche erste wesentl:che Abweichung von den Glavitatlons» theorien Newtons und Laplaces darstellt und die elektrlschc.Nati'r' . der allgemeinen Gramtation nackiweiien soll. Der Bericht ist zm Sicherung der Pr>orüät unter Siegel eingegangen. * Welterberrcht. Das schöne Wetter in Mitteleurop r . und Frankreich bükt , an. Von dem Bewölkungsherd in .Polen breiren-sich zeitweise hohe Schichtwolken bis zu den Alpen aus. Vorarssage: Vorwiegend herter, etwas warmer, Lokalwinde. * Die Neger und der Völkerbund. Havas meldet aus Paris: Bei der Eröffnung des A I l n e g e r k o n g r e s i e S in Paris verwarfen alle Redner, insbesondere der serregalesische Delegierte .Diagne. die. von Garvay verkündete Theorie-dev - Extremisten 'und nahmen die The'e an, die verlangt, es möcie l eim Völkerbund eine besondere Abteilmrg erricknet -werden, die sich mit Fragen d e r s ch w a r z e n Rasse befaßk. Nach Beendigung der Verhandlungen begaben sich d e Teilnchmelznm Grabe des unbekannten-Soldaten, an dem sie einen Bümnnstransi - niederlegke«.- - ><. - * Streik Zu Yen BedÄrsuiSanstalten, Heute friih sind. - die W a r t c f r a u e n der Bedürfnisanstalten in den Straß-n ' . und aui den öff ntlickien Plätzen.Wiens, in, den S l.'r e r.k.,-a<- r treten. Er umfaßt ^wa'90'Wärtefräucn. Ilm 8 llhr chrelt'-n-die Stteik-nden eine Versammlung, im. VerbandZhc'.m, YHi, Beniivgaffc lb, ab. kEine zweifellos wichtige-wirtschaftliche Jnstitnt'.on :>t in den Streik getreten.-'Es' wäre mtüchan't.- ihre -FordermWn' 5« erfahren.' Hoffentlich -werden die 7,Konsumenten"- m diesem Fallenicht zur Sclbsthllse schreiten!). - . ' - ■ ' - ' / * Für ben GotiesdieMst, her während der hohen Fe erjage . vom Verein Jüdische. Kinderfreunde. aemänsam mit. Sr Edrwürden Raf-bmer.Edelstem im Lokale des Vereines, II.. Obere 'Douaustraße 9l, II. Stiege, ».'Stock, veranstaltet w rd. und noch S-tze' L- K - 200 und IC '15^ im Sekretariat des Verc ne-, II., Obere Donaustraße 91, erhältlich. . . * Die p. t; Kongretzteilnehrrrrr aus Knlsbad, die ihren persönl'cben Kleiiervedars in Wien decken wollen, werd:^ aus die Weistatien ifitc seine Herrengarderobna nach Pl.aß ' Sp-tzer L Marlüs, lk..' Hollandstratze (früher SiephaniestraßcV t (nächst Stephaniebutcke), auimerkräm gemacht. Das Haus hat sich durch »eine kulante Grschättsgebrrunk? und g;fchmackvo>>. wde'- •lofc Arbeit in erstaunlich k'erzer Zeit das ailgemcine Be'1->-ueu erworben. Die Firma maebt sich crbottg, während der Tll'new^ch-: Herrengardery'en nach Maß in nur bester Onalität und sührun g zu Rellmnepreise hcrzustellen. * Die FMäLe des Wiener Bsnkvereirres in Keils- Lad gibt allen Kongreßmitgliedern bekannt, daß sie Uebenveiin! gen ".voN Schecks aller Kategorien sowie Umwechslungen '.ännticher Zahlungsmitkl-zünden kul<rnte>tem Bedingungen durchtühr', . ^. V exeMsKerchrichten. Jüdische V 0 l k s b i b l i o t h e k H i 0 n.!*., G l 0 ck e r, 6 a s s e 3v. Nächste Woche beginnt ein hebräü'ci, r Kurs lür Anfänger und Vorgeschiittene unter der Lcitnna Herrn Vardai (Absolventen des Jaffaer Gmunasiums). Eiuschreibunaen täglich zwischen 6 und 8 Uhr abends. Freie jüdische Volksbühne II., Untere Auaartenstraste ß Telephon 40-3-81. , -4-jSo Heut« *1,8 Uhr: Oie ScSfl’chite Drama in 4 Akten von J akob Go rdin i * Hilfskomitee für dir ukr«in fck-jrrdiscken Pogrom-, opfer, Wien, I., Seiwnstettmgaffe 2. .Ausweis Nr^3 (April). - Samuel Aron, Samuel Nrtnik, Leon Aberbäch. Moses Birmann, Jonas Blind. Berta und Sophie Breier, I. Bernstrrn. Leon Bciskcr. Rostr Birnbaum, Mechcl Leck' Birnbaum, Ph-lipv Diamant, Isidor Ebel. Helene Eisncr, Vita Eisner. Emanuel Führer, Peri Feuerstein. Hermann Fehl, Vevr Ftsckhrimer, Chaskel Gabel, Marius Grünbeig, Michael. Gusoviky, Malviue Gnttmann. Fani Gutmaun, Israel Großmanu, Simon Grünzwrig, Israel' Goldschlag. Jsaäk- Goldschlag. Jakob Goldenberg. Bernhard Goldenberg, Heinrich Griinwald, Ivo Herlinger. Helene H>mmelstock Hermann Hötzel. Moses Öcib Husiatynssi, Max Hollände-, Joses Hilberg. Dr. Wilhelm Holpern, ,Adolf Halbcrtkall Klara Jahr, Simon Junacrmann, Emil Kleiner) Dr. Sabin'.nu Krämer, Jakob Kramer, Ernest-.-ne Kohat, Nathan Joel Kohl, Samuel Klarnet. Rosa Katz, Gisela Kalman, Hermann Kaßnrr, Karpel Kuvsermavn, Wilhelm Lanterbach, -tesaak Lernet, Alexander Lißmann. Paula Samt, Jakob Linder, Anna Lilienfeld, K. Lazarus. -R. Landau, Raiael Maiersdors, Dr. Samuel Mansberg, Leo Münzbeig, Cb. L. Menczer, Eisig Neinnann. Beria Neumann, Ignaz Preffer, Leo Perlberger, Mo^eS, Pikbolz, Pinkas Rechtschaffen, Israel Reich, Israel Ber Roth, Samuel RecheZ, Perl Roth, Gersv« Reiser, Ber'a Rosenteld, Salomon Rolenram. Abraham Rendelstein, Chase Salomon, Samuel Sigall. Max Schretter, Jakob Schwarzmann, Jsak Schnee, Ing. Joscf Scherze,-, Dora Schattner.F. Scha'tner, Jnbus Tanne. Markus Weiser, M- Weigler. N. Jarwamher. -Josef Zaarabclnh und Salomon Zloczower je X L0. D. El-enbcin, Alfons Fux & Jotef Weiß und Eva Goldstoff je X 40. Avon Ad, ahamowici, Josef Baltuch, Arvad Fleisck'mana, Isidor Hor»'chow>ki, Alexander Rvsenfel?, Josef Segall, Rbzst S:einer. N. Stet« „und Josef Street je X 80. -Ruoolf Biheller und Selig Gutfleisch je 2\ Gesamtsumme K. 4340; hiezu der frühere Ausweis von K 90,718 K 951658. * Die Deutschamerikaner für die Fortsetzung der amerikanischen KinderanSsPeisnng. Der. deutschawerikanische Zmtralausschuß für d-e Linderung der Nor in Deutschland nnd Oesterreich (^Lentrsl kplisk Committee*) in New-Uork bereitet einen neuen Werdefeldzug vor, um unter den Deutschamerikanern drei Millionen Dollar für die Fortsetzung der K i n d e r a u s s p e i s u n g in Deutschland und D e u t s ch ö st e r r c i ch zu sammeln. , Offiziell wird das Unternehmen im O k t o b e r . l. I. mit einer großen Feier in N e w -Ä o it eröffnet., Der 6. Oktober,, der Jahrestag der Landung der ersten deutschen Ansiedler in Gcrmantown, wird durch alle Deutschamerikankr als „Deutsch er .Kindertag" gefeiert werden. Präsident H a t-b t n g hat in einem Spezialbrief das Unternehmen gutgeherßen. * N«kch»de«tsche Journalisten in Wien. Mittwoch abends trafen 68 renh^denischc Journalisten auf ihrer Stn'dieü- , reife durch Oesterreich m Wien citv Bühne und Kunst. Deutsches VslksLheater. (G a st s p i e l A l e x a n d e r M o i s s!.) , Moissts Danton.trägt das Proffl, welches dem Leser vorschwebt, wenn er das geniale Szenenbüudel Büchners veri'chlinc-t: Einer, der fertig ist mit dieser Welt, nur mehr dem Du't ihrer Schönheir ergeben, noch trunken vom Weibe und in dieser Trunkenheit träge, auch wenn das Fallbeil droht. Aber hinter'; dieser lässigen Geste des Sprelrns mit Frauenlvckm bäli sich eine heimliche einsame Abrechnung verborgen uud cs ist die Kunst- Moissis. daß man die Ergrbniffe dieses inneren Kampfes: die Trauer um die Menschheit, die sich selbst zerfleischt, den Ekel vor der „Masse Mensch" und die Liebe für den Einzelmerrsch-.n, - in sein 'Antlitz eingegrabcn sieht. Am ergreifendsten in der Gefängnisizeue, wenn er den geliebten jungen Freund Camille mit unendlicher Zartheit wie ein Kind in den Schlaf lullt, um ihm die letzten grausamen Stunden z» kürzen, und am schärfsten auf der Fahrt zum Schafott, wenn er fette Verachtung für den Pöbel zum Ausdruck bringt, indem er aufgeräumt mit drrr brüllenden Weibern -und Ohnehosen die ^Marselllaiw" mitsiugi. , Seine ganz hervorragende Leistung.litt darunter, daß die Vorstellung nicht recht in Fluß kam, zerpflückt war und durch un-. endliche Paulen ermüdete, litt auch unter dem Unverstand des Publikums, daS ja doch nur immer lüstern auf den Augenblick . wartet, bis der gefeierte Liebling „loslegt", Pvzn nur b:c Red: vor dem Revolutionstribunal Anlaß gibt. Einige Rollen -sind ueubesetzt. Sehr eindrucksvoll, durchaus Eigenbau, von edler Empsindnng getragen cher Camille Kurt Ehrl e.S. Er vereinte sich mit Moissi, insbesondere im zweiten Teil des Abends, zu schönster Wirkung. Franz E v er i h s . Robespicrre ist leider eine peinliche Kopie der vorjährigen Lustung des Herrn Klusch. Er ahmt ihn haarscharf bis auf die Hand- > habung des Lorgnons, bis auf die Sprechfärbimg nach. Wie auch Frau Hochwald (die allerdings für eine crkranUe- Kollegin einsprang) allzu'ehr au Fra« Stcinsicck erinnerte, von der sie die Rolle der Lucile Lberuahm. Solche Imitationen degradieren die Schauspielsmist Der Ti. Just Hans Zieglers, schon im Vorjahr bedeutend ist »ock iniereffonter und charakteristischer geworderp 0. A. 6932