Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 939 (7.9.1921)
- Date
- 1921-09-07
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2980018--08695-2994873- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 4_Wien. Mittwoch' Dis neirzugründend-n KreditgenosseuschastLll werden schon heute über einen kleinen, aber qnnlisizierten Stamm erfahrener Palästinenser verfügen können, dr» für die Lntung der lokalen Emzelgenofsenschasten und für die gen-ossenschÄslliche Kontrolle der Wirtschaftrsührnnj, eines jrden. B'triebrs genügend geschult sein bürsten. Erst wenst sich sämtliche Unternehmer und Kwuzoth, die auf Banlkcedite restektiercn, in ihren Genossrüschaften organisiert^ haben, wird mit der Verteilung der verfügbaren Kreditmittel begonnen werben. Dis Bank muß jedoch in der al!e«rs^n Zeit die Aeetzitausgabe auf 'die Fälle mit dem relativ "geringsten, Risiko beschränken.* Solänge die absolute Summe des Vermögens, beziehungsweise: der Einkommen allereGenossen nicht eine genügende Kteditbasis ergibt, kann die Bairk unmöglich den jeweils verfügbaren Betrag an Persönalkreditniitteln voll zur Ausgädr bringen. Sind aber die Veri;äiini-se der Nationalwirtschaft als Ganzes und der einzelnen Privatwirtschaften nur halbwegs gefestigt, dann wird die Personalkreditbcschassung für Krebitgenossenschasten leichter werden. , Stuu aber brauchen wir gerade in der Ersten Kolonisation c-zeit am dringendsten die ausgiebigsten Äanlkced'te. Der einzelne wird sie nicht erhalten können, die, jungen Kreditgcno.'s-nschasten aber werden Noch zw arm sein, um ausreichenden Bankkredit zu genießen. Das Problem scheint unlösbar zu sein. \ V " - Aber nur für die Konkurrenztdirtschaft. Hier ist der Puntt, an dem die gemeinwirtschaftlich'e Funktion der Ban! cinsetzen muß. Zu diesem Behufs wollen wir den Ausbau eines bereits vorhandenen und bewährten rechtlich-ökonomischen Verhältnisses vornehmen. Es handelt sich wieder um die Erbpacht. Diesmal aber nicht um Grn!,d und Boden, sondern .um den Begtiss einev Erbpacht von allen Produktionsmitteln. Das Wesen der Erbpacht besteht darin, daß eirr sSachding nicht im das, Eigentum einer inriftischen Person eingeht, sondern ihr zur .„ewigen" Nutznießung überlassen wird. Der Erbpächter, ist , lediglich verpflichtet, bas Pachtgut in gutem Stande■ zh halten und so zu verwalten, daß bei einer eventuelle« Kündigung des Erbpachtvertrages nur die unvermeidlichen Abnützungen ersetzt werden müssen. Ansonsten ist ihm feine Wirtschaftsführung im allgemeinen vollkommen freigesteslt. Der. Erbpachtzins ist gewöhnluh kleiner als die normale Pacht. . Run kommt es in der Landwirtschaft recht häufig vor, daß nicht nur der Grund und Boden eines Gutes, sondern auch das gesamte bewegliche und unbewegliche Inventar aus Zeit verpachtet wird. .Es liegt, absolut lein ernsthaftes Bedenken vor, dieses Zeitpachtverhältnis an allen Produltionsmitteln in eine Erbpacht zu verwandeln. Bei der (kurzfristigen) Zeitpacht wird der Zustand des Pachtgutes bei Erneuerung des Pachtvertrages überprüft. Bei der Erbpacht jedoch soll 'dies jährlich von seilen der Bank vor der Bilanzzeit und mehrmals im Ja'hre durch die Kreditgenossenschaft geschehen, und Marzu dem - Pachter unbekannten Terminen. Die dreifache unbureaukratische Kontrolle seitens der Bankder ^Äenossenschaftsleitung und der nachbarlichen. Genossen ermöglicht auch die Einführung ver Erbpacht von Pvodukti-onsmitteln für Handwerksuns Jabriksbetrlebe. Eine ausreichende Kreditbasis ist geschaffen: Tie Produktionsmittel kapitalsarmer, , beziehungsweise kapitalsschwacher Erbpächter verbleiben im Eigentum der p.rlästiuensischen Zentralbank, aber trotzdem ist dem einzelnen WirtschaftssubjekL eine Belehnung der gepachteten Immobilien und bis zu einer bankgesetzlich bestimmten Höhe auch der Modilisn möglich. Das Erbpachtverhältnis kann von seiten der Bank npr Hann gekündigt werden, tveim eine absichtliche, volkswirtschaftlich ungerechtfertigte Atillegung oder Einschränkung des Betriebes vorliegt, wenn durch mangelhafte Betri.'üssührung und Verwaltung die vervacht-ten Produkttonsmiti-el Schaden leiden, wenn durch mangelhafte Betriebsführung oder dauernde Unergiebigkeit der Betriebsarbeit eine genügende Rentabilität des Unternehmens nicht zu erzielen rst. Angesichts der großen wirtschaftlichen und technischen Vorteile der-Erbpacht von allen Produktionsmitteln lautet daher die dritte wirtschaftspolitische Forderung: „Der Kongreß beschließt: Der Zionistischen Organis.atron unterstellte Finanzr irft :tute ,d ürfen Anlngekredite nur in der Fo rm der Erbpacht von P roduktionSmit teln erteile n." Tie Bank- und Kreditpolitik des Kongresses muß ausschließlich von wirtschaftlichen Motiven geleitet sein. Nur die sparsamsten Einrichtungen des MrtschäMebens btirjeit in Palästina Anwendung finden. Die Durchführung der hier vorgeschlagenen, ' bewährten Grundsätze zur Arebitausgabc, ersparen üüslln summen an Kapitalien und Arbeitskräften. Jeder Praktiker der Erbpacht und des. Kreöitgenvssenschnftswesens wirb dies bestätigen. Die planmäßige Wirtfchastwolitik der palästinensischen Zentralbank wird die bisst:'.': 7-7 nnökonomische Anarchie in Palästina di;rch eine unbrreaukratisch geregelte Nationalwirtschaft ablösen. Aber nur eine tadellose kaufmännische Geschäftsführung, ausrcichendes Eigenkapital und genügende Reserven können dieser palästinensischen.Zentralbank einen Weltruf verschaffen, der im ständigen Wachsen der Depositengelder seinen,finanziellen Ausdruck finden wird. , ' *) Wenn nicht bet Keren Hajessod bie Deckung für nationalwirtschaftlich notwendige, aber risikoreiche Betriebe übernimmt. Ich glaube aber nicht, daß seine Geldmittel hiezu ausreichen werben. Wiener Äiorgeuzeiluus Selchwaren- R eStaurant Frohstückstsljs snd DsllkatsssssliandlBng I., Schottenring 14 - 'Telephon 60-7“48 icco Niederlage dsr Wurstfabrik K» & T. PI Off? ATI Spwiattt&t: F«l*« MiriehniltplatUn, Pilsner Urqwll •. PeohorrbrSu va« Fass Sir Herbert Samuels Bericht über Palästina. Loudo«, 4. September. (Sitb. Korr.-Bar.) Wre bereit; gemeldet, veröffentlichte de englische Regierung ein ^Weißbuch", daS den B e r i ch t Sir Herbert Samuels Lbcr die VerwaltungSprriode in Palästina vom Juli '1920 bis Juni 1921 cnthält. Rach einer allgemeinen Schilderung der Verhältnisse im Lande kehl der Bericht zur. Behandlung der E i n z e l f r a g e n über. D i e h e b r ä i s ch e S v r a ch e — wird dort au§- geführt — die, mir Ausnahme für rituelle Zwecke, Jahrhunderte lang rin e tote Sprache. war, lebt: wiedrrnm als Muttersprache derpalästinensischen Brvtzlkerung auf. Hebräisch sci jetzt die Sprache, die fast von der g an zenjüdrschenBe Völkern ngimLande gesprochen wird. ES ist die Sprache, in der Zeitungen gedruckt .werden, di' Unterrichtssprache in den uuttren und Mittelschulen, die Sprache, in der politische Reden und wissenschaftliche Vorträge gehalten werdei\ Die Haltung der Araber. Anknlipseod an die B a l f o u r « D e k l a r a 1 i o n und noch einer Erllärung der Ziele dir britischen Regierung weist der Bericht auf die B e t ü r ch t u n g e n hin, die, von Agitatoren gcuährt, sich im Zusammenhang mit der Balfonr- DellarativU eines Trilcs der arabischen V e v 8 l k e r u « g bemächlioten.Indio.duen und Grupven i nn n d außerhalb P a lästinaS, die daran ein Jntercffc hatten, dcr P a l äst i n a » B e r w a l t n n g Schwierigkeiten zu verursachen, halwn diese Agitanon gestützt. Biele gebildete und aufgeklärte Männer unter den Arabernnahmen jedoch an b-!eftm Antagonismus k e i neu Anteil. Sie erkannten das illusorische dieser Brfl'nchtuBflttt. Sie begriffen, daß Zusammenarbeit mit den Jnden das beste, vielleicht auch daeinzige Mittel sei, das Gedeihen Palast i na s zu fördern, ein Gedeihen, daS den A r a b e r n n u r Nutzen bringen konnte. Sie fordern die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung und baben Vertrauen, daß die britische Regierung kern Unrecht, auch wenn ein solches etwa geplant wäre, zulasten würde. Auch unter den Kl a f f e »der Bevölkern« g wann sehr viel^ die der A g i t a t i o n kein Gehör schenkten. Die britische Politik bezweckt die Befriedigung der l eg i t i m e» A s p i r ationen der jüdischen Rasse der ganzere Welt in b.ezu g ,a..n,H.P gl äst i» a i n B r r e i n igüng mit eiuem^v ollen Schntz der Rechts d er e x ist i e r e n d « n B e v ö lk eru n g. Sir Samuek spricht in semem Bericht die U e b e r z e« g n n g ans, daß die Mittel zur Durchführung dieser Kombi* Nation gefunden werden können. Der Zionismus, der praktisch sci, sei derjenige Zionismus, welcher die wesentliche Bedingung, e r f Ü.l l t. Es fei klar, daß die Man« d a t s m a ch t die P f l i ch t Haie, den Wohlstand der arabischen Bevölkerung m derselbe» Jä$ risezu foidern, als ob es weder eine zionistisch, Frage noch eine Balsour-Deklarätrön gäbe. In dieser Politik gäbe es keine Jnkompatibllitat mit vernünftigen z i o n i st i s ch e n Ansprüchen. DaS Wachstum des jüdischen Einflusses muffe Hand in Hand mit dem Fortschritte der Araber schreiten, sonst würde der Z-onismuS eineseiner Hauptziele einbüßen- Die U nzusriedenheitderAraberwKrdedreJnden dl Streb itierett, wodurch der moralische Einfluß de8 Zionismus schwer gefährdet wäre. Gleichzeltis müssen abcr die hehren Gefühle befriedigt werden, die in bezug auf Palästina die Judenhrit ver g 0 nzenWel t beleben. Die B est r ebu n ge n e i n rS 1 4-M i l l i o n e n-B olkcs haben auchein Recht a n f A n e r k e n n u n g. Dcr Grad derErfüllung der jüdischnationa en Aspamioneu sei aber durch die Rech t r der gegenwärtigen Einwohner Palästin.a S bedingt. Dies seien die Grundsätze, dir die Politik der Verwaltung leiteten. Schwierigkelterr «nd Hindernisse. Die Verwaltung hatie in diesem Jahre mit btdeutcndeu Schwierig k 'e i t e n zu kämpfen, d e sich auS der B e r z 3 g r r u n g d e r d e f i n i t i v e n R e g e l« « s des internationalen Status Palästinas ergaben. Noch ernster waren die Folgen der U n m ö g l-i chkeit d.c r Ausschreibung einer Staatsanleihe. Die finanziellen Berhalinisse m O st« u»d Z e n t r a l e u r o p a und die inneren Schwierigkeiten innerhalb der zionistischen O r g ä ni s a t i o n Amerikahinderten die i zionistische Bewegung LS jetzt, große Summe» für die E n t» Wicklung der Betriebe oder der Kolonisation beiznstellen, obzwar mehrere Lanbfäufedurchgeführt und viele 'Vorbereitungen für die Zukunft gemacht wurden. Wiewohl daher einerseits auf die Zulastnng jüdischer Einwanderer stark gedrängt wurde, waren andererseits wenige A r b e i t s g e l e g e» h e'i t e» für die Zugewanderten vorhanden. In der Zeit zwischen September 1920 mid Mai 1921 sind Mer 10.C0Q Einwanderer eingetroffen. Des weiteren bespricht der Bericht die gegenwärtige R c* Me t t n ft I f o t m Palästinas, bfe Institut,»» btt Abvilortz Council und die Methoden der 7. Septembier 1S21 Verwaltung. Es wird beabsichtigt, die Zahl der e»ß» l i s ch e n B e o nt t c n zu r e b u z i e r e n und sie palästinensische B e amte zu ersetze». Im allfee. meinen erwies sich der Grundsatz: „No pas trop xouverner' in enem östlichen gante, besonders in den erstcü Jahren einest neuen Rrgimes, als gut. .!']t D i e Verteidigung des Lbnd eS ist (jtf sichert durch e ne von der Maudatürmacht nnterhaltentl G a r n i s o n in der Stälke von dOOO Mau«^ Die K 0 st e «j dieser Gauüson, Millionen Pfund jährlich, träg, der englische FiSkus. Die DerttMlnunyrhäl^ ein P o lizeiko rpS von 13M Mann, bas sich auS alle > B ev 8 l k er u n g S s ch i ch e e n rekrutiert. Außerdem wirkt jetzt ein bvo Manu starkes GeUdarmeriekorpS or> ganisiert, das unter Kommando britischer Offiziete hauptsächlich zum Schutzeder.Grenzen verwendet werden soll. Einwanderung : Unter den 10.000 Einwanderern, von denen der Bericht spricht, befanden sich bloß 31 5 N i ch l< juden. 8084 kamen unter b«m Schutze der zr o n ist i s ch e ü Organisation und 1815 kamen unabhängig. - Kommunisten: Teilweise nuS E i «Wanderer» und teilweise aus Vorkriegseinwohuer» wurde eine kleine kommunistisch« Gruppe gebildet, die sich die Feindschaft der ganzen D cv 5 l k e r u n g »nwS., Es gelang ihr, die allgemeine Ausmerksamkeit auf sich zu lenken, was in gar keinem Verhältnis zu ihrer! Zahl war, 15, die Fremde waren, wurden L e p o r t i e r tz 8 ottomanischeStaatSbÜtj^r und 5 Fremde habt» sich verpflichte^ sich anständig aufzuführen. — Die Beamtenschaft: Unter de» 2190 Staatsbeamten befinden sich 1874 Christen und M o h v m m e d a y e r und 616 I u d e n. Im höheren Dienste sind beschäftigt 135 britische Christen und 14 britische Juden- 82 palästinensische Christen, ss palästinensische Mohammedaner und 35 palästinensische Juden. Diplomatische Frivolität.; Kr—. Die«, 7. September. In Mstungarn wird eine biplomatischo KomSdiei aufgefithrt, die sehr tyanrig enden wird, itJOttt nicht' in letzter Stunde von irgendeines Seite cntschlei-i dender Schritt unternommen wird. Die Oeffcntlichkeiti erfährt nur von dem ganz belanglosen Notengeplänkel! ztvischeir Wien und Budapest, von durchaus nicht belang-! loserl blutigen Scharurüßeln an der neuen geographi-' scheu Grenze zwischen den Zonen A jrnd B Westungarns^ nimmt mit Schaudern! sogar schon von einer förm-'. lichen Schlacht Kenntnis, die ftcfj: auf altösterreichischem Gebiet abgespielt hat, hört aber nichts von einem! ernsten oder ernst zu nehmenden Schritt.der Entente, die uns diese ganz leidige Sache eingebrocki hat. Auch von der kleinen Entente ist nur so viel öffentlich Lekannt, baß sie gerne möchte und nicht kann. Alle di^se .Nachrichten dienen jedoch nur dazu, die ,furchtbar, . traurige Wahrheit zu verschleiern, daß die westungarische Frage genau wie die oberschlesische nur ein Beweis mehr für die Uneinigkeit und Unstimmigkeit ist, die in allen wesentlichen Fragen unter den Hauptmächten der Entente herrschen und baß derjenige gewinnt, der, gestützt auf diese Uneinigkeit, am mciffcm wagt. Es ist einfach lächerlich, auch nur einen Augenblick daran zu zweifeln, daß die Entente Lei einigen:! Willen die Machtmittel besitzt, Ungarn binnen tvenigen Stunden zur Achtung des Trianoner Vertrages und zur völligen Räumung der Oesterreich vertragsmäßig zn- Zesicherlen westungarischen Gebiete zu zwingen. Dessen ist man sich in Ungarn genau so bewußt wie jn Oesterreich' und in der ganzen Welt. i Aber was man in Ungarn weiß und' in Oesterreich nicht wissen tvill, oder tvas hier' vielleicht garvöllig unbekannt ist, ist die Tatsache, daß Ungarn in Frankreich sehr einflußreiche Freundes besitzt, die dis Macht haben, einen Schritt der Entente zu verhindern», der, wie es in einem Pariser offiziösen Cvmmuniqusi heißt, geeignet wäre, das nationale Gefühl der Unzarte empfindlich zu verletzen. Frankreich hat seit dem Zusanlmenbruch der mitteleuropäischen Mächte sehr stark auf Ungarn gebaut und den.neuen Kurs in Uugarnin sein politisches Kalkül gezogen. Ungarn beherbergt einen wichtigen Teil der zersplitterten W'rangrl-Arinee, der noch heute von Frankwich souteniert lvicd. Ji» Paris hatte Exkönig Karl seine stärkste- Stütze, als er feinen Osterputsch in Ungarn wagt^" l^nd. die Franzosen sind es auch, die heute den westungarischen Ans- .stand, dessen Führer durchwegs Legitimisten sind, mit einer Nachsicht behandeln, der ^chy-sonft keiner der besiegten Staaten rühmen kann. -; ■ . . . r Man muß sich die heutige Konstellation in West- Ungarn vergegenwärtigest, man muß. sich die Drahtzieher dieser ganzen Aktion vor. Augen halten, mm klar zu erkennen, welchen Zweck dieser ganze Putsch gegen die Entente hat und welche Ziele hiebei verfolgt! werden. Der Einbruch «auf österreichisches Gebiet wurde von regulären Soldaten durchgeführt. Das sind Teile jener Lehar-Armee, die bis vor.einem Monat noch Westungarn besetzt hielt und in welche nur die verläßlichsten Anhänger Karls anfgenommvn wurden, die bereit waren, den Schwur Lehars nicht nur Ungarn, sondern auch Oesterreich dem Habsburger Karl miederzuerobern, selbst mü Aufopferung ihres Lebens wahr zu machen. Graf Erdödy, der Wiener Gastgeber Karls, Graf Almassy, einer der gräflichen Bandenführer in Westungarn, sind die Stützen der Karlistenbewegun^ in Ungarn. Die französische Mission in.Oedenburg, deren Offiziere nichts besseres zu tun Me«, als die Oeste.rreiMr. zur .Uejdnld und. Ruhe zu .««Eli