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Wiener Morgenzeitung · 1921-08-31 · Heft 932 (31.8.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 932 (31.8.1921)
Date
1921-08-31
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 952 Wien, Mittwoch fatiöw die jüdische Vertretung sein mußte, daß sie aber natürlich, um wirklich zuin VeUrcür dcs jüdischen Palästina-Willens zu werden, es allen Elementen, auch dm bisherigen N'chtzionisten. leicht i»ach>:n müßten sich in die Reihen der zionistisch n Organisation zu stellen. ' Fm Jahre 1S19 setzte sich Liese amerikanische Anschauung durch. Prakiische Konsequenzen ergalren sich nicht. Es zeigte sich n cht, daß die Anti- und'Nicht-Monisten bereit wär cn. in die zionistische Organisation einzutreten/ Dies zeigte sich besonders deshalb nicht, . weil rs nicht möglich war, aus der zionistischen Organisation und den Menschen, d e bisher die Last ihrer Arbeit aetragm hatten, jene nationalen Anschauungen hrrauszureißen, die sie bisher beseelt haben. *• So kam es bei der zionisti'chen JahrrSkonferenz in London zu einer neuen Ausrollung der Frage. Das Resultat des Kampfes ist bekannt Es wurde keine Form gesunden, die den Weg g:,'igt hätte, die Nichtziou.stm in dre zionistische Organisation h.reinzubrmgea. Der einzige Weg, der gezeigt wurde, war die Schaffung des Keren Haje Ho d, deffen rdeelle Verwandtschaft mit dem früher in Aussicht genommenen Jewifh Council sich deutlich geltend machte Den Schöpfern des Keren Hajessvd schwebte der Gedanke vor, daß die zionistische Organisation mit. aller ihter Kraft darangehm werde, aus dem Keren Hajcssod ein leistmrgssählgcs Instrument zu machen, indem sie beweisen werde, welche Opsir d e Z onisicn selbst!ür den Aufbau von Erez Israel zu bringen bereit sind, und sie erklärte von vornherein, daß es ihre Absicht wäre den Keren Hajrsiod lischt zu einem P'artcimstrument zu machen, sondern in ihm alle jene Krci e . anfpinehmen, die sür Palästina arbeiten wollen. Bon dieülw Geiste sind die Nesoluüonen der JahreSkonscrcn; getragen." In diesem Geiste hat das Direktorium des Keren Hajessvd von der Jahreskonferenz an bis jetzt glarbcitet. Das Direktorium hat stets daraus hivgcwirkt, daß die 5 onisten mit ihren L e istungen und Opfern den Nichtzio nisten. zeigen - was die Pflicht eines jeden Juden ist, dem das Schicksal seines Volkes am Herzen liegt. Und überall wurde daraus Gewicht gelegt, den Nichlzionisten zu beweisen, daß es nur in ihrer Hand liegt, an der Verwaltung des Kereri Hajessvd und damit nur Ausbau der Heimstätte für das jüdische Volk teilzunehmen, wenn sie bereit sind, auch nur annähernd so große Opfer zu bringen, wie die Zionisten selbst. Mankann sagen, daß es in einer Reihe von Ländern gelungen ist, zu zeige», daß mit diesen Prinzipien Erfolg errungen werden kann. JiüH'olland, in der Tschecho-Slowakei, in Bulgar.en/in Rumänien/in Beßarabien. in Skandinavien, in Spanien, in Argentinien sind die Keren Hajessod-Komitees heute schon nicht' mehr tzionisiische Körperschaften, sondern allgemein jüdische. die Vertn t.r aller, oder wenigstens der maßgebenden jüdi'chen Richtungen in sich schließen. In anderen Ländern, wie zum Bcispicl in Deutschland, haben sich die groferr. nichtzionistr- 'chen G Uppen bcreir gefunden, sür den K-cre« Hajrsiod zu arbeiten und es werden nur noch neue Formen für diese Mitarbeit gesucht. '..„„.Der Zionistenkongreß wird auf Grund dieser/Erfahrungen tsüumetzr-'Veschlnsse-Men, in welcher Weist der Keren Hajrsiod &ftmiiiu zu einem '-ß t s a m t j ii d r s ch e n I n st r u Ment ausgrliaut werden laltzund wie groß der Einfluß sein soll, den sich d e zionistisch: §)iganisation vorbehält auf Grund der Tatsache, daß sie im Ds a n d a t als die Jewish Agency anerkannt ist und vorläusig roch die einzig feste, wirkliche organisierte Zusainmeniasiung innerhalb dcs jüdischen Volkes ist. dir demokratischen Charakter trägt und ihr: Hauptaufgabe in der Ausrichtung der jiidischcn Heimstätte in Palästina sieht. . ' . ■ Das Direktorium des Keim Hajefsod stellt an den Kongreß die Forderung, die Kontrollrechte der' zw Mischen Organisation als solcher auf bl!"/»' zu reduzieren und die üln igcn 59°/« denen znzugcsiehen, die für den Keren,Hajessvd ihren Maasier zahlen gieichgiilig, welcher'Partei sie angehörcn. __ »' - 21'ird der Kongreß diesen Vorschlag annchmen? 'So weit ich die"Verhältnis!: in der Zionistischest Organisation übersehe, zwefle rch nicht daran, drstn ich bin überzeugt, daß der XII. Zio- Menkongrrß ausgezeichnet sein wird durch die Entschlossenheit, an dein'staitönüleil Charaker der zionistischen Organisation selbst frstznhalten und durch die Bcrelschast, Mittel und Wege zu sinden, mit allen jüdischen Gruppen an dem Ausbau Palästinas znsanmienzuarbeilcrl und als das geeignetste Mittel hirfür den Kercst Hajesiod zu bestätigen. Auch nach dm, Zionistenkougretz wird der erste Ruf au die Zionisten ergehen; Wer immer die Führung der zionistischen Orgäiiisation in die Hand nehmen mag, es werden immer windet die Zionisten allcn anderen Juden m t Tat und Vnspiel vorangehen müssen! _ Die Zionistenkongresse. Von Adolf Bohne, Miey, Dl: Schassung.des allweltlichen Zionistenkongressel war de erste groß: ot*jjditifatovtfdjc Tat Herzls. Zum ersten Mal irr der .Mischen-Diasporageschichte sollten gewählt« Delegierte von-Juden aller. Länder, die das zionistische Programm akzeptiert-hatten,'.züsämmentreteu, um offen vor aller Welt über die Lösung her iJndenfrage.durch Selbsthilfe der Juden zu beraten.•. /. '•■'.// ’ Nach großen Schwierigkeiten gelang es Herzl, den ersten Zionistenkongreß .zusammenzubringen. . D'cr.er steiK on gre.ß tagte in Basel vom 28. bis' 31. August-': 13.97/. Alterspräsident war Dr. Lippe, ein Führerder rumänischen Chowewe. Zion. Herzl entwickelte .in einer i kurzen Rede .von lapidarem Stil das zionistische Programm.; Die seither berühmt gewordenen Sätze: „Der Zionismus ist 'hie-. Heimkehr zum Judentum noch vor der Rückkehr ins Judenland", „Ein Volk kann nur sich .selbst helfen; kann es das nicht, dann ist ihm nicht zu Helfern.", stammen aus dieser Rede. Es folgte eine solche Max Nord aus, in welcher er in scharf pointierter Weis: die geistige,: sittliche und materielle Judcnnot entrollte. -Nathan ^birMlUm hielt dqs Kulturreferat. In verschiedenen Reden Ein Interview mit Einstein. Wiener MorgeuzettunK 31. August 1921 Seite L J f? Professor Albert Einstein gewährte dem Herausgeber des „I. P. Z." «in Interview, in dem er seine Ansicht über die Notwendigkeit der Errichtung einer jüdischen Universität in Jerusalem wie folgt zum Ausdruck brachte: Vfrßtoti Gründe sind für die Notwendigkeit der Errichtung einer hebräischen Universität in. P<l.iästina vorhanden. Erstens ist einejüdische Heimstätte in Palatina gar nicht denkbar ohne Universität. Für die- Sanierung des Landes sind bakteriologische und andere Forschungen notwendig. Zur Heranbildung sowie geistigen und materiellen Unterstützung der Aerzte, insbesondere ' auch sür die- Heranbildung von landeskundigen Aerzten, ferner in bezug auf alle diejenigen Dinge, die die Bebauung des Bodens betreffen, sind Institute' zur chemischen Untersuchung des Bodens, zur Pflanzenkultur usw. notwendig; das altes betrifft die naturwissenschaftliche Sektion. Damit diese Institutionen selbständigen Charakter haben, braucht man natürlich auch reine Physik und Chemie und ’omit haben wir schon eine fast vollständigephilosoohische Fakultät, ich meine, was dienaturwissenschaftlich s Seite anbelangt. Nicht weniger wichtig sind natürlich Institute für jene geisteswissenschaftliche Fächer, die speziell Geschichte und Kultur des Judentums und des Nahen Orients überhaupt betreffen. ,und besonders die h eb r äi s che S p rache, d<lmit die Lehre des Landes und überhaupt das ganze dort niedergelassene Volk eine geistige Zentrale hat. Eine jüdische Kolonisation großen Stils ist ohneein solches geistiges Zentrum kaum denkbar und es ist natürlich, baß diese speziellen Ziele die Pflege der Philosophie und Archäologie überhaupt zur Voraussetzung haben, wenn sie in wissenschaftlicher Weise betrieben werden sollen. All das bisher Gesagte saßt kurz die Notwendigkeiten zusammen, soweit sie sich' auf den Ausbau des Landes beziehen und auf die moderne Ausgestaltung der wissenschaftlichen Termino-- logie der hebräischen Sprache. Di? hebräische Universität in Palästina soll insofern nationalen Charakter tragen, als die Lehrsprache im allgemeinen hebräisch' sein wird; die Sprachschwierigkeiten der ersten Jahre sollen dadurch überwunden werden, daß die Universität zunächst in der Hauptsache als Forschungsinstitut ohne Lehrtätigim großen ausgenommen werden soll,, besonders aüf.dseus. naturwissenschaftlichen Gebiete.. Die zweite Hauptaufgabe der hebräischen, Urrk» versität in Palästina müß.es seim dex jüdischen Jugend des europäischen Ostens eine Gelegenheit zum StudLmw zu bieten, da Viesen begabten jungen Heuten das Universitätsftubiüm heute überhaupt verschlossen ist. habe mich überzeugt, daß eine sehr große Zahl.von. universitälsreisen/Ostjuden an mitteleuropäischen Universitäten vergeblich die Zulassung angestrebt hat, und! es ist nach.meiner Meinung eine Ehrenpflicht der; Ges amt heit, hier helfend eruzüspringeu. Wir hoffen sogar, die hebräische Universität.in'Palästina auf eme solche Höhe zu bringen, daß die- Universität später! von jüdischen Studenten aus der .Diaspora aufgesuH! wird, auch ohne daß diese nur aus Mt dazu sgM zwungen werden. ■. ' Endlich halten wir es für hochbedeutsam, das jüdische Volk als gan zes durch' eigene Institutionen und aus eigener Kraft am internationalen wirtschaftlichen Leben Anteil nimmt, nach-> dem ja die reiche und erfolgreiche Anteilnahme der jüdischen Ein-elindividuen am wissenschaftlichen. Lebey und die wissenschaftlichen Leistungen so vieler seiner; Söhne in der Diaspora seine Liebe und Eignung zur? Pflege der Wissenschaft bewiesen haben. •' [j Ich glaube, daß wir durchs, die Schaffung eine? blühenden hebräischen Universität' von internationalem! Ansehen auch, dazu beitragen können, der beschämenden. Neigung vieler erfolgreicher geistiger! Arbeiter unter den Juden entgegenzuarbeiten, ihre jüdische Stammes-' Zugehörigkeit zu verleugnen und ängstlich; zu verstecken.^ Denn nach meiner Meinung beruht jene Erscheinungji keineslvegs immer auf Charakterlosigkeit, sondern viel-- mehr darauf, daß der einzelne dem suggestiven Eini fluß seines nichtjüdifchen Milieus chnterliagt, falls in! diesem eine antisemitische Gefühlseinstellung vorwiegt^ Nicht nur in der jetzigen Gründungsperiode bers hebräischen Universität in Palästina, sondern Zeit! meines Lebens habe ich es als eine heilige Pflicht an«! gesehen, nach besten Kräften zum . Gelingen der hebräi-; schen Universität in Palästina .beizntragen, und. 'iößl weiß, daß auch vieleandere jüdische'Forscher in dieser! Sache gleich empfinden wie ich selbst. V i ’ von.Berichterstattern öu^ den wichtigsten Ländern wurde ein Bild der traurigen Lage der Juden.entrollt. Die wichtigsten Beschlüsse des Kongresses betrasen die Festsetzung des zionistischen („Baseler") Programms und die Schaffung der Grundlagen für die Organisation. Zu ihrem Präsidenten wurve Theodor Herzl gewählt. Prvscssor Schapira (Heidelberg) hat schon am ersten Kongreß die Gründung einer jüüischen Universität in Jerusalem und die Schaffung eines Jüdischen Nationalfonds beantragt. Der zw eite Aongreß tagte vorn 28. bis 31.August 1898 in Basel. Motzkin hielt das Referat über den Stand der. jüdischen Siedlung in Palästina, Wolffsohn berichtete über die Vorarbeiten zur Gründung der J'übischen Kolonialbank. Der dritte K o n g r e.ß tagte vom 15. bis 18. Llugust 1899 in Basel. In seiner Eröffnungsrede sprach Herzl zum ersten Mal in offizieller Weise davon, daß er beabsichtige, von der Türkei einen „Charter" zu verlangen. Der vierte Kongreß tagte vom 13. bis 16.August 1900 in London. Herzl hatte diesen Ort gewählt, weil er die englische öffentliche Meinung für den Zionismus gewinnen-wollte, tvas er in seiner Eröffnungsrede andeutete. Der fünfte Kongreß tagte vom 26. bis 30. Dezember 1901 in B«r sei. Auf ihm trat zum ersten Male, die „De m o k r a t i s ch' - z i o n i st i s ch e F r a k t i o n", der unter anderen Buber, Feiwel, Motzlin, Weitzm ann, angehörten, in Zlktion. Ihr Programm war jenes, das später unter den Bezeichnungen „evolutionistifcher", praktischer", „synthetischer" Zionismus zum Siege gelangte. Durch Gegenwartsarbeit in der Diaspora, kulturelle und kolonisatorische Arbeit in Palästina, sollen . Volk und Land entwickelt werden, denn der Zionismus könne nicht durch einen bloßen diplomatischen Erfolg, sondern nur durch stetige Arbeit verwirklicht werden. Am fünften 5kongreß war aber dies: Richtung noch zu schwach, die Zeit war noch nicht reif dafür, daß diese Forderungen allgemein hätten anerkannt werden können. Es wurde nur die Parole von der nötigen Arbeit zur „Hebung" der Juden ansgegeben. Weitzmann verlangte die Schaffung einer jüdischen Universität in Jerusalem. Am süufteu Kongreß wurde ferner der Jüdische Nativnalfonds g-eschaffen. Es wurde beschlossen, die Kongresse weiterhin nicht mehr alljährlich, sondern, jedes zweite Jahr abzuhalten. Der sechste Kong re ß tagte vom 23. bis 28. August 1,903 in. Ba \ el. Ihm lag das U g an d a-Ang eb o t!der britischen Regierung vor, wodurch sich die Verhandlunaeu sehr stürmisch gestalteten. Die strengen Palästinenser verlüßcn .zum Teil unter Führung. Tschlenows den. Saal, aber trotzdem mm wurde der prinzipiell wenig besagende Antrag, das AktiouS«. komitee möge eine Expedition zur Erforschung des von! England angeboteuen Territoriums entsenden, nur mit 295; gegen 178 Stimmen angenommen. Bon Wichtigkeit war? auch ein Referat Oppenheimers, der die-Schaffung von Sied-! lungsgenossenschasten in Palästina Empfahl. Der ' Kongreß! beschloß die Einsetzung einer Pakästipa-Kommisston, bestehend! ans ProfLssor Warburg, D'r. Franz Oppenheimer; und Dr. Soskin. '; >1 Die letzte Entscheidung über, däs Uganda-Projekt fiel | erst am siebenten Kongreß. Herzl'war inzwischen am' 3. Juli 1901 gestorben. - , ' I Der si «Benfe Kongrgß tagte - vom 27. Juli bis! 2. August 1905 in Basel. Nordsu-hielt die Gedenkrede auf Herzl. In einer außerordentlichen Tagung wurde, die Ug andn-Frage erledigt. Der °Bericht der Konnnissiou über die Eignung des Territoriums, lautet« sehr ungünstige Zangw ilt und sein Anhang verlangten, -daß von derbritischen Regierung ein anderes Territorium-verlangt werden solle. D'ie „Zione Zion" unter Führung -N ssisch kins' schlugen alle Versuche der Territorialistens-derartige Beschlüsse zu erreichen, unter großen Stürmen ab;- - in .Lengefaßten Resolutionen würde' .die Organisati-on chnverrückbar auf Palästina festgelegt, und uach dem eindrucksvollen Bericht der Palästina-Kommission wurde beschlossen, . in Palästina, praktische Arbeit zu leisten. Dies war der erste Erfolg der „P r a k t i k e r" gegen d r e r e i n „p o l i t i s che n" Zi o n i st e n. Die Leitung wurde paritätisch ans Praktikern (Marburg, KoOm-Bernstein, Ussischkin) und Politikern' (G'ree'nberg, Kann, Märmorel) unter Vorsitz David' W o l f s s o.h n s zusammengesetzt. 1 s. Der ach je Kongreß tagbe.vomÄl.-bis-21: August ' 1907 im Haag. Im Haag wardamals die zweite Friedenskonferenz versammelt und. es bestand die? ' Hofsnnilg, ihreE Aufmerksamkeit durch die Abhaltung des Kongresses aus di« Judenfrage zu lenken, was aber nicht gelang. Auf diesem' Kongreß wurde endgültig, zugunsten der Ausnahme der praktischen Palästina-Arbeit entschieden. Die prinzipielle Debatte stand auf großer Höhe, seitens der Praktikrr hatte besonders Weitzm-aun mit einer tief aufrührenden Rede gewirkt.- Von sonstigen Beschlüssen war vonlWichtigkeit. daß diec h e b r ä i s'ch e S p r a ch e. als offizielle Sprache der Bewegung erklärt wurde. Auf diesem Kongreß spielte , sich» zum ersten Mal ein Kampf um die Leitung ab, ,Molss.sohn verlangte, um die Leitung aktionssähig zu machen, s haß sie nur ans drei .Personen bestehen solle, er wollte, die russischen Zionisten aus ihr ausschalten, was ihm nur mit Mühe gegen eine .erhebliche Opposition gelang. Es wurden, gewählt: Wolffsohn, Warburg (Palästina-Ressorts) und Kann. Der neunte Kongreß tagte vom 26. bis 30, Dezember 1909 in Hamburg. Nordan, d«r auf allen Kongressen bis zum zehnten eine große programinatii'che Rede nach der Eröffnunghielt, befaßte sich diesmal mit

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