Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 932 (31.8.1921)
- Date
- 1921-08-31
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Wien, Mttwoch Wie«er Mvvge«zett«rrA tm nächsten Jahre zu einer wirklichen 2kktivitä t im Lande firhren werden, so wird.dies den grö ßten Einfluß «.usüben und den richtigsten Kommentar zur BalfouErklärung geben. ' Die Arbeit deZ Kongresses muß auf jeden Fall produktiv sein. Einigkeit tut not, .und es müssen Mittel gesucht werden, wie alle jene, die für Palästina arbeiten rvvllen, untereine Fahne gebracht werden. Dann können wir sicher sein, daß uns . auch die Araber keine Zinder-- n-isse bereitem werden, weil sie sehen werdest, daß tvir die Mittel zur Erweckung des Landes aufbringew können, wozu sie selbst nicht imstande sind, und daß diese unsere Arbeit auch ihren eigensten Interessen zugute kommt. - Bon Wien bis Karlsbad. Von Arthur Freud. Wien, 31. August. Ter elfte Ziomstenkongreß, du' ein Jahr vor dem Aufbruch des Krieges in Wien statigefunden hat, schien einen Wendepunkt in der zionistischen Arbeit zu bedenken. Auf diesem Kongreß fand her jahrelange Kampf zwischen den sogenanirten „politischen" und den „praktischen" Zionisten zugunsten sdisser sein« Austragung. Das Reserat über Palästina-Arbeit,, welches Dr. Ruppin, der verantwortliche Leiter des zionistischen Palästina- Amtes hielt, das 1608 gegründet worden war, aber erst in der Zeit vor dem .Kongreß seine volle Aktionsfähigkeit erlangt hatte, machte auf die. vielfach in einseitigen politischen Cha-terideen besäu-gmen Zionisten durch die selbstverständliche Sachlichkeit, mit der hier «in System praktischer Arbeit in Palästina entworfen wurde, eine tiefgehende Wirkung und dieser Kongreß hat endlich den Gedanken zum herrschenden im Zionismus gemacht, das seine Ziele Nur durch systematische praktische Arbeit, durch die Schaffung greifbarer Werte auf allen Gebieten und die Errichtung von Stützpunkten für die politischen ZukunftZforderungen verwirklicht werden können. War früher vielfach die Bewegung und hauptsächlich die Leitung von der Idee beherrscht, daß die Aufnahme praktischer Arbeit im Lande unserer Zukunft nur da'.u führen könnte, die Energie und die materiellen Mittel der Betvegung in kleinlichen Aufgaben zu zersplittern, den. großen Gedanken H'erzls von .der Mithilfe und Zustimmung der Mächte für die zu erlangende Generalvollmacht'auf Palästina, den Charter, welcher jebeu realen Arbeit vorausgehen müsse, zu verkleinern, so kam jetzt endlich die Ueberzeugung, zum Durchbruch, daß für alle politische Arbeit die Schaffung realer Positionen im Lando. .die Voraussetzung sei und iene nur in diesem Zusammenhang ihren Wert behaupten könne.. ." " ■ ' i Von diesem Kongreß giüg eine sichtlich' wohltuende Wirkung auf die'jüdische Arbeit aus. Das jüdische Palästina begann einen Aufschwung zu nehmen, die Einwanderung wuchs, neue wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen blühten im Lande auf, gewaltige Bodenkaufe standen bevor — da brach der Krieg aus, der auf Jahre hinaus alle Hoffnungen zu begraben schien. Es.ist nur allzu bekannt, in welch hohem Maße das jüdische Palästina und .das ganze jüdische Volk unter den' Geißelhieben der Kriegsfurie gelitten .hat. Auch der zionistischen Organisation drohte die Erschütterung ihres innersten Gefüges und es ist ein Beweis für die Lebenskraft unserer ewigen Idee, daß es immer wieder gelungen ist, das Unheil abzuwehren und durch die stete Anpassung an die jeweilig gegebenen Verhältnisse bas stolze Werk Theodor Herzls, die-mühselig geschaffene Weltorganisation, zu erhalten Aus dem Chaos dieses Weltenbrandes haben wir nicht nur die Weltorganisation in ihren Grundrissen unversehrt gerettet, sondern auch dje großen politischen Erfolge he im ge tragen, welche, sich an die Namen der Balfou'.'-Deklaration und San Remo knüpfen. Was. hier erreicht wurde, ist ein gewaltiger und bleibender Erfolg, den keinerlei Kritik zu verkleinern-vermag. Die zionistische Bewegung ist zu einem allgemein-politischen Faktor geworden und ihre^ Ziele sind feierlich durch die Unterschrift der Weltmächtebeglaubigt und 'mterfattnt worden. . Der -unerwartete und plötzliche .Erfolg, welcher bi« jüdischen Massen zu einer Zeit derallgemeinen Verwirrung unvorbereitet äntraf, hat -eine Zeitlang gedroht, den klaren Blick für die Wirklichkeit auch vielen 'Zionisten zu trüben. In dem Taumel des plötzlich erwach! en Enthusiasmus hielt man durch große politische Akte alle politischen Schwierigkeiten mit einem Schlage für gelöst. Man sprach von „Geulah", ein Wort, das auf Deutsch „Erlösung" bedeutet, und vergaß beinahe, -daß die endgültige Erlösung auch Englands Wohlwollen nicht, sondern nur die volle Anstrengung des jüdischen Volke's zu bringen vermag.' Die Entwicklung der Dinge in der letzten Zeit, die arabischen Exzesse in Palästina und daraufhin die unentschlossene Haltung der palästinensischen Regierung, die Entwicklung der arabischen Bewegung, welche von französischer und kirchlicher. Seite genährt wird, all das hat allgemach die Lleberzeügung reifen lassen, daßdie politischen Erfolge und die Aufnahme des zionistischen Pwgrantms in die englische Politik im mittleren Osten nur dann ihre volle Wirkung zeitigen werden, wenn sie durch die Aufnahme einer erhöhten Aktivität, einer, die wirklich' diesen Namen verdient, begleitet sein werden. Die Vorgänge in der letzten Zeit haben bewiesen, daß.das jüdische Volk mß: starker pvlitijfch'er, Schulung bedarf. An Slalle lonsehuenler .Politik ist vielfach der "Glaube 'au die absolute 'Allmacht der 'Diplomatie getreten. Es haben sich in der Gefühls weise der Massen sichtbare Anzeichen, politischer Hysterie gezeigt, und war man heilte himmelhoch jauchzend über die politischen Erfolge, so. schien man am anderen Tage, nach den ersten Rückschlägen, zu Tode betrübt. Diesem Kongreß, welcher nach achtjähriger 'Ausschaltung der Tätigkeit dieser höchsten jüdischen Legislative' wieder zusamrnentritt, fällt die. Aufgabe zu, den Anschluß an dieJdeengänge des Wiener -Kongresses wieder zu finden und für die jüdische. Arbeit klare Parolen zu schaffen. Enttäuscht zu sein, liegt nicht der mindeste Grund vor,' und es: ist nicht die' Schuld der Verhältnisse, sondern unsere eigene Schuld, wenn wir im Augenblick des- Taumels, der allzulange währte,'vergessen mochten, daß es ein arabisches Volk gibt und daß die zionistische Arbeit nur im Einklang mit diesem gedeihen kann. Dieser Kongreß ist berufen, einen neuen-Ideologie unter den jüdischen Massen zum Durchbruch zu verhelfen, das Seinige zu tun, daß sich keinerlei jüdischer Imperialismus entwickle, und den. Grund zu legen für die Harmonie zwischen den zionistischen Bestrebungen und jenen des arabischen Brudervolkes. Nachdrucksvoll und eindringlich wird er von England-die Einhaltung aller Zusagen,'die Schaffung aller: nötigen Sicherungen für das jüdische -Werk än Palästina ,unddie Errichtung eines jüdischen Selbstschutzes zu fordern Habens Aber andererseits muß es. seine .Aufgabe sein, das arabische Volk unserer freundschaftlichen Gefühle zu versichern und eine systematische Verständigung mit ihm anzubahnen, die durch großzügige friedliche Arbeit im Lande ihre nachdrücklichste.-Förderung erfahren wird. Nicht Legionen sind es> die wir brauchen, keine Vermengung der reinen zionistischen Jdee> die . von dem alt-neuen Geiste der Menschenverbrüderung getragen .sein muß, weil sie jüdisch ist,- mit pseudoromantischen d'Annunzio- Posen, sondern eine wirkliche Verbrüderungspolitik,- die sich nicht allein in diplomatischen Versuchen erschöpft, sondern von Volk zu Volk zu wirken vermag. Es ist die geistige Einstellung, die nottut und. die alsein die. Art aller- Arbeit zu bestimmen vermag. Das orientalische Judenvolk zieht nicht als Eroberer und Verdränger, sondern als friedlicher Kultürbringer iir sein angestammtes Land, um als Bruder mnter Brüdern ein r.»ues freies Leben zu beginnen: In der Betonung dieser Gesichtspunktein der Klarstellung^ dieser Verhältnisse sehen wir . eine, der hauptsächlichsten Aufgaben diesesfür die -Zukunft des jüdischen Volkes so bedeutungsvollen - Kongresses. .... Ein zweitesMrMeln, allem. Ernst angehen miuf ’ 'istW'Frü'geMr "Lüü'AAn 'LeltmiA von deren TätiMerk''shüuptsächlichder' Fortgang aller Arbeit' abhängt. Es'gilt/ ^üden alten bewahrten demokratischen Formen'von früher zurückzukehren und aus unseren besten Männern ohne alle^Nebenrücksichten ein tzahl-enmäßig beschränktes, aber umso arbeitsfähigeres. AktionsLomiteee zu schaffen,' das die ' Verantwortung übernimmt und aus sich die Exekutive stellt. Einet weitere wichtig«'Aufgabe des Kongresses wird die Beschlußfassung über die Mittel zu bilden haben, aus denen der Aufbau Palästinas bewerkstelligt werden soll. Die Frage, wie; £ie jüdische Allgemeinheit ' zu den Leistungen für den Keren Hajessod, bas zentral« finantzielle Aufbauinstrument, herangezogeir werden kann, vH ne daß der zionistische Einfluß eine Einbuße' erleide, ist eine der schwierigsten, und auch das Problem der Verkuüpsimg zwischen Spenden'und rentablen Investitionen imcerhalb des einheitlichen Fonds, das sich für die Aufbringung der Gelder anscheinend nicht als glücklich erwiesen hat, wird die Fachleute ernstlich zu beschäftigen'haben. Auf jeden' Fäll aber .wird hier Vorsorge zu treffen sein, daß der Keren Hajessod in seinem zentralen' Charakter als einheitliches Aufbäuinstrument keine Schmälerung erfahre. Zum ersten Male nach' langer Unterbrechung wird dem Kongreß ein, wenn auch in großeen Umrissen gefaßter konkreter Man für:- die Arbeit in Palästina vorliegen. Und damit gewinnt unser Werk, das allzulange einseitig auf die bloße Politik eingestellt war, während infolge der leidigen inneren Kamps«, di« glücklicherweise d«r Vergangenheit angehören, kostbare Mögltchkeiten in entscheidungsvoller Zeit vertan'wurden, wieder die Berührung mit der schöpferischen Realität. . Eine. Fülle, von Arbeit und Verantwortung ist es, Hie stuf diesem Kongreß lastet. Wenn er die Erwartungen zu erfüllen vermag,.welche.das jüdische Volk auf ihn. setzt und wenn seine Arbeit in dem rechten Geiste geschieht daun wird der. Zwölfte Zionistenkongreß, der morgen in Karlsbad seine Beratungen .eröffnet/ eine neue Epoche in der Geschichte der großen jüdischen Renaissancebewegung einzuleiten berufen sein. PELZWAREN Leo Pitzker, VIL, Mariahilf erstr. 86 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in m Pelzmänteln, Stadlpelzen, Füchsen, Stolas aller Arten zu besondere billigen Messepreleen. 31. Anglist 192t ». 932 -.----- Der Keren Hajessod als allgemein jüdisches Instrument. Die Frage der Zusrmmen»rbeit zwischen Zionisten nnd Richtziomsten. ± Bon Sto Herrmann, Sckretäc des -Direktoriums des Kere« /■ Hajessod.. I •■£ Eine der wichtigsten Fragen des ^Kongresses' scheint rein i formalen. Charakters zu sein, berührt aber daS wichtigste Problem des Äustaues der jüdischen Heimstätte. in Erez Israel. Ist das jüdische' Volk bereit, die Opfer zu bringen, die der Aufbau verlangt? Fühlt. eS den Willen zur Erbauung^ der eigenen Heimstätte so stark, daß eS zu' außerordentlichen Leistungen befähigt;st? Und wenn das jüdische Volk diesen Willen besitzt, .wenn bieser;n ihm schlummernde Wille geweckt und zur Tat verdichtet werden kann, welcher Weg führt zu diesem Ziele? Welche Formen gibt eS, oder welche Formen können gefunden werde«, um dir Zusammenarbeit aller jüdischen Gruppen, Kreise und.Dichtungen zu ermöglichen, die sich in der Absicht vereinen, fürsden Ausbau der jüdischen Heimstätte zu wirken? Die Antwort^auf diese Frage soll der Keren Hajessod geben. Die Lösung dieses Problems soll der Zionistische Kongreß finden,^ wenn er dem Kerm Hajessod seine endgültige Form - gibt.'?/?.?>s '*\ . Um zu verstehen, welche Bedeutung diese Frage'gegenwärtig innerhalb der Probleme besitzt, die die zionistische.Organisation beherrschen, muß man vor' allem sim Auge.behakten, daß die zionistische Organisation selbst seit.langem von ^dem-Bewußtsein erfüllt ist, daß sie nach der Erreichunggroßer^politischcr Erfolge einen Weg finden muß, um auch jene Kreise,'- die^ihr disher fern standen, zu gewinnen und zur Mitarbeit bereü-'z«; machen. - Die Kampfe, die in den letzten Jahren;—^ und eigentlich schon viel länger — in der zionistischen^ Organisation selbst statlgesunden haben, gingen von der' Frage ans,^, ob es möglich lein kann, der zionistischen Organisation, wie.sie nun einmal im Laufe der Entwicklung geworden ist, jene jüdischen, Gruppen einzuverleiben, die ihr, und oft sogar dem ziomst,is^NjlNedanken» abwartend und ojt auch gegnerisch gegenüberstanbe^M - '. Mit dem Augenblick, da die zionistische.Orgänisalivrt große politische Erfolge erzielt hatte, mehrten sich ^die Stimmen perer, die die Meinung vertraten, daß es jetzt unter Ausnützung jener Erfolge gelingen müßte, die Nichtziomfien'^jnDuüsere Reihen zu bringen. Allerdings sahen diese Vertreter^emer-Politik der Heranziehung nichtzionistischer Kreiie in *\die Fziönlfii^che^Organrsätion nicht an dm Schwierigkeiten vorüber,^die sichl«B-M'bisherigen Entwicklung ergeben haben. Sie sahm/ daß die zjOnjstiHe Bewegung bisher die Verkörperung des nationalen GrdaÄk^rsjgebildet und den Anspruch'erhoben hatte, daS JudentmnÄS^Mln-ä'ti on al e Einheit zu vertreten, «ad' da sie wußten, baß dec Kampf und die Abneigung der Nichtzionisten in der'Vergangenheit mehr dem nationalen Gedanken als der Idee der Palästinä-Kolonisatiou gegolten hafte, glaubten sie» eS müßte' jetzt ^gelingen, die Nichtzionistm znr Mitarbeit innerhalb berl zioWis^m^-Organisation zu bftvegen, wenn die Organisation nur'rbttertt wäre, ans jenes nationale CharakLerijiskum zu vrqichten,' düSMsh'tt die zionistische Bewegung und ihre Arbeit ausgezeichnet Auf der emm Seite ' standm'innerhalb der.Lzionisilschen Organisation diejenigen, die glaubten. daßseS-unmöglich sei, eine solche Bewegung wie die ^.zionistische . ans^taktischyr Gründen ihres nationalen Charakters und ihrernatioyirlenMriebkraft zu beranben, ohne gleichzeitig au« der gan^enMewegung' einen to-m Mechanismus zu machm. der jeder.- wicklichen il Leistung unfähig wäre,und selbst, wenn estechnisch möglich^wäreIagten sie, wäre es auch im Interesse deS-' AvfbaveS ^der^Hvischm', Heimstätte nicht erwünscht, weil die AufbauarbeiklmWukunft mehr als je eine Organisation brauche» wird^dieWh^ durch eine gewabige Triebkraft auSzeichnet. mnZ8aS'^Nichts organisierte Gesamtjudentum mit sich sortzmeißen und ^vor.^sich herzustoßen. Sie sagten, daß uns die Geschichte ^d'mMionismns bewiesen hat, daß der Aufbau Palästinas der)llnib«stütz«ug einer geichlossenrn und-von starkem nationalen GeistHersüllten^zionistischrn Organisation bedarf» die sich ihrrr/Piome'rroll«^bewußt ist und all« au« ihr fließnidm ^VÄ>sM«Al» auf sich nimmt. Diese Kreise in der .. zionHische« ^Organisation, - der insbesondere die heutigm ziomMchen Mß«r< angeho«n, verlangte« und -esta»dw^.d«a^,Kdaß^bie'Ko»Wsche Organisation nicht nur erhaltm werde,4soÄm»Ldaß eine großzügige Propaganda, oder bessergesagt,. systematische Erzirhungsarbeit auf allen Gebieten geleistet werde.- nm-.diese ^Organisation noch stärker und arbeitssähiger zu machen als isusin Ider'Vcrgangmhc'-t gewesen ist. Sie erklärten immer wieder^daß-die Tore dir zionistische« Organisation alle« offen stehM, , die . das Basler Programm anerkenne«. Aber im Basler Piogrammibeißt es. daß der Zionismus die Schaffungder öffentlich-rechtlich gesiche.ten Heimstätte für das j L d i s ch e B o l k will.' - Wer daher nicht als das Ziel des Zionismus d« Erhaltes der jüdisch:nVolkse i n h e i t will, der kann, weil ihm die nationalen Elemente des Zionismus fehlen, von der zionistischen Organisation unmöglich zn ihrem Führer gemacht werden, ihm kann unmöglich da« Schicksal der zionistischen Bewegung in die Hand gelegt werden, selbst wenn er ein noch so ansgezeichneler Jngcweur oder Bankier ist. Dieser Gegensatz der Anschauungc« führte schon im Fahre 1919 zu Differenzen betreffs der Schaffung eines Kewish CouucilS. Die von Dr. Weitzmann geführte Gruppe wollte als dir »I e w i s h A g en c h“ einen Awish Council ernrichten, zu dem die zionistische Organisation eine Reihe von Dertretrrn solcher jüdischer Kreise und Körperschasten hinzuziehm sollte, die bereit wären, am Ausbau der nationalen Heimstätte in Palästina praktisch mitzuarbeiten. Dilse Kreise sollten sich in dem Willen zur praktischen Arbeit an dem Aufbau der jüdischen Heimstätte mit der zionistischen Organisation treffen. Diese Gruppe glaubte, sich aus diesem Wege die Teilnahme des gesamten Jndeutums, der Zionisten «nd Richtzionisteu, sichern zu fonnat- Dieser Gruppe stellte« die damalige» ammkanischen jüdi-