Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 932 (31.8.1921)
- Date
- 1921-08-31
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Zionistische Politik. ,*y Von Stöbert Stricker. Die politische Situation, in. welcher der-Zwölfte ZiouistenSongreß tagt, ist ungünstig. Sie ist nicht hoffnungslos, aber so reich an schwierigen Problemen, daß Sorgen um die nächste Zukunft am Platze, sind, Sorgen, deren Druck sich allerdingsins Unerträgliche steigern müßte, wenn man die Gi!öße und Mannigfaltigveit der Aufgaben mit der Kleinheit und Unzulänglichveit des Apparats vergleicht, welcher heute der Zionistischen Organisation ' zur . Bewältigung . ihrer politischen Arbeit zur Verfügung steht, Und dieses Mißverhältnis als unabänderlich ansieht. Wenn man auf Beschönigungen^ Entschuldigungen und . gequälte Deuteleien verzichtet, ibrttmt man zur brutalen Feststellung, daß der ganze Slpparat eigentlich nur aus. zwei Menschen besteht, - aus Weih mann und . So.ko Io'w. Zwei Männer von seltenen Fähigkeiten, höchster Jy-. telligenz, zähe, tüchtig und opferbereit, mit den gewaltigsten Leistungen hinter sich, aber nur, zwei.Männer. In ihrer Eigenschaft als Leiter der politischen. Arbeit sind sie ohne Organ, das ihren Willen aus führen» Hub ihre politischen Ideen in die Tat nmsetzen. kann, ohne aktive Mitarbeiter und vollwertige Vertreter. Was sie nicht selbst tun, und handle'es sich! auch! nur kleinste diplomatische Spezialarbeit, ist nicht getan. Was sie begonnen,? kann von anderen nicht, fortgesetzt werden. Die Zionistische Organisation hat sich' in..bedenKicher Weise daran 'gewöhnt, die Berichte dieser beiden Männer untätig zu erwarten, sie freudig oder traurig entgegenzunehmen und wieder zu warten. Es ist müßig, darüberzu streiten, ob' dieser Zustand in seiner Gänze eine notwendige Folge der- Kriegszeit ist oder ob zumindest feine. Fortdauer auf. Rechnung einer Unterlassungssünde der beiden Führer zu schreiben ist. Er ist eben heute noch' da und muß morgen verhängnisvoll werden. Ein Rundblick aufs politische Weltpanorama macht das klar. - '; Das jüdische Volk, mit feiner Palästina-Förderung - zur Zeit der'Friedensverhandlungen in S,a'n Remo von allen Seiten, gefördert, ist nach San' Remo -ist eine fürchterliche Vereinsamung geraten? Die Freundesstimme Wilsons, der ein wackerer. Helfer wars ist verklungen. Das Amerika des Präsidenten'Har ding steht stumm und kalt da. Das System der Nichteinmischung, der Enthaltsamkeitge gennböri-. allen Dingen außerhalb der amerikanischen Grenzen--hat auch die werktätigen Sympathien Amerikas für'den Zionis^ mus plattgedriickt. Es ist gewiß keirpLafall/ daß.die Adresse der neuen zionistischen Leitung.in-.AmeriU an den Präsidenten Harding ohne rechte. Mnttoort geblieben ist. Ueberm Ozeäü ist MM'sonst Mil Antworten nicht zurückhaltend» Franckräich,'das.»dank der unermLrlichen .Aufklärungsarbeit Sokolows in San- Remo dahin gebracht worden war, seinen aktiven.Widerstand gegen das jüdische Palästina aufzugeben, steht heute zur zionistischen Arbeit nichts weniger, als freundlich Es glaubt im Interesse der Durchführung, seiner.Pläne im nahen Orient jedes. Streben' starken zu müssen, das sich gegen den Zionismus richtet, mag es von wo immer Herkommen. Frankreich ist der Förderer aller mohammedanischen, katholischen und orthodoxen, dem Zionismus feindlichen Gruppen geworden. Seine in jüngster Zeit so stark bdtontv' diplomatische Anlehnung an das päpstliche Rom gestaltet die Lage auch' er hat dereinst Sokolölv gütige.''Worte- und Zusicherung freundlicher-! Haltung gegeben ist der härteste Widerfacher geworden, der^'tn der^ExisteW2mes jüdischen Palästina die - ärgste Bedrohung deschristkatholischen GedmlkLNs sieht undsie mit Einsaß aller Machtmittel bekämpft. Italien war ein werktätiger Freund im Rate-der Siegerstääten' und ist. heute ohne jede Beziehung ' zur. Zi-nistMeü'' Or'ganif-Limt. - ' Die Schweiz, . Belgien, Holland! Japan,! Deutschland, Rußland, die ' neuen-. Staate«- urD> Älld a-wboren- '^as ist ihnen der Zionismus, Ms sind'sie ihm? > Ferne Welten, zu denen kein Gedanke führt/ leerel Mnlen, .geographische Bezeichnungen.-" . 'ä-- ' Das stolze und 'wahre-Wort vom Zionismus, der keine imrere jüölschd Angelegenheit ist, sondern ein Weltproblem, an dessen 'Losung die ganze Menschheit - interessiert ist, und der Grundsatz, daß wahrhaft zionistische Politik dahin gerichtet feinmuß, "allen Kulturvölkern ' bäs Wesen dergroßen jüdischen Bewegung vertraut zu machen, Worte und Grundsatz scheinen der zioni- stis'chen Organisation und ihrer 'Leitung verloren gegangen zu sein. Alles Sinnen, Trachten und Handeln gilt ausschließlich dem allernächsten Freunde und Feinde. Und doch sollten auch diejenigen, welche als wirkliche, oöer eingebildete. Augenblicks- und Realpolitiker wenig für Grundsätze .und Richtlinienübrig haben, daran denken, daß die Völker und Staaten, welche heute abseits vom. Streite Um Palästina, abseits vom Wege der zionistischen Politik stehen, morgen als . Glieder des Rates ' der Völker entscheidende Stimme haben. Es liegen. Beispiele, vor, welche . .den kurzsichtigsten zionistischen. Gegenwartsmenschen .zu denken geben sollten. Nach monatelangem, welterschütterndem . - Ringen - der Riesen England und Frankreich ist der Zwerg Spanien zum Referenten in. der. oberschleftschey Frage -berufen worden. Als im Frühjahre 1921 eine fü.dische Frage vor dem-' Völkerbundrät entschieden rverden sollte, ergab es . sich, daß angesichts der kühl ablehneptzen Haltung Englands und Frankreichs ' die Stimmen Brasiliens, Japans und Belgiens ausschlaggebend- .wurden- Die Anwälte der jüdischen Sachs sahen sich'. efne Stunde vor der Entscheidung der. unheimlichen Aufgabe gegenüber, die Vertreter Brasiliens, Japans und Belgiens für ein jüdisches Problem zu interessieren. Sie haben sie natürlich nicht gelösto Zwer - Stunden 'ftüher - hätte es der Realpolitiker als'schlechten Scherz bezeichnet,-wenn man ihm die Situation vorausgesägt hätte. Könnte sich? der - -grausam-dumme Scherz nicht auch' in der zionistischen Geschichte MiedLrMrn?,''"'Desv''- Vorsitzende - der nächsten Tagung, des - BölMbundrates, welche sich vielleicht mit dem Zionistischen 'Mandat beschäftigen wirdist China. Könnte es nicht dazu kommen/ daß Weitzmann und Soko-lvw eitle Stunde vor der Entscheidung den diplomatischen Erdkreis abzurasen hätten? Weitzmann und Soko-low sind geniale Menschen, aber eine. Fraühose kann platzen, ein Autvmobilrad hrrchen und es gibt Diplomaten, die sich beim Frühstück grundsätzlich' nicht stören lassen. - ' Die politische Isolierung des Zionismus ist umso bedenklicher, als auch im Verhältnis zu seinem aufrichtigsten und besten Freunde England Trübungen und Abkühlungen merkbar werden. Die. verhängnisvolle Hinausschiebung der Erledigung der Mandats- Eerte 2 Wien, Mittwoch Wiener Morge«zoit»«g - - -.-Pi-. .- 1 T«^T .■!<*>■■—'» ■' 11 - -■ ■■ -i : noch kritischer. Denn der Heilige Vater Bibliotheken im Lande Israel. In dem Augenblick, Ivo wir darangehen, uns materiell in unserem Lande neu' einzurichten, wo es notwendig ist. alles däränzüsetzen, daß s wir greifbare Msitionen im Lande haben, da mckß es manchem'als Luxus erscheinen, wenn wir angesichts der schweren Rot in den notwendigsten materiellen Dingenan Schulen und an die Universität, jü' sogar-an Bibliotheken denken. Für Luxus haben wir nichts übrig. Rur das Allerdringendste darf uird soll jetzt geschaffen wettren. lieber die Notwendigkeit, die der Universitätpennoch innechohnt, soll hier kein Wort verloren werden. Aber wenn wir daran denken,, wollen, .ehre. Miversttät zu gründen, so müssen wir jedenfalls 'vorher dre'Universitätsbibliothek gebrquchsftrttg machen. Ohne eine fertige Bibliothek, die als lebendiger-Organismus von sich aus Kultur verbreitet,werden wir niemals auch nur. den Anfang einer .Hochschule haben können. Aber auch das heutige Leben bedarf der Büchersammlungen. Der Techniker und der Beamte, der Kaufmann und der Wegebauer, der Kolonisator und der Arzt sind ständig auf den Gebrauch der Bibliothek angewiesen und empfinden ihren Mangel oder ihre Mangelhaftigkeit sehr zum Schaden ihrer Arbeit. Aber nicht anders geht es dem Handwerker und dem. Bauer in dem erst werdenden Lande. Kolonisten, Arbeiter und Chaluzim verlangen die Bibliothek. Obwohl sich, die Jerusalemer Bibliothek erst in den Anfängen befindet, machtsrch dieses Bedürfnis in dem Zahlen ihrer Benützer deutlich sichtbar. Am 1. April* 1920 hatte sie ungefähr 50 bis 60 Benützer. Seither stieg die Zahl dauernd mrd ist weiter im Steigen begriffen. Am 1. April 1920 waren bereits rund 700 Ausleihekarten vergeben.-Jetzt hat die Zahl der ständigen Benützer und Entleiher bereits tausend überstiegen. Dias Bedürfnis ist da, wird jeden - Augenblick. -aufs, .schmerzlichste empfunden, und. obwohl M hauptsächlich infolge der Propaganda und der Tätigkeit der Berliner Hanptsammelstelle die Zahl der Bücher seit ungefähr anderthalb Jahren verdoppelt hat, fehlen für die ' meisten Fächer noch! die allernotwendigsten Werke In der einett'Stadt Berlin, wo cs rund 100 öffentliche Bibliotheken gibt, wo eine unübersehbare Zahl von privaten und halböffentlichen Bibliotheken .zur Verfügüttg steht,' woendlich die große- Staatsbibliothek, seit länger -als 250; Jahrein aus Kosten der Krone und!:d«es - Staates 'gdsammE''-werden' 'ist, spielt die Uni-! versitätsbibliothek, neben der es mehrere Dutzend JnstitutsbiblioLhe^n in der- Universität gibt, keine gar zu wichtige Rolle. Trotzdemhat sie jetzt noch! einen.! jährlichen Etat von über 8000 Pfund Sterling, obwohl ihr außerdem alte Stiftungen, Pflichtexemplare, Schenkungen und bas Ergebnis des internationalen Schriften- , austausches zu Gebote stehen. Uns fehlt das alles. Und dabei - ist die werdende 'Nationalitnb Universitätsbibliothek einstweilen die einzige wissenschaftliche Bibliothek im neuen jüdischen Lande. In Jerusalem hungert man nach Büchern. Und es gehört zum Materiellen Aufbau Palästinas, daß inan die Jerusalemer Bibliothek — und auch düs. ganze palästinensische Bibliothekswesen — großzügig in Angriff nimmt. 'Aber großzügig! Was heute geschieht und' was maU da von verschiedenen, sogar einflußreichen Seiten Vorschläge ist ganz klein .und kleinlich,, nach jeder Richtung hin absolut ungenügend. Da ist zuerst die Raum.frage: Das alte Haus ist. bis in die letzten Winkel mit Büchern vollgestopft. Man kann nicht arbeiten, weil man sich nicht bewegen, kann. Man kann nicht anspacken» weil man nicht weiß, wohin mit. den Büchern! Und morgen können wieder Kisten mit. Büchern aus dem Ausland kommen, nach denen man so sehr verlangt. Und doch hält die Hauptsammelstelle, in Berlin ihrezum Teil sehr wertvollen weiteren Sammlungen zurück, weil sie MG, baß es, keinen Ztpeck .hatr daß sie in Kisten verstaut.bleibe». iUrch HtzUjo ist es. .dvr^ Agll^in andssran ÄM^lstestan. M 31. Äügüst 1921 fftt mi .' ~'■ y-^\ frage durch den VölkdrbuNb hat den Feinden W§! Zionismus inner- und außerhalb Englands GälegenMk gegeben, die- (Stimmung in London zu vergiften. Die arabischen Unruhen und die, in. Englands Mts schaftlich bctckebeno - Ersparniskampagne,- welche ' sich -i«. direkt, aber sehr fühlbar auch gegen die Uebernahnie des palästinensischen Mandats richtet,-haben-die Lage nicht verbessert. Die gefährlichste Beeinträchtigung des Verhältnisses zu England droht jedoch seitens der von der Mandätsmacht eingesetzten, von Herbert-Samuel geleiteten Regierung in Palästina. Diese hat bereits im Lande ein System etabliert, welches eine Befriedigung der Araber um jeden Preis anstrebt, dem Sinne der Bälfour-Deklarativn und der Beschlüsse von SanRenio' direkt entgegen.-gerichtet ist.' Nn8, -ungestört weiterwirkend, den Aufbau dös jüdisch nationalen Heims unmöglich' machen wird. Auch! hat sich'diese RegierMg zwischen die Londoner Regierung und - die ZiourstiDe Organisatioit geschöbdtt. Der freie.Kerkbhr-" zwischen den Leitern der zionistischen Politik'und-den britischen Staatsmännertt, ,.der früher bestand,ö ist gestört. Die Folgen sind sticht ausgebliebsn. - " Die geschilderte Lage ist sicherlich danach, angetan, auch feste Menschen . schwach .^u machen,, und ' es ist gar nicht. wunderlich', wenn sie. innerhalb-' der .ziom-. stischen Reihen Reaktionen ausgelöst hat, welche mehr oder weniger.Merkmale der Verzweiflung aufweisen. Die einen. dekretieren,, daß jede Politik fruchtlos. ist und bleiben, muß, , daß die Arbeit inr Lande Palästina das einzige Mittel zum Heile ist. .Sie stürzen sich..in diese. Arbeit .und wollen nicht nach rechts und linkst blicken. So. unbestreitbar es ist, daß istteusiv ste Arbeit im Lande die Vor'aussvtzun g jeder zionistischen Politik, bildet, daß ohne' diese Arbeit die klügste Politik zuschanden werden muß, ebenso unbestreitbar ist, baß ohne polittfche Sicherung die .Arbeit fruchtlos bleibt. Sie fordert die Feinde zur Störung heraus, wenn nicht Gesetz und Rechts schützend vor ihr stehe«.. Es kann auf die Däner. keine jüdische Arbeit dort -geben, wo eine Regierung das Recht der Juden auf die Arbeit und' auf das Land' in Frage stellt, wo eine Regierung, statt angegriffene/ Juden unter Aufbietung aller Autorität zu schützen, sich daraus einrichtet, die Angreifer durch Herabsetzung der jüdischen Rechte, durch Verleugnung her Balfourschen Deklaration, durch' Sperrung de« jüdischest.'Ei n- - Wanderung zuftiche-nzustellen.' Politik, die das jüdischä Recht auf und in' Palästina sichert, muß gemacht, werden.- Auch wenn manchean ihr verzweifeln. Andere wieder predigen .die. Ab,kehr, von.Europa, England litt» begriffen^ uyh,h>ie Zusammenarbeit mit den asiatiAen Völkern. Sie' nenne«. Pas asiatische Polittk.. Hier./geseH sich zur Blerzweiflung die ^griffsv'ertvirrWrg.nrch?eiste in die ftrststä AstLrüft schweifende Phantasie. Ob '.üstd wann das Schlagwort „Asien den Asiaten" seine Erfüllung finden wird, ist unbestimmt. Tatsache aber ist, daß Palästina von einer europäische« Macht, per größten Weltmacht, verwaltet wird und der Verfügung d^s Völkerbundes I unterliegt. Uebrigens.haben,dH europäischen Machte das Recht der Juden, auf.Palästina auerkannt, die einzige asiatische Macht hingegen, welche'an Palästnia interessiert ist, das arabische Volk, lehnt dieses Recht absolut ab und gibt der Ablehnung blutigen Ausdruck. Jedenfalls bedeutet asiatische Politik, soweit sich' hinter diesem Nammr überhaupt ein!vird der Vorschlag gemacht, das alte Häüs' aufzustocken und einen Flügel änzubauen oder nötigenfalls gär eine Fünfzimmerwvhnung als Aushilfe zu' mieten. Diese Mietwohnung wird uns einige Monate glauben lassen, daß uns geholfen ist. Dann werden wir.' schlimmer daran sein als jetzt'.' Die Aufstockung, und der Ausbau des Hauses, der uns 1000 Pfund Sterling kosten soll, wird uns —- vielleichtdie Möglichkeit geben, den Bücherschätz in diesem Hause zu verdoppeln. Vielleicht! Aber bereits nach spätestens drei bis vier Jahren werden wir auch hier wieder' an derselben Stelle stehen, wo/wir uns heute befinden. Da muß ein anderer Äustvög gefunden werden. Oder sollen wir auch diese Frage billig lösen, indem wir den Büchern telegraphieren Sassen: „Stop thd immigration!" "Din Einwanderung der Bücher nimmt aber progressiv' zu und' muß -weiter so wachsenweM sie dem Laübe zuguft'-Lommen -sölt. Uns hilft nur die' Bereitstellung eines großen Grülid- Mckes und der richtige Bäu eines besonderen! Bibliotheksgebäudes. , Da ist tckkrter hie Frage der Verwaltung.'.Der Unterzeichnete^ ist ^pon der. Organisation , ousersrhrn worden^ Lik Bibliothek.als Direktor und als Dezerpent bas palästinensische Bibliöthe^wesen zu leiten. „Dä.Lie Einreiseerläubuis ,fehlte, so^ ist ein Provisorium geschäfstn st'vxben. Dr. HugoBe r gm a n« ist als Vertreter tveilen auf dieschn' Posten. Auf die Dauer känn.s.as weder bej biesssm. provisorischen Zustand bleiben ustch! kann die Venvaltimg wie bisher mit lauter „Biblio-! thekaren" arbeiten. Man muß deshalb davon äh.gehen, das Budget der Bibliothek dauernd auf das Durchftetten zu bemessen. Eine Bihliothek ist eint! teure Sache.. - Freilich! niemals so teuer 'wie ein Kegimestt, . ja nicht einmal wie ein halbes Bataillon Militär.' Hie BibliotheHverwaltung muß dic Mittel bekommen,, rmr sachgemäß ihre Arbeiten aufnehmenkönnen. S'!c ist dazu berufen, bas Land mit jüdischer und hebräische« Kultur A«. durchdringen und die kulturello Brückä zst i