Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 929 (28.8.1921)
- Date
- 1921-08-28
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Rr. 929 Men. Sonntag" Wiener Morgei^ettmig 28. August 1921 Sette 7^ Gebildete vo« Privatunterricht ausgeschlossen und damit das Wirkungsfeld des Lehrers noch Weiler eingeengt. Den« der Kurssturz der Bildung hat es mitsich gebracht, daß das Verlangen der neuen Reichen, für ihren Nachwuchs oder gar iür sich selbst Kenntnisse und Wissen zu erlangen, recht kühl ist und sie sich mit ein bißchen Bildung m«ist begnüge», den eigentlich ein gut geschultes Stubenmädchen eher zu geben vermag als ein vielwisseudkr Lehrer. Diese Entwicklung nun, sind die Privatlch-er. so sehr sie ihren Wünschen und Interessen auch entgegen! äuft, zu fördern verdammt, indem sie ihte Honoraranfprüche von Monat zu Monat erhöhen miisien Mit jeder neuen Teuerungswelle —und das Bächlein der Preissteigerung plätschert bekanntlich sehr frisch und flmk ins Land — ist der Privatlehrer gezwungen, seine Forderung hinauf zu setzen. Wenn man im Herbst voiigen Jahres für eine Sprach- oder Musik!ektion bei einem gut aualisizicrten Lehrer K 80 biß 100 bezahlte, jo wird man heuer mit einem AufangZh onorar von K 150 bis 2C0, selbstverständlich „freibleibend* rechnen müsieu. Daß macht es natürlich io und so vielen Beamten, Aerzten, Ärchit kteu u. s. wunmöglich, ihren Krudern zuhause Unterricht in fremden Sprachen, Mustt usw. erteilen zu lassen und damn werden selbstverständlich auch so und so viele Privallehrer brotlos. Immer mehr Sprachlehrelinnen rmt sBrevetS von den ersten Universitäten Frankreichs sind gezwungen „nebenbei4* für Haadarbritsgefckäfte um einen Schundlohu Stickereien anzufertixen, mrm-rmehr „staatsgeprüfte" Mvsikakademiier und -akademikerinuen klappern im Kino oder in der Tanzschule Foxtrott und die Veielendung der Privatlehrerschaft wächst r>nt unheimlicher Schnelligkeit. Dabei nimmt ihre Zahl täglich zu nnd die drückende Notlage, die durch die Verpflichtung de« äußeren Schein zn wahren, wahrhaftig nicht gemildert wird, hält den Zustrom von allen Seiten nicht ab. Der Privatlehrberuf ist ja das Sammelbecken für allerhand gescheiterte Existenzen, für steckengkbliebene Studenten, verkrachte Dichter, Maler «nd Komponisten, die keinen Erfolg nnd keine Einfälle haben. Dazu suchen noch sonst alle au Schulen angelt cllten Lehrkräfte nebenbei Privatstunden, und daß jedermann, der kinmal biS Dover gekommen ist oder. die Nase über die Grenze Frankreichs gesteckt hat. der berufene Sprachlehrer ist, ist die glatte Selbstverständlichkeit. Denn wir haben zwar gesetzliche Bestimmungen, die von jedem Greißler de« NachwerS gewisser Oualüälen erfordern, aber unterrichten darf, wer immer will. Wahrscheinlich hält man das Abwiegen von Kochsalz und Seife für rin wichtigeres,, verantwortungsvolleres Amt als die Unterweisung des heranretfenden Geschlechts. Solange die Verhältnisse sich nicht ändern, bleiben auch die sicher sehr lobenswerten Bemühungen der verschiedenen Privatlehrerveceinigungen erfolglos. Mögen auch auf dem Gebiet der Organisation bedeutende Fortschritte zu verzeichnen sei«, erue so ungeheure Konkurrenz muß «nter allen Umstanden zur Schmutzkonkurenz führen. Und neben den Reihe» der organisierte» Lehrer wächst die Masse der Undisziplinierten nnd Unorganisierten, wächst das Winkellehrirlum ins Uferlose. M. * Auszeichnungen bei den Rettrrngsgesellschaft. Dir heutige .Wiener Zeitung4' verlautbart eine Reihe von Auszeichnungen bei der Wiener Freiwilligen Re» tungSgeiellschaft. Dem Chefarzt Dr. Ignaz 8 a m b « r g wurde der Titel eines Obermed'zinalrales mrllehent. Chesarzlstellverttetec Dr. Max Hein erhielt den Titel eines Medizinalrates. Stellvertreter des Chefarztes Dr. Karl H a w r a n e k nnd Dr. Friedrich jS chwarz wurden zu Medizinalräten einannk. Jnspektivnsärzte Doktor Leopold Kraus und Max Silber erhielten den Titel eines Medizinalrates. * S?Sr die medizinische Fakultät in Jerusalsm. Zwecks rascher Ausbringung der vom amerikanisch-jüdischen Aerztererband gezerchnelen Million D o l l a r für die Errichtung nner medizinischen Fakulät an der h e b r ä i 1 ch e n Universität in I e r u s a l e m, we> den in New-Nork ans Initiative des Colonel K o p e tz k i alle rm letzten Kriege tätigen S000 jüdischen A e r z t e der amerikanischen Armee organisiert, du die Aktion energisch und ehestens zu Ende führen sollen. * Argentinisch-österreichisches NSohlfahrtsiverk. Das orgenlnrsch-öfte'reichliche WohlfahrtSwerk wird vom 1. September k. I. an seine Tätigkeit abermals erweitern und alte Leute nicht wie brsher erst vom 7t). sondern, schon vom 65. Lebensjahre an in seine Fürsorge einbeneheu. Anmeldungen nehmen die Dienst- und WohnungSuachweisstellen in den emztlnen Bezirken in der Zett von 12 brs 2 Uhr mittags entgegen, Die Anmeldungen werden, um einen zu großen Andrang zu vermeiden, «ach den Aniangsüuckstaben des Familiennamens entgegrngenommen werden. Die «alleren Einzelheiten werden in dm Nachwetsstellen äffentlich migrschkagrv sei«. * tötete Spenden für den Indischen Rationalsoridsi Der Bei ein Bolksbibliothck Z>on stiftet eine« Garten im Iaar-Austria, aus den Namen des verstorbenen Chalnz Hermann. Barbas ch anläßlich . seiner Jahrzeit. Ebenfalls K 10.000 '> nc cce'Herr Jakob Kauimann. Mitling.» als Anzahlung ans einen Baustein für das Dritte jüdische Reich, ver seinerzeit gcze chne; wmde. , ' '' Konferenz der jüdischen Jrigenienre und Technik,,- . Der Wiener Ber b.»nd wird dni ch Ing. Ignaz Alexinzer ttCtlicMi. * Feftgoitesdienft. Die Zionistische Bezirkssektion Briacltenan, vrranitalie» während der hohen Feiertage im neulenobtciteu großen Briginasaale, XX., Wintergasie 27, einen Festflotte-s bieitfi. Die Zahl der Kriegskrüppel. Auf Grund der neuesten Zusammenstellungen, der internationalen ÄrbeiterlmreauS werde» in der ,Umschau" die Ziffern angegeben, dre «ns das gitt'.k traurige B>ld der durch den Krieg hervorgerusem« Berstüimnelungen enthüllen. Im ganzen beläuft sich die Zahl her Kiiegskrüpp'el auf etwa s eck» s Millionen, davon -kommen aus Frankl eich 1,500.000, auf Deutschland 1,400.000, aus Groß« biitannien 1,176.000, ans Italien 570.000, auf Polen 320.000. D>e Vereinigten Staaten haben 245.000 Kriegskrüppel zu beklagen, dir Tschecho-Slowakei 178.000, Oesterreich 164.000, ebensoviel Serben. Kroaten und Slowenen, Kanada 88.00, Rumänien 84000 und Belgien 40.000. * Dom Jüdischen Nationalsond». In jüngster Zeit bat d.r Jüdische Nativnalfonds emen imposanten Bcrsnch zur Erschl eßuag neuer Einnabrnsquellen gemacht. Es handelt sich um cm sehr vorlcilha'tes Abkommen mit „K e t n w t m", Äiireau-Artiwivcr'andsteUe. Wien, I., Tiefer Graben 23, welchzu haben bei Zlnader dl Co. 16., LerchenfekJergilrfel 29 Zu erreichen mit Linie 46, 8, 18 iss inMBMinmnMHBMBKnananBniaHimMenni sich bereit erklärt bat. 10V» ihrer Brutto-Einnahme a» unseren Volksschah abzusühren Die Gesellschaft erzeugt Schreibmaschinenfcirbbänder unter der Marke Kctuwim, deren ausgezeichnete Qualität und billiger Preis jedem dirsbezügllchen Anspruch gerecht werden dürfte. * Stefocraen in SornjetruKland. Seit der Einführung der Sowjetpresse gab es in den Blättern keine Inserate mehr. Nu« haben die Leiter der „Jswestiia* beschlossen, daß in der Sondernummer, die in 800.000 Exemplareir erscheinen und 20'0 Rubel das Exemvlar kosten wird, Inserate ausgenommen werden dürten. Der Preis der Annonce wird sein: 10.00) Rubel für die Zelle ans der ersten Blaltseit-: und 5000 Nabel für di c Zecke auf der letzten B attscite. — Nach rwei Jahren freien PostverkrbrS steht sich die Sowjetregieruna gezwungen, zum Gebrauch von Briefmarken infolge der Wicdcreröffnung der Handelsbezielnmgen mit dem Auslande, mnick «kehren. Die Postbestellung im Inland ist auch w'ster frei und erfolgr ohne Marken. Es sollen Serien von Briefmarken auspegcben werden, deren niedrigste entsprechend der Entwertung der russischen Valuta ein Rubel ist. Als Bilder werden ans den Marken Lenin. Trotzki Kail Marx mn andere So.üalistenllihrer erscheinen, in dieselbe Umrahmung eingrfügt, die schon die Marken der zaristischen Regierung hatten. Für die lOi'-Rubel-Morke wird ein allravri'chcr Entwurf von einem bolschewikischen Künstler vorberci'et. im großen Breitformat die llasstsche Figur r nrs Jünglings m t ausgestreckten Annen, auf wechem Pferde, der eine Schar von Arbeitern führt. * Biblische Ortsnamen in England. „Manchester Guardian" erwäkint, wieviele ländliche Orte in England'Namen' aus dem Alten Testament tragen. So erzählt hier der Korrespondent, daß in den neueren englischen Generalstabtkartcn sechsmal der Nrme I e r r ch o vorkommt. während Bern Zion, Berg Ararat dreimal erscheinkn. ebenso Berg Ephraim. In Dorsetshlre gibt es einen I o r d a n h ii g r!. in Cambridgefhrre eine Arche Noah. me>>rsach erscheinen btt Ortsuamen Jaffa (Joppe), Jerusalem. Gide o.n. * Nusbau von Telegraphennnd Telephonlinien durch die Wehrmacht. Die Brigadeverbindungskomvagmen 2 und S sind nach Steiermark abgegangen, um mit der dortigen Brigadeverbindungskompagnie Anschlüsse steierischer Telephon- und Telegraphenlinien bis an die Ostgreuze Steiermarks durchznsiihren. * Boezügliche Obsternte in der Slowakei. Die „Prager Presse4' schreibt: Troh der ungewöhnlichen Trockenheitdes dresjährigen Sommers ist die Obsternte in der Slowakei vorzüglich gediehen, so daß ans dem Preßbmger Obstmarki lieberstuß an ausgezeichnetem Obst aller Gattungen herrscht. Ein Kilogramm erstklassiger Weintrauben kostet durchschnittlich K 10, in der nächsten Umgebung der Stadt K 8. * Wetterbericht. Nach dem gestrigen regnerische» Tag ist m Oesterreich allgemeine Ansherterung eingetreten. Eine sehr tiefe Depression, die heule morgens über der Nordsee erschien, zieht entlang der norwegischen Küste nordwärts ab, ohne das Wetter in Mitteleuropa zu deeinflusieu. Voraussage : Schonweiter. * Die Trommel rnft zum Schnapse. In der Slowakei wird, wie wir „Lid. Noo.4' entnehme», die Trommel gerührt, damit sich die Bevölkerung in den Branntweinschenken ihren t a a t S r n m" hole. Jede Person. Säuglinge eingefchlosien, erhält nämlich vom Staate 1'/, Liter Rum monatlich zugew'.ese». * Amerikanische Postburean» — mit Wie die „Chicago Tribüne" a«8 MinneapoliS erfährt, solle» alle amerikanischen PostbureauS mit Musik anSgestattet werden, um die Beamten bei der Arbeit auizumunteru. Der Versuche sollen zuerst in MinneapoliS durchgeführr werden. Nm Abend» wo die Leute srrsch zum Dienst kommen, soll schmachtende Walzermusik gespielt werden, nm am Morgen zwischen 8 nnd 4 Uhr, wenn sich die Ermüdung einstrllt, durch Jazz-Mnsik abgelöst zn werden. Man hofft, daß die Leute hiebet mit größerer Energie arbeiten. (Sollte man zur Berbesierung des österreichischen Pvstverkehrs nicht etwas ähnliches probieren?) * Eingestellte Untersuchung. Wir «erd«, »on dnn Verteidiger des am 22. Juni von, Sicherheitsburcan wegen Fälschung «naar'scher Banknoten verhaftete» Isaak Adlerstein, Wien, XX., Engelsplatz Nc. H, verständigt, daß die gegen den Genannten, wte seinerzeit von uns berichtet, «ingeleitete Strafuntersuchung zur Gänze eingestellt worden ist.^ * Achtung! Versäumen Sie nicht, daheutige, große Gartenfest des Vereines „Erez Israel" im Restaurant „Praterfee", 11.. Prater. Hauptallee 5 (zwischen I, »nd Ü. Kaffeehaus) zu besuchen. Erstklassige Saloukapelle. Rezitalioneu, Vorträge «sw. Begrün 3 Uhr. Karten X 30. * Ueunia. Die deutschen Alpe «lande von Wien bis Bregenz wird Franz Walde« in einem am Mittwoch den 31. d. M. llß Uhr, im Kleinen Saatr der Urania statlsindenden Lichtblldervorttag schildern. * BegrLbniffe am heutige« Tage. AlterFriedh o f: 9 Uhr 30 Min/ Winkler Sidonie, 10 Uhr Donath Jda, 10 Uhr 30 Min. Popper Alice. — Neuer Friedhof: 9 Uhr Hetrmann LtSbeth, 9 Uhr 20 Min. Nachman Wolf, S Uhr 40 Mm. Gattuer Ferdinand, 10 Ubr Böhm Jenny, 10 Uhr 20 Mlv. Wipper Bernhard, 10 Uhr 40 Min.. Adler Dora, 31 Uhr Färber Sidvn'e. 11 Uhr 20 Mm. Schart Dvaid, 11 Uhr 40 Min. Sattler Max. 12 Uhr We,ß Leo, 18 Uhr 20 Mm. Berger Mayer. * Pctroleumausgabk vom 4. September bis 15. Oktober. In der Zeit vom 4. September bis 15. Oktober werden folgende Petroleummmgen gegen Abtrerntung der Abschnute 10 bis 12 znr Ausgabe gelangen. Heimarbeiter vierzehn-' tägig je 4 Liter, Wohnungen und Geschäfte vierzehntägig je 3 Liter, PelroleumbemgSzusatzkarten vierzehntägig je 2 Liter, für außergewöhnlichen Bedarf vierzehntögig je 2 Liter und Hausbeleuchtung vierzehntägtg je 1 Liter. Außerdem können Parteien, welche ntcht im Besitze von Beurgskarten sind oder eine über ihr Bezugsrecht lunausgehende Menge bmöttgen, in begründeten Fällen beim Bezirkswirtschaftsamte Wien, Stelle 5.1., W e r d e t* torgasse 6, Erdgeschoß, in der Ze>t von 8 bis 2 Uhr Anweisungen ans Pettolenm erhalten. Der Ladenpreis beträgt wie bisher per Liter X 33°60. * Erhöhung dev Abgabepreise sSr Brennholz. Mit Wirksamkeit vom 29. d. M. werden die Verkaufspreise für Brennholz von den Lagerplätzen der Gemeinde Wun—Holzstelle wie folgt ffstgesetzt: Freies Brennholz ab M^tz in Schelten, K 3.30 per Kilogramm, Brennholz ab Platz verkleinert K3.40 per Kilogramm. Brennholz zugestellt K 3.75, Brennholz inklusive Anträgen K 3-80, Rindenabfallholz per Kilogramm K 2 »nd V8gespL»e per Kilogramm lli —.70. Rayoniertes Brennholz für Mmbestbemittelte verkleinert per Kilogramm K 2.80. * Kohlenanogabe i« den Monaten September und Oktober. Dom 29. d. M. an wird bis ans weiteres die Wochenmenge für einen ganzen Küchenbrand mit 10 dg Steinkohle (Koks) oder 20 Braunkohle bestimmt. Die Monatsmenge für einen ganzen BetrirbSbrand betrögt l00 Lg Steinkohle (Koks) oder 200 kg Braunkohle. Mr- Bezugsscheine bleibt die unter dem Buchstaben „Bm festgesetzte Monatsmenge in den Monaten September «nd Oktober anftecht.' * Verloren. Einer armen Comptoiristin ist Montag den 22. d. M. zwischen V»12 und 12 Uhr mittags aus eine» ihr. anvertraüten Paket die für ihre Berhältniffe enorme Suanne von K 176 000 in 156 Noten ä K 1000 «nd 2 Stück Zehnlausendkronennoten auf dem Wege vom Ptaterstern znm Postsparkaffenamt in Verlust geraten. Da sie bloß von ihrem kärglichen Beamte»' geholt leben muß und ihre ganze Zukunft auf dem Spiele steht/ bittet sie dm redlichen Finder inständig, gegen Abzug eines 20»/»igen Finderlohnes den restlichm Betrag m »ns«er Redaktion zu deponieren. * Die Aufhebung der Spielhölle i« Bntznee Kaiserhaus. Wie berichtet, smd unmittelbar nach der i» der Nacht zum 21. d. M. erfolgten Aushebung der Spielhölle im Badner Kaiserhaus vier Personen an Ort und Stelle im Znsammruhang damit verhaftet nnd dem Bezirksgericht Badm eivgeliefert werden. Nnn ist hier auf Ersuchen dieses Gerichteeine fünfte Verhaftung «solch Sie betrifft dm Kaufmann Werner E n g e m a n n, der „uch dem Konsortium angehört hat. baS die Vtlla erworben nnd zu einem nicht erlandte» Epiclklnb nm- . e-esialtet hat. E u g e m a n v wmde dem Bezirksgericht Babe« eingeliefert. * Tödlicher Autounfall des DirektnvS Förster der Waffenfabrik Steyr. Einem furchtbaren Unfall ist gestern nachmittags der Prokurist und Direktor der Waffenfabrik in Steyr, Herr Robert Förster, znm Opfer gefalle». Direktor Förster unternahm gestern trat die Mittagsstunde eine Automobilfahrt mit seiner Gattin nach Klagensnrt. Ans dem Wege dahin erlitt zwischen Klaus und Stehrling das Automobil ei«e Pau«r nnd. Überschlag sich. Direktor Förster und seine Gattin wurde» ans dem Wage» geschlendert und schwer verletzt. Herr Förster ist alsbald seinen Wunden erlegen. Seine Fra» wurde ins Spital gebracht. Direktor Förster wohnt in Wir», l., Teinfaltstraße 7. Nähere Einzelheiten des Unfalls sind noch nicht bekannt. * Gin Mittionendefraudant. Seit vier Tage« ist »«- Wien der Vertreter der Metallwarenfabrik Brüder B o s ch a n, l., Bäckerstraße 9, der 41jährige Karl I a r o s ch i k, XIX„ Döblinger Hauptstraße 19 wohnhaft, nach Unterschlagung vo« weit mehr als emer Million Kronen znm Nachteil der Firma flüchtig. Der Mann hat' das Geld in leichtsinniger Weise großenteils verausgabt, dürste aber immerbin noch ansehnliche Summe» mitgenommen haben. Wie hoch sich die durch Jaroschik ergatterte» Summen belaufen, konnte man naturgemäß mcht genau wissen. Erst ein Brief, dm Jaroschik au die Firma gerichtet bat, bringtannähernde Wahrheit. Ihm zufolge belaufe» sich dir Uutersckleife des ungetreuen Vertreters ans K 1,167.192. Die Verfolgung beS Jaroschik ist eingeleitet- Ans seine Ecgreifmg ist eine Belohnung von K 3000 und von n*/o der zustande gebrachten Summe ausgesetzt. Er ist mittelgroß, dunkelblond har sehr kleinen, englisch geflutzten Schunrbart, auffallend breites Grfichr. * AnrebNche Angestellte. Die Firm» Leopold Bäck, Kinderkonfektion, VI., Mariahilferstraste 30, zeigte am 34. d. M. tm Stcherhettsdmeau an, daß seit längerer Zeit im Geschäft Diebstähle verübt werden, die emm bedeutenden Umfang angenommen hätten, der sich bisher aber ziffernmäßig nicht feststellen laste. Durch Erhebmgen von Kuminalbeamten wurde» drei im Geschäft angestellte Frauen als Hauvtiäterinnen ermittelt, und zwar . die 23jährige Manipnlantin Irma Drechsler, UV.. Diefenbachgaste 38 wohnhaft, die Lijährige Manipnlantin Irma Witt nnd die 20jährige BerkLuierm Irma Klein. IX-, Türkenstraße 25 wohnhaft. Bei allen drei Frauen wurde« Ha«8durchsuchungen vorgenommen. Bei Frau Drechsler wurden Waren, die von der Firma stammen, im Werte von K 179.987.80, bei Irma Witt Waren i« Werte von K 135.947.50 und bei der Klein Waren um K 20.120 gefunden. Verwickelt in die Sache ist noch der 31jährige Platze- Vertreter Adolf Jellinek, IX., Fechtergaste 4 wohnhaft; auch er wurde verhaftet. In 'einem Besitze wurdm Waren aus den Beständen der Firma im Werte von X 5580 gefanden. Jeümek war seit etwa Jahressrist mit der Drechfler verlobt und verkehrte last täglich in ihrer Wohnung. Trotzdem will er von den Diebstählen seiner Braut keine Kenntnis gehabt haben; er behauptet, daß die Sachen, die man bei ihm fand, ihm von seiner Braut geschenkt worden find. Ein weiterer Mitschuldiger ist der 23jähng.e Lagerist der Finna Anton Marschall, lX^ Zirmnermanngaffe 1 wohnhaft, der ebenfalls verhaftet wmde. In seiner Wohnung fand man Waren der Ftrma Bäck im Werte von X 20.515. * Achtnng, Ansländer! Die Firma Dukesz * PLfiWtz, Wie«, I., Bauernmarkt 24. hat preiswert adzugebe»: Große Posten Manikür- und Kammkasteten, Bürste», Gtahlware», Parsllmmivk, Zigarette»- «nd Tabakdosen «sw. , * Wir machen unsere Leser auf da8 m mtftrrr heutigen Nummer auf der letzten Seite erschienene Inserat des Hosen-Spezialgeschäftes, V., Reinprechtsdorferstraße 50, ansmerksam. * Wiste« Sie schon das 9tenefte? Die Werkstätten für seine Herreugarderobe nach Maß der Firma Spitzer A Markus, Ii., Hollandstraße (ftuher Stephaniestraße) 1 (nächst Gtephamebrücke) vetkaufen ihr Warrnlaarr zu tief reduzierten Preise«. * Rechtsanmatt Dr. I. Koppelmann hat feine Kanzlei in Wie«, I., We'chburggaffe 9, et öffnet. . Bsreinsnachrichtew. Iugendgrupve Esra, II., Stuwerstraße t, Cafe Winkler. Morgen, Montag, um V,8 Uhr abends wichtige Mitgliederversammlung. _ Die Ernährung. Die LebensmittelmärLte. Gegen die Vorwoche haben sich alle Sorte« vo» Fk risch im Preise etwas ermaß i g t. Der Preisrückgang belnrg bei Rindfleisch K10, bei Kalbfleisch in mittleren und mmderen Sorte» gletchfalls K 10 und bei Schweinefleisch in minderen und mittleren Sorten bis K SO per Kilogramm. Die Fleischankünfte find anhaltend gut, das Angebot war vollkommen ausreichend. Aus dem Geflügelwarkt sah man G ä n s e, das Stück bis z» 8 800/ dt«#*®’ 5 Ulte billige Preise in hochfoinen Herren» und Damensioffen WionBf RßStOHIllßSSß infolge alten Vorrates finden Sie in der nur VL, Windmühlgasse Nr. 2