Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 927 (26.8.1921)
- Date
- 1921-08-26
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SM 4~~-_Men. Frelkäg__ Die Koste« -er oberschlefische« Besatzungsarmee. Verlar, 25. Augrlst. Das ,berliner Tageblatt" meldet aus Breslau, daß sich nach einer Mitteilung der Jnteralti irrten Kommission die Kosten 'der De--, sertzungsarntec in O b e r s ch lc s i e n bis August d. I. auf 91> Atilliarden beliefen. Die DeschlLsse des deuschen kommmristische« Parteitages. ^ena. 26. August. D:e Redcrlnonskommission des kommuuist.schen Parteitages hat uunmehr die Resolution fertiggestrllt. Aus dem Wortlaut der Resolution ist hervorznhebertt Der Partei« lag stellt nck auf den Boden der Beschlüsse des dritten Moskauer Weltkongresses und ist bereit, die Partei aui die Dirrchiührung der Beschlüsse einzustellen. Der Parteitag anerkennt die Berechtigung der in den Thesen enthaltenen Kntik an der Märzaktion und wird die Lehre» dieser Aktion bei den kommenden Kämpfen ariwenden. Die Partei hätte die Fehler eher überwunden' wenn nicht die D i s z r p l i n l 0 s i g k e! t der Sowjetx r n v p e und ihr Kamvs gegen die Partei fit daran nehinderl batten. Die Lehren der Märzaktion find: 1. Genaue Analyse der kon'reten Situation nnd sorgMrge Vorbereitung aller Kämpfe, engste Verbinduri der Pute' nnt den breiten Masten, Entfesselung von Kämpfen Ziele, die jedem Arbeiter verstöndltch sind. 2. SorgfalÜKer Ausbau nud Du chdringuno der Organiiak'-nen mit rnrhiit'uchcm Kampjgem und eiserner Kampfdrkziplm. . 3. Uebcrwindnng gleichermaßm aller rechtsopportunistischen, »ur Passivität neigenden Tendenzen wie anÄ revolutionärer Ungeduld und wortrovikalrr Phrasen. Strnnes liefert Stahl nach Amerika. Slew-Durd, 25. Angsst. (Tel.-Komp?. Aus Pittsburg wird gemeldet, dafi Aeußerunarn von Berirttern der renifchrv Bank zufolge die Gruppe Hugo S t r u n e 8 m l den Der« «nrgten Staaten einen Berrrag über die Lieferung von' einer M:llwn Tanne« deutschen Stahls abgeschlossen hat. Dm Preise der dentichrn:Produzenten sind wesentlich niedriger als die Preise a«f dem amerikanrichen Stahlmarkt. Japan nimmt an der Abrüstungs« Ksnferrnz teil. Wnshingto-n, 2o\ August. (Reuter.) Der fovanische Botz Laster hat dem Stuats'^partenieul besann'gegeben, daß Japan die Einladung zur Teilnahme an der Ab rüstun gsron fereu. z gerne an nehme- Auflösung der Agramer Stadt- Vertretrrng. Graz. 25. August. Wie die „Tagespost" aus Belgrad meldet, habe es in dortigen politischen und Regierung'skreistn un.ieüsa»les Aufsehen hervorgerufen-, da-; der Agramec Gemeinde rat, dessen Mehrheit aus Separatisten und Frau »-Parteilern besteht, beschlossen hat, keine Abordnung zum Leichenbegängnis des Königs Peter nach Belgrad zu entsenden, und daß er auch keine Trauersitzung abneyalten hat, mährend alle übrigen Städte und größeren Gemeinden Kroatiens und Slawoniens bei der Leichenfeier vertreten waren. Der Gemein berat vpn Agram soll in nächster Zeit aufgelöst und , ein Regt e r u n g s k 0 m m i s s ä r zur Führung der Gemeindevermaltung eingesetzt werden. Agra«, 24. August. Amtlich wird gemeldet, doß die tönigl'.ch kroatische Laildtsregururig die Vertretung der freien königücheu Stadt Agram aus dem Grunde aufgelöst habe, weil dn Mehrheit der Stadlvertretung durch ihre Haltung und ihre Beschlüsse die Mitwirkung der Stadtverwaltung bei den Tranerfeierlichkeiten fürKöni g.P e t e r verhindert hat. Tagesbericht. Der XH. Zionistenkongretz. ^snferenz der jüdische» Ingenieure und Techniker für de« Aufbau Palästinas. Gelegentlich dc§ XU. Zionifimkongresses findet am SI.d. M. und den folgenden Tagen in K a r l S b a d eine Konferenz der diverse» Landesverbände jüdischer Ingenieure undTechnikerfürdm Aufbau Palästinas statt, an der Vertreter ans den meisten Staaten Europas, den Vereinigten Staate» Nordamerikas und Palästinas tnlnehmeri werde». Der Verband jüdischer Ingenieure und Techniker für den Ausbau Palästinas in Wien wird dmch Ingenieur Ignaz O k r i n z e r, einem Fachmann auf de« Gebiete des Sied- ' »ugsbauwesenS, ö et treten fern. Die Tagesordnung der Konferenz lantet: 1. Wahl veS Bureaus. 2. Bericht der Landesverbände über ihre bisherige Tätigkeit. 3. Arfammeafchluß aller Landesverbände z» eine« Weltverbände mit dem Sitze des Bureaus in Palästina. 4. Die verwaltungStechuischm Voraussetzungen und Maß» »ahmen für de» Ausbau Palästinas. 5. Die technische» Fragen deS Aufbaues: ») SiedluvgSweskn. b) Verkehrswrseu (Eisenbahnuod Straßenbau, Kösteuschiffahrt). c) Wosterbanteu und Wasserwirtschaft. ä) Industrie und Gewerbe — Voraussetzungen und Möglichketten einer Entwicklung derselben (Krastanlagenl. «) Berussuoischickturig. 6. Grimdimg einer techuischru Kachzeitschrijt m Palästina Wiener Morge«zeftmrg__ Mitteilungen ans dem Publikum. Ein gestricktes wollenes Kleid, m Wiener Fabrikat, 5000 Kronen ALiSESlT üß^TZl^fEüfSj, KoHlmeBWsasse 3fr. S Der Schrei nach dem Gitterbett! Man schreibt uns: Oestcrnich hat entschieden Pech. Seine genialsten strategischen Begabungen kommen erst jetzt, drei Jahre nach dem katastrophalen Zusammenbruch, zum Vorschein. Da ist zum .Beispiel eiü Herr G a t t e r m a v e r, der seine freie Zeit und über solche scheint er im Neberflusse zu verfügen — zur AuSärde'tung umehlbarrr Feldzügßpläne gegen — nun, gegen wm mobilrsiert »in Frredensstratege? — scldstverstärdlich gegen „A l lj u d a" benützt. Für den w-itfchauenden Feldherrnblick und den weitausgrerjendev Tatendrang Zeines solchen Genres ist der enge Nahmen des A » t i se mit euch u n d e s ju enge und so will er „die Unmhl arischer Verbände, die alle den Arierparagraphcn in ihren Satzungen haben, mit rem (Antrsernilenbund zn ünem organischen Gebilde' vereinigen"'. Und pathrtisch ' rn't er aus: «Den Strom ihres Kamvlesivillens gegen Juda i n e i n B e t t zu leiten, das nräre eine Tat!" Nun, vielleicht fühlt sich der D'.rektor der berühmten Anstalt t e i u ch o durch die i':ftürc der Ga'Iermayerschen „Anregungen" zu dieser Tat bewogen und er stellt dem übergeschnappteu Dercinsmaier eineseiner verläßlichen Gitterbetten zur Verfügung. Was für ein Bett käme denn tonst noch für einen „Kampfeswillen" in Betracht, der über leine Z;ele folgendes cmS der Schule schwätzt: .Aus einen Wink von der Zcntiolc aus würden, um nur ein Beispiel anznfiihrcn, an einem Tage in grmz Oesterreich Ver> Sammlungen abgcholten, die kundtun, daß die Zeit der Schonzeit für Inda vorüber ,st Uebergriffe der Juden könnten sofort im Keime erstickt werden. Die Ver" b'.ndung mit ant'seminschcn Verbänden anderer Länder schüfe dann dir Unterlag' zm antisemiteschen I.nternatioinle als Gegenflewicht Sur ^llmnoe' i»rs4üts. Dann wird nickt eher Rast und Ruhe sein, ehe nicht ber fo.-ttb der Aner aller Narionm m.i t z e r-! ch m e t t e c t e u G l i e d e r u v e rr ö ch e l t am Bodenlicgt." Ein Feind, der noch v e r r o ch e l t über z e rs ch m e t t e r n d e . Glieder verfugt. Nt wirklich höchst gefährlich und Ran begre-tt es, drch Herr'G^'termäyer 'mit ihm auf ebenso lmve'.söhnlich'm KriegSsüs; lebt wie mit der deutschen Grammank. Leid er hat rr ue Erf chtung wacken miissr'n, ^daß - der Anirsemitcnbrmd a ü ß t rba! d Wrens n t ch t jene Schlagkraft mtwickeln kann, die im Interesse der Sache notwendig ist": Es ist von den "Juden wir klich - rücksichtslos, d.iß sie auf dem flachen Lande .u spärlich vertreten sind, um der ant'> semitisch'n Schlagkraft ein halt Wegs entspi echendes Objekt abzngeben-. Oder sollte dös konstatier:e Manko am S u b j r k i -liegen?'Zeigen.sich v-elleitt, die „Mscherk^u vom Lartd*- für die ..„Auregungcu7der Herren Gattcrmahor und Konsorten nicht so leicht tmpfan-zlich?-Das wäre kein Wunder. Denn , die Bauen; haben sich seit KrirgSallSbruch den Stäkt rn schon oft genug als überlegen an Rasfin' ment urd Gehauldeit erwüsen und was die ^Herren vom Antilemstenbuud. der Iittelligenz ihrer Jünger zu;D muten wagen, zeiczt neuerlich ein U'.tll-l der „DeursLöst.-reichischen Tagesze tung" über den „Ursprung der zionistischen Proiokolle*. Diese find bekarimlich dereinst von den »Timeö" m der antisemitischen Traocsiierung veröffentlicht worden. Erst jüngst haben nun dieselben „Trmes* einbckannt, daß ste damals schmählich ausgesessen sind. Während sich aber die Antisemiten bei ihrer Hctzaiberr auf die Autorität der „Times" stützten, ignorieren sie jetzt den Widerruf des englischen BlatteS und zitieren daiilr ein ganz unbekanntes französisches, das als den Autor der „G heimnifse von Zion" Rabbi Ascher Ginsberg, genannt Achad-Haam, entlarvt hatte. Auf einmal sehen also die Deupchnationalen in den französischen Zritirngeu fäiie „Lügner und Verleumder fremden Volkstums" mehr, sondern vollgültige Zeugen zur Entlarvung politischer Verbiechergenofienschaften. Was wüd Ln^e -torff dazu sagen? _ Obdachlose Schriftsteller. In einem Rundschreiben an alle Verleger und Redaktionen, deren Mitarbeiter er ist, tritt der bekannte Berliner Dichter und Kritiker Julius Bab die Flucht in die Oeffentlich^öit an: „Ich bin soeben mit meinem gairzen Haushalt, zu dem,, einige Untermieter eiNLerechnet, neun Köpfe gehören, a uf die Straße gesetzt worden. Es ist dies das Werk des Mgentümers eines Miethauses in Gnmewald, in dem ich' seit elf Jahren iw besten Frieden gewohnt habe. Die zahlreichen Behörden, an die ich mich! int Laufe der Zeit um Schutz wandte, haben teils nicht den guten Willen, und teils nicht die Macht gehabt, mich' zu schützen. Da meine Bibliothek auf dom Speicher steht, auch der größte Teil meine« Papier« und Aufzeichnungen mir unzugänglich ist, und ich vor allen Dingen keinen! eigenen Raum zum Wohnen und Arbeiten besitze, wird' weine Arbeitswöglichkeit in nächster Zeit naturgemäß sehr beschränkt sein." Ein Seitenstück zu dieser Delogierung bietet die Kündigung der Wohnung^ des Wiener jüdischen Schriftstellers Hermann Blumenthal, über deren gerichtlichen Ausgang wir kürzlich'berichtet haben. Blunrenthal hat seit Jahren eine Wohnung im Hause, Tigergasse 1 inne. Die Besitzerin dieses. Hauses, Frau Anna Hofstätter, welche in einem anderen Hause im vierten Stock wohnt, kündigte ihm die ' Wohnung, damit sie selbst diese Wohnung beziehen könne, weil es ihr unmöglich sei, vier Stockwerke hinaufzufteigen. Sie sei Herz», leiderch und von den Aerzten sei ihr gesagt worbet;, 26 Dugüft 1321 _Üftr, 92T" daß das Stiegensteigen für sie botbringend sein könne/ 9!ach' Einvernehmung von Gerichtsärzten, welchp be-i statt gten, baß das Stiegensteigen für Herzkranke mit ' Lebeitsgefahr verbunden sei, erklärte das Bezirksgericht! die Kündigung für wirksam. Weber öfie von de« Av. i kündigten dagegen eingebrachte Berufung fand vor einem Ferialsvnat des Zivillandesgerichtes unter Vorsitz des Hofrats Dr. Stein die Verhandlung statt. Di« Berufung stützt sich darauf, daß der von bet' Klägerin geltend gemachte dringend« Eigenbedarf nur ’ dann vorläge, wenn sie selbst keine Wohnung hatte.; Es handle sich ihr eben nur um einen Wohnungswechsel und dieser komme in'der Zeit der Wohnungsnot ganz'j außer Betracht. Der Berufungssenat gab der Berufung) keine Folge und bestätigte das erstrichterlichei Urteil, weil für die Klägerin, wenn sie auch eine 38Bto§*4 nung habe, der Wohnungswechsel notwendig sei. Das Gericht hat also Lebensgefahr für die klagende i Hausbesitzerin ange,;vmmon und ihr die Wohnung zui gesprochen. Was der delogierte Schriftsteller nun ohne Wohnung machen soll, ist nicht Sache des klugen .Kadi. Folgerichtig hätte man Blumenthal die bisherige Wvhi nung der Klägerin zusprechen müssen — dies geht' aber über die Befugnis des Gerichts. Der betreffende! Hausherr hingegen, erktärt, baß er keive jiMM' schon Parteien aufnvhme. Auf diese Weise werden, alle .MeterverorduunLeu.! in ihr Gegenteil verkehrt. Die Zweiteilung der Kompetenzen zwischen Gericht und Wohnungsamt führt zu derartigen Konflikten, die oft zu einer schweren Schäbignng des wirtschaftlich' Schwächeren führen, wie es der oben geschilderte Fall beweist. Läßt sich in dieses^ Chaos nicht wirklich Orbnwrg bringen? ■ Das SchiMal der Baro« Hirsch- Schule« I« Galizien Bekanntlich hat der bekanntc' jüdisch« Philanchvop Barvn Hir sch vor, mehr als 30 Jahren mit einem Grnnbstmds von 12 Mil liouen Franken tu Galizien w:d der. Bukowina 50 Mische Volksschulen begründet, welche dazu . dienen sollten, der armen. jüdischen Masse weltliches Wissen zu vermitteln, ferner sollten aus dem erwähnte« . Schulfonbs die Schüler Stipendien zur Erlernnng eine^ Handwerkes sowie Unterstützung an Kleidern, Essen;isw. erbalt^n. Güter hebräischer Unterricht sollte dafür s.wgen, daß die Kinder, welch« die Schule ftequentieren dem jüdischen Wesen verbünden bleiben. . Aber die guten Intentionen deS Gründers der Schulen wurden durch die Derwaltüug drS Schulfonds, die in Wie» sitzt, durchaus ‘ nicht zum richtigen Effekt gebracht, Eine' überhastete Gründung von zu viel Schulen, gewaltsame Lssrmilaüonstendenzen, welche dt« Verwaltung einführte, und vor'.-'ÄnriW^'^''sÄÄ»Fie!re Wirtschaft ließüi das' , Hirschsche Schülwerk bald von seiner 'anfänglich hohen Stuse herabsinken. Das Defizit wuchs trotz' des schon für FriedoiSzelten reichen Grundfonds von Jahr zu Jahr und um m sparen, begann die Verwaltung cm der mrrichtigsten Stelle: Sie verringerte dte Lehrerzahl, Mauserte bei den Gehältern der Lehrer Utid bei teil Unterstützungen an die ärmsten Schulkluder. Dann wurden einzelne Schulklasse» und später ganze Schulen (zum Beispiel in Stcmislan, Kolonica, Sniathu, Borhslaw, Zloczow) geschlossen, so daß es im Schuljahv 1913—14 nur noch 33 Schule» mit kaum 130 Lehrer» (gegenüber den ursprünglich gegründeten .50 Schulen mit 260 Lehrern) gab. Die Achülersvequenz betrug .5000 bis 6000. i Der Weltkrieg brachte bann de» völlig«« Rvl» der Hirschschen Schulwerkes. Die Schulgebäude wurden zerstört oder ftnst unbrauchbar gemacht, die Lehrer flü chtete n oder kanten an den Bettelstab. Das Wiener Kuratorium sab dieser Zerstörung untat rg zu. Im Schuljahr 1918—19 gab es dann wieder ein Lebenszeichen, indem «s die Lehrer (es waren etwa 80 bis 90 übriggeblieben) in ihre Dttttsv' vrte zurückrief. Für den Unterricht wurden ihnen Ent« lohnungen von 160 Kronen und eine ZkriegSzulage von 250 Kronen monatlich zugesagt, aber diese Zahlung erfolgte nur ein paar Monate, denn b ald verständigte das Kuratorium die Schulleiter, die österreichische Regierrmg hätte das SchulstistuügSvermögen mit. Beschlag belogt und zahle auch dm Zinsen nicht aus, weshalb die Lehrer nicht bezahlt werden Löimten. Die Schulen seien daher zn schließe», die Lehrer wurden vom Dienst enthoben, vorläufig werde, itzuen der Gehalt von 150 Kwnen ausgezahlt. Damit war bas Schicksal der Schulen öcksietzebts Es begann dann eine Zeit der Agonie, wo die Schulen, nicht leben und nicht sterbe» konnten. Durch das Lemberger^ Hilfskomitee ließ das „American Joint Vommittee" vom- Oktober 1920 an de» Lehrern eine monatliche Unterstützung von .700 bis 1400 Mark cmszahlen, wofür sie in einigen Schulen zwei bis drei Stunden täglich unterrichtete«. Im . Schuljahr .1920—21 vegetierten aus diese Weift 12 Schulen 'mit 45 Lehrern, frequentiert von etwa 1500 Schulkindern, s Dieser völlige Zusammenbruch einer jüdisch-kultttrellen Institution, die überaus segensreich' hätte wirken können, wäre sie ün Geiste wirklicher 'jüdischer Kultur geführt worden, ist ein trauriges Kapitel in der Geschichte des Schulwesens. Seit zwei 'Jahren verhandelt das Wiener Kuratoriitm'. mit der Aalnischen Regierung, um eine größere Subvention für die Schulen zu erhalten. Die Lehrer, welche wissen, >rß die Wirtschaft des KuvatorrumS ihnen und den Schulen -äne gedeihliche Entwicklung nicht gewährleisten kann, häbar sich in ihrer Not an die polnische Regierung mit der Bitte: gewendet, aus Grund des Vertrags von Saint-Germain bas StiftuitgSvetulögeti i zu übernelmien. und die Baron Hirsch' Schulen m staatliche Berwaltturg zu netMen. Bisher stehe»'