Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 927 (26.8.1921)
- Date
- 1921-08-26
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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-k. 927 - Wie», Freitag bis ungeklärten politischen BerhAtkkisse kn Ostgalrzie« diesen Benrühunge» im Wege. ES ist übrigenbezeichnend, daß daS Wiener Kuratorium, das all."seinen Aufgabe« hilflos gegenübersteht, diese HilflosigLett noch mit Eitelkeit paart, indem eS die ihm von verschiedener Veite, darunter van der Zionistische.« Partei Ostgalizrens, angebotene Hilfe „aus Prestigerücksichterck^ entschieden ablehnte. MS nun die Lage der Schulen und der Lehrer immer unhaltbarer wurde und die Dinge sich beveits zu einem osseuen Skandal auswuchsen, raffte sich das Kuratorium endlich wieder zu Verhandlungen mit der polnischen Regierung auf. gm ihr doch bas Stiftungsvermögen zu übergeben. Es wird jetzt eine Transaktion in der Art geplant, daß daS Stiftungsvermögen der Baron Hirsch-Schulen, das bet der österreichischen Regierung in Südbahnprioritäten angelegt ist, uu£> heute etwa 150 Millionen polnische Mark betrügt, veräußert und in polnischer Staatsanleihe angelegt werde. Bon den fünsprozeiitigen Zinsen, welche mehr als 7 Millionen Mark betragen roerden, sollen 20 Schulen mit 70 bis 80 Lehrern erhalten werden, was allerdings fraglich' ist, da der Betrag den Schulen eine sehr enge Entw icllnngsmö glichleit gebe. Wie hie Erziehung unter solchen VerhäKnisftnan'ssehen wird, und «ob sie sich überhaupt noch' werden halten können, ist auch noch sehr fraglich'. Sicher ist. daß daS Kuratvrinrn, welches so vollständig versagt hat, durch ein solches ersetzt werden soll, in dem bic. Vertretung der galtzischen Judenschaft sitzt, die etn Interesse an den jüdischen' Baron Hirsch-Schulen hat. < Die Scholle. (Aueinem Ferialtagebuch.) Ich weilte in einem glücklichen Take Tirols. Alte, große Bauernhäuser, breit und mächtig hingestellt, jedes eine feste Burg. Wie zärtlich sie diese Häuser Leben! Kaine freie Minute, da sie sich mcht darinnen zu schassen machten — wie ein Kind einen geliebten Gegenstand immer wieder aus der Hosentasche holt und blankputzt. Blühweiß gescheuert dir Diele, jedes Stück Hausrat vom Urgroßvater . ererbt nnd ordentlich aus geräumigem Platz untergebracht. Protziges, bauchiges Küchengeräte füllt die Schränke, die Mauern sind irisch getüncht, die Eichenbank vor dem Haustor ist einladend. überreich und festlich der 'Blumenschmuck der Fenster und Holzgänge. Trotzig-schön find diese Bauern-Herrerrsitze. Du weißt es, geneigter Leser, aus ungezählten Romarreir, Reisebeschretbungen und Bauerndramen. Aber du und ich, wir Sühne des .vielgewanderten Volkes, dem solches Glück seit grauer Vorzeit versagt blieb — wir sehen bei solcher Betrachtung doch manches, war kein Tiroler Volkslied kündet: Wie gütig ist bi« Scholle, wie ist sie dem, der in ihr wurzelt, Hortfund Anwalt! Sie verklärt sein« menschliche« Schwächen und befiehlt dem Fremden Hochachtung, wo er Geringschätzung empfinden müßte, kräuselt siine Lippen zu lvahlwollendem Schnrunzeln, wo sie sich zu eurem gehässigen Fluch öffnen würden — wäre das Dbenschenkind kein erdgewachsener Tiroler Bauer mit freien, blauen Augen, mit schrvieltgen Händen und mit dem Jodler m der Kehle, sonder« etwa ein verdrückter, schmalbrüstiger, langröcktger Jude. Die Folie „Hans, und Hof" gestattet dem Aelpler vielfach einen Krämergeist, eine trockene, filzige Kargheit, die ihresgleichen sucht. Der Höfegeier aus Schönherrs „Glaube und Heiniat", der die Bauerngründe zusammenkauft, überall, erscheint, wo eine Vauernexifienz zugrunde geht, und das Anwesen pfiffig an sich' bringt, ist Alpengewächs, wie Enzian, Almenrausch und Edelweiß. — Jener schöne, angenehme und so sympathisch schlichte Mann entpuppt sich als ein. gehallter, mit allen Salben geschmierter Unternehmer, der nutzt bü»ft sät und erntet und herrliches Vieh züchtet, sondern außerdem und überdies eine Lederfabrik besitzt, mehrere sehr umfangreiche Sägewerke fein eigen Nennt, wett rin Umkreis die Leute in Abhängigkeit gebracht hat. — Jener Uhrmacher dort erweist sich als e>« gefinkelter Geldwechsler und sämtliche Krcimersleute dieses gesegneten Tales verstehen sich überraschend gut aufS „Hmaufmrrnerieren". Liebliche Aeußerungen menschlichen Eigennutzesnicht ärger als anderswo und gewiß nicht allgemein gültig« Charaktereigenschaften dieses gesunden, offenen, lrebenswerten Menschenschlages. Aber in anderen Bretten und bet anderen Leuten mit schärferen Gesichtszügen und südlicherem Gehaben wrrd ein weit weniger herzloses Maß von Selbstsucht, Geldgier, Geschäftsgeist einzelner vom Beobachter ganz anders gewertet. Dort steht die Scholle hinter ihnen und man lächelt vergnüglich. Hier sind es Heimatlose, Vogel freie, und es stellt sich blindwütiger Haß ein. O. D. Wiener Messe. D e Zentralstelle der Handelsvertreter, Kommissionäre und Aeisendin in Oesterreich für die Wieuer Messe erläßt folgende« Ausruf an sämtliche Mitglieder des Zrnllalvrrbandes drr Haadclsvertreler (protokollierte und nichtprotokvllierte) rund drs Vereines re.scnder Kaufleute Oesterreichs' sich sofort im Kataster ch entweder persönlich bti der Zentralstelle (Gremialhandelsichule),!^l>, Uchatiusgasse 9, nach Branchennnd Sprachkenntniffen gev'dnet, anzumelden oder l») s ch r i f 1 l i ch an die be. treffmde Körperschaft, wohin angehörig ist, und zwar - ^riMotoÜicite Vertreter und Kommissionäre, ^..Schwarzenberg- Platz 16; nichlprotokolliecte Handelsagenten, L, Werdrrtvrflci1icl4: Verein Reisender Kausleute. l., Stnbniring 2, nnd mar lärmen für diesen Kataster nur solche berücksichtigt werden, welche a) bis vo. Jmu 1921 ,dgß O^Wrdrrecht als .Bert!et« »der SBieaet Morgenzettimg 26. August 1921 Seite 5 —.——-1-——-:_ Kommissionäre und bereits dm Gewerbeschein besitzen oder b) die Mitgliedskarte bis SO. Juni 1921 vom Verein Reifender Kanfleute haben. Anzufuhren ist: Name, Adresse, Alter: Branche- und Sprach kruntniffe, ») Gerrerbrscheinnuinmer, Datnm des Gewerüescheines. b) oder Mitgliedska, temwmmer des Vereines Reisender Kaufleute (Datum derselben). Für welches Land haben Sie Jnterefie? Messeumlagegebühr (inklusive Meffevcrtreterabzeichen nnd Legitimation) K 150 ist bei Ausnahme zu erlegen Ungarische Hetze gegen die Wiener Messe. AuS Budapest wird uns berichtet: Die Boykottaktion gegen Wien und-Oesterreich wird mit betr itt Ungarn bewährten Mitteln der Verleumdung unter Hochdruck der offiziellen Kreise , in immer breiteren. Schichten der. Bevölkerung betrieben. Die vor, kurzem entstandene Organlsation „Dre werße Tulpe" hat sich als nächstes $iet den Boy kott gegen die Wiener Messe gestellt. Dieser Organisation gehören alle jene militärischen und Zivildesperabos an, die bisher auch offen militärisch.-organisiert waren und deren Formationen infolge der Abrüstui!/- und Entwaffnungsbestimmungen.des Trianoner Vertrages schvMbar aufgelöst wnrden und jetzt' in anderen Kampforganisationen beisammengehälten werden. Durch den Boykott gegen Oesterreich, ergibt sichfür^. diese. Elemente ein - neues Erpressungsgebset . und dieselben/' Jndrbiduen, die bisher, in Uniform ober als Zivilisten verkleidet, an Juden erträgnisreiche Erpressungen begingen, zwingen jetzt die/jüdischen Kaufleute und Industriellen, nicht nur. sich dem.Boykott, der letzten Endes nur Ungarn selbst wirtschaftlich, schwer schäbigen muß, mitzumachen, sondern sich gar an die Spitze der Boykottbewegung zu stellen und sie mit reichen Mitteln zu versehen. - Der Heiratsschwindler GekrrUes. . Wie berichtet, hat ein Mann, der sich Gregor S ze kulies nannte, die Tochter eines Pensionierten Bankbeamten geheiratet und sie um ihre ganze Habe gebracht.. Der Mann schützt« bar, daß er von den „Suchy-Werken" zur Filiale nach Kufstein versetzt sei mrd den ganzen Hausrat dorthin bringen müsse. Die Möbel hat er bei einem Kaufmann in der Leopoldstadt verkauft. Die üüngen' Sachen, Wäsche, Kleider, Schuhe, Schmuck und zw« Klribflssrl, hotte er am 1. d. M. in einem. Lastenautomobil for'tführen lasfeti, während seine Frau tit der - Sommers v t sch e weilte. Man nahm an, daß er auch diese Sachen, die einen Wert von einer halben MiI'l lon haben, verkauft hat. Auf Grund der Zeitungsnachricht sich nun die Firma gemeldet, die den Transport besorgt. hat. Es ist die „Internationale GepäckSverkehrs-Gesallschast m. st. H., Wien,' 1. Bezirk, 'Sonnenfelsgasse -8, D'ur^ sie ließ Szek>llicö die Kisten und Fauteuils am 1. d. M. ab holen und sie bei Ihr bis zur angebliche« Weiterbeförderung nach Kufstein eirrlagevn. Die Sachen ließ er sich von der Firma mit 50.000 Kronen belehnen. Mit dieser Summe hat sich der Hochstapler begnügt. Die verlassene Frau, die durch den Streich um ihre ganze Habe gekommen zu sein befürchtete, kann nun wenigstens den Teil gegen Erlag der 50.000 Kronen zurückerhalten. Don dem Hochstapler feh lt jede Spur. Der König der Taschendiebe. Wie berichtet, wurde in Stockerav ein langgcsircht«. mutmaßlich internationaler Taschendieb drrhaitet, der in den Kreisen feiner Zunftgenossen neidlos den Namen de8 „K ö n i g S der Taschendiebe" e'.ki-.iltcn hat. Er hat am 13. d. M« einem Kaufmann in eii'em Stadtcafi eine Brieftasche mit K 1<>9.000 gezogen. Der Mann hatte P.ipiere ans den Nomen Karl Demel bei sich rmd^, ist Unter diesem Namen auch in Prag itnb Deilin angehalten worden. Man mutmaßte, daß der Name falsch sei. nnd die Bermninng bat sich auch als gerechtfertigt erwiesen- Gestern hat sich im Sicherheitsbnreau der Rauchfangkehrermüster Karl Swedlo, Vll., Lindengasie 15, gemeldet nnd mitgeteilt, er kenne den wirklichen Karl Demel, der Handelsagent sei Md bei seinem Bruder, einem Bahnbeamten in Villach, wohne. Als der wirkliche Kar! Demel im Avril l. I. zu Besuch bei Swedlo weilte, sei idm, vermutlich in einem Straßenbahnzug der Linie „5* die Brieftasche mit etwa K IcO) nnd Papieren ge kohlen worden. Vermutlich war der „König der Taschendiebe* der Täter und hat fidj nun den Namen deS Bestohlenen beigeltot. Wie der Mann in Wirklichkeit heißt, ist dermalen noch mibekamit. Man nannte ihn in der Langfingergilde auch den .Ungarisch tn Ferrh* und er legte sich auch den Namen »F e r r p Kürschnerbei. Sein Bild nnd seine Meßdaten sind den internationalen Be" Hörden eingeschickt worden. Vielleicht wird aus diesem Wege seine Entlarvung möglich werden- * Ein bedauerlicher Uebergriff. Aus Neustadt a. d. Waag (Slowakei) wird der Bratislaver „Zeitung am Abend" geschrieben: Per der hiesigen jüdischen Bevölkerung herrscht infolge eines empörenden Zwischenfalles große Erbitterung. Der Nabbmatsverweser Samuel Weiß, der feit '1908 in Mbove wohnt, dessen Z u st ä n d i g l e i t jedoch,, ungeachtet seines wiederholten Ansuchens, keine Erledigung findet, wurde bereits dreimal ausgetviesrn und mnt verflieg sich der Oberstuhlrichter zu der Verfügung, daß der Rabbinatsverweser, eür alter Jude mit zehn Kindern, binn eit '24 Stunden fort müsse, obzwar einer seiner Söhne als aktiver Soldat der tschecho-slöwakischen Armee angehört. Der Jüdische Volköverband intervenierte im Ministerium in Preßbnrg. Ministerialrat Dr.-D'v lejs nahm sich des Falles an und verfügte telephonisch, daß die Erledigung der Affäre um einen Monat aufgeschoben tv-rde. Nichtsdestoweniger sah sich der Oberstnhlrichter zu einer „Aktion" veranlaßt. Drei Gendarmen sollten den Nabbinatsverwestr aus dem Tempel holen. Die jüdische Gen»7.i>cde oevcmjtaliele eine Prvtestvc.rsamnilnng. D.cr Jüdische Volks Verb and intervenierte im Mmi sterium. Es wäre hoch an der Zeit, daß die BeaurtenwifKÖt in der Slowakei einncal ein Ende nähme. * Einladung Einsteins nach Autzland. Brr BollS«- komm'ssar,für^Dilduikgswesen Lünatscharski hat Pr»-, sessor Einstein im Namen der Sowfttregiernng narb. Rußland emgeladcn, rnn dort eine Reihe von Vorlesungen über die Relativitätstheorie abzuhaltm. * Bereinigte hebräische Schule« in Wie» (Sekre»'. tan'at : II., Große Mohrengaffe 16, 32). Einschreibungen für daS, Schuljahr 1921/28. Am 1. September l. I. werden m den »ach»i stehenden Schullokalen hebräische Kurse für E'wachsene, Jugend« licke nnd Kinder beiderlei Geschlerdleö vom 6. Lebensjahre ans» wälts eröffnet: ») II-, Große Mobrcngafie 16/22. d) Hl., Erdbergerstraße 15, c) XX., Othmarpasse 46, ä) XX.. Bäuerlegaffe 36. Die Aufnahme erfolgt vom 89 d. Man für a) Ik., Große Mohrengaffe 16. 5 bis 6 Uhr an Wochentagen; für b) Hl., Erdberg straffe 15. Dienstag, Dönncrstaa 'jA. bis V;5 Uhr. Svnntan U bis 12 Uhr; ftrr o) »nd ä) XX., Othmaraaffe 46, 6 bi» 7 Ubr an Wochentagen. - Es wird ersucht, die Einschreibungnv raschest vorzunehmen, um Verschleppungen beim Begmn des' -Uvrerrichts zu vermeiden. Das Kuratorium der «Machl'katz Iwrithdes Judricken SchulvereineZ. * Neue jüdische Zeitungen ru Litauen. In K own» erscheint seit dem 19. d. M. ein neues jüdisches T a g b l a 11; mit dcmotrat'scher Tendenz »D i e N a j r s" unter der Redak-' nan von A. Mukrmii. Die jetzt ht Kowno befindlichen jüdischen Schr iflnr'üer, wurden als Mitarbeiter gewonnen. Ferner gibt dir ,-llgudaß Jksrörl" in Kowno eine Wochenschrift unter dem Titels „Jüdisches Leben" heraus. * Begräbnisse «m heutigen Tage. Hüt* Fried» b o f: 9 Uhr Broian David, 11 Uhr Dr. Bieter Otto. -- N eue r F r i e d b o t: 9 Uhr 20 M>n. Sitzer Woif, S Uhr 40 Min. Koritschan Therese. 10 Uhr Kaff Ädrrenne. — D 8 %• l i n g c r F r i e d h o f: 11 Uhr Schweitzer Erich. * Ernwanderung nach Amerika. Eine« soeben, erschieneven Tätigkeitsbericht der für den Monat Juli zrk« folge find im Laufe dieses Monats 4740 jüdische 91 «• wandrrer -mtf 41 Schiffes imRew - Borker Hak« ringe-/ »rossen. Von der Gesamtzahl der Ängelommenm wmden dloh 33 deportiert. (I. C> B.) Ein Hilferuf Nansen«. Nansm hat ans Riga em die ^Internätionale Verc-n gung zur Rettung der Kinder"'ein Telegramm gerichtet, in dem er um rasche Hilfe für di« hUttzemde» rulsischert Kinder bittet. / * .Glne bestoh/enL Schwedin. Ein falscher Pakektrager stahl gestern abends , am. Rordw>sthabnbof der Inge HeimertS» Gaatr rrns Gömlc in Schweden, im Hotel Ederervos wohnhaft. , emcu Reisekorb mit Wäsche und Wertsachen in der Höbt von! mehr als 100.000. * Welterbcricht. In dem Unentschiedene« Kanchf der Westwinde (Schlechtwetter) gegen die kotttrncutalett Osiwintze (Schönwetter), grefft cm neues Ties im Nordwrstrn von Eurova als neuer Faktor ein. Hiedurch wcrdcn zunächst beide StromihsteMt gegen Norden abgelentt, die Westwinde geschwächt und die Südostwinde verstärkt werden. Es ist deshalb an.mnehmen. daß dre F^ont über dem Alpenraum mvächft nach Westen znrückgrdrangt werdn dürfte. Voraussage: Zunächst Schönwetter bei wechselndril ftidöfilichen Winden und Trmpelaluizunahme. * Eine Aktion der Mieter gegen das erhöht«, NeinigANgsgets. Wie berichtet wird, ist m den lMe« Tagen v:M den Mietparteien eine große Agitat'.on nnd eine Aktion eingeleiter morden, welche sich gegen das vrt dem Monat September , enorm erböhte R e i n i gnngS geld der Mictparteien für' die Hausbesorger richtet. Die Hausparteren richteten in den letzten Tagen an ihre Hausbesitzer eine Eingabe, in welcher sie erklären, er möge den Hausbeiorgervosten austaffea und bnt, Hausbesorger als Mietpartei stellen, da sie die R e i« i g « « g des Hauses abwechselnd selbst Übernehmen wollen nnd dadurch auch das enorm erhöhte RemigungSgeld ersparen würden. Dies. könnt:« die Mietvarteieu jetzt, beuchungsweiie in Hinkunst um-; so leichter durchfübren, als ja der T o r s ch l ü s s e l ohnedies ' allgemein zur Einführnng kommt und daS Reinigen der Trottoirs ja der Gemeinde,zustrht. Wie verlautet, sollen sich dir HarrS» bcfitz'rverein« mit dieser Eingabe in de« nächsten bitzüogen beschäftigen. * Ein Astsnnfall Ralph Benatzkys. Me der post" aus St. Gilgen acmckdet wird, erlitt gestem ans der Reichs» straße zwischen Schariling «nd St. Gilgen rin dem Wiener Komponisten Dr. Ralph B e n a v k p gehörender nnd von ühm selbst gelenkter Kraflwsgm einen Unfall. Der Watzen ßcrkfc; infolge des Versagens dcs Motors ins Rückwärtsgleitrn, ftchr gegv»< einen Felsen'und nberschlng sich d aun zweimal. DieJnsaffru, Somwev'' gaste aus Gmundc«, wrirden hinansgeschleudert und kamen teilweise, unter den Kraftwagen zu liegen. Dr. Benatzky erlitt mehrfache Quetschungen, die Wiener VortragskÜnstlerm Josma Seli« eine Qnetschnnfl und einen Nervenschock, der Wiener Pramst Oskar Dachs eine Verletzung am Knie, eine W i e»n e r Fabrikantensgattin einen leichte» Rervenschack. Die Verletzten erhielten in St. Gilgen erste ärztliche Helfe. * Das Schiff»««gl««st bei T«ll». Wie berichtet,, hat sich am 2t. d. M. bei Tulln ein schweres SchiffSunglück ereigutt. Das Dampfschiff der Donanbaggernngskommisfivn „Dannbea fahr w.tt einem neugebauten Schlepper durch die Tullner Brücke, bog in die wegen des niedrigen WassersiandrS schmale Fahrrmve «ad wurde bei dieser Wendung von dem schweren Betonschrff mit" gerissen und sank in zwer Minuten- Die Besatzung konnte fW ms aus zwei Mann retten. Gestern abends um V,7 Uhr wurde nan oberhalb der Ageutie in Nußdorf die Leiche eineS österen, Mannes aus de« Donaustrome gezogen. SchiffSle»te mannten' an Ort und Stelle in dem Erlrnnkenen eines der Opfer de?' Schiffsnnglnäes bei Tulln, den 65jahrigen Maschi»enmrister Franz Schmied, XXI., Donoufelderftraße 217 «ohvhaft gewesen. * Ei« verirrter Knabe, ^n der Nacht zu» 24. d. M. wurde - in Döbling ein etwa siebenjähriger Knabe verirrt aufgr' griffen. Der Junge, der etwas schwachsinnig zu sein scheint, nttivt sich Franz Eismann «nd behauptet, bei srmem Bat« Karl ErSmann. IX., Pichlergaffe zu wohnen. Er will Schüler d« zwettm VollSschnlklasse fern, ist blond, hat blaue Augen, vorstehende Oberlippe, auffallend große Zähne und am Danmm der linken ' Hand einen großen Nagel. Er ist mit blauaestreistem Hemd, brauner Hose, grauer Bluse aus Schnürlsamt berlewet, war m* fuß und barbaupt. Da seine Angehörigen nicht ermittelt werden konnten, wurde er dem polizeilichen Jugendheim übergeben. Derems««lhrich1en. ugendverem Netz Z i o n a h, U., Jlgvlatz 5 iG-rstyaus zum Komet). Am I. September werde» Hebräichkurie surz Lnsänger (auch K'nder) und Vorgeschrittene unter der Leunugj »es Pädagogen David Weinstein «öffnet. Änmeldnngeu.l« Verein täglich von 7 bis 9 Uhr abend« schristftch an Mensche»! weniger, Wim H-, Sebastian Knewpgaffe S/19. — Brr»«! L r e z Israel. Wien U. Handtavee b (Restauration Pratevee). Anfangs September werden heb i äische Anfängerknrse, eröffnet. Teilnehmer werden auch zu den Bvrgeschmtenen-K«rseu ««szenommen- Anmeldungen täglich von? bes.S Uhr ade»dS t* öereinÄekretarjal. ,