Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 922 (21.8.1921)
- Date
- 1921-08-21
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 12^ , . SHek« M«-g-dtm.g iia'flWii'ii'iMfeif'fciitehi ^1 .*1: AirgM ITA Rr.VLL die an der Wurzel Breite, am Röcken emgebogme, an der Spitze abermals vei bretterte Nase, Lebende Vertreter der beiden Schädelunv Gesichtsthprn sind häufig z» finde», auch ihre Mischlinge sind zahlreich. Endlich kommt unter den heutigen Juden Borderancns und Europas ein brünetter und ein blonder Thp vor. von denen jeder bald mit Kurzschädlkgkeit, bald «it Ääiraicküidl^keit. bald mit Bieitgesichtigkeit. Schmalgesichtkgteit oder einer Mrschfvrm dieser Physiognomien einhrrgcht. Der Minette Thvns ho' dunkle H.mt, dunkle Haare und dunkle Aueen. K^llmann ist d'r Anficht, daß kr fick wahrscheinlich ickon früh von der Hcmp'masse der 11\ fetniten abgezveigt «nb in Ledirdimg mit den üdrrsrn rniltklm^-rlandischrn Dölkerformen der weißm Raste sich an ven Ufern des MitttlmreieS entwickelt für, mn durch Vander ungen der Krisle entlang tiKxm die Ostsee hinaus zu gelang;». Der blonde Typus daoen» bat helle Häuft '»laus Au.',eu und blondes oder rotes Haar. lieber seine Herkvnst lästt fick brüte noch retft mch.s mu Brü'mmthert ansmgen. Nur so vir! 'chein' fr^rnstehm. daß dublanden Inden besonders hänfi.'- rn Ge'etkschaft der blonden Nordgrrm-wen und der blonden Oftft rwen erscheinen. Kollmann ne gl auf G'.nnd der bis je!?! vorliegenden Tad 'chen?u der Auss.ssini i, daß der blonde Typu^ d-enfo wie der brünette schon ans asiatischem Boden und in nbr aller Beit ans einer mb',, v.nuten Gumdtorm. mifianden ist, ans densrieen Ursachen nnd oi-'.cf3;eiiia in t bni übrigen blonden und b. »netten Formen der nichtsemitisibm -ittfttt'r Europas. Er halt auch die brünetten Inden, mv-en $■> langgesicht g und schmalköpfig oder bre.tgeftchtisi und u ftllpsia fein, untereinander für näher verwandt als mit den tatfl*rchnu-Q.fidiligen und -köpsige» blond ne Jud n. — Nun gibt eS ober auch l ch w a r z t und gelbe Juden. Dre schwarze» Juden (Malabar, Admirylitätz?- inirln, Bisr^ra ck^irckttvel, Loangvküfift Abesfin-en) kommen inyerbakb der schwaizev, drr g eben (Cocpinchma, Japan) innerhalb deS VerdreilunsSge'.fteteS te-- gelben Nassen vor, und setzen sich, ebenso wie di. wüßhantigrn Jndm. ans Lnna-. Mittel- und Knrztchädeln. Schmal- und Dreitgefichp-rn .zusammen. Wie steht eS mtt ihrer Genese? Kollmann drückt 'ich in diesem Punkt nemlich dunkel aus. Klar wird bloß, daß seiner Anficht nach die farbige» Juden mit der jüdischen weißhäu'.igen Raste überhaupt nichts zu tun haben. Er will sie vielmehr, soweit, sie heutz leben, als Absömmlmge eines Aittläu'ers der gelben und schwarzen Raste betrachte'. wisten, desich in der gleichen Richtnng ensw'cklr hat wie der jüdische AnZläuser des weißhäutigen MenscheutypuS. Ariel Birnbarrm. ,J « Gottes Krieg", Sonette. 8i. '<öwir Verlag. Men. 1921. (Einmalige Auflage von U5A numerierten Exemplaren, geb. 45 Mark.) 'ubrüches Tagebuch eines F: ontsollaten enthalte», find zweifellos der Ausdruck eines stürmischen Temperaments von persönlicher Narbung. Nicht überall erhebt sich die Diktion zu dichterischer Reise, aber als Ganzes ge'eücn. ist das Werk sicherlich ein starkes Dokument des koazentrienen Schastenswillens erner wirklichen Begabung Eine andere Frage ist,, ob dieses leidenschaftliche Ethos, das den Krieg, durch alle (eine Phasen des typischen Erlebens sowie der persönlichen leidvollen Erfahrungen getreulich drglntet und chm als Ausdruck der göttlichen Barmherftgkeit ergebungsvoll bejaüt. beim jüdischen Sinne »m Enfüdiung zu werben vermag. Mir wenigstens erschienen diese Ergüsse und ihre sich stetig wiederholende Bindung zwilchen Krieg und Gott in der Art. wie es stier geschieht, als geradem katholisch, obgleich fie sich sichtl ch jüdisch geben. Am besten wirken diese Verse dort, wo fie un: Stimmung festbalten und ans rem lyrische Wirkung au§- Manches erscheint gezwungen oder salopp in der Form, so m-" iwerbanvt die innere Ansgeglichknbeit kein Kennzeichen dieses ivv.US mies Jug-i'dllchen ist. Auch als Illustrator seiner Berse 'e s-t Bilirstarrm Pl.anwsie und Temprram-nft so wie ihn im pmurn diese Merkmale auszeichnen, die feinem Künstlertum günstige Prognosen stellen. a. 1 ..Die Kunst". Bon der prächtigen Zeitschrift »Die Kunst". Mon.,tiefte für sre.e und.'.»gewandte Knnst, legt nnS der Verlag Bruckmann in München die Hefte Mai, Juni und Juli vor, die durch erne Fülle von glänzenden Istproduktionen in wundervoller technischer r'ftiederaabe ausgezeichnet find. Borbildl-ch du?ch die Sorgfalt der Auswahl, r-e glänzend? WrrdkMbe d,r Kunstwerke, und die nnverglcictft.che Reichhalligleit an Bild und Tex!, bat diese auf allere Kunstgcbielen führende Zeitschrift großen >md beirnchtenden Ewstuß gewonnen. Ans de» letzten Heften fonnen wir der großen Fülle wogen nur einzelnes besonders hcrvvihlbrn: An Aussätzen über Malerei die über den glänzenden Porträtisten Fritz Rhein, über Joses Anlon K o ch. Über Avnarelle von Hans T h o m a. über den Karlsruher Maker Bühler: auf der» Gebieie der Plastik die letzten prachtvolle» »nd »och ganz unbekaimten Werke von Adolf von H i l d e b r a » d, die reizvollen Klcinrlastiken von Karl Ebbinghaus und die delorativrn Plastiken von Hitzberger. Alldem Gebiet der Gkuphck die Ars-eittn von S ch r n n e r e r und Max Lieh ermann; Scherenschnitte vom Griebel «nd im belonderm die illustrativen Zelchnunaen von Robert Engels. Aus dem Gebiet der Wohnnngskunst ift bedeutungsvoll ern vo« de- Deutschen MerkftStttn in Dresden erstelltes zerlegbares Holzhaus mit znm Teil kingrhautm Möbeln, ein für dir Jetztzeit höchst interestantes Problem. Dttcheveittlaerf. Richa r d B eer-Hosmann: Gedenkrede aus Wolfgaug Amadr Mozart. 1921. S. Fischer, Bei lip. — Aron F r »e d m y n n : Glühende Funken. 1921. Berlag ,l)as najef dor\ Wien. (Jüdisch.)-Rüben Fahn: Lea.r'dkN t er Karmten. IM. Verlag Hatechiia, Wien. — Protokoll i'fter die Verhandlungen des Gothaer Gründungs-Parteitags der U. S. P. D. HerauSgegeben von Emil Eichhorn. 192t. A. Srehof L Co.. Vr>lra, Berlin. — Dr. Sieaftied B e rnte l d : Erziehung zu Arbeit und Gemeinschaft. i92l. Verlag des Jü-iscken Instituts Tür Jugendforschung und Erziehung. Wie», XVli, — E. E i ner: »Falschheit", Komödie in einem Akt. 1821. Druckerei ^Zentral", Wien. (Jüdisch.) ♦ 1 GerichtssaaL. Dev verschwundene Schatz. Aus >ef Wohnung 'des Kaufmannes Hersch Ed e l ste i n in der (8 oöen Schifsamtsgasse war ein eisrner Ofen zur Reparatur sortzuschassen. Es erschien der Kilticher Artur S > n g er und trug den Ösen mit Hilfe des Ressen deS Edel° stein, Karl R o t h r « I d, in den bere'tstehenden Wagen. ©ie mußten bei der Manipulation :n der Kammer einen Diwan zur Seite rücken. Bald nach dem Abtransport des Ofens endeckte Edelstein, daß ein it e inensä ck ch e«. welches er unter dem Diwan verborgen hatte, fehlte. DaS Säckchen: enthielt 5000 M a r k b a r n n d Schmuck i m! Werie vom über L- 100.070. Natt>rgem8ß fie^ der Verdacht auf den Kutscher. Als ftn SicherheilS-s wgchmanv in seiner Wohnung erschien, iand er daS Zimmer leer, obgleich S'mgcr kurz vorher gesehen worden war- Der Wachmann suchte nach ihm und fand chn fchließl'ch verstecke in einem großen Holzkoffpr. dessen Deckel grschlofse» war. Befragt über sein sonderbares Gehaben, erklärte Smger. daß er noch eine achtmonatige Kerkerfira'e zu verbüßen und sich deshalb versteckt habe, weil er glau ir. der Wachmann wolle ihn zum Strafvollzuge abholen. Singer wurde verhaftet; mau fand bei ihm von dem gestohlenen Gute nichts vor. Artur Singer hatte sich gestern vor einem Schosfenscnat unter Vorsitz des Oberlandesgerichtsrates Dr. K » b e f ch wegen Diebstahls zu verantworten. Die Anklatze vertrat Staatsanwalt Dr. Müller, als Verteidiger fungierte Dr. W t it g e t. Der Angeklagte erklärte fich vichtschuldig. Edelstein, ein würdiger, alter Mann mit langem Patriarchenbark, bezeugte, er habe daS Säckchen früher stets an einer Schnur um dm Hals getragen und es sorgsam gehütet. Aus Angst, es könne ihm bei einer Straßenbahnsahrt doch gestohlen werden, habe er e§ dann unter dem Diwan versteckt. Der Verteidiger wies darauf hin, daß Artur Singcr-sich nicht alleim im GelegeuheitsverhülMiS befunden habe. Drr Gerichtshof schloß sich au? Grnnd der Ergebnisse des Beweisverfahrens dieser Argumentation an und syllte einen Freispruch. _ Sport. Die heutige y FrchballwettspreLe. Das' wichtigste sportliche Ereignis vollfieht sich heute aus dem Sportplatz Hohe Warte, wo der deutsche Meister, der' I. F u ß l> a l l k l u b N ü r n b e r g, zu Gaste ,st. Die Süddeutschen steten gegen den Spoitklub R a P i d an, der seit Jahren den Meistertitel an die Farben seines Vereines geheftet hat. Wob! ist der Termin recht ungünstig gewählt, da die Hüttrldorfer soeben eine äußerst beschwerliche Tournee beendet haben aber man darf trotzdem einen hochinteressanten Kampf zweier^ gleichwertiger Gegner erwarten. Bor diesem Spiele treffen Vienna «nd Sportk l v b zusamiiicn, die man derzeit .als ziemlich gleich stark einschätzen darf. In Floridödors kräg' der F l o r i d s h o r s e r A. Cnn Frenndichaflssprel gegen Grazer S t u r rn aus, den er sicher ballen dürfte. Der Sportklub H a f o a h tritt im Prater gegen die C r i ck e t e t an, die einen vollkommen ebenbüctigen Gegner abgeben dürften. Außerdem finden noch folgende bedeutendere Freundschaft«.' spiele statt: Ostmark—Ottakring, NuliolishÜgek—Phönizia, Wacker—Gersthof. Der Beginn der Wettspiele ist ans d vhr ststgrfetzt. SLavia schlägt W. A. C. 11:2 («:y. Die Slavia konnte gestern in einem sehr frnmdschafMch! gelraltenen Wettspiel den A). A. C. milhelos absrrtigm. Die; Tschechen batten ohne viel Anstrengung mchr Treffer erziele« können/: begnügten sich aber damit, ein schönes Spiel vorzuführe», was ihnen.! auch vollkommen gelang. Die Treffer der ersten Spielzeit erzielte»! Baniek (3\ Hornh. Lotovsky und Capek, für W. A. C. verwandelte.! Sichler einen Elfmeterstoß. Nach der Pause »ahmm die Gäste! das Spiel zuerst wenig ernst, so daß her W. A.E. einige Angriffe: inszenier, n konnte *und die Slavia m ihre Hälft« zwang. Erst! nemlich spat fiel ein Treffer, der wider Daniek zu« Urheber hatte! 7:1). Derselbe Spieler erzielte auch das achte Tor. Dann En wer aus einem Durchbruch zu Torehren (8:S). Horup, Capek i und wieder Hvrny beschließe» de« Torrei-e». SchiedSrichttr war Herr Wancura. _ Eaepe«ttev zieyt sich znrS«. Paris, 20. August. (Tel.-Komp.) Es steht jetzt fest, däß' Cacpentier nach iSjähriger Laufbahn sich auf Anordnung seines Arztes ab 1. Jämrrr 1928 endgült-g auS dem Rmg Mückzirhw wird. ' JnrerEvttales EchwirmtteeMrs. Im Diauabad wird hmte um V,4 Uhr uachmittatzS Meeting deS Kritzendorftr Sportklubs fortgesetzt. Die Inter»? Nationalität ist durch Gäste aus Ungar» gewahrt. Go startM unter anderem der ungarische Langstreckler Szrreutz, d« Vorgestern! die 1500-m-Melstnschast von Oesterreich m 25:83'4, Lberlegew gewann, der ungarische Brufimeister und Rekorder Marti» SipoS^ Altmeister Dr. Beleznay vom M. A. F. C.. Meister Wenk vor ' F. T. C. und der junge talentierte Keserü. Aber auch vo» de Wienern hat alles, was Ramm und Rang hat, genannt. Hauptnummer des SonniagS ist die Ivv-m-Brustmeistersr für Herren, von denen als Favorit SipoSgilt. Um die Plätze wtrdeul Wenk, Kurtz «ch Reich hart zu kämpfe« haben. 3ntecnatf0»6le SkiRgkämpf«. Ans dem Sportplatz der Polizeiorgane im XXI. Bezirk, Kaisermühlev, geht heule nur 8 Uhr nachmittags das R-ngkampfmatch zwischm dem KSlnrr Klub für Kraftsport 1893 gegen die Weener Polizeiorgam vor sich, das einen sicheren Sieg der Kölner zeitigen dürfte.; Der Wiener Sladfahrklnv Strrrmvogel veranstaltet beute um Ist sthr vormittags - auf der Semmeringstraße vom Kilometerstein Schottwien bis zum Kilometerstem 89 aus der' Semmeringhöhe die Meisterschaft von Oesterreich über zehn: Kilometer. Die besten Siegeschancen Hai Art« Töpfer vom! Radfahrklub, Sturmvogel. Die Weltmeifterschaft im Tennis. Die Spiele mni den Davis-Pokal (Verteidiger Amerika) nähern sich der Ent-j scheidung. Australien, der Bezwinger Englands, schlug auch Dänemark und kommt jetzt m-t dem Sieger aus Japan—Indien! zusammen. Der Sieger dieser Runde hat daun dir Schlußiundr am 8. September gegen Amerika zu spielen. * C«p-Wettspiele Ha««o«ea—Donarrfdlv, Heute «m V,tt Uhr vormittags trägt Hasmonea das Cup-Wettspiel gegen Donauseld auf dem Donauscld-Platz a«S (Linie 31. neben den F. A. C.-Platz). Donaufeld zählt zu den spielstärkste» Vereinen der JII. Klaffe und besiegte im vorjährigen Cup-Wettbewerb mehrere Vereine, darunter die zweitklassigen Rennwrger 1:0 und verlor gegen W. A. F. 1:3. Hasmonea wnd gegen den tücht'gen Gegner einen schweren Stand haben. Trotzdem werden die Blau--Weißm alles daransehen, um gut abzuschnerden. Vorher spielen btc Reserven. Die halben Einnahmen wurden Hasmonea m entgegenkommender Weise zngesagt; es ist nun Ehrenpflicht, daß alle Mitglieder und Freunde anwesend sind. Baumgavlner Hatzöah—Hagibor 8:2 (3: 2). Der Sportklub Hassibor. der m»t Pillinger und Wortmann (Hmair l) verstärkt antrat, konnte nur in der erste« Halbzeit dm Banmgartnern einen gleichwertigen Gegner abgeben, währmd er sich in der zweiten Halbzert vor drr besseren Gesamtleistung der Baumgartner beugen mußte. Die Baumgartner,, die eines ihrer besten Spiele lieferten, hatten keinen schwachen Punkt aufzuweisen. Bei. Hagrbor kvnntm Nappepvrt und der rechte DrrbmdungsfiLrmrr brfriedigen. Die Sieger spielten in folgender Aufstellung: Sirkin, Moritz, Schwamm, Tabak, Haber, Keßlcr, Peter, Rn;ler> Joste, Wirth. Speicher. Im Reservespiel siegten die Hakoahner 4:0 (1:0). . Cstervbh H-Ka.h, Jnsend-nnd 2t0 (0 :0). In diesem UebungSsPiele konnten die Cheruthaner ihre Uebrrlegenhrit mcht genügend zum Ausdruck bringen. Sie hatten die ganze Si^el^eit mehr vom Spiele, schni'rrten die Gegner vollständig ein, zu günstigsten Konditionen übernimmt Internationale Transporte Arthur Wolfmann & Tel. 63-2-63 Wien, I., Neuthorgasse Nr.® 9007